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  1. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    2. von 27 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Für ein Community-Treffen galt es ein bezahlbares Hotel zu finden. Meine Kriterien waren: entweder zentral gelegen, so dass alles zu Fuß erreicht werden kann, dann ohne PKW anreisen, oder so in einem Außenbezirk gelegen, dass die Innenstadt mit der Tram gut erreichbar und ein kostenloser Parkplatz inklusive ist. Nach einiger Recherche fand ich dieses Hotel, sehr günstig in einer Nebenstraße direkt am Friedhof Riedberg und nahe der Tram-Linie 4 gelegen. Und das Beste, das Einzelzimmer inklusive Frühstück kostete "nur" 108 Euro für 2 Nächte am Wochenende. Da hatte ich in der Innenstadt ganz andere Preise gesehen.

    Das Einchecken am Freitagnachmittag klappte problemlos, eine sehr! freundliche Dame am Empfang händigte mir den Zimmerschlüssel aus. Das Zimmer lag im hinteren Teil des Gebäudes und war 2 Etagen höher gelegen. Zum Öffnen der Tür benötigte man den Schlüssel mit einer angehängten Chipkarte, die jedoch nicht vor das Türschloss gehalten werden, sondern von oben eingeführt werden musste und so den Schließmechanismus komplettierte, so dass der Knauf zum Öffnen gedreht werden konnte. Hatte ich so vorher auch noch nicht gesehen. Leider war die Deckenbeleuchtung auf dem Teil des Flures defekt, so dass ich im Halbdunkel im ersten Augenblick schon ziemlich fummeln musste, bis ich die Tür geöffnet hatte.

    Das Zimmer selbst war ca. 8 qm groß, ein Einzelbett, ein Tisch, ein Stuhl, ein Sessel, Flachbild-TV an der Wand, alles sauber und ordentlich, aber irgendwie auch recht altmodisch. Die Matratze war ok, der Raum konnte über die Gardine gut abgedunkelt werden, ich habe gut geschlafen. Bei entsprechender Windrichtung hört man die Tram, sonst ist es sehr ruhig.
    Das Bad ist sehr! klein, Dusche, Waschbecken, WC. Handtücher, Duschvorleger, Seife und abgepacktes Duschgel, alles da. Dick hätte ich allerdings nicht sein dürfen, dann hätte ich nicht in den Raum hineingepasst ;-)

    Das Hotel selbst ist irgendwie zweigeteilt, es gibt einen 2-Sterne- und einen 3-Sterne-Bereich. Ich selbst war im 2-Sterne-Bereich untergebracht und hatte keine Gelegenheit, ein 3-Sterne-Zimmer zu sehen.

    Das Frühstück wird im Erdgeschoss eingenommen, ein ausreichend großer Raum mit unterschiedlich großen Tischen, sowie ein kleinerer Nebenraum, der wohl auch für Feiern genutzt werden kann. Das Frühstücksbuffet war guter Standard, für den Preis absolut ok. Darauf waren gekochte Eier, Quark und Joghurt, Fruchtsalat, Cerealien, verschiedene Brötchensorten, Frischkäse, Scheibenkäse, 3-4 Sorten Wurst, Tomaten, Gurke. Kaffee wurde in Kannen gereicht, es gab zudem noch Saft und auch Vollmilch. Auf Wunsch konnte man glutenfreie Backwaren erhalten. Der Nachschub auf dem Buffet klappte sehr gut, es war nie wirklich etwas leer, auch nicht bei großem Andrang.

    Die Anbindung an den ÖPVN ist sehr gut. Die Tram-Linie 4 fährt sehr häufig, braucht 18 min aus der Innenstadt, der Weg zum Hotel beträgt dann noch 3-4 min von der Haltestelle.

    Geparkt werden kann direkt auf dem Seitenstreifen entlang der Straße. Kostenlos.

    Das Auschecken klappte genauso problemlos wie das Einchecken. Freundlich und schnell.

    Fazit: Für mich war das Hotel wirklich ausreichend, da ich dort nur übernachtet habe und mich nicht länger im Zimmer aufgehalten habe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis empfand ich als gut.

    geschrieben für:

    Hotels in Bremen

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    1.

    Ausgeblendete 20 Kommentare anzeigen
    Kaiser Robert Das war eine gute Wahl. Ich war dort zum Leichenschmaus nach einer Beerdigung, alles gut und sauber. Du hättest Dir das alte Krematorium auf dem Riensberger Friedhof ansehen müssen, einfach sehenswert.

    Glückwunsch zum Daumen, hier gehört er hin.
    Kaiser Robert https://www.golocal.de/bremen/restaurants-gaststaetten/hotel-heldt-betriebs-gmbh-6erO/

    Als golocal Partner kann man das leider nicht zusammenführen.
    Puppenmama Danke für Deinen tollen und informativen Bericht, liebe alligateuse.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.
    kisto Es muss auch nicht immer teuer sein! Schöner ausführlicher Bericht, der zurecht begrünt wurde!
    Sedina Oh wie konnte ich diese schöne Bewertung nur übersehen. Du hattest von dem Hotel ja schon erzählt und ich freue mich, dass Du für die Bewertung den verdienten Grünen Daumen bekommen hast - Glückwunsch !


  2. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Über einen Groupon-Gutschein für ein 3-Gänge-Menü habe ich das Restaurant Zeder (gemeinsam mit meiner Schwester) erstmalig besucht. Das Restaurant liegt etwas abseits im Industriegebiet, das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe zu einem Kanal, kurz vor einer Brücke über den Kanal. Parkplätze befinden sich an der Straße oder ein Stückchen weiter in der Wendenstraße, zumindest abends oder am Wochenende in ausreichender Zahl.

    Beim Betreten des Restaurants wurden wir sehr freundlich begrüßt, durften uns einen Tisch aussuchen. Es war überall eingedeckt, wir wählten einen Platz am Fenster. Die Einrichtung ist recht schlicht und funktional, ein wenig Tapete mit arabischen Mustern und Ornamenten, Fotos aus dem Libanon an den Wänden, eine große Glasfront zur Straße hin, bei gutem Wetter kann man vor dem Lokal auch draußen sitzen. Im Lokal selbst gibt es zwei Niveaus, oben ist der Haupteingang, der Tresen bzw. die Küche und auch die Toiletten. Von dort geht es ein paar Stufen hinunter in den Restaurantbereich.

    Als erstes suchten wir uns die Getränke aus, bestellten eine große Flasche Wasser und ein Glas roten Wein. Alkohol gibt es dort eigentlich nicht, aber auf Wunsch bekommt man Wein und sicherlich auch Bier (aus der Flasche). Wir äußerten den Wunsch, dass wir das Menü gern vegetarisch hätten, was kein Problem war.

    Als Vorspeise bekamen wir 10 verschiedene kalte Mezze in kleinen eckigen Schüsseln auf zwei länglichen Tellern serviert. Der Inhaber erklärte uns den Inhalt jeder einzelnen Schüssel und wünschte dann einen guten Appetit. Wir probierten uns durch die verschiedenen Leckereien, aßen Fladenbrot dazu, das in einer separaten Schüssel gereicht wurde. Die einzelnen Vorspeisen, z. B. Hummus, Rote Bete-Salat oder Oliven-Salat schmeckten hervorragend, waren sehr individuell gewürzt und frisch. Wir aßen alles auf, waren dann eigentlich schon fast satt.

    Nach einer kleinen Pause ging es weiter, es wurde uns ein Teller mit Falafel und Salat gebracht. Falafel sind kleine Bällchen aus Kichererbsen, die gebunden und dann frittiert werden. Zusammen mit dem Salat schmeckte auch dies frisch und besonders, war aber nochmals sehr sättigend.

    Den Abschluss machte ein kleines Stückchen Baklava, dass auch sehr lecker und süß schmeckte und sich noch irgendwie in den Magen schummelte ;-) Dazu ein arabischer Mocca, und das Glück war perfekt.

    Die Preise sind nicht unbedingt sehr günstig, aber auch nicht zu teuer, irgendwo im Mittelfeld.

    Fazit: ein sehr runder und schöner Abend in einem ansprechenden Lokal mit extrem freundlichem Personal. Dazu die schönen Fotos aus dem Libanon, die die Wände schmückten und eine Vorstellung vom Land vermittelten. Ich werde auf jeden Fall dort wieder essen gehen, wenn ich in der Gegend bin. Es lohnt sich!

