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  1. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Wenn man schon keine Urlaubsreise macht, das gute Wetter jedoch zu einem Ausflug ins Grüne einlädt, gibt es doch fast nichts Schöneres als ein Open Air Essen "beim Italiener".

    Unser "Stammitaliener" hatte uns ein bisschen vergrault, weil er die durch den Corona-Lockdown verordnete Zwangspause zu einer Änderung seiner Speise- und Getränkekarte nutzte. Allerdings beschränkten sich die Änderungen nicht auf das Sortiment, sondern auf die Preise, die saftig durch die Decke gingen. So animiert man die Gäste nicht zum Wiederkommen. Leise grollend beschlossen wir, ihn erst einmal etwas schmoren zu lassen.

    So hielten wir Ausschau nach etwas Neuem.
    An der Pizzeria da Fabio waren wir bestimmt schon 100 Mal vorbeigefahren ohne anzuhalten.
    Heute stoppten wir, weil wir Appetit hatten und die schattigen Terrassenplätze unter Sonnenschirmen verlockend aussahen.

    Die Pizzeria da Fabio liegt am Ortsrand von Königsbach. Parkplätze für Autos und Fahrräder gibt es in Hülle und Fülle.
    So stellten wir unsere Blechkiste in den Halbschatten und setzten uns in den Vollschatten eines Sonnenschirms, denn die Quecksilbersäule machte ausnahmsweise in diesem bisher eher kühlen Sommer 2021 etwas Höhentraining und kratzte an der 30-Grad-Marke.

    Die freundliche Bedienung brachte sehr fix die Wochenkarte für den Mittagstisch und versprach, uns bei Bedarf auch die "große" Karte vorbeizubringen.

    Ich hatte schnell gewählt, denn im Falle eines Erstbesuchs bei einem "Italiener" mache ich stets den "Penne all'arrabbiata-Test". Außerdem stand dieses Gericht auf der Wochenkarte, was bedeutet, dass im Preis von 6,90 EUR als Zugabe noch ein kleiner italienischer Salat inbegriffen ist.

    Weshalb esse ich bei Erstbesuchen immer hohle Nudeln mit scharfer Tomatensoße?
    Weil es eigentlich ein relativ einfaches Gericht ist, das man aber dennoch so granatenmäßig verhunzen kann, dass sich das Restaurant für weitere Besuche auf der Stelle disqualifiziert.

    Für meine Frau und ein befreundetes Ehepaar brachte die Bedienung die "große" Karte, auf der aber nicht ausufernd viele Gerichte stehen, sondern eben all das, was man von einem Pizzabäcker und Pastakoch standardmäßig erwartet: Diverse Pizzen und Nudelgerichte, außerdem einige Fleisch- und Fischgerichte.

    Meine Frau entschied sich für eine Pizza Napoli (7,50 EUR), unsere Freunde für Penne mit vier Käsesorten (u.a. Gorgonzola) in Sahnesoße (7,90 EUr) bzw. ein gebratenes Zanderfilet mit Bandnudeln und Tomaten-/Olivensoße (Preis habe ich mir nicht gemerkt).

    Mein kleiner italienischer Salat war ganz okay, aber kein Hochgenuss. Er bestand aus einigen großen Blättern grünen Salats, einigen Möhrenstiften, etwas Krautsalat und der Scheibe von einer riesigen Gemüsezwiebel. Vielleicht hätte ich als Dressing statt etwas Balsamico mit Öl ein Joghurtdressing wählen sollen.

    Ist aber egal, denn so konnte ich mich auf meine Penne freuen.
    Letztere kamen dann auch sehr schnell und schmeckten grandios. Was habe ich hier schon für Katastrophen erlebt? Lasche Tomatensoßen mit grünen, nach Essig schmeckenden Peperoni aus dem Glas.
    Ne, solch einen Mist mutet der Chef der Pizzeria da Fabio, welcher selbst in der Küche steht, seinen Gästen nicht zu. Eine wunderbar abgeschmeckte Tomatensoße mit Knoblauch, die einige Zeit auf dem Feuer zugebracht und geschmort hat.
    Und der Chef hat frische Chilischoten gehackt, die der Soße eine spürbare, aber nicht zu dominante Schärfe geben.
    Die Penne selbst waren noch schön knackig, das heißt, der Chef hat sie zum genau richtigen Zeitpunkt vom Herd genommen.
    Alles in allem verdienen diese Penne locker 9 Punkte auf meiner Arrabiata-Skala von 1 bis 10!

    Meine Frau und unsere Freunde hatten bei ihrem Essen auch keinerlei Veranlassung zum Meckern. Allerdings war die im Holzofen gebackene Pizza meiner Frau viel zu groß; sie hisste - zu meiner Freude, weil der Rest "für zuhause" eingepackt wurde - schon nach der Hälfte die weiße Flagge. Dafür war der Belag (Mozzarella, Sardellen, Kapern) sehr gut. Da wir es überhaupt nicht mögen, wenn die Pizza mit in einem Fett-/Ölsee schwimmenden Zutaten überfrachtet ist, verdient der Chef auch für die Ausgewogenheit von Belag und Sugo ein dickes Lob.

    Auch unsere Freunde hatten überhaupt nichts an ihrem Essen auszusetzen.

    Wir waren uns am Ende alle einig, dass man hier bedenkenlos wieder hingehen kann.

    Über die Innenräume des Restaurants kann ich selbst nichts sagen, weil ich nicht reinschaute. Meine Frau, die die Toilette besuchte, meinte, drinnen sei es "auch schön", und die Toilette sei zwar etwas altmodisch möbliert, aber sauber und "gut in Schuss".

    Kleiner Wermuthstropfen für Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer: Um in den Innenraum zu gelangen, müssen einige Treppenstufen überwunden werden.

    geschrieben für:

    Italienische Restaurants / Pizza in Königsbach-Stein

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    1.

    Ausgeblendete 2 Kommentare anzeigen
    Sedina Da hat wohl der Stammitaliener noch öfter das Nachsehen .... Selber Schuld.
    Glückwunsch zur Entdeckung und zum Grünen Daumen!


  2. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Manchmal findet man erst über ein Produkt, das man gerne regelmäßig kaufen möchte, ein gutes Ladengeschäft.

    Auf die Grötzinger Warengenossenschaft Raiffeisen eG im Karlsruher Ortsteil Grötzingen wurde ich über eine Händlerliste der Erzeugergemeinschaft KraichgauKorn aufmerksam, deren Mehle ich zum Brotbacken verwende. Leider hatte sich zuvor ein Hofladen in meiner unmittelbaren Umgebung als Händler-Flop entpuppt, denn dieser Hofladen hatte die von mir benötigten Mehlsorten zumeist gar nicht vorrätig.

    So versuchte ich in der Not mein Glück bei einem einige Kilometer von meinem Wohnort entfernten Händler auf der Liste. Und das mit Erfolg!

    Das Ladengeschäft der Grötzinger Warengenossenschaft liegt im alten Ortskern von Grötzingen, ist aber dennoch gut mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß erreichbar.
    Neben dem von mir benötigten Mehl von KraichgauKorn gibt es viele andere nützliche Dinge für meinen täglichen Bedarf wie zum Beispiel Obst und Gemüse, Eier, Walnuss- und Leinöl, Gartengeräte und -bedarf aller Art sowie Getränke.

    Und das Warensortiment kommt zum überwiegenden Teil von Erzeugern aus der Region.

    Besonders hervorzuheben sind aus meiner Sicht das große Engagement und die hohe fachliche Kompetenz, mit der das Verkaufspersonal bei der Sache ist. Hier wird nicht einfach nur dahingelabert, damit der Kunde etwas kauft. Nein, man teilt den eigenen Kenntnis- und Erfahrungsschatz mit den Kunden und will, dass diese gerne wiederkommen.

    Und das gehört mit einer guten Bewertung und mit regelmäßigen Einkäufen belohnt.

    geschrieben für:

    Lebensmittel / Gartenbedarf und Gartengeräte in Karlsruhe

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    2.

    Blattlaus Schöne Bewertung. Genau so gut finde ich auch den Raiffeisen Markt in Wilferdingen, der auch regionale Produkte anbietet. Ist ja auch nicht so weit von dir entfernt.
    Salbada Ja, beim dortigen Raiffeisen Markt kaufe ich auch gerne ein. Leider hat er nicht (mehr) das Mehl meiner Begierde :-)


  3. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Lockdownbedingte Restaurantschließungen verleiten so manche Hobbyköchinnen und -köche dazu, selbst das Küchenzepter zu schwingen.
    Und dies mit mal mehr und mal weniger Erfolg.
    Meine Frau und ich haben uns in diesen trüben Pandemiezeiten zwangsläufig in gastronomisch schwindelerregende Höhen hinaufgekocht.
    So war es an der Zeit zu testen, ob die Speisewirtschaften in der Umgebung uns überhaupt noch das Wasser reichen können.

