Bewertung von grubmard zu Gedenktafel für die jüdischen Mitbürger

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Bewertung zu Gedenktafel für die jüdischen Mitbürger

grubmard
Sieht man heute den schön gestalteten Vorplatz und den alten restaurierten Bahnhof von Bad Saarow (6 km südlich von Fürstenwalde, 30 km südöstlich von Berlin), möchte man nicht glauben, daß auch hier vor über 70 Jahren ein Schauplatz dunkelbrauner deutscher Geschichte war.

Eine Gedenktafel mit Davidstern am Eingang zum turmartigen Bahnhofsgebäude erinnert mit der Widmung:

„wir gedenken der verfolgten und ermordeten juden von bad saarow“

daran, daß 202 jüdische Mitbürger Bad Saarow‘s während der NS-Zeit vertrieben oder verhaftet und ermordet wurden. Für viele von ihnen begann der Weg in die Vernichtungslager des III. Reichs mit dem Bahntransport vom Bahnhof Bad Saarow.

Es dauerte bis 2008, ehe der Ort an diese seine Mitbürger mit einer Gedenktafel erinnerte. Die Tafel in Form einer nach unten hin verwittert oder verbrannt erscheinenden Planke oder Tuch versinnbildlicht das Endliche des Lebens, in diesem Fall durch Verfolgung und Tod. Leichte Farbspuren, die sich wohl nicht vollständig haben entfernen lassen, zeugen von der Unbelehrbarkeit und braunen Gesinnung einiger Zeitgenossen.

Fazit: Gedenkort

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