Bewertung von GAW zu Autohaus Stoll Renault + Dacia

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Bewertung zu Autohaus Stoll Renault + Dacia

GAW „Forscher“
Am Ende siegt die Vernunft über die Gerechtigkeit:

Erwartungsgemäß war das Autohaus Stoll nicht in der Lage, das Auto zu reparieren. Hinsichtlich zweier Mängel war das in 4 Monaten die dritte Nachbesserung.
Warum Renault angeblich trotzdem die Wandlung ablehnt, werde ich vermutlich nie erfahren. Globale Inkompetenz und standardisierte Fehlproduktion, würde ich sagen!

Nach wie vor bremst der Wagen beim Beschleunigen in Höhe 80km/h unvermittelt stark auf 70km/h ab, um dann (bei eingeschaltetem Tempomat) unangemessen stark weiter zu beschleunigen.
Ein Schaltvorgang, wie der Meister behauptet. Ein Schaltvorgang im Elektromodus, bei dem das Auto trotz Tempomat um mehr als 15% langsamer wird?

Quod erat demonstrandum!

Da trägt wohl jemand die Maske auf Augen und Ohren, wenn er das nicht bemerken will!

Selbst bei ruhigen Fahrten (zwischen 50 und 70km/h) mit Tempomat im Elektromodus beginnt die Pure-Anzeige (Pure-Mode = purer Elektromodus) zu blinken und der Verbrenner schaltet sich ein. Ein Wechsel zurück in den Elektromodus ist nur durch anhalten, ausschalten neu starten möglich.
Dies ereignete sich nach der Abholung bereits vor dem Ortsausgang von Crailsheim (ca. 2km Fahrt).
Neu hinzu gekommen ist, dass sich während der Fahrt ungewollt der Spurhalteassistent zuschaltet und beim Versuch, ihn zu deaktivieren erscheint die Meldung „Spurzentrierung läuft“!
Auch, wenn der Spurhalteassistent theoretisch verhindern soll, dass man die Fahrspur verlässt, ist es ein mulmiges Gefühl, wenn einem der deaktivierte Assistent plötzlich "ins Lenkrad greift"!

In seiner bekannten Überheblichkeit hatte Herr S. nichts weiter zu tun, als sich auf den Lorbeeren der Vorfahren auszuruhen und die 50-jährige Firmengeschichte in den Vordergrund zustellen.
Die Bilder und Videos der weiterhin eklatanten Fehlfunktionen wollte er erst gar nicht sehen und behauptete, das Auto getestet zu haben.

Jeder, dessen IQ die eigene Schuhgröße überschreitet, erkennt hier qualifizierte Kundenverarsche!

Wir kapitulierten nun vor dieser egomanen Sturheit, um den Kampf gegen Windmühlen zu beenden und haben das defekte Fahrzeug gemäß der unterpreisigen Bedingungen des Ladeninhabers mit 4000€ Verlust (zzgl. der Garantieerweiterung und des Autoclubbeitrags) veräußert. Der Klügere gibt eben leider nach, auch, wenn er hinterher der Dumme ist...
Aber manchmal muss man sich den Frieden etwas kosten lassen und da man im Autohaus Stoll gegen jegliche rationalen Argumente immun ist, wäre ein Rechtsstreit ins Uferlose ausgeufert.
"Da wir davon ausgehen müssen, dass die Verantwortlichen auch vor Gericht nicht bei der Wahrheit bleiben, wird die Beweisführung unsicher und langwierig" sagt der Anwalt.

Wir werden aber noch eineoffizielle Beschwerde gegen die Ablehnung der Wandlung seitens Renault einreichen. Wobei ich davon überzeugt bin, dass dieser Antrag nie gestellt wurde! Der Kontaktmann der Kundenbetreuung von Renault Deutschland sagte ganz klar "..davon habe ich keine Kenntnis" und das Autohaus Stoll, bzw. dessen Inhaber, weigert sich, ein Schriftstück vorzulegen, das in irgendeiner Weise auf solch einen Antrag hinweist. Im Interesse des Kunden hätte man die Ablehnung vorgelegt und eine faire Lösung vorgeschlagen, anstatt sich an uns gesund zu stoßen. Da muss eine gehörige Portion Verzweiflung das Handeln bestimmen. Offenbar ist die Lage auf dem Automarkt viel schlimmer, als es aussieht!

Seitens Renault Deutschland ist es natürlich ebenfalls ein Armutszeugnis, Kunden auf diese infame Weise den Täuschungen eines Autohändlers ausgeliefert zu lassen. Das ist ebenso enttäuschend, wie die mangelnde Qualität des Fahrzeugs.

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Eigentlich wussten wir lange Zeit nicht (mehr), was wir von Auto-Stoll halten sollen.
Jetzt wissen wir es: NICHTS!

