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Bewertungen (42 von 506)

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  1. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Parkraumbewirtschaftung ist seit ein paar Jahren das Dienstleistungsei des Kolumbus. Der Mißbrauch der privaten Kundenparkplätze von Aldi, Lidl & Co für Dauerparker, Nebenaneinkäufer und sonstige Sparmobilisten hat ein ganz neues Geschäftsfeld kreiert - Angebot und Nachfrage in Reinkultur.

    Die bislang zum Ladenlokal gehörige Stellplatzfläche wird verpachtet, Der PArkraumbewirtschafter hängt je nach lokaler Rechtsprechung immer größere Hinweistafeln auf und ab dann beginnt das private Knöllchenschreiben.

    Bislang allgemein zugängliche Flächen werden beschildert, überwacht und abkassiert - "Vertragstrafe" nennt sich das Pendant zum behördlichen Ordnungsgeld.

    Und hier wirds interessant: Eine Vertragsstrafe setzt bereits begrifflich einen Vertrag zwischen dem Betreiber und dem Nutzer der Anlage voraus. Ein solcher kann natürlich konkludent durch Inanspruchnahme eines Parkplatzes entstehen - wenn, ja wenn hinreichend deutlich darauf hingewiesen wird. Daher die analog zur ergehenden Rechtsprechung immer größer werdenden Hinweisschilder an der jeweiligen Einfahrt. Aber auch die eigentliche Vertragsstrafe muß vertraglich explizit vereinbart sein. Dies löst der Jurist elegant über sog. Allgemeine Geschäftsbedingungen, die irgendwo gut sicht- und erkennbar auf der Parkfläche einsehbar sein müssen.

    Lieschen Müller und neulich auch Tochter ubier sucht natürlich auf dem sattsam bekannten Parkplatz nicht akribisch die Werbeflächen nach Kleingedrucktem ab. Brav wird immerhin die geforderte Parkscheibe im Auto ausgelegt, bevor der eigentliche Zweck des Besuchs in Angriff genommen wird.

    Trotzdem bei Rückkehr (innerhalb der zugestandenen Parkzeit) ein Vertragsstrafzettel am ubiermobil - was war passiert? Nach kurzem Mailverkehr wird klar, dass unsere Vertragsstrafeneintreiber amtliche Sheriffallüren haben. Es lag nämlich noch eine zweite Parkscheibe sowie ein (ungültiger) Anwohnerparkausweis im Auto - "nach ständiger Rechtsprechung sei den Ordnungshütern eine Differenzierung zwischen gültigen und ungültigen Parkberechtigungen nicht zumutbar".

    Aha...

    Über den Sinn von privaten "Ordnungshütern" hat man ja schon zum Thema Bürgerwehr viel gehört, aber die qualifizierten Mitarbeiter der Parkraumwelt sind jedenfalls keine, die für sich die Rechtsprechung zu Amtsträgern in Anspruch nehmen können. Der Begriff der Vertragsstrafe impliziert nämlich auch, dass auch die Art der Auslegung von Parkscheiben für eine Ahndung von vermeintlichen Verstößen vertraglich geregelt ist. Mit Lupe am Parklplatz geforscht - nüscht.

    Zahlung abgelehnt, Tochter ubier erleichtert.


    Bis letzte Woche erneut Post von den Parkraumwelten eintrudelte - an Papa ubier. Als ermittelter Halter sei ich verpflichtet, die Vertragsstrafe für mein Auto zu zahlen - natürlich inkl. der Ermittlungskosten, da man den Fahrer nicht habe ermitteln können.

    Damit beginnt nun der spaßige Teil der Geschichte.

    Abgesehen, davon, dass sich die Fahrerin bereits eigeninitiativ gemeldet und den Parkvorgang eingeräumt hatte, soll nun also der Halter haften.

    Den Begriff der Halterhaftung kennt man von Hunden, Schiffen und - richtig - Autos. Ich hafte also für Kosten, die mein Hund, mein Schiff, mein Auto im störenden Zustand auslösen. Jedenfalls gegenüber der öffentlichen Hand aufgrund gesetzlicher Regelung.

    Aber Vertragsstrafe?? Scrollen wir nochmal hoch zum Beginn dieser Odyssee: Konkludenter Vertagsschluß beim Betreten des Privatgrundstücks. Kann mein Auto selbständig für mich Halter einen Vertrag abschließen? Oder Tochter ubier mit ihrem Stirntattoo "Papa zahlt!"??