    Späßle g'macht ...

    Der wahre Grund für unseren "Traube"-Besuch war, dass wir keine Lust hatten, unser Sonntagsessen selbst zuzubereiten, und dass wir auch einen Beitrag zur finanziellen und moralischen Unterstützung des durch zwei Lockdowns doch sehr in Mitleidenschaft gezogenen Gastronomiegewerbes leisten wollten.
    Dies auch aus rein egoistischen Motiven, denn wir möchten in Zukunft nicht 'zig Kilometer durch Dörfer und Städte mit aus finanzieller Not geschlossenen Restaurants fahren, bis wir endlich ein Lokal finden, welches diese Durststrecke überlebt hat.

    So erinnerten wir uns vor einigen Tagen an die "Traube" in unserem Nachbarort Keltern-Ellmendingen, die wir bis vor einigen Jahren des öfteren mit unseren damals noch in unserem Haushalt lebenden Kindern besucht hatten.
    Obwohl wir mit Speisequalität und Service stets zufrieden gewesen waren, war dieser Familienbetrieb im Laufe der Zeit bei uns irgendwie in Vergessenheit geraten. Den Grund dafür wissen wir selbst nicht, denn die "Traube" hatte nie Anlass zu Beanstandungen geboten.

    Auf den Internetseiten der "Traube" sahen wir, dass die Inhaberfamilie Maurer sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie mit einer übersichtlichen, aber sehr gut zusammengestellten Abhol-Speisekarte mächtig ins Zeug legt, um ihre Gäste mit leckeren Speisen zu erschwinglichen Preisen zu versorgen.
    Auf zwei DIN A 4-Seiten dürfte jeder ein passendes Gericht oder nach eigenem Gusto zusammengestelltes Menü finden.
    Unter den Vor- und Hauptspeisen findet man auch durchaus einige Gerichte, die für einen "to go" zubereitenden Koch eine echte Herausforderung sein können, denn wer weiß, ob sich ein Abholgast möglicherweise beschwert, weil das Steak nach einer viertelstündigen Autofahrt vielleicht nicht mehr medium, sondern zäh und die Nudel-Soßemischung nur noch eine klebrige Pampe ist.

    Da meine Frau und ich das Risiko lieben, entschieden wir uns gerade nicht für Gerichte wie zum Beispiel "Edelhirschgulasch nach Art des Hauses" (19,50 €), "hausgemachte Käsepätzle" (8,50 €), "geschnetztelte Filetspitzen Züricher Art" (15,20 €) oder "Heides Vegi-Traum" (vegetarische gefüllte Muschelnudeln für 13,50 €). Gerichte dieser Art verzeihen eine etwas längere Liegezeit und können auch im Backofen oder in der Mikrowelle wieder aufgewärmt werden.

    Nein, uns gelüstete nach einem schwäbischen Zwiebelrostbraten mit Spätzle beziehungsweise einem Rumpsteak mit Kräuterbutter, Baguette und einem großen Salatteller (jeweils für 20,80 €)!

    Pünktlich zur telefonisch vereinbarten Abholzeit (High Noon am Sonntag) fand sich meine Frau, vermummt mit einer FFP2-Maske und in Begleitung einer mitgebrachten Warmhaltebox, in den Räumlichkeiten der "Traube" ein, wo sie von der sehr freundlichen Seniorchefin in Empfang genommen wurde. Nach einer sehr, sehr kurzen Wartezeit wurde unsere Warmhaltebox beladen, und nach einer 5- bis 10-minütigen Autofahrt waren wir sehr auf unser abgeholtes Essen gespannt.

    Um es vorweg zu nehmen: die Abholfahrt hat sich gelohnt!
    Die Gerichte waren in Pappbehälter gefüllt, die laut Aufschrift kompostierbar sind oder in die Biotonne geworfen werden können. Schon mal als dicker Umwelt-Pluspunkt zu vebuchen, denn wir hatten mit einer Styropor-Verpackungsorgie gerechnet!
    Das Baguette zum Steak meiner Frau sowie die Kracherle für den Salat befanden sich in einer außerhalb der Warmhaltebox mitzunehmenden Papiertüte, um sie vor dem "Matschigwerden" zu bewahren.

    Nach dem Umladen auf unser eigenes Geschirr folgte die spannende Testphase.
    Ich vernahm dabei nichts anderes als ständiges und einhelliges "Mmmmmmh" aus unseren Mündern.
    Steak und Rostbraten waren wunderbar zart und innen noch rosa, also genau so, wie wir das mögen.
    Die hausgemachten Spätzle waren nicht klebrig, sondern bissfest und mit einer Butterschmälze on top.
    Die in einem separaten Pappbecher abgefüllte Soße schmeckte "wie bei Muttern" und nicht nach Maggi, Knorr & Co.
    Auch am gemischten Salat (Feld-, Kopf-, Kartoffel-, Möhren- uns Gurkensalat) gab es absolut nichts auszusetzen.
    Nach so viel Lob zur Qualität auch nur Anerkennendes zur Quantität: Fleisch, Beilagen, Soße und Salate waren sehr reichhaltig. Wir waren beide mehr als satt.

    Fazit: Unser Abholbesuch bei der "Traube" wird ganz sicher nicht unser letzter gewesen sein. Noch schöner wäre es, wenn der ganze Corona-Schlamassel bald vorbei wäre und wir an schönen Sommerabenden die Köstlichkeiten der "Traube" auf der schönen Dachterrasse mit einem Gläschen Bier oder Wein genießen könnten. Träumen wird man ja noch dürfen.
    Egal wie: bis bald!

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Keltern

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    3.

    Ein golocal Nutzer Das klingt rundum schlüssig und mehr als zufriedenstellend. Ich fühle mich durch die Kritik mitgenommen und eingeladen ! :-)
    Ausgeblendete 29 Kommentare anzeigen
    HarryGeh "Wie bei Muttern" bedeutet meist, außer Salz und Pfeffer gibt´s keine Gewürze :-))
    Schöne Bewertung.
    Felixel^ @HarryGeh wo lebst Du denn? Ist gibt so vielfältige Gewürze zur Verwendung. Auch bei mir und ich koche ja meist selber.
    Calendula Irgendwie käme mir auch langsam mal eine "Kochpause" recht, Salbada. ,-)
    Schöner Beitrag ... Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.
    eknarf49 Ein Bericht, der mir sehr gut gefällt. Ich finde es übrigens großartig, dass kompostierbare Behälter benutzt werden. Ich kriege nämlich langsam zu viel, wenn ich die überquellenden Abfallbehälter und Mülltonnen mit Wegwerfgeschirr sehe. Und wie schön, dass das Essen auch noch so gut war.
    Sedina Ja man muss sich Corona schönessen ;-)))
    Glückwunsch zum abholkulinarischen Erlebnis, zum schönen Bericht und zu seiner Bekrönung auch von mir!
    opavati® Glückwunsch zur Prinzessin der Woche, gab es auch Schnitzel, dann könnte unsere liebe Blattlaus auch mal was holen ... Für uns ist es zu weit, wir müssen unsere Spätzle selber schaben. :-)
    Salbada Nochmals danke! :-)
    @opavati: Ja, Schnitzel (Wiener Art vom Schwein mit Pommes für 12,50 €) stehen auch auf der Karte.
    Selbst handgeschabte Berliner Spätzle sind bestimmt auch sehr lecker :-)
    Konzentrat Alles sehr gut !
    Selbst gekocht, später dann in der lokalen Gastronomie bestellt und abgeholt, sehr zufrieden gewesen, tolle Bewertung geschrieben, Daumen bekommen und nun noch die Wochenkrone.
    Hier passt alles . Danke und Glückwunsch zu den Auszeichnungen.
    vinzenztheis Das gefällt mir. Sowohl der Bericht als auch das Restaurant und seine Speisekarte. GzBdW.
    Wenn das Restaurant nun noch statt des "Argentinischen Rumpsteaks"
    Fleisch der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch hall (BESH) verwenden würden, wäre das absolute Spitze.
    Siehe hier:
    https://www.besh.de/
    Blattlaus Danke für die kulinarische Anregung. Die Traube kenne ich auch, und wie ihr, sind wir auch seit Jahren nie mehr da gewesen. Meist kehrte man in der zweiten, ebenfalls sehr guten Wirtschaft, dort ein.
    Wusstest du, dass sie abgerissen wird?
    So werden wir, nach deiner guten Bewertung, auch gerne mal die Traube probieren. Glückwunsch zur verdienten Auszeichnung.
    konniebritz Lecker! Manche Wirte verstehen es, die Speisen geschickt zu verpacken. Das ist unterschiedlich, macht jedes Restaurant anders.
    Glückwunsch zur verdienten BdW!
    Salbada @vinzenztheis: Ja, ich fände es auch schöner, wenn hochwertige regionale Erzeugnisse anstelle von eingeflogenen Steaks angeboten würden. Leider werden die Gastronomen in der heutigen Zeit ganz besonders auf einen günstigen Einstandspreis achten müssen. Und da haben ausländische Erzeuger mit günstigeren Rahmenbedingungen für ihre gigantischen Rinderherden vermutlich die Nase vorn :-(

