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  1. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Mauern, Grablege und Gänge aus vorromanischer Zeit - in diesem Fall vor 870 - sind einzigartig, vor allem, wenn sie noch im Original erhalten sind! Unter der Pfarrkirche St. Walburga schlummert diese baugeschichtliche und kulturhistorische Kostbarkeit! Seit dem frühen Mittelalter kamen ständig Pilger von weit her, um die Reliquien der hl. Walburge in der original erhaltenen Grablege in der Krypta unter dem heutigen Chorraum anzubeten.
    Für mich als Baumeister ist derlei Heiligenkult weniger interessant, aber die Architektur dieser ganz besonderen Gänge und der kleinen Apsis aus dem 9.Jh. um so mehr. Immerhin führen zwei parallele, schmale Gänge mit Tonnengewölben zu einer kleinen Kapelle im Stil einer Apsis. Hier befindet sich in der Rückwand eine Grabnische, in der jetzt in einer erlesenen Truhe die Reliquien der Walburga aufbewahrt werden. Früher war hier ein Skelett ergraben worden, das nachweislich vor 870 noch zu einem lebendigen Menschen gehörte. Ob es sich hier tatsächlich um Walburga gahandelt hat, die als Missionarin zusammen mit St. Bonifazius aus Wessex zu unseren germanischen Vorfahren reiste, ist mehr als fraglich. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sich durch die Datierung des Skeletts auch das Alter des Gemäuers der Krypta bestimmen lässt. Zumindest ist sicher, dass vor 870 hier schon gemauerte Gewölbe und Gänge bestanden haben, die heute noch stehen - eine ganz besondere Rarität in Westfalen! Denn hier sind aus dieser frühen Zeit des Baus von Gotteshäusern eigentlich nur Holzkonstruktionen bekannt.

    Über diesem kunsthistorischen Kleinod wurde dann im 12. und 13. Jh. zunächst eine kreuzförmige Basilika errichtet, später im 17. Jh. eine große Hallenkirche. Glücklicherweise blieb bei diesen Bauarbeiten der Turm bestehen, denn er ist auch aus der vorromanischen Zeit um 897 übriggeblieben! Trutzig und gar nicht so niedrig weist er seit über 1100 Jahren den Gläubigen den Weg.

    Wer also auf dem Weg durch die 1000 Berge des Sauerlands in die Nähe von Meschede kommt, sollte sich unbedingt diese Krypta ansehen, die zum Glück täglich von 7:00 bis 17:00 Uhr geöffnet ist.

    geschrieben für:

    katholische Kirche / Museen in Meschede

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    1.

    Ausgeblendete 25 Kommentare anzeigen
    Sir Thomas In der Tat. Und gleich wieder was gelernt. Ich nahm bisher an, die Romanik hätte schon früher begonnen. Danke lieber Baumeister
    Schroeder Sehr erfreulich, dass Du mal wieder hier schreibst. Und dann über ein solch architektonisches Kleinod.
    joergb. Schöner geschichtlicher Beitrag. Ich liebe es, wenn ich während einer Bewertung noch etwas lernen kann.
    planenundbauen und wenn ihr die neuere, oberhalb gelegene Abtei Königsmünster besucht: unbedingt den Sakramentsturm besichtigen und kurz summen: die Akustik ist umwerfend! Die hohen Töne haben einen Nachhall von vielen Selunden.
    Sir Thomas Kompetenz wird belohnt. Glückwunsch, lieber Baumeister. Im Übrigen unterstütze ich die Bitte Schroeders ;-)
    ubier Da hast Du den weißen Fleck um Meschede auf meinem Golocal-Globus ansprechend begrünt - Danke dafür! Und bitte, bitte mehr gut geplant und gebaute Baugeschichte hier...