    Auch hier werden wieder öffentlich-rechtliche Regeln für private Interessen in Anspruch genommen, die bei genauem Hinsehen dafür nicht gemacht sind.

    Liebe Parkraumweltenbummler: Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschlossen, keinen Vertrag mit Euch haben zu wollen. Jedenfalls jetzt nicht...

    geschrieben für:

    Parkhäuser / sonstige Dienstleistungen in Berlin

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    1.

    Ausgeblendete 26 Kommentare anzeigen
    FalkdS Daumenglückwunsch!!!

    Bei mir hättest du für diesen lehrreichen Exkurs sogar Platz EINS auf der Kandidatenliste für die Vergabe der BdW-Belobigung.
    FalkdS @Tom, ist das dann kostenfrei? ;-)
    Wo macht man bei einer Bewertung die Parkuhr dran?
    Sir Thomas durchhalten, lieber ubier. Wollen doch mal sehen (und lesen) wie weit die ihre unsicheren Ansprüche auszufechten bereit sind.
    Sedina Danke für den ausführlichen Exkurs durch das mit Aspekten des Ordnungswidrigkeitenrechts aufgemotzte Zivilrecht.

    Ein pragmatischer Ansatz wäre wahrscheinlich, einen Grünen Daumen hinter die Windschutzscheibe zu legen. Die Parkwächter wären damit sicher intellektuell überfordert und würden hoffnungslos verwirrt abziehen.....

    Glückwunsch zu diesem schönen Beitrag aus der Rubrik "nicht ärgern, nur wundern" und zu seiner Auszeichnung!
    Exempel Ein schwieriger, aber interessanter Beitrag. Ich nehme an, diese Parkgebühren Eintreiber werden langsam überall kommen. Schnell verdientes Geld - aber auch der Missbrauch der Parkflächen zum "Parken", ehrlich, ist nichts neues. Nach Geschäftsschluss stehen oft Fahrzeuge. Zum verdienten Beitrag Glückwunsch zum Daumen!
    ubier ...was soll ich machen? Ist Ruhe im Karton.

    Wobei der BGH in seiner unermesslichen Weisheit zuletzt die Halterhaftung bei Parkverstößen auch im privaten Bereich grundsätzlich bejaht hat. Womit er dogmatisch wieder einmal falsch liegt.

    Aber auch dies hilft den Parkräumern vorliegend nicht weiter, und das wissen sie. Da werden wohl die Hinweistafeln demnächst noch mal vergrößert werden müssen. Für Formulierungshilfen stehe ich übrigens nicht zur Verfügung...


  2. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    11. von 105 Bewertungen


    Checkin

    Foto vor Ort

    Samstag mit blutender Hauskatze vorgestellt. Nix los, aber obligatorische Wartezeit - tropf, tropf, tropf. Die ausliegende Liste der Tierkörperentsorger sorgt für nachhaltige Beruhigung.

    Kurze Untersuchung, kein klarer Befund. Tiefe Wunde im Halsbereich, kurz antiseptisch ausgespült. Medikamentemix und Behandlungsanleitung mitgegeben, heimgeschickt.

    Erst der Hausarzt hat die Ursache am Montag festgestellt und operiert - bis dahin unnötige Leiden fürs Tier.

    Da letztlich nichts gemacht wurde, wurde aber auch nicht viel falsch gemacht. Diagnoseleistung mangelhaft. Die bald darauf zugesandte Rechnung übersteigt die zulässige bis zu 3fache Gebühr nach GOT um einiges, Klärung läuft noch dezentral über ein Abrechnungszentrum...

    Fazit: Professionell organisiertes Unternehmen mit unterschiedlich qualifizierten angestellten Tierärzten. Nicht der Tierarzt des Vertrauens, aber rund um die Uhr erreichbar. Gerne nicht wieder.

    geschrieben für:

    Fachärzte für Tiermedizin / Sonstige Tiermedizin in Freiburg im Breisgau

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    2.

    ubier Danke, ja. Katzen sind übrigens sehr begabt, was das Ziehen der Fäden am eigenen Körper angeht...
    Philipp Da ich selber zwei Katzen besitze (oder eher sie mich?) schockiert mich so etwas natürlich doppelt und dreifach, aber wenn es ihr wieder besser geht, freut es mich sehr.


