Bewertung von waldwolf2014 zu Restaurant Hellas

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Bewertung zu Restaurant Hellas

waldwolf2014
Jeder der das Restaurant Hellas nicht kennt, könnte Gefahr laufen und an diesem kleinen unscheinbaren "Tempel der Essensgelüste" vorbeilaufen. Das Restaurant wurde 1973 eröffnet und wird als Familienunternehmen von Herrn Kapriniotis, seiner Schwester als Küchenfee und seinen Söhnen als Bedienung geführt.

Nachdem man das Lokal betritt wird man sofort vom Personal freundlich begrüßt und man muss feststellen dass das Lokal um 18:30 bereits bis auf den letzten/vorletzten Tisch besetzt ist und das obwohl Samstag´s erst ab 18Uhr geöffnet ist! Eine Tischreservierung scheint auf jeden Fall angeraten.

Generell ist das Lokal sehr überschaubar und die Räumlichkeiten sind als klein anzusehen und dadurch geht es ein wenig eng zu. Im vorderen Bereich, nähe Eingang, gibt es einige Tische bevor es dann an der linksseitig positionierten Theke in den hinteren Teil des Lokals geht. Hier gibt es ebenfalls noch einmal ein paar Tische. Allerdings an diesen hinteren Tischen, trotz Reservierung, mit fünf Personen zu sitzen bereitet wahrlich kein Vergnügen!!! Die Tische sind recht klein und die Sitzbänke könnten etwas höher sein! Andererseits verleiht die räumliche Enge dem Lokal eine urig anmutende und gemütliche Atmosphäre in der man sich eher als "Familienmitglied" und weniger als Gast fühlt. Die Einrichtung entspricht dem "normalen" griechischen Flair und verfügt somit über eine zeitlose Einrichtung.

Die Herrn-Toiletten sind sauber, einigermaßen gepflegt. An Toilettenutensilien ist das nötigste vorhanden! Die Toiletten sind allerdings bestenfalls auf einem Kneipen-Level und könnten dringend eine Modernisierung/Sanierung vertragen.

Nachdem ein Tisch zugeteilt wurde und man Platz genommen hat kommt auch sehr schnell, im wahrsten Sinne des Wortes, der kleine Grieche angeflitzt und bringt dem Gast die Speisekarte und zündet die Kerzen an.
Bei diesem kleinen Griechen handelt es sich um den Wirt, Herrn Kapriniotis. Er bedient in seiner ganz eigenen netten Art und Weise recht zügig und man fühlt sich bei ihm als Gast gut aufgehoben. Wenn er dann beim Entgegennehmen der Bestellung oder wenn man ihm ein Kompliment wegen seiner guten Küche noch lächeln würde wäre es eine perfekte Bedienung. So hatte ich den Eindruck dass er, wie immer, auf eine gewisse Art und Weise etwas charmant Stoffelig wirkt. Dies kann allerdings auch dem Umstand geschuldet sein das er zwar deutsch sehr sehr gut versteht aber beim Sprechen merkt man schon noch das es "Sprachprobleme" gibt.

Nachdem man die Getränke bestellt hat wurden diese auch recht schnell serviert und man kann in aller Ruhe die Speisen auf der Speisekarte studieren. Es könnte nur sein das ein Vegetarier nicht ganz so schnell fündig wird, denn die Alternative Auswahl könnte ein wenig umfangreicher sein. Ansonsten ist der Umfang der Speisenkarte als optimal anzusehen und man wird nicht von der Anzahl der Menüs "erschlagen" wie dies in einigen anderen Restaurants der Fall ist. Eine Menü-Empfehlungen vom Haus gab es nicht.

Grundsätzlich werden die Speisen frisch zubereitet und ich gehe davon aus das dies auch der Tatsache entspricht und wirklich alles selbst hergestellt wird und bisher war es auch immer schmackhaft! Auf diesen Umstand wird sogar extra in der Karte hingewiesen und das es wegen der frischen Zubereitung zu einer längeren Wartezeit kommen kann.

Ich bestellte mir diesmal als Vorspeise "Saganak" = gebratener Schafskäse...den ich übrigens jedem Gast mit Nachdruck empfehlen würde...hmmmmm...einfach lecker....Bei der Vorspeise/n wurden goldbraune, knusprig, frische und selbstgebackene Brötchen serviert!

Als Hauptgang hatte ich mich diesmal für den Grillteller (eigentlich für 2 Personen, aber ich bin ein guter Esser :-)...) mit Gyros, Leber, Suwlaki und Bifteki, Pommes, Salat, dazu Zaziki und Knoblauchkräuter entschieden. Die Wartezeit belief sich auf ca. 30 Min. und ich empfand diese nicht als zu lang. Ehrlich gesagt war ich von der doch recht schnellen Zubereitung überrascht, insbesondere da ja das Lokal bis auf den letzten Platz sehr gut besucht war.

Alle Teller waren zusätzlich mit Ananas-, Orangen-Scheiben, Feldsalat, usw, schön dekoriert, ABER die Deko trägt aufgrund der Menge wesentlich dazu bei das es auf dem Teller recht „eng“ zugeht. Dadurch dass die Teller klassisch rund sind, ist es ein wenig unübersichtlich und man muss sich vorsichtig durcharbeiten, damit nichts runterfällt. Ein ovaler Teller wäre passender.

Es drängt sich evtl. auch dem ein oder anderem Gast der Verdacht auf das durch die Deko-Früchte auf diese Art und Weise z.B. bei einem normalen Gyrosteller ein wenig am Fleisch gespart wird, weil ja „leider“ durch die viele Deko nicht mehr genug Platz auf dem Teller vorhanden ist. Weniger Deko wäre hier Mehr!!!

Allerdings würden die Teller dann optisch nicht mehr so Eindrucksvoll und Mächtig wirken und die optische Riesen-Portionsmenge würde negativ beeinflusst werden und somit würde sich das Verhältnis Preis/Portionsgröße in der Wahrnehmnung der Gäste verschlechtern.

Es werden keine Kinderteller angeboten, aber auf Nachfrage gibt es kindergerechte Portionen!

Geschmacklich ist das Gyros (Note 2-) nicht schlecht, aber als DAS Beste in Göttingen würde ich es nicht bezeichnen. Es ist geschmacklich, wenn auch ein wenig anderes gewürzt auf ähnlichem Niveau wie beim Restaurant Potis!

Die Preisspanne bewegt sich je nach Menüwahl zwischen „Günstig“ und „Normal“-Preis-Niveau hin und her.


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