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten / Libanesische Restaurants in Hamburg

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    2.

    Ausgeblendete 16 Kommentare anzeigen
    Blattlaus Interessante Speisen, mein Herr b. würde da natürlich nicht mitmachen. Da muss es schwäbisch sein. Ich hätte sie gerne ausprobiert. Glückwunsch zur verdienten Trophäe.
    Puppenmama Für so etwas bin ich auch. Habe immer lecker in Marokko und Ägypten gegessen. Herzlichen Glückwunsch zu Deinem tollen Bericht und zum grünen Daumen.
    Sedina Danke für den interessanten Tipp und Glückwunsch zur leckeren Entdeckung, zur informativen Bewertung und zum Grünen Daumen!


  3. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Dieter Sanchez, vorher nie gehört, ist nun auch nicht gerade in meinem Einzugsbereich. Für ein Treffen mit Bekannten hatte ich diverse Lokale vorgeschlagen, dieses haben sie sich ausgesucht. Nachdem wir unserem Hobby nachgegangen sind, ging es hierher. Das Lokal liegt an einer Ausfall-/Einfallstraße des Flughafens in der Nähe einer größeren Kreuzung, Parkplätze gibt es am Straßenrand, wenn man denn einen findet. Wir hatten Glück und konnten gegenüber unser Auto abstellen.

    Schon von außen sahen wir, dass das Lokal sehr gut besucht ist. Auf den ersten Blick war kein Platz mehr frei für uns drei, aber wir versuchten es dennoch, traten ein und wurden sofort von einer sympathischen Service-Kraft begrüßt. Sie nahm sich unser an, sagte uns, dass sie zunächst schauen würde, ob noch Platz ist. Sie verschwand in den einen Teil des Lokals, kam wieder, ging in den anderen Teil und bat uns dann, erst mal am Tresen Platz zu nehmen, brachte uns die Speisekarten, um dann kaum 2 Minuten später wiederzukommen und uns zu einem freien Tisch zu führen. Und dabei war sie sehr unaufdringlich freundlich und aufmerksam, wir fühlten uns wirklich gut betreut.

    Der Platz war im linken Raum vom Eingang aus gesehen. Unser Tisch war in einer Ecke, sehr eng alles, aber wir saßen. Alle anderen Tische waren besetzt, es war sehr laut, ein Stimmengewirr, deutsch, englisch. Wir schauten uns die Speisekarten in Ruhe an, die die Spezialitäten zuerst listeten. Cheese Steak und Pulled Pork, und das in diversen Variationen, als Burger, als Salat, etc. Ergänzt wird diese rein fleischige Auswahl auch durch vegetarische und sogar vegane Speisen. Und Beilagen, wie zum Beispiel „Porno Fritten“, gibt es auch. Irgendwie ist alles recht amerikanisch, aber irgendwie auch nicht, denn es gibt auch was mit Gyros oder Croques. Die Getränkeauswahl ist auch groß und ungewöhnlich. Neben viele Spirituosen und Bieren gibt es auch leckere alkfreie Geränke mit lustigen Namen wie Ice-T Motherfucker

    Wir gaben unsere Bestellung auf, ein Doubleburger, Porno Fritten, Pulled Pork-Salat, Dieter Sanchez Cheesesteak, dazu Alsterwasser, Fritz Limo und den Ice-T Motherfucker. Nach dem Bestellen vergingen vielleicht 5 min, dann kamen schon die Getränke. Der Eistee kam mit Eiswürfeln und war schön säuerlich, aber nicht zu sehr, sehr erfrischend. Nach weiteren 15 Minuten ca. kam schon das Essen. Der Salat war in einem tiefen Teller, fast schon eine Schüssel, angerichtet. Er war extrem frisch und auch mit Zutaten wie Rote Bete-Salatblätter, frischen Pilzen und Mais nicht unbedingt durchschnittlich, sondern vom Geschmack her wirklich überdurchschnittlich gut. Es gab Balsamicodressing dazu, Pulled Pork und in einem kleinen extra Töpfen die Barbecuesauce. Der Burger war gut belegt, mittelgroß und der leckerste, den meine Bekannte je gegessen hat, sagte sie. Die Porno Fritten kamen in einem kleinen Plastikkörbchen, waren eine gute Portion. Ist mal eine Alternative zu den „normalen“ Fritten, weil eben auch knusprig. Das Cheesesteak wurde zusammen mit den Fritten auch einem kleinen länglichen Körbchen serviert, war wohl etwas schwieriger zu essen, weil immer etwas herausfiel. Man kennt das von Dönertaschen, etc. Der Geschmack soll Weltklasse gewesen sein, laut meinem Bekannten. Die Pommes waren lang und lecker.

    Als wir fertig gegessen hatte, wurde zeitnah abgeräumt und nach weiteren Wünschen gefragt. Wir wollten allerdings nichts mehr und klönten noch einen Moment, während wir austranken. Dann kam noch der Gang zur Toilette, dazu musste man durch den ganzen Laden ans andere Ende gehen, wo sich jeweils 1 Toilette für die Jungs und eine für die Mädels befindet. Zumindest für die Mädels kann ich sagen, alles sauber, alles gut.

    Das Lokal ist sehr langgezogen oder breit, wie man es sieht. Zentral ist die Grillerei, etc. angeordnet, links davon ein kleiner Tresen, davon jeweils links und rechts ein rechteckiger Raum mit Tischen und auch vor der Grillerei gibt es Essplätze am Fenster. Überhaupt ist der Blick zur Hauptstraße immer möglich, viel Fenster. Der Platz für die Tische ist optimal ausgenutzt, jeder freie Zentimeter. Wer also Privatsphäre möchte, der ist hier falsch. Auch ein ruhiges Gespräch ist kaum möglich. Es ist laut, im Hintergrund läuft zudem noch Musik, je mehr Gäste, desto lauter.

    Im Lokal riecht es nach Grillerei, und so riecht man selbst auch, wenn man rausgeht, bzw. die Klamotten. Klar, werden jetzt einige sagen, wenn da offen das Fleisch, etc. zubereitet wird. Ist von mir auch nur eine Anmerkung, damit man weiß, dass man hinterher auslüften muss ;-)

    Besonders hervorheben möchte ich die ausgesprochene Freundlichkeit des Personals. Selten bin ich so zuvorkommend behandelt worden und hatte dabei nicht das Gefühl, dass das aufgesetzt war. Das Team möchte einfach, dass man sich dort wohlfühlt. Das ist in unserem Fall sehr gelungen. Wir kommen wieder!

    Fazit: tolles Imbiss-Restaurant für ausgesprochene FleischliebhaberInnen, die aber ihre veganen Freunde mitnehmen können, da es für die auch ein kleines Angebot gibt. Für einen intimen Abend oder Problemgespräche eher nicht, da es einfach zu laut und zu eng ist. Preis-Leistungsverhältnis finde ich sehr gut.

    Auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe, die werden durch die Qualität des Essens und die Freundlichkeit des Teams vollständig wieder aufgehoben. Daher volle Punktzahl.

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten / Amerikanische Restaurants in Hamburg

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    3.

    Ausgeblendete 17 Kommentare anzeigen
    NC Hammer Tom Ich habe mir gleich mal ein Eselsohr gesetzt für meinen nächsten HH Besuch. Achso, Glückwunsch zum Porno Fritten Daumen .
    Blattlaus Glückwunsch zum verdienten Daumen liebe alligateuse.
    Bei einem Hamburg Besuch würde mir das Lokal auch gefallen.
    Sedina "Porno Fritten" - nie gehört, und was ich angezeigt bekomme, wenn ich damit oder mit "Pommes porno" google, das liegt unter der Gürtellinie ;-)))
    Danke für den lehrreichen Beitrag und den guten Tipp, und Glückwunsch zum Grünen Daumen !


  4. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Kärnten, wo liegt das denn genau?

    Laut Wikipedia ist Kärnten das südlichste Bundesland der Republik Österreich. Landeshauptstadt ist Klagenfurt am Wörthersee. Und wenn ich mir die Bilder im Internet dazu anschaue, dann sind da Berge, echte Berge! Und die sind hoch, verdammt hoch.

    Was verbinde ich noch mit Kärnten oder Österreich? Deftige Küche! Und natürlich Kaiserschmarrn ;-)

    Aber wieso hier überhaupt Kärntner Hütte? Wir sind doch nicht in den Bergen, und in Österreich schon gar nicht.

