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  1. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    2. von 43 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Bernried bietet alles was der schwäbische Fremdling von einer oberbayerischen IDYLLE erwartet:
    Fernblick auf die Ammergauer Alpen, Nahblick auf so einen eiszeitlichen Gletschersee - hier Starnberger genannt - und natürlich ne ordentliche barocke Kirche mit Kloster.

    Früher bestimmten und residierten hier noble Augustinerchorherren, heute tummeln sich die Missions-Benediktinnerinnen im weitläufigen Klosterareal.
    Ein paar wenige schöne Bauern- und Taglöhnerhäuser aus dem späten 17. Jahrhundert runden das Bild der oberbayerischen IDYLLE ab.

    Wichtig für Sommerfrischler aus dem nahen Münchner Moloch und für die ausgehungerten Tagestouristen, die es wegen des Hotspots "Buchheim-Museum" am Rande des Dörfchens hierher verschlägt, ist der lebhaft besuchte Dorfgasthof "Drei Rosen".

    Seit 1606 oder so, werden hier Gäste bewirtet, zumindest verkündet es so stolz das Wirthaus-Archiv. Familientradtion und Biertradition (Hacker-Pschorr!) werden hier hochgehalten und zelebriert.

    Mich lockte das Werbeplakat: "Tagesessen: Karpfen gebraten mit Kartoffelsalat" in die rustikale Wirtsstube mit viel Holz und papierenen weiß-blauen Servietten....

    Die Bedienung kam freundlich und zügig an den Tisch zum verbalen Vertragsabschluss über ein Mittagessen mit einem flüssigen Aperitiv der Marke "Hacker-Pschorr".

    Kaum stand das "Helle" auf dem Holztisch, wurde auch schon - unangenehm überraschend schnell - der Karpfen geliefert:
    Leider fett mit Panade ummantelt und somit als solcher kaum noch zu erkennen und zu erschmecken...

    Schade, das hatte ich mir ein klein wenig anders vorgestellt...
    Der Kartoffelsalat war ordentlich, der Rest schmeckte eher nach Fischstäbchen in Großformat.

    Darauf noch ein zweites "Hacker-Pschorr" und ein freundliches "Vielleicht beim nächsten Mal wieder...."

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Bernried am Starnberger See

    Neu hinzugefügte Fotos
    1.

    carlossa Wirklich schade, ich habe gestern schon sehr erstaunt das Foto von dem gebratenen Karpfen (-filet?) angeschaut. Das können die hier in Franken wohl wirklich besser.
    Ausgeblendete 30 Kommentare anzeigen
    carlossa Ich könnte auch "ohne" leben. Die "Aischgründer Spiegelkarpfen" als recht bekannte hiesige Spezialität schmecken aber wirklich gut.
    Calendula Um Paniertes, egal ob Fleisch oder Fisch, mache ich lieber einen großen Bogen.
    Immerhin war der Kartoffelsalat offensichtlich schmackhaft.
    Ein golocal Nutzer Grias di Herr Schroeder, sehr schöner Bericht mit allerdings verzichtbaren lukulischen Leckerbissen oder besser Bissen. Ich hoffe dass ich mich weiter zu Wort melden kann, sieht im Moment jedoch nicht so gut aus. Es schaukelt sich gerade wieder mal was mit golocal hoch. Pfia di, Landsmann.
    Schroeder Guten Tag, Herr sorei, erstmal bekommst Du dezidiert kein "Like" und zu zweitens möchte ich vermerken, dass Du hier UK. gestellt bist... von mir.
    Und nur das ist wesentlich!
    Gruß vom Schwaben
    Ein golocal Nutzer Mein Gott, jetzt hab ich vergessen zu gratulieren. Also herzlichen Glückwunsch zum GD. Des kannsch jez liken.
    ubier IDYLLischer Beitrag - Du zauberst mir wie immer ein Lächeln ins Gesicht...

    Darauf gern ein Hacker-Pschorr! Zum Karpfen ist alles gesagt.
    Blattlaus Auch wenn Wasser in der Nähe ist, Fisch schmeckt einfach im Norden am besten. Armer Schroeder, hättest dir mal lieber ein saures Lüngerl oder einen Schweinsbraten bestellt.
    Glückwünsch zum Karpfen in grün.
    Sedina Da kann ich ja von Glück reden, dass ich bei meinen beruflich veranlassten Aufenthalten in Bernried Vollverpflegung (samt Bier) hatte.....
    Glückwunsch zum Grünen Daumen.


  2. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    11. von 12 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Immer wenn es mich in die bayerische Folklorehauptstadt verschlägt, werde ich vorher schon ganz nervös...

    Wo bekomme ich im "goldenen Dreieck" zwischen Haus der Kunst, Hypo-Kunsthalle und den Pinakotheken eine g'scheite bayerische Atzung her?

    Sushi to go, Thai-Suppenküchen oder indische Currytafeln - alles da - , aber ein einigermaßen authentisches bayerisches Wirtshaus ohne asiatische Reisegruppen, Pfälzer Kegelclubs oder Lions-Club-Helden im Lodenjanker ist in dieser Ecke eher schwer zu finden.....

    Diesmal wurde ich doch ein bisschen fündig:
    Unweit der Ludwigsstraße in der Max-Vorstadt residiert das Atzinger (nomen est omen) bereits seit Generationen, schon der gute Ratzinger soll hier seinen Leberkäs verspeist haben (jetzt aber genug der Wortspiele...).

    Nach einem Pächterwechsel (der Hausherr stammt nun aus einer griechischen Familie) und ein wenig Facelifting ist aus der rauchigen Studentenkneipe ein rustikales pseudo-bayerisches Wirtshaus geworden, das von viel Jungvolk der umliegenden universitären Institute bevölkert wird.

    Die Speisekarte wird neben den leider obligatorischen Burger- und Currywurstverbrechen zum Glück auch noch von vielen bayerischen Schmackerln wie Weißwürsten, Fleischpflanzerln, Leberkäs und Schinkennudeln dominiert.

    Mich machte die gebratene Milzwurst mit Kartoffelsalat an, da dies außerhalb der weiß-blauen Grenzen eher selten angeboten wird.

    Kleiner Exkurs:
    Die Milzwurst wird vornehmlich in Oberbayern und Niederbayern hergestellt. Es handelt sich bei der üblichsten Sorte um eine Art Brühwurst, in deren Wurstmasse kleine Milzstücke (vom Schwein) eingearbeitet werden.

    Es gibt drei verschiedene Varianten der Milzwurst:
    Die gebräuchlichste ist eine Brühwurst im Kunstdarm, mit eingearbeiteten Milzstücken. Ihr Durchmesser beträgt fünf bis neun Zentimeter.
    Bei der zweiten Variante sind zusätzlich zu den Milzstücken auch Briesstücke und Kalbskopffleisch enthalten. Bei beiden Sorten ist der Hauptbestandteil aber das Weißwurstbrät, welches knapp zwei Drittel der Wurstmasse ausmacht. Dazu kommen 25 % Schweinefleisch und 10 % Rindermilz. Als Gewürze finden Salz, Pfeffer, Ingwer, Macis, geriebene Zwiebeln, Zitronenpulver und Petersilie Verwendung.
    Bei der dritten eher seltenen Sorte handelt es sich um eine mit Wurstmasse gefüllte Rindermilz. Sie enthält außer Milz und Bries auch Hirn.
    Ende des Exkurs.

    Der Testesser konnte die Milzstücke optisch identifizieren, aber besonders herausragend schmeckten sie dann doch nicht.
    Warum dazu ein Mayonnaisedip gereicht wird, erschloss sich mir geschmacklich nicht.
    Der bayerische Kartoffelsalat war zu dick gerädelt und (wie erwartbar) eher zu fad....(das können die Schwaben bekanntlich besser)

    Runtergespült wurde die ganze Pracht mit einem Hellen - leider Löwenbräu - und nur 0,4 Liter statt den bayerisch-obligatorischen 0,5 Litern.