    @Blattlaus: Mit dem anderen Restaurant im Ort haben wir keine Erfahrungen gesammelt. Welches der beiden soll denn abgerissen werden? Ich habe davon bisher nichts gehört. Was aber kein Wunder ist, denn unser Nachbarort liegt im Nachbarlandkreis. Unsere Lokalzeitung versorgt uns nur stiefmütterlich mit Nachrichten aus dem Enzkreis ;-)
    Salbada @Blattlaus: Danke für die Info. Dass der Löwen abgerissen wird, ist natürlich bedauerlich, andererseits aber symptomatisch für das allgemeine Sterben der Gasthöfe in ländlichen Regionen.
    Im Hauptort (300 Einwohner) meiner Heimatgemeinde gab es während meiner Kindheit und Jugendzeit drei Gasthäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Kirche. Aktuelle Anzahl der Gasthäuser in diesem Ort: Null, und dies nicht erst seit Corona.


  4. Userbewertung: 1 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    In direkter Nachbarschaft zu dem Möbelhaus mit den vielen "X" gibt es in Karlsruhe seit einigen Monaten nun auch einen IKEA.

    Meinetwegen hätte er sich dort nicht niederlassen müssen, denn ich besuchte IKEA-Einrichtungshäuser in den vergangenen Jahren extrem selten. Hinzu kam, dass ich das jeweilige Haus fast jedes Mal mit geschwollenen Zornesadern und dem guten Vorsatz "Nie wieder!" verließ.

    Einmal hatte ich auf die vorkonfigurierte und vorbestellte Mini-Küche über 4 Stunden warten müssen, bis sich ein Mitarbeiter herabließ, die Teile endlich aus den für mich nicht zugänglichen Regalen zu holen.

    Ein anderes Mal war der Aufzug im Parkhaus wegen eines Stromausfalls mit einem so heftigen Ruck stehen geblieben, dass ich eine Woche lang Rückenschmerzen hatte.

    Außerdem bewegen sich das "Einkaufserlebnis" und der Spaßfaktor nach meinem persönlichen Empfinden bei IKEA in etwa auf selbem Niveau mit einer dreistündigen Wurzelbehandlung beim Zahnarzt, denn ich verspüre nun einmal leider keinerlei Lustgefühl, wenn ich gezwungen werde, sklavisch Pfeilmarkierungen und Käuferherden folgend durch das ganze Marktlabyrinth zu latschen, obwohl ich nur einen oder zwei Artikel möchte, die ich mir zuhause im Katalog oder im Internet ausgesucht hatte.
    Da ich kein IKEA-Stammkunde bin und auch nie einer werden wollte, fehlt mir zudem das Insiderwissen für die Nutzung von Abkürzungen im Labyrinth.

    Jetzt wird sich die geschätzte Leserschaft fragen, weshalb ich dann so hirnverbrannt gewesen bin und "es dennoch wieder getan" habe.
    Eigentlich habt Ihr recht. Denn ich bin ja von Natur aus ein ziemlich nachtragender Mensch mit einem echten Elefantengedächtnis, jedenfalls in Bezug auf Wut- und Frusterlebnisse.

    Leider muss man dem schwedischen Möbelriesen aber zugestehen, dass er teilweise recht pfiffige Produkte hat, die die Konkurrenz nicht hat oder erst mit Verspätung ins Sortiment nimmt.
    Auf der Suche nach einem Regaleinsatz und Aufbewahrungsboxen für einen Küchenschrank war ich im www auf einige Artikel gestoßen, die es so und so gut passend eben nur bei IKEA gibt.

    Zu meinem Bedauern konnte ich mir die Sachen nicht mit der Post schicken lassen, weil das Online-Bestellsystem bei der Kaufabwicklung vorab nach der Postleitzahl verlangte und mir dann unfreundlich, aber bestimmt mitteilte, wegen eingeschränkter Produktverfügbarkeit müsste ich die eingeschränkt verfügbaren Artikel aus dem Warenkorb nehmen, damit der Kauf abgeschlossen werden könne.
    Da nach Herausnahme der eingeschränkt verfügbaren Artikel gerade einmal ein einziger Artikel im virtuellen Warenkorb verblieben wäre, hatte es keinen Sinn, dafür fast 5 EUR Porto auszugeben.

    Das wirklich Niederschmetternde an der Sache war aber, dass die für mich eingeschränkt verfügbaren Artikel an Lieferadressen in anderen Postleitzahlengebieten bestell- und lieferbar gewesen wären. Anscheinend befindet sich die Logistik von IKEA, was die Flexibilität angeht, noch in der Steinzeit!

    So beschloss ich notgedrungen, mir halt doch wieder mal einen IKEA-Markt von innen anzuschauen. Ich gab den Karlsruher IKEA-Markt als "mein" Einrichtungshaus in die Internetseiten ein und ließ mir die dortige Warenverfügbarkeit anzeigen.
    Ein Artikel und zwar der, den ich mir auch hätte schicken lassen können, war in großer Stückzahl vorhanden. Bei den übrigen Artikel wurde mir eine Verfügbarkeit in jeweils nur einstelliger Anzahl angezeigt.

    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, dachte ich mir und fuhr nach Karlsruhe, wohl wissend, dass ich beim zwischenzeitlichen Verkauf an andere Kunden leer ausgehen würde.

    Nach dem Abstellen des Autos im gut ausgelasteten Parkhaus reihte ich mich brav in den Labyrinth-Lemming-Laufweg ein und stand - Ihr habt es sicher schon so kommen sehen - in der Küchenabteilung vor einem leeren Regal. Mit spontan angeschwollener Zornesader legte ich auch den einzigen vorhandenen Artikel, von dem es gefühlt 500 Stück gab, ins Regal und erkundigte mich vorsichtshalber beim Personal, ob vielleicht nicht doch noch im Lager ein paar unausgepackte Paletten herumstünden. Das verneinte man achselzuckend und murmelte etwas von "gestörten Lieferketten" oder so.

    Ich wollte jetzt nur noch nach Hause und verspürte keinerlei Drang, mir das übrige Warensortiment anzuschauen. Als Einmal- (und Nie-Wieder-) Kunde dieses Markts kannte ich aber keine Abkürzung zum Ausgang und trottete schicksalsergeben mit der Herde im Labyrinth bis zum Ausgang. Mit gehöriger Wut im Bauch.

    Zuhause angekommen, leckte ich erst einmal die seelischen Wunden, die dieses Nicht-Einkauferlebnis bei mir geschlagen hatte. Der Golocal-Leserschaft wollte ich meine Dummheit eigentlich schamhaft verschweigen. Letzteren Entschluss schmiss ich aber wutentbrannt über Bord, nachdem ich bei einem Kontrollbesuch auf den IKEA-Internetseiten festgestellt hatte, dass meine (in Wahrheit) nicht vorhandenen Artikel angeblich im IKEA-Markt Karlsruhe "eingeschränkt verfügbar" seien - und zwar in genau derselben Anzahl wie bei meiner Recherche vor dem Marktbesuch.

    Das gab mir vollends den Rest. Mit IKEA und mir wird es nun für immer und ewig nichts mehr. Dem Kunden wird nicht nur schlechter Service geboten. Er wird schlichtweg ver....analt!

    geschrieben für:

    Möbel in Karlsruhe

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    4.