  3. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    1. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Noch ein alteingesessenes Traditionsunternehmen, das den Zug der digitalen Zeit verpasst hat. Die Fotobranche ist aber auch gebeutelt - erst der Schritt von Zelluloid auf digitale Speicherung, dann der technische Fortschritt bei der Kamerasteuerung und zu guter Letzt der Selfiewahn der Telefonindustrie, den die Fotobranche komplett verschlafen und jetzt bestenfalls mit Zubehör wie Klemmobjektiven oder Selfiesticks fürs Handy abfedern kann.

    Ganz ehrlich? Wer schleppt denn im Alltag, zum Geburtstag, beim Wochenendausflug oder auch im Urlaub noch eine kiloschwere Photoausrüstung mit Wechselobjektiven, externem Blitz, Stativ, Polfiltern u.a. mit sich rum? Gefühlt vielleicht einer von tausend. Der macht dann vielleicht sogar die besseren Bilder - aber dank digitaler Abspeicherung auf Festplatte und Betrachtung bestenfalls auf dem iPad zu Hause merkt man auch den Unterschied kaum.

    Die gesamte Photobranche bleibt also außen vor, wenn Lieschen Müller Bilder für die Nachwelt knipst. Entsprechend sind die Branchenprimusse von einst vom Markt verschwunden oder kämpfen ums Überleben.

    Bildentwicklung - früher ein sicherer Umsatzträger - ist ein Nischenprodukt geworden, das an ein paar Vollautomaten vom Kunden selbst abgewickelt wird. Hardwareverkauf können Amazon und e-Bay besser als das Fachgeschäft an der Ecke, zumal die Produktpalette jedes Jahr kleiner wird. Und von Passfotos kann nun wirklich kein Photofachgeschäft leben, biometrisch oder nicht.

    Unverdrossen macht Vario-Photo aber weiter wie bisher. Seit vierzig Jahren am Markt kann das bisherige Konzept doch nicht falsch sein. Vergitterte Fenster mit gebrauchten Geräten, Neon-Werbung für Kodak (Insolvenz 2012), Ladeneinrichtung aus den 80ern, und unverdrossen Zubehör wie Phototaschen, Stative sowie - Zugeständnis an moderne Zeiten - ein digitaler Bildwandler für Negative und Dias.

    Für letzteren hatten ubiers kurzfristig Bedarf, da analoge Bilder in eine digitale Photostrecke sollten. Die gebotene Auflösung war zwar nicht überragend, aber für eine einmalige Aktion sollte das Preis-Leistungsverhältnis stimmen. Der Test zu Hause ergab jedoch ein unzureichendes Ergebnis - ärgerlich. Photostrecke also ohne Jugendbilder...

    Die Geräterückgabe - obwohl vorausschauend abgesprochen - gestaltete sich problematisch. Die Bilder seien doch gut, was ubiers denn für den Betrag erwarten würden? Na ja, jedenfalls die zugesagten 3200 dPi bei ausreichender Lichtstärke, also digitalisierte Kopien mit hinreichender Schärfe und Farbgenauigkeit, die das Gerät leider nicht hergab.

    Diskussionen, die man beim Onlinekauf schon nicht mehr zu führen braucht, von der Rennerei ganz abgesehen. Bei Vario bekommt man beides. Für das zurückgegebene Gerät gabs dann letztlich eine Gutschrift, die auf künftige Käufe angerechnet werden soll. Legitim, aber auch sehr analog.

    Seitdem überlege ich verzweifelt, was man für den dreistelligen Betrag dort noch kaufen könnte - bislang ohne Ergebnis...

    geschrieben für:

    Fotostudios in Freiburg im Breisgau

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    3.

    Ein golocal Nutzer "Die gesamte Photobranche bleibt also außen vor, wenn Lieschen Müller Bilder für die Nachwelt knipst."

    Die "Nachwelt" von Lieschen Müller wird den ganzen Smartphone-, Selfie-, Pseudofoto-Müll in den meisten Fällen unbesehen löschen, weil 95% der Produkte ohne Sinn und Verstand und mit miserabler Optik geschossen wurden und/oder die Anzahl einfach unzumutbar groß ist :-)
    Schöner Bericht. Fotofachgeschäfte dieser Art gibt es aus den von Dir geschilderten Gründen immer seltener. Der Antritt der Nachfolge durch die nächste Generation wäre wirtschaftlicher Selbstmord.
    Ausgeblendete 7 Kommentare anzeigen
    saerdnA Glückwünsche aus Berlin...

    die Eastman Kodak Company gibt es nach wie vor, die Filmproduktion wurde verkauft und firmiert jetzt als Kodak Alaris...