    Das Ambiente ist heimelig rustikal mit viel dunklem Holz.
    Die Kneipe bietet ausreichend Platz auch für universitäre Seminarnachbesprechungen...vulgo... Gelage... und die Bedienung war zuvorkommend kumpelig im Du-Jargon...

    Für eine kurze Mittagspause durchaus wieder... sonst droht ein Zitronengrassüppchen vom Thai....

    Gruß Schroeder

    Die sagenumwobene Milzwurst ist Anfang 2019 nicht mehr auf der Karte.

    Die hier Fleischpflanzerl genannten Fleischküchle waren riesig, saftig und ein bisschen zu wenig gewürzt.
    Der Kartoffelsalat ist besser geworden (überraschend gut...) und schwam wie es auch die Schwaben mögen in einer guten Bratensoße...

    Verlässliche Hausmannskost, immer noch.

    geschrieben für:

    Internationale Küche in München

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    2.

    Ausgeblendete 57 Kommentare anzeigen
    Blattlaus Milzwurst habe ich einmal in Altötting gegessen, hat mir nicht geschmeckt. Schroeder, in Bayern ist immer noch der Schweinsbraten mit Knödel am besten.
    Schöne Bewertung.
    Sedina Exotische Atzung beim Griechen in Bayern, und mittendrin ein weltläufiger Schwabe - wat nich al's gift.
    Ich glaube, ich hätte den Thai bevorzugt ;-)))

    Wie immer toll ge- und beschrieben lieber Schroeder !
    opavati® Ich nehme die milzwurst, das Berliner Schnitzel nicht unbedingt, aber versuchen tät ich schon ... Glückwunsch zur Auszeichnung.!
    Kaiser Robert Hier bekommt man die nicht, im Internet habe ich aber einen Metzger gefunden. Ich probiere gerne regionale Sachen, von denen die Einheimischen schwärmen.
    Kaiser Robert Meine Milzwurst ist unterwegs, lese ich gerade.

    Zutaten: Kalbfleisch, Speck, Schweinefleisch, Trinkwasser, Kochsalz, Schweinemilz, Rinderbries, Gewürze, Natriumdiphosphat E450, Emulgator E471, Zuckerstoffe, Geschmacksverstärker: Mononatriumglutamat E621, Sellerie.
    Ein golocal Nutzer So nun komm ich auch noch. Lieber Herr Schroeder hier ist Ihnen mal wieder ein Bericht gelungen. Hierzu und zu dem GD meinen herzlichsten Glückwunsch. Aber Milzwurst und Majonaisedip - mir wird schlecht. Nä, nä, nä so was. Gibts des im Schwoweland a?
    carlossa Kartoffelsalat in Soße ... nee, also das geht für mich gar nicht! Und woher bitte kommt überhaupt die Soße bei den Bouletten?
    Schroeder Die Eiphönler sind immer so mitteilsam... :-P
    Die Soße kam vom ebenfalls angebotenen Schweinebraten, liebe Frau carlossa.
    Sir Thomas Das hab ich mir doch gleich gedacht: die finden die Soße notfalls irgendwo am Nebentisch. Vor kurzem noch am Atzinger vorbeigelaufen, da anderweitig in Minga verabredet. Glückwunsch zur milzlosen Hausmannskost, lieber Schroeder
    ubier ...und ubiers fangen schon bei profanen Weißwürsten immer an zu jodeln! Kuheuter, Milzwurst, Lüngerl - die weißblaue Meßlatte wurde wieder mal höher gehängt!

    Demnächst gibts wieder Munischelle...
    grubmard Sollte ich mal in die Gegend fahren, werde ich wohl einen Container mit Futter für mich mitnehmen.
    Das geht ja auf keine Kuhhaut, was da auf den Teller kommt !!
    Pelikaan Sorry, aber die Milzwurst....:(
    Carlossa, Stierhoden würde ich schon probieren, allerdings nur gekocht oder gebraten auf dem Teller ;)
    grubmard ... und keine Steinpilze und keine Pfifferlinge und keine Fliegenpilze und keine Knollenblätterpilze und keine Kutteln ....

    Aber Kaiserschmarrn rutschen immer !!
    Ein golocal Nutzer Moin moin

    Wie kommt denn diese gut beschriebene Bewertung wieder aufs Tablet?

    Der Beitrag ist doch aus 1/2017...

    Stierhoden und Kuheuter sind hier schlecht zu bekommen, obwohl panierter Kuheuter schmackhaft und zart ist.



  3. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    3. von 7 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    "Gasthof zum Löwen - Fremdenzimmer, gut bürgerliche Küche, großer Biergarten"

    Solche Eigenwerbung, zumal im bayerischen Allgäuer Hinterland ist meist eine Versuchung wert....
    ...vor allem wenn es sich auch noch um ein traditionsgeschwängertes (seit 1490 urkundlich erwähnt) und familiengeführtes Wirtshaus handelt.

    "DER LÖWEN" residiert in der Sonthofener Fußgängerzone, trotzdem kann der durchreisende Automobilist nach der Besichtigung der ehemaligen NS-Ordensburg Sonthofen und heutigen Generaloberst Beck-Kaserne für wenige Groschen zielnah parken....

    Im schneereichen Oktober 2015 war der "Biergarten" leider nicht mehr nutzbar, aber das reichlich mit regionaler Lüftlmalerei geschmückte Wirtshaus lockte in den warmen, rustikalen Gastraum, vorher passiert man den ebenfalls reichlich mit handgeschriebenen Tafeln dekorierten Eingangsbereich, die äußerst spezielle lokale Spezialitäten anpreissen... (siehe Bilder)

    Eine junge Maid mit landestypisch weit dekolletiertem Dirndl läßt die Blicke des Gastes schweifen und ihn nur noch "bitte, ein Helles" hauchen.
    Das Haus wird von der Kaufbeurer Aktienbrauerei (seit 1308!) beliefert, Tradition und Geschmack auch hier und soweit das Auge reicht...

    Die offerierten Innereien und Fleischgerichte ließ der Schwabe ausnahmsweise diesmal links liegen und wandte sich den Spezialitäten aus Allgäuer Bergkäse zu, der ja auch ganz formidabel sein kann:

    Die Allgäuer Kässuppe war wunderbar sämig und fein abgeschmeckt, schon mal ein guter Einstand für die vibrierenden Geschmacksnerven.

    Dieser Ouvertüre sollten als Finale furioso noch Allgäuer Kässpatzen, in wohligem Angedenken an den legendären Kommisar Kluftinger folgen....

    ...sollten...

    Allgäuer Spatzen sind ja - für den Schwaben eher befremdlich - solch kleine durchgedrückten Knöpfle, aber darüber kann man ja großzügig hinwegsehen, der Bio-Bergkäse hingegen war reichlich untergemengt und zog verlässlich kilometerlange, schmackhafte Fäden beim Versuch kleckerfrei zu speisen...

    Noch reichlicher waren Zwiebel über das vermeintliche Gesamtkunstwerk gehäuft, die waren aber - oh, Graus - solche gefriergetrockneten, zwiebelartigen Gummiringe im Aggregatzustand fest und kalt....

    Dies gibt fulminanten Punkteabzug in der Pflichtnote und die Dirndlmaid trug am Ende ein Zwiebelgummiringmassaker wieder ab... die Spatzen selbst aber waren kleckerfrei verspeist...

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Sonthofen

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    3.