  2. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    5. von 63 Bewertungen


    Besser kann ein Stadthotel nicht sein: direkt im Zentrum der Altstadt gelegen, mit sehr geräumiger Tiefgarage, tollem Biergarten an der Längsseite des Regensburger Doms, einem Wiener-Cafe in den alten Wänden eines Torgebäudes aus der Römerzeit und tollen, hell und modern gestalteten Zimmern. Da auch das Restaurant keine Wünsche offen lässt und das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut ist, steht einer 5+ Sterne Bewertung nichts entgegen.

    geschrieben für:

    Hotels / Restaurants und Gaststätten in Regensburg

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    2.



  3. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    So einen fantasievollen und liebevoll gestalteten Garten habe ich in NRW noch nicht gesehen! Die zwei Eigentümer betreiben hier eine kleine Gärtnerei mit Landschaftbau und hatten mit der Anlage der jetzigen Gartenanlage eher als Hobby begonnen.
    Nach und nach kamen immer mehr Gartenzimmer in ganz unterschiedlicher Gestaltung hinzu. In diesem Jahr wurde ein 16 Meter langer Teich in bester englischer Tradition angelegt und spannend bepflanzt.
    Daneben gibt es einen Klostergarten, der wie eine Ruine aus altem Baumaterial gestaltet wurde. Weiterhin gibt es verwunschene Wandelgänge durch Hecken und Gehölze, einen großen Seerosenteich, Brunnen, Wasserspiele und diverse Gartenzimmer, die durch Hecken voneinander getrennt sind. Eiserne Tore und Portale öffnen den Zugang zu ornamentalen Buxanpflanzungen, Staudenbeeten und exotischen Gewächsen.
    Überall spähen abgefahrene, tönerne und eiserne Trolle aus den Beeten. Große Steinskulpturen weisen den Weg zu lauschigen Sitzplätzen, die man nur ungern wieder verlässt.

    Im Untergeschoss des Hauses am Eingang gibt es jahreszeitlich wechselnde Sonderausstellungen mit Garten- und Hausdekorationen, Lampen, und- nicht zu vergessen: den großen Weinkeller!
    In einem Gewächshaus ist das Cafe untergebracht, und im Sommer gibt es Waffeln und andere Genüsse auch vor einer Holzhütte am großen Teich.
    Natürlich kann man auch die unterschiedlichsten Pflanzen und Gehölze erwerben, dekorative Töpfe und eiserne Tröge und Fabelwesen, wie man sie sonst nur in holländischen und englischen Gärtnereien sieht

    Legendär sind inzwischen die besonderen Adventsausstellungen und das late-night-shopping am Donnerstag vor dem ersten Advent, wo bis 22:00 Uhr im Fackelschein und im heimeligen Licht von tausenden Lämpchen das beachtliche Angebot an weihnachtlichem betrachtet werden kann. Dazu gibt es Punsch, Glühwein und diverse Leckereien.

    Der Garten Ulbrich ist an verschiedenen Wochenenden auch ganztägig zu besichtigen, das wird auf der facebook- Seite immer zeitnah angekündigt.

    .

    geschrieben für:

    Gartenbau / Gärtnereien in Solingen

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    3.

    Ausgeblendete 14 Kommentare anzeigen
    kisto Da pflichte ich Schalotte bei! Ein sehr ausführlich und gut beschriebener Bericht. Dazu würde doch auch ein grüner Daumen hervorragend passen, oder?
    Puppenmama Danke für Deinen tollen Bericht und die schönen Bilder.
    Ein guter Tipp. Ist ja bei uns um die Ecke.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.
    eknarf49 Vielen Dank für den wirklich neugierig machenden Bericht. Für mich ist es besonders schön, dass die Entfernung von etwa 60km nun wirklich nicht die Welt ist. :-)


  4. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    9. von 14 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Einer der schönsten Biergärten Deutschlands - so eine Aussicht gibt es nicht zweimal: auf der einen Seite die Donau, auf der anderen das uralte Einsiedel- Kloster, das in den Berg hinein plaziert wurde.
    Hier sitzt man der Welt entrückt und sinniert über die Herrlichkeit der Natur, natürlich bei einem köstlichen großen Weizenbier aus der Region.

