Bewertung von FalkdS zu Gefallenendenkmal im Rosengarten

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Bewertung zu Gefallenendenkmal im Rosengarten

FalkdS „Einwohner“ via iPhone
Ursprünglich stand dieses von Professor Hermann Hosaeus (Eisenach 1875 - Berlin 1958) geschaffene Denk- und Mahnmal für die im Krieg Gefallenen von 1929 bis 1950 auf dem Platz vor dem Schloss in Oranienburg. Es säumte die Friedenseiche. Diese gibt es nicht mehr. Jetzt steht es im Rosengarten 600 Meter weg vom Erststandort. Die 1996 neu gepflanzte Eiche habe ich nicht entdeckt, jedenfalls nicht innerhalb der 4 Teile.

Über den Standort oder „Aufenthalt“ des Denkmals von 1950 bis 1996 konnte ich nichts in Erfahrung bringen.


Zum Denkmal
Die in alle vier Himmelsrichtungen ausgerichteten aufrecht stehenden 5-eckigen Platten mit einem „Spitzdach“ tragen folgende Inschriften:

1. Tafel
(„Dachdreieck“)
Die Eiche erinnert an
die Befreiungskriege
Das Mal ehrt unsere
Gefallenen des Weltkrieges
1914 – 1918

1. Tafel
Argonnerwald um Mitternacht
ein Landwehrmann
steht auf der Wacht
am Himmel hoch ein Sternlein stand
bringt Grüße ihm vom fernen
Heimatland.

2. Tafel
Es schneiet
keine Rosen es regnet
keinen Wein
So kommst Du auch
nicht wieder
Herzallerliebster mein

3. Tafel
Ich hab mich ergeben
mit Herz und mit Hand
dir Land
voll Lieb und Leben
mein teures
Vaterland

4. Tafel
Nun schlaf
mein kleines Kindelein und tu
die Äuglein zu
denn Gott der will
dein Vater sein drum schlaf
in guter Ruh.


Am Boden vor der ersten Tafel ist eine Steintafel eingelassen, die folgende „erhabene“ Inschrift trägt:
"Oranienburger Ehrenmal von Prof. H. Hosaeus, Berlin
Historischer Standort von 1929 – 1950 Schlossplatz
Die Friedenseiche von 1818 umschliessend
Hier als Denk- und Mahnmal 1996 wieder errichtet."



Namen von Gefallenen oder zivilen Opfern sucht man auf den 4 Tafeln vergebens.

Eine Reinigung würde ihm aus meiner Sicht gut zu Gesicht stehen.


Diese Tafeln erinnern uns trotzdem daran, dass Krieg doch nur Opfer kennt und nicht wirklich Sieger! Das Denkmal an diesem zentralen Platz wird gepflegt und erfüllt mindestens damit seine nicht nur von mir favorisierte Funktion als Ort zum
ERINNERN,
GEDENKEN
und vor allem
MAHNEN.

Auf das immer weniger Mütter um ihre im Krieg gefallenen Söhne, Väter und Söhne um ihre Väter und Söhne, überhaupt Angehörige um ihre Angehörigen als Kriegsopfer trauern müssen.

Checkin

Foto vor Ort

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