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Bewertungen (2524 von 2539)

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  1. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Bella Flora ist eins von den Geschäften, die ich am liebsten in meine Nähe „verpflanzt“ hätte! Bekanntlich ist Teleportieren nur in Filmen möglich, sodass ich eine weitere Gelegenheit warten muss, um sie zu besuchen! Leider gilt auch hier, dass es wie die zuvor vorgestellte Möbelhalle aufgrund von Corona Einschränkungen bis auf widerruf geschlossen ist! Trotz, dass es auf Spenden angewiesen ist, habe ich gelesen, dass das vor dem besagten Hintergrund gar nicht möglich ist! Da viele Menschen, die letzten Monate fürs „Ausmisten“ des eigenen Kleiderschranks genutzt haben, ist dementsprechend deren Lager mehr als voll! Bin gespannt, was für mich interessant sein könnte :-)! Habe hier sehr gute Markenkleidung für recht kleines Geld bekommen und der Herr, der hier in diesem Gebäude tätig ist, war im Gegensatz zu seinem Kollegen sehr gut gelaunt, hilfsbereit vor allem ohne aufdringlich zu sein! Der einzige Nachteil, der mir einfällt, sind die wenigen Metallstufen davor, die bewerkstelligt werden müssen. Hier fiel es deutlich leichter diese hoch zu kommen, als jene im „kleiner Flo“. Das am Rande bemerkt!

    Was erst nach dem Betreten ersichtlich wird, dass ein großer und ein kleinerer Raum mit einem Durchbruch miteinander verbunden sind. Durch die sehr hohen Fenster ist bei schönem Wetter (was bei mir anfangs nicht der Fall gewesen war) für eine besondere Atmosphäre. Wie diese ist auch die Gesamthöhe, wenn man sich dort umschaut, richtig beachtlich. Auch, wenn es sich meine Vermutung handelt, hatte ich den unbestimmten Eindruck, dass es sich um eine ehemalige Industrieanlage (bzw. einen Teil davon) handeln könnte. Durch die Verwendung von Parkett (bzw. vergleichbares Material) wirkt das ganze sehr hochwertig. Zum Glück, wie erwähnt, hat das keine Auswirkung auf die Preise, die für die Klamotten „fällig“ sind :-)!

    Auch, wenn ich mir an einigen Stellen ein wenig mehr Platz gewünscht hätte, ist die „Präsentation“ gut durchdacht. Die Kleidungsstücke sind vorwiegend auf Ständern bzw. bei der Kindermode waren sie auf einem kleinem Regal, nach den Größen sortiert, gehängt bzw. gelegt. Hier kann man sich und die eigene Familie von Kopf bis zu den Füssen eindecken. Mir persönlich aber würde es nie einfallen, gebrauchte Schuhe zu kaufen, doch wie ich selbst mitbekommen habe, findet sich selbst dafür eine Abnehmerin ;-)! In dem vorher erwähntem Nebenraum gibt es zusätzlich Tisch- und Bettwäsche, Gardinen & Co.

    Habe sehr lange überlegt, ob ich mir (einen weiteren) Trolli zulegen soll… Da der Preis sehr toll gewesen ist, habe ich auch tatsächlich zugegriffen. Hinterher hat er mir auch noch am gleichen Tag bereits „gute Dienste“ geleistet. Dennoch auch wenn mir ein Hut zusagte, habe ich mich hingegen dagegen entschieden. Was ich erwähnenswert finde, dass es bei Bella Flora keine Umkleidekabinen im herkömmlichem Sinne gibt! Die Idee einen (höchstwahrscheinlich in der Hauseigenen Schreinerei) Parament herstellen zu lassen und diesen in diesem Raum aufstellen zu lassen, macht es aus meiner Sicht unverwechselbar. Hatte vor der Anprobe meine Bedenken gehabt, doch ich hatte nicht den Eindruck gehabt, „beobachtet“ zu werden, auch wenn an jenem Tag einige Kunden sich in dem Laden befunden haben. Man kann das aber auch anders sehen! Mir war es ehrlich gesagt lieber, als jene Kabinen in den Kaufhäusern, die alles andere, als „blickdicht“ sind!