    Schon die Kelten saßen hier bei Selbstgebrautem, denn die zahlreichen Höhlen und Gänge im Berg hinter dem Biergarten boten für verschiedene Nutzungen beste Voraussetzungen - vom Goldschmieden bis zum sicheren Versteck vor den Spähern der Römer, die den Berg auf dem gegenüberliegenden Donauufer besetzt hatten.
    Führt die Donau Hochwasser - wie bei meinem Besuch im August 2016 - ist der Fußweg von Kelheim zum Klösterl schon mal überflutet, und der Nachschub an Bier und anderen Getränken muss mit dem Motorroller oder dem Kanu erfolgen. Die schmale Zufahrtssstraße liegt dann so tief in der brausenden Donau, dass ein Befahren völlig ausgeschlossen ist. Das hat auch Vorteile, denn kühne Zecher können einfach nicht mit dem Auto fahren.
    Die Wirtsleute erzählen gerne und sehr freundlich von der Geschichte dieses außergewöhnlichen Ortes und zeigen die faszinierenden Sehenswürdigkeiten aus alter Zeit.
    Am Beginn des Fußweges von Kelheim zum Klösterl steht ein Hinweisschild, auf dem die jeweiligen, wetterabhängigen Öffnungszeiten des Biergartens angegeben sind. An Wochenenden im Sommer ist aber fast immer geöffnet.

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten / Biergärten in Klösterl Stadt Kelheim

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    4.

    Ausgeblendete 9 Kommentare anzeigen
    ubier Stimme PuB völlig zu - und ein dickes Dankeschön, hatte diesen herrlichen Ort schon ganz vergessen!


  5. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Seit 2016 führt Frau von Racknitz das Weingut in Alleinverantwortung, so bleibt die einige 100 Jahre währende Familientradition des Weinbaus am Disibodenberg bestehen.
    Schon die Weinliste lässt arge Vorfreude aufkommen, und eine Verkostung auf dem urig- gemütlichen, naturnahen Weingut bestätigt sofort diese berechtigte Vorfreude.

    Edle Weine in historischen Lagen werden hier handverlesen geerntet, für Maschineneinsatz sind die Hänge einfach zu steil und zu geröllig.
    Einige dieser Terrassen wurden von Römern und Kelten angelegt, und vereinzelt haben Gewächse aus dieser Zeit sogar bis heute überlebt - allerdings ohne Beeren, nur knorrige Rebstöcke mit kaum etwas Grün.

    Der Vater von Luise von Racknitz hatte - entgegen der regionalen Tradition - auch Reben österreichischer Weinbaukultur angepflanzt. Davon können wir jetzt alle profitieren: der als Gemenge- Lage bezeichnete Wein (Cuvee darf er nicht heißen, da ortsunübliche Weinsorten verwendet werden) übertrifft alle Erwartungen - fast abartig köstlich, mit blanc de noir - Einfluss, daher nicht so wässrig gelb. Ein Wein, bei dem man sich zusammenreißen muss, um nicht nur eine Flasche zu genießen!

    Aber auch die anderen Weine - und hier gerade die leckeren Rieslinge verschiedener Bodenqualität - bestechen durch Geschmacksexplosionen von blumig, fruchtig, mineralisch geprägt bis zu exklusiver Note.
    Alle Disibodenberg- Weine haben einen ausgeprägten Einfluss der uralten Steinterrassen auf den Geschmack - wie ein Echo aus der Geschichte, das in jeder Flasche eingefangen wurde!

    Zum Schluss will ich den von Frau von Racknitz zu Recht geadelten Sekt (auch ein blanc de noir) über den Klee loben: da wird jeder zweite Champagner blass vor Neid, denn so ein Geschmack ist einzigartig! Auch hier die überall vertretene mineraalische Note, kein bisschen süß. aber ebenfalls auch ohne jede säuerliche Note! So ein Sekt macht richtig Spaß und verblüfft alle Gäste, die sofort nach der Herkunft dieses vermeintlichen Champagners fragen.

