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  1. Userbewertung: 1 von 5 Sternen

    12. von 23 Bewertungen


    Ich war nie da, weshalb ich nie eine Beratung erhalten habe.
    Aber ich habe sehr aufmerksam die klaren Schilderungen und Kommentare zu diesen Betrieb gelesen, der über die Jahre bisher nur glaubwürdige Kritiken mit einem Stern erhalten hat, die ein einhelliges und geradezu vernichtendes Bild dieses Betriebs zeichnen. Weil ich an die heute veröffentlichten Jubelkritiken nicht glaube und auf die vorherigen Negativkritiken hinweisen möchte und weil ich es widerlich finde, wenn Unternehmen versuchen, sich mit Gefälligkeitsbewertungen selber hochzujubeln, gebe ich einen Gnadenhofstern.

    geschrieben für:

    Tierzucht in Bayerbach an der Rott

    Neu hinzugefügte Fotos
    1.

    Sandra Hesselbarth e-horses Schade dass es in Deutschland Mode geworden ist hauptsächlich negatives zu kommunizieren.
    Nachdem mich ein freundlicher Kunde darauf aufmerksam gemacht hat, dass es in diesem Portal nichts gutes über meinen Betrieb zu lesen gibt habe ich meine Kunden, mit denen ich oft noch Jahrelang Kontakt pflege, gebeten auch mal ihre Meinung abzugeben falls sie mit dem Kauf bei mir zufrieden waren. Das Ergebnis kann man nun hier lesen. Traurig, dass gleich wieder Jemand von einem Fake der Bewertungen ausgeht ... ich bin mir sicher, dass wenn ihr etwas genaueres wissen möchtet meine Kunden gerne Bilder versenden wie sie die Zeit in Freude mit ihrem Pferd nutzen, ich bekomme regelmäßig welche :-) Hoffe nun sind alle offenen Fragen geklärt. LG Sandra


  2. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    7. von 8 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Hühnerfüße, Quallen, Tintenfischbabies….

    Lange Zeit habe ich mich gefragt, ob Chinesen sowas wirklich essen. Und wenn ja, warum?

    Die Antwort ist so schlicht wie ergreifend – weil es schmeckt und die Bandbreite der Speisen erweitert. Ich bin zum bekennenden Junkie dieser Küche geworden und meine Droge heißt Dim-Sum! Dim-Sum entstammen der kantonesichen Küche, die nur eine der elf chinesischen Nationalküchen darstellt.

    Um eine bildhafte Vorstellung von Dim-Sum zu erhalten, spreche ich gerne von chinesischen Tappas. Denn es ist eine Küche, die durch viele, kleine Gerichte in unterschiedlichen Zubereitungen eine unglaubliche Vielfalt auf den Tisch zaubern kann. Ob gerillt, gekocht, gedämpft, gebraten, gesotten oder milchgesäuert eingelegt – die Varietäten der Zutaten und der Zubereitungen lassen kaum Grenzen erahnen. In Kanton werden Dim-Sum traditionell zum Frühstück gereicht. Nach unseren Vorstellungen wäre das allerdings ein viel zu opulenter Start in den Tag. Für einen geselligen Abend mit Familie oder Freunden sind die Dim-Sum jedoch eine Form der kulinarischen Begleitung, die wirklich unvergleichbar für sich steht und es allen Gästen am Tisch erlaubt, sich mit kleinen Happen durch eine aromatische und völlig eigenständige Welt zu futtern.

    Leider gibt es gerade in Deutschland nur sehr wenige Restaurants, in denen diese Küche auf einem authentischen Niveau angeboten wird. Ganz vorn mit dabei ist zweifellos das Restaurant JADE in Essen, direkt hinter dem Hauptbahnhof gelegen. Das Jade wirkt von außen wie von innen völlig unscheinbar und ist geprägt durch das typische Flair chinesischer Restaurants, wie wir sie aus den 80er Jahren kennen. Der Zugang ist barrierefrei, nur liegen die Toiletten im Keller und sind für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer nicht erreichbar.

    Es gibt in diesem Restaurant Karuselltische, die wie für Dim-Sum geschaffen scheinen. Die Tische sind rund und weisen in der Mitte eine leicht erhobene, frei drehbare Platte auf. Die Dim-Sum werden auf diese Platte gestellt, damit jeder Gast ohne Verrenkungen an die Leckereien kommt, die er gerne futtern möchte. Zusätzlich bleibt der Tischraum vor jedem Gast frei für Teller und Getränke. Es sei jedem empfohlen so einen Tisch vorab zu reservieren, wenn mehr als 3 Personen zur Runde gehören.

    Noch eine Besonderheit!
    Bei rechtzeitiger Vorbestellung können auf Wunsch alle Gerichte ohne Geschmacksverstärker zubereitet werden. Leider ist das immer noch die ganz große Ausnahme bei chinesischen Restaurants, weshalb Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten hier die Möglichkeit zum Konsum ohne Reue geboten wird.

    Um zumindest einen kleinen Eindruck zu vermitteln, was Dim-Sum ausmacht, löse ich den Einsteiger dieser Bewertung auf und fange mit den Hühnerfüßen an. Das sind die kantonesischen Weißwürste, weil die Dinger gezuzelt werden. Hünhnerfuss hinten gepackt, ab in den Mund und gewissenhaft alles ablutschen, was an den Knochen hängt. Dabei überrascht nicht nur der ausgeprägt würzige Geschmack, sonder auch die unerwartete Konsistenz! Fleisch und Haut sind zu einer cremigen Masse geraten, die nicht knorpelig oder unangenehm galertartig wirkt. Die Sauce dazu ist geprägt durch den Geschmack von Bohnenpaste und geröstetem Knobluach.

    Die größte Überraschung war für mich der Quallensalat.
    Einen wahrnehmbaren Eigengeschmack bringen die Quallen nicht mit. Die Quallenstreifen kommen mariniert sehr knackig und frisch rüber. Hätte ich nicht gewusst, was ich da esse – ich wäre nie darauf gekommen. Umrandet ist der Salat von geviertelten Eiern, deren Eiweiß fest, glasig und nahezu schwarz ist. Sie sind ähnlich eingelegt, wie die hundertjährigen Eier, nur werden bei diesen Eiern Tannennadeln zur Reifung hinzu gegeben. Der Geschmack ist sehr fein, das Aroma der Tannenadeln ist klar wahrnehmbar. Wer meint, die Eier hätten aufgrund der langen Lagerung eine ausgeprägt schwefelige Komponente, irrt gewaltig.

    Dann gibt es noch die vielen Kleinigkeiten im Pralinenformat, die in Garkörbchen gedämpft ihren Weg auf den Tisch finden! Ob Siu-Mai (Schweinefleisch mit Pilzen im Nudelteigmantel), Ha-Kau (Reisteigtaschen mit Garnelen und Bambussprossen) oder die gedämpften Teigtaschen mit getrockneten Shrimps und Gemüse. Allesamt Kompositionen mit einem sehr feinen Aromenspiel.

    Die einzelnen Gänge kosten zwischen 4 € und 8 €
    Um richtig satt zu werden, sollte pro Gast im Schnitt mit 4 Gängen gerechnet werden. Getränke einberechnet, bewegt sich das Ganze in einer Spanne von 25 € - 40 € pro Person, was ich als sehr angemessen und äußerst fair einstufe.