    Wer es nicht weiß, im südlichen Teil Hamburgs, südlich der Elbe, befindet sich ein bis zu 155 Meter hoher Höhenzug, die Harburger Berge. Der Großteil liegt in Niedersachsen, aber die Ausläufer reichen bis in den Stadtteil Heimfeld. Pah, 155 Meter, was ist das schon, werden diejenigen jetzt vielleicht denken, die nahe der „richtigen“ Berge wohnen. Wenn man aber die Harburger Berge durchwandert, sind die Höhenunterschiede ganz schön schweißtreibend.

    Nach einer 5-stündigen Wanderung durch den Hamburger Teil der Harburger Berge kehrte ich mit meiner Begleitung in die Kärntner Hütte ein. Diese Lokalität liegt am Rande eines großen Parkplatzes und am Beginn mehrerer Wanderwege. Schon bei unserer Ankunft am Morgen ist auf dem Parkplatz eine Menge los. Da werden Mountainbikes und Kinderwagen ausgeladen, Hunde angeleint und Lauf- oder Wanderschuhe angezogen. Irgendwie sehr sportlich das Ganze. Wir ziehen unsere Wanderschuhe an und stapfen los, nehmen den Weg, der direkt an der Kärntner Hütte vorbeiführt. Draußen ist bereits eine Service-Kraft mit Eindecken beschäftigt. Wir sprechen sie an und hoffen auf gutes Wetter, denn wir wollen später dort einkehren und gern draußen sitzen, das erste Mal in diesem Jahr. Sie lacht und meint, es sollen doch bis zu 20 Grad heute werden, das passt schon. So motiviert laufen wir los. Hoch und runter, rechts und links, auf und ab, genießen die langsam erwachende Natur. Zwischendurch machen wir ein kleines Picknick, trinken etwas, essen einen Snack. Immer wieder begegnen uns Mountainbiker, für die das hier ein Eldorado ist. Langsam wird es immer wärmer, die Jacken werden ausgezogen und im Rucksack verstaut, T-Shirt-Wetter ;-)

    Als wir wieder bei der Kärntner Hütte ankommen, sind draußen alle Plätze besetzt. Schade, denken wir im ersten Moment. Doch an einem großen runden Tisch sitzen nur 3 Personen, 3 Stühle sind noch frei. Berührungsängste haben wir nicht und fragen freundlich nach, ob wir uns dazusetzen dürfen. Dürfen wir. Die Gäste haben schon fast aufgegessen und ausgetrunken, wir kommen ins Gespräch, das sich sehr schnell zu einer lebhaften Plauderei entwickelt. Es ist ein etwa gleichaltriges Ehepaar, das seine Mutter aus dem Pflegeheim ausführt. Wir unterhalten uns angeregt über Gott und die Welt. Die Service-Kraft kommt, will uns die Speisekarten geben, doch wir wissen eigentlich schon, was wir wollen. 2x Milchkaffee, 1x Käsekuchen, 1x Apfelkuchen, dazu noch 1 Wasser und 1 Cola. Es ist schließlich Kaffeezeit. Wir quatschen weiter mit dem Ehepaar und dessen Mutter. Sehr nett. Der Kuchen wird gebracht, der Kaffee und die Getränke dazu, es wird noch gemütlicher. Wir trinken erst die kalten Getränke gegen den Durst, dann ist das erste Stück Kuchen dran. Lecker! Ich liebe Käsekuchen, dieser ist schön fest und wirklich köstlich. Dazu frischer Kaffee. Was will frau mehr an einem Sonntagnachmittag? Das Ehepaar mit seiner Mutter bricht auf. Fröhliches Verabschieden.

    Ich bleibe mit meiner Begleitung noch eine gute halbe Stunde sitzen. Wir beobachten etliche Mountainbiker, die hier im Anschluss an ihre Ausfahrt etwas essen und trinken. Fast alle bestellen etwas Deftiges, einige aber auch Kaiserschmarrn. Die Gerichte sehen optisch sehr gut und reichhaltig aus. Eine nette und entspannte Atmosphäre, die Service-Kräfte sind auch sehr freundlich und für einen Scherz zu haben.

    Zum Abschluss suchen wir noch die Toiletten auf, die sauber sind, aber sehr klein. Dick darf frau da wahrlich nicht sein, sonst kann sie sich nicht umdrehen. Bei der Gelegenheit schauen wir uns die Inneneinrichtung des Lokals an. Ein großer Raum (der auch für private Veranstaltungen gemietet werden kann) ist mit gemütlichen Möbeln ausgestattet. An vielen Ecken gibt es ein wenig kitschige Deko, die aber prima hierher passt. Jedenfalls so, wie ich es mir in Kärnten vorstellen würde ;-)

    Fazit: Die Lage der Kärntner Hütte ist sicherlich der Clou. Der große Parkplatz direkt vor der Tür, der rustikale Charme des Lokals, die Zünftigkeit, die Gemütlichkeit, die moderaten Preise. Bei einem neuerlichen Besuch würde ich gern mal den Kaiserschmarrn ausprobieren, der sah total appetitlich und nach viel Hüftgold aus. Das darf ich aber nur essen, wenn ich vorher ordentlich in den Kärntner Bergen gewandert bin ;-)

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Hamburg

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    4.

    Sedina Dahin möchte ich später auch von meinen Nachkommen ausgeführt werden :-)))
    Ein schöner Tag, ein schöner Bericht Glückwunsch!
    Ausgeblendete 18 Kommentare anzeigen
    eknarf49 Danke für die überzeugende Bewertung, liebe alligateuse. Hüftgold wird bestimmt noch mal sehr wertvoll.
    Sir Thomas Eine Harburger Berghüttn - man lernt nie aus ;-) Ein großartiger und - mindestens - grünwürdiger Beitrag, liebe alligateuse
    joergb. Auch von mir Glückwunsch - die Lage kommt mir bekannt vor, kann es sein, daß ich da vorbeikomme, wenn ich von Karstadt in HH-Harburg in die Bauernweide in HH fahre? Ich glaube ja :-)


  5. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. von 49 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Im August 2015 war ich mit meiner Schwester für 3 Nächte (ÜF) in diesem Hotel. Ich hatte ein Arrangement über Groupon gebucht. Das Reservieren nach Erwerb des Gutscheins war zuvor problemlos via Email erfolgt. Wir kündigten unsere Ankunft für Mittwoch 18 Uhr an. Das Hotel (eigentlich das Restaurant) hat an diesem Tag seinen Ruhetag, jedoch war die Anreise dennoch möglich.

    Das Hotel befindet sich zentral im Ort direkt an einer Durchgangsstraße gelegen, jedoch nicht im historischen Stadtzentrum (ca. 5 min Fußweg von dort).

    Wir reisten mit dem PKW an und erreichten das Hotel pünktlich. Zu diesem Zeitpunkt war auch das hoteleigene Restaurant geöffnet, am heutigen Ruhetag jedoch nur für Hotelgäste. An den restlichen Tagen können auch externe Gäste kommen. Wir checkten ein, wurden gleich gefragt, ob wir noch zu Abend essen wollen, was wir bejahten. Zunächst ging es aber auf unser Zimmer, ein Zweibettzimmer im 1. Stock, das Eckzimmer sowohl zur Seitenstraße als auch nach vorne zur Straße raus. Das Zimmer war einfach ausgestattet, bot aber alles, was wir benötigten. Schlichte funktionale Möbel, Nachtleuchten auf jeder Seite des Bettes, die unabhängig voneinander aus-/eingeschaltet werden konnten, Tisch und Stuhl, eine Kofferablage, Kleiderbügel und ausreichend Platz, um auf die andere Seite des Bettes zu gelangen. Das Badezimmer war hier sehr groß im Verhältnis. Sowohl Zimmer als auch Badezimmer sehr sauber und ordentlich. Als Gruß stand auf dem Tisch eine Schale mit Obst und Schokolade.

    Geschlafen haben wir auf den Matratzen wunderbar, sie waren nicht durch gelegen oder hatten Kuhlen. Der Lärm von der Straße hielt sich in Grenzen. Das Fenster zur Straße hatten wir geschlossen, das Fenster zur Seitenstraße geöffnet. Natürlich sind etliche Autos gefahren, aber mich hat es nicht sehr gestört, meine Schwester benutzt immer Ohropax. Wen es stören würde, der verlangt am besten ein Zimmer nach hinten raus.