    Natürlich können solche Weine, die in Handarbeit geerntet und gekeltert werden, nicht besonders billig sein.
    Die meisten Weine liegen zwischen 8,- € für den Sommerriesling bis 20,- € für die edleren Gewächse.

    Und ein Besuch auf dem Disibodenberghof lohnt immer, allein schon wegen der oberhalb gelegenen Klosterruine. Hier hat Hildegard von Bingen vor 900 Jahren über 30 Jahre lang als Nonne und Äbtissin gewirkt. Auch ihre Visionen und Gotteserfahrungen hat sie hier gemacht - vielleicht schmeckte der Klosterwein vom Disibodenberg auch damals schon so gut....

    geschrieben für:

    Wein / Weinkellereien in Odernheim am Glan

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    5.

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    Puppenmama Danke für diesen klasse und informativen Bericht.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten grünen Weingut-Daumen.
    planenundbauen aber direkt bei Frau von Racknitz macht noch mehr Spaß- sie holt die tollsten Weine und Sekte aus dem Lager und man kann in aller Ruhe verkosten.


  6. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    3. von 4 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Viele Kölner waren noch nie in dieser beeindruckenden Kirche, deren Anfänge bis ins 5. Jh. zurückreichen. Dabei ist der Kölner Dom gerade mal 10 Minuten zu Fuß entfernt, aber irgendwie zieht es mehr Touristen als Einheimische in diese Basilika.
    Kunstgeschichtliches kann man ja googeln, ich möchte meinen Eindruck als Baumeister und Musiker auf das Gebäude selbst konzentrieren.
    Von außen fällt die unsäglich schrille Turmhaube auf, die wie ein oberbayerischer Zwiebelturm mit preußischem Ehrenkranz aussieht. Nachts strahlt der goldene Lorbeerkranz, der sich um die Zwiebel wickelt, so herrschaftlich, als ob er dem Dom nebenan Konkurrenz machen wollte.

    Aber sofort beim Betreten der Kirche - der Eingang führt gleich durch die romanischen Gewölbe, die von mächtigen Säulen gehalten werden - fühlt man sich 1000 Jahre zurückversetzt. Durch das herrliche schmiedeeiserne Torgitter blickt man in eine zweistöckige romanische Hallenkirche, die nach und nach durch seitlich angebaute Längsschiffe erweitert wurde.
    Zum neueren, großen gotischen Chorraum führen drei Stufen hinauf und lenken den Blick auf schöne, nicht zu bunte, hohe Fenster.

    Sehr spannend ist es, dass nicht nur das Licht von der romanischen Halle zum gotischen Querschiff und dem angrenzenden Chorraum immer heller wird, sondern genau das von der Akustik auch erreicht wird!
    Dominieren im Vorraum und im romanischen Teil der Basilika die tiefen, dichten Klänge, wird der Klang zum Querschiff hin immer heller und transparenter, die Obertöne bekommen die Oberhand und der Klangraum hebt sich himmelwärts.

    So eine geniale Kombination von Raum und Klang, gemeinsam transformiert durch 1000 Jahre Baugeschichte, habe ich noch nie erlebt.
    Wunderbar für alle nachvollziehbar ist dies, wenn man mit einem großen Gong auf dem Mittelgang vom Eingang zum Chorraum entlanggeht und dabei etwa alle 5 Sekunden den Gong anschlägt.

    Natürlich gibt es noch viele andere Besonderheiten in dieser beeindruckenden Kirche, aber das Beste ist, ihr seht euch selber mal in St. Ursula um.
    Zu der goldenen Kammer mit ihren tausenden von Gebeinen, die mit Gold überzogen wurden, gibt es ja hier einen Extrabericht.

    geschrieben für:

    katholische Kirche in Köln

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    6.

