Bewertung von Aspirin_oder_Zyprexa? zu Evangelisches Krankenhaus

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Bewertung zu Evangelisches Krankenhaus

Aspirin_oder_Zyprexa?
"Die Ärzte und das Krankenhauspersonal waren extrem fit und versorgten mich mit Buttermilchwickeln etc. Es ist schön, wenn es Rescue und Kinesiologie gibt, aber in meinem Fall, wäre es mir lieber gewesen, wenn meiner Bitte nach Schlaftabletten nachgekommen wäre. Ich habe nach einem langen Tag dann endlich in der Nacht entbunden, dann gleich gestillt und dann wars auch schon wieder früh, als die Putzfrau im Zimmer stand und das Essen gebracht wurde, so dass wir gar nicht zur Ruhe gekommen sind.
Die Einleitung der Wehen am frühen Morgen zuvor mit einem Rhizinus-Mandel-Sektcocktail (ein Tipp unserer Beleghebamme) hat funktioniert: die Fruchtblase war geplatzt. Ich lief spuckend durch den Wald, weil mir so übel war. (am frühen Morgen 5.00 Uhr auf nüchternen Magen) Dann begannen die Wehen. Als uns die Hebamme gegen Abend ins Krankenhaus brachte, konnte ich vor Schmerzen nicht mehr laufen. Im Krankenhaus ließ ich mir eine PDA geben und durfte mich nicht mehr bewegen. Die Geburt ging erst einmal trotz Wehenmittel nicht mehr voran.
Die Operation am frühen Morgen gegen 3.00 Uhr verlief reibungslos. Wir durften unser Kind gleich mitnehmen ins Zimmer und waren sehr glücklich. Beim Aufstehen verspürte ich heftige Schmerzen von der OP. Das Zimmer war spartanisch eingerichtet (trist/70-iger Jahre/uralte Telefone/Waschbecken mit Vorhang). Durch den Hormonabfall gruselte ich mich in den Räumen – ich kam nicht zur Ruhe, da ich ständig beansprucht wurde. Unser Kind hatte großen Durst und die meiste Zeit verbrachte ich mit Stillen. Es gab nicht genug zu essen, ich war stark beunruhigt, da meine Beine und Füße anschwollen und ich nicht schlafen konnte. Nach ein paar Tagen ließ ich einen Psychiater holen, da ich nicht mehr klar denken konnte und endlich wieder schlafen wollte. Er gab mir Neuroleptika und Schlaftabletten und stellte die Diagnose "schizophrene Psychose". Ich bekam extreme Angst, von meinem Baby getrennt zu werden und in irgendeine psychiatrische Anstalt gebracht zu werden." Aus Sorge ging ich zur Psychologin, die mir "paranoide Schizophrenie" diagnostizierte, was ich nach 6 Jahren aus meinen Krankenakten entnahm, obwohl mir der Psychiater nach der Geburt mitgeteilt hat, dass er die Diagnose gelöscht hat. Es gab überhaupt keinen Anlass für so eine Diagnose. Ich hatte eher mit der Diagnose "Wochenbettpsychose" gerechnet, obwohl auch hier die Halluzinationen noch im Krankenhaus verschwanden, nachdem ich zur Ruhe gekommen bin und wieder schlafen konnte, Dank Lorazepam. Risperidon war völlig überflüssig, glaube ich.

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Aspirin_oder_Zyprexa? Die Neuroleptika habe ich noch ein halbes Jahr genommen, dann eigenmächtig abgesetzt. Von der Wirkung war ich nie überzeugt, jedoch verschreiben die Psychiater nur Neuroleptika. In der nächsten "psychotischen Phase paranoider Schizophrenie" äußersten Stresses, einhergehend mit drohendem Arbeitsplatzverlust, Termindruck und Sorge um das Wohlergehen meines Babys konnte mir der Psychiater auch nur mit Neuroleptika weiterhelfen – diesmal verzichtete ich darauf und stellte fest, dass es mir ohne diese Medikamente wesentlich besser ging. Die extremen Panikstörungen, die ich mit den Neuroleptika erlebte, waren verschwunden. Garantiert werde ich nie mehr die Hilfe von Psychiatern und Therapeuten in Anspruch nehmen.
Aspirin_oder_Zyprexa? Ehrlich gesagt, hätte ich von Therapeuten Ermutigung und Seelsorgerische Hilfe erwartet, doch so kam ich mir vor, wie eine Strafgefangene und bin dankbar, nicht mehr belästigt zu werden.

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