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    Salbada @mallli: Deine Interpretation des Namens trifft den Nagel auf den Daumen ... äh, den Kopf :-) Danke für das Blitzdaumen-Trostpflaster ;-)
    Salbada @Papa Uhu + Theo: Diese Reha im wunderschönen Schweden würde ich sogar auf eigene Kosten machen, wenn es die Seuche zuließe.
    Meine Frau und ich haben unvergessliche Erinnerungen an eine Autorundreise durch Südschweden im Jahr 2014. Es war ein wunderschönes Sommermärchen. Und das nicht nur, weil "die Deutschen" damals Fußballweltmeister wurden. Ich weiß noch wie heute, wie ich in einem kleinen Hotelzimmer in Växjö lag und das 7:1 gegen Brasilien erlebte. Da meine fußballuninteressierte Frau schlafen wollte, hatte ich ihr versprochen, weder zu jubeln noch laut zu nörgeln. Es kostete mich sehr viel Selbstbeherrschung ...
    Ein golocal Nutzer Gehe vielleicht 1 -2 mal im Jahr durch IKEA auf dem EXPO-Gelände Laatzen durch, esse dort mal nen Hotdog, oder kaufe mal wie du sagst pfiffige Kleinigkeiten, ist aber sonst nicht unbedingt mein Lieblingsmarkt...
    In Beijing gibt es auch einen grossen IKEA-Markt, dort sagte mein Reiseführer
    was IKEA in China übersetzt heisst : Idioten kaufen einfach alles....
    Sedina Da sind wohl zwei Möbelmärkte mit XXX benachbart...;-)))
    Glückwunsch zum bekannt wirkenden "Einkaufserlebnis" und zum Grünen Daumen!


  5. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    3. von 3 Bewertungen


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    Eigentlich ist zur Bäckerei Pfeifle ja schon alles geschrieben.
    So findet zum Beispiel der Freiburg-Insider und Langzeit-Golocal-User ubier die Pfeifle-Croissants voll krass - pardon: kross - und ist froh, dass er für den perfekten Croissantgenuss nicht extra nach Fronkreisch fahren muss.

    Und Bäckereiexpertin und Golocal-Langzeit-Userin Blattlaus bekommt auf der Stelle weihnachtliche Gefühle beim Verzehr der süßen Leckereien.

    Bei so viel ExpertInnenlob und -begeisterung könnte ich ja eigentlich meinen vorlauten Rand bzw. die Finger auf der Tastatur stillhalten.

    Weshalb ich trotzdem meinen Salbada-Senf dazugeben muss?
    Ganz einfach: Während die bisherigen Berichte die Erfahrungen als Kundin oder Kunde an der Verkaufstheke und beim anschließenden Verzehr der Backwaren wiedergeben, berichte ich aus einer anderen Blickrichtung. Sozusagen aus der Backstage-Perspektive.

    Wie geht das denn?
    Nein, ich habe bei der Bäckerei Pfeifle weder ein Praktikum gemacht noch mich undercover in Wallraffmanier dort reingemogelt.
    Meine Kinder, die wissen, dass man mir mit allem, was im Zusammenhang mit gutem und handwerklich erzeugtem Brot aus Sauerteig steht, eine ganz große Freude bereiten kann, hatten mir zum Geburtstag einen Gutschein für einen Blick in die Backstube der Bäckerei Pfeifle spendiert.

    Zum vereinbarten Termin erwartete mich der Inhaber, Bäckermeister Wolfgang Pfeifle, persönlich im Stammhaus der Bäckerei in der Carl-Kistner-Straße im Freiburger Stadtteil Haslach. Also dort, wo vor 114 Jahren mit der Firmengründung durch den Bäckermeister Franz-Josef Pfeifle alles begann.

    Herr Pfeifle begann seine Führung mit einem gemeinsamen Blick auf die Fenster und den Eingangsbereich der früheren Verkaufsräume, die mittlerweile Wohnzwecken dienen und vermietet sind. Das heutige, modern eingerichtete Ladengeschäft mit Café liegt nur ein paar Meter daneben "um die Ecke".

    Nach dieser kurzen Zeitreise durch die Geschichte des mittlerweile in 4. Generation geführten Betriebs gingen wir hinein in die ganzjährig zwangsläufig "gut geheizte"Backstube, wo es nicht nur heiße Luft, sondern auch herrliche Düfte von warmem Brot und Zwiebelkuchen zu beschnuppern gab.

    Herr Pfeifle erzählte, dass man vor einigen Jahren vor der Entscheidung gestanden habe, ob die Produktionskapazitäten und die Zahl der Verkaufsstellen erheblich erweitert werden sollten. Er entschied sich für die andere Alternative, die sich in der Rückschau als Glücksgriff erwiesen hat: Er beschloss, lieber "klein" zu bleiben und hochwertige sowie handwerklich einwandfreie Produkte anzubieten. Gleichzeitig reduzierte er das Warensortiment auf einige wenige Brot-, Brötchen- und Kuchensorten. Die Kundschaft hat es ihm nicht übelgenommen. Im Gegenteil: der Laden brummt, und er hat im weiten Umkreis eine treue Fangemeinde.

    Was sind die Schlüssel zu diesem Erfolg?

    Die Rohstoffe:
    Das Mehl bezieht die Bäckerei Pfeifle von Kraichgau Korn, einer bereits seit 30 Jahren existierenden Erzeugergemeinschaft nordbadischer Getreidebauern, die bewusst auf chemischen Pflanzenschutz und gentechnisch veränderte Pflanzen verzichtet. Bei diesem Lieferanten ist aus Sicht von Bäckermeister Pfeifle auch sichergestellt, dass er kein - wie auch immer - "angereichertes" Mehl geliefert bekommt.

    Die "Machart":
    Nun aber zu dem, was mich am meisten fasziniert: bei der Bäckerei Pfeifle gibt man dem Brotteig viel, viel Zeit zum Gären und Reifen, bevor er gebacken wird. Wer meint, er könne während einer Führung durch die Backstube die Entstehung eines Brotes vom Mischen der Zutaten bis zum Herausholen aus dem Ofen in Echtzeit mitverfolgen, wird demnach enttäuscht sein. Denn die Sauerteige reifen stunden- bis tagelang, im Extremfall bis zu 36 Stunden!
    Weshalb das denn?
    Profiteur einer langen Teigführung ist allein der Kunde, denn zum einen schmeckt ein Sauerteigbrot mit langer Teigführung um ein Vielfaches besser als ein in 2 bis 3 Stunden mit Wundermitteln aus dem Chemie-Zauberkasten hingerotztes Industriebrot. Und zum anderen dankt der Verdauungsapparat des Kunden der Wiederentdeckung der Langsamkeit beim Brotmachen, denn während einer langen Ruhe- und Reifezeit werden bestimmte Zucker bereits abgebaut, die - unabgebaut - im menschlichen Verdauungsapparat schmerzhafte und unangenehme Gasblasen erzeugen könnten. Ihr wisst schon, was ich meine ... Dieser positive Effekt auf Menschen mit Neigung zu Reizdarmsymptomen ist nicht nur wissenschaftlich erwiesen, sondern auch durch salbada-eigene Erfahrungen belegt: seitdem ich mein Brotkonsumverhalten in Richtung Sauerteigbrot mit langer Reifezeit umgestellt habe, ist aus meinem ungestümen, nicht selten laut brüllenden Darm ein sanftes, allenfalls leise blökendes Lämmchen geworden.

    Aus den geschilderten Gründen habe ich beim Blick in die Pfeifle-Backstube ganz besonders den Anblick und den Duft der Sauerteige in ihren verschiedenen Reifestadien genossen. Dass die Sauerteigbakterien in dieser weichen und schwabbeligen Mischung aus Mehl, Wasser und Anstellgut ihr segensreiches Werk tun, sieht man an den mehr oder weniger großen Gärblasen und riecht man an dem ausgeströmten unvergleichlichen Duft. Recht so, dachte ich mir. Denn lieber soll der Teig rülpsen und furzen (pardon!) als des Nachts der Brotesser!

    Am Ende der Führung durfte ich noch beim Vorbereiten einer meiner saisonalen Lieblingskuchensorten zuschauen: dem Zwiebelkuchen! Allein der Duft des auf dem Hefeteigboden verteilten Belags aus u.a. Zwiebeln, Sauerrahm, Ei, Speckwürfeln und Milch ist bereits vor dem Backen ein Erlebnis der ganz besonderen Art!

    Die Menschenführung:
    Soweit die geneigte Leserschaft bei meiner ausführlichen Lobeshymne ausdauernd geblieben ist, wird sie mit einem Baustein der Pfeifle'schen Unternehmensphilosphie belohnt, den der Meister mir am Ende der ca. 1 1/2-stündigen Backstuben-Peepshow verraten hat. Trotz seiner bestechenden Einfachheit wird er im rauen Wirtschaftsleben leider nur von wenigen angewandt: Das wichtigste an einer erfolgreichen Unternehmensführung ist - so Bäckermeister Pfeifle - nicht das ständige Streben nach der Maximierung des Ertrags um jeden Preis, sondern die Bindung der Mitarbeiter an den Betrieb. Dazu müsse man der gesamten Belegschaft unabhängig von der jeweiligen Hierarchieebene auf Augenhöhe begegnen und stets ein offenes Ohr für die Probleme, Sorgen und Nöte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Einem Chef, der sich nicht zu schade sei, selbst mal ein Häufchen Dreck wegzukehren,
    halte man auch in schlechten Zeiten eher die Stange als einem Inhaber, der in anderen Sphären schwebe. Auf diese Weise bringe man es als Inhaber einer Bäckerei zwar nicht zu einer Luxusyacht im Mittelmeer und mehreren Porsche in der Garage. Ihm persönlich sei es aber wichtiger, gutes Brot zu backen und ein verlässlicher Partner für die Mitarbeiter und die Kundschaft zu sein.
    Recht hat er, der Meister!!!

    geschrieben für:

    Bäckereien / Lebensmittel in Freiburg im Breisgau

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    5.

