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Bewertungen zu NS-Dokumentationszentrum

“Schrei so viel du kannst, es wird dich keiner hören. Kommst du aus dem El-De-Haus, der Kölner Gestapozentrale heraus und erzählst es weiter, wird dir eh keiner glauben! Wir haben unsere Methoden, jeden zum Reden zu bringen, der gegen UNS ist! Gnade ist ein Fremdwort hinter diesen Mauern, die eine Welt an und für sich ist! JEDER, der andere Ansichten vertretet, Asozial, sich nicht gesetzkonform verhält oder ihnen nicht entspricht, ist ein FEIND, der keine Gnade verdient hat! Merk dir... weiterlesen
das!”

So oder so ähnlich könnte ein Gestapo-Mensch mit einem Häftling geredet haben, wenn man sich die Szenerie betrachtet. Die kleinen Räume, die man durchschreitet, sind ein Zeugnis dafür, was Menschen im Stande sind zu tun, wenn die verachtenden Gesetze in Anwendung hinter diesen Mauern gekommen sind.

Es ist eine beklemmende Situation, die einem da vorgestellt wird. Die Präsentation erscheint mir ein wenig Sperrig, wenn man wie ich unvorbereitet rein gekommen ist. In solchem Fall wäre irgendwie weniger mehr gewesen... Texte sind schön und gut, doch eine “elegantere” Lösung wäre mir lieber.

Vielleicht ist es doch eine gute Idee sich einer der geführten Rundgänge durch die Gefängnisse und die Räume anzuschließen, was ich auch in den nächsten Monaten vorhabe. Es waren anscheinend zu viele Informationen, die ich bei meinem Besuch kaum im Stande war zu verarbeiten, vor allem weil es nicht das einzige Museum an jenem Wintertag gewesen ist.

Eigentlich habe ich mir bereits vor Jahren vorgenommen das Dokumentationszentrum und das dazugehörige Museum anzusehen. Aus Gründen, die ich jetzt nicht mehr nachvollziehen kann, habe ich es an einer völlig anderen Stelle vermutet, als es tatsächlich ist. Bin sogar mehrmals an dem, nach außen hin eher unscheinbarem Gebäude vorbeigelaufen. Was könnten die Mauern “erzählen”, wenn sie könnten...Nicht deutet auf das hin, was dort vonstatten ging, als

Der Zugang ist (soweit ich mich entsinne) nicht barrierefrei und im Inneren habe ich keinen Aufzug gesehen, der zu den einzelnen Teilbereichen führt. Wenn man ein Museum erwartet, in dem die Spuren der Zeit nur an wenigen Stellen zum Vorschein kommen, der wird eines besseren belehrt. Nicht nur die von den verschiedenen Nutzern, sondern auch, weil der sprichwörtliche Zahn der Zeit an etlichen Stellen “genagt” hatte.

Da Nightfire reichlich zu den einzelnen Räumen geschrieben hatte, möchte ich nun nur noch partiell ergänzen und einige wichtige Details hinzufügen. Als das einstige Wohn- und Geschäftshaus in den Jahren 1934/35 errichtet wurde, konnte von der späteren Nutzung als “Schreibtisch des Terrors” keine rede sein. In den “Besitz” der Gestapo gelangte das Haus, weil es bei der Errichtung zu Verzögerungen gekommen ist. Das war Anlaß genug es zu BESCHLAGNAHMEN!

Wie ich bereits an mehreren Stellen geschrieben habe, während der Nazizeit hatten es nicht nur die Außenseiter kein leichtes Los gehabt. Das Gebäude wurde in der Zeit 1935-45 als “Verhörort” benutzt, weil es weitgehend dem entsprach, was heute der U-Haft entspricht. Auch, wenn es unglaublich klingt, nach außen ist nichts durchgekommen... bis auf GERÜCHTE!

Nach dem Krieg wurde die Existenz sogar Jahrzehntelang geleugnet, trotz der Beweise, die das bestätigen. Bei einigen Opfern, das habe ich einem Zeitungsbericht entnommen, wurde jegliche Unterstützung durch die Justizbehörden versagt, was erst bei der Aufarbeitung in den 70-er Jahren zu einem Skandal geführt hatte.