    Nun kennt ihr einen weiteren Favorit von mir, der was selten vorkommt, volle Zustimmung von mir bekommt! Wie bei den anderen Zuvor handelt es sich bei Bella Flora um eine temporäre Lösung, bis die Bauarbeiten an dem Gebäude in der Florastraße beendet und das „De Flo“ erneut (in nicht absehbarer Zeit) erneut eröffnet wird. Falls es so weit sein würde, werde ich eine entsprechende Mitteilung zur allgemeinen Kenntnis abgeben.

    geschrieben für:

    Second Hand / Mode in Köln

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    1.

    Tikae Wie bist du überhaupt zu second Hand gekommen ?
    Ich habe das für mich noch nie in Erwägung gezogen.....


  2. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Ehrlich betrachtet, habe ich es mir einfacher vorgestellt diese Adresse zu finden! In der Vergangenheit habe ich de Flo (es ist keine falsche Schreibweise, die ich hier verwende, sondern wie ich vor mehreren Jahren bewertet habe eine Abkürzung für Flohmarkt!) in Köln, der wie ich im Internet herausgefunden habe, seit August 2018 an der Franz-Clouth-Straße 5 an zwei Stellen zu finden ist. Heute möchte ich über die sogenannte Möbelhalle. Wie lange sie (noch) bestand haben wird, ist davon abhängig, wie lange es dauern wird, bis das eigentliche (vor mehreren Jahren vorgestellte) second Hand Kaufhaus in der Florastraße nicht nur fertiggestellt, sondern auch in dieser Funktion betrieben wird! Da seit der Neueröffnung zusätzlich eine eigene Abteilung mit Kleidung mit der Bezeichnung „Bella Flora“ hinzugekommen ist, möchte ich meine Erfahrungen dort in einem eigenem Beitrag veröffentlichen. Das wird auch auf den Hinweisschildern in der Form genannt. Da es in zwei verschiedenen Gebäuden, die unter der gleichen Adresse fungieren, finde ich diese Regelung für sinnvoll.

    Der Möbelverkauf ist in einem (sehr großem) Zelt untergebracht. Das Sortiment ist aber, was mich begeistert hatte, weiter gefächert als nur diese! Sie sind nur in der linken vorderen Ecke zu finden, in der ich mich über eine sehr lange Zeit aufgehalten habe! Im Moment aufgrund der Corona Einschränkungen ist dieses und das andere Geschäft (bis auf widerruf) geschlossen! Durch die Tatsache bedingt, dass es sich um eine Einrichtung handelt, die auf Spenden angewiesen ist, ist es eine gute Adresse sein für jene, die gut erhaltene gebrauchte Möbel benötigen oder sie suchen. Aus den vorhin erwähntem Grund erfolgt vorläufig keine Annahme statt! Sonst kann man mit den Stücken, die hier ausgestellt sind, (wenn man ein wenig Geduld mitbringt oder Glück, wie man es so will) die gesamte Wohnung damit einrichten. Für mich waren sie aber weniger interessant.

    Es hat mich schon überrascht, als ich den Innenhof betreten habe, in dem sich das Zelt und „Bella Flora“ befinden, dass in dem erstgenannten die von mir so geschätzte Bücherecke :-) untergebracht ist! Das gleiche gilt für die Regale mit den CDs, Schallplatten und vereinzelt auch Kassetten. Habe mir reichlich Zeit gelassen, um das was vorhanden war, zu entdecken um die für mich interessanten durchzusehen. Auch hier kann ich erneut das mitteilen, was einst bei mir für Verwirrung gesorgt hatte: es werden weiterhin keine Preise bei den Büchern erst an der Kasse festgelegt werden! So konnte ich ein sehr schönen Bildband erwerben, das mir kurze Zeit zuvor in Königswinter sehr gut gefallen hatte, deren Preis mir aber dort zu hoch erschienen ist. Es war kein Schnäppchen, doch mir war es wert gewesen.

