Bewertung von spreesurfer zu Dorfkirche Glienicke/Nordbahn

4

Bewertung zu Dorfkirche Glienicke/Nordbahn

spreesurfer
Hallo liebe Leser auf golocal hier!!!

Heute stelle ich Euch mal die kleine aber schöne Dorfkirche auf dem Dorfanger in Glienicke bei Berlin, direkt hinter Berlin-Hermsdorf vor. Von der B96 aus fährt man an der ersten Ampel nach der Berliner Stadtgrenze von der City kommend rechts rein und hat sie nach wenigen Metern schon erreicht!!!

Ab S-Bahnhof Berlin-Hermsdorf oder Frohnau ist sie per Bus erreichbar. Oder mit dem Bus 220 bis Veltheimstraße (noch in Berlin) plus 10 Minuten Fußweg.

Die heutige Kirche dort in ihrem gelben Klinkerstil mit dem Turm wurde von 1864 bis 1865 als Saalbaukirche im neogotischen Stil vom Georg Gustav Erbkam erbaut, wobei er ihn als Prototyp für Kirchenbauten im Land Brandenburg erschuf.

Am 23. Mai 1865 wurde die Kirche geweiht.

Äußerlich blieb die Kirche seither unverändert, jedoch gab es zahlreiche Innenveränderungen und es gab Sanierungen. Seit 2016 wird diese Kirche als Baudenkmal nachts angestrahlt.

Selber habe ich die Kirche bisher nur von außen sehen können. Östlich der Kirche ist auf dem Dorfanger ein idyllischer Dorfteich.

Diese Gemeinde Glienicke hat seit der Wiedervereinigung durch ihre Berlin-Nähe zahlreiche Einwohner dazugewonnen und es wurde sehr zahlreich neue Wohnhäuser dort erbaut. Riesige Felder wurden so zu Bauland.

Von 1705 bis 1864 gab es dort am Ort schon einen Vorgängerbau, eine kleine Fachwerkkirche.

Beim Orkan am 10. Juli 2002 wurde die Kirche beschädigt und dann mehrfach renoviert. Ihr Turm auf der Westseite, der Berlin-Frohnau als Nachbarort, etwa 500 Meter entfernt, zugewandt ist, ist mit Kreuz etwa 34 Meter hoch.

Der Turm verfügt über zwei Bronzeglocken aus dem Jahr 1965, die zum 100. Jubiläum der Kirche angeschafft wurden.

Innen ist die Kirche hell mit schlichtem Altar und einem Chorraum in Rose oben mit goldenem Sternenhimmel, laut Fotos aus dem Internet.

Die Orgel stammt aus dem Jahre 1932 von der bekannten Firma Alexander Schuke in Potsdam und wurde 2013 bis 2014 rundum erneuert.

Eine Gedenktafel erinnert an das Wendejahr 1989, da dort in der Kirche einer der Orte war, an der die Wende und die Wiedervereinigung ihren Ausgang nahmen.

Die Gottesdienste finden dort immer sonntags um 10 Uhr statt, zur Vorosterzeit gibt es (2020 wieder???) zusätzliche Andachten mittwochs um 19 Uhr (Angaben ohne Gewähr von mir!!!).

Ich gebe der schönen Kirche im Dorf hier 4 Sterne. :)

Euer spreesurfer:)

Der Dorfanger dort mit der Kirche ist übrigens einer der allerersten Orte, die ich als Westberliner direkt nach dem Mauerfall im November 1989 in der DDR besuchte, denn dieser Ort war, nach dem man die Zählkarte ausgefüllt hatte und kontrolliert wurde, sehr bequem in kurzem Fußweg zu erreichen, von Frohnau/Hermsdorf aus.

Interessanter aber war für mich damals der legendäre "Entenschnabel" nebenan, in den vor dem Mauerfall faktisch nur Anwohner und deren Besucher rein durften,
ein Stück DDR das auf drei Seiten von Westberlin umgeben war,
siehe meine Bewertung "Entenschnabel" hier auf golocal.de!!! :)

Euer spreesurfer.:)

Der Beitrag wurde zuletzt geändert


spreesurfer Tikae und grubmard, Danke!!!
Zwei auf die man sich bei golocal IMMER verlassen kann!!! :)
spreesurfer Danke mallli. Wer sich noch für Dorfkirchenbewertungen interessiert, dem kann ich noch meine Bewertung zur Dorfkirche Schildow als Text hier zum Lesen empfehlen, der war in ähnlicher Form von mir auf Yelp sehr erfolgreich!!!

* Bewertungen stammen auch von diesen Partnern