    Ausgeblendete 35 Kommentare anzeigen
    Jenny-Muc Schöner Beitrag, gratuliere zum GD!
    Aber wieso "schneereichen Oktober 2015" ... gab's da schon Schnee? Igitt .... brrrr ;-)
    mrs.liona Herrlich !!
    Mit Genuss verkostet und für sehr bekömmlich befunden. Daumen völlig verdient - meinen Glückwunsch.
    ubier Ohne Dirndl gehts bei Dir im Urlaub wohl nich - kleiner schwäbischer Lustmolch...

    Aber den Glaubenskrieg um Spätzle und Knöpfle kann ich gut nachvollziehen! Wer hat´s erfunden...?
    Schroeder Lieber ubier, in meiner anderen "Lieblingsdestination" tragen die Frauen immer ein undurchsichtiges Ganzkörperkondom...
    Die Knöpfle sicherlich die Badenser....
    Schroeder Exkurs:
    Als Badenser (auf der zweiten Silbe betont) werden heute nur noch vereinzelt und trotz des Wissens, auf teilweise erheblichen Widerspruch zu stoßen, die Bewohner von Baden bezeichnet. Während diese aus dem lateinisch-urkundensprachlichen badensis (von lateinisch badeniensis) abgeleitete Bezeichnung früher keinen Anstoß erregte und seit dem frühen 19. Jahrhundert als eine von mehreren üblichen Schreibweisen verwendet wurde – Johann Wolfgang von Goethe gebraucht sie beispielsweise um 1811 unbeanstandet im sechzehnten Buch seines Werks Dichtung und Wahrheit[1] –, wird sie seit der Auflösung des Großherzogtums Baden von den Einheimischen zunehmend als geringschätzig und größtenteils abwertend empfunden.....
    ...nach Verlust der Eigenstaatlichkeit wurden sie häbig... ;-P
    ubier Yo, Schwabe, "undurchsichtige Ganzkörperkondome" - wußte gar nicht, dass Du Taucher bist. Schnorcheln hätte ich ja eher vermutet - wenns nix koscht...

    Den Hype um den "Badenser" mach ich trotz Goethe-zitat nicht mit. Hochdeutsch ist halt des Schwaben Sache nicht.

    Dabei ist es so einfach: Es heißt Baden-Württemberg, nicht Badens-Württemberg...
    Ein golocal Nutzer Danke @ubier. Du sprichst mir aus meiner Badischen Seele. Der letzte Satz im Kommentar des Schwaben Schroeder, ... nach Verlust der Eignstaatlichkeit wurden sie häbig... ist schon wieder ein Angriff. Der Badener war schon immer und ist es immer noch: häbig - hässliches schwäbisches Wort, das im normalen Deutsch anständig oder umgänglich bedeutet.
    EvaK Sehr schön beschrieben - mit Zwiebelgummiringmassaker und allem drum und dran! Glückwunsch zum wieder mal absolut verdienten Daumen :)
    Sir Thomas Na schön. Dann hat dieses Lüftlbemalte Lokal wohl die älteren Namensrechte als diese wunderbare Absackerkneipe im Schwäbischen. Man gratuliert zu fast allem, lieber Schroeder ;-)
    Sedina ....und ich gratuliere zu den gut bürgerlichen Dekolletéeinblicken und zum verdienten Grünen Daumen !
    Sedina Gerne, da schwang bei mir so ein wenig Neid mit, denn die Hanseatin trägt's hochgeschlossener ;-)))
    Sir Thomas hochgeschlossen muss natürlich nicht unattraktiv sein, wie wir wissen. Ich werde jedenfalls lieber Phantasie-anregend bezaubert als plump überfallen ;-)


  4. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Bekanntlich hat mein solides, fast heißgeliebtes und nahezu unverwüstliches Nokia-Mobiltelefon gerade in der Wüste das Zeitliche gesegnet... Sand im Prozessor hatten die Finnen irgendwie nicht eingeplant....

    Das Nachfolgemodell, dass ich von meinem omnipotenten Anbieter in Form meiner Personal-Beraterin aufgedrängt bekam, kann zwar lustiger blinken und plappern, aber sein smarter Touchscreen erlöscht und erröchelt doch kaum, dass man es nutzend in die Hand genommen hat.

    Der sinkende Nutzwert dieser Höllenmaschine steht umgekehrt proportional zu ihrem Energieverbrauch und der eingebaute Akku ist und bleibt ein dünnes Hemdchen, welches alle paar Stunden um Futter bettelt....

    Also erfordert die beigelegte weiße Nabelschnur in kürzesten Abständen eine sichere Verbindung zum großen Stromerzeuger, wo immer ich mich auch gerade befinde.
    Dumm ist nur, dass man sich im Denken dieser strunzdummen Schmartphone-Entwickler immer wenn es nötig ist, in 23,5 Zentimeter Entfernung zu einer 220-Volt-Steckdose befinden sollte.

    Selbt in Mitteleuropa kann ich dies meinem gehassten Allzeitbegleiter nicht jederzeit garantieren, von anderen Regionen in diesem unserem Erdenkreis ganz zu schweigen...

    "Was tun?", fragte sich der avantgardistische Schwabe ganz im Sinne Lenins...."wie bekomme ich Wunsch und Wirklichkeit zusammen?"
    Ich scheiterte ähnlich wie Lenin, an dieser Frage.....

    Ein Flyer und eine Strompreisrückzahlung meines lokalen Stromanbieters machten mich auf die Homepage von "chargers.com" aufmerksam.

    Dort werden allerlei nützliche und weniger nützliche Stromspargerätschaften angepriesen.

    Mir sprangen dort das "federleichte Solarmodul Maroshi" und der "schicke Solarakku Kalhuohfummi" ins Auge.
    (Kleine Anmerkung an die Firma: Euren Marketingmenschen würde ich sofort entlassen, wer denkt sich denn so was aus...)

    Beides zusammen für den nicht ganz günstigen Preis von etwas über 100 Euro versprach die Aufladung von kleineren Stromfressern durch Solarstrom: Ökologisch und kostenfrei, wenn man von der Anschaffung absieht.

    Der ökobewußte Tübinger war enthusiasmiert und orderte......

    Zusendung und Abwicklung erfolgten problemlos und das Ding wurde staunend ausprobiert.
    Mit zwei Saugnäpfen kann es sonnenzugewand an glatten Flächen sicher angebracht werden und sollte dann zügig Energie sammeln.

    Erster Reinfall:
    Innen an gut isolierten Dachfenstern angebracht, kann es seine Kraft nicht entfalten, weil der Besitzer zu ökobewußt vorher schon in gute Scheiben investiert hat...

    Zweiter Reinfall:
    Waren die finnischen Entwickler nicht an Sand interessiert, sind die Entwickler von Maroshi nicht an mitteleuropäisch bewölktem Himmel interessiert.
    Nur bei "Sonne satt" lädt das Ding in vertretbaren Zeiträumen.....

    Beim Laden blinkt dann "Kalu...dingens" fröhlich vor sich hin und wenn es voll ist schauen vier Balken grünlich satt den Besitzer an... das reicht dann locker für nen mp3-Player oder andere schwindsüchtige Kleinstgeräte, mein nimmersattes Schmartphone hingegen zeigt nur 84 Prozent an, nach Aussaugung aller Akku-Energiereserven....

    Fazit:
    Ein nettes Spielzeug für Sonnenanbeter und wirklich auf dem Trockenen sitzende Stromsüchtige, aber keine Alternative für die alte Steckdose....

    ...und Schroeder träumt wieder vom Wählscheibentelefon von der Deutschen Bundespost....

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Versandhandel in Potsdam

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    4.