    Der größte Unterschied ist, dass es hier (fast) durchgehend, bis auf den Umstand, wenn die (zum Teil sperrigen) Möbeln zu eng neben einander stehen, als barrierefrei bezeichnet werden kann. Was ich als erwähnenswert halte, ist dass schon bevor man diese Halle betritt, einige der sehr günstigen (Musik)CDs in einem kleinen Karton bereitgestellt worden sind. Diese Erwähnung ist mir schon wichtig, weil hinterher an der Kasse der „reguläre“ Preis berechnet wurde und nicht der, der eigentlich „fällig“ gewesen wäre! Auf mich hat das einen chaotischen Eindruck gemacht. Auf meine Nachfrage hat der Mann dort sehr gereizt reagiert, was mir nicht verständlich gewesen ist. Das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Man kann es auf schlechte Tagesform zurückführen aber ich hatte aufgrund der gereizten Reaktion, die folgte, dass es ggf. seinem Naturell entspricht. Wenn ich als Kundin nicht ernst genommen werde, ist eine Abwertung schon nachvollziehbar. Die Adresse bleibt weiterhin mein Favorit, den ich ebenfalls weiter empfehlen möchte.

    geschrieben für:

    Gebrauchtmöbel in Köln

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    2.



  3. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Letztes Jahr, als ich mich erneut bewusst zu meinem Favoriten „De Flo“ (es ist keine falsche Schreibweise, die ich hier verwende, sondern wie ich vor mehreren Jahren bewertet habe eine Abkürzung für Flohmarkt!) in Köln angesteuert habe, war ich schockiert! Das Haus, in dem es hier vorgestellt habe, war (und ist weiterhin) eine Baustelle! Aus diesem Grund handelt sich bei dieser Adresse um eine, die es nur zeitlich begrenzt, bis das andere fertiggestellt und erneut (in nicht absehbarer Zeit) begeisterten Kunden (wie einst an der dortigen Adresse) offen stehen würde. Auf einem Banner wurde darauf hingewiesen, dass es zum einen auf der anderen Straßenseite als „kleiner Flo“ gibt, als auch (zu dem Zeitpunkt unbekannten) Franz-Clouth-Straße geben soll. Über die anderen beiden werde ich im Anschluss berichten.


    Eigentlich kann ich auch an dieser Stelle „Gebrauchtwaren“ hinzufügen aber hier finde ich Haushaltswaren als ausreichend. Es ist die einzige Adresse unter den genannten, die momentan geöffnet ist. Im Vergleich zu dem, was ich an „Erfahrungswerten“ über die riesige Verkaufsfläche verfügt habe, ist diese geradezu winzig! Auch, wenn alles ordentlich ausgesehen hatte und falls man etwas brauchen würde, das recht bald finden würde, kam bei mir keine Begeisterung auf. Ich hatte nicht den Eindruck gehabt, die die vielen male zuvor, dass ich… ein „Lückenfüller“ bei einer gelangweilt wirkenden Person an der Kasse bin. Wie immer ist es eine sehr subjektive Wahrnehmung, die ich nicht mal begründen könnte. Wie immer gibt es Menschen, die „verschlossen“ auf einen Wirken und ich hatte schon den Eindruck gehabt, dass es sich bei dieser Frau um eine solche handeln könnte. Das ist aber keinesfalls sehr negativ oder gar bösartig gemeint. Jeder macht in seinem Leben unterschiedliche Erfahrungen und bei dieser kam ich schon ins grübeln, weil ich mich auch hier mit einer angemessenen Bewertung schwer getan habe!

    Solche Geschäfte, wie Kleiner Flo können, falls man etwas für den Haushalt benötigen sollte und keine Probleme damit haben sollte, dass sie ehemals bereits von jemand anderen genutzt worden sind, wahre Fundgruben sein, was das anbelangt! Um überhaupt rein zu kommen, müssen einige metallene Stufen bis zum Eingang genommen werden. Sie können für einige ein Hindernis darstellen, wenn ich ehrlich sein soll. Da ich zu diesem Zeitpunkt ein wenig Probleme mit dem Gehen selbst gehabt hatte, war es auch für mich ein solcher gewesen.

    Den kleinen Raum kann man auf Anhieb komplett überblicken: die Töpfe, Pfannen, Geschirr, Porzellan(Tassen) und weiteres, was man in der Küche verorten kann, sind auf (in der angeschlossenen Tischlerwerkstatt des SKM Köln) tollen Regalen und Tischen präsentiert. Optisch gibt es daher keinen Grund für eine Beanstandung. Was mir weniger gefallen hatte, dass im Gegensatz zu den Preisen, die ich bis dato für vergleichbare Stücke bezahlt habe, diese um einiges teurer ausgefallen sind, als ich sie in Erinnerung hatte. Bin zwar fündig geworden aber wenn selbst auf eine einfache Frage ich diese nicht nur einmal wiederholen musste und die Antwort für mich „keinen Sinn“ ergab, dann bleibt eben ein durchwachsenes Bild nach einem Besuch „übrig“ bleibt… Aus den aufgezählten Gründen, auch wenn es einigen streng bemessen erscheinen kann, sind aus meiner Sicht nicht mehr als 3 Sterne an dieser Stelle drin!

    geschrieben für:

    Haushaltswaren in Köln

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    3.

