Bewertung von Kulturbeauftragte zu Fundus - Second Hand Laden

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Bewertung zu Fundus - Second Hand Laden

Kulturbeauftragte „Düsseldorf-Experte“
Bei den annähernd 100 Adressen, die ich im Zusammenhang mit Gebrauchtwarenhandel in den letzten 8 Jahren entdeckt und hier vorgestellt habe, lagen einige schon etwas außerhalb. Für mich ist es immer spannend zu erkunden, was dort geboten wird, als auch ob ich selbst dort fündig werde. Neulich war es eine spontane Entscheidung gewesen, als ich mich auf den langen Weg nach Gütersloh aufgemacht habe, um zu beurteilen zu können, ob es ein weiteres mal geben wird. Das, um es vorweg zu nehmen, war eine „Schnapsidee“, für die es für mich keine Wiederholungsgefahr besteht. Zum einen wäre da die Lage aber auch, weil meine (meistens hier bekannte) Favoriten andernorts zu finden sind. Damit möchte ich nicht Fundus als ein sog. „Sozialkaufhaus“ schlecht machen, sondern, weil der Aufwand sich für mich persönlich nicht lohnt.

Die Anbindung vom HBF in Gütersloh ist, so weit mir bekannt, mit der Linie 77 bis Spexard Hellweg alle 30 Min. erreichbar. Diese Fahrt dauert ca. 20 Min. Was mich an der Gegend sehr überrascht hatte, dass es zum einen in einer Art Industriegebiet liegt. Das an sich wäre nichts einmaliges. Worauf ich eigentlich hinaus möchte, dass auf der anderen Seite sich weite Felder erstrecken, die ich am Rande einer Wohnsiedlung einer Stadt zu finden sind. Das kann man aus meiner Sicht als recht ungewöhnlich bezeichnen. Falls sich jemand wundern sollte, warum ich kein Check in gemacht habe: habe etliche Minuten es zwar versucht aber der Empfang (auf dem Endgerät) ließ es nicht zu :-/. Da hier aber zu diesem Zeitpunkt ein Bild gefehlt hatte, machte ich eins, von dem (vermeintlichem) Haupteingang. Auf einem Zettel stand, dass um diesen zu erreichen, man weiter der Wilhelmstraße folgen soll. Dieser lag etliche Meter entfernt… Meine Vorfreude war ziemlich groß, auf das was ich dort finden würde.

Die Halle in der sich Fundus befindet, ist eine die ich eher zu den Mittelgroßen zählen würde. Das mit der Angabe, dass es sich über mehrere Etagen erstreckt kann ich nur zum Teil zustimmen. Nicht alle Bereiche sind barrierefrei erreichbar. Fand es eine tolle Idee eine kleine Treppe aus Paletten zusammenzubasteln :-). Durch diesen Umstand ist gleichzeitig die Textilabteilung als auch die Bücherecke (nicht die auf der linken Seite der Halle) bleiben für Rollifahrer völlig außen vor… Ob die Glasfront für diese Personengruppe bei einem solchen Fall ggf. geöffnet wird oder ihnen eine Hilfeleistung gewährt wird, kann ich aus der Entfernung heraus nicht beantworten.

Habe gedacht (wie sonst), dass ich dort lange verweilen werde. Nach nicht mal 20 Min. hat sich das ganze für mich erledigt. Den ersten Teilbereich habe ich erst gar nicht angeschaut, weil dort Geschirr / Haushaltsunensilien, die ich nicht benötigte zu finden waren. Die beiden anderen bieten verschiedene Möbel an, die mir vom Preis nicht gerade als die günstigsten erschienen. Wie bei solchen Geschäften üblich stammen diese und alles andere, was man hier erwerben kann, aus Spenden. So ist auch gleichzeitig regelmäßig für Nachschub gesorgt.

Bücher, CDs und Klamotten waren für mich um so interessanter. Bei den beiden ersten wurde ich sogar fündig. Was mich ein wenig sauer macht, dass ein Softwarepacket nicht als unvollständig gekennzeichnet worden ist :-(. Das habe ich leider erst zu Hause entdeckt. Das ist ärgerlich, wenn das wegen dem ich es überhaupt geholt habe, gänzlich fehlt :-/! Dafür war der Preis mit einem € unschlagbar. Das gilt auch für die Bücher (oder besser bezeichnet dicke Wälzer ;-) ) bei Fundus. Eine Auswahl an Anziehsachen gab es schon, doch sie waren nur grob nach den jeweiligen Teilen sortiert gewesen, sodass man einiges an Geduld mitbringen muss, wenn man etwas bestimmtes suchen sollte. Preislich gilt zum Teil das gleiche, was ich bei der anderen Stelle erwähnt habe.

Bei solchen „Projekten“ bei denen Langzeitarbeitslose eingesetzt werden, kann man nie wissen, welche Motivation sie „mitbringen“. Fand es schon schade, dass die Bedienung in der Textilabteilung kaum auf meine Fragen reagiert hatte. Im Gegensatz zu den beiden an der Kasse wirkte sie auf mich genervt. Vielleicht habe ich einen „schlechten Tag“ erwischt aber eine freundliche Antwort, statt einer pampigen wäre das mindeste….

Theoretisch kann man sich und seine Familie hier gut ausstatten aber gleichzeitig muss man den „richtigen“ Zeitpunkt erwischen, dass das passende dabei ist. Für Einheimisch ist es sicherlich eine interessante Adresse, die man bei Gelegenheit ansteuern kann. Insgesamt finde ich es OK, was ich auch als eine Gesamtbewertung abgeben möchte.

bestätigt durch Community

Ausgezeichnete Bewertung

Ausgeblendete 6 Kommentare anzeigen
Ein golocal Nutzer Mufflige Menschen im Verkauf gehören in Berlin zum "guten Ton". ;) Wobei, wenn ich den ganzen Tag an der Kasse sitzen müsste, würde mir das Lächeln auch nicht mehr leicht gelingen.