    Sedina Für Retro bist Du noch ein bisschen zu jung - und auch noch nicht alt genug, um Dich mit solchem Spielkram anschmieren zu lassen ;-)))
    Aber trotzdem: Danke für die Warnung. Ich werde dann doch lieber bei meinem 4 Jahre alten Smartphone bleiben. Das kann nix, ist aber dafür sehr genügsam.
    Ausgeblendete 35 Kommentare anzeigen
    Jenny-Muc Ich hab mich köstlich über den Beitrag amüsiert, auch wenn mir zuerst nicht wirklich klar war, was das mit Blacksquared zu tun hat.

    Aber Du solltest dem Wählscheibentelefon nicht nachtrauern. Die Teile mußte man zwar nicht landen, aber aufgrund kurzer Kabellänge kam man halt nicht sehr weit mit den orange- oder grünfarbenen Dingern ;-)
    Ästhet Interessanter Beitrag, habe es mit Spannung gelesen, warum "Tikaetec final deswegen ausgeknockt" verstehe ich noch nicht.
    Tikae Haare raufe .....Schroeder und sein Geföhne passen in ungefähr so gut zusammen wie ich und ein Kochkurs :-(((
    Hingebungsvollstes missionieren , aufmerksames administrieren..... alles für umsonst .
    Das wird kein Paar .
    Schroeder Nur so für mich Unbedarften zum Verständnis: Die Lokation habe ich vor gut einer Stunde neu eingestellt. Jetzt steht da Jenny-Muc als Einstellerin.... Wie geht das?
    Es hat sich kein Buchstabe verändert....
    Ästhet aha, 2 Welten begegnen sich ; )
    Jetzt hab ichs verstanden. Dankeschön. Ach ich vergaß:
    Herzlichen Glückwunsch zum akkustandsanzeigegrünen Daumen ; )
    Calendula Wie tröstend, dass es noch andere gibt, die mit "alter" Technik besser klar kommen :-)))
    Mein telefonino ist selbst unterwegs ausgestellt und wird nur zum Anrufen eingeschaltet. Frau muss nicht unbedingt immer für jeden erreichbar sein ;-)

    Vor lauter Lachen hätte ich es fast vergessen: Gratulation zum grünen Daumen.
    Schroeder Das ist manchmal ganz schön, Calendula, wenn man nicht erreichbar ist.
    Aber bei mir sollte es hin und wieder auch anders sein, trotz dieses tuberkulösen Schmartphones.....
    Tikae Auch jedes hochmoderne Tek hat einen AUS-Knopf. Und jeder Besitzer die Freiheit, ihn nach Bedarf zu nutzen.
    Besitze ich jedoch Tek um es zu nutzen, sollte es verdammt noch mal tun , was ich will und wann ich es will .
    Nicht so wie Calvin , diese arbeitsscheue Krücke.
    Da muss noch mal ein Fachmann ran und ihm den Kopf zurecht setzen.
    Obwohl ich für eine Trennung plädiere und die Anschaffung des richtigen (!!!) Endgerätes .
    Tikae Würde ich nicht sagen Calendula .
    Mein Geföhne ist hochaktiv, aber ich teile in Kategorien ein, wem ich wann Aufmerksamkeit widme.
    Loser können ewig warten und für die mit erteilter "Standleitung" bin ich immer erreichbar ;-)
    Schroeder, ich wüsste was ich empfehlen würde ....
    eknarf49 Seit ich es mir erlauben kann, genieße ich den Luxus des 'Nicht-Immer-Erreichbar-Seins'. Da ich viel unterwegs bin, ist das auch kein Problem.

    @Schroeder - der Bericht ist wie immer ausgezeichnet geschrieben. da muss ich mich wohl jedes Mal wiederholen. :-)
    Jenny-Muc @Schroeder: Ich war neugierig da ich den Zusammenhang mit Blacksquared nicht verstand und hab den Link der Homepage angeklickt. Das war eine https-Seite, beim Aufruf kam dann auch die Warnung dass es keine vertrauenswürdige Seite ist.

    Deshalb habe ich mir erlaubt die ganz normale URL anzugeben (nur das s aus https gelöscht), damit die Seite auch problemlos für andere neugierige ohne Warnung etc. aufzurufen ist. Sorry, dass ich da jetzt drinstehe ...
    diepolz Tolle Geschichte lieber Schroeder, sehr locker geschrieben und so unnachahmlich!
    Was die Gier nach fliessenden Elektronen betrifft, kann ich Deinen Unmut gut nachvollziehen, ich denke ebenfalls noch oft an mein ehemaliges Nokia, von Form und Gewicht eher ein Brikett, von den Funktionen her ein Leichtgewicht, der Akku aber nur ausreichend für mittelmäßige Einsatzzeit, jedenfalls solange er nicht allzu alt ist.
    Das alles geht den modernistischen Multifunktionskistchen von Haus aus ab und darum tut eine omnipotente Energieversorgung Not.
    Das "Solargeföhne" (danke Tikae) hast Du als unzureichend getestet, ich habe etwas anderes gewählt und den Originalakku durch einen stärkeren aber auch dickeren und schwereren eines Fremdherstellers ersetzt. Der tut nun schon seit 14 Monaten seinen Dienst und versorgt das Schmatzphone 4 1/2 ... 5 Tage mit Strom.
    Im Austausch habe ich jetzt statt des Smartphones fast wieder ein Brikett oder eine Wurf- bzw. Schlagwaffe, aber auch genügend Energie ohne lange (oder kurze) Leitung.
    Die Aufladung erfolgt über Nacht, dann muss die Leitung mal angedockt werden.
    Für Rückfragen gerne bereit...
    Schroeder Ich mein... die werben mit super, hauchzarten, gewölbten Smartphones und können keinen Strom speichern... hallo!!!
    Gestern las ich eine Jubelbewertung für das neue Galaxy 6 edge, was weiß ich noch... und da stand wirklich drin: " Bei normalem Gebrauch ist mit zweimaliger Aufladung pro Tag zu rechnen....... Wo leben die denn? In einer Gummizelle mit Stromanschluß???
    diepolz Ich habe auch kein Verständnis für deren Verständnis aber in die Gummizelle würden sie schon passen.
    Die würden selbst ein Elektro-Auto bewerben, das nur im Umkreis von 5 Metern um eine Steckdose betrieben werden kann, selbstnatürlich am Ladekabel.
    Verrückte Welt, oder?
    Tikae Alles ist gut diepolz , so rasch gebe ich den Tek-Eleven nicht auf :-)))
    Ich zupfe sanft an den haitek Fäden, um Erleuchtung und Wohlbefinden auch in die verstimmte schwäbische Residenz zu bringen .
    diepolz Ok, sanftes Zupfen kann Wunder hervorrufen. ;-)

    Aber ich habe noch nicht zum grünen SchmurlosDaumen gratuliert, das sei hiermit nachgeholt.
    ubier Ach Schroeder, ökologische Correctness und edle Design-Phones gehen noch nicht zusammen. Allerdings habe ich neulich in Paris Aufladestationen mit Muskelbrtrieb getestet: Fröhlich radelnde Croissantvernichter luden neben mir ihre Alcatels und blickten neidisch zu mir rüber (ich war schneller...). Für TÜ würde es wohl mit einem Handkurbeldynamo auch gehen - sogar Indoor hinter Dreifachverglasung!
    Tikae Ubier , du bist ein Genie !!!!!!!
    DAS ist das ultimative schwäbische "Ladekabel" . :-DD
    Rad ist ja vorhanden, also bloss noch den kleinen Akkuterroristen dran fummeln und Äktschen ....
    Mir kullern hier grad die Lachtränen, das ist so cool !
    Und öko auch :-)))
    Tikae Tu das !
    Die Idee ist wirklich genial und du kriegst nen weiteren Biobelpreis im Verdienst um deine Stadt ;-)))


  5. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    2. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Ich benötige in Tübingen häufiger ein Taxi.
    Entweder morgens in aller Herrgottsfrühe geldbeutelschonend zum Hauptbahnhof oder sehr beutelzehrend zum Flughafen Stuttgart.
    Also entweder so knapp unter 10 Euro oder so gegen 80 Euro.....