    WLAN war gegen geringe Gebühr erhältlich, damit konnte man 24 h online sein. Es wird aber nur die tatsächlich verbundene Zeit berechnet, also loggt man sich nach dem Checken der Emails etc. wieder aus, so kommt man damit sehr gut hin.

    Am ersten Abend sind wir nach dem Einchecken und Einrichten im Zimmer noch zum Abendessen ins Hotelrestaurant gegangen. Dies ist gleichzeitig auch der Frühstücksraum. Angeschlossen ist ein kleiner Wintergarten (zur Straße hin), in dem ca. 4-5 Tische stehen. Der ganze Wintergarten ist verglast und sehr schön hell. Meine Schwester und ich bevorzugten allerdings einen Tisch in der Ecke des Gastraumes, weil es in dem Wintergarten auch recht hellhörig ist. Wenn dort mehrere Tische besetzt sind, dann hallt es sehr, und man kann sich nicht in Ruhe unterhalten. Im Gastraum ist das anders, dort dämpfen Teppich und Einrichtung die Lautstärke. Ich fand es dort auch sehr gemütlich im Vergleich zum Wintergarten, aber das ist sicherlich Geschmacksache.

    Ohne auf jedes einzelne Gericht einzugehen kann ich sagen, dass die Hotelküche eine Wucht ist. Wir waren von unseren Gerichten wirklich sehr begeistert. Da wird frisch gekocht, viele Gewürze verwendet, lokale Rezepte einbezogen. Und Sonderwünsche, z. B. vegetarisch, Diät, kein Problem, wir haben es ausprobiert. Das spiegelt sich auch beim Frühstück wieder, welches in Buffetform angeboten wird. Es gibt alles was das Herz begehrt, sogar 2 Sorten Rührei (eines vegetarisch) mit leckeren frischen Kräutern, selbstgemachte Marmeladen, lokale Wurst vom hiesigen Bauern, mehrere Sorten Brötchen (auch Vollkorn) und Brot. Dazu Käse, frisch geschnittenes Gemüse, Joghurt und Obstsalat. Es kamen zum Frühstück auch einige externe Gäste.

    Und was am Wichtigsten ist, die Hoteleigner sind supernett, hilfsbereit, freundlich und haben ein offenes Ohr. Wir konnten mit allen Fragen zu ihnen kommen, habe einige wertvolle Tipps für unseren Stadtbummel bekommen. Meine Schwester und ich haben uns wirklich wohl gefühlt.

    Und zuletzt noch ein paar Worte zu Naumburg und Umgebung. Wer es gerne ein wenig ruhiger und ohne viel Schnickschnack mag, der ist in Naumburg sehr gut aufgehoben. Das Mini-Städtchen kann prima zu Fuß erkundet werden, es gibt einige sehr sehenswerte Fachwerkhäuser und sonst alles für den täglichen Bedarf. Sehen und gesehen werden ist hier nicht so angesagt, wer gern Trubel mag ist hier falsch. Abends werden hier schon zeitig die Bürgersteige hochgeklappt. Doch ein zwei nette Lokale gibt es. Ich empfehle Naumburg als ideale Absprungbasis für Erkundungen in die Umgebung. Es ist nicht weit zum Edersee, nicht weit zum Habichtwald, akzeptable Entfernung nach Kassel.

    Fazit: Mir hat das Hotel und das ganze Drumherum so gut gefallen, dass ich für dieses Jahr schon den nächsten Aufenthalt gebucht habe.

    Übrigens, ich habe diese Bewertung auch noch auf einem anderen Portal veröffentlicht. (tripadvisor).

    geschrieben für:

    Hotels / Restaurants und Gaststätten in Naumburg in Hessen

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    5.

    Ausgeblendete 11 Kommentare anzeigen
    Kulturbeauftragte Hört sich wirklich sehr gut an, auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, dass es uns in diese Gegend verschlagen sollte.

    Mit der Bewertung unseres Hotels in deiner Stadt tue ich mich aus verschiedenen Grünen ein wenig schwer... kommt aber noch... (Bloß wann :-/)

    Natürlich ist es kein Grund dir zu dieser Bewertung zu gratulieren, da der Daumen, aus meiner Sicht, völlig gerechtfertigt vergeben wurde! Glückwunsch dazu!


  6. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Mein erster Besuch in der easyApotheke. Schon häufig war ich daran vorbei gelaufen, aber irgendwie war ich von diesem Anglizismus im Namen eher abgeschreckt. Für mich symbolisiert das so etwas wie „alles easy“, alles locker, nicht alles so eng sehen, etc. Nennt mich altmodisch, doch bei Medikamenten oder medizinischer Beratung bin ich eher konservativ. Heute wurde ich jedoch eines Besseren belehrt, nachdem ich bei einer „konservativen“ Apotheke mit meinem Rezept abgeblitzt war.

    Mein Arzt hatte mir zwei Mehrfachpackungen zweier unterschiedlicher Medikamente verschrieben. Es handelt sich dabei um Medikamente, die ich während der Pollenflugzeit nehmen muss, weil ich eine Allergie habe. Da ich sonst keine Beschwerden habe und nicht alle 2 Wochen zum Arzt deswegen muss, habe ich erst wieder nach der Pollenflugzeit einen Termin bei ihm. Bis dahin muss ich aber über die Runden kommen mit schniefender Nase, juckenden Augen und verstopften Bronchien. Also gleich die Großpackungen ;-)

    Da ich am Morgen in einer anderen Apotheke diese Medikamentengröße nicht bekommen habe, habe ich die easyApotheke zunächst vom Büro aus angerufen, ob sie diese Art Medikamente in der Größe vorrätig haben. Ich konnte alles telefonisch durchgeben, mir wurde sofort bestätigt, dass alles vorrätig ist.Toll! Ich hatte am Abend noch eine Verabredung in der Nähe, so dass ich beides miteinander verbinden konnte. Zudem sind die Öffnungszeiten hier so günstig (für Berufstätige), nämlich bis 19:30 Uhr, dass ich meine Medikamente nach Büroschluss „easy“ abholen konnte.

    Ich betrat die Apotheke, bei der die Farbe Grün dominiert. Links befindet sich die zentrale Kasse, rechts herum geht es vorbei an vielen vielen Produkten, die sehr gut beschildert sind, zu den Beratungstresen. Hier ist es wie bei Banken und Sparkassen, Diskretion zählt, daher „darf“ man bis zu einer Markierung gehen, muss dann stehen bleiben, bis ein Berater/Beraterin frei ist. Ich stand gerade, als eine Mitarbeiterin vorbeikam und mich ansprach, ob sie mir schon weiterhelfen könnte, damit ich nicht so lange warten muss. Zufällig war es diejenige, mit der ich telefoniert hatte, sie erkannte meine Stimme und sagte gleich, dass sie mich zum ausgebildeten Apotheker an den Tresen schickt. Der war auch gerade frei geworden. Er holte meine Bestellung herbei, nahm mein Rezept entgegen und verglich genau, ob alles korrekt ist. Das war es, er packte die Bestellung in eine kleine Plastiktüte und verschloss diese mit dem Kassenbon, den er dort antackerte.

    Ich nutzte die Gelegenheit und fragte ihn, was der Unterschied zu anderen Apotheken sei? Er antwortete mir, dass hier viele rezeptfreie Medikamente günstiger angeboten werden und dass es zudem viele Angebote, auch Sonderangebote gibt. Er wies auf eine Schmerzsalbe hin, die bei mir sowieso gerade aufgebraucht war, und die ich dann in der günstigsten Größe kaufte. Tatsächlich war sie um Einiges günstiger als sonst. Diese wurde dann in eine Papiertüte gesteckt und mit dem Kassenbon verschlossen. Auf Nachfrage hieß es dann, dass rezeptfreie Medikamente immer in Papiertüten und rezeptpflichtige in Plastiktüten gesteckt werden.
    Dann ging es zur Kasse, wo die freundliche Dame die Bons scannte und mir dann den entsprechenden Betrag abnahm.

