Bewertung von lina_3 zu Mühlen-Apotheke Kerstin Harder

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Bewertung zu Mühlen-Apotheke Kerstin Harder

lina_3
Unmenschlich!! Notwendige Medikamente werden verweigert. Meine Eltern sind alt und benötigen täglich Medikamente. Sie wohnen in Östrerreich und kamen für ein paar Wochen nach Deutschland, um mich (ihre Tochter) zu besuchen. Leider wurde nun ihr Flug anulliert und sie haben nicht genug Medikamente dabei, um die Zeit bis zum nächsten Flug zu überbrücken. Die Chefin der Apotheke verweigerte die Herausgabe von den Medikamenten, da meine Eltern kein Rezept vorlegen konnten!! Wie sollen meine Eltern, die beide österreichische Staatsbürger sind und hier in Deutschland "festsitzen", weil ihr Flug annulliert wurde, an ein Rezept kommen?? Ärzte in der Umgebung sind völlig überfordert und sagen, dass sie ohne Krankenakte (die in Österreich ist) keine Rezepte ausstellen können (was völlig logisch ist). Von der "netten" Chefin der Apotheke wurde mir geraten, weitere Ärzte zu kontaktieren. Eine sehr gute Idee in Zeiten von Corona wegen eines Prostatamedikamts und eines für die Schilddrüse Ärzte zu belästigen und sie von wichtigen Fällen abzuhalten, um immer das gleiche zu hören, nämlich, dass auch sie ohne eine Krankenakte keine Rezepte ausstellen werden. Ich habe wirklich keine Worte für dieses unmenschliche Verhalten.

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saerdnA verschreibungspflichtige Medis nur gegen Rezept...!!!

Wenn verschreibungspflichtige Medikamente ohne Rezept abgegeben werden, macht sich der Apotheker strafbar. Das gilt auch, wenn zum Beispiel nur eine Tablette aus einem Blister entnommen werden. Denn er verstößt gegen den Paragraphen 48 des Arzneimittelgesetzes (AMG). Darauf kann eine Geld- oder sogar eine Haftstrafe folgen...
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eknarf49 Möchtest Du wirklich, dass Medikamente an jeden ausgegeben werden, der eine 'glaubhafte' Erklärung abgibt? Da könnten ja eher die Ärzte nach einer Untersuchung das Rezept ausstellen.
lina_3 Die Abgabe des Medikaments könnte in Zeiten einer Pandemie unter dem Aspekt eines rechtfertigenden Notstandes nach § 34 StGB fallen, da ein Besuch beim Arzt ohne medizinische Notwendigkeit zur Zeit nicht ohne Weiteres möglich ist.
lina_3 @walkingwomen, würdest Du das auch sagen, wenn Du oder Deine Familie in so eine Situation kommst/kommen?
lina_3 Leute, es geht um chronische Erkrankungen, die schon lange bestehen. Meine Eltern sind bereits in Österreich in Behandlung und haben sich die Medikamente, die sie brauchen, NICHT ausgedacht!
lina_3 @Pelikann, mit "richtig" meinst Du vermutlich eher rechtskonform bzw. "auf Nummer sicher". Wenn die Apotheke das deutsche Recht so gut kennt, hätte sie auch vorschlagen können, den Arzt meiner Eltern selbst anzurufen und sich nach § 4 Abs. 1 AMVV fernmündlich über die Verordnung eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels unterrichten lassen. Aber lieber schickt die Apotheke mich einfach weg - das ist natürlich deutlich einfacher...
walkingwomen
lina_3 Ich habe immer Medikamente für längere Aufenthalte dabei. Ja und ich würde das sagen, weil es Möglichkeiten gibt, einen Hausarzt auch im Ausland zu erreichen.

lina_3 @walkingwoman, meine Eltern haben nicht damit gerechnet, dass sie (mind. 2 Wochen) länger hier bleiben müssen (was nicht ihre Schuld ist). Daher haben sie leider nicht genug Medikamente mitgenommen.
lina_3 @Pelikaan, ich würde gerne das Gute sehen, aber in dieser Situation ist es gerade etwas schwierig. Meine Eltern sind mir sehr wichtig und ihre Gesundheit meine höchste Priorität. Neben Corona, muss ich mir jetzt auch noch um ihre chronischen Erkrankungen sorgen machen, die sich verschlimmern könnten, wenn sie ihre Medikamente nicht regelmäßig einnehmen können. Was mache ich, wenn der österreichische Arzt morgen nicht erreichbar ist oder kein Fax verschicken kann/will, oder Ähnliches?
FalkdS Ich glaube nicht, das hier nicht die Wahrheit gesagt wird. Aber mal ehrlich, woher soll der Apotheker wissen, ob das Angesagte alles stimmt und warum soll er gegen Gesetze verstoßen, sich strafbar machen und SEINE Existenz auf‘s Spiel setzen?
FalkdS lina_3, vielleicht überarbeitest du deine Bewertung noch einmal, damit sie etwas fairer wird?
Ein golocal Nutzer Überdenke mal Deine Bewertung! Wegen Schilddrüsen Medikament Arzt BELÄSTIGEN? (Das ist nur verschreibungs pflichtig)
walkingwomen Vielleicht bekommen Deine Eltern heute ihre Medikamente Ich drücke die Daumen, verstehe auch Deinen Ärger, aber wenn Du in Ruhe nachdenkst, wirst Du auch den Apotheker evtl verstehen, der sich an geltende Gesetze hält.
lina_3 @Pelikaan, vielen Dank noch einmal für den Tipp mit dem Hausarzt in Österreich. Es hat geklappt! Schade nur, dass man solche Tipps über diese Plattform bekommt und nicht von der Apotheke, die mir geraten hat zu deutschen Ärzten zu gehen (durch diese Ansage von der Apo, bin ich davon gedacht, dass österr. Rezepte hier eventuell gar nicht gültig sind o.Ä.)
lina_3 @Exempel, hast Du Dir alles durchgelesen, was ich geschrieben habe? Ich habe Ärzte in der Nähe angerufen und die Aussage war: OHNE Krankenakte KEIN Rezept. Dies habe ich der Apo genauso mitgeteilt, die mir daraufhin geraten hat, weitere Ärzte anrufen (bzw. sogar dort hinzugehen). Was bringt es weitere Ärzte anzurufen (bzw. hinzugehen), wenn ich schon die Aussage habe, dass die Ärzte ohne Krankenakte nicht bereit sind, Rezepte auszustellen? Ja, diesen Tipp von der Apo sehe ich als unnötige Belästigung der Ärzte.
lina_3 FalkdS, nee, tut mir leid, diese Bewertung entspricht meiner (natürlich subjektiven, aber darum geht es ja gerade) Meinung bzw. spiegelt meine Sicht auf das, was ich in dieser Apo erlebt habe, wider. Ich sehe es noch immer genauso wie ich es geschrieben habe. Eine positive Bewertung (und meinen herzlichsten Dank) verdient allerdings @Pelikaan, der/die mir einen extrem hilfreichen Tipp gegeben hat und damit meinen Eltern extrem geholfen hat. Vielen lieben Dank nochmal @Pelikaan!
lina_3 @FalkdS, hier wurde und wird die Wahrheit gesagt. Ich bin nicht "einfach so mal" in die Apo gegangen und habe - ohne Erklärung bzw. "Beweise" für meine Geschichte - Medikamente verlangt. Ich habe die beiden Personalausweise meiner Eltern mitgenommen und auch die Annullierung des Flugs hatte ich ausgedruckt dabei
FalkdS Aber wohl keinen Zettel mit der Bestätigung, dass sie diese Medikamente brauchen... Das war wohl das Problem und ich verstehe die Apotheker genauso wie ich dich verstehe.

Stell dir mal die Folgen für das Personal und mglw. die Kunden der Apotheke vor, wenn du "nur" ein Testkäufer gewesen wärst...

Vielleicht versuchst du es einmal mit einem gedanklichen Rollentausch du bist die Apothekerin, zu der eine Kundin kommt, die "Dein" Problem hat...
Würdest du wirklich eine empfindliche Strafe bis hin zum möglichen Verlust deiner Konzession, deines Lebensinhaltes riskieren?
Zumal es ja mit einem Fax oder eine Mail von dem Hausarzt eine Lösungsvariante gibt? Ich würde es definitiv nicht riskieren wollen...
FalkdS @lina_3, im Übrigen steht in meinem Kommentar bezüglich der Wahrheit:
"Ich glaube nicht, das hier nicht die Wahrheit gesagt wird." Das war wohl für dich missverständlich, ich meine, das ich dir glaube, du die Wahrheit geschrieben hast!

Und doch bleibe ich dabei, dass die Bewertung aus meiner SIcht verdammt streng ist...
lina_3 @FalkdS, ich verstehe die Apotheke, aber nur in einem einzigen Punkt (und das auch nicht wirklich, um ehrlich zu sein). Sich selbst sichern sie gut ab, indem sie keine Medis herausgeben, aber sagen nicht, was in dieser - doch sehr speziellen - Situation zu tun ist bzw. sprechen sogar Empfehlungen aus, die Menschen gefährden (zum Arzt gehen ohne medizinische Notwendigkeit). Zudem sind meine Eltern alt, sie werden nicht die Gesetzeslage im Internet studieren, wie ich es getan habe und sich sicherlich keine Tipps im Internet holen. Sie wären von Arzt zu Arzt marschiert (genauso wie von der Apotheke empfohlen) und hätten immer wieder das selbe gehört und sich möglicherweise dabei noch mit was auch immer angesteckt.
Ich wiederhole mich zwar, aber wenn die Apotheke das deutsche Recht so gut kennt, hätte sie auch vorschlagen können, den Arzt meiner Eltern selbst anzurufen und sich nach § 4 Abs. 1 AMVV fernmündlich über die Verordnung eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels unterrichten lassen. Dann hätte es diese negative Bewertung niemals gegeben.

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