    Egal zu welcher Uhrzeit ich zur Taxi-Zentrale durchklingle, werde ich schon ab meiner Namensnennung sehr freundlich beschnuckelt.... Umsatz winkt!!!

    Die Qualität der Wagen und der Chauffeure ist natürlich leicht schwankend.

    Zwischen alter Dieseldschunke mit maulfaulem fremdsprachigem Dauertelefonierer und alle Verkehrsregeln ignorierendem Verkehrsrowdy oder fröhlich pfeiffendem Dauerschwätzer im taffen Neuwagen ist die Bandbreite recht groß und wechselnd anstrengend.

    Ich verfalle dann meist in meine Mumien-Taxi-Starrhaltung und lasse es über mich ergehen.....

    Aber wenn ich zumindest pünktlich abgeholt und unter minimalster Einhaltung der gängigsten mitteleuropäischen Verkehrsregeln lebend angeliefert werde, ist mir das fast schon Wurscht.

    Also Taxi Tübingen... Helldriver of Swabia... eins hoch mit Mappe!

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Taxi in Tübingen

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    5.

    Ausgeblendete 17 Kommentare anzeigen
    Tikae Schroeder ???
    Wenn schon bei Nennung deines Namens die beschnuckelnde Umsatzglocke schrillt, warum bekommst du dann kein adäquat buckelndes Fahrerlein ?
    Schroeder Weil ich nicht darauf bestehe....
    Jetzt haben Sie mir doch den Link gelöscht , diese Vermaledeiten....
    Tikae Der wurde bestimmt in Erwartung der Nachreichung eines Schroeder-Mumien-Pics erteilt.
    So von wejens realitätsnaher Locken... ähem Kurvenlage beim Transport des Umsatzgiganten :-D
    Schroeder Ich sage im Taxi vier Worte:
    Hbf Tübingen oder Flughafen Stuttgart.
    und am Ende: Wieviel koschst?

    Davon gibt es kein Selfie....;-)
    Sir Thomas Hauptsach isch, die Mumie kehrt zurück (pardon!) Wieviele Kämpfe musstest du denn bis zur Erlangung des VIP-Kundenstatus ausfechten?
    JulPal Zu mir waren die Herrschaften bislang eigentlich auch ganz umgänglich. Vielleicht hätte Carlossa anrufen sollen ;-)
    Sedina Ach Mensch Opavati, Du hättest doch wissen müssen, dass die Nennung von Schroeders richtigem Namen in Tübingen jeden springen lässt....
    ....auch die GD-Vergabestelle - Glückwunsch!
    Schroeder Vom Flughafen mit einem Stuttgarter Taxi oder mit dem Schönbuch-Express-Bus, so denn er mal fährt.....
    Vom Hbf Tübingen gerne auch mit dem 5er oder 16er Bus, wenn noch Fahrbetrieb ist.... Koschtet net soviel und erfreut den Schwaben deshalb.....


  6. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    2. von 216 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Murnau am Staffelsee.

    "Auweh", dachte der Erzengel Aloisius... ne... der Schroeder...."dös werd schö fad..."

    ...aber Pfeifendeckel, der oberbayerische Marktflecken (etwas über 12.000 Menschen) im Dunstkreis des Münchner Molochs kann entzücken.

    Bei schönem Wetter sind die Ammergauer Alpen und das Wettersteingebirge mit der Zugspitze zum greifen nah und funkeln an diesem Julitag noch mit harten weißen Spitzen in den blauen bayerischen Himmel.
    Der vom Ortskern etwas entfernt liegende Staffelsee und das große Murnauer Moos tun ihr übriges dazu.
    Gut situierter oberbayerischer Reichtum blinzelt über jeden der hohen Gartenzäune, der hier reichlich residierenden München-Flüchter und die kleine propere Altstadt ist natürlich makellos aufgebrezelt.

    Oberbayern - Idylle - Kirchen- und CSU-Land wie von der Postkarte....wie gemalt...

    Genau: "Gemalt".
    Nur deshalb ist Aloisius... äh... Schroeder hier...

    Denn hier, im damals noch piefigeren katholischen Stammland lebten von 1909 bis 1914 Gabriele Münter und Wassily Kandinsky... zusammen... in wilder Ehe... eine Berlinerin und ein Russe!

    Das alte Wohnhaus - heute Museum - heißt somit bis heute "Russenhaus"....

    Der interessierte Gast kann also an den Wurzeln des "Blauen Reiters" schnuppern und tut das mit Wonne... denn weitere Genii Loci, wie Sindelsdorf, Penzberg und Kochel sind nur wenige Kilometer entfernt....

    Aber Kunscht macht durstig und auch hungrig und der Fremdling sucht die regionalen Spezialitäten....

    Das Griesbräu ist ein wuchtiger Brauerei-Gasthof am oberen Ende der Fußgängerzone mit allen Klischees, die der geneigte Gast zu erwarten scheint:
    Bedirndelte Jungfrauen mit tiefen Ein- und Durchblicksmöglichkeiten (mir wurde es schon vor dem Bier blümerant...), deftige bayerische Hausmannkost und natürlich das EIGENE Bier.

    Der Biergarten entpuppt sich als bestuhlter Innenhof des großen Vierseithofes, in dem die Luft ein wenig steht und es sehr warm war - an diesem Tag.
    Die bayerischen Schmackerl muß man sich selber holen an einem langen Warmhaltebüffet....in meinem Fall versuchte gerade eine größere Anzahl von undefinierbaren Asiaten pantomisch Schweinsgulasch mit Knödeln und Blaukraut zu bestellen... das dauerte mir dann doch zu lange...

    Glück! "Weißwürscht bekommen Sie serviert..."
    Also Platz erobert und Weißwürscht mit Brezel (das war wieder ein Fehler des Schwaben, die Bayern können ja viel, aber Brezel eben definitiv nicht) bestellt.

    Das "Helle", wie hier ein Bier normalerweise heißt, war naturtrüb, aber für meinen Geschmack zu süß....

    Die Würscht hingegen... superb... locker, fluffig mit viel Petersilie und gaaanz zart,.
    Wenn man sie allerdings in den obligatorischen süßen Senf tunkt, schmeckt man halt.... süßen Senf....

    Nun ja, die Mittagspause war nun auch vollbracht und als die Bedirndelte sich zum Kassieren herunterbeugte, war mir klar, ein Bier war zuviel für mein schwäbisches Gemüt...

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Murnau am Staffelsee

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    6.

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    Calendula Wo bleibt die Flexibilität, opavati :-)
    Na ja, Schroeder, Weißwürste werden eben mit süßem Senf gegessen ;-)
    Sedina Ist das nun eine Satire auf Oberbayern oder eine romantisch verklärte blaue Reiterei?