    Fazit: eine sehr aufgeräumte und gut gestaltete Apotheke, durch die man durch die Art und Weise, wie die Regale aufgestellt sind, quasi hindurch geleitet wird. Alles ist hell und freundlich gestaltet, das Personal ist sehr freundlich und auskunftsfreudig. Mir hats gefallen, und das wird sicherlich meine Stammapotheke in Zukunft werden. Der Anglizismus hat diese Mal wirklich recht, es war alles "easy", ich fühlte mich aber sehr gut beraten.

    geschrieben für:

    Apotheken / Kosmetik in Hamburg

    Neu hinzugefügte Fotos
    6.

    Ausgeblendete 30 Kommentare anzeigen
    golocal Team Zur Hochkunjunktur der Grippe-Welle muss eigentlich auch mal eine schöne Bewertung zum Thema "Krankheit" fallen - und hier ist sie!
    Auch Alligatoren liegen ja mal flach - und schreiben dann tolle Texte. Herzlichen Glückwunsch zur "Bewertung des Monats!"
    ...und gute Besserung!
    Nike Wenn aus alligateusen Alligatoren werden, dann werden aus Bewertungen Topbewertungen ;-)))

    Herzlichen Glückwunsch zur verdienten Auszeichnung und weiterhin gute Besserung auf allen "Baustellen"! :-)
    Ksmichel Klasse. Da muss ich doch gleich mal, ach, es zwickt mich in der Wade. Ich brauche doch dringend was dagegen.
    Sedina "Easy" im Namen ist ein Leistungsversprechen, schön, dass es eingehalten wurde.

    Glückwunsch zur verdienten Auszeichnung - oder ist sie unverdient, weil Dir alles so leicht gemacht wurde ? ;-)))
    Sir Thomas Verzeih die Verspätung, liebe Alligateuse - dies fiel in meine Absenz und mir erst jetzt auf. Bei einem 'Easy' Bestatter wäre ich sicher noch zurückhaltender als bei einer so heißenden Apotheke. Umso besser, dass du hier so gute Erfahrungen gemacht hast. Hoffentlich ist die Allergie mit dieser Droge halbwegs beherrschbar. Und natürlich: sei herzlich willkommen bei den Golocal-Nobelpreisträgern :-))


  7. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Auch ich nutze die Gelegenheit, meine ursprüngliche Bewertung erneut einzustellen, da das Lokal ja unverändert existiert. Und Namen sind ja Schall und Rauch, insofern ...

    Ursprungsbewertung

    Auf zum Portugiesen ins Schanzenviertel, Golocal-Stammtisch ist angesagt. Aufgrund der schwierigen Parkplatzsituation komme ich mit meiner Begleitung ein wenig zu spät, aber nicht zuuuuu spät.

    Das Lokal war brechend voll. Jeder Platz schien doppelt besetzt zu sein, so eine drangvolle Enge, so ein Gewimmel war dort. Beim Hineinkommen standen etliche Gäste, die (noch) keinen Platz ergattert hatten, im Eingangsbereich und versperrten diesen gewissermaßen. Wir drängelten uns durch, da wir unsere Gruppe schon erspäht hatten. Nachdem wir die wenigen Stufen zu dem oberen Teil des Restaurants erklommen hatten, begrüßten wir die ca. 10 Personen, die an einem langen Tisch ganz rechts an der Wand platziert waren. Die Begrüßung musste allerdings wegen der Enge zwischen den einzelnen Tischen einem „von weitem winken“ weichen. Und wenn man als letztes kommt, dann sind meist die Plätze an einem Ende des Tisches frei. So war es dann auch, wir setzten uns an die beiden verbleibenden Plätze am Tisch.

    Die anderen hatten schon den Gruß der Küche, Brot und Aioli erhalten, außerdem die Getränke. Ich studierte als erstes die Speisekarte, da die anderen darauf warteten zu bestellen. Wir beiden Nachzügler warteten auch sehnsüchtig auf die Möglichkeit ein Getränk zu bestellen, aber das dauerte dann etwa 20 Minuten, bis wir unseren Wunsch loswerden konnten. Wir vereinbarten, dass wir das Essen bestellen würden, wenn unsere Getränke gebracht werden. Aber jemand vom Service brachte die Getränke und – ging wieder. Wir mussten dann noch einmal ausdrücklich Bescheid geben, dass wir jetzt gern bestellen möchten. Und so wurden diverse Vorspeisen und Hauptgerichte bestellt. Ich entschied mich für den Zander mit Gemüse und Salzkartoffel (12 Euro) und verzichtete auf eine Vorspeise. Stattdessen knusperte ich noch ein wenig von den Brotscheiben mit Aioli, sehr lecker.

    Mit der Bestellung tat ich mich ein wenig schwer, denn ich wollte unbedingt auf bedrohte Fischarten verzichten (nachzulesen welche das sind auch hier http://www.tier.tv/wissen/tierschutz/gefaehrdete-fische ). Das ist bei einem Portugiesen eher schwierig, doch ich entschied mich aus diesem Grund für den Zander. Die Frische der Fische wäre hier kein Grund, denn die Fische lagerten – für alle Gäste gut sichtbar – auf Eis in einem Tresen direkt an der offenen Küche. Ein Mitarbeiter bediente die Köche direkt aus diesem eisigen Vorrat.

    Warum ich nur 3 Sterne vergebe?

    Das Lokal glich einem Wimmelbild, wo man nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll, weil es wirklich ÜBERALL wimmelig ist. Das Wimmelige schlägt sich dann auch auf die Lautstärke nieder. Es war brutal laut. Mir ist bewusst, dass dies immer sehr subjektiv ist, den einen stört es, den anderen nicht. Da ich aber eine eher leise Stimme habe und zudem noch an einer Erkältung gelitten habe, die mir ganz schön auf die Nebenhöhlen und Ohren geschlagen ist, hatte ich auch Probleme, meine mir gegenüber sitzenden Personen zu verstehen. Zu reden hatte ich noch weniger Lust, weil dies eher einem Brüllen oder Schreien glich. So beschränkte sich der Kontakt wirklich auf die direkt neben oder mir gegenübersitzenden Personen, mit denen am anderen Ende des Tisches war kein Gespräch möglich, weil zudem auch jeder Millimeter Raum zwischen den Tischen ausgenutzt worden war, sprich es gab keinen Platz dazwischen. Deshalb konnte ich auch nicht mal zwischendurch einfach ans andere Tischende gehen und dort eine Weile einen Stehplatz einnehmen, es mangelte an Platz.

    Mir gefallen grundsätzlich solche „lauten“ Lokalitäten nicht so sehr, weil sie sich in der Lautstärke hochschaukeln, je voller es dort wird. Am Ende eines solchen Abends bin ich dann entweder sehr einsam oder sehr heiser ;-)

    Mein Essen war nur mittelmäßig, das Gemüse (Blumenkohl, Wurzeln) kalt und geschmacksneutral, 2 Kartoffelhälften verloren sich auf dem großen Teller, 2 Stücke Zanderfilet waren sehr durchgegart und wenig geschmackvoll gewürzt, ich fand zudem ca. 10-15 Gräten, was ich für ein gut filetiertes Filet als zu viel empfinde. Die Menge fand ich insgesamt in Ordnung, 12 Euro war ebenso ok, allerdings wäre mir heißes Essen und mehr Geschmack lieber gewesen.

    Ein weiterer Kritikpunkt sind so Dinge wie ein auf dem Weg zur Toilette liegender Flickenteppich, der sich immer wieder vergnüddelte und Falten schlug, eine Stolperfalle par excellence, ich wunderte mich, dass niemand zu Fall kam. Wie schon geschrieben, ist die Küche offen, an der Seite, an der wir saßen, war auch der Eingang bzw. Ausgang aus dieser, eine fleißige Küchenhilfe war wenige Meter von uns entfernt damit beschäftigt, die zurückkommenden Teller von Resten zu befreien und diese dann zu spülen. Dabei fielen häufiger Fisch- oder sonstige Reste auf den Fußboden und lagen dort. Solche Reste sind auch glibschig und Unfallverursacher, wenn man darauf ausrutscht. Aber wenn man die ganze Zeit darauf schauen muss, ist es nicht so schön, nicht, dass ich sonderlich empfindlich wäre, es war eben noch ein Punkt mehr, der das eher mittelmäßige Bild für mich ergab.