    Ausgeblendete 20 Kommentare anzeigen
    Tikae Ich würde hier direkt nach Kati und Krönung blöken.....
    Tolle Bewertung und schön , von dir zu hören :-)))
    Salbada Es freut mich, dass Ihr den langen Bericht ganz gelesen habt. Ein artiges Dankeschön für die Likes, Kommentare und den Daumen.
    @Tikae: Bloß nicht blöken! Die wöchentliche Auszeichnung und die ausgelobten Prämien tangieren mich nämlich extrem analperipher ;-)
    Schroeder Mich freut, dass Du wieder salbaderst und das auch noch so schön ausführlich über eines der besten Handwerke. Dankscheee.
    Blattlaus Danke für die Erinnerung an die Bäckerei Pfeifle. Wenn man irgendwann wieder unbesorgt durch die Städte streifen kann, werde ich sie gerne mal wieder aufsuchen.
    eknarf49 Durch einen Kommentar von Blattlaus bin ich auf Deine Bewertung aufmerksam geworden. Danke für den so ausführlichen Bericht. :-)
    Wolfgang Pfeifle Ganz herzlichen Dank für eine so wunderbare Zusammenfassung! Wenn ich nicht (praktisch seit Geburt an) täglich mit dabei wäre, würde ich mich sofort in diese Backstube bewerben. Jedem einzelnen Ihrer Worte folge ich mit Spannung und Freude, gerade weil es Menschen wie Sie es sind, zu begeistern gilt. Stets dem Motto getreu; „Mensch iss gutes Brot“.
    Wir alle bei Pfeifle sind sehr stolz, tatsächlich bestes Brot für Sie zu backen! Danke, Wolfgang Pfeifle
    Salbada Wenn es - wie hier - von Herzen kommt, fällt ein Lob nicht schwer. Selbst uns Schwaben (ich bin im Schwäbischen geboren und aufgewachsen), die ansonsten gerne ihre Maulfaulheit mit "Nix gschwätzt isch gnuag globt" (Hochdeutsch: Nichts gesagt ist Lob genug) entschuldigen :-)
    Sedina Super, Dein Erlebnis, Dein Bericht und übrigens auch der Kommentar von Meister Pfeifle. Herzlichen Glückwunsch zum Grünen Daumen und zu Deiner hanseatischen Uneitelkeit im Bezug auf Auszeichnungen!

    Hätt'ste nicht bei der Gelegenheit mit dem Salbada-Senf ein Croissant für den Herrn ubier präparieren können, so wie wir es hier mit den Berliner Pfannkuchen machen? ;-)))

    Salbada @Sedina: Danke für die Blumen. Die Idee mit dem Senf-Croissant für ubier wäre eigentlich eine gute Idee. Wenn mich der Herr ubier dann wegen Schadensersatz vor's Amtsgericht oder Landgericht Freiburg zerrt, hat er aber leider Heimvorteil ;-)
    Sedina Je nach dem, wenn er für seine Widerborstigkeit berüchtigt ist, dann könnte der Herr Amtsgerichtspräsident vielleicht schadenfrohe Rachegelüste haben....
    ubier ...der Herr Amtsgerichtspräsident heißt Dorothee. Und Senfcroissants sind nicht justiziabel. Da vertraue ich auf Wolfgang Pfeifle.
    Sedina Tscha, wenn der ubier die sympathische Frau W. sogar beim Vornamen nennt, dann löst der "Heimvorteil" selbstverständlich Besorgnisse aus....;-))))


  6. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Text auf der LIDL-Website:

    "Das Betreten unserer Filialen ist aufgrund von behördlichen Allgemeinverfügungen seit dem 27.04.2020 nur noch mit einer Schutzmaske bzw. einer geeigneten Bedeckung von Mund und Nase gestattet. Denkt an eure Gesundheit und die eurer Mitmenschen und haltet euch auch weiterhin an die bisherigen Hygiene- und Abstandsregelungen."

    Ende des theoretischen Teils.

    Jetzt zur Praxis:

    Bei der sonst recht ordentlichen und sauberen LIDL-Filiale im Karlsbader Gewerbegebiet "Schießhüttenäcker" scheint man beschlossen zu haben, dass die Coronakrise der Vergangenheit angehört.

    Wie kam ich bei meinem heutigen Einkauf zu dieser Schlussfolgerung?

    Die früher in der "Garage" für die Einkaufswagen zur Verfügung gestellten Hand- und Flächendesinfektionsmittel sind nicht mehr da. Auf Nachfrage sagt man mir, diese befänden sich nun im Anbau mit dem Leergutrückgabeautomaten.
    Schlaue Idee! Dorthin verirren sich nur diejenigen, die ihre Pfandflaschen zurückbringen.
    Die LIDL-Controller jubeln (Rückgang des Verbrauchs an Desinfektionsmitteln - Kosteneinsparung. Geil, für LIDL lohnt's sich!).

    Im Laden selbst tragen alle LIDL-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter Masken. Super!
    Weniger super: Nicht wenige tragen sie auf Halbmast. Das heißt nur als Mundbedeckung. Der mehr oder weniger schöne Zinken ventiliert und inhaliert nackend.
    Mein Vorschlag: Zieht die Dinger doch gar nicht mehr an. Dann freut sich wieder die Controllingabteilung, und für LIDL lohnt's sich! Die Bundesligakicker dürfen ja auch ohne Mund-Nase-Bedeckung spielen und sich sogar wieder sanktionslos abknutschen, küssen und ablecken.

    Wenn bei der LIDL-Filialbelegschaft das "Laissez-faire" angesagt ist, will die Kundschaft natürlich nicht die zweite Geige spielen. Bei meinem heutigen Einkauf hustete eine ältere Kundin maskenlos, laut, lange und ungeniert auf die Ware in ihrem Einkaufswagen. Das in der Epoche vor der Maskenpflicht wärmstens empfohlene Husten in die Armbeuge war offensichtlich für sie keine Option.
    Auf die Maskenpflicht angesprochen, belehrte uns ihre maskentragende Begleitperson wie folgt: "Mei' Muddi isch schwere Asthmatikerin. Sie isch von der Maskepflicht befreit!"
    Na super, die Mutti muss als Angehörige der Höchstrisikogruppe natürlich höchstpersönlich shoppen gehen! Weshalb gibt sie ihrer Tochter nicht einen Einkaufszettel mit und bleibt selbst daheim oder wenigstens draußen in der frischen Luft im Schatten?
    Kommt natürlich nicht in Frage! Es muss sich ja lohnen, dass man extra beim Doc ein Attest geholt hat. Und es macht doch auch ein bisschen Spaß, wenn man im Laden hustet und die anderen Kunden sich vor Angst beinahe in die Hose machen.

    Fazit: Diese LIDL-Filiale lohnt sich aktuell, wenn man in dieser trostlosen Zeit ein bisschen Nervenkitzel braucht oder sich gerne ärgern möchte.

    In "normalen" Zeiten könnte man diesem Laden drei bis vier Sterne geben. Momentan gibt's aber aus den oben genannten Gründen Sterne-Discount für den Discounter.

    geschrieben für:

    Lebensmittel in Karlsbad

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    6.