Bisher waren wir vom Service und der Freundlichkeit überzeugt. Es ist der insgesamt vierte Renault und der zweite aus diesem Hause (Megane, Scenic, Captur I, Captur II) und bislang gab es kaum Anlass zu Beschwerden. Der Megan war zwar auch ein Montagsauto, das bei feuchtem Wetter entweder ausging oder nicht ansprang, aber damals funktionierte wenigstens noch die Werkstatt und es gab so etwas, wie Dialogbereitschaft.

Als wir im Mai letzten Jahres einen Captur II Initiale Paris E-TECH Plug-in 160 als Neuwagen erwarben, wurden wir freundlich und scheinbar ehrlich beraten. Scheinbar, weil wir keinen Anlass für Argwohn sahen.
Inzwischen sind wir nicht mehr sicher, ob uns tatsächlich ein Neuwagen verkauft wurde.
Immer wieder mussten wir in die Werkstatt:
Antriebsruckeln beim Anfahren, Beschleunigungslöcher im Elektromodus, unklares Anspringen des Verbrennungsmotors trotz ausreichender Batterieladung und Fahrens im "Pure"-Modus.
Das Einzige, was bisher durch Softwareupdates und Umprogrammierung erreicht wurde, war, dass sich die Benutzerprofile nicht mehr ständig zurücksetzten.

Knapp über die 6.000km kam die Ernüchterung: Neue Antriebswellen wurden fällig, als das 3. Softwareupdate das Gefühl, als würden die Räder beim Anfahren durchdrehen, nicht mehr beheben konnte.
Die Beschleunigungslücke entwickelte sich nach und nach zu einem derben Vorgang, der sich wie ein Bremsvorgang anfühlt. Dies trat bei 80km/h auf, wenn man über den adaptiven Tempomat beschleunigte. Der Wagen bremste auf 70km/h ab und beschleunigte dann mit fast Vollgas bis zur Voreingestellten Geschwindigkeit (schneller als 110km/h fuhren wir ihn nie im Elektromodus). Nach mehrtägigem Werkstattaufenthalt sollte der Fehler durch eine weitere Umprogrammierung der Motorsteuerung behoben sein. Aber alles, was erreicht wurde, war, dass der Fehler nun bei 70km/h auftritt und der Wagen auf 63kn/h abbremst und dann etwas mäßiger als früher beschleunigt.

Lt. Werkstatt ein Schaltvorgang, der im Elektromodus einsetzt, weil der Verbrenner theoretisch mitlaufen könnte. Was immer man von dieser fadenscheinigen Erklärung halten soll - glauben können wir das nicht. Zumal dieser Prozess im Hybridmodus nicht erkennbar ist. Da sind die Schaltvorgänge nur durch die Drehzahlverringerung ersichtlich.
Am 13.01. fiel der Wagen dann ganz aus: Das Werkstattsymbol leuchtete auf, Batteriewarnleuchte und die Meldung, dass das Laden unmöglich ist… Obwohl das Fahrzeug gar nicht geladen wurde. Der Verbrenner sprang nicht mehr an, die Motorbremse arbeitete nicht mehr, der Wagen musste abgeschleppt werden.

Das Ergebnis nach zwei Wochen Werkstattaufenthalt: Neue Programmierung, neue HV-Batterie, die sich nun, wie wir über die App verfolgen können, durchschnittlich 1% Kapazität pro Stunde einbüßt.
59% (13km) um 13:00 Uhr, 52% (10km) um 20:00 Uhr, macht 7% in 7 Stunden, ohne dass das Fahrzeug bewegt wurde.
Alle anderen Fehler, für die es Videobeweise gibt, will die Werkstatt nicht nachvollziehen (können).

Die volle Leistung brachte die Batterie keine drei Monate, dann ging die Reichweite um fast 10km/Monat zurück. Schafften wir anfangs noch 58km ab 100%, waren es im Oktober trotz 2-stelliger Temperaturen nur noch rund 40km. Jetzt, mit neuer Batterie, noch 20km?

Die ständigen Werkstattaufenthalte, das Misstrauen durch das merkwürdige Fahrverhalten und die Unsicherheiten, wie weit kommen wir, bevor wir wieder liegen bleiben, wollen wir nicht mehr hinnehmen und bereiten eine Rückabwicklung des Vertrags vor.

Nun wird sich die Servicequalität des Autohauses zeigen und ob sich das Vertrauen beim Kauf bewährt, oder ob es sich dabei um die gleiche „Qualität“ wie die des Capturs handelt.

Update zum 01.02.2022:
Inzwischen ist der Kontakt zum Autohaus gänzlich abgerissen.
Auf Mails wird nicht mehr geantwortet, Herr Stoll lässt über die Renault Kundenbetreuung in Brühl ausrichten, dass er sich bei uns meldet, aber nichts geschieht!

