Bewertung von grubmard zu Bischof Isfried v. Ratzeburg-Denkmal im Kloster Jerichow

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Bewertung zu Bischof Isfried v. Ratzeburg-Denkmal im Kloster Jerichow

grubmard
Das Denkmal für Bischof Isfried v. Ratzeburg steht in der nordwestlichen Ecke des Innenhofs vom Kloster Jerichow. Das Kloster befindet sich in der kleinen Stadt Jerichow (75 km westlich von Berlin / 45 km nordöstlich von Magdeburg) in Sachsen-Anhalt, ca. 2 km von der Elbe entfernt.

Isfried wurde vermutlich vor 1130 geboren und trat früh in den Prämonstraten-Orden als Mönch ein. Aus seinen frühen Jahren ist wenig bekannt.
1159 wird er zum Probst des Klosters Jerichow ernannt, dass 1144 gegründet wurde und 1148 an den heutigen Standort verlegt wurde. Als Isfried zum Probst berufen wurde, waren die Bauarbeiten noch längst nicht abgeschlossen. Nach dem Tod des Bischofs Evermod (um 1100-1178) wurde Isfried 1180 zum neuen Bischof von Ratzeburg berufen.
Bis dahin waren unter seiner Führung die Kirche und der Ostflügel des Klosters Jerichow fertiggestellt worden. Er hat mit seinen Vorstellungen wesentlich das Aussehen des Klosters und des Ratzeburger Doms geprägt.
Isfried war Vertrauter und Beichtvater von Herzog Heinrich dem Löwen (Haus Welfen / um1130-1195 / als Heinrich III. von 1142-1180 Herzog v. Sachsen und von 1156-1180 als Heinrich XII. Herzog v. Bayern / entthront).

Bekannt ist Isfried auch durch den Isfriedschen Teilungsvertrag von 1194, in dem er sich als Bischof von Ratzeburg mit dem Ratzeburger Domkapitel über die Aufteilung der Ratzeburger Stiftsgüter einigte.

Da Isfried als Probst von Jerichow maßgeblichen an Bau und Aussehen des Klosters hatte, errichtete man aus Anlass seines 800. Todestages im Jahr 2004 im Innenhof des Klosters das Denkmal.

Die etwa lebensgroße Bronzeskulptur des Bildhauers Volker-Michael Roth (1944-2008) aus Rathenow zeigt ein fiktives Abbild des Bischofs, denn von ihm existieren keine zeitgenössischen Abbildungen.
Die schmale Figur mit Bischofshut hält in der linken Hand ein Modell des Klosters, in der rechten Hand als Zeichen seiner Würde den Bischofsstab.
Neben dem Denkmal gibt es noch eine Gedenktafel, die Isfried als Probst von Jerichow und Bischof von Ratzeburg benennt.

Das Denkmal ist nur während der Öffnungszeiten des Klosters zugänglich:
April bis Oktober: Montag bis Sonntag von 9:30 Uhr bis 18.00 Uhr
November bis März: Dienstag bis Sonntag von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Von Weihnachten bis Neujahr geschlossen.

Ausgeblendete 8 Kommentare anzeigen
grubmard Na gut ...
König Uhu wird das Denkmal mit Nichtbeachtung strafen, da König Theo Hausverbot im Kloster hat!
Konzentrat Geschichtskurs die wievielte ?
Immer wieder interessant. Großen Dank !
Nett im Kommentar, auf die Schnelle eine Königskrönung abzufassen :-)
grubmard Die wievielte Bewertung/Beschreibung mit geschichtlichem Hintergrund das ist, kann ich nicht sagen, aber es ist die neunundsiebzigste Bewertung aus Sachsen-Anhalt und die siebenhundertund erste aus den neuen Bundesländern (ohne Berlin)
opavati® Leider komme ich nur mit der App zu Kollokkel, deshalb kein Wetter und keine Wörterkette. Beste Grüße aus Thüringen!
Sedina Mit 29 Probst, ich glaube, das geht heute nicht mehr.
Danke für den Bericht, der für mich besonders interessant ist, weil ich früher auf dem Ratzeburger See gesegelt habe.