    Ausgeblendete 18 Kommentare anzeigen
    Sedina Die Muddis treiben sich in ganz Deutschland herum. Mich nerven sie besonders in den kleinen Läden, in die nur zwei zur Zeit hineindürfen. Da kann dann doch wirklich die Begleitperson alleine 'reingehen. Meine Frau und ich gehen auch getrennt einkaufen....(anders als in der Vor-Coronazeit)
    Kaiser Robert Bei uns im Hofladen dürfen nur 3 Personen rein, so warte ich oft draußen, und komme erst rein, wenn keine andere Person dadurch warten muss.
    Blattlaus Herr B. wartet immer gerne draußen. Er muss ja auch nicht anderen Kunden den Platz nehmen.
    Und über deine beschriebenen Muddis regt er sich ebenfalls fürchterlich auf.
    FalkdS Für Verkaufspersonal gibt es soweit ich weiß in vielen Bundesländern Maskentragepflichtlockerungen...
    Das mit der Selbsteinkaufengehenpflicht sehe auch als nicht wirklich nötig und dann noch wild in der Gegend rumhusten ist total abartig.
    Frau FalkdS und ihr Mann gehen übrigens seit C-Zeiten auch fast ausschließlich solo einkaufen.
    Tikae Gefunden !
    MeckPomm spekuliert ja schon über die Abschaffung der Pflicht.....finde ich stark verfrüht .
    Tikae Grün ist die Farbe der Hoffnung .
    Bräuchen wir alle ein bisschen dieses Jahr......
    Und deine Bewertung bringt mich zum lächeln.
    Wie der weise ubier schon rausgehauen hat : Coronabewertung der Woche !
    Salbada Danke für die Blumen :-) Hauptsache ist doch, dass wir noch leben. Dazu muss man nicht ständig auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten präsent sein ;-)


  7. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    3. von 3 Bewertungen


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    Diese Woche schoss ich meinen guten Vorsatz, kein Fleisch mehr zu essen, mal wieder in den Wind.
    Als ich mit dem Fahrrad durch unseren Nachbarort Nöttingen fuhr, erinnerte ich mich beim Anblick des Metzgereigebäudes an einen kürzlich in unserem Lokalblättchen erschienenen Bericht über den stetigen Rückgang bei der Anzahl der Metzgereibetriebe, die noch selbst schlachten und ihr Fleisch nicht über die in der Coronakrise mal wieder völlig zurecht ins Gerede gekommenen Großschlächtereien beziehen.
    Die Metzgerei Dürr & Beier gehört laut Zeitungsbericht zu den wenigen Betrieben im Umkreis meines Wohnorts, die sich noch den Luxus eines eigenen Schlachthauses leisten. Außerdem kennt man die Tiere, die dort ihren letzten Atemzug aushauchen, praktisch bei ihrem Namen, denn sie stammen von Bauern aus der engeren Umgebung. Metzgereien dieser Art gehören demnach wohl zu „den Guten“.
    So beschloss ich en passant spontan, bei Dürr & Beier etwas Fleisch und Wurst einzukaufen. Nach dem Motto: Wenn ich schon Mitschuld am Tod eines Tieres trage, dann soll es ein „weniger schlimmer“ Tod gewesen sein.
    Wäre ich ein Kälbchen und hätte die Wahl, wer mich zu Filet, Schnitzel usw. verarbeitet, dann würde ich mit Sicherheit den lokalen Metzger bevorzugen, wo mich nach einem kurzen Fußmarsch von der Weide zum Schlachthaus ein wohlgenährter badischer Metzgergeselle in Empfang nimmt und mir „Jetzt isch’s soweit, mei Schätzle“ ins Ohr flüstert, bevor er mir das Licht ausbläst. Allemal besser als eine qualvolle Reise durch viele Mitgliedstaaten der Europäischen Union, an deren Ende ich halb verhungert, dehydriert und zertrampelt in einem anonymen Großbetrieb exekutiert werde.
    Zurück zur Metzgerei: die Auswahl an Fleisch und Wurstwaren ist – wie in Baden üblich - groß. Ich entschied mich für ein dickes Rindersteak, etwas Fleischkäse, Frisch- und Räucherwurst.
    Alles nicht gerade billig. Den Aufpreis gegenüber Billigfleisch und –wurst aus der Großmetzgerei nehme ich aus den oben genannten Gründen aber gern in Kauf.
    Das Steak war schön marmoriert und nach dem scharfen Anbraten und Mediumgaren im Backofen wunderbar zart.
    Auch vom Fleischkäse und der geräucherten Wurst habe ich bereits gekostet. Ich finde, andere Metzgereien in meiner Nachbarschaft beherrschen das Abschmecken der Wurst besser. Das ist jedoch eine Frage der individuellen Vorlieben.
    Außerhalb von Pandemiezeiten stehen einige Tische und Stühle zum Verzehr eines Mittagessens von der Wochenkarte oder einer Brotzeit im Verkaufsraum bereit. Während der Coronakrise hat man die Wahl zwischen Selbstabholung oder Inanspruchnahme des Lieferservice.
    Thema Pandemietauglichkeit: Da ist noch Luft nach oben! Momentan nervt es mich einfach, wenn Kunden sich von hinten an die Fleischtheke drängeln und auf Beinahe-Tuchfühlung mit mir gehen, um dem Chef zu sagen, was sie wollen. Letzterer hatte sich wohl extra für diese Kunden hinter die Theke begeben, um das Kundenpärchen zu bedienen. Anstatt einen Moment abzuwarten, bis ich beim Fleisch fertigbedient war, entstand unnötigerweise sowohl vor als auch hinter der Theke ein Gedränge. Die mich bedienende Verkäuferin trug ihr transparentes Visier richtig, die Kollegin ihren Textil-Mund-Nasen-Schutz nur „auf Halbmast“; dann kann sie es doch gleich ganz sein lassen!
    Ergebnis: Normalerweise gute 4 Sterne. Wegen Optimierungsbedarf bei der Pandemietauglichkeit ziehe ich aber vorläufig bis zu einem Update einen Stern ab.

    geschrieben für:

    Fleischereien / Partyservice in Nöttingen Gemeinde Remchingen

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    7.

    ubier Endlich zur Besinnung gekommen? was sollte an einem vegetarischen Vorsatz gut sein?!? Es reicht, wenn sich mein Menu zu Lebzeiten vegetarisch ernährt hat...
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    Ein golocal Nutzer Die Umsetzung dieser Regeln wird so nach und nach überall etwas vernachlässigt. Ein 2.Schub - und der "Aufschrei" wird sehr groß
    Ein golocal Nutzer Thom- Du ein echter "veganer" - und Deine Würschtel? Na gut!
    @Salbada - Glückwunsch zum Rückfall Daumen - Rückfälle machen auch manchmal glücklich!
    Salbada Huch, vielen Dank für den Blitzdaumen, Eure Likes und Glückwünsche! Vegane Currywurst habe ich zwei Mal probiert. Fazit: die veganen Currywürste kann man in die Tonne kloppen. @Tom: ich gehe mal davon aus, dass Du bei Currywurst auch nicht den Veganer raushängst :-D
    Blattlaus Schön, dass du mich wieder erinnert hast, da könnte ich auch mal wieder hin. Zur Zeit sind wir eher in der Maulbronner Gegend unterwegs zum Einkaufen.
    Aber obengenannte Metzgerei ist wirklich sehr gut und empfehlenswert.
    eknarf49 Eine Bewertung, die mir gut gefällt. Ob Veganer, Vegetarier oder was auch immer - Hauptsache man entscheidet nur für sich und nicht für andere. Danke für den gut zu lesenden Text.
    FalkdS Salbada, mein Glückwunsch zu deinem Daumen

    ubier, deine Definition find ich gut, da bin ich bei dir!

    Mir erschließt sich nur nicht, warum man sich als "veggie"-Ernährender
    Veggie-Wurst und Veggie-Fleisch antut?
    Wozu muss ich mich täuschen und mir klar machen, dass ich jetzt tierisches Eiweis aus nichttierischer Produktion esse?
    Salbada Nochmals vielen Dank für die Likes und Glückwünsche :-)
    @FalkdS: Da gebe ich Dir recht. Nachgebaute Wurst- oder Fleischwaren braucht man als Vegetarier oder Veganer nicht, um pflanzliches Essen zu genießen.
    Blattlaus Heute auch mal wieder da gewesen. Das Visier meiner Verkäuferin saß richtig, auch das der anderen. Vielleicht weil der Chef mit bediente.
    Schöne Auswahl an Fleisch und Wurst vorhanden.
    Salbada Das ist schön. Vielleicht hat es sich mit dem Visier- bzw. Maskentragen mittlerweile besser eingespielt. Man braucht ja bei allem Neuen eine gewisse Zeit, bis es Routine wird. Ich wünsche guten Appetit bei den eingekauften Sachen :-)
    Ein golocal Nutzer Das klingt doch alles gut, ihr habt wenigstens einen Metzger in erreichbarer Nähe. Lasst es euch schmecken! Einen dicken Würschtel Daumen Glückwunsch aus der Pfalz dazu
    Sedina Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    Mein phantastisches Rumpsteak gestern kam von einem Charolaisrind aus der eigenen Zucht des Fleischers. Wacheln hält er auch....