    Konzentrat Da hast du mir ja einen Flo ins Ohr gesetzt. Gebrauchtwaren, vor allem älteren Datums, interessieren mich immer wieder. Leider zu weit weg, dieser Flo.
    Glückwunsch zum Daumen.


  4. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Die gemeinnützige „Bedarfsgemeinschaft“ GmbH besitzt insgesamt 5 Zweigstellen da ich jene in Meckenheim (die auf der HP als Hauptsitz bezeichnet wird) und die in Bad Godesberg persönlich nicht kenne, ist es die letzte Adresse, die ich nun vorstellen möchte. Es war eher ein Zufallsfund, denn nachdem wir (wie beschrieben) beim Griechen in der Fußgängerzone gegessen haben, beschlossen wir einen kurzen Spaziergang einzulegen, um eine weitere Sehenswürdigkeit anzuschauen. Auch, wenn es hier heißt, dass es ein Gebrauchtmöbelhandel ist, war ich dennoch überrascht aber auch begeistert, dass man einige andere Kleinigkeiten hier erwerben kann! Es hat mich um so mehr verwundert, dass mein Partner dennoch geduldig auf mich gewartet hatte… Die wenigen Minuten, die ich dort verbracht habe, waren „erfolgreich“ für mich gewesen ;-)! Auch hier habe ich eine Spende getätigt, weil mir der sehr niedrige Preis nicht angemessen erschienen ist! Das als Geschenk gekaufte Figürchen ist sehr gut angekommen. Wie man es sich denken kann, wurde es in einer kleinen Glasvitrine verwahrt, damit sie nicht von unbefugten ggf. entwendet werden könnte!

    Auch, wenn es auf dem Foto auf der hier verlinkten HP danach aussieht, dass der Zugang barrierefrei sein könnte, das ist leider nicht der Fall. Davor stehen einige Stufen im Weg, die erst bewerkstelligt werden müssen. Wie bei den beiden zuvor auch hier gibt es bereits vor dem eigentlichen Geschäft einige (zum Teil sperrige) Gegenstände, die man „huckepack“ nehmen könnte (für uns keine Option) ;-) wie z.B. Stühle, Blumenkübel oder größere Dekofiguren für den Garten, bzw. passende Möbel, falls man einen haben sollte! Hier würde ich theoretisch fündig aber wenn die Lieferkosten (einsehbar in einer Entfernung- und Preistabelle) deutlich höher ausfallen würden, als die Anschaffungskosten, dann überlegt man es sich doppelt, ob es einem wert ist! Der Schrank entsprach meinen Vorstellungen aber insgesamt war es mit den Aufwand nicht wert… Sicherlich bei dem sehr gutem Zustand und dem niedrigem Preis, der auf einem Zettel zu lesen war (an einer süßen Kordel und ans dazugehörige Schlüssel befestigt :-) ), hat es sicherlich nicht lange gedauert, bis er ein „neues Zuhause“ bekommen hatte!

    In Gegensatz zu den vorher vorgestellten Adressen ist diese recht großzügig bemessenen. Es hat mich zudem sehr überrascht, wie gut besucht es an einem Sonntag gewesen ist! Bei den anderen zwei kann man es noch nachvollziehen aber bei einem Laden, der Möbel anbietet, ist es aus meiner Sicht eher ungewöhnlich, dass der an allen Wochentagen den Interessenten zur Verfügung steht! Das habe ich in der Form an keinem anderen Ort vorgefunden! Hier halte ich es für abwegig, dass Königswinter ein touristisch stark frequentiertes Ort ist!

