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Neueste Bewertungen für Landsberg / Sachsen Anhalt

  1. Userbewertung: 1 von 5 Sternen
    von toepfie

    An einen Sonntag Mittag gegen 11:45Uhr wollten wir Mittagessen in der Eiche. Wurden ziemlich barsch begrüßt und ab hinein. Es kamen auch gleich die Karten und bestellten die Getränke, wovon 1 Getränk verkehrt an den Tisch kam. Dann zur Bestellung. Wir wollten ganz normale Salzkartoffeln zum Spargel. Spruch der Wirtin:"Da muss ich ja erst Kartoffeln kochen". Und das um 11:45 Uhr. Na gut wenn das nícht möglich ist dann Kroketten. Weg war die Wirtin und keine 10 Minuten später kam sie mit unseren 2 Tellern über den Hof gesaust. Das Essen schmeckte aber jetzt meine Vermutung. Das Essen wird wo anders gekocht und nach Bestellung geliefert, denn es kamen noch 2 Gäste und ein wenig später kam ein Lieferauto mit Wärmebehältern angefahren. Darum konnte die Wirtin keine Kartoffeln kochen, und die Teller kommen fertig an der gaststätte an, und werden dem Gast serviert. Schade

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Queis Stadt Landsberg

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    1.
  2. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    Toller Flug mit supernettem Piloten. Endlich mal mein Zuhause sus der Vogelperspektive gesehen. Jederzeit wieder. Sehr zu empfehlen.

    geschrieben für:

    Flugverkehr in Landsberg Oppin

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    2.
  3. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    Saisonale Öffnungszeiten der Doppelkapelle beachten:
    Mai - Oktober
    Montag - Freitag: Führungen nach Vereinbarung
    Samstag: Führung 15:00 Uhr
    Sonntag: Führungen 11:00 und 15:00 Uhr
    ------------------------------------
    Schon von weitem sieht man den die Landschaft dominierenden, heute Kapellenberg genannten Felsen mit der Doppelkapelle Sanctae Crucis über dem Städtchen Landsberg (15 km östlich von Halle an der Saale) in Sachsen-Anhalt.
    Eigentlich würde sich hier auch eine romantische Burg oder Burgruine gut machen. Das hatte Landsberg auch zu bieten – aber nur im Mittelalter.

    Bereits die Slawen hatten auf dem ca. 150 m hohen Berg einen Burgwall errichtet.
    Im 12. Jahrhundert wird für Landsberg eine Höhenburg erwähnt. Dietrich II. v. Wettin, Markgraf der Mark Lausitz (? – 1185 / reg. ab 1156) ließ die Burg als Residenz für seine Markgrafschaft errichten.
    Bereits nach dem Tod von Markgraf Dietrich II. verlor die Burg Landsberg ihre Bedeutung als Residenz, da sich sein Nachfolger Markgraf Dedo III. (? – 1190 / Markgraf der Lausitz ab 1185) meist in Rochlitz aufhielt.
    Zwar richtete Heinrich der Erlauchte v. Wettin (um 1215 – 1288 / als Heinrich III. ab 1221 Markgraf v. Meißen und als Heinrich IV. Markgraf der Lausitz) die Markgrafschaft Landsberg für seinen Sohn Dietrich (v. Landsberg / 1242 – 1285) ein, Residenz war aber Weißenfels.

    1291 verkaufte Markgraf Dietrich IV. von der Lausitz (um 1260 – 1307 / Markgraf ab 1291) den nördlichen Teil der Markgrafschaft Landsberg mit Stadt und Burg an Markgraf Otto IV. v. Brandenburg aus dem Haus Askanien (um 1238 – 1308 / reg. ab 1267).
    Die Brandenburger hatten keine Verwendung für die Burg und ließen sie verfallen. Im 30jährigen Krieg (1618-1648) war sie bereits stark zerstört.
    Später ging ein großer Teil der Burg verloren, da der nördliche Teil des Kapellenbergs als Steinbruch genutzt wurde. Heute sind nur noch wenige archäologische Reste der Burg erhalten.

    Zur Burg gehörte die heute noch erhaltene romanische Burgkapelle St. Crucis (Heiliges Kreuz).
    Sie wurde als zweigeschossige Doppelkapelle, wie auch die Burg, im 12. Jahrhundert errichtet. Die Unterkapelle diente dem einfachen Volk und als Grablege, die Oberkapelle dem Adel.
    Die Bauausführung als Doppelkapelle weist auf die Nähe von Markgraf Dietrich II. zum römischen König und Kaiser Friedrich I. Barbarossa (um 1222 – 1190 / König ab 1152 /Kaiser ab 1155) hin. Nur Fürsten aus dem unmittelbaren Umfeld der Kaiser aus den Häusern der Staufer und Salier errichteten Doppelkapellen.
    Dietrich war Gefolgsmann des Kaisers im Italienfeldzug von 1176/77.
    Die Kapelle ist ein Mischbau aus verputzten Felssteinen und Backsteinen. Einzige äußere Schmuckelemente sind die Türen und Portale an der Süd- bzw. Nordseite.
    Zum Teil erhebliche Schäden am Baukörper machten Instandsetzungsarbeiten um 1660, ab 1860, ab 1990 und 2003 erforderlich.

    Heute wird die Doppelkapelle von der evangelischen Gemeinde Landsberg für Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen und Hochzeiten genutzt.
    Außerdem finden in der Kapelle kulturelle Veranstaltungen statt und das örtliche Standesamt führt Trauungen durch.

    Die Kapelle kann im Rahmen der Sommeröffnungszeiten beim Besuch des Landesbergers Museums „Bernhard Brühl“ geführt besichtigt werden.

    Für eine Besichtigung der Kapelle waren wir leider eine Woche zu früh in Landsberg. Trotzdem unternahmen wir den recht anstrengenden Aufstieg zum Felsplateau. Wir konnten die Kapelle mit dem romanischen Tympanon über dem Nordportal von außen bestaunen, die Aussicht vom Kapellenberg genießen und das große Gedenkkreuz für die Gefallenen des 1. Weltkriegs unweit der Kapelle besuchen.

    Fazit: Eine der bedeutendsten erhaltenen romanischen Doppelkapellen in Deutschland.

    Die Doppelkapelle und der Kapellenberg sind nicht barrierefrei. Parkplätze, z.T. mit Gebühr, gibt es in der Stadt, am Museum und am Schwimmbad unterhalb des Kapellenbergs. Eine Zufahrt zur Kapelle gibt es nicht.

    geschrieben für:

    evangelische Kirche in Landsberg in Sachsen Anhalt

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    eknarf49 Danke für den Bericht. Die Öffnungs- und Besichtigungszeiten von Kirchen und anderen historischen Gebäuden sind mir schon oft auf die Nerven gegangen. ;-)
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    grubmard @Schroeder: Die Berliner 60-plus-Besucher sind schnaufend und atemlos hochgekommen.
    Ein bisschen anstrengend und beschwerlich ist aber schon ....

    Treppen und Treppenlose Anstiege.

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    3.
  4. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    via Android


    Katrin Eisert ist eine sehr einfühlsame und kompetente Zahnärztin.
    Ich fühle mich bei ihr sehr gut aufgehoben und Top beraten.
    Außerdem hat sie mich trotz Feierabend und ohne Termin noch behandelt. Super! Danke.
    Steffen Röder

    geschrieben für:

    Zahnärzte in Landsberg in Sachsen Anhalt

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    4.
  5. Userbewertung: 3 von 5 Sternen
    von K.Witt

    Diese Firma ist deutschlandweit in den Bereichen Speisereste- und Altfettentsorgung tätig. Diese Reststoffe aus Betrieben der Lebensmittelverarbeitung wie Gastronomie, Fleischereien, Großküchen usw. werden dort in von Refood bereitgestellten Behältern gesammelt und nach Tourenplan bzw. Vereinbarung mit LKW abgeholt.


    Refood verarbeitet das Sammelgut dann weiter, es wird getrennt, gereinigt, zerkleinert. Die Endprodukte kommen dann in eine eigene Biogasanlage und in Blockheizkraftwerke zur Strom- und Wärmeerzeugung oder werden zu Biodiesel umgewandelt.


    Es gibt in Deutschland rund 20 Niederlassungen, so dass in allen Bundesländern die Entsorgungsleistungen angeboten werden können.
    Die Preis entsprechen in etwa denen im gleichen Segment tätigen Firmen.
    Gut ist, dass die Sammelbehälter bei jeder Abholung komplett ausgetauscht und durch gereinigte Behälter ersetzt werden. das sorgt für geringeren Aufwand bei den Lebensmittelbetrieben und ist eine saubere Sache.


    Leider ist die NL Schwerz nicht immer in der Lage, vereinbarte Abholtermine einzuhalten. So werden entweder zu früh nur halb volle Behälter zum vollen Preis abgeholt, oder der volle Behälter bleibt noch eine Woche länger stehen.
    Die Organisation der Abläufe könnte also Verbesserung vertragen.

    geschrieben für:

    Recycling in Landsberg Schwerz

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    eknarf49 Danke für den interessanten Beitrag. Besonders der Abschnitt über die Weiterverarbeitung hat mir gut gefallen.

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    5.
  6. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    Sehr gute arbeit. Die Elektroarbeiten in meinem Mehrfamilienhaus in Halle wurden schnell und sauber ausgeführt. Die Rechnung entsprach exakt dem Angebot. Der Preis war im Vergleich zu anderen Angeboten mehr als günstig und fair. Ich sage danke und kann die Firma mit gutem Gewissen jeden weiterempfehlen.

    geschrieben für:

    Elektrohandwerk in Landsberg Niemberg

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    6.
  7. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    Das Museum „Bernhard Brühl“ in Landsberg (15 km östlich von Halle) ist das Regional- und Heimatmuseum der Stadt. Zum Museum gehört neben dem hier beschriebenen Haus auch noch die nur von Mai bis Oktober geöffnete, auf dem Porphyrfelsen über der Stadt gelegene Doppelkapelle St. Crucis.

    Die Geschichte des Museums beginnt Anfang des 20. Jahrhunderts. Bernhard Brühl, seit 1902 als Lehrer im heutigen Landsberger Ortsteil Gütz tätig, begann mit seinen Schülern Gegenstände aus der Region zu sammeln. Diese Sammlung bildete den Grundstock für das 1916 im Ortsteil Petersdorf eröffnete Heimatmuseum Gütz, das Exponate der regionalen Naturgeschichte und Geschichte präsentierte.

    1933 wurde dann das Heimatmuseum Landsberg gegründet. Nach dem 2. Weltkrieg war das Heimatmuseum zunächst heimatlos, denn in dem Petersdorfer Haus waren Kriegsflüchtlingsfamilien einquartiert worden. Die Museumsbestände waren nach Landsberg ausgelagert worden und wurden ab 1954 in einer Wanderausstellung gezeigt.

    Erst 1959 bekam das Museum mit dem heutigen Haus in Landsberg wieder einen festen Platz und wurde nach Bernhard Brühl benannt, der mit seiner Sammelleidenschaft den Grundstock für das Museum gelegt hatte. Nach der Wiedervereinigung war das Museum zunächst geschlossen. Seit 1992 empfängt es aber nun wieder seine Gäste.

    Der Eintritt zu dem nur zeitlich eingeschränkt geöffneten Museum ist mit 1 €uro eher symbolisch und kann auch angesichts des nicht gerade üppigen Besucherandrangs unmöglich kostendeckend sein.

    Gezeigt und erläutert wird neben der regionalen Naturgeschichte die regionale, über 1000jährige Geschichte der Region bis in die jüngere Vergangenheit.
    Schmuckstück der Ausstellung ist mit Sicherheit eine komplette Apothekeneinrichtung aus der Zeit um 1900, mit all den Gerätschaften aus der Zeit der vorindustriellen Medikamentenherstellung: handbetriebene Emulsions- und Tablettenpressmaschine, Kräuterschneidemesser, Destillationsapparate und und und …

    Auch originale Produkte werden gezeigt. Nach den gezeigten Grundstoffen wurde damals wesentlich mehr mit Naturprodukten gearbeitet als heute.
    Dabei kann man erstaunt feststellen, dass die Apotheker sich schon damals nicht nur dem menschlichen sondern auch dem tierischen Wohl widmeten, wie eine Packung „Husten-Pulver für Kühe“ eindrucksvoll belegt.

    Der Museumsrundgang endet wo er begonnen hat: im Kassenbereich mit dem klitzekleinen Museumsshop.

    Fazit: Regionalmuseum – empfehlenswert.

    geschrieben für:

    Museen in Landsberg in Sachsen Anhalt

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    7.
  8. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    Nicht nur in Dörfern findet man die sogenannten Trafo-Türme, die in der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts errichtet wurden und der Verteilung von Mittelspannung (bis 36 kV) und deren Transformierung in die Niederspannung (220 / 400 V) bei Freilandnetzen dienten.
    Ein städtisches Exemplar befindet sich im Zentrum von Landsberg (15 km östlich von Halle an der Saale).

    Der etwa 8m Meter hohe, mehretagige, aus roten Backsteinen gemauerte, im Grundriss rechteckige Turm steht auf dem Lutherplatz . Als Deko trägt der Turm umlaufende Bänder aus gelben Backsteinen
    Da ja im Turm auch Wartungsarbeiten durchgeführt werden mussten, gibt es eine Stahltür, die den Zugang zum Turm bildet.

    Noch heute kann man im oberen Teil die nicht demontierten Isolatoren und Befestigungen für die abgehenden 400V/220V-Leitungen erkennen, die dann als Freileitungen weiter zur Stromversorgung zu den einzelnen Häusern geführt wurden. Die Öffnungen im Turm für die ankommenden/abgehenden Mittel- sowie die abgehenden Niederspannungsleitungen sind heute verschlossen.
    Nach dem Umbau der Stromversorgung blieb der Turm erhalten.

    Fazit: Heute präsentiert der Trafoturm sich als vorbildlich restauriertes technisches und städtebauliches Denkmal aus der Frühzeit der Elektrifizierung Landsbergs.

    geschrieben für:

    Freizeitanlagen in Landsberg in Sachsen Anhalt

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    Ein golocal Nutzer Toller Bericht über ein schönes Türmchen mit Geschichte. In einer Universitätsstadt würde es an Studenten vermietet :-D Und natürlich auch herzliche Daumenglückwünsche!
    grubmard Kilovolt ..... wenn man nicht 1000 Volt schreiben will, schreibt man eben 1 kV

    Übrigens nicht zu verwechseln mit dem medizinisch-anatomischen Kürzel KV aus der Piercing-Szene für die lateinische Praeputium clitoridis.

    (Letzteres habe ich bei wiki gefunden und kopiert, ich gestehe es reumütig)

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    8.
  9. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    In prämotorisierten Zeiten führten durch das Städtchen Landsberg (15 km östlich von Halle an der Saale), dass seit 1663 eine Poststation hatte, die wichtigen Poststraßen Leipzig-Magdeburg-Hamburg und Leipzig-Köthen-Potsdam-Berlin. Auch in den Zeiten vor Navi’s und App’s wollten die Reisenden gerne wissen, wie lange man denn so ungefähr unterwegs sein würde.

    Aus diesem Grund erfand der schlaue Geist damals die Distanz- bzw. Postmeilensäule, wo die Entfernungen zu anderen Städten in Meilen bzw. Reisestunden angegeben waren. Mit den Meilen war das so eine Sache, denn man musste schon wissen, in welchen der deutschen Lande man sich gerade befand, variierten die Längen der Meilen doch z.T. erheblich. Die Angabe in Reisestunden war da schon zuverlässiger.

    Landsberg gehörte damals zum Kurfürstentum Sachsen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts beschloss der regierende Kurfürst Friedrich August I. (bekannt als August der Starke / 1670-1733 / seit 1694 Herzog und Kurfürst v. Sachsen und seit 1697 König v. Polen und Großfürst v. Litauen) in seinem Reich einheitliche barock-prächtige Distanzsäulen aufstellen zulassen, von denen sich einige bis heute erhalten haben oder die später als Replik wiedererrichtet wurden.

    Eine solche Replik steht am Rand des kleinen Marktplatzes von Landsberg, vis-á-vis vom Rathaus. Die Originalsäule wurde 1730 errichtet.
    Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlangten die sächsischen Kurfürsten zwar von Gnaden des französischen Kaisers Napoleon I. (1769-1821 / 1799-1804 Erster Konsul der Französischen Republik / 1804-1814 und 1815 Kaiser der Franzosen) die Würde als Könige v. Sachsen, erkauften sich diese Standeserhöhung allerdings mit dem politischen und militärischen Bündnis mit Frankreich.

    Der Fortgang der Geschichte ist bekannt: Frankreich und seine Verbündeten unterlagen 1814 und dann nochmals 1815 den Alliierten, zu denen auch Preußen gehörte.

    Auf dem Wiener Kongress von 1815 erhielt Sachsen dann die Quittung für seine Vasallentreue. Zwar blieb Sachsen Königreich, verlor aber große Gebiete. Dazu gehörten auch heute im Bundesland Sachsen-Anhalt liegende Landesteile. 1815 wechselten daher in Landsberg die Landesherren – die Stadt kam an das Königreich Preußen und am Rathaus wehte für die nächsten Jahrzehnte statt der weiß-grünen sächsischen nun die weiß-schwarze preußische Fahne.

    Die neue Verwaltung Landsbergs war an dem königlich-sächsischen Symbol „Postmeilensäule“ nicht mehr interessiert, lies sie abreißen und vergab die Steine scheinbar als Baumaterial an die Bürger und Bauern der Stadt, denn 1954 entdeckte man Teile der Säule, darunter auch den Wappenstein, eingemauert in einer Scheune. Die Teile wurden geborgen und ins Landsberger Heimatkundemuseum (heute „Museum Bernhard Brühl“) gebracht, wo sie heute ausgestellt sind.

    1989 entschloss sich die Stadtverwaltung, eine Kopie der Säule anfertigen zu lassen. Vorbilder gibt es ja genügend in Sachsen und ehemals sächsischen Gebieten.
    Und so hat nun seit fast 30 Jahren Landsberg wieder seine Postmeilensäule.

    Die Säule trägt die Krone und das Wappen von Sachsen und die Krone des Königreichs Polen sowie das königlich-polnisch-litauische Wappen, bildete Polen in dieser Zeit einen Staatenbund mit Litauen. Da Sachsen damals durch die Wahl der sächsischen Kurfürsten zu Königen von Polen mit Polen und Polen mit Litauen in Personalunion verbunden war, waren die sächsischen Kurfürsten neben Königen von Polen auch Großfürsten von Litauen.
    Die Namenskartusche trägt die verschlungenen goldenen Buchstaben „A“ (für August) und „R“ (für Rex = König).

    Die Entfernungen zu verschiedenen Orten in der näheren und weiteren Umgebung sind in Reisestunden zu Pferd, bis auf die Achtelstunde genau, angegeben (1 Reisestunde entspricht einer Postmeile = 9062 m).

    Fazit: Schöne Sehenswürdigkeit, allerdings könnte der Restaurator an die farbigen Elemente des Wappensteins mal wieder Hand anlegen.

    geschrieben für:

    Freizeitanlagen in Landsberg in Sachsen Anhalt

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    Sir Thomas angesichts einiger Beschilderungs-Missverständnisse hier möchten Postmeilensäulen durchaus eine sinnvolle und präzisere Alternative seyn. Gott zum Gruße, lieber Grubmardus Rex.
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    Schroeder Hauptsache man behält den Überblick:
    Herzog...Kurfürst...König...Großfürst...Konsul... Kaiser...
    ;-)
    Schroeder Im Überforderungsfall greift der Historiker zur Monumenta Germaniae Historica (MGH) und zu weiterführenden Quellensammlungen...
    grubmard Diese Säulen sind alle von der gleichen Machart - eine frühe Form der einheitlichen Massenproduktion. Die Wappensteine dieser Säulen sind immer identisch. Nur die Reiseangaben sind ortsspezifisch.

    Das Wappen findest Du auf golocal z.B. bei der Postmeilensäule in Baruth/Mark
    spreesurfer "Diese Säulen sind alle von der gleichen Machart - eine frühe Form der einheitlichen Massenproduktion. Die Wappensteine dieser Säulen sind immer identisch."

    Dennoch, NICHT jeder wird ALLE Beiträge von Dir lesen, sondern eben evtl. nur diesen hier...

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    9.
  10. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    Schon von weitem sieht man das Kreuz auf dem Kapellenberg über dem Städtchen Landsberg (15 km östlich von Halle). Kommt man näher, sieht man am Kreuzquerbalken die Jahreszahlen 1914 und 1918. Damit wird dann auch klar, dass es sich weder um ein Gipfelkreuz noch um eine christliche Pilgerstätte , sondern um das Erinnerungskreuz für die Opfer des 1. Weltkriegs handelt, das ich in dieser Form eher über den Schlachtfeldern der damaligen West- oder Ostfront, aber nicht mitten in Sachsen-Anhalt erwartet hätte.

    Der Aufstieg zum Gipfelplateau des Kapellenbergs mit der Doppelkapelle St. Crucis und dem Gedenkkreuz ist anstrengend, steil und schweißtreibend.
    Wenige dutzend Meter westlich der Kapelle steht dann das 7,5m hohe Metallkreuz am Rand des Plateaus. Eine baumfreie Sichtsachse bietet einen schönen Blick auf Landsberg.

    Das Kreuz ist Teil des Gedenkens an die 68 Gefallenen des 1. Weltkrieges aus Landsberg.
    Nach Kriegsende suchte die Bürgerschaft von Landsberg nach einem Weg, den Weltkriegsopfer auf zu gedenken. Die Entscheidungsfindung dauerte bis 1925. Der Bildhauer Paul Horn (1876-1959) aus Halle wurde beauftragt, ein großes Kreuz und eine hölzerne Tafel mit den Namen, Truppenteilen und Todesdaten der Gefallenen zu schaffen.
    Im Mai 1926 wurden Gedenktafel und Gedenkkreuz mit einer großen Stadtfeier festlich eingeweiht. Die Gedenktafel wurde im Vorraum der Stadtkirche St. Nicolai angebracht, wo sie bis heute zu sehen ist.

    Das Kreuz wurde auf dem Kapellenberg aufgestellt dort wo einst die Burg Landsberg stand.
    Allerdings war den Nazis dieses sehr christlich anmutende, weithin sichtbare Totengedenken wohl nicht völkisch, heroisch und heldisch genug, denn in einer Nacht- und Nebelaktion im Januar 1939 ließ die örtliche NSDAP-Stadtverwaltung das Kreuz auf dem Berg demontieren und auf dem örtlichen Friedhof aufstellen.
    Hinzu kam, dass der Bildhauer Paul Horn wegen seiner demokratischen Gesinnung von den Nazis seit 1933 verfolgt wurde.
    Das Kreuz blieb für die nächsten Jahrzehnte auf dem Friedhof, denn auch die DDR-Führung hatte kein Interesse an einem Kreuz über der nun sozialistischen Stadt Landsberg.

    Erst nach der Wiedervereinigung wurde das Kreuz auf Initiative von Bürgern und der Stadtverwaltung umfassend restauriert und 2000 am alten Standort auf dem Kapellenberg wiedererrichtet.

    Fazit: Interessante Version eines Kriegerdenkmals mit schönem Blick über die Altstadt. Scheinbar sind sich aber nicht alle Zeitgenossen der Würde des Ortes bewusst, wie Schmierereien und leere Bierflaschen am Erinnerungskreuz zeigen.
    Hinweise und Erklärungen vor Ort findet man leider nicht.

    geschrieben für:

    Freizeitanlagen in Landsberg in Sachsen Anhalt

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    Puppenmama Danke für Deinen klasse und informativen Bericht. Den Aufstieg hätte ich nicht geschafft.
    Herzlichen Glückwunsch zum grünen Kreuz-Daumen.

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    10.