Was anfangs als eine Unterbringung auf begrenzte Zeit gedacht war, in der die Insassen beiden Geschlechts hier verbringen sollten, ist aus wenigen Tagen / Wochen zu mehreren Monaten und am Ende des Krieges zu einem Hinrichtungort geworden.

Die von den Überlebenden beschriebenen Zustände, die hier ab 1943 geherrscht haben, lassen mich jetzt noch frösteln! Da die im Keller befindlichen Haftzellen gerade mal ca. 5,5 m² groß sind, kann man sich kaum vorstellen, dass 45 bis zu 40! drin eingepfercht wurden! Der Gestank in den Zellen soll bestialisch gewesen sein, da die Leute keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen gehabt hatten. Darunter gab es welche, den Inschriften zufolge, mit ihrem Leben abgeschlossen haben.



2009 als das Museum neu konzipiert und wissenschaftlich bewertet wurde, fand man dabei heraus, dass die Inschriften in über 100 Sprachen verfasst wurden! Diese sind auf verschiedenen Tafeln erläutert, doch eine persönliche Betrachtung ist nur durch eine Glastür möglich.

Der Name des Hauses geht übrigens auf den Architekten Leopold Dahmen zurück, der hier nicht unerwähnt bleiben darf. Vieles in der Geschichte nimmt man nur mit grauen wahr, wie die Einzelschicksale, die hier vorgestellt wurden. Unrecht ist kein Mittel, das auf wenige Worte sich reduzieren läßt. Mich ließen die Kinderfotos in der Dauerausstellung nicht los, weil hier die menschenverachtenden Gesetze zum äußersten „ausgeschöpft“ wurden.

Wie soll ich nun diese unheimliche Reise in die dunkle Vergangenheit bloß beenden, wenn so viele Aspekte mir noch wichtig erschienen… Am besten selbst einen Besuch dort einlegen und den schmalen Eintritt von gerade mal 4,50 / 2 € entrichten. Falls mehr Informationen gewünscht sind, möchte ich auf die multimediale Seite verweisen, die hier verlinkt ist. Man kann sich bereits an eigenen Endgeräten ein Bild davon machen, was einen dort erwartet.

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Wenn man zum ersten mal hier her kommt, sollte man auf jeden Fall eine Führung buchen,Absolut zu empfehlen, denn im Rahmen einer Basisführung werden sowohl die Geschichte des EL-DE-Hauses und der Gedenkstätte vermittelt als auch Kernthemen der nationalsozialistischen Ideologie und Herrschaft.

Man setzt sich während der Ausstellung mit der Frage auseinander, wie sich aktuelle Erscheinungsformen des Rechtsextremismus vom historischen Nationalsozialismus unterscheiden. Dabei geht es beispielsweise um die Diskriminierung von Muslimen oder andere Formen von Rassismus. Der Besuch lohnt sich wirklich.

Ich war inzwischen schon zum zweiten Mal dort. Man begibt sich auf eine Zeitreise die einen emotional wirklich sehr mitnimmt. Dieses Museum oder besser Informationszentrum zeigt einen dunklen und hässlichen Abschnitt der Geschichte Kölns aber auch Deutschlands zugleich und diese Gedenk- und Erinnerungsstätte sollten Kölner/innen und Köln-Besucher/innen unbedingt einmal besuchen. Die NS-Zellen im Keller, der Gedenkraum lassen niemanden emotional kalt. Die Ausstellung ist sehr informativ, sachlich und interessant.

Das EL-DE Haus besuchten wir seinerzeit im Rahmen eines Schulprojektes. Hier werden eindringlich die dunklen Schatten des Nationalsozialismus die auf unserer schönen Stadt Köln lasten, verdeutlicht. Bilder und Textdokumente wurden hier gründlich aufbereitet und durch eine Führung erleutert. Am Ende der Führung stehen die Kellerräume, die den Schrecken der damaligen Unrechtsherrschaft spürbar machen. Sehr zu empfehlen, allerdings sollte man das Thema bereits im Vorfeld gründlich behandeln.

Ich empfehle auf jeden Fall, einen Audioguide auszuleihen. Wem das an Info nicht reicht, der mag sich an den Stellen noch weiter selbst belesen.
Es gibt wahnsinnig viele Zeitdokumente.
Ich meine, dass die NS-Zeit auf diese Weise ausreichend informativ dargestellt wird.
Man erfährt vieles, dass bedrückt, erkennt die Methoden der Nazis und ist über die Brutalität ergriffen.
Die Dauerausstellung befasst sich hauptsächlich mit der Geschichte Kölns während der NS Zeit. Die Gedenkstätte diente der Gestapo als das Hauptquartier.

