Oktoberfest: Bayrisch für Anfänger



Bayrisch für Anfänger

Bei einem Besuch auf der Wiesn sollte man sich vorher mit einigen wichtigen bayrischen Floskeln bewaffnen, damit man beim Zusammentreffen mit richtigen Bayern nicht auf der Leitung steht. Beginnen wir mit dem klassischen Szenario: Nachdem man sich endlich auf ein Zelt geeinigt hat und sich durch die wild tanzende Menge einen Weg gebahnt hat, stellt man fest: Es gibt nur wenige letzte freie Plätzen an einem Tisch. Weil man sich nie sicher sein kann, ob da waschechte Bayern am Tisch sitzen, sollte man es vorsichtshalber mal mit „Is bei eich no´ frei?“ versuchen. Bei einem „Freilich. Mia rutschn´ zam!“ oder „Hock di hera, dann samma mera!“, lagt ihr richtig mit eurer Annahme und dürft euch gerne setzen. Dann klopft ihr auf den Tisch und bedankt euch mit: „Hawadiäre!“.

Jetzt wird es nicht mehr lange dauern und eine Bedienung wird euch fragen, was ihr bestellen möchtet. Das kann ungefähr so klingen: „Kriagts ihr no´ wos?“ und wenn ihr beeindrucken wollt, dann antwortet ihr: „Mia kriagn zwoa Mass!“ (unbedingt als kurzes „a“ in Mass aussprechen, alles andere kommt einer Todsünde gleich und ihr könntet von euren bayerischen Tischnachbarn des Tisches verwiesen werden!). Wenn ihr Hunger habt, bestellt ihr auch noch „Und a hoibads Hendl, bittschön!“. Guten Appetit wünscht man sich ganz simpel mit „An guadn!“. Wolltet ihr eigentlich nur zum essen und trinken ins Zelt gehen und euch danach weiter auf dem Oktoberfestgelände vergnügen? Dann kennt ihr die Bayern schlecht, denn die können sehr gesellig sein und werden euch mit „Oans geht oiwei no´!“ versuchen aufzuhalten. Macht euch auf etwas gefasst: Das kann noch bis Schankschluss so weitergehen!

Liebe Mädels, falls euch bei zunehmendem Alkoholpegel und später Stunde (beides nicht sehr unüblich auf der Wiesn) ein männliches Geschöpf zu nahe kommt oder sogar anfasst, dann weist ihr ihn mit „Bratzn weg!“ oder „Zupf di!“ in seine Schranken. Wenn das alles nicht hilft, dann wählt ihr das, für den Bayern, sehr drastische Mittel und sagt: „Jetzt schaust aber, dass di schleichst!“. Damit solltet ihr ihn los sein.

Alle Männer, die sich in aggressionsaufgeladenen Situationen befinden, können Einschüchterungsversuche mit: „A Packal Watsch´n is glei´ aufgrissen!“ starten. Doch bevor es zu physischer Gewalt kommt, sollte man sich mit einem einfachen „I muass biesln“ aus dem Staub machen. Das entwaffnet selbst den rauflustigsten Bayern und der Abend ist gerettet. Dann bleibt nur noch zu sagen: „Hawadiäre!“ und „Pfüat di god!“. (kab)

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