  8. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. von 3 Bewertungen


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    Vor ziemlich genau einem Jahr bekam ich einen Mordsschrecken, denn ich sah plötzlich Blitze.
    Und dies ohne Gewitter, Geschwindigkeitsverstöße im Straßenverkehr oder Einnahme bewusstseinserweiternder Drogen.

    Nach einer kurzen Recherche im Internet schrillten bei mir die Alarmglocken. Die Fundstellen signalisierten einhellig, dass mit solchen Blitzen nicht zu spaßen und ein Besuch beim Augenarzt dringend anzuraten sei.

    Die Praxis Dr. Kohm & Kollegen hatte ich in guter Erinnerung, da man mir dort vor einigen Jahren schmerz- und komplikationslos ein Hagelkorn am Oberlid entfernt hatte. Deshalb versuchte ich, dort möglichst schnell einen Termin zu bekommen. Nachdem ich der Praxismitarbeiterin telefonisch mein Anliegen geschildert hatte, meinte sie, da müsse ich zur Vermeidung eines irreparablen Schadens an der Netzhaut ganz, ganz schnell vorbeikommen.

    Gesagt, getan. Noch am selben Vormittag saß ich in Begleitung meiner Frau, die mich für den Fall, dass ich ein pupillenerweiterndes Mittel ins Auge getropft bekommen sollte, nach Hause chauffieren musste, im Wartezimmer der Augenarztpraxis.

    Letztere befindet sich im 1. Obergeschoss des Gebäudes Karlstraße 22-24 in der Karlsruher Innenstadt. Für Autofahrer gibt es öffentliche Parkplätze an der Straße direkt vor dem Gebäude oder im ca. 100 Meter entfernt liegenden Parkhaus Ludwigsplatz.

    Keinen Parkplatzstress hat man, wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt; die Stadtbahnhaltestelle Europaplatz ist nur ca. 250 Meter entfernt.

    Personen mit Mobilitätseinschränkung gelangen problemlos mit dem Lift zur Praxis.

    Seit meinem ersten Besuch bin ich bei Frau Medicke in Behandlung. Sie hat die Praxis gemeinsam mit Dr. Kohm im Jahr 2006 gegründet. Das Ärzteteam besteht mittlerweile aus fünf Fachärztinnen und Fachärzten. Die anderen Ärzte kann ich mangels eigener Erfahrungen nicht bewerten.

    Zu Frau Medicke kann ich nur sagen, dass sie eine sehr kompetente und einfühlsame Ärztin ist, die auf den Patienten eingeht, sich genügend Zeit nimmt und die Untersuchungsergebnisse in auch für medizinische Laien verständlicher Sprache vermittelt.

    Nach der umfangreichen Erstuntersuchung konnte sie erst einmal Entwarnung geben, da Netzhaut und Sehnerv keine Schäden aufwiesen. Auch der Augeninnendruck war damals im Normbereich.
    Mit Blick auf eine bei der Untersuchung erkennbare Degeneration des Sehnervs sind bei mir aber regelmäßige Kontrollen erforderlich, um ein schleichendes Absterben des Sehnervs zu verhindern. Außerdem muss ich zwei Mal täglich einen lokalen Betablocker in die Augen tropfen, weil sich bei den Kontrollterminen ergab, dass mein Innendruck sich hin und wieder Hüpfer nach oben in den Grenzbereich hinein erlaubt.

    Bei meinem heutigen Kontrolltermin (Mai 2020) war wegen der Coronakrise alles etwas anders: Patienten und Personal waren maskiert. Vor der Anmeldung am mit Acrylglas abgeschirmten Empfangstresen musste ein Handdesinfektionsmittel benutzt werden. Meine Gesundheitskarte steckte ich selbst in ein vor der Glaswand aufgestelltes Lesegerät, und im Wartezimmer waren die Stühle so platziert, dass der empfohlene Mindestabstand eingehalten wurde.
    Zum Glück war die Wartezeit relativ kurz, denn man fühlt sich trotz der Distanz zu den anderen Patienten und zum Personal doch irgenwie unwohl.

    Frau Medicke strahlte bei der Untersuchung und der Besprechung der Ergebnisse sowie der Medikation eine große Ruhe und Souveränität aus, als könne ihr der erschwerte Praxisbetrieb kaum etwas anhaben.
    Ich kann diese Fachärztin deshalb auch in Krisenzeiten uneingeschränkt weiterempfehlen.

    geschrieben für:

    Fachärzte für Augenheilkunde in Karlsruhe

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    8.

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    Ein golocal Nutzer Danke für Deinen guten Bericht. Er macht doch nachdenklich, wie leichtsinnig man doch manchmal mit dem Augenlicht umgeht. Glückwunsch nachträglich zum Daumen und weiter gute Sicht!


  9. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


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    Wer schon einmal einen größeren Wochenmarkt besucht, das emsige Treiben beobachtet und den Duft von frischem Obst und Gemüse inhaliert hat, den lässt dieses Erlebnis nicht mehr los. Für viele von uns sind in Zeiten wachsender Discounter mit konfektioniertem 08/15-Frischwarenangebot der Gang über einen "echten" Wochenmarkt, das Aussuchen der Ware und der Kontakt zu den regionalen Händlern ein Stück traditioneller Lebensqualität.

    Ländliche Gemeinden mit einer Einwohnerzahl unter 20.000 können zwangsläufig keine großen Wochenmärkte anbieten. Bei der Gemeinde Karlsbad kommt hinzu, dass sie aus fünf Teilorten besteht. Dennoch gibt es in vier dieser Ortschaften jeweils einen Wochenmarkt, quasi im Miniformat.

    Im einwohnerstärksten Hauptort Langensteinbach findet dieser Wochenmarkt regelmäßig freitags von 7:00 bis 12:30 Uhr statt.

    In der Karwoche wurde der Markttag wegen des Feiertags um einen Tag auf den Gründonnerstag vorverlegt. Da meine Frau und ich in Zeiten des Corona-Kontaktverbots kaum zum Einkaufen gehen und von den Vorräten des Kühl- und Gefrierschranks sowie der Speisekammer leben, befielen uns akute Gelüste nach frischem, vitaminreichem und leckerem Obst und Gemüse. So beschlossen wir spontan, dem Langensteinbacher Wochen-"Märktle" einen Besuch abzustatten.

    Marktstandort ist der Rathausplatz, der an den übrigen Tagen als öffentlicher Parkplatz genutzt wird. Trotz des dadurch eingeschränkten Parkplatzangebots fanden wir aber rasch eine Parkmöglichkeit in unmittelbarer Nähe.

    Die Marktstände kann man zwar an den Fingern einer Hand abzählen. Man findet aber alles, was man üblicherweise auf Wochenmärkten findet: Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Feinkost und Blumen.

    Am sehr reichhaltig sortierten Stand eines Obst- und Gemüsehändlers aus der Pfalz wurden wir schnell fündig. Ein großer Bund Bärlauch, ein armdicker weißer Riesenrettich, 2 Broccoli, einige schöne Birnen und ein halbes Kilo Champignons wanderten in unseren Korb. Und dies ohne lange Wartezeit, dafür aber mit kompetenter Beratung und zu fairen Preisen.

    Zu normalen Zeiten wäre der Langensteinbacher Wochenmarkt somit ein Kandidat für 5 Bewertungssterne.

    Aktuell muss ich aber "krisenbedingt" 1,5 Sterne abziehen, so dass es - wohlwollend aufgerundet - mit Ach und Krach gerade noch 4 Sterne gibt.

    Und hier die Gründe für die Abwertung:

    Alle Marktkundinnen und -kunden hielten sich vorbildlich an die von der "Obrigkeit" verkündeten Abstands- und sonstigen Kontaktempfehlungen. Und dies sogar ohne Markierungen auf dem Boden! Nicht so einige emsige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Standbetreiber: sie hantierten zum Teil nicht hinter dem Stand, wo sie eigentlich hingehören, sondern davor an der ausgelegten Ware herum und gingen dabei auf direkte Tuchfühlung mit der Kundschaft. Das ist in "normalen" Zeiten kein Problem. Aktuell führt das aber zu Ängsten und Unsicherheitsgefühlen bei den Kunden!