    Wie bei den beiden zuvor gilt auch hier: für „Nachschub“ wird fast jeden Tag durch Spenden und Wohnungsauflösungen gesorgt. Falls man selbst es in der Form nutzen möchte, soll ein Besichtigungstermin mit ihnen vereinbart werden oder alternativ per Mail mit Anhang mit Foto(s) an sie gesendet werden! Auf der HP wird drauf hingewiesen, dass aufgrund von der jeweils aktuellen Auslastung nicht alles angenommen wird. Das sollte verständlich sein, wird aber an mehreren Stellen im Netz kritisiert, wenn eine solche Gabe nicht aufgenommen wird, aus welchen Gründen auch immer!

    Wenn man Glück hat und das was man hier vorfinden kann, einem gefällt, kann man recht schnell seine Möbel beisammen haben: angefangen bei Tisch, Stuhl, Bett bis zu Lampen, Bildern oder Elektrogeräten für die Küche. Jedem bekanntlich das seine, die letztgenannten hätte ich persönlich weniger in Erwägung gezogen aber selbst dafür findet sich ein Abnehmer!

    Die ältere Dame, die hier tätig ist, war mir auf Anhieb sehr sympathisch gewesen. Sie war sehr geduldig, gut gelaunt und auch, als ein sehr aufdringlicher Kunde um einen Preisnachlass „bettelte“ – anders kann ich es nicht bezeichnen, blieb sie weiterhin gelassen und dennoch sehr bestimmt aber gleichwohl freundlich :-)! Das erlebt man selten und somit bleibt es lange in positiver Erinnerung! Wie beim vorher beschriebenem second Hand Geschäft gehört der sog. Möbellagerverkauf zu meinen Favoriten, das kein weißer Fleck bleiben darf! Somit ist auch meine Empfehlung an dieser Stelle gewiss!

    geschrieben für:

    Gebrauchtmöbel in Königswinter

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    4.



  5. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Heute möchte ich einen Favoriten von mir vorstellen, der an dieser Stelle schon seit ca. 10 Jahren gibt: der second Hand Geschäft der gemeinnützigen „Bedarfsgemeinschaft“ GmbH in Königswinter. Wie bei allen anderen Zweigstellen auch, basiert der Verkauf auf Spenden und dem was die Wohnungsauflösungen „ergeben“ haben. Sie liegt praktisch gegenüber des vorher vorgestellten Antiquariats. Was mich sehr neugierig auf das Sortiment und diesen Laden als solchen waren die vor dem aufgestellten Ständer mit Kleidungsstücken. Es hat mich auf Anhieb begeistert, dass sie sehr günstig gewesen sind, sehr gut erhalten waren aber auch, dass darunter einige Schnäppchen sich „versteckt“ haben! Das hätte ich selbst nicht geglaubt, wenn nicht der Aufsteller besagt hätte, dass jedes unter ihnen (nicht nur dort, sondern auch im Inneren) für schmale 2 € zu haben war! Was mich um so mehr verblüfft hatte, dass das gleichwohl das für (zum Teil mit ursprünglichen Preisschildern versehene) neuwertige Markenware gegolten hatte! Nachdem ich diese erworben habe, dass möchte ich vorwegnehmen, habe ich eine Spende für den Verein gegeben, der durch den Reinerlös unterstützt wird!

    Nachdem ich die zur Seite geschobene Glaseingangstür hinter mir gelassen habe, musste ich erst einige Schritte weiter laufen, bevor ich den eigentlichen Verkaufsraum betreten konnte. In diesem Bereich gibt es sowohl ein Zugang zu den Wohnungen oben drüber aber auch, vielleicht auch als „Einstimmung“ einige Vitrinen mit ausgesuchten Stücken, die man hier erwerben kann. An einem Tag, als das Wetter nicht mehr ganz so toll gewesen ist, standen mal dort die Garderobenständer, die ich Anfangs erwähnt habe.

    Die Bezeichnung, die ich hier bei der Adresse verwendet habe, verdeutlicht bereits, was einem bei Bedarfsgemeinschaft erwartet: Trödel, Kunst, Antikes & Kurioses. Das ist die Mischung, die ich so gerne schätze und mich dementsprechend „austobe“. Vieles was mir gefallen könnte, kam entweder weil es zu sperrig gewesen ist oder leicht zerbrechlich, da blieb es bei der Augenscheinnahme. Bei der Fülle, die geboten wird, kann man sich kaum entscheiden, wo man zuerst schauen oder gehen soll! Was mich ein wenig gestört hatte, dass die Säcke mit den noch nicht sortierten Kleidungsstücken ausgerechnet an den eh eng bemessenen Stellen gelagert werden mussten :-/! Sollte wie mehrmals bei meinen Besuchen dort passieren, dass weitere Personen hinzu kommen, dann wird es um so enger! Das ist auch aus meiner Sicht das große Manko, was eine Abwertung nach sich zieht! Dennoch, was ich nicht unerwähnt lassen möchte, dass es dennoch zu meinen Favoriten gehört!