    Ein weiterer Minuspunkt war, dass es fürchterlich gezogen hat. Die Außentemperaturen waren bei meinem Besuch ja eher so, dass man sich gern im Warmen aufhält, und es war auch nicht kalt, aber es wehte ständig ein kalter Hauch, der die mir gegenübersitzenden Personen allerdings wesentlich mehr beeinträchtigte, so dass sie sich einen Schal umbanden und auch beim Personal nachfragten, ob das abzustellen wäre. War es aber nicht! Auch ich, vermeintlich durch einen Wandvorsprung geschützt, merkte den kalten Zug um die Beine. Eher unangenehm.

    Noch ein Punkt sind die Toiletten. Ich kann logischerweise nur die Damentoiletten beurteilen. Bei soviel Andrang und der Tatsache, dass die Frauen doch häufiger zur Toilette gehen als die Männer, verstehe ich nicht, wieso nach der Hälfte des Abends die Handtücher leer sind und nicht aufgefüllt werden. Zudem war der Seifenspender ebenfalls nicht mehr voll und wurde kurzerhand mit Wasser aufgefüllt, sprich verlängert. Das hat natürlich nicht den Reinigungseffekt wie die konzentrierte Seife. Ich denke, ein gutes Restaurant/Lokal sollte es schaffen, einmal zwischendurch auf die Örtlichkeiten zu schauen, ob noch alles vorhanden ist. Für mich ist die Toilette auch immer ein bisschen wie die Visitenkarte des Lokals, wenn die in Ordnung und sauber ist, dann ist meist der Rest auch in Ordnung.

    Ich denke, die anderen TeilnehmerInnen des Stammtischs haben eine andere Ansicht, aber ich habe es so empfunden. Nichtsdestotrotz war es ein sehr schöner Abend, weil mir die Gruppe wichtiger als das Drumherum war.

    geschrieben für:

    Portugiesische Restaurants in Hamburg

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    7.

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    Gloria73 Schön das dir nichts von den Unzulänglichkeiten die Freude an deinem Stammtischabend nehmen konnte :)
    Meinen Glückwunsch zur verdienten Trophäe!


  8. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


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    Was tun, wenn man in einem riesigen Gewerbegebiet in einer Pension übernachtet und am Abend nach der langen Anreise nicht mehr weit fahren will, um etwas zu essen. Da trifft es sich doch sehr gut, das sich direkt gegenüber der Pension der Asienpalast befindet. Eigentlich auch nicht zu übersehen, besonders in der Dunkelheit, weil recht kitschige „Leuchtbäume“ vor dem Restaurant sowie die typischen asiatischen Lampions den Weg zum Eingang weisen. Von außen ist der Asienpalast daher sehr gut als asiatisches Restaurant zu identifizieren.

    Gemeinsam mit 4 Freunden schlage ich gegen 20 Uhr ohne Reservierung im Restaurant auf. Schon von außen ist gut zu erkennen, dass hier ordentlich Betrieb ist und kaum mehr freie Tische da zu sein scheinen. Wir werden nach unserem Eintreten von einem männlichen Asiaten abgefangen und gefragt, ob wir reserviert haben, was wir verneinten. Zunächst scheint es so, als wäre kein freier Tisch mehr da, aber dann führt er uns an einen länglichen Sechsertisch am Fenster, unweit des Eingangs. Wir sind froh, dass das so unkompliziert klappt.

    Nach kurzer Zeit erscheint eine weibliche Service-Kraft, gibt uns die Speisekarten und nimmt unsere Getränkewünsche auf. Wir haben kaum Zeit die Speisekarte zu studieren, da werden von einem weiteren Service-Mitarbeiter schon die Getränke gebracht. Die Entscheidung, was wir essen, geht schnell, da abends ein Buffet für 15,90 Euro angeboten wird und wir alle Buffet essen wollen. Es wäre aber auch möglich, Gerichte von der Speisekarte zu bestellen.

    Jetzt ist Zeit sich in dem Restaurant ein wenig umzuschauen. Es ist ein recht großer rechteckiger Raum, schwer zu sagen, wie viele Gäste hier essen können. Wir sitzen direkt an einer langen Fensterfront, an der ausschließlich Tische für 6 Personen angeordnet sind. Im Zentrum des Raums, leicht erhöht, befinden sich weitere Tische. Zwischen uns und der Erhöhung befinden sich weitere Sechsertische und auch kleinere. Außerdem gibt es einige separate Räume unterschiedlicher Größe. Ich schätze, dass gut 150 Gäste hier gleichzeitig essen können. Der vorhandene Raum wird optimal ausgenutzt, um das Restaurant mit so vielen Gästen wie möglich füllen zu können. Die Erhöhung in der Mitte des Gastraumes sorgt auch dafür, dass sich durch diese weitere Ebene die Lautstärke in Grenzen hält. Wundersamerweise brauchen wir uns nicht anzuschreien, sondern wir können uns normal unterhalten. Der Gastraum ist gut ausgeleuchtet, das Mobiliar und der Fußboden auch hell, die Dekoration typisch asiatisch, aber dennoch wirkt es nicht überladen.

    Nun zum wichtigsten, dem Buffet. Es ist – vom Eingang aus gesehen - links situiert. Dort befindet sich das sehr umfangreiche Buffet mit den chinesischen, thailändischen, japanischen und mongolischen Spezialitäten. Mongolisch heißt hier, dass rohes Gemüse, Fisch und Fleisch ausgesucht werden können und mit einer Sauce nach Wahl frisch von einem Koch an einer Station zubereitet werden können. An den Tischen gibt es dazu Klammern mit der Tischnummer, diese an den Teller klipsen, dann kann dieser nach der Zubereitung vom Service an den Tisch gebracht werden. An diesem Abend ist die mongolische Zubereitungsart allerdings dermaßen belegt, dass es schon eine halbe Stunde dauert, bis das Ausgesuchte an den Tisch gebracht wird. Der einzige Koch an dieser Station scheint vom Ansturm etwas überfordert, rein zeitlich meine ich. Die wählbaren Zutaten für das Buffet sind allerdings extraklasse, auch ausgefallene Fleischsorten. Weiterhin gibt es am Buffet einige fertig zubereitete chinesische und thailändische Spezialitäten sowie Sushi. Außerdem gibt es kleine Frühlingsrollen, gebackenes Gemüse und gebackene Bananen und Ananas, Suppen, Salate, Nachtisch, etc. Mir erscheint alles frisch, es wird häufig nachgefüllt oder nachgelegt. Es ist ständig jemand vom Service dort, um auch alles zu ordnen und eventuell etwas abzuwischen, falls jemand daneben gekleckert hat. Der Rundgang um das Buffet ist etwas eng, zumal einige Gäste in die „falsche“ Richtung gehen. Ausweichmöglichkeiten gibt es nicht, da hilft dann nur der Rückwärtsgang.

    Mein Essen schmeckt mir sehr gut! Ich probiere verschiedene Vorspeisen, nicht immer kalorienarm, weil gebacken, aber ich mag das einfach gern. Dann teste ich ein fertiges Gericht mit Reis, auch das war gut zubereitet und lecker. Und zum Nachtisch gönne ich mir ein Eis mit verschiedenen frischen und auch Konservenfrüchten. Den Wackelpudding schenke ich mir, ich mag das Glibberzeugs nicht. Ich trinke 3 Cola light, weil ich wahnsinnigen Durst habe, das liegt sicherlich auch am Essen.

    Das Service-Personal ist flink und freundlich, Bestellungen werden schnell aufgenommen und an den Tisch gebracht, leere Teller schnell abgeräumt, so dass Platz für Neues ist.

    Zu bemängeln gibt es dennoch etwas, die Tische, das heißt deren Tischbeine sind so unglücklich angebracht, dass man sich leicht die Knie stößt, jedenfalls nicht unbedingt bequem sitzen kann.

    Fazit: ich vergebe 4 Sterne für ein angenehmes Ambiente, leckeres Buffet mit sehr großer Auswahl und freundliches Service-Personal. Es gibt noch ein paar Dinge zu verbessern, daher nicht die volle Sternenzahl.

    geschrieben für:

    Asiatische Restaurants / Chinesische Restaurants in Weiterstadt

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    8.

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    Kulturbeauftragte Es hört sich wirklich super an, weil es auch unserem Gusto entspricht, leider liegt Darmstadt / Weiterstadt (ist es wirklich eigenständig?) eine kleine / halbe Ewigkeit von uns entfernt (von dir erst recht...)