    ...und mal ehrlich. Was erwarten denn ubiers von einen Scanner für einen dreistelligen Betrag...?

    Allein 'ne vernünftige Scanner-Software kostet dreistellig...
    ubier @saerdnA: Stimmt, es gibt sie noch. Aber nicht im Lieschen-Müller-Segment:

    Aus dem Insolvenzverfahren ging das US-Unternehmen, das wieder an der Börse gelistet ist, als Spezialist für digitalen Druck hervor. Zuletzt machte Kodak auf sich aufmerksam, weil der massiv geschrumpfte Konzern künftig auf der Krypto-Welle mitreiten will. Kodak startet eine Plattform, auf der Fotografen ihre Autorenrechte absichern und Fotos vermarkten können. Dazu nutzt das Unternehmen die Blockchain-Technologie nutzen, auf der auch die Kryptowährung Bitcoin basiert. Die Vergütung der Fotografen erfolgt in einer eigenen Kryptowährung.

    https://boerse.ard.de/boersenwissen/boersengeschichte-n/kodak-selfmade-ins-digitale-abseits100.html
    Sedina Schade, für das Unternehmen und für Dich.
    Aber Glückwunsch zum gut erlittenen Grünen Daumen ;-)))
    Kulturbeauftragte Ja meine erste Knipse, für die ich recht lange sparen musste, stammte auch (noch) von einem vergleichbaren (Inhabergeführten)Laden, den es seit Jahrzehnten nicht mehr gibt :-(. Hatte eine große Freude damit gehabt (es handelte sich um eine "solide" von Voigtländer)... Bis sie mir im Urlaub "abhanden" gekommen ist :-(((! Da werden Erinnerungen wach, doch bekanntlich ist alles dem Wandel unterworfen und wie du festgestellt hast, in dieser erst recht!

    Glückwunsch auch zum verdienten Daumen, auch wenn du selbst nicht so ganz zufrieden mit der Leistung bei diesem Geschäft gewesen bist.

  4. via iPhone
    Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Ein Jahr hat er jetzt überlebt, der Lebemann. Zeit für - ja was?

    Coffee Factory hieß der Laden jahrzehntelang. Die letzten Pächter - ein Lehrerpaar - hat es tatsächlich geschafft, ein gutes Konzept an die Wand zu fahren. Das alte Personal sitzt immer noch kopfschüttelnd im Lollo - da läufts...

    Und im Lebemann?

    Caféhaus will man vom eigenen Anspruch nicht mehr sein. Ein echter Lebemann trinkt Kaffee nur im Notfall.

    Kochen kann er auch nicht. Das Lunchangebot ist lieblos und schlecht zubereitet. Nach einem Jahr Kochkurs ist man auf Currywurst-Niveau angekommen. Und selbst die ist nix.

    Abends gips Cocktails. Tolles Konzept, interessiert in der Lage nur keinen. Von der pulsierenden Innenstadt zu weit entfernt findet hier kein echtes Cocktailpublikum hin. Vielleicht müßte man dazu auch das weibliche Publikum ansprechen. Der Lokalname schreckt insofern zielgerichtet ab. "Chauvischuppen" lese ich da immer.

    Einen echten Lebemann wird man hier nicht finden. Falls es diese Spezies überhaupt noch gibt. er

    geschrieben für:

    Cafés / Bars und Lounges in Freiburg im Breisgau

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    4.

    Ausgeblendete 3 Kommentare anzeigen
    joergb. Bei fer fehlenden Anzahl von Lehrern an den Schulen, sollten diese in ihrem Beruf bleiben und nicht versuchen, in der Gastronomie Fuß zu fassen.

    Wie sagt Sternekoch Rosin immer: "Gastronomie ist ein Ausbildungsberuf, den muss man erlernen. Nicht jeder der Bratkartoffel mit Spiegelei braten kann, ist gleich ein Gastronom."
    spreesurfer Heutzutage macht doch fast jeder das was er NICHT kann!!! Das sieht man in Politik, Medien, Verwaltung, Bildung, Verkehr...