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    Biscuitty Danke für diesen Artikel, er liest sich nicht nur gut, er macht Lust auf einen Besuch dieser Kirche. Ich war so oft in Köln und dachte bisher, dass ich alle sehenswerten Kirchen heimgesucht hätte... Diese habe ich zwar wahrgenommen, aber wegen des seltsamen Gebildes auf dem Turm nicht ernst. Was für ein Fehler!
    Die Bezeichnung als "schrill" schmeichelt ja beinahe, es sieht aus wie mit dem Inhalt der Resterampe des Bauhofes komponiert.
    diepolz Vielen Dank für den gelungenen Erfahrungsbericht über St. Ursula und danke, dass Du bestimmt einigen zukünftigen Köln-Besuchern den Weg hierhin geebnet hast.
    Kulturbeauftragte Auch von mir Glückwunsch zum Daumen, doch zur goldenen Kammer habe ich erst die Bilder hochgeladen aber noch nicht bewertet, kött noch, wie man es in Kölle so sagt :-)
    Kulturbeauftragte Hetz den Mann nicht @Schroeder ;-)

    planenundbauen danke für den Wink mit dem "Zaunpfahl" ;-) - hier ist mein (vor Monaten fertig gestellter) beitrag über die erwähnte Kammer: https://www.golocal.de/koeln/vereine/goldene-kammer-in-der-st-ursulakirche-gefuehrt-durch-freunde-foerderer-von-st-ursula-YUTP6/
    Puppenmama Da bist Du ja wieder.
    Und dann noch mit einem Deiner klasse Bericht.
    Herzlichen Glückwunsch zum grünen Basilika-Daumen.


  7. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Meine Bewertung bezieht sich auf das Restaurant mit angeschlossener Außengastronomie. Aber das Hotel ist wohl auch zu empfehlen, denn wir haben beim Abendessen einige Hotelgäste getroffen, die sehr zufrieden mit ihrer Unterkunft waren.

    Ich war sofort begeistert vom Ambiente, das im und rund ums Haus herzliche Gastlichkeit ausstrahlt.
    Der Hotelname hält einen ja zunächst davon ab, für einen gemütlichen Abend hier einzukehren - völlig zu Unrecht!
    Abgeschieden von allem hektischen Großstadtlärn liegt das Arrivee abseits der Wittbräucker Straße im Benninghofer Waldgebiet. Wie mit einer Wehrmauer umschlossen, verbergen Erdwälle und dichte Hecken das gesamte Anwesen und lassen keinen Verkehrslärm die Gastlichkeit stören.

    Die Außengastronomie gruppiert sich um einen großen, schön gestalteten Teich mit Wasserfall und interessanter abendlicher Lichtinstallation.
    Unter hohen Laubbäumen und großen Schirmen lässt es sich hier vorzüglich speisen. Die aufmerksame, freundliche Bedienung sorgt für geregelten Nachschub, und das Angebot auf der Karte lässt keine Wünsche nach sommerlich - leckeren Gerichten offen.
    Alles zu moderaten Preisen, und sehr lecker.

    Die bequemen Sessel lassen die Stunden wie im Flug vergehen, und in der ruhigen Atmosphäre, bei leiser, jazzig- grooviger Hintergrundmusik, kann man sich wunderbar unterhalten.
    Da gut 100 abgeschirmte Parkplätze vor dem Hotelgarten angelegt wurden, gibt es auch für größere Freundeskreise keine Probleme mit der Anreise - mit dem Auto.
    Wer aber öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchte, hat hier das Nachsehen, denn nur eine einzige Buslinie führt in angemessener Entfernung hier vorbei.

    geschrieben für:

    Hotels / Wellness, sonstige in Dortmund

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    7.

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    planenundbauen Wir speisten Fischiges, auf der Haut gebraten, mit super leckeren, vielfältigen Salatvariationen, Rindergeschnetzeltes und Putenbrüstchen ---- leeeecker


  8. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Hier ist das Museum für alle Freunde feiner, erlesener Lackkunst. Auf drei Etagen werden bemerkenswerte Exponate aus China, Indien, Ägypten und Europa gezeigt, und zwar vom 17. Jh. bis heute.
    In Sonderausstellungen gibt es Werkschauen von besonders herausragenden Künstlern der Lacktechnik und der Lacktischlerei. Gerade ist ein gigantisches Wandbild auf Faltholztafeln zu bewundern, das schon einen großen Palast braucht, um in passenden Abstand betrachtet werden zu können.