    Paar Fotos würden sich an der Stelle gut machen... doch auch ohne kann man sich den Raum sehr gut vorstellen. Glückwunsch daher zum Wasabigrünem Daumen!
    alligateuse Liebe Kulturbeauftragte. Leider hatte ich meine Knipse nicht dabei, und mit dem Smartphone wollte ich nicht. Es war zudem sehr voll, ich wollte niemanden stören. Die Webseite vermittelt aber einen sehr guten Eindruck.


  9. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    5. von 10 Bewertungen


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    Checkin

    Gemeinsam mit 4 Hobby-Freunden war ich an einem Samstag im Raum Rodgau unterwegs, und mittags plagte uns das kleine Hüngerchen. Auf die amerikanische Botschaft in ein paar Kilometern Entfernung hatte niemand von uns Lust, und so bemühten wir Google und die POIs, um eine Möglichkeit zur Nahrungsaufnahme in der unmittelbaren Nähe zu finden. Letztlich entschieden die Öffnungszeiten über unser Ziel. Der Ort war wie ausgestorben, zwei anderen Lokale nicht geöffnet, so dass wir das Da Vinci ansteuerten. Wie sich später zeigte, eine gute Wahl! (Die Bewertungen, die ich auf Golocal dann las, hätten abschrecken können, doch klangen sie für mich nicht echt. )

    Das Restaurant liegt direkt an der Straße, besser an einer Straßenecke in einem modernen Gebäude. Wir parkten auf dem hauseigenen Parkplatz, der auch ausgeschildert ist. Vor dem Restaurant befindet sich eine freie Fläche, die im Sommer als Außenterrasse genutzt wird. In der kalten Jahreszeit gibt es eine Art Wintergarten, einige Tische stehen draußen sehr dicht am Nebeneingang unter einer kleinen Überdachung. Dieser Bereich ist dann zusätzlich mit transparenter Folie abhängt, so dass sich eine überdachte Raucherlounge darstellt.

    Wir zogen vor drinnen zu sitzen, obwohl die Temperaturen an diesem Samstag für einen Novembertag sehr warm waren. Überraschend war für uns die moderne und farbenfrohe Gestaltung des Gastraumes. Auf der Webseite bekommt man einen guten Eindruck davon. Wir nahmen an einem Ecktisch Platz, der für 5 Personen ideal war. Der Blick fiel auf viele Bilder an den orangefarbenen Wänden, die schlichte und gerade Linienführung der Tischanordnung sowie das passende Gestühl, knallig rot und cremefarben. Gestaltet wird der Gastraum auch durch orangefarbene Säulen. Mir gefiel das außerordentlich gut. Die zur Straße gewandte Seite des Gastraumes ist voll verglast, so können sich beide Seiten, von drinnen und von draußen „stalken“.

    Das Lokal vereint ein italienisches Restaurant UND ein Eiscafé. Beides wollten wir heute ausprobieren. Allerdings wollten wir kein opulentes Menü oder sehr viel essen, eher eine Kleinigkeit und einen Kaffee trinken, so war der ursprüngliche Plan. Es wurde dann doch etwas mehr:

    Das Service-Personal war sehr nett und flink, zudem freundlich und kundenorientiert. Es waren lediglich 3 oder 4 Tische besetzt, 2 Service-Mitarbeiter waren zuständig. Wir bekamen die Speisekarten und bestellten direkt die Getränke. Als diese gebracht wurden, hatten wir uns schon entschieden. Wir nahmen 2x Tomatensuppe, 1x Pizzabrot mit Knoblauch und Tomate, 1x Spaghetti Bolognaise, 1x frische Gnocci von der Tageskarte und 1x Spaghettieis. Prima, dass diese Kombination so möglich war, denn eine von uns wollte ihren Hunger mit einem Eis stillen. Das Essen kam nach einer angemessenen Zeit, ca. 20 min, sah sehr ansprechend aus, war heiß und kam zeitgleich. Das Eis wurde ein wenig früher gebracht. Wir verspeisten die „Kleinigkeiten“ mit Genuss. Für mich reichte die Tomatensuppe und eine Hälfte Pizzabrot. Die Tomatensuppe war für mich ok, sie wurde in einer Suppenschale mit einem kleinen frischen Brötchen geliefert, ich mag sie eigentlich lieber aus einem tiefen Teller mit einem Klecks Creme fraîche oder Sahne. Das Pizzabrot war knusprig und schmeckte lecker. Von den anderen Essern habe ich nur Positives gehört. Auch das Eis sah klasse aus. Und hier kommt das kundenorientierte Verhalten zum Tragen. Die Speisekarte sieht nur eine Portion von mindestens 3 Kugeln vor. Das hätten wir allerdings nicht geschafft, so fragten wir nach 2 Kugeln, und der Service-Mitarbeiter sagte, dass das kein Problem wäre. Also bestellten wir jeweils noch 2 Kugeln Eis, die wir uns in der Eisvitrine aussuchten. Dazu bestellten wir noch Espresso bzw. Cappuchino. Alles kam zusammen an unserem Tisch an, das Eis in kleinen Eisschälchen mit einer Waffel garniert. Sowohl Kaffee als auch Eis waren wirklich gut, nicht wässrig oder dünn.

    Während unseres Besuchs im Lokal konnte ich beobachten, wie eine gehbehinderte alte Dame vom Service-Personal vor die Fensterfront geleitet wurde und dort ihr Getränk einnahm. Die draußen sitzenden rauchenden Gäste wurden derweil auch bedient, und wir kamen auch nicht zu kurz. Wirklich sehr freundlich und aufmerksam.

    Fazit: ein schönes Ambiente in einem universellen Gastraum, der die Spaghettifreunde gleichermaßen beglückt, sowohl Eis als auch heiß ;-)

    Ich vergebe 4 Sterne, da ich zu wenig von dem Essen probieren konnte und ein wenig Luft nach oben bleiben muss dafür. Ich würde das Lokal definitiv nochmal besuchen, wenn ich in die Gegend käme.

    geschrieben für:

    Italienische Restaurants / Eiscafés in Rodgau

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    9.

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    Kulturbeauftragte Das klingt aber lecker und das was du genommen hast, hätte auch meinem Gusto entsprochen! Bei dir bin ich mir im Gegensatz zu den Vorschreibern, dass es kein "Fake" ist!


  10. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 8 Bewertungen


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    Foto vor Ort

    Update 09-2017:
    Die ehemals in einer Gemeinschaftspraxis tätigen Ärzte gehen mittlerweile getrennte Wege.

    Herr Dr. Kerneck praktiziert nach wie vor an der in diesem Bericht beschriebenen Anschrift.
    Webseite: http://www.kerneck-orthochirurgie-hamburg.de

    Herr Dr. Tiefenbacher und Herr Dr. Henning sind nur noch in der Praxis in der Elbgaustraße tätig.
    Webseite: http://www.orthochirurgie-hamburg.de/


    Ursprungsbericht:

    Kurz: Unfallchirurgen (Durchgangsärzte) und Orthopäden, in der Realität immer etwas gestresst, aber engagiert, kompetent und auf Augenhöhe.

    Ganz ehrlich, wer möchte schon freiwillig zu einem Unfallchirurgen? Den sucht man normalerweise nur im Falle eines Unfalls auf. Und so erging es mir Anfang 2013, als ich einen Arbeitsunfall hatte. Zunächst ging es vom Betrieb aus direkt ins AK Altona, wo man die gebrochene Schulter diagnostizierte und die Erstbehandlung durchführte. Man muss wissen, sobald man im Betrieb verunfallt und dies als Arbeitsunfall anerkannt worden ist, folgt der Besuch beim Durchgangsarzt. Dieser ist in dem Fall verpflichtend, und der Durchgangsarzt ist gegenüber der Berufsgenossenschaft auskunftspflichtig und betreut den Patienten bis zur Genesung. Nachzulesen auch hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Durchgangsarzt Da ich nicht Autofahren konnte und auf die öffentlichen Verkehrsmittel beschränkt war, suchte ich mir eine Arztpraxis aus, die ich mit Bus und Bahn gut erreichen konnte. So kam ich auf die Gemeinschaftspraxis der Kollegen Tiefenbacher – Kerneck – Henning am Eidelstedter Platz. Dieselben Ärzte praktizieren noch in einer zweiten Praxis in der Elbgaustraße. Hier berichte ich nur über die Praxis am Eidelstedter Platz.

