Bewertung von FalkdS zu Dorfkirche Rüthnick

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Bewertung zu Dorfkirche Rüthnick

FalkdS „Einwohner“
Die Dorfkirche in Rüthnick ist eine protestantische Kirche.
Ursprünglich stand im 1422 erstmalig als „Ruthenicke“ erwähnten Ort an dieser Stelle eine Feldsteinkirche.

Mehrfach brütete im Mittelalter der „Rote Hahn“ im Dorf, wie auch am 15. August 1803, dem dann die Kirche komplett zum Opfer gefallen war. Das Feuer griff auf das Schindeldach und den mit Holzbrettern verkleideten Turm über. Auch die 3 Metallglocken wurden Opfer der Flammen.


Die neue Kirche wurde im Jahre 1804 bis 1806 vom Maurermeister Dense als Saalbau erbaut. Am 15. August 1805 wurde die Fahne wieder aufgesetzt. Sie war da also noch ohne Turm.
Der im Jahre 1818 errichtete Turm der Kirche wurde unter der Mitwirkung von dem jungen preußischen Architekten, Stadtplaner und Baumeister Karl Friedrich Schinkel erbaut. Der Turm erhielt zwei eiserne Glocken, 9 und 5 Zentner schwer.

1849 wurde auf dem Kirchturm eine neue Turmuhr aufgestellt, sie hat 320 Taler gekostet und wurde von dem Berliner Hofuhrmachermeister Möllinger gefertigt.

1853 am 14. August erhielt die Kirche zwei neue von dem Glockengießer C Ruben zu Berlin (6 Zentner 63 Pfund und 3 Zentner 57 Pfund) gegosseneMetallglocken. Das Material konnte ich nicht ermitteln.

Die Kirche hat auch eine Orgel, für 600 Taler von Lüdtkemüller aus Wittstock erbaut und am 18. Juli 1858 eingebaut.

1864 ersetzte man diese alten Knopf und Fahne durch ein 53 Zoll hohes, vergoldetes Kreuz und ein vergoldeten Knopf mit 1,5 Zoll Durchmesser.


Als böser aber Nicht-Aprilscherz schlug am 1. April 1932 aus fast heiterem Himmel ein kalter Blitz ein, der kein Feuer aber Schäden am Turmdach und dem Mauerwerk hinterließ.

Heute sieht die recht ordentlich aus, rotes Dach, preußisch-gelber Putz und die backsteinrote Umrahmung der Fenster.


Auf der Freifläche vor ihr steht ein Denkmal für die aus dem Dorf in den beiden Weltkriegen gefallenen Gemeindemitglieder.


Rüthnick ist eine fast 500-Seelen-Gemeinde und liegt etwa 9 Kilometer südlich von Linum. Bei einer Ortsdurchfahrt kommt man nicht an der Kirche vorbei, sie steht an einer nach Westen abzweigenden Seitenstraße, aber man sieht sie, ist das höchste Gebäude im Dorf, so wie es üblich ist.

Foto vor Ort

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Sedina Oh, oh, oh, rote Dächer sind die ideale Tarnung für den gefährlichen Roten Hahn....
Aber es klingt wie eine Kirche, auf die die Gemeinde stolz ist. Danke für den interessanten Bericht.