    In Vitrinen, auf Sockeln oder in Rahmen gibt es Exponate von der Größe eines Eies bis zu großen Schränken zu bewundern, und alle sind in feinster Handwerkskunst herrlich bemalt.
    Gerade die Motive, die im Auftrag des Kurbrandenburgischen Fürstenhauses im 17. und 18. Jh. auf Schatullen, Griffelkästen, Vasen, Möbeln und Bilderrahmen auftauchen, entsprechen genau den Schäferbilder großer Maler dieser Epoche.
    Eigentlich denkt man bei Lackkunst eher an Chinesische Künstler, aber auch deutsche Könige und Fürsten waren sehr verliebt in diese besonders dekorative Spachtel- und Malkunst.
    Leider etwas versteckt findet sich die Erstausgabe von Goethes West- Östlichem Divan, hier natürlich mit einem tollen Einband aus edlen Lackbildern mit indischen Blumenmotiven - ein unvergleichliches Dokument!

    Man muss die Windhorststraße fast bis zum Servatiiplatz heruntergehen, um die pompöse Villa zu finden, in der die BASF- Sammlung bedeutender Lackkunst untergebracht ist. Auch große Hinweistafeln oder Fahnen sucht man vergebens. Die Chefetage der BASF mag es eben hanseatisch unaufdringlich.
    Und zum Schluss: der Eintrittpreis von 3,- € (einmalpro Woche sogar ohne Eintritt !!) ist fast nicht zu glauben bei dieser Fülle an Kunstwerken.

    geschrieben für:

    Museen in Münster

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    8.

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    Puppenmama Schöner Bericht und klasse geschrieben.
    Es gibt wohl für alles ein Museum.
    Was noch fehlt, ist was Grünes.
    Konzentrat Nun noch Glückwunsch zum grünen Daumen.
    Ich muss meine Schrift am PC größer stellen, ich las in der Betreffzeile "Lachkunst", Der Bericht zeigt dann aber , dass es um LACK geht.
    Ein Lachkunstmuseum wäre aber eine Anregung für jemanden, der dahingehend mal tätig werden möchte ;-)
    planenundbauen vielleicht kommt ja noch mal der Ruhestand - dann soll man ja Zeit satt haben (oder man sitzt bei Ärzten herum - bis zum Abwinken)
    rolandvitzthum3 Ist der Eintrittspreis zufriedenstellend? Es gibt kaum noch Museen heutzutage, die einen freien Eintritt bieten. Es gibt höchstens Ermäßigungen bei Vorlage des Schwerbehindertenausweises.


  9. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. von 49 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Das Ual Öömrang Wiartshüs ist eine feste Institution auf der Nordseeinsel Amrum. Seit es die Touristenströme nach Amrum zieht, gibt es dieses uralte Wirtshaus schon. Die jetzige Besitzerin ist schon seit 1962 dort ansässig, und lässt inzwischen ihren Sohn das Hotel mit der guten Gaststätte leiten.

    Neben dem historischen Haupthaus (mit inseltypischem Reetdach und rotem Klinker, innen mit uralten, handbemalten Delfter Kacheln ausgestattet) gibt es seit 2013 ein eigenes Suitenhaus direkt gegenüber. Alle Suiten haben geschmackvoll eingerichtete Wohn- und Schlafzimmer und eigene Sitzplätze mit Terrasse oder im schönen Friesengarten am Haus.

    Hier wohnt man völlig ruhig, von Wattenmeer und Wiesen umgeben. Das sehr reichhaltige und toll zusammengestellte Frühstück gibt es von 7:30 Uhr bis 10:30 Uhr im alten Wirtshaus. Neben 10 Käsesorten und einem Dutzend Metzgereiköstlichkeiten stehen ein riesiger Korb mit frisch gebackenen Brötchen (Normal, Körner, Kernig, Roggen, Sesam....), viele Brotsorten und Säfte, Früchte, selbstgemachte Marmeladen. Hier lässt es sich ausgezeichnet speisen in erlesenem altfriesischen Ambiente.