  5. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    5. von 7 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Kaiser ist sicher eine Institution in Freiburg. Inhabergeführt widersetzt sich das Modehaus am alleinigen Standort Freiburg seit Jahren der Filialisierung der Innenstädte. Allerdings inzwischen selbst mit drei Geschäften - für unterschiedliche Sortimente.

    Klar also, dass ubiers hier auch gerne Einkaufen. Tochter ubiers Geburtstag verlangte nach ein paar unentbehrlichen Textilien. Mein fragender Blick zur modischen Diskrepanz zu dieser ehrwürdigen Textilinstitution wurde mit der neuen Shop-in-Shop-Fläche des spanischen Mango-Imperiums im Untergeschoß beantwortet - hier finden auch Teens bei Kaiser was!

    Eine glühende Kreditkarte später verließen wir das Untergeschoß gut gelaunt und tütenbeladen - nicht ohne noch eine Kundekarte für zukünftige positive Einkaufserlebnisse unter Offenlegung aller Datenschutzverordnungsgeheimnisse beantragt zu haben.

    Das grausame Erwachen am Folgetag: Die ach so hippe Teenie-Jeans hatte schon ab Kauf eine Rißbildung, die mal nicht auf das "Destroy-Design" zurückzuführen war. Im Gegensatz zu letzteren Hosenschäden untragbar!

    Papa ubier also mit Tüte, Beleg und Corpus Delikti wieder ins Modehaus der Dame und brav an der Kasse reklamiert.

    "Da wurde erkennbar beim Anziehen dran rumgerissen, das sehe ich sofort!"

    Das mag ja sein, aber nicht von mir - ist eine Damenhose. Und Tochter ubier hatte das gute Stück eben wegen des Fehlers nie an.

    Unglauben und Unwillen verkäuferseits. Erst der Hinweis auf die bestehende gesetzliche Vermutung für die Mangelhaftigkeit der Ware in den ersten sechs Monaten führte zum widerstrebenden Ausfüllen des Retourenzettels. Ersatzhose hätte ich ja gern erstanden, gabs aber in Tochter ubiers Modelmaßen nicht mehr.

    Unprofessionell und das krasse Gegenstück zum Verkaufserlebnis wenige Tage zuvor. Klappt in Filialen der Konkurrenz besser, da ist das Personal entweder besser geschult oder nicht umsatzbasiert.

    Meine neue Kundenkarte werde ich erstmal nicht mehr brauchen...

    geschrieben für:

    Bekleidung / Mode in Freiburg im Breisgau

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    5.

    Ausgeblendete 15 Kommentare anzeigen
    eknarf49 Danke für den nachvollziehbaren Bericht, auch wenn das Erlebnis nicht so schön war. Bei Untauschaktionen kann man schon was erleben. ;-)
    Sir Thomas Beim Kaiser ist der Kunde dann wohl 'nur' König... normalerweise hätte es für das visionär ergänzte Destroy-Design der Tochterjeans noch eine saftige Zusatzprämie geben müssen ;-)
    Ein golocal Nutzer Glückwünsche zum verdienten grünen Daumen! Die Kundenunfreundlichkeit im Einzelhandel ist manchmal nicht nachvollziehbar. A propos "Destroy-Design": ich als Laie und bekennender Antifan von Destroy-Design hätte meine größten Probleme bei der Unterscheidung zwischen Sachmangel und "gehört so, weil extra so gemacht" :-D
    ubier Danke @alle fürs Lesen und Liken! Auch wenn bei ubiers der Daumen runter ging, freut mich das grüne Lob von ganz oben.

    Trauriger Nachtrag: Der Inhaber des Modehauses ist im Mai überraschend verstorben. Man darf gespannt sein, wie es hier weitergeht...


  6. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Foto vor Ort

    Überraschender Betreiberwechsel nach den ebenso überraschenden Betriebsferien. Keine Begründung erhältlich.

    Der Nachpächter hat das Konzept beibehalten, ein bischen renoviert und behauptet frech, seit 1993 am Markt zu sein.

    Der Selbstversuch der unerschrockenen ubier-Familie offenbart jedoch eine veränderte Pizzarezeptur! Der Teig, zuvor knusprig und schmackhaft, ist fade und trocken. Da hilft auch eine Erweiterung des Belagangebotes nichts.

    Fazit: In der Beatzzeria ist keine Musik mehr drin - schade...