  • bestätigt durch Community
  • Ausgezeichnete Bewertung
Das NS-Dokumentationszentrum ist eine der größten Gedenkstätten für die Opfer des Grauens das die Nazis über unser Land gebracht haben.

Direkt wenn man das Gebäude betritt, welches von außen übrigens ganz bieder aussieht, wird man von der merkwürdigen Atmosphäre dieses Hauses gefangen.

Über eine schmale Treppe gelangt man zunächst in den ersten Keller. Hier ist im Eingangsbereich eine Gedenkstätte eingerichtet. Außerdem sind einige der Zellen erhalten, in denen die Geheime Staatspolizei... weiterlesen
(Gestapo) die Gegner des Naziregimes wegsperrte. In diesen beklemmden Zellen, die teilweise nicht einmal Fenster haben wurde dutzende Gefangene auf engstem Raum eingepfercht. An den Wänden kann man noch die verzweifelten Graffitis der aus allen Teilen der Welt stammenden Gefangenen sehen. Die engen Gänge und die niedrigen Decken lassen einen nur erahnen wie schlimm es gewesen sein muss hier unten über Monate eingesperrt gewesen zu sein.

Ein Stockwerk tiefer gelangt man in einen zweiten Keller. Hier folterten und ermordeten die "Staatsschützer" ihre Gefangenen. Aus der Tiefe konnte man die Schreie der gepeinigten Opfer nicht hören. Gleichzeitig verschanzten sich die Polizisten hier bei Luftangriffen während die Gefangenen ihrem Schicksal überlassen wurden.

In den oberen Etagen befindet sich ein Museum, das die Bedeutung Kölns und seiner Bewohner in der Nazizeit zu dokumentieren versucht. Wenn man durch die Gänge geht, links und rechts geschlossene Bürotüren, kommt man nicht umhin sich zu fragen was einen Menschen dazu treibt Berufsmäßig die Folter und Ermordung von Menschen zu planen und anzuordnen. Genauso als wäre es ein X-beliebiger Bürojob. Man kann fast das hämmern der Schreibmaschinen hören wann man durch die Flure geht.

Die Ausstellung befasst sich im ersten Stock hauptsächlich mit der Machtergreifung der Nazis in der Domstadt. Wie sie trotz ihrer zahlenmäßigen Schwäche in Köln von den christlich Konservativen widerspruchslos an die Macht gehoben wurde.

Das zweite Stockwerk befasst sich konkret mit den Verbrechen der Nazis die sie in der Domstadt begangen haben, aber auch von denen die davon profitiert haben. Von den Konzentrationslagern am Rhein aber auch von Euthanasie- und Rassprogrammen.

Außerdem ist eine Spezialbilbliothek eingerichtet in der jeder Interessierte sich über die Zeit informieren kann. Diese dient außerdem als Forschungseinrichtung und ist bundesweit bekannt.

Dieses Museum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Eintritt ist für alle Schülerinnen und Schüler frei. Ansonsten muss man 3,60 Euro zahlen. Alle Kölner dürfen am jeweils ersten Donnerstag im Monat kostenlos rein.

Man kommt auf jeden Fall etwas verstört und nachdenklich wieder raus.

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Überall in Köln gibt es Mahnmale aus der Zeit der Judenverfolgung: von den "Stolpersteinen" (kleine Messingsteine im Bürgersteig eingelassen,die an die jüdischen Bewohner in dem jeweiligen Haus erinnern sollen) bis hin eben zu dieser Dokumentationsstelle zur Nazizeit. Im El-DE-Haus war von 1935 bis zum Kriegsende 1945 die Zentrale der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) postiert. Insbesondere das im Keller des Gebäudes befindliche Gefängnis ist erhalten geblieben. Die im Zellentrakt eingerichtete... weiterlesen
Gedenkstätte und die von den Gefangenen hinterlassenen Botschaften an den Wänden lassen sehr eindrucksvoll erahnen, welche Angst und welchen Schrecken die dort Inhaftierten erleiden mussten. Eine eindrucksvolle Gedenkstätte.

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Übrige Bewertungen (zusammengefasst)

4.5

aus 14 Bewertungen