Bewertung von barthmun zu Heilpraktikerschule Walter-Knäpper-Schule

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Bewertung zu Heilpraktikerschule Walter-Knäpper-Schule

barthmun
Die Walter Knäpper Schule wurde 1951 in Essen-Kettwig gegründet und zog 1974 in das Casino der ehemaligen Zeche Hannibal um, genau gegenüber vom Hannibal Einkaufszentrum. Träger ist der Fachverband Deutscher Heilpraktiker, Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V. nach dessen ehemaligem Landesverbandsvorsitzendem Walter Knäpper diese Schule benannt wurde. Sie ist das älteste, weit bekannteste Ausbildungsinstitut für Heilpraktiker in NRW

Seit nunmehr 60 Jahre erlangen dort angehende Heilpraktiker umfassende Kenntnisse in der klinischen Medizin, in angewandten naturheilkundlichen Verfahren, u.a. Homöopathie, Akupunktur, Irisdiagnostik, Chiropraktik und Labordiagnostik

Seit 2010 ist die Walter Knäpper Schule als Arbeitsamt-Weiterbildungsmaßnahme
nach § 85 SGB III und AZWV zertifiziert.

Um an einem Studium teilnehmen zu dürfen, muss man mindestens 22 Jahre alt sein und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder den Hauptschulabschluss haben.

Mein Studium dauerte damals noch 3 Jahre (von morgens bis abends) inzwischen wurde es auf 2 Jahre gekürzt und sogar ein berufsbegleitendes Abendkolleg wird angeboten. Für das leibliche Wohl gibt es eine Mensa, die kostengünstige Gerichte anbietet.

Der Unterricht wird von Dozenten abgehalten, die alle auch in eigener Praxis selbst praktizieren und somit auch über viel Erfahrung verfügen. Unterrichtet wird von A wie Anatomie bis Z wie Zytologie und eine Vielzahl von Diagnose- und Therapieverfahren der Naturheilkunde. Nicht nur Theorie sondern auch viele praktische Übungen werden angeboten, um die unterschiedlichen medizinischen und naturheilkundlichen Disziplinen zu erlernen. Ich erinnere mich noch gut, als wir vor der Spritzenprüfung mit 3 Kommilitonen in einem Wohnzimmer saßen mit Liter Weise isotoner Kochsalzlösung und uns gegenseitig in fast jeden Teil des Körpers „gepiekt“ haben, natürlich auch i.V. Das Ganze neben einem Berg von Kippen und Rotwein. Im Nachhinein bin ich froh, dass uns niemand gesehen hat, denn wir wären als Junkie der Nation durchgegangen ; -)))

Hier noch ein Auszug der Lehrinhalte:

Allgemeine Pathologie
Histologie
Endokrinologie
Immunologie
Infektion/Gesetzeskunde
Klinische Untersuchung/Notfallmedizin
Labor
Pathophysiognomik
Pharmakologie

Und als Behandlungsmethoden:
Homöopathie
Ableitungsverfahren
Irisdiagnose
Labor
Bach Blüten
Biochemie
Chiropraktik
Cranio Sacrale
Neuraltherapie
Ozontherapie
Phytotherapie

Die Heilpraktiker Prüfung wird nach der Ausbildung vor dem Leiter des heimatlichen Gesundheitsamtes abgelegt. In meinem Fall war das das Gesundheitsamt in Herne.

Wer während der Ausbildung mitarbeitet, das Erlernte versteht und sich verinnerlicht, für den ist die Prüfung kein Problem. Aber Vorsicht, hier wird auch Wert auf Nicht-Naturheilkundliche Sachen gelegt. Ich wurde bombadiert mit der Diagnose von meldepflichtigen Infektionskrankheiten.

Ich hatte danach auch einige Jahre eine eigene Praxis, bis meine Tochter geboren wurde. Da stand ich dann vor der Entscheidung Kind oder Praxis zu verkaufen. Es gab so manche Tage – während ihrer Pubertät – an denen ich dachte…..aber das geht zu weit :- ))))

Ich kann diese Schule wirklich jedem empfehlen, der sich für diesen Beruf interessiert, obwohl die Ausbildung nicht gerade günstig ist, heute liegt sie bei etwa 11.000 Euro. Ich musste sie damals selbst bezahlen, es kann sein, dass heute die ARGE sich beteiligt. Einfach mal nachfragen


bestätigt durch Community

Ausgezeichnete Bewertung

Kaiser Robert "Da stand ich dann vor der Entscheidung Kind oder Praxis zu verkaufen" Da hast Du doch wohl nicht wirklich dran gedacht, Dein Kind zu verkaufen ;-)
Ein golocal Nutzer Haha, Herbert, zwei Blödbommel, ein Gedanke!!! Ich glaub, barthmun hat sich ein wenig "unglücklich" ausgedrückt... abgesehen davon, wie viel Geld kriegt man denn so für ein Kind? *brüller*
Ich hatte eben Kopfkino beim Lesen der "Kippen, Rotwein und Spritzen".... schön geschrieben, thanks for sharing!