    Probiert dazu das Tsing-Tao Bier aus China!
    Das war tatsächlich mal eine deutsche Kolonie und dort haben die Chinesen dereinst das Brauhandwerk nach deutscher Tradition erlernt. Das Ergebnis ist bis heute ein rundes, süffiges und sehr bekömmliches Bierchen, dass aus meiner Sicht perfekt zu den Dim-Sum passt. Nur nicht so „deutsch“ bestellen... sprecht es Dschingdao aus. Die Bedienung wird Euch sofort anlächeln und sich verneigen. ;-)

    Rund um die Mittagszeit brummt das JADE, weil umliegend viele Konzerne ihren Sitz haben. Es ist deshalb nicht die beste Zeit, um dieses Restaurant speziell wegen der Dim-Sum Angebote zu besuchen. Der Service ist in Ordnung, aber eben nicht so, wie wir ihn nach westlichen Verständnis gewohnt sind. Einige Mitarbeiter haben deutlich ihre Probleme mit der deutschen Sprache. Das hat hier und da zu kleinen Irritationen geführt, die aber stets mit einem freundlichen Lächeln elegant gelöst wurden.

    Deshalb kann ich dieses Restaurant jedem ans Herz legen, der die schlechten Chinarestaurants mit den 8 Schätzen der Köstlichkeit hinter sich lassen möchte und stattdessen eine authentische und sehr vielseitige Küche für sich entdecken will. Wer interssiert ist, kann sich über die reichhaltig bebilderte Speisekarte einen ersten Eindruck verschaffen. Den Link zur Karte habe ich hier unter dem Restauranteintrag eingepflegt.
    2.

    saerdnA Glückwunsch zum gD...

    bei Tintenfischbabies bin ich bei Dir, Qualle ist ja eher geschmacksneutral und Hühnerfüße ist wie Rochenflügel, nur knorpelig...
    Ausgeblendete 41 Kommentare anzeigen
    walkingwomen Tja, eine typisch, tolle Hofie Bewertung. Der Daumen sehr verdient.
    Wenn ich das alles so lese, klingt es wirklich appetitlich. Ob ich es jemals probieren werde,... mal sehen. Was mir besonders gefällt, dass ich die Speisen ohne Geschmacksverstärker bekommen kann.
    Hofie @saerdnA
    Eben nicht knorpelig. :-)
    So kannte ich Hühnerfüsse, aber im JADE wurde ich eines Besseren belehrt.
    Rochenflügel gehören bis heute nicht zum Repertoire, da kann ich nicht mitreden.
    Hofie @ Exempel
    Es gibt nur sehr wenige Sachen, die ich bisher ausgeschlagen habe. Dazu gehören Seegurken und lebende Engerlinge. Ansonsten probiere ich zumindest alles, was mir als essbar angeboten wird. :-)

    Globetrotter-Tipp:
    Wenn Dir was in Deinen Augen ungenießbares angeboten wird, lässt sich das als Gast meist schlecht ausschlagen. Es hilft der Hinweis, wie unheimlich lecker das aussieht und riecht - nur verbietet Dir Deine Religion das verspeisen von ____________ (bitte nach Bedarf Speise einfügen). ;-)
    Sedina Es muss ja nicht China oder Korea sein: Gebratene oder gedünstete Rochenflügel esse ich regelmäßig hier ober an der Nordseeküste - lecker.
    Und wie wohl die meisten von hier, "de nich freet wat se nich kennt", finde ich Hühnerfüße und Quallen nicht so recht verlockend....

    Aber ich gratuliere Dir, lieber Hofie, sehr herzlich zu den erfolgreich globalisierten Geschmacksnerven, zum gesunden Verdauungssystem, zum gelungenen Beitrag und zum Grünen Daumen ;-)))
    klausmlange Das klingt alles verlockend, aber für mich ist das Essen in Essen zu weit weg ;-) zum kantonesischen Küchendaumen gratuliere ich herzlich
    FalkdS Jaja Tom, Currywurstgourmet
    Breitgrins, guck und weg... ;-)

    Ach so schnell noch eh Tom mich dissssssst,
    Glückwunsch zum Gastrodaumen :-)
    Hofie @ NC Hammer Tom
    Wenn Du auf der Schüssel sitzt und drückst, schau mal in den Spiegel!
    Dann erkennst Du den genetischen Ursprung zweifelsfrei. ;-)
    Hofie WOW, vielen Dank für die Ehre. :-)

    Diesen Auszeichung freut mich sehr, weil die Dim-Sum Küche dadurch etwas in den Fokus rückt. Kommt alle gut ins Wochenende und bleibt gesund ! :-)
    Kaiser Robert Glückwunsch, Qualle hatte ich noch nie, Hühnerfüße und Tintenfischbabies aber schon öfter in Hamburg und Bremen.
    Blattlaus Oh Mann, da lobe ich mir mein Schnitzel. Mit dieser Art essen kann man mich jagen. Aber sehr schöne Bewertung und Glückwunsch zur verdienten Auszeichnung.
    Hofie Ab dem 19. 4. ist der Service wieder verfügbar. Bis dahin bleibt das Restaurant wegen Umbauarbeiten geschlossen. Take-Away ist jederzeit während der regulären Öffnungszeiten möglich. Bisher gab es keinen Lieferservice, der aber ebenfalls ab diesem Datum über Lieferando angeboten wird.

    Habe diese Infos eben nochmal telefonisch mit der Betreiberin geklärt. :-)
    Konzentrat Umfangreiche Bewertung, klingt sehr einladend. Wenngleich ich nicht unbedingt alle der beschriebenen Speisen essen möchte ;-)
    Glückwunsch zu den Auszeichnungen.


  3. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. von 6 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Das Artemis gibt es irgendwie schon immer.

    Ein typischer Grieche, der die Klassiker vom Grill, diverse Dips und Vorspeisen sowie Fisch und Meeresfrüchte nach traditioneller Art anbietet. Hier wird der Gast noch gern gebauchpinselt. Ok, wer es mag… Auf jeden Fall gibt es den kostenlosen, obligatorischen Ouzo bei arrival und departure, gepaart mit dem üblichen Smalltalk.

    Wer kennt und liebt ihn nicht, den Korfu-Teller mit 5 Fleischsorten, Zaziki, Fritten und Salat. :-)

    Das Ambiente ist genau so, wie das Klischee es vermuten lässt. Mit Gipsstuck wurden Säulen im Thekenbereich und den Durchgängen gesetzt, große Wände sind mit einfachen, griechischen Landmotiven geschmückt. Künstliche Weinreben und griechische Statuen, die wen auch immer darstellen sollen, setzen diese plakative Anmutungsqualität konsequent fort.

    Neben dem Restaurant bietet das Artemis einen großen Biergarten, der direkt neben dem Restaurant von zwei Straßen flankiert liegt. Ruhe und Entspannung sind hier aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht zu erwarten. Der Biergarten ist von allen Seiten einsehbar, was für eine weitere Einschränkung des Ambientes sorgt. Leider ist das Restaurant selber nur über einen Treppenzugang mit 4 Stufen erreichbar und die Toilettentüren sind recht schmal geraten, weshalb wir nicht von Barrierefreiheit sprechen können. Der Biergarten ist ebenerdig und uneingeschränkt barrierefrei, solange kein Toilettengang in das Restaurant von Nöten ist.