    Bei meinem ersten Besuch hier war ich zunächst erstaunt, dass diese nicht barrierefrei ist. Es gibt keinen Aufzug, und in der Praxis selbst geht es auch ein paar Stufen hinunter in den Wartebereich sowie wieder hinauf zur Toilette. Mich hat es nicht weiter gestört, da ich ja laufen konnte. Wer aber gehbehindert oder mit dem Rollstuhl unterwegs ist, hat es hier schwer. Die Praxis befindet sich in einem Gebäude, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Hier sind mehrere Arztpraxen angesiedelt.

    2 Wochen nach dem Unfall kam ich mit der Diagnose des Krankenhauses und dem Befund des MRT zu Dr. Tiefenbacher. Zwischenzeitlich war ich bei einem Durchgangsarzt im KH Altona, das war aber für mich sehr umständlich zu erreichen, daher der Wechsel. Herr Tiefenbacher war sehr freundlich und hörte sich meine Schilderung des Unfalls aufmerksam an. Er ließ die Verletzung nochmals röntgen, um festzustellen ob der Bruch gut verheilt. Ich äußerte den Wunsch, eine andere Manschette zu bekommen, da es mir der im KH Altona erhaltene Gilchrist-Schlauchverband nicht ermöglichte, meine Körperpflege ohne fremde Hilfe durchzuführen. Ein solcher Verband wird auf dem Rücken geschlossen. Herr Tiefenbacher verschrieb mir einen Gilchrist-Verband mit Klettverschluss, der auf der Brust geschlossen wird. So konnte ich diesen selbständig abnehmen, mich waschen und den Verband wieder anlegen. Das war eine große Erleichterung. Außerdem bekam ich Physiotherapie verschrieben, denn wenn ein Schultergelenk länger ruhig gestellt wird, dann steift es leicht ein und muss nach Heilung durch bewegt werden.

    Ein Bruch der Schulter ist jedenfalls sehr schmerzhaft. Das Schultergelenk wird durch den Gilchrist-Verband fixiert und kann so in Ruhe heilen. Die ersten zwei bis drei Wochen habe ich nur mit viel Schmerzmittel ausgehalten. Besonders nachts wusste ich nicht, wie ich liegen sollte, denn eine Schulterverletzung beeinträchtigt gewissermaßen den ganzen Körper, zumindest den Rücken. Es tut gut, wenn man sich aus Kissen eine Unterlegemöglichkeit für den verletzten Arm zurecht schiebt. Ich habe dies getan, um überhaupt irgendwie schlafen zu können, denn komischerweise waren nachts die Schmerzen immer am stärksten. Man muss sich auch überlegen, wie man am besten als einarmiger „Bandit“ zurechtkommt, denn 2-3 Wochen lang ist der verletzte Arm nicht einsatzfähig. Man scheitert schon am Brot schneiden oder Öffnen eines Marmeladenglases. Ich hatte Glück, dass mich meine beste Freundin regelmäßig besucht hat und mir diese Hürden genommen hat, nicht dass ich verhungert wäre …

    Ich musste regelmäßig etwa alle 2-3 Wochen in der Arztpraxis erscheinen. Ich war mittlerweile bei Dr. Kerneck in Behandlung und als der im Urlaub war, behandelte mich auch einige Male Herr Dr. Henning. Der Arzt musste jedes Mal einen Statusbericht für die Berufsgenossenschaft schreiben. In meinem Fall war es so, dass mein Unfall zunächst nicht als Arbeitsunfall anerkannt worden ist. Die Berufsgenossenschaft hat genaue Vorgaben, was anzuerkennen ist und was nicht. Wenn man einen Unfall im Betrieb hat, in meinem Fall war es mein erster überhaupt, dann weiß man nicht, welche Bedingungen für einen Arbeitsunfall vorliegen müssen. Beispielsweise ist man in der Kantine oder auf der Toilette nicht versichert, weil dies eigenwirtschaftliche Tätigkeiten sind. Auf dem Weg dorthin ist man wiederum versichert. Ich war auf dem Weg, also war es in meinem Fall definitiv ein Arbeitsunfall. Das war auch die Meinung von Dr. Kerneck, der mich im Bezug auf die Berufsgenossenschaft sehr unterstützt hat. Er half mir auch moralisch dabei, meinen Widerspruch bei der Berufsgenossenschaft einzulegen, und das Beste war, dem Widerspruch wurde stattgegeben, und so mit wurden sämtliche Leistungen von der Berufsgenossenschaft übernommen. Dies beinhaltete die Heilmittel und die Physiotherapie. Zudem bekam ich nach 6 Wochen Krankheit dann auch Krankengeld bzw. Verletztengeld, was etwas mehr ist als Krankengeld. Insofern war die Anerkennung als Arbeitsunfall für mich sehr wichtig. Leider zog sich diese Angelegenheit so sehr in die Länge, dass meine Reha erst sehr spät beginnen konnte und so meine Heilung länger dauerte als im Normalfall. Insgesamt brauchte es 13 Monate, bis ich zu 100% wieder gesund geschrieben werden konnte. Ich fühlte mich besonders bei den Kollegen Tiefenbacher und Kerneck sehr gut aufgehoben.

    Herr Kerneck ist ein Mensch, der einem auch mal unbequeme Wahrheiten ins Gesicht sagt, der sich aber sehr für das Allgemeinwohl einsetzt. Ich kann mir vorstellen, dass viele Menschen mit ihm nicht zurechtkommen, besonders die, die immer nur hören wollen, dass sie selbst nichts falsch machen. Herr Kerneck hatte mich während der Behandlung zu einem Spezialisten überwiesen, weil er eine zweite Meinung einholen wollte. Ich fand das sehr gut, denn was ist dabei, wenn man sich bei jemand anderem Kompetentem rückversichert, dass man selbst nichts übersieht oder einen Fehler macht. Der andere Arzt bestätigte jedenfalls die Diagnose von Herrn Kerneck.

    Herr Tiefenbacher ist ein eher kumpeliger Typ, mit dem man reden kann, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Das heißt aber nicht, dass er im Umgang mit den Patienten weniger kompetent ist. Vielleicht „traut“ man sich bei Herrn Tiefenbacher eher mal etwas vielleicht Banales zu fragen, weil er einem am meisten auf Augenhöhe begegnet.

    Noch etwas zu Terminvereinbarung und den Arzthelferinnen. Da ich krank geschrieben war, war es mir egal, ob meine Untersuchungstermine mitten am Tag oder früh morgens oder abends waren. Ich hatte Zeit und konnte warten. Allerdings fing ich ja irgendwann wieder an zu arbeiten und konnte nur Termine vorher oder nachher wahrnehmen. An dieser Stelle wurde es schwieriger, ich entschied mich häufig für nach der Arbeit, denn die Wartezeit hier ist unkalkulierbar. Ich weiß nicht, woran das liegt, denn Termine kann man ja vergeben und sich noch Puffer lassen für akuten Bedarf. Ein Unfallchirurg muss natürlich auch Patienten annehmen ohne Termin, wenn diese einen Unfall erlitten haben. Ich kann nicht beurteilen, ob hierfür zeitliche Lücken im Terminplan vorgehalten werden oder nicht. So manches Mal verbrachte ich fast 2 Stunden im Wartebereich, obwohl ich einen Termin hatte. An anderen Tagen ging es schneller, obwohl ich nur dazwischengerutscht war. Die Arzthelferinnen an der Anmeldung waren oft etwas schroff oder wirkten genervt, nicht immer, aber häufig. Das störte mich eigentlich am meisten. Ebenso diejenigen, die einen aufrufen und zum Behandlungsraum geleiten, da hatte ich richtige Ekeltanten, aber auch wiederum superfreundliche Helferinnen. Licht und Schatten lagen also dicht beieinander, ich versuchte mich immer am Licht zu orientieren ;-)

    Fazit: Verkehrsgünstige und gut erreichbare Gemeinschaftspraxis, mit Schwächen für Gehbehinderte. Freundliche und aufgeschlossene Ärzte, mein Ranking 1. Tiefenbacher – 2. Kerneck – 3. Henning.
    10.

    Ausgeblendete 8 Kommentare anzeigen
    Sir Thomas Als ob man mit Schmerzen und Einschränkungen nicht schon genug zu kämpfen hätte dann also auch noch heilungsverzögernden Bürokratismus. Aber wenigstens kompetente Medizinalbetreuung. Und jetzt bist du ja wieder ganz. Glückwunsch zur Gesundung und zum GD