Bewertung von bullbier zu Sankt Pauli Tagesbar & Restaurant

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Bewertung zu Sankt Pauli Tagesbar & Restaurant

bullbier
Fernab von den Lokalitäten der Altstadt rund um die Frauenkirche, in denen Dresden-Touristen nicht selten abgezockt werden, liegt das "Sankt Pauli" im Hechtviertel der äußeren Dresdner Neustadt.
Der Name der Location lehnt sich nicht an den Hamburger Kiez-Stadtteil an, sondern an die gegenüberliegende Kirchenruine Sankt Pauli, die im Zweiten Weltkrieg durch Bombenangriffe stark beschädigt und in den folgenden Jahrzehnten durch Mitglieder der Kirchengemeinde teilrestauriert wurde. Seit der Wiedereröffnung im Jahr 1997 wird sie nicht mehr für Gottesdienste genutzt, sondern ist im Sommer Schauplatz für Theateraufführungen und Konzerte.

Wir entdeckten das "Sankt Pauli", als wir während unseres Kurzurlaubs in Dresden an einem sonnigen Maisonntag auf der Suche nach einem Mittagessen und einem kühlen Getränk waren.
Da noch zwei Plätze im Außenbereich frei waren, entschlossen wir uns, die Speise- und Getränkekarte zu studieren und zu bleiben, falls uns das Angebot zusagen sollte.

Das tat es. Da uns sehr dürstete, fiel der Blick zunächst auf die Getränkekarte mit einigen uns bisher unbekannten Biersorten aus dem Nachbarbundesland Bayern.
Meine Frau entschied sich für ein Hefeweißbier von der Brauerei Unertl; ich wählte ein dunkles Bier von Held Bräu.
Beide sehr schnell und kühl servierten Biere schmeckten herrlich süffig und erfrischend.

Das Angebot auf der Speisekarte macht ebenfalls einen erfrischenden Eindruck, denn es hebt sich wohltuend von dem üblichen 0815-Mainstream-Speiseangebot anderer Restaurants ab. Zwar fehlt es nicht an den regionalen Klassikern wie zum Beispiel Wiener Schnitzel.
Daneben gibt es jedoch Vor- und Hauptspeisen, welche versprechen, dass das Küchenteam viel Kreativität bei der Interpretation und Abwandlung allseits bekannten nationaler und internationaler Spezialitäten walten lässt.

Wir wurden bei den von uns gewählten Gerichten auch nicht enttäuscht: meiner Frau schmeckten die drei gerösteten, mit Olivenöl bestrichenen und nach ihrer freien Wahl mit Avocado, sizilianischer Caponata, Auberginen, Kapern, Pinienkernen, luftgetrocknetem Schinken, Ziegenkäse und gebeiztem Lachs belegbaren Brote sehr gut. Preis für die 3 Brote: 6,60 Euro.
Mir erging es bei meinem süß-sauren und ordentlich chilibefeuerten Kimchi-Salat mit gezupftem Hühnchen (Preis: 8,90 Euro) nicht anders. Alles sehr, sehr köstlich.

Den Restbestand unseres Dursts stillten wir mit einer köstlichen Rhabarberschorle und einem Radler und beschlossen gesättigt und zufrieden, dem "Sankt Pauli" sehr bald wieder einen Besuch abzustatten.

bestätigt durch Community

Ausgezeichnete Bewertung

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FalkdS Glückwunsch zum berechtigten grünen Daumen

Der Belobigungstext passt allerdings irgendwie nicht, nur Kati und ich haben beim Daumen geklickt und ich bin maximal 2, ich und mein zweites ich... ;-)
Ausgeblendete 14 Kommentare anzeigen
bullbier Danke für die Daumenbegrünung und die netten Kommentare.
@ubier: "regional" ist in meinem Sprachgebrauch nicht (mehr) ein Umkreis von 100 km, sondern ein Gebiet, das Deutschland, Österreich und die Schweiz einschließt :-)
@NC Hammer Tom: Berliner Schnitzel habe ich mangels Gelegenheit noch nie ausprobiert. Werde ich aber nachholen, wenn es mal passt. Nach dem Motto: "Wer saure Kuddla ond saure Nierla mog, verschmäht au koi Euter" :-))

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