    Das Sortiment ist weit gefächert, was man alles für den Hausgebrauch benötigen könnte! Neben den erwähnten gibt es Geschirr, Tisch- und Bettwäsche und vergleichbares fürs Bad und Küche; es gibt fast nichts, was es (ggf. auf Nachfrage aus einer der Vitrinen herausgeholt werden müsste) bei dem Sammelsurium nicht zu finden wäre! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man reichlich Zeit benötigt, um sich die 3 in einender mündenden Räume anzuschauen! Das habe ich von außen nicht mal erwartet! Trotz, das ich in Begleitung war, brauchte ich keine Befürchtungen machen müssen, dass das sich für mich nicht lohnen würde ;-). Die besagte Person war anderweitig beschäftigt, sodass ich nach Herzenslust stöbern konnte! Ausnahmsweise hat mich der ein wenig muffige Geruch weniger gestört, als es bei dem Antiquariat der Fall gewesen war! Das beste ist: ich wurde mehrmals fündig, was alles andere als selbstverständlich ist!

    Die erwähnten Räume sind recht schmal bemessenen. Sie erinnerten mich eher an einen „Schlauch“, dadurch kommt es einem vor, dass man sich ggf. eingeengt fühlen kann. Wenn man wie ich mit einem Rucksack unterwegs ist, ist es aus meiner Sicht abzulegen, damit man mit diesem nirgendwo „hängen“ bleibt oder schlimmsten Falls etwas kaputt machen könnte. Dennoch wurde ein dafür gesorgt, dass mehrere Umkleidekabinen dort untergebracht worden sind! Sie könnten ein wenig größer ausfallen aber sobald ich keine „klaustrophobischen“ Umstände dabei bekomme (wie in einigen bekannten Kaufhäusern), dann ist das aus meiner Sicht hinnehmbar. Was mir weniger gefallen hatte, dass dessen Vorhang sich nicht wirklich komplett schließen ließ.

    Die Damen, die man hier antreffen kann, engagieren sich bei dieser Tätigkeit ehrenamtlich! Dennoch hatte ich zu keinem Zeitpunkt den Eindruck gehabt, dass auf meine Fragen oder Wünsche (wie es mehrmals in vergleichbaren Adressen passiert ist) „allergisch“ oder gereizt reagiert hätten! Die sehr höfliche aber keinesfalls aufdringliche Art macht „ Trödel, Kunst, Antikes & Kurioses“ der Bedarfsgemeinschaft so liebenswert! Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Damen sehr aufmerksam gewesen sind und auch, wenn ich keine Hilfe (mehr) benötigt habe, sie mir dennoch angeboten haben! Schade für mich, dass es für mich mit einer sehr langen Fahrzeit verbunden ist. Schon alleine von Bonn bis nach Königswinter Fähre benötigt man ca. 30 Min… bis zum Geschäft sind es weitere 5, die aber nicht der Rede wert sind! Da ich keine weißen Flecken mag, habe ich in der Ausführlichkeit geschrieben, damit sich andere ein Bild von den Gegebenheiten dort machen können! Aufgrund der beschriebenen Nachteile ziehe ich nur einen Stern ab und empfehle diese Adresse gerne weiter!

    geschrieben für:

    Second Hand in Königswinter

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    5.

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  6. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Letztes Jahr habe ich mehrmals beschlossen einen Tagesausflug zu machen bei dem das Städtchen Königswinter das Ziel gewesen ist. In der dortigen Fußgängerzone gibt es einige Geschäfte, die mein Interesse geweckt haben. Das besondere war, dass auch dieses Antiquariat, das ich nun vorstellen möchte, sogar Sonntags geöffnet hat! Meine Vermutung, die ich in dem Zusammenhang sofort geäußert habe, dass es daran liegen könnte, dass es sich um ein „typisches“ Touristenort handelt und aus diesem Grund es zu dieser Regelung kommt. Das kann sich aber inzwischen aber auch geändert haben. Diese Angabe ist auch auf der hier verlinkten Seite der gemeinnützigen „Bedarfsgemeinschaft“ GmbH zu finden. Sie besitzt insgesamt 3 Niederlassungen auf der Hauptstraße, die ich als nächstes vorstellen werde.