    Und so fing alles an:


    In Freiburg herrscht akute Raumnot. Studenten stehen für die Besichtigung von Wohnklos stundenlang Schlange. Auch diverse Läden finden keine angemessene Location. Zu klein, zu teuer, zu abgelegen.

    Manche machen aus dieser Not aber auch eine Tugend. Weinhaus Daiber, StraßCafé und einige andere kommen mit wenigen Quadratmetern aus. Und nun die Beatzzeria.

    Zugegeben: Der Laden liegt in der Schmuddelecke der Freiburger Innenstadt. Die Wasserstraße ist eigentlich nur als Zufahrt zur Tiefgarage der Schwarzwaldcity existent. Publikumsverkehr: Null. Freiwillig geht hier niemand lang. Freiburgs solvente Besucherströme aus Japan, Russland und der Schweiz fließen woanders hin.

    Alle Vorpächter sind wohl an Vereinsamung gestorben.

    Keiner weiß mehr, wer den eingeschossigen Verschlag da mal hingestellt und dann vergessen hat. Gerade mal 20 qm Gesamtfläche, kein Platz für Außenbestuhlung - wie soll hier etwas laufen?!?

    All das ficht Lu Guida nicht an. Pizza al taglio, also stückweise abgeschnitten und nach Gewicht verkauft ist sein Marktkonzept. Für die Herstellung und Präsentation gehen 2/3 der Gesamtfläche drauf. Muß der Kunde halt zusammenrücken. An zwei Hochtischen von halber Biergarniturbreite drängeln sich Bonsaihocker, von denen so mancher Gast eher zwei zum bequemen Sitzen benötigen würde.

    Pizza aus dem täglich wechselnden Angebot auswählen, Getränk aus dem Kühlschrank (in der Breite sicher eine Sonderanfertigung...) klauben, "Pizza komme gleisch"...

    Tut sie auch - auf einem für das Lokal viel zu großen Holzbrett und auf Wachspapier, Besteck o.ä. sucht Kunde vergebens. Alle 90 cm stehen Zewarollen als Zeichen gehobener Eßkultur bereit. Also mit die Finger in das Essen...

    ...und genußvoll die Augen verdreht! Sehr schmackhaft die Pizza am laufenden Meter, gute Zutaten und ein toller Teig lassen den ubier glatt nochmal nachbestellen. Bei € 1,50 je 100 Gramm kein kostspieliges Vermögen.

    Und die Beats? Der Name ist ja nicht nur Phonetik, Lu will seine Kunden auch akustisch verwöhnen. Zur Lunchzeit waren das Evergreens aus den Sechzigern, das kann man sicher bis zum Abend steigern.

    Insgesamt trotz der drangvollen Enge eine echt italienische Fattoria, die einen Abstecher in die öde Wasserstraße lohnt.


    Update August '17:


    E adesso con terrazza!

    Kein Platz in der Beatzzeria? Lu hat die Lösung: im Hinterhof - von dessen Existenz nicht mal der Verpächter etwas wusste - ist ein supersüßer Freisitz entstanden! Holzboden, bunte Sitzmöbel, mediterranes Grünzeug - und natürlich Lu's Beats!!

    Eine kleine Oase zum Ausleben der italienischen Momente im Leben. Ubiers kommen bald wieder!

    geschrieben für:

    Imbiss / Pizza in Freiburg im Breisgau

    Neu hinzugefügte Fotos
    6.

    Schroeder PIZZAPIZZAPIZZA.... ESTESTEST.... sehr lecker dort, der Schwabe fiel mal auf dem Weg zum Parkhaus auch dort rein...
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    Sedina Das wäre doch was für mich,
    in keiner Beziehung stilsicher
    aber billig und offenbar gut.
    Glückwunsch zum Fingerfooderlebnis.
    Tikae Wie konnte mir die entgehen ....:-(
    Eine Perle findet man manchmal auch in der vergessensten Ecke .
    ubier Danke an alle fürs lesen, liken und leckerfinden!

    @KR: Gute Pizza ist meist südlich zu finden...


  7. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    1. Bewertung


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    Strandbar! Schirmchendrinks!! Sand zwischen den Zehen!! Pazifik-Feeling!!!

    Und...

    "...auf Gleis Sieben fährt ein der Regionalexpress aus Titisee-Neustadt, planmäßige Ankunft gestern..."