Seit dem 13.01., also drei Wochen steht der angebliche Neuwagen im Autohaus, wird ab und zu aufgeladen, dann steht er über Nacht und egal, ob -5°C oder +8°C, die 30% Kapazität, die der Akku verliert, sind "bei der Witterung normal", oder die Klimatisierung (obwohl deaktiviert) habe sich eingeschaltet, oder ein Software update ist notwendig.
Am nächsten Tag dasselbe: Aufladen, entleeren, dumme Ausreden anhören.

Da Renaut und Stoll ihre Versprechen nicht einhalten, mache ich jetzt eins, das ich halten werde:
Wenn wir in einer Woche keine adäquate Lösung zur Rückabwicklung des Vertrages haben, geht es vor Gericht weiter!
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Update zum 04.02.2022:
Nachdem wieder versuchte wurde, uns einzureden, eine Umprogrammierung und das Auslesen des Steuergeräts mit Datenversand an Renault würde alle Probleme lösen, habe ich meine Mail etwas schärfer und klarer formuliert.
Gepflegtes Hochdeutsch scheint man hier nicht wahrzunehmen.
Jedenfalls hat der Inhaber mitgeteilt, dass nun alle Unterlagen für die Wandlung an Renault übermittelt wurden.
Nun gebe ich mich der gespannten Hoffnung hin, das Übel wieder loszuwerden.

Update zum 14.02.2022:
Update zum 14.02.2022:
Möchte jemand qualifiziert lernen wollen, wie man einem Fass den Boden ausschlägt, möge er sich an das Autohaus Stoll wenden:
Nachdem uns ein vermeintlicher Neuwagen mit unsachgemäß verbauten Antriebswellen angedreht wurde, musst, wie u.a. auch die Batterie und ein Motorsteuergerät getauscht werden - zumindest wird das behauptet.
Nun stand das Auto über vier Wochen in der Werkstatt und wurde nach allen BELEGTEN Maßnahmen geladen, entladen, programmiert, geladen, entladen programmiert... Wohlgemerkt über einen Monat lang!

Nun erreichte uns folgende Mitteilung des Autohauses:
"Ihr Fahrzeug wurde nach Rücksprache Deutsche Renault repariert und steht bei uns abholbereit.
Eine Rückabwicklung ist zum jetztigen Zeitpunkt laut Rechtsabteilung Renault nicht rechtens. Daher bitten wir um ein persönliches Gespräch und um Rückgabe des von Ihnen benutzen Ersatzwagen. Wir weisen vorsichtig darauf hin, dass es bei einer nicht rechtzeitigen Rückgabe des Ersatzwagens zum 16.02.2022, Kosten in Höhe von 45,00 Euro pro Tag entstehen.
Lassen Sie uns zusammen setzen um eine evtl. Lösung gemeinsam zu erarbeiten."

Vier Wochen gammelt unser eigentlicher Garagenwagen dort bei Wind und Wetter auf dem Hof rum und jetzt ist er plötzlich repariert, alles heil, wie neu? Und wehe, wir nehmen jetzt nicht sofort Urlaub, lassen alles stehen und liegen und holen den Abklatsch eines angeblichen Neuwagens binnen zwei Tagen ab, sonst kostet der Ersatzwagen...

Interessante Erpressermethoden. Und unwahre noch dazu! Denn bei Renault Deutschland weiß man bei telefonischer Nachfrage noch gar nichts von einer Ablehnung durch die Rechtsabteilung!
Danke, Herr Stoll, dass Sie Ihre eigene Reputation so effizient untergraben.
Wie soll denn da eine gemeinsame Lösung aussehen?

...Fortsetzung folgt - Anwalt auch!

bestätigt durch Community

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Ausgezeichnete Bewertung

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Ausgeblendete 15 Kommentare anzeigen
Felixel sehr gut beschrieben. Aber eine sehr ärgerliche Erfahrung. So kann jedes Vertrauen zur Werkstatt flöten gehen! War es vielleicht ein Vorführ-Wagen?
Daumen Glückwunsch als Trost-Pflaster
GAW @Felixel: Nein, 0km vor der Probefahrt - danach 4km.
Es war ein Fehler, ihn nicht außerhalb der Ortschaft zu testen.
Puppenmama Das ist unglaublich! Ich drücke die Daumen, dass alles gut wird.
Glückwunsch zu Deinem informativen Bericht und zum grünen Daumen.
ubier Lieber Gott,

beschütze mich vor Regen, Sturm und Wind,
und Autos, die aus Frankreich sind…

Geballte Inkompetenz, gepaart mit rücksichtslosem Gewinnstreben. Gut, dass Du der Klügere bist!

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