    Wie auch immer - Glückwunsch dazu und zum Grünen Daumen!
    Sedina Wäre ja auch ein Sakrileg, translucente jungfräuliche Saaltöchter gesteigerter als nur in der Form der Realsatire abzuhandeln.
    eknarf49 Danke für den schönen Bericht. Es ist immer eine Freude, an Münter und Kandinsky erinnert zu werden. Ich weiß nicht, wen von beiden ich mehr bewundere..
    Schroeder Ich teile das so auf, lieber Tiger:
    Menschlich, die Frau Münter, künstlerisch, den Herrn Kandinsky.
    eknarf49 @Schroeder - so dachte ich früher auch, inzwischen hat sich aber alles ein wenig zugunsten der Dame verschoben. (2014 Ausstellung in Bonn)
    Schroeder @ Tiger: Die habe ich auch gesehen.
    Gabriele Münter ist natürlich eine wichtige Malerin, aber Kandinsky mit seinen theoretischen Schriften und dem Gang in die Abstraktion war schon ein Wegweiser und - bahner anderen Kalibers....aber ich staube..`'tschuldigung... ;-).
    eknarf49 @Schroeder - vom wissenschaftlichen Arbeiten habe ich mich (zum Glück) weitgehend befreit - ich halte es jetzt eher mit Erleben oder Fühlen. Es tut mir leid, ich finde die richtigen Worte nicht, glaube aber, dass Du verstehst, was ich sagen will.
    EvaK Der Schroeder macht Oberbayern unsicher, do legst Di nida! ;) Glückwunsch zum bayerischen Weißwurst-Daumen. Den host da verdient :)
    Schroeder Das würde ihr nicht gerecht....
    Aber die Welt wird ihr immer gedenken, dass sie die Werke Kandinskys über die bleierne Zeit versteckt, gerettet und 1957 dem Lenbachaus geschenkt hat....
    eknarf49 @opavati® - das ist ja wirklich oft so, die Frauen sind 'nur' Musen, und was ist mit den Männern, die die vergleichbare Posten bekleideten?
    Sedina Ich denke, was den Professor und den "Tölpel" eint und ihnen ihre Situation erträglich macht, ist eine verschmitzte Portion Revoluzzertum.
    Sedina Gute Frage, lieber Schroeder, auch wenn sie weit vom Griesbräu wegführt.
    Vom "Müssen" kann wohl, anders als in früheren Jahrhunderten, keine Rede sein. Wohl eher vom "Wollen" und vielleicht auch von einem Stück traditioneller ehelicher Verbundenheit und von Liebe.
    Und dann richtet man sich eben ein.
    Eberhard W. Gutes Essen, gutes Bier, da ist die Welt noch in
    Ordnung. - Halt, man braucht ja auch einen Daumen, wie
    will man sonst den Maßkrug festhalten?!
    Und zu diesem Däumchen gratuliere ich ganz herzlich!
    ubier @Schroeder: musstest es gleich ausprobieren -
    Märchen, Tiere oder Sex als Eyecatcher...

    Aber den armen Erzengel und seine Maß hättest Du besser im Münchner Hofbräuhaus sitzen lassen sollen!
    Sir Thomas Ein wunderbar geistreicher und in mehrfachem Hinblick anregender Beitrag. Die Kernthese 'Kunscht macht durstig' hat natürlich einiges für sich. Es gibt aber scho au no a opulent bebilderte Kunschtbesprechung, lieber Schroeder? Besten Dank im Voraus, T.
    Ästhet wieso ins Breisgau? Na ja als schwäbischer Freigeist würdest Du aufgenommen werden, des basst scho. Schöner Beitrag, allein das "zuzeln" wurde nicht erwähnt, na ja, ist ja auch nicht jedermanns Sache.

    Herzlichen Glückwunsch zum senfgrünen Daumen ;)


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    Heilix Blechle!
    ...und wer hat's erfunden?!

    D'r Daimler und der Benz.... der eine Schwabe , der andere Baden(s)er...

    Seit 1885 und bis heute eine Hochzeit im Himmel....mit 0,67 PS und einer Spitzengeschwindigkeit von 16 km/h fing alles an und endete anno 2006 in einem eindrucksvollen Museumsbau vis-à-vis des Untertürkheimer Stammwerkes und der neuen alten Konzernzentrale im wüsten Stuttgarter Neckartal.

    Das Mercedes-Benz-Museum, den Daimler kippte man irgendwann in den Jordan, ist ein eindrucksvoller Selbstbeweihräucherungs-Tempel einer schwäbischen Traditionsmarke, die ihr Geld mit einer über 100jährigen Tradition der Umweltzerstörung verdient, aber das ganz hübsch verpackt....

    Standesgemäß verkehrsumtost erhebt sich der Fetischtempel unweit der Mercedes-Benz-Arena (vulgo Neckarstadion) und der Porsche-Arena (noch so ein schwäbischer Autolesbauer) unterhalb des Württembergs (geschichtliche Bezüge müssen sein).

    Mit 8 Euro erkauft man sich den staunenden Blick auf eine lange Tradition der Stinkerkarossen in all ihren denkbaren Ausprägungen... vom müden Lastwagen, zum treuen Krankenwagen, hin zum flotten Flitzer, bevorzugt in Silberpfeildesign....

    Architektonisch großartig in Szene gesetzt, ist auch der distanzierteste Besucher versucht dies alles großartig zu finden und flaniert die Doppelhelix einer DNA (ausgerechnet!!) nachempfundenen Ausstellungsfläche hinab von den Anfängen bis zum großartigen Ende einer E-Bike-Ladestation (nur für Mitarbeiter!!) vor der Tür am versteckten Ende direkt vor der Konzernzentrale.....

    Ja, das Ende der Entwicklung ist dem Großkonzern durchaus bewußt... nur glauben will man es noch immer nicht so recht...

    Insgesamt wird hier die Glitzerwelt eines aussterbenden mobilen Zeitalters präsentiert, die einen schaudern lässt....

    Am Ende des Rundgangs stehen dann auch die Alternativen:
    Gelber PS-Muskelprotz oder Fahrrad....
    Eigentlich haben sie es schon kapiert, allein es fehlt noch an Einsicht....

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Museen in Stuttgart

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    Ein golocal Nutzer Na ja, der Bericht geht so. Herr Carl Benz war und ist ein Badener, basta. Und ist der Erfinder des ersten modernen Motorwagens. Dieser schwäbische Herr Daimler hat zu dieser zeit nur an Motoren herumgebastelt und Herr Maybach hat für ihn einen Wagen konstruiert. Wer ist nun der wahre Erfinder des Motrowagens? Richtig, der Badener Carl Benz.
    Ach dann halt noch einen Glückwunsch für den Benz-Museum-GD.
    Ein golocal Nutzer Bei deiner Orthographie stimmt was nicht. !!!! Badener !!!!! Oder hast du ein Legasthenieproblem ? Dann würdest du mir sogar leid tun.
    LUT Bei all diesem Volksgewusel hab ich glatt vergessen, zu gratulieren: Glückwunsch zum Daumen!
    LUT Na, ja, wie wir gestern schon festgestellt haben, sind uns Nordlichtern die Menschen im Südwesten doch etwas suspekt :-)
    Aber Kurpfälzer hat nichts mit Kurpfuscher zu tun, oder gibt es da Verbindungen in grauer Vorzeit?
    Schroeder Kurpfalz:
    Kurzform für "kurfürstliche Pfalzgrafschaft bei Rhein" war ein bis 1803 bestehendes Territorium des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation mit den Hauptstädten Heidelberg und Mannheim...
    Ein golocal Nutzer Schröder du hast einen Teil von Wikipedia vergessen:

