Bewerte hier diese Location

Bewertung zu Universitätsklinikum Campus Lübeck, Medizinische Klinik I, Nephrologie Station 41 cn

  • bestätigt durch Community
  • Ausgezeichnete Bewertung
Nach einer Nacht in der Notaufnahme fand ich meine Mutter in der Nephrologie, Station 41 cn wieder.

Dass sie auf Station 41 cn liegt, erfuhr ich auf telefonische Nachfrage von zu Hause aus, auf welchem Zimmer sie liegt, konnte man mir nicht sagen. Also begab ich mich an einem Wochentag gegen 14 Uhr auf die Station. In der Mitte der Station befindet sich ein Tresen, hinter dem ich mir einen guten Geist der Station erhoffte, der mir Auskunft über den konkreten Verbleib meiner Mutter geben... weiterlesen
konnte. Leider war keine Menschenseele zu sehen. Ich ging den Gang rauf und runter, nahm den nächsten Gang, ging rauf und runter, setzte mich auf einen der Stühle dem Tresen gegenüber. Irgendwann würde schon noch jemand vorbeikommen.

Und da saß ich dann. Nach endlos erscheinender Warterei, die aber nicht länger als 15 Minuten dauerte, erschien ein Pfleger, der mir zumindest sagen konnte, ich welchem Zimmer meine Mutter lag. Auf meine Frage, was denn mit ihr wäre, was die Untersuchungen ergeben hätten, verwies er auf die Ärzte der Station. Die zuständige Ärztin wäre gerade in einer Besprechung, ich solle doch bitte warten.

Nun ging ich aber erst mal klopfenden Herzens zu meiner Mutter, die an Schläuchen hängend in einem kleinen Zweibettzimmer lag. Über das Untersuchungsergebnis konnte sie mir nichts sagen: „Die sagen mir ja nichts…“, war ihre Antwort auf meine Frage. Ob dem wirklich so ist oder ob sie es vergessen hat, kann ich nicht sagen.

Also setzte ich mich erneut auf den Gang und wartete. Als derselbe Pfleger nach einer Weile vorbeikam, fragte ich, ob ich denn vielleicht einen Gesprächstermin beim Arzt oder Ärztin bekommen könne, ich würde doch gerne wissen, woran meine Mutter leide. Nein, Termine würden nicht vergeben werden, ich hätte zu warten, und das könne schon mal dauern.

Und das tat es dann auch, knapp 2 Stunden lang. Im Vorbeigehen erfuhr ich von einer Ärztin das Nötigste, nicht viel, aber ich war vorerst zufriedengestellt mit der Info, meine Mutter sei auf dem Wege der Besserung.

Im Laufe der nächsten Tage, die ich täglich in der Klinik zu Besuch war, erfuhr ich, dass meine Mutter mit dem Essen sehr zufrieden war. Das Zimmer, ein Zweibettzimmer, war sehr klein, ausgesprochen beengt und die räumliche Aufteilung stellte sich als nicht durchdacht heraus. Die Schranktüren waren vom Nachttisch versperrt. Um sie zu öffnen, musste der Tisch komplett beiseite geräumt werden, eine Aktion, die mich in dem engen Zimmer bei jedem Besuch nervte.

Pluspunkt: Das Zimmer und auch die dazugehörige Toilette habe ich stets sauber vorgefunden.

Meine Mutter dürfe das Trinken nicht vergessen, hieß es, allerdings kam es mehrmals vor, dass bei meinem Besuch keine Wasserflasche am Bett bereit stand und ich mich selbst um ausreichend Flüssigkeitszufuhr bemüht habe. (Wasserflaschen – mit und ohne Kohlensäure - stehen in großer Zahl neben den Sitzgelegenheiten gegenüber vom Tresen zur Verfügung.)

Als ich dort mal wieder in der Hoffnung Platz genommen hatte, von einem Arzt Näheres über den Gesundheitszustand meiner Mutter zu erfahren, hatte ich ein Erlebnis, das mich auch heut noch zwischen Schmunzeln und Kopfschütteln schwanken lässt:
Die Flaschen standen in mehreren Reihen à ca. 10 Flaschen auf dem kleinen Tisch. Bei drei Reihen fehlte jeweils die vorderste Flasche. Eine Pflegerin kam vorbei, ich grüßte, sie grüßte nicht, blieb vor den Flaschen stehen und rückte jede einzelne Flasche um einige cm noch vorne, holte dann die fehlenden drei Flaschen, um sie hinten anzustellen. Da wird immer über Zeitmangel, Hektik und Arbeitsüberlastung des Pflegepersonals geklagt, und dann wird kostbare Zeit mit dem sorgfältigen Verrücken von Flaschen verplempert? Für mich war diese Aktion nicht nachvollziehbar.

Nun, um es kürzer zu machen. Ich habe in den vielen Tagen zweimal eine Ärztin auf dem Gang erwischt, viel erfahren habe ich nicht, da sie natürlich mit den Patienten beschäftigt war. Vom Pflegepersonal waren einige sowohl zu meiner Mutter als auch zu mir freundlich, bei zweien allerdings waren wir froh, wenn sie keinen Dienst hatten.

Meine Mutter ist medizinisch gut versorgt worden, ihr Leben wurde gerettet, sie konnte in die Reha überstellt werden, das zählt, alles andere ist „Beiwerk“.
Ich habe im Laufe der Jahre in der Uniklinik mehrere Stationen kennengelernt, über die ich, insbesondere was die Kommunikationsbereitschaft angeht, ein weitaus besseres Urteil abgeben konnte. Für die Station 41 cn gebe(n) ich/wir 3 gute Sterne.

[verkleinern]

Als Inhaber kommentieren

Der Beitrag wurde zuletzt geändert

Weitere Bewertungen aus dem Web für Universitätsklinikum Campus Lübeck, Medizinische Klinik I, Nephrologie Station 41 cn

4.5 / 5

aus 16 Bewertungen

5.0 / 5

aus 3 Bewertungen