Bewertung von Kulturbeauftragte zu Zeitfeld (Uhren im Volksgarten)

5

Bewertung zu Zeitfeld (Uhren im Volksgarten)

Kulturbeauftragte „Düsseldorf-Experte“
“Die Gegenwart ist der Zustand zwischen der guten alten Zeit und der schöneren Zukunft.” Zarko Petan ( 27. März 1929, Ljubljana, Slowenien - 2. Mai 2014 Schriftsteller)

Nichts ist bekanntlich flüchtiger als die Zeit. Nichts ist flüchtiger, als eine einzige Sekunde, die hier, in der Installation von dem Klaus Rinke versinnbildlicht wird. Es ist ein Kontrast zwischen der lauten, zum Teil hektischen Straße davor und dem Parkt, an dessen Ende die Zeitmesser seit Jahrzehnten zu finden sind.

Der sog. “Volksgarten” lädt, wie ich es vor einigen Jahren bereits geschrieben habe, zum Verweilen ein. Er besitzt mehrere Zugänge und dieser an der gleichnamigen S-Bahnhaltestelle (S 1, 6 und 68 Richtung Düsseldorf HBF weiter nach Essen und / oder Dortmund, bzw. Langenfeld, Köln ) ist einer von ihnen. Die Uhren kann man schon dort aus einer erhöhten Perspektive bewundern.

Über den Begriff Zeit kann man sich trefflich Unterhalten oder auf die eine oder andere Art und Weise philosophieren, doch hier stehe die metallenen Bahnhofsuhren als ein Sinnbild für die 24 Stunden des Tages, auch wenn deren Anzahl diesem Rhythmus sich scheinbar widersetzt. Das habe ich jedenfalls bis vor kurzem, als ich nach Details darüber gesucht habe, gedacht. Der Künstler hat aber etwas besonderes ausgedacht.

Wenn man all die 23 Objekte fotografieren wollte, dann höchstens, als sie 1987, als sie anlässlich der BUGA durch Klaus Rinke installiert worden sind. Zum einen sind die Bäume in der Zeit um einiges gewachsen, als auch die örtlichen Gegebenheiten. Da ich mich auch nicht dermaßen verrenken kann, dass ich ein “Gruppenfoto” machen könnte, noch mich in die besagte Zeit beamen kann ;-), dürfen die beigefügten Fotos quasi als ein Zitat des ganzen angesehen werden.

Auf meiner Suche nach dem, was hier zu lesen ist, habe ich gelesen, dass es unterhalb des besagten Feldes eine Platte existieren soll, mit der Inschrift, dass diese als “U(h)rmutter” des ganzen dienen soll. Darüber hinaus ist es der fehlende Zeitmesser, der dem ganzen den “Takt” gibt. Trotz, dass ich unzählige male dort (vor allem, als wir noch in der Nähe gelebt haben) aufhielt, kann ich mich nicht daran erinnern, es gesehen bzw. aufgenommen zu haben.

Für mich und die Mitglieder meiner Familie waren diese Uhren ein Begriff schlechthin für den gesamten Park. Noch jetzt, Jahrzehnte später, wenn wir an die vielen Stunden in dieser grünen Oase zurückdenken, sind eher die Uhren präsent und nicht der Park, die statt dessen zum Synonym wurden.

Wie der Park, so auch das Zeitfeld gehört für uns alle zu unseren Favoriten, auch wenn der Weg dahin nicht mehr zu Fuss bewerkstelligt werden kann. Es ist ein Blickfang und Erinnerung zugleich, die kein weißer Fleck bleiben darf. Von uns volle Zustimmung, das versteht sich von selbst!

bestätigt durch Community

Ausgezeichnete Bewertung

Ausgeblendete 7 Kommentare anzeigen

* Bewertungen stammen auch von diesen Partnern