    Und dann gab es noch die Eltern oder Elternteile, deren Kinder kreuz und quer durch die Lücken in den Kundenschlangen herumtobten. Mein ganz besonderer "Favorit" war ein geschätzt Vierjähriger, der rotznasetriefend und laut hustenbellend mit seinem kleinen Fahrrad zwischen den Kunden Slalom fuhr. Um nicht missverstanden zu werden: normalerweise empfinde ich so etwas als schön und herzerfrischend; ich habe als Kind ja auch sehr gerne herumgetobt. In der Coronazeit, in der es mir als Opa-Novize der Generation Ü-60 beinahe das Herz zerreißt, dass ich seit über 4 Wochen keinen Kontakt zu meiner vier Monate alten Enkelin habe und mich selbst strikt an die Vorgaben von "Opa Kretschi" halte, empfände ich es aber einfach als unfair, wenn ich von so einem kleinen Racker etwas "angehängt" bekäme. Da mein nach potenziell zugehörigen Eltern oder Elternteilen suchender Rundumblick ins Leere ging, wünschte ich mir insgeheim vier bullige, permanent knurrende und böse dreinschauende Rottweiler herbei. Mit solchen "Jungs" an der Leine hätte ich garantiert ALLE auf mehr als 1,50 Meter Abstand gehalten :-)

    Enttäuscht war ich auch von der Gemeinde Karlsbad, die ja als Veranstalter fungiert und sicher eine Standmiete von den Händlern bekommt. Als stolze Besitzerin einer Vielzahl von stationären Blitzanlagen an fast jeder Ortsein- und -ausgangsstraße leistet sie sich den Luxus eines kommunalen Ordnungsbeamten. Ein solcher "Sheriff" hätte womöglich allein durch seine bloße Präsenz auf dem Markt seine Wirkung gehabt. Offenbar zieht man es aber vor, dass er in Heimarbeit Verwarnungen schreibt. Das ist ja auch nicht so gefährlich. Ich gönne es ihm/ihr :-)

    geschrieben für:

    Obst und Gemüse in Karlsbad

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    9.

    eknarf49 Abgesehen von all den Problemen, die sich durch die momentane Lage ergeben, empfinde ich die Wochenmärkte immer noch als ein Stück Normalität. Danke für den überzeugenden Bericht.
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    Ein golocal Nutzer Netter Bericht und schön das es noch ein Stück Nrmaöität in der jetzigen Zeit gibt. In Lübeck haben die Wochenmärkte in der letzten Zeit Zugangskontrollen bekommen, mal sehen wie es allgemein weitergeht. Aber schön das es die Märkte noch gibt. Besonders für regionale Erzeuger
    Salbada Die Wochenmärkte werden Corona überleben, da bin ich mir sicher. In atmosphärischer Hinsicht ist mein Favorit der Freiburger Münstermarkt. Schön und ruhig gelegen, da man rund um's Münster keinen Verkehrslärm vernimmt. Wenn man seine Einkäufe erledigt hat und entsprechend erschöpft ist, gibt es für jeden Bedarf Stärkung an einem der Wurststände auf dem Markt oder in den Weinstuben, Cafés oder Restaurants am Rande des Markts :-)
    Sedina So gemischt sind auch meine Impressionen vom hiesigen Wochenmarkt mit angrenzender Kita...
    Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    Ein golocal Nutzer Nachträglich Glückwunsch zum Wochenmarkt Daumen. Die "Düfte" jeder Art sind immer etwas besonderes. Mannheim ,Paradeplatz hat auch solchen Markt, war immer herrlich.
    Blattlaus Da geht es dir wie uns heute im Enzauenpark bei einem Spaziergang. Dabei warfen wir auch einen Blick zum Biergarten hin. Da war ja an Sonntagen schon immer viel los gewesen bei Musik und Tanz.
    Dachten wir, es wäre jetzt ruhiger, war das eine Täuschung. Hunderte von Gästen eng beieinander, auch bei der Essensausgabe. Musik und Tanz auch trotz Corona. Nix mit Maske.
    Das ärgert mich dann auch. Selber hält man sich strikt an die Vorgaben, hätte auch gerne ein Schnitzelchen dort gegessen. Aber da haben wir gerne verzichtet.
    Die karlsruher Märkte habe ich dieses Jahr bisher auch gemieden. Am Gutenbergplatz hängt ein Plakat, dass man an Markttagen nur allein und nur zügig durchlaufen darf. Das macht dann kein Spaß, wenn man nicht alles in Ruhe anschauen kann.


  10. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    8. von 9 Bewertungen


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    Das "Multi Kulti" befindet sich auf geschichtsträchtigem Boden: Nachdem das 1792 errichtete Gebäude zunächst das badische Generallandesarchiv und diverse Behörden sowie im Anschluss das badische Innenministerium beherbergt hatte und schließlich im Zweiten Weltkrieg zerstört worden war, wurde der im Jahr 1957 errichtete "Neubau" mehrere Jahrzehnte vom Landratsamt Karlsruhe genutzt. Seit dem Auszug der Beamten und dem Umbau lernen und wohnen in den Obergeschossen Studentinnen und Studenten des International Department des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT - oder für Nostalgiker: TU Karlsruhe).
    Im Erdgeschoss befinden sich kleinere Geschäfte und das "Multi Kulti".

    Um die Mittagszeit ist das Multi Kulti gut besucht, denn es bietet eine relativ preisgünstige Mittagskarte. Bei der Qualität des Essens gibt es Licht und Schatten. Ich bin schon einige Male dort gewesen und habe verschiedene Gerichte probiert. Beim größten Teil der Gerichte wurde ich das Gefühl nicht los, dass vorgefertigte Conveniencekomponenten aufgewärmt wurden. Also nichts für Liebhaber kreativer und frischer Küche.

    Unschlagbar ist in der warmen Jahreszeit die Atmosphäre auf der Terrasse mit Aussicht auf das Karlsruher Schloss. Mich nervt allerdings stets, dass die Ruhe durch regelmäßig vor der Terrasse postierte "Barden" gestört wird, die mit Duldung des Multi-Kulti-Inhabers ihre elektrisch verstärkten Gesänge mit kommerzieller Absicht darbieten. Da wünscht man sich manchmal insgeheim ein langes Seil, um diese Troubadixe in Asterix-und-Obelix-Manier zu sedieren. Was aber auf halbem Weg zwischen dem Platz der Grundrechte und dem Bundesverfassungsgericht wohl ein No Go wäre ...

    Das Frühstücksangebot bei Multi Kulti scheint das Publikum nicht allzu sehr zu überzeugen. Bei meinem Besuch vor einigen Wochen war ich mit meiner Begleitung fast allein im Lokal, obwohl man bei der Qualität der verwendeten Zutaten offenbar dazugelernt hat. Früher war billige und eher minderwertige Wurst und ebensolcher Käse auf dem Teller. Heute sieht alles wertiger aus und schmeckt auch so. Die Frühstücksauswahl war dennoch nicht so recht auf meine Bedürfnisse zugeschnitten. Entweder zu üppig oder zu karg -mit der Folge, dass man einzelne Komponenten für relativ viel Geld hinzuordern musste.
    Beim "Frühstück für Zwei" zum Preis von 24,90 Euro ist auf der Karte der Hinweis angebracht, dass ein Aufpreis zu zahlen ist, wenn anstatt der beiden im Preis inkludierten 0,1 Litergläser Sekt 2 Gläser frisch gepressten Orangensafts (je 0,2 Liter) gewählt werden. Naheliegende Schlussfolgerung: es wird Billigstsekt ausgeschenkt.
    Ich konnte wiederstehen und habe mich für ein karges Frühstück nach Franzosenart entschieden.

    Fazit: Alles ganz okay, wenn man schnell frühstücken oder ein schnelles Mittagessen ohne besondere Ansprüche zu sich nehmen möchte.

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Karlsruhe

    Neu hinzugefügte Fotos
    10.

    Calendula In der heutigen Zeit ist der Spagat von gut UND preiswert gewünscht. Das ist für Anbieter oft nicht einfach.
    Gut geschrieben, gut lesbar ... danke.
    Ausgeblendete 8 Kommentare anzeigen
    vinzenztheis Hier scheint dem Bericht nach zu urteilen, das Preis-Leistungsverhältnis - zu mindest was das Frühstück angeht- nicht angemessen zu sein.
    Darüberhinaus ist keine web-Seite zu finden. Die ursprünglich angegebene web-Seite gehörte zu ener anderen Location. Habe diese deshalb gelöscht.
    Salbada @Calendula: wenn das Frühstück aus anständigen Zutaten besteht, zahle ich gerne mehr dafür.
    @vinzenztheis: immer mehr Gastronomen gehen dazu über, nur noch auf facebook & co. präsent zu sein. Das Multi Kulti gehört wohl auch dazu. Ich find's nicht gut, weil ich keinen facebook-Account habe und mir auch keinen zulegen möchte.
    @Schroeder: spannender ist die Lektüre der Grundrechtetäfelchen schon. Aaaaber: manchmol hod mr halt au bloß Honger :-)
    Sedina Ein Frühstück mit Troubadix wäre wohl auch nix für mich. Ich gratuliere aber sehr herzlich zum Grünen Daumen!