    Wie unzählige Male zuvor gilt auch hier: das Sortiment besteht aus solchen Büchern, die entweder gespendet worden sind oder aus einer Wohnungsauflösung stammen. Dementsprechend gehört es bei einem Zufalls-Besuch einiges an „Glück“ dazu etwas passendes für sich zu finden. Die zahlreichen Bildbände, die vor der gläsernen Eingangsfront auf einem kleinem Wägelchen ausgelegt waren, haben meine Neugierde geweckt. Da ich gedacht habe, einige Erscheinungen über die Region / Stadt zu bekommen, ging ich rein.

    Einer der Gründe, warum ich mich mit dieser Adresse ein wenig schwer tue, dass trotz der positiven Tendenz, die ich theoretisch vor Ort Umsätzen könnte, eine Preisauszeichnung völlig gefehlt hatte! Kenne es in der Regel anders. Habe bei jenen, die ich ggf. käuflich erworben hätte, nachgefragt, was das kosten sollte. Die Antwort war ehrlich gesagt nicht die, die ich gerne gehört hätte: „Es kommt drauf an“ – statt einer weiteren Ausführung folgte… eine Abkehr des gefragten in die andere Richtung :-/! So ließ mich dieser Mann stehen, um sich anderen Sachen zuzuwenden. Ok bei den „Bergen“ an Büchern, die in dem kleinem Raum zu finden waren, kann ich es irgendwo verstehen. Andererseits war ich zu diesem Zeitpunkt die einzige Kundin, die sich dort aufgehalten hatte! Habe einige Wochen später ein weiteres mal versucht. Bin eigentlich davon ausgegangen, dass ich ggf. einen „schlechten Tag“ erwischt haben könnte. Mir war es wichtig (erst recht wenn es aus meiner Sicht nicht alles „optimal“ verlaufen ist), dass bei einer weiteren Möglichkeit sich erneut ein Bild zu machen. Mag sein, dass dieser Mann ein (sehr seltener „Fall“) eher weniger gesprächiger Rheinländer zu sein scheint. Mein Wunschobjekt gab es weiterhin aber nicht zu einem solchen Preis, den ich gerne bezahlt hätte.

    Positiv zu bewerten ist jedenfalls, dass die Bücher nach den gängigen Sparten sortiert sind. Da sie aber zum Teil in 2 Reihen hinter einander gestellt worden sind, ist schon ein wenig Geduld dabei gefragt. Zudem kann man kaum davon ausgehen, dass die auch noch alphabetisch sortiert werden könnten… Das ist aber eher eine Ausnahme bei meinem Favoriten in dieser Sparte ;-). Vielleicht hätte es eine deutlich erfreulichere Wahrnehmung bei mir bewirkt, wenn der knappe Raum im Inneren nicht so voll zugestellt worden wäre :-/! Was mir aber endgültig die Lust am Stöbern genommen hatte, dass trotz ich eine Maske angehabt hatte und die Eingangstür weit offen stand, dennoch hier ein strenger, ja muffiger Geruch der den Raum erfüllt hatte. Vielleicht halten das die anderen für meckern auf hohem Niveau aber für mich sind das Gründe, die eine entsprechende Abwertung nachvollziehbar machen. Insgesamt möchte ich nicht mehr als 3 Sterne für den Antiquariat in Königswinter vergeben.

    geschrieben für:

    Antiquariate in Königswinter

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    6.

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  7. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

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    Heute möchte ich euch auf eine besondere „Zeitreise“ einladen, die ich bereits vor einigen Monaten versprochen habe! In den 8 Jahren, in denen ich meine Entdeckungen bei GL vorstelle, gab es „etliche“ Male sehr erstaunte Meinungen / Kommentare, die was den geschichtlichen Hintergrund einiger Orte bzw. Sehenswürdigkeiten anbelangt. Nicht nur einmal gab es die Vorstellung, dass jener Bereich, der als „Ruhrpott“ bis heute bezeichnet wird, erst ein „Ergebnis“ der industