Bewertung von Männlein zu Orangerie im Schlossgarten

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Bewertung zu Orangerie im Schlossgarten

Männlein
Eine Orangerie ist ein Gebäude in barocken Schloss- und Parkanlagen. In der Regel handelt es um ein einstöckiges Gewächshaus, das der Orangenzucht und der Überwinterung exotischer Pflanzen diente (Palmenhaus). So auch im Schwetzinger Schlossgarten und dies heute noch.

Die Orangerie befindet sich nordwestlich des Kreisparterres, in dessen Mitte der Arionbrunnen liegt. Im Jahr 1761 wurde der französischen Oberbaumeister, Nicolas de Pigage, vom Kurfürst Carl Theodor beauftragt eine Orangerie zu bauen, um die schon zu dieser Zeit vorhandenen Zitrusbäume und andere exotische Pflanzen zu überwintern. Vor diesem 171 m langen Gebäude mit großen Fenstern, die auch als Türen genutzt werden konnten wurde der Orangerieplatz oder - garten angelegt. Diese großen Fenster auf der Südseite des Gebäudes vermitteln schon von außen einen Eindruck von der beeindruckenden Höhe des Gebäudes und lassen genügend Sonnenlicht für die Überwinterung der Pflanzen in die Räume hinein.

Aber auch an die sehr kalten und sonnenarmen Tage wurde schon früher gedacht. So wurde das Gebäude durch 14 gusseiserne Öfen erwärmt. Einer davon ist noch heute erhalten und befindet sich im östlichen Teil (rechte Seite) des Bauwerkes. Diesen ziert das Monogramm CT des Kurfürsten Carl Theodor. Dieser Gebäudeteil wird heute noch als Orangerie genutzt und verfügt über den ursprünglichen Lehmfußboden.

In den westlichen (linken) Teil des Gebäudes sind die noch vorhandenen Originalskulpturen des Schlossgartens ausgestellt. Im Garten selbst befinden sich nämlich nur Kopien, um die wertvollen Originale vor den Witterungseinflüssen zu schützen und zu erhalten.

In der Mitte zwischen den beiden Flügeln befindet sich in eine informative Dauerausstellung zu dem Thema Orangerien und deren Geschichte in Hinsicht auch auf den Schlossgartens selbst.

Der tieferliegende Orangeriegarten vor dem Gebäude ist durch einen Kanal eingefasst und über Brücken zugänglich. Im Sommer kann man dort die exotische Kübelpflanzen bewundern. Diese sind durch die tiefere Lage und die Bäume um den Platz windgeschützt und können gut mit Wasser versorgt werden, da das gesamte Terrain von einem Wasserkanal umgeben ist.

Über die Sommerzeit wird die Orangerie ab und an Sonderausstellungsfläche genutzt, so z.B. für Vernissagen von Malern. Insbesondere für großflächige Bilder eignet sich die Räumlichkeit hervorragend. Mitte der 1990er Jahre wurde das Gebäude innen und außen restauriert.

Auch hier meine Empfehlung die Orangerie beim Besuch des Schlossgartens nicht zu vernachlässigen.

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