    Das Restaurant bietet ab 15:00 Uhr eine kleine Karte, ab 17:00 Uhr kann man dann im Wirtsgarten am Wattenmeer oder in den historischen Wirtsstuben sehr gut und abwechslungsreich dinieren. Für Freunde guten Weines gibt es eine erstaunlich reichhaltige Auswahl leckerer Rebensäfte, alles zu (für Inselrestaurants) moderaten Preisen.

    Hotelzimmer kosten je nach Saison von 100,- € (DZ) bis 175,- € (Suite) am Tag, zzgl. Kurtaxe.
    Das einzigartige Ambiente, die exklusive Lage direkt am Wattenmeer mit Blick auf die Nachbarinsel Föhr, und die sehr gemütliche Gastlichkeit machen Lust auf ein Wiederkommen.

    geschrieben für:

    Hotels / Restaurants und Gaststätten in Norddorf auf Amrum

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    9.

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  10. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    3. von 4 Bewertungen


    Neben dem kleinen Blumenladen von Mutter Ulbrich hat sich ein Gartenparadies ersten Ranges entwickelt, liebevoll und kreativ geschaffen von den beiden Chefs Ulbrich & Vogel. Hier ist in harter Handarbeit eine weitläufige Schaugartenanlage entstanden, die in viele einzelne, spannende Themengärten als intime Gartenzimmer unterteilt ist.
    Durch den gekonnten Einsatz von historischen Bauteilen aus verfallenen Klöstern und Bauernhäusern kommt an keiner Stelle visuelle Langeweile auf. Brunnen und Wasserläufe spenden überall plätscherndes Nass, und rundum erspäht man Skulpturen aus Holz und Stein, die von der üppigen Natur langsam erobert werden.

    Höhepunkt der seelenvollen Gartenkunst ist für mich der kleine Klostergarten am Ende der Themengärten. Marcus Vogel hat hier alte Mauersteine, Säulen, Torbögen und Fensterbögen von einem Klosterabbruch in Frankreich herangeschafft und eigenhändig ein romantisch- stilvolles Ambiente für seine Blumenpracht gestaltet, das einzigartig gelungen ist.
    Sogar ein riesiger klösterlicher Wassertrog aus Granit wurde mit Radladerkräften auf die antiken Mauersteine aufgesetzt.

    Der bezaubernde Garten Ulbrich ist (außer Montags) täglich für 4,-€ Eintritt zu besichtigen. An den Wochenenden der offenen Gartenpforte im bergischen Land geht das sogar kostenfrei!

    geschrieben für:

    Geschenkartikel / Blumen in Solingen

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    10.

    carlossa Eine sehr schöne Beschreibung. Das würde ich mir zu gerne anschauen. Ist leider etwas weit weg von hier, wrd aber unbedingt gespeichert, falls es mich in die Gegend verschlagen sollte.
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    LUT Freut mich, mal wieder von dir zu lesen! Und was hast du auf dem Foto für einen frisch-grünen Pudel auf dem Kopf!? :-)) Fesch!
    ubier bin auch hin und weg - weiß aber nicht ob des neuen Beitrages oder ob der neuen Kopfbedeckung...
    planenundbauen natürlich wegen der liebevoll handgefertigten Kopfbedeckung - aber jetzt wird es doch allmählich fast 20 C° warm und dann wird es darunter einfach zu warm....
    LUT Ach was, planenundbauen, wer schön sein will, muss/darf auch schon mal leiden :-))
    diepolz ...und einen kühlen Kopf kann man ja bei anderen Gelegenheiten bewahren. ;-)
    Vielen Dank für Deine ausgezeichnete Beschreibung, wenn das hier so weitergeht, wird aus mir noch ein Gartenfreund. ;-)
    Schalotte Toller Beitrag! So Gärten lösen bei mir immer Umbaustimmung aus. Irgendwie ist man mit dem eigenen Garten ja nie wirklich zufrieden und fertig!