    "Die Kurpfalz zählte zu den bedeutendsten weltlichen Territorien des Alten Reichs. Im konfessionellen Zeitalter stieg sie zu einer der aktivsten und führenden protestantischen Mächte im Reich auf." So und jetzt ? Und @ LUT keine Unterart sondern eine Überart (!) und von wegen Kurpfuscher.
    Schroeder Blöd nur, dass die Herrschaft mit allem Reichtum dann nach München zog und den Thron der Wittelsbacher übernahm und ein armes nicht mehr lebensfähiges Land hinterlies...
    Ein golocal Nutzer Hallo, wir Badener sorgen heute für den Reichtum in eurem Ländle. Ja und die Bayern sind heute reich weil unser Kurfürst Carl Theodor seine Residenz nach Bayern verlegte um denen besser auf die Finger schauen zu können. Die sind dann vermögend geworden.
    Schroeder @ sorei: blättere... heutige Tageszeitung:
    Arbeitlosenquoten:
    Mannheim 6,0, Freiburg 4,0, Karlsruhe-Rastatt 3,9.
    und
    Ulm 2,9, Konstanz 3,1, Reutlingen-Tübingen 3,4
    Schwabe güßt Baden!!! ;-)
    Ein golocal Nutzer ja da siehst du mal, auch da haben die Schwaben nicht Halt gemacht und uns die Arbeitslosen auf die Nase gedrückt. Aber wir Badener haben da kein Problem damit.
    Und für heute adele.
    Blattlaus Und bitte nicht die Frau vergessen. Berta Benz war eine Pforzheimerin.
    Ich persönlich finde das Museum eine riesengroße Geldverschwendung. Genauso wie das BMW Museum in München.
    Nichts dagegen wenn man die Autos der Nachwelt erhält, aber solche Protzbauten müssten nicht sein, solange anderswo die Menschen verhungern.
    Ein golocal Nutzer @blattlaus vollkommen richtig. Ich habe da schon mal berichtet siehe: http://www.golocal.de/ladenburg/museen/automuseum-dr-carl-benz-4uO5I/ Ohne diese Frau wäre es nicht gegangen. Und das Ladenburger Benz- Museum ist ein historischer Ort und nicht wie in Stuttgart.
    Sedina Wie gut, dass ich mir zubillige, Humor zu haben. Sonst würde ich mich durch Deinen schönen Beitrag diskriminiert fühlen ;-)))
    Siri einsicht ist ja vielleicht auch da.

    der konsonanten fehlts !!!

    solange sich käufer finden, wird maximalprofitiert ...
    Sir Thomas der Ausdruck 'Stinkerkarossen' geht dem Automobilisten zu weit. Ansonsten volle Zustimmung bei der geistreichen Betrachtung dieses pompösen Werkstempels. Und die grüne Umweltplakette gab's ja auch schon - easy Schroeder ;-)


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    Gediegen saufen gehen in Tübingen?
    In historischem Ambiente?!

    Das ist eigentlich hier stadtweit möglich, aber besonders typisch am oberen Ende der Altstadt in der eigernordwandgleichen (sorry, JulPal) Burgsteige direkt unterhalb des riesigen Tübinger Schlosses.

    !! Der geneigte Gast sollte deshalb auf dem Rückweg noch einigermaßen trittsicher sein....!!

    Das hochherrschaftliche Gebäude war einst Sitz der Druckerei Mohnhart in der 1550 die bahnbrechenden Schriften des slowenischen Reformators Primus Truber gedruckt wurden und auch weitere welterschütternde Thesen gingen von diesem Haus in die noch fast scheibenähnliche Welt:
    Der Lehrer und Astronom Michael Maestlin machte hier seinen Schüler Johannes Kepler mit dem ketzerischen heliozentrischen Weltbild des Kopernikus vertraut...

    Heutzutage trifft sich immer noch die verheisungsvolle Elite der Tübinger Studierendenschaft und auch einige heruntergekommene Exemplare des Lehrkörpers in diesem Hause, aber zu weit weltlicherem Behufe...

    In schummrig, schaurigen und verwinkelten Räumlichkeiten einschließlich mittelalterlichem Gewölbekeller werden alkoholische Getränke in großer, sehr vielfältiger Menge angeboten, auch Brot in der Variante Burger und Spiele in der Variante Großbildschirm mit 22 Gladiatoren stehen allzeit im Angebot....

    Weiteres ausgeprägtes Suchtverhalten kann dort ebenfalls befriedigt werden....Rauchen diverser Kräuter ist erlaubt bzw. wird stillschweigend in speziellen Kammern geduldet....

    Ansonsten eignet sich die Kneipe, Lounge, Bar - das Wort "Schloßcafé" verwirrt den unbedarften Gast ein wenig - auch vorzüglich für soziotopische Erkundungen des speziellen Tübinger Stadtmenschen in der Variante multikulturell, weltfremd und seeehr intelektuell-bieder....

    Vorherrschende Accessoires sind die übergroßen schwarzen Insektenaugenbrillen für die offenbar holoptisch angeordneten Facettenaugen meist doch eher rehäugiger Jungstudentinnen und das zu kleine Pepitahütchen auf dem vermeintlichen Denkapparat der männlichen Variante dieser speziellen Abart des Homo sapiens....

    Zu loben ist die äußerst üppige Getränkekarte, die nicht weniger als 15 Biersorten - darunter sehr verdienstvoll: Guinness vom Fass - und eine unüberschaubare Anzahl von Cocktails darbietet.

    Die genossenen Cocktails variierten allerdings leider beim Testtrinken von ordentlich bis zu eher ungenießbar:
    Der Caipi war zu süß und es wurden Zitronen statt Limetten entdeckt.....
    Der Margarita war in Ordnung, der Manhattan hingegen eigentlich ungenießbar....nur beim Guinness war nichts falsch zu machen...

    Die studentischen Hilfskräfte in ihrer Abendverkleidung als Servicepersonal sind flink und freundlich und servieren gekonnt balancierend und zuverlässig.

    Die üppigen Burger werden mit Preisen zwischen 6,60 und knapp 9 Euro aufgerufen, auch vegane Spezies dieser Verpflegungsart werden Tübingen like mit Hirse-Gemüse-Paste angeboten, der gebackene Camembert mit Bergthymian (sic!) zu grünen Oliven erfreut das Tübinger Ökobewußtsein sicherlich immens.....

    Wer's mag ist hier definitiv gut aufgehoben im Schoß am Schlo"ß" des Tübinger Soziotops....

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Tübingen

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    opavati® Bei dem Tübinger Pflaster und den Steigungen würde ich mich nicht an wirkliche alkoholische Getränke ran trauen .... ;-)
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    diepolz Vielen Dank, ich fühle mich um Jahre zurückversetzt und das ist alleine Dein Verdienst. Damals konnte ich noch in Begleitung zwei junger Damen hier sein und war so beidseits abgestützt. ;-)

    Vorher hatten wir unweit in einem vorzüglichen Restaurant zu Abend gegessen und nachher...

    Ich bitte sehr um eine verdiente Begrünung.
    Schroeder @diepolz: Du könntest das Restaurant "Mauganeschtle" meinen...
    @Tikae: Das habe nicht nur ich getrunken, ich war auch wie diepolz in Begleitung....
    grubmard Also so richtig einladend klingt das ja nicht - hat aber Stoff für eine amüsant geschriebene Bewertung geboten - Glückwunsch aus Berlin
    JulPal Glückwunsch zum Daumen, der Herr ;D Meinen letzten Cocktail dort habe ich auch nicht gemocht... Da halte ich mich dann doch lieber an einer Flasche Bier fest.
    opavati® Das einem das letzte alkoholische Kaltgetränk nicht bekommt oder schmeckt, ist usus, das geht mir auch ab und an so .... ;-)
    Schroeder Danke. Frau JulPal. Ich hoffe meine Leihgaben aus Ihrem Fundus haben Sie nicht zu sehr erschüttert. Ich lerne noch.....
    Schroeder Darf ich das?
    Sie wird mir nicht den Kopf abbeisen... hoffentlich...