    Bauchlandung in der harten Realität am Freiburger Bahnhof. Tote Ecke zwischen Bahngleisen, Radstation und Junkietreff Stühlinger Kirchplatz. Viereinhalb Pächter haben hier seit Entstehung der Baulichkeit auch schon eine solche gemacht - wann kommt die nächste? Seit Juli gibt es einen neuen Kandidaten:

    Mauritius ist natürlich ein tolles Konzept: Urlaubsfeeling, leicht bekleidete Bedienungen, bunte Drinks zu Schleuderpreisen - da muß doch was gehen! Immerhin ist Freiburg Franchisebetrieb Nr. 17 im Ländle, das Fernweh der Baden-Würstchenberger sollte also nicht unterschätzt werden.

    Aber: Was macht Ihr im Winter? Da will keiner mit nackten Zehen im gefrorenen Sandkasten pulen, kalte Drinks sind dann auch nicht der Bringer und die Bedienungen werden Euch was husten - von wegen leicht bekleidet. Mauritius wird wohl am badischen Winter scheitern - Klimawandel hin oder weg.

    Das kulinarische Angebot auch eher einfallslos: Passend zum Firmennamen wäre ja exotischer Fisch - Fehlanzeige. Pizza oder Flatbread (wo ist der Unterschied?) Schnitzel, Kässpätzle und belgische (!) Waffeln. Klassische Inselküche vom indischen Ozean eben.

    Langweilig, man merkt, dass das Konzept aus dem Schwäbischen kommt. Bleibt zu hoffen, dass der hiesige Franchiser nicht allzu lange alimentiert wird. Aber einen Sommer gönne ich ihm schon noch...

    geschrieben für:

    unbekannte Branche

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    7.

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    Sedina Da müsste wohl mal ein Nordlicht ran, das sich mit Stränden ebenso wie mit Kälte auskennt und weiß, wie man mit Brandungsgetöse ICE's übertönen kann ;-)))

    Glückwunsch zum Grünen Daumen !


  8. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    Update Januar 2020:

    Fabel schließt zum Jahresende. Jetzt wird’s spannend auf Freiburgs Einkaufsmeile - fünf Etagen in Bestlage werden frei!


    Wir befinden uns in Freiburgs 1AA-Lage - Eckhaus am Bertoldsbrunnen. Besser kann man im Einzelhandel nicht residieren.

    Und was für ein verschnarchter Laden!

    Die älteren Generationen sind das Zielpublikum, entsprechend hat sich modisch im Sortiment auch die letzten zwanzig Jahre nichts geändert. Auch die Marketingstrategie hat Niveau der End-Sechziger. Muffelige Einrichtung, antiquarische Aufzüge, ein zentrales Treppenhaus ohne Roll-, Warenpräsentation wie im Quelle-Katalog, geduldig mitalterndes Personal und eine definitiv am Zeitgeist vorbeiorientierte Markenauswahl.

    Die Immobilie ist im Familienbesitz - anders könnte sich Fabel hier nicht halten. Aber auch so kann man in Freiburg zum Traditionsunternehmen werden...

    geschrieben für:

    Bekleidung / Mode in Freiburg im Breisgau

    Neu hinzugefügte Fotos
    8.

    Ausgeblendete 20 Kommentare anzeigen
    ubier Huhh, muß man dann so rumlaufen? Dann lieber vorher abtreten/auswandern/Fkk-Mitglied werden!
    ubier The Tongue ist kein "das" - Beweis: gerade wieder Vaterfreuden. Aber Einkaufen tät der hier nicht...
    Sedina Das wäre ein Laden für mich,
    ich bin gerade dabei, ein paar 30 Jahre alte Jacken auszumustern und hätte gerne wieder etwas vergleichbares wie die wandelbare leichte Tenson oder die gemütliche wärmende Melka. Liegt da noch soetwas rum?
    ubier ...und der ubier hat noch ein Vorwendemodell zur Gartenarbeit. Einmal abgestaubt die ideale Sedina-Ausrüstung. Kleidergröße?
    NC Hammer Tom Mir gefällt der Satz:
    "Die älteren Generationen sind das Zielpublikum, entsprechend hat sich modisch im Sortiment auch die letzten zwanzig Jahre nichts geändert"

    Ich hätte vielleicht 50 Jahre vorgegeben. Ich fühle mich seit 1996 nicht unbedingt älter als die "jüngere Generation".
    Sedina ab -9 bis -10°C,
    Melka wurde in den 40er Jahren gegründet und ist ab 1975 mit Tenson unter einem schwedischen Konzerndach gewesen, 1995 ging das Ganze an eine englische Gruppe.
    Puppenmama Ich gehöre nun ja auch zur älteren Generation.
    Aber solche Kleidung kommt mir nicht in den Schrank.
    Sie muss modern und farbig sein.


  9. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Neulich Reifenplatzer in Emmendingen - sowas braucht kein Mensch...

    Golocal listet diverse Reifenspezialisten auch in der MobilApp auf - danke dafür!

    1 Fünf-Sterne-Beitrag für Premio, also dort reingeschaut. Etwas zurückgesetzt im Industriegebiet winken die üblichen Fahnen der Reifenhersteller, leuchtet das Franchiselogo und verströmt das Reifengummi seinen unverwechselbaren Geruch.

    "Welche Größe? - oje, ob wir da was haben."

    Schon wird man vom Kunden zum Bittsteller.

    "Ah, wir hätten da noch was, einen Runflat vom Premiumhersteller xy in der höchsten Geschwindigkeitsklasse..."

    Ein Blick in den Hof hätte genügt, um zu sehen, dass wir mit viel Mühe in der untersten Geschwindigkeitsklasse mitfahren dürfen. Und hätte ich Runflat, wäre ich nicht hier. Aber Mr. Premio daddelt weiter am PC in seinem Reifenprogramm und verkündet stolz seinen aktuellen Reifenpreis.

    Das wär wie volltanken: Den Wert des Autos verdoppeln - mit nur einem neuen Reifen!

    Premio war so zwar meine erste Anlaufstelle, aber genauso schnell wieder verlassen. Kundenorientierte Beratung geht anders.

    Aber die Fahnen sind schön bunt...

    geschrieben für:

    Autoglas in Emmendingen

    Neu hinzugefügte Fotos
    9.

    LUT ... und klasse geschrieben, ubier.
    Wenn einer einen Platten hat, dann kann er was erzählen :-)
    Ausgeblendete 2 Kommentare anzeigen


  10. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Parkhausbewerten ist eigentlich so ne Copy´n Paste-Aktion - kennste eines, kennste alle.

    In KA gibts aber ein paar erwähnenswerte Ausnahmen. Eines mit Paternoster für Autos (kommt noch auf Golocal) und dann das hier in der Herrenstraße.

    Randlage zur Innenstadt, direkter Zugang zu Breuninger, wirtschaftlich aber getrennt. Enge Parkbuchten, gut beleuchtet, ein- und ausfahrende Fahrzeuge teilen sich die Verkehrsfläche auf den Parkebenen. So weit so gut kopiert.

    Nur: Hier will man offensichtlich gar keine Kunden.

    Neulich wegen Geschäftstermin reingefahren, Ticket gelöst, Schranke hoch. Angefahren - Schranke runter, Rumms, auf die Motorhaube! Vollbremsung, damit ich nicht noch einen dritten Scheibenwischer kriege. Zögerlich rappelt die Schranke wieder hoch, noch ein letztes Zucken, dann war ich durch. Schaden dank Gummilippe polierbar. Mein Blutdruck pegelt sich auch langsam wieder runter.

    Zwei Stunden später: Ausfahrt. Personal gibt es keins, gezahlt wird am Automaten.

    "Karte nicht lesbar!"

    Auch Automat zwei und drei können nicht lesen. Leuts, ich muß weiter!!

    Anruf Störungszentrale (wahrscheinlich in Mumbai): "Ja, fahren Sie vor zum Ausgang und melden Sie sich nochmal, ich laß Sie dann raus." Das klappte dann auch - immerhin: Gekostet hats nix...

    Aber wenn das bei zwei von drei Besuchen passiert (und beim zweiten Mal der Schrankenöffner einfach minutenlang nicht ans Telefon geht!), geht bei mir der Daumen genauso schnell runter wie dort die Schranke...

    geschrieben für:

    Parkhäuser in Karlsruhe

    Neu hinzugefügte Fotos
    10.

    Ausgeblendete 3 Kommentare anzeigen
    Tikae Ich habe schon Blutdruck beim lesen.
    Schranke auf der......ich kann es nicht mal aussprechen ! :-(

Wir stellen ein