    Der Service ist flott, freundlich und aufmerksam. Das Angebot wird geschätzt, was an der dauerhaft hohen Auslastung deutlich zu merken ist. An den Wochenenden ist deshalb eine Reservierung dringend angeraten. Wenn das Restaurant gefüllt ist, kann es zu Wartezeiten von bis zu einer Stunde kommen. Das kann ich nachvollziehen, nur ist mir das schlichtweg zu lang, wenn ich mit Hunger in ein Restaurant komme. Aus diesem Grund meiden wir Besuche zum Wochenende und rund um die gesetzlichen Feiertage.

    Was auf den Tisch kommt ist genau das, was in solchen Restaurants zu erwarten ist! Die Küche ist einfach, vielseitig und schmackhaft, die Portionen sind bei fairen Preisen groß und sättigend.

    Wer diese Art Küche mag, ist im Artemis gut aufgehoben und wird bestimmt nicht enttäuscht sein. Da sich die griechische Küche mittlerweile deutlich besser und interessanter zu präsentieren weiß, sehe ich das Artemis wie ein Relikt aus alten Zeiten, an die man sich gerne mit einem kleinen Schmunzeln erinnert und das man genau wegen dieser Erinnerung aufsucht, denn es ist da eben wie früher.

    geschrieben für:

    Griechische Restaurants in Bochum

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    3.

    Ausgeblendete 7 Kommentare anzeigen
    Tikae So eine Portion überbackener Gyros wäre jetzt sowas von eine Massnahme.....mit bauchpinseln bitte :-))))
    Hofie Die nächste Kritik fogt dann zu meinem Lieblingsrestaurant dem...

    Chinarestaurant Mykonos :-)

    Danke für die Glückwünsche !
    MonTamm Hofie, Du solltest Bücher schreiben. Das Lächeln bis zum Lachen wäre Deinen Lesern sicher. Toller Schreibstil! Ich besuche Dich wieder.


  4. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    2. von 21 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Hofie ist ein Hosenschisser, wenn es um Zahnbehandlungen geht.
    Über die Jahre habe ich einige Zahnärzte verschlissen, die sich selbst als Anlaufstelle für Angstpatienten beworben haben und dann mit soviel Zuwendung und Empathie zu Werke gingen, dass jeder grobe Hufschmied im Vergleich dazu als Virtuose durchgehen würde.

    Mit Glück bin ich dann bei einem wirklich guten Zahnarzt gelandet, der leider letztes Jahr seine Praxis aufgegeben hat. Mir grauste bei dem Gedanken nochmal eine ähnliche Odyssee hinter mich bringen zu müssen, bis ich wieder bei einem Zahnarzt lande, der mit mir und mit dem ich klar komme. Ich bin das natürlich nicht initiativ angegangen, was zwangsläufig dazu führte, dass ich eines Tages unverhofft mit Zahnschmerzen da stand und nicht wusste, wohin ich mich in der Not wenden sollte.

    Bekanntlich frisst der Teufel in der Not Fliegen, weshalb ich kurz entschlossen bei Herrn Dr. Kiziler, dem Nachfolger meines bis dahin präferierten Zahnarztes, anrief. Schon das Gespräch mit der Dame am Empfang war geradezu erlösend. Ich wurde emotional „abgeholt“ und bekam am gleichen Nachmittag einen Termin. Als ich die Praxis betrat, war ich überrascht. Alles wirkt viel heller, freundlicher und einladender, als das zuvor war. Alle Mitarbeiterinnen wirken sehr entspannt und geben einem das Gefühl wirklich ernst genommen zu werden.

    Insgesamt musste ich im Laufe der Behandlung noch zweimal wegen akuter Schmerzen spontan um einen Termin bitten, der in beiden Fällen innerhalb weniger Stunden möglich gemacht wurde. Eine so flexible und spontane, an den Bedürfnissen des Patienten orientierte Art und Weise, habe ich bisher noch nicht erleben dürfen.

    Lange Rede, kurzer Sinn. Meine Beschwerden waren diffus und erst bei meinem zweiten Besuch konnte eine Wurzelentzündung in einem Backenzahn diagnostiziert werden. Die dann folgende Wurzelbehandlung war aus einigen Gründen recht kompliziert und umfangreich, was nicht an Diagnose und Behandlung lag. Ganz im Gegenteil - Herr Dr. Kiziler war ab dem ersten Moment sehr zugewandt, hat sich auf meine Argumente und Wahrnehmungen eingelassen und jeden Behandlungsschritt präzise argumentiert und erklärt. Das bringt er mit einer so selbstverständlichen Ruhe und Gelassenheit rüber, wie ich sie mir oft gewünscht habe. Dank einer hervorragend ausgestatteten Praxis, die komplett digitalisiert ist, können punktuelle Röntgenaufnahmen auf dem Behandlungsstuhl erstellt werden, die Sekunden später auf dem Bildschirm über dem Behandlungsstuhl erscheinen und so eine gemeinsame Besprechung von Diagnose und Behandlung auf ein anderes Niveau heben.

    Insgesamt fühlte ich mich noch nie so gut aufgehoben. Herr Dr. Kiziler ist tatsächlich der erste Zahnarzt, dessen Termine ich angstfrei wahrnehmen konnte, weil ich ihm ein grundsätzliches Vertrauen zusprechen kann. Deshalb möchte ich mich im doppelten Sinn beim gesamten Team von INNODENTUM und Herrn Dr. Kiziler bedanken. Ihr werdet mich jetzt nicht mehr los. :-)

    geschrieben für:

    Zahnärzte in Bochum

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    4.

    Ausgeblendete 16 Kommentare anzeigen
    Papa Uhu + Theo meine Hoffnung ist immer, daß sich Zahnschmerzen irgendwann von Hause aus erledigen - hoffentlich gibt's dann noch genügend Reinigungstabletten...
    ähmmm...
    Jo!
    walkingwomen Du meinst den Vorgänger Dr. Flamme Hofie? Genau gegenüber habe ich gewohnt. Glückwunsch zum Daumen. Wie immer toll beschrieben.
    Dr. Flamme war auch mein Zahnarzt.
    Kulturbeauftragte Wurzelbehandlung(en) können schon ein Übel werden... Doch, wenn man mit der "Leistung" zufrieden ist, kommt ein Daumen hinzu ;-)! Glückwunsch!

    Eine Frage noch: wurde die entsprechende (kieferorthopädische?) Behandlung an der gleichen Adr. durchgeführt?
    MonTamm Ich sagte ja schon: Hofie, Du solltest Bücher schreiben. Das Lächeln bis zum Lachen wäre Deinen Lesern sicher. Toller Schreibstil! Ich besuche Dich wieder.


  5. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Zum Schultenhof ist ein Name, der den geschichtlichen Nachhall einer klassisch geführten Restauration im gut bürgerlichen Stil in sich trägt – Kopfkino inklusive...

    Kaltmamsell, Russisch Ei, Schinkenröllchen mit Spargel, Tomatenkörbchen, Käseigel, Wurstsalat….. :-)

    Aber nein, unter diesem alt ehrwürdigen Namen wird ein Hotel-Restaurant betrieben. Zu dem Hotel kann ich mich nicht äußern, aber zu dem italienischen Restaurant sehr wohl und gerne.

    Das Haus liegt etwas ab vom Schuss in der Nähe des Tippelsbergs, dem Naherholungsgebiet in Bochum. Geboten wird eine sehr einladende, durch Fachwerk geprägte Gaststube und ein wunderschöner Biergarten, der von alten, schattigen Bäumen gesäumt ist. Da im nahen Umfeld keine Straßen liegen, findet sich hier eine Ruhe, die in Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet ihres Gleichen sucht. Für uns ist dieser Biergarten eine Oase der Ruhe und Glücksseligkeit geworden.
    Eigene Parkplätzte sind vorhanden und es gibt einen ebenerdigen Zugang, der zwar etwas holprig wirkt, aber durchaus als barrierefrei einzustufen ist.