    http://www.gastroguide.de/reviews/review/id/15183
    Ein golocal Nutzer Danke lieber Schroeder für diesen tollen Bericht. Ich muss unbedingt wieder mal nach Tübungen. Ach ja und einen herzlichen Glückwunsch zum GD.
    Schroeder Hey, OB Boris!
    Brauchst du noch nen Marketingmenschen!?
    Kommt zuhauf und im Juli soll es auch ein GoLocal-Treffen in Tübingen geben...sagen JulPal und blattlaus...;-)
    eknarf49 Wieder einmal ein wirklich interessanter Beitrag, lieber Schroeder, in dem nebenbei Dinge erwähnt werden, die ich nicht kenne. Primus Truber ist für mich z.B. eine Persönlichkeit, über die ich mich erstmal informieren musste.
    Insektenbrillen, Pepitahüte und Cocktails kommen mir nicht in die Tüte. Gegen ein Guinness habe ich nichts einzuwenden, und Qualm stört mich auch nicht weiter. Schließlich war ich mal Raucher. Hoffentlich musstest Du nicht zulange auf den GD warten, zu dem ich jetzt ganz herzlich gratuliere.
    Schroeder Siehst du Tiger, du wirst dich hier sehr wohlfühlen....
    Wenn du dann noch von Jul und blattlaus gestützt wirst.....
    Sedina Tolle Lokalbeschreibung,
    tolle Darstellung des Soziotops.
    Hat wieder mal Spaß gemacht, "Dich" zu lesen,
    Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    JulPal Wir stützen Dich, eknarf ;-) Der Schroeder schiebt Dich auch in einem Bollerwagen die Straße zum Schlosscafe hoch. Wir können auch alternativ in den blauen Salon :-P
    Sir Thomas Ein spannender und faszinierender Beitrag, lieber Schroeder. Und was auch passieren mag: Guinness is good for you. Die ersten Runden gehen auf mich. Cheers, T. ;-)


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    Mitte/Ende März hat es der gemeine Tourist auf der längsten Sandbank in der Nordsee noch ein wenig schwer....

    "Die Insel fährt gerade erst wieder hoch" wird allenthalben leicht verlegen von den eher raren Einheimischen bekundet....

    Dieser Juister Energiesparmodus bedeutet... alles hat nur bedingt geöffnet oder ist doch noch ganz zu....

    Man/mensch/frau kann sich somit auf das Wesentliche absoften:

    Auf sich (herrje) und die Natur, zumindest DIE macht keine Pause, sondern zuckt zwischen prunkendem Frühling und arktischem Brausen, einschließlich atemraubenden Vogelschwärmen auf dem Weg gen sich enteisendem Norden.....

    Aber weite Natur und feinste Selbstwahrnehmung führt irgendwann selbst beim bescheidendsten Gast zu einem gewissen Bedürfnis:
    HUNGER!

    Außerhalb des Zentralortes "Juist" ist die Befriedigung dieses Bedürfnisses zu dieser Jahreszeit ein Lotteriespiel oder ein Rucksack mit Proviant wird vorausschauend mitgeführt.

    Zum Glück ist auch der gemeine Kiebitz ein Gast und Bodenbrüter im Watt der Nordsee rund um Juist und dort auch noch bis März ein gern gesehener Gast!

    Somit öffnete das Kiebitz-Eck in Juist-Loog (einem entfernteren Ortsteil) zum Glück gerne seine Pforten für den ausgehungerten Strandläufer ... äh.. Touristen und bot landestypische Verpflegung in ordentlicher Qualität zu den inseltypischen eher etwas über dem Durchschnitt liegenden Preisen.

    Dieses Preisniveau ist natürlich der erschwerten logistischen Versorgung mit einer tideabhängigen Fahrrinne zur Insel geschuldet und sollte vom Gast deshalb klaglos akzeptiert werden.... sonst eben Malle... das ist billiger....

    Das Kiebitz-Eck ist ein netter Platz zum Essen in typischem Instelstyle:
    Backstein"architektur", Inselkitschambiente und ruhige Lage... kein Problem bei einer autofreien Insel...

    Die Servicekraft war norddeutsch höflich und der Labskaus schmeckte dem Schwaben (mangels großer Vergleichsmöglichkeiten) vorzüglich....

    ...übrigens, ursprünglich ein Fleisch/Fisch-Breigericht mit Zwiebeln und Zwieback zur Schonung der durch Skorbut gelockerten Zähne der Seefahrer....

    Das Getränk der Wahl zur Atzung ist in dieser Region ein friesisches Bier.
    Die Weinauswahl wird gruseligerweise noch von dem Unwort "lieblich" geprägt!

    Gruß Schroeder

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Juist

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    9.

    LUT DAS Labskaus, Schroeder, ein ganz neutrales norddeutsches Essen :-)

    Bin gespannt auf weitere Inselberichte!
    Ausgeblendete 46 Kommentare anzeigen
    LUT Lass das bloß keinen Norddeutschen hören - Labskaus als männlichen Brei zu verunglimpfen..., sonst sckicken sie dir ein weibliches Sturmtief ins Tübinger Ländle :-))
    opavati® Schön, von Dir zu hören und zu lesen. Danke für die Post. Ist der Kopf inzwischen freigeblasen vom frischen See-Wund? Ich hoffe es und grüße herzlich aus Pankoff.
    Schroeder So analoge Verschickphotos sind doch was romantisches...;-)
    Hast du die Briefmarke beachtet? .-)

    @annacata: Der Sparmodus war die sehr eingeschränkten Öffnungszeiten der touristischen Infrastruktur.....
    opavati® Ja, natürlich und sie zum Anlass genommen mit der kleinen Prinzessin das Reclam Bändchen 8993 anzusehen. Tolle Bilder aus einer schrecklichen Zeit.
    Ein schönes Wochenende, dort oder dort.
    Schroeder Wunderbar!

    Ja, der Kopf ist freigeblasen und der Körper in allen erdenklichen Weisen.... ....thalasso...ayurvedisch...ziegenmilchisch...
    gereinigt und gestärkt... :-DD
    Sir Thomas Ja, Glückwunsch Schroeder. Bin selbst noch dabei - allerdings im lieblichen Rheinlande. Angesichts der beschriebenen friesisch herben Zustände wird uns Lieblingsjul nicht allzusehr mit irgendwelchen Expeditionsdetails beeindrucken Können :-))
    Tikae Leicht schadenfroh gucke ...in Summa heisst das für mich, dir wurde frostig was geblasen und der zu frühe Touri war zu energischer und ungewöhnlicher Nahrungsaufnahme genötigt.
    Na danke und nein danke !
    Pack etliche Gräder drauf, ersetze den herben Charme der Nordlichter durch etwas ...andere Leute und du hast meine Woche.
    Inklusive Tiefenentspannung und goldener Bräune....:-))))
    Hübsch geschrieben Schroeder .
    Schroeder Du verstehst es miss, meine holde Goldguidin.
    Die Lunchpakete meiner Juister Basisstation für die Expeditionen über die Insel waren exquisit.
    Besonders erfreuten den Wandersmann die 0,375 l Fläschchen eines französichen Zauberwassers mit Blick über die weiten Sanddünen der Insel... ;-)
    Labskaus war nur der Kontakt mit den Locals... ;-)))
    Tikae Zirpe.....Schroeder :-)))))
    Aber mal ehrlich Asketus Maximus : Ich präferiere Wärme und eine andere Art von Stille, um meinen Kopf frei blasen zu lassen und den Body verwöhnend zu tunen .
    Gleichwohl freut es mich sehr, das auch deine kleine Auszeit von Erfolg gekrönt war .
    Frostbeulen kann man rasch noch abflexen lassen ..;-)
    Schroeder I know, für dich ist ein ausgeschaltetes Geföhne schon Stille....:-D
    Von Kälte auf der Insel war nie die Rede.....
    Tikae Versonnen rück träume.....Ich meinte eine ganz besondere Art von Stille Schroeder .
    Nicht bloss die, wenn man das Tek runterfährt .
    Haaaaach....Ich bin noch am geniessen .Sowas lässt sich schwer in Worte fassen und ich möchte es auch nicht :-))))))
    eknarf49 Danke für die wunderbare Schilderung der Stimmung dort. Für mich wäre das genau die richtige Zeit dort, glaube ich. Schön kühl und wenig Leute. Ein guter Tipp fürs nächste Jahr.