123 Bewertung von Konzentrat zu Museumshof Lensahn - Landwirtschaftsmuseum Prienfeldhof Lensahn e.V.

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Bewertung zu Museumshof Lensahn - Landwirtschaftsmuseum Prienfeldhof Lensahn e.V.

Konzentrat „Frühaufsteher“
Wer sich für Natur, Umwelt und Landwirtschaft begeistert, ist in diesem Museum in Lensahn richtig.

Über die Autobahn A1 Abfahrt Lensahn gut zu erreichen, ist die ehemals als Bauernhof genutzte Anlage leicht zu finden. Vom Parkplatz an der Bäderstraße sind es etwa 200 Meter zu Fuß bis zum Museumshof.
Aber auch die Anreise mit der Eisenbahn ist zu empfehlen, der Bahnhof Lensahn an der Bahnstrecke Lübeck-Fehmarn ist nur wenige Gehminuten vom Museum entfernt .

Wie bereits erwähnt war der Prienfeldhof ein voll funktionierender Landwirtschaftsbetrieb, das Gründungsjahr wird mit 1797 angegeben.
Bis 1992 wurde dieser bewirtschaftet, danach gründete sich ein Verein, der die Anlage bewahren und zu einem Museum ausbauen wollte.

Seit 1996 steht die Anlage der Öffentlichkeit zur Besichtigung zur Verfügung, bis zu 400 Vereinsmitglieder kümmern sich im Ehrenamt um den Erhalt und regelmäßigen Betrieb.

Das Museum verfolgt als wichtigsten Zweck die Bewahrung bäuerlicher Traditionen, dabei steht im Mittelpunkt die Darstellung landwirtschaftlicher Arbeitsweisen, wie sie früher, vor dem Aufkommen der heute üblichen Massentierhaltung Normalität war.

Besonders, aber nicht nur, für Kinder und Jugendliche ist es interessant, an lebendigen Beispielen mehr über Ackerbau und Viehzucht zu erfahren.
Die Kuh ist eben nicht lila und Milch kommt ursprünglich nicht aus dem Tetrapack.
Mehl muss vor dem "Leben" in der Papiertüte als Getreide auf dem Feld reifen und pommes frites wachsen nicht stäbchenweise in der Kühltruhe sondern als runde Knollen auf dem Acker.

Auf dem Prienfeldhof gibt es neben Einblicken in die Landwirtschaft auf Feldern, Ställen und in Gemüse- und Obstgärten auch eine Stellmacherei, Schmiede und Polsterei zu besichtigen, wissenswertes über Hauswirtschaft, Lebensmittelherstellung und Milchproduktion wird dargebracht.
Der reichlich 2 Kilometer lange Naturlehrpfad führt dabei quer durch das Gelände inkl. Barfußpfad, Labyrinth und Aussichtsturm.

Eine rustikale Gaststube mit Freiterrasse rundet das Angebot ab, denn die Aufnahme von Wissen macht durchaus auch hungrig und durstig.
Hier gibt es leckere hausgebackene Kuchen und Torten und ein regionaltypisches Speisenangebot mit z.B. holsteinischem Sauerfleisch, Birnen-Bohnen-Speck, Fliederbeersuppe und vielem mehr.

Geöffnet ist der Museumshof von April bis Oktober täglich ab 10 Uhr, die Eintrittspreise sind gestaffelt von 6 € für Erwachsene, über 3,50 € für Jugendliche (13-17 J.) und 2,50 € für Kinder ( 4-12 J.) , ab dem 3. Kind ist der Eintritt frei, Ostseecard-Inhaber erhalten 10 % Rabatt.
Wer öfters kommt erhält Jahreskarten für 20 € die Einzelperson und 40 € für Familien.

Eine interessante Einrichtung, die ich allen lernwilligen und an der Natur interessierten Besuchern nur wärmstens empfehlen kann.

Ausgeblendete 6 Kommentare anzeigen
Nike Die Kuh ist nicht lila? Die Pommes wachsen nicht als Stäbchen in der Gefriertruhe? Wieder was dazu gelernt ;-)

Viele Dank für den informativen Beitrag und Urlaubstipp!
eknarf49 Wieder einmal ein sehr aufschlussreicher und überzeugend geschriebener Beitrag. Schade, dass das Museum so weit entfernt ist. (Laut Karte liegt es übrigens momentan östlich von GB in der Nordsee.)
LUT Es ist Jahre her, dass ich zuletzt dort war. Danke fürs Wecken der Erinnerungen, Konzentrat!
Konzentrat Gern geschehen, LUT. Auch dazu sind schließlich Bewertungen da :-)
@eknarf, in der Nordsee liegt das Museum nicht :-) , eher nahe der Ostsee. Bei mir wird auf der Karte überhaupt kein rotes Fähnchen angezeigt.