    Betrieben wird das Restaurant von Giuseppe und Jana, die ein wirklich liebevolles Klima schaffen und nicht so übergriffig und bauchpinselt daher kommen, wie es leider bei vielen Italienern der Fall ist. Das erste Lob geht direkt an Giuseppe. Egal ob Fisch, Fleisch oder Geflügel – der Gute trifft die richtige Temperatur und Zubereitungszeit in nachtwandlerischer Sicherheit! Diese Komponenten sind jederzeit treffsicher und auf den Punkt zubereitet.

    Geboten wird gute, italienische Küche, die mit viel Sachverstand und Liebe auf den Teller gebracht wird. Neben einer klassischen Karte, in der sich typische Pastagerichte, Pizzen, Fisch- und Fleischgerichte sowie diverse Salatvariationen wieder finden, glänzt das Angebot mit einer umfangreichen und häufig wechselnden Tageskarte, die sich stets an den saisonalen Angeboten orientiert.

    Bei unserm letzten Besuch sind wir spontan mit zwei Freunden dort aufgeschlagen und haben uns rundum verwöhnen lassen. Alle Speisen kamen in die Mitte des Tisches, sodass sich jeder nach Lust und Laune bedienen konnte. Spontan wurden uns weitere Speisen angeboten, die weder auf der regulären Karte, noch auf der Tageskarte aufgeführt waren. Das waren durch die Bank spontan improvisierte Gänge, um uns laut eigener Aussage eine buntere Vielfalt auf unserem Tisch bieten zu können. Also haben wir das nette Angebot mit einem dankbaren Lächeln angenommen.

    Als Vorspeisen wurde eine Schüssel hausgemachte Kürbiscremesuppe gereicht, hinzu gesellten sich Thunfisch-Tatar auf einem Bett aus frischer, marinierter Roter Beete, Büffelmozarella mit Garnelen und mediterranem Schwenkgemüse sowie last not least, ein atemberaubend gutes Vitello Tonato.

    Der Einfachheit halber haben wir uns bei der Auswahl der Hauptgerichte auf zwei Angebote geeinigt, die natürlich zeitgleich auf den Tisch kamen und mengengerecht auf unsere Gruppe abgestimmt waren. Das würden die meisten Gastronomen bereits verweigern, weil zu aufwändig und schlecht abzurechnen. Ea gab ein wundervolles Osso Bucco sowie Spaghetti cacio, die mit Pfifferlingen, grünem Spargel Rucola und Parmesan leicht und ausgewogen aromatisch glänzen konnten.

    Das Grande Finale bestand aus den selbstverständlich hausgemachten Klassikern Tiramisu und Panna Cotta, gekrönt von einem ebenfalls selbst geschraubten Limoncello. Hier ist das Tiramsu das, was es eigentlich sein soll. Meist wird die mit Sahne zubereitet, weil es so günstig ist. Aber Giuseppe setzt klassisch auf Mascarpone und Löffelbisquits, die natürlich in einer Mischung aus Espresso, Zucker und einem Schuss Amaretto getaucht werden, bevor das lecker Zeugs geschichtet wird.

    Jeder einzelne Gang war rund, ausgewogen, ansehnlich auf dem Teller präsentiert und wirklich schmackhaft - weshalb ich mir weitere Lobeshymnen zu den einzelnen Gänge spare.

    Über den ganzen Abend kam keine Hektik auf, was vor allem an der guten Bedienung lag. Es wurde genau darauf geachtet, wann wir die Gerichte abgeschlossen haben, um zeitgerecht und ohne lange Pausen den Folgegang zu servieren. Liebevoll wurde auf den Füllstand unserer Gläser geachtet.

    Wir reden nicht über italienische Spitzengastronomie, sondern über eine grundsolide, ehrliche und richtig gute Küche, die mit viel Liebe, Sachverstand, und kreativer Fantasie zubereitet wird. Umso so höher schätze ich dieses Angebot persönlich. Hier läuft alles auf Augenhöhe und ist authentisch. Das macht sich auch in der Preisstruktur bemerkbar. Selbst hochwertige Gerichte mit teurem Wareneinsatz erreichen seltenst das Niveau über 20 €.

    Nicht oft lässt sich sagen, es hat ausnahmslos alles gestimmt. Mit diesem runden und glückseligen Gefühl verlasse ich selten ein Restaurant.

    Schon jetzt freue mich auf die Grillabende, die im Sommer im Biergarten angeboten werden!
    Ich hoffe, bis dahin haben wir Covid im Griff. Jana und Giuseppe bieten ihre wundervolle Küche als Take-Away-Service an, solange uns das Virus einen Strich durch die Rechnung macht.

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten / Hotels in Bochum

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    5.

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    Kulturbeauftragte Bekomme Gelüste auf das beschriebene, warum müssen solche Adressen so schlecht erreichbar sein... vielleicht ggf. mit einer Übernachtung. Mal schauen, was die Zeit mit sich bringt ;-)! Danke für den Tipp!
    Hofie D´dorf ist einen Katzensprung entfernt.
    Solltest Du interssiert sein, biete ich Dir einen Shuttleservice Bahnhof-Schultenhof-Bahnhof an! :-)

    Im Gegenzug lassen wir uns bei Gelegenheit in Kaiserswerth direkt am Rhein verwöhnen. ;-)

    ...sobald Covid uns das genehmigt
    FalkdS Das ist die "Köchin" in der Kalten Küche, die Chefin über Salate, Canapés, und andere kalte Speisen, Buffets usw. usf. ...
    Mamsell lehnt sich dabei an das französische "Fräulein" an.
    Der männliche Kaltmamsell hieß / heißt auch Kaltmamsell... ;-)

    Sie hat aber nichts mit kalten Süßspeisen zu tun, die werden in der Pâtisserie (auch Konditorei) hergestellt und da schwingt der Pâtissier bzw. die Pâtissière das Süßspeisenzepter.

    Die Süße Kaltmamsell ist als die Pâtissière. ;-)
    Ein golocal Nutzer Schön erzählt und eine Erinnerung an eine schöne Zeit in Bochum. Das Restaurant - ist es noch so wie 1996 , oder wurde es auch grundsaniert? Dort hat es lecker geschmeckt!
    Hofie Das Fachwerk wurd innen restauriert und der Hotelbereich wurde insgesamt renoviert. Ob das noch so ist wie 1996, kann ich Dir leider nicht sagen, weil ich dort erst seit gut 5 Jahren regelmäßig einkehre.
    Felkyo Von mir auch ein herzliches Dankeschön für den ausführlichen, interessanten sowie bebilderten Erfahrungsbericht.

    Sobald ich wieder mal in die Gegend komme - was hoffentlich sehr bald ist - wird dem Schultenhof ein Besuch abgestattet :-)
    Hofie Danke Felkyo :-)
    Stehe jederzeit auch über PN zur Verfügung, wenn Du in unserer Gegend eine kulinarische Nordung suchst.
    Hofie @ Exempel
    Ich lade dazu noch was nach. Sind Bilder vom Rudelsingen aus dem letzten Herbst. :-)
    Kulturbeauftragte Tikae, hier ist eine (lustige) Umschreibung einer "Kaltmamsell"
    https://www.abendblatt.de/vermischtes/kolumne/article107684444/Lang-lebe-die-Kaltmamsell.html
    Sedina Das klingt toll - herzlichen Glückwunsch zum Grünen Daumen.
    Bilder von der Gaststube kann ich nicht sehen...
    Hofie Die Bilder lassen sich leider nicht zuordnen. habe deswegen den support bemüht.
    klausmlange Endlich mal wieder eine schön zu lesende Bewertung, dass es dafür den (grünen) Daumen hoch heißt, ist nur gerecht. Gratulation aus Leipzig


  6. Userbewertung: 1 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    Vollmundig bewirbt sich die Bäckerei & Konditorei Klingenstein mit dem Selbstverständnis traditionellen Backhandwerks. Über die Jahre habe ich hier und da in unterschiedlichen Filialen diverse Brot- und Brötchensorten probiert, wenn ich auf die Schnelle keine andere Möglichkeit sah. Klingenstein war für mich nie mehr als ein Notstopfen.

    Der Grund ist sehr schnell erläutert:
    Die tagesfrische Ware, da ganz besonders und ausnahmslos alle probierten Brotsorten, schmecken altbacken. Die Brotkrusten sind nicht rösch, sondern wirken trocken.

    Den Service habe ich eigentlich immer als gelangweilt oder nicht vorhanden wahr genommen. Wie mittlerweile üblich, beschränkt sich die Tätigkeit nicht nur auf den Verkauf. Brötchen aufbacken, Kaffee kochen, etc. gehören eigentlich bei allen Bäckereien mittlerweile zum regulären Arbeitsumfang. Nur ist es bei Klingenstein normal, wenn einem die Mitarbeiterinnen wortlos vor der Theke warten lassen, sollten sie anderweitig ausgelastet sein. Eigentlich erhofft man sich zumindest einen wahrnehmenden Blick. Es soll sogar Fälle geben, in denen der Kunde unmittelbar und freundlich angesprochen wird! Da fallen dann so unsagbare Sätze wie: „Einen kleinen Moment bitte, ich bin gleich für Sie da!“.

    Nun war ich vorgestern so inkonsequent und habe in der Eile einen schnellen Stopp an einer der Filialen gemacht, dessen Verlauf dem bisher erlebten tatsächlich die Krone aufsetzte.

    Gegen 12 Uhr betrat ich die kleine Filiale, in der 2 Verkäuferinnen zugegen waren. Ein der beiden Bedienungen textete ohne Unterlass ihre Kollegin mit belanglosen, privaten Geschichten zu, während ihr Kollegin versuchte, ein Verkaufsgespräch mit mir zu führen. Das störte die andere Bedienung nicht, weil sie unterdessen pausenlos und direkt ihren Sprachfluss über ihre Kollegin ergoss.

    Mir ist dann der Kragen geplatzt und ich habe sie aufgefordert ruhig zu sein, solange ich mit ihrer Kollegin ein Gespräch führe. Während dieser Aufforderung nahm sie mich zwar wahr, unterbrach ihr Stakkato dennoch nicht. Im zweiten Anlauf wurde ich etwas deutlicher und sprach von einer grundsätzlichen Respektlosigkeit. OK, das hat sie getriggert. Sie legte mir dann nahe, ich solle meinen Mund halten und ers wäre ja jetzt wohl gut, weil sie sich meinen Unsinn nicht dreimal anhören müsse und unterstellte mir im Gegenzug ebenfalls Respektlosigkeit.

    Gekauft habe ich ein Kartoffelbrot. Meine Frau probierte es und sagte unmittelbar zu mir: „Ich denke, Du kaufst kein reines Weizenbrot mehr.“. Etwas ungläubig biss ich ein Stück von dem Brot ab und war entsetzt. Von einem Kartoffelbrot hatte das Teil im Ansatz nichts. Wie oben schon beschrieben, war auch dieses Brot in der Wahrnehmung altbacken.

    Es ist Bäckern erlaubt, einen Teil altes Brot im frischen Teig zu verarbeiten. Nach all den Erfahrungen vermute ich, dass der Anteil dieser Beimischung bei Klingenstein unangemessen hoch ausfällt. Das kann ich natürlich nicht beweisen, weshalb ich es als meine ganz persönliche Wahrnehmung und Einschätzung zum Besten gebe.

    Ich gebe den knallharten, einen Punkt. Denn nach meiner Erfahrung stimmt weder das kommunizierte Image, noch sind die angebotenen Brote und lustlosen bis unverschämten Bedienungen akzeptabel.

    geschrieben für:

    Bäckereien in Bochum

    Neu hinzugefügte Fotos
    6.

    Ausgeblendete 5 Kommentare anzeigen
    Ein golocal Nutzer @no comment ein Parse ist aber etwas anderes.---- Muß doch aber irgendwann beendet sein, das nicht dürfen1 Von Bochum wär viel, was interessant ist.
    Hofie Ihr Lieben, dank Eurer Likes darf ich jetzt wieder mitspielen. Fühlt Euch herzlich und antiseptisch gedrückt. :-)

    Noch ein Nachsatz zu dieser Bewertung:

    Bisher ist mir in allen Filialen der mangelhafte bis nicht vorhandene Service bzw. die schlechte Kundenorientierung aufgestossen. Die Brotqualität ist identisch, weil das Brot aus einer zentralen Bäckerei stammt.

    Ich habe natürlich in der Zentrale angerufen und diesen Vorfall geschildert, was anscheinend nicht von Interesse war und keine Auswirkungen hatte. Blumige Abwiegelung mit Allgemeinplätzen, das war es dann.
    Hofie @ SaerdnA

    Danke für die Rückendeckung, mein Freund.
    Solltes Du auf calendula anspielen, möchte ich das hiermit entschärfen. Ja, wir hatten unsere Differenzen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie für diese Sperrung verantwortlich war. Ich habe halt eine sehr direkte und unverblümte Art, die das Potential der Polarisierung mit sich bringt. Deshalb muss ich damit leben, wenn mir freundlich einer eingeschenkt wird.


  7. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Nach ungefähr 10 Jahren war es soweit – ein Verdunkelungsrollo an einem Fenster in der Dachschräge musste ausgetauscht werden. Wir haben uns an die Jaloucity-Filiale gewendet, in der wir uns in dieser Situation gut beraten und aufgehoben fühlten. Da sowohl am Fenster, als auch am alten Rollo nach alle Angaben des Herstellers vorhanden waren, ging der gesamte Ablauf entspannt über die Bühne und das Rollo war sogar 5 Tage vor dem avisierten Termin abholbereit.

    Doch was wir dann in Händen hielten, war im Vergleich zum Original eine ganz üble Billigproduktion, die mit minimalen Aufwand produziert wurde und nicht im Ansatz soviel Lichtschutz wie der Vorgänger bietet. Bei der Bestellung wurde uns gesagt, das Rollo würde vom Hersteller direkt bestellt. Als wir dann die mangelhafte Ware reklamierten und in dem Gespräch nochmal explizit nachhakten, ob Jaloucity oder der Hersteller für dieses mangelhafte Produkt verantwortlich sei, war das auf einmal nicht mehr so einwandfrei klar. Mit Stand des heutigen Tages weiß ich nicht, wer das Rollo produziert hat, weil sich Jaloucity um eine klare Antwort drückt

    Ich habe Bilder von dem Lichteinfall durch das neue Rollo gemacht, die auch dieser Kritik beigefügt sind. Das Detailbild zeigt den Lichteinfall durch den Kasten, in dem das Rollo auf der Drehachse verankert ist. Beim Vorgängermodell gab es auch bei einem abgerollten Rollo nicht den geringsten Lichteinfall in diesem Bereich. Jaloucity war jedoch der Ansicht, der Lichteinfall sei so völlig in Ordnung und nicht zu beanstanden, bot mir parallel aber die Rücknahme des Rollos an, was bei der Bestellung mehrfach proaktiv und ohne vorherige Nachfrage durch uns ausgeschlossen wurde. Irgendwas stimmt da nicht und die Kommunikation scheint mir weder offen, noch ehrlich.

    Die Bilder habe ich nun einigen Handwerkern gezeigt, die vornehmlich im Türen- und Fensterbau unterwegs sind. Insgesamt war keiner dieser Personen der Ansicht, dass dieser Lichteinfall akzeptabel sei. Wir kommen uns nun recht veräppelt vor und wissen, wer zukünftig in diesen Belangen nicht unser Partner sein wird.

    geschrieben für:

    Gardinen / sonstige Dienstleistungen in Bochum

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    7.

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    Hofie Mir ist nicht bewusst, dass dieser Laden ein Billigheimer ist. Der Preisvergleich und der Rechnungsbetrag wiesen zumindest nicht darauf hin. Mittlerweile hat Roto bestätigt, dass der Rahmen dort hergestellt wurde. Jaloucity hat nur den von uns gewählten Stoff eingearbeitet.


  8. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Wie schön waren die Zeiten, als es noch den Tante-Emma-Laden um die Ecke gab. Diese Läden waren nie so gut und umfangreich sortiert wie ein Supermarkt, aber sie waren meist die Seele des Viertels. Man traf sich zum Plausch, schlürfte gern mal ein Tässchen Kaffee miteinander. Soziale Kontakte wurden gepflegt und zur Not konnte man nach Ladenschluss vorsichtig an die Rolläden klopfen. Leider sind diese sozialen Instanzen in dieser schnellen und gewinnoptimierten Zeit Schritt für Schritt verschwunden. In Bochum ist die Grand Dame des letzten Ladens dieser Prägung eine Legende – die gute Elli Altegoer. Aber auch ihr Geschäft musste aus wirtschaftlichen Gründen vor ein paar Jahren kapitulieren.


    Doch siehe da, es erschien ganz unerwartet ein Silberstreif am Firmament, der sich Al-Jasmin nennt und ein orientalischer Supermarkt ist. Die gibt es auffallend häufig und sind in der Regel kein Hort der sozialen Gemeinsamkeiten, was sich in diesem wunderbaren Geschäft zum Glück ganz anders darstellt. Die Betreiber kommen aus Syrien, sind sehr freundlich, suchen gern das persönliche Gespräch. So kommt schnell eine angenehme persönliche Ebene zustande, die ich mag und zu schätzen weiß. Das ist mittlerweile bei vielen Nachbarn angekommen, was an der permanent steigenden Anzahl deutscher Kundschaft deutlich zu merken ist. Immer häufiger entstehen dadurch genau die Situationen, die ich vorab in Verbindung zu den Tante-Emma-Läden geschildert habe. Mann trifft sich, plaudert miteinander, tauscht sich zu aktuellen Themen aus. Da halt viele Bürger mit orientalischen Migrationshintergrund ebenfalls zur Kundschaft gehören, entwickelt sich so eine integrative Schnittmenge, die ich als sehr bereichernd und wertvoll wahr nehme. :-) Die Betreiber fördern das aktiv, beteiligen sich an den Gesprächen und laden dabei gerne zu einem Chai ein oder reichen ein Stück Wassermelone. Es ist ein authentischer, persönlicher Kontakt entstanden, wie das eigentlich kaum mehr üblich ist.


    Ja, die verkaufen sogar Lebensmittel! ;-)

    Das Angebot stellt sich im Wesentlichen dar, wie das bei einem Supermarkt dieser Prägung zu erwarten ist. Es gibt immer eine große und tagesfrische Auswahl an Obst, Gemüse und Kräutern zu sehr fairen Preisen. Es wird eine eigene Fleischtheke betrieben, die ich besonders hervor heben möchte! Die Sauberkeit und Sorgfalt, die dort an den Tag gelegt wird, kenne ich aus deutschen Fleischereien und Supermärkten nicht. Der komplette Bereich um die Fleischtheke sowie die Theke selber sind so was von blitzblank sauber und gepflegt – es riecht nicht mal nach Fleisch, wenn man die Theke passiert. Größere Fleischstücke werden in Frischhaltefolien innerhalb der Kühltheke gelagert, um den gegenseitigen Kontakt zwischen den Fleischwaren gewissenhaft zu vermeiden. Der Fleischwolf wird nach jeder Nutzung komplett zerlegt und gereinigt. Das schafft Vertrauen!

    Im Weiteren werden die typischen Produkte zu sehr fairen Preisen angeboten. Gewürze, Oliven, Eingelegtes, Milchprodukte, diverse Öle, Süßkram, etc… Mittlerweile fahre ich Samstags zum Start meiner erweiterten Einkaufsrunde ins Jasmin, denn diesen Laden möchte ich nicht verlieren, also muss ich Geld da lassen. :-) Ich gebe nur 4 Sterne, weil das Warenangebot halt nicht alles abdeckt, was grundsätzlich notwendig ist.

    geschrieben für:

    Lebensmittel in Bochum

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    8.

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    walkingwomen Elli Alteoer, wie nett Hofie, dass Du daran erinnerst. Ich kenne sie noch und man konnte viele Künstler dort antreffen, die im Schauspielhaus zu sehen waren. Auch "Herbert" war oft Gast, wenn er in Bochum weilte. Läden wie Du ihn jetzt beschreibst mag ich sehr und kaufe dort gern. In Höxter gibt es auch so einen Arabischen Laden, welcher von einem Syrer betrieben wird. Danke für den Bericht und Glückwunsch zum Daumen
    Hofie @ walkingwomen
    Ja, das war immer was ganz Besonderes! Die Elli hat jetzt einmal die Woche "Sprechstunde" im Café Baristoteles, welches im Museum Schlosspark untergebracht ist.
    https://baristoteles.de/
    Ein golocal Nutzer Gratulation gut beschrieben und ich kaufe auch oft in einem arabischen Markt, der jetzt auch noch Brot nach Rezepten aus Afghanistan und Ìran verkauft.
    Marlies aus Lalaland :-) Solche Läden findet man wirklich kaum noch. Ich mochte die Tante Emma Läden tausend mal lieber, als die Großen Discounter. Bei Tante Emma um die Ecke hat man Dich nicht blöde angesehen wenn man sagte :,, Bitte nur 2 Scheiben Mortadella !"......Danke das war alles! :-) Die Verkäufer sind alles andere als freundlich oder haben kaum noch Zeit für die Kunden. Hofie...Daumen hoch verdient. Sehr gut und Ausführlich beschrieben. Jeder, egal welcher Herkunft hat eine Chance verdient, sich hier in Deutschland was aufzubauen.
    Hofie Hallo Marlies, vieeln Dank für den liebevollen Kommentar und willkommen in der Runde. :-)
    Sedina Ich hab's jetzt erst gesehen, möchte aber noch sehr herzlich zu diesem liebevollen Bericht und zum Grünen Daumen gratulieren!


  9. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Hofie goes vegan

    Kimbap sind korenaische Sushi, ähnlich den großen Futomaki-Rollen. Da braucht man schon ein großes Mundwerk, damit die Teile auf einen Schlag rein passen. Ok, dachte ich mir, das ist ein Job für Dich! :-)

    Im Kimbap-Spot wird das koreanische Kulturgut in rein veganen Varianten angeboten. Das machte mich noch neugieriger, weil ich wirklich gespannt war, welche kreativen Bögen die Küche dort spannen wird. Ob Pilze, marinierter Tofu, konfierte oder in Öl geschwenkte Gemüsstreifen, fermentiertes Gemüse – eigentlich sind gerade bei der veganen Interpretation dieser Rollen kaum Grenzen gesetzt.

    Der Laden ist nahe dem Hauptbahnhof in einer kleinen Seitenstraße untergebracht. Bei warmen Wetter stehen draußen auf dem Bürgersteig einige Tische, während im eigentlichen Lokal gut 30 Personen an den Tischen Platz finden. Der Laden wirkt hell, sauber und spartanisch, aber nicht karg oder gar ungemütlich. Es schwingt halt das einfache, alternative Ökoflair durch den Raum – weniger ist mehr.

    Die Karte ist überschaubar, aber reichhaltig genug. Alkoholische Getränke werden nicht angeboten.

    Die Bedienung war ein wirkliches Highlight! Ein sehr freundliche, aufmerksame und tiefenentspannte junge Frau hatte den Laden innen wie außen sehr gut im Griff.

    Erwartungsfroh bestellten wir eine Platte – Kimbap42 – für 28 blinkende Euronen mit einen Salat dazu. Es dauert keine 20 Minuten, bis die Platte den Weg auf unseren Tisch fand! Der Anblick zauberte uns ein ungläubiges, grenzdebiles Mimikspiel ins Gesicht. Es kam eine Platte, die aussah, als hätten wir gerade im Disney World Candyshop bestellt. Alles blinkte uns in extrem kräftigen Farbe an - die Platte hätte Nachts im Dunklen geleuchtet. Der Reis wurde mit Spirolianalgen sowie Rote Beete Saft gefärbt. Die veganen Mayonaisen leuchteten in schrillen Grün-, Rot- und Blautönen. Das passt nicht. Diese Farben sind in der Kombination und Intensität vor allem Süßwaren und -speisen zugeordnet, weshalb mich das ästhetisch überhaupt nicht ansprach.

    Der Umstand, dass die Mayos in bunten Kleksen und alles überdeckenden Linien die Kimbap bedecken, macht mich nicht wirklich glücklich. Ich möchte selber entscheiden, welche Mayo ich mit den unterschiedlichen Kimbaps kombiniere. Aus meiner Sicht ist es darüber hinaus ein Unding, wenn ein Stück Kimbap mit 3 verschiedenen Mayos überzogen ist. Das sollte sich im Magen mischen, aber nicht auf dem Teller oder dem Gaumen.

    Alle Mayonaisen basieren deutlich schmeckbar auf einer vorab gewürzten Grundmayo. Leider ist diese Grundwürze so intensiv, dass sie in allen Mayos für einen identischen Basisgeschmack sorgt. So bleibt am Ende nur ein flaches und gleichförmiges Geschmackserlebnis ohne interessante Varianten und Spitzen.

    Als Beilage befand sich etwas Kimtschi und marinierte Mungobohnenkeimlinge auf dem Teller. Das Kimtschi war in der Fermentation deutlich über den Punkt und hatte bereits eine deutlch wahrnehmbare Moussage. Sowas gehört nicht auf den Teller! Kennt ihr vielleicht von Sauerkraut, wenn es kippt und auf der Zunge wie Sekt perlt. Die Mungobohnenkeimlinge schwangen ebenfalls im Geschmackseinklang mit. Alles schmeckt zwar etwas anders, aber nur in leichten Nunacen, wodurch das Geschmackserlebnis insgesamt eher langweilig und eindimensional war.

    Die Kimbap waren mit unterschiedlichen Gemüsen gefüllt, die größtenteils vorgegart bzw. leicht mariniert waren. Macht ja auch Sinn – auf rohen Broccoli möchte ich beispielsweise nicht rum kauen. In einer Rolle kam marinierter Rettich zum Einsatz, den ich als Conveninence-Produkt einstufe. Dieses Gelb, die Konsistenz und der Geschmasck erinnerten mich klar an den Rettich, der in geviertelten Stangen in nahezu alle asiatischen Supermärkten angeboten wird. Der Reis war etwas über den Punkt gekocht. Die verstörenste Kombination war eine Rolle, die mit Süßkartoffel gefüllt war. Warum macht man so was? Die Rolle verklebt den Mund und ist viel zu trocken. Ich hatte das Gefühl, auf Mehlpampe zu kauen – ein völliges NoGo.

    Ach ja, da war noch der Salat.
    Eigentlich ist der Salat ein Begleiter zur Hauptspeise, der mit seiner knackigen Frische, der Säure und einem pfiffigen Dressing einen kommunizierenden Kontrast zur Hauptspeise setzt. Da das Salatdressing aus der gleichen Grundmayo gestrickt wurde, schmeckte der kaum anders und hob sich auch optisch nicht von den Kimbap ab. Da wäre beispielweise eine nette, asiatische Vinaigrette aus Sesamöl, Ingwersaft, etc. ein geradezu erleuchtender Kontrast gewesen.

    Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum es um diesen Laden so einen Hype gibt. Die zu Beginn erwähnte, mögliche Bandbreite einer veganen Interpretation haben wir nur in Ansätzen wahr genommen. Handwerklich war das Ganze soweit in Ordnung. Die Zutaten waren durch die Bank von guter Qualität. Aber geschmacklich und im direkten Vergleich zu traditionellen Kimbap-Varianten war es ein eher eindimensionales Erlebnis und damit weit unter den Möglichkeiten, die dieses Konzept her gibt.

    geschrieben für:

    Asiatische Restaurants in Bochum

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    9.

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    Hofie Nein, es ist eine atemberaubende und vielfältige kulinarische Tradition.
    Nur die Menschen, die Küchen wechseln wie ihre Partyklamotten, machen daraus einen Hype ohne zu wissen, worüber sie eigentlich sprechen. Auf neudeutsch schimpft sich das „fashion food“. Im Resultat haben wir in Deutschland mittlerweile unzählbare Pseudosushiläden, meist geführt von Vietnamensen oder Chinesen, die zum Großteil aber auch nix mit gutem Sushi gemein haben. Die fashion-food Dumbos, die aus dekandeter Langweile jeden Monat einen neuen Küchentrend wie die Sau durchs Dorf jagen, sind die Pest für gute Küche.
    walkingwomen Glückwunsch zum Daumen. Bisher habe ich mich an Sushi nie heran gewagt. Toll beschrieben . Deine Bewertungen zu lesen, ist allein schon ein Erlebnis.
    Papa Uhu + Theo was mich so richtig begeistern könnte (außer Dein Beitrag), wäre ein Kimtschi, was mir( und anderen) am nächsten Tag viel Freude bereitet - Prima Beitrag...
    FalkdS Mein erstes bewusstes Zusammentreffen mit vegan und ich bin begeistert, allerdings nur von deiner zu recht bedaumten Bewertung. Danke
    Hofie Ihr Lieben, ein ganz dickes Dankeschön für Eure liebevollen Beiträge und Gratulationen. :-)
    Es macht wirklich Freude, in Eurer Runde zu sein.
    Sedina Uff, ein Spot - nein nichts als ein Flop...
    Aber ein eben so später wie herzlicher Glückwunsch zum gut in Szene gesetzten großen Wortschatz und zum politisch-korrekten veganisch-grünen Daumen!


  10. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Eiscafés gibt es wie Sand am Meer und nur wenige haben die Strahlkraft eines Leuchtturms.

    Wieder einmal darf ich mich glücklich schätzen ein Bochumer Immie zu sein! Nicht, dass es im Ruhrpott kein gutes Eis gäbe. Wir können mit den kreativsten und angesagtesten Eisdielen Deutschlands mithalten. Wer das nicht glaubt, möge mal nach den Eiscafés „I am love“ sowie „Kugelpudel“ googlen. Diese beiden Platzhirsche sind allerdings heute nicht Gegenstand meiner Kritik, denn ich möchte auf ein traditionell italienisches Eiscafé eingehen, dessen Angebote wiederum alle anderen klassischen Italiener im weitem Umfeld relativ alt aussehen lassen – das Café MARVIN'S.

    Das MARVIN'S liegt direkt gegenüber dem Konrad-Adenauer-Platz, der Dreh- und Angelpunkt des Bermudadreiecks... die legendäre Sauf-, Fress- und Partymeile im Herzen Bochums. Dort befindet sich ein direkter Zugang zur gleichnamigen U-Bahn Station. Ebenfalls am Konrad-Adenauer-Platz befindet sich keinen Steinwurf vom Café entfernt ein Parkhaus. Der Zugang zum Café ist nicht wirklich barrierefrei, weil auf beiden Seiten 2 flache Stufen zu überwinden sind. Ist das geschafft, können auch Rollies auf der Terrasse oder im Innenraum problemlos ihren Platz finden.

    Ihr kennt das bei dem ein oder anderen Italiener – diese plumpe Vertrautheit, die biedere Bauchpinselei. Diese rustikale Art und Weise bleibt einem an diesem wundervollen Ort erspart. Hier zu sein ist wie ein entrückter Moment, der mich aus dem Trubel und der Taktung des Tages nimmt. Es gibt keinen Stress, keine Hektik. Die Mitarbeiter sind durch die Bank entspannt, freundlich und dem Gast zugewandt. Es ist diese authentische, nicht aufgesetzte Atmosphäre, die dem Café das gewisse Etwas schenkt.

    Schnell wird einem klar, hier wird mit offenen Karten gespielt. Die diversen Eissorten werden für den Kunden sichtbar in kleinen Eismaschinen hergestellt, die maximal 5 Liter fassen. Was da raus kommt, muss keinen Vergleich scheuen! Die kleinen Produktionsmengen geben dem Besucher darüber hinaus die Garantie einer tagesfrischen Produktion, was ich ganz klar als zusätzliches Qualitätsmerkmal einstufe. Neben einer gediegenen Auswahl an klassischer Gelatos werden auch Ghiaccios (Sorbets) angeboten, weshalb auch Veganer hier ihr Glück finden werden. Pro Kugel wird 1,30 € berechnet, was bei der gebotenen Qualität aus meiner Sicht ein sehr fairer Preis ist. Das Ende der Fahnenstange haben wir noch nicht erreicht: Frozen Yoghurt, Sekt & Wein Sorbet sowie diverse Eiscocktails gehören ebenfalls zum überraschend vielseitigen Angebot.

    Doch selbst diese wunderbare Auswahl an Eissorten ist noch lange nicht die Kirsche auf der Sahnekrone. Es wird selbstgemachtes Backwerk vom Allerfeinsten angeboten!

    Ich könnte allein über die Sfogliatella riccia schwelgen, die als Gepäck ein Begleiter zum Kaffee sind, der wirklich seines Gleichen sucht. Es ist ein feines Blätterteigtäschlein mit einer dezent gesüßten Ricotta-Füllung. Sie werden warm gereicht und augenblicklich melden meine Geruchsrezeptoren die Wahrnehmung von Röstaromen, Karamell, Zimt und Orangenblüte. Schon der Duft bildet mit dem Kaffee eine Melange, als wären Beide sündhaft füreinander geschaffen. So eine kleine, süße Unverschämtheit wurde dereinst bei Neapel in einem Kloster kreiert. Ein Schelm, wer Böses dabei denken mag.

    Aus südlicheren Gefilden stammen die Cannoli Sicilliani, ein gewichtiger Klassiker der Confiserie. Diese schnuckeligen Dolci-Rölleken kommen mit einer Füllung aus feiner Schokolasur, gepaart mit einer auf Ricotta basierenden Pistaziencreme daher und stellen sich ebenfalls als idealer Begleiter für einen richtig guten Kaffee dar. Sie sind ein Hauch süßer als die Sfogliatella und bieten durch die Pistaziencreme eine nussig-cremige Anmutung, die in Verbindung mit dem Kaffee ein harmonisches Aromenspiel entfaltet.

    Das feine Backwerk wird täglich frisch hergestellt, was bei dem hohen Aufwand keine Selbstverständlichkeit ist. Zumindest kenne ich im weiten Umkreis nicht ein Eiscafé, dass mit einem vergleichbaren Angebot aufwarten könnte.

    Vom Kaffee war bis hierhin viel die Rede – also kommen wir zum Kernprodukt.

    Zum Einsatz kommt Izzo Espresso.
    Ich mag die Sorten von Izzo, weil die Kaffees kräftig, rund und nicht so säurebetont sind. Dieser Umstand kommt besonders dann zum tragen, wenn die Wahl auf einen Cappucino, Latte Macciato oder andere milchhaltige Kaffeegetränke fällt. Durch die milde Säure schmeckt es einfach runder und die Milchnote ist fein wahrnehmbar. Der pure Espresso überzeugt nicht zuletzt durch seine wundervolle Crema, die den Namen redlich verdient hat. Zum Espresso wird kostenlos ein Glas Kranenburger gereicht - leider längst keine Selbstverständlichkeit mehr.

    Cameriere, il conto per favore!

    Man mag es kaum glauben…
    Als Beispiel führe ich einen doppelten Espresso mit einer Cannoli an – 4,00 €

    Der doppelte Espresso schlägt mit drei Euro zu Buche, die Cannoli mit nur einem Euro. Bitte werft einen Blick in die Bilder. Dort findet Ihr die Preisliste, die leider noch nicht ganz vollständig ist. Ich werde das aktualisieren, sobald die neue Karte vorliegt.

    geschrieben für:

    Eiscafés in Bochum

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    10.

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    Tikae Du Glückspilz !
    Sowas direkt vor der Nase zu haben.....
    Ich würde mich nach dieser Schilderung sehr dynamisch dem Gebäck nähern.
    Hofie Ja Tikae, das Backwerk hat den foodporn Orden am rosa Bändchen verdient. :-)
    Papa Uhu + Theo un eccellente rapporto....

    Grüßchens und Glückwunsch!

    Anm.: Mußte mir den Beitrag nochmals verinnerlichen - hat mir sehr gefallen...
    FalkdS Danke und
    Daumenglückwunsch

    PS: DANKE, jetzt hab ich sowas von Appetit... und ich nehme dann erst mal die Batterie aus der Waage!
    Sedina Als Küstenmensch weiß ich, dass die Strahlkraft eines Leuchtturms final verflüssigend auf Speiseeis wirkt...;-)))
    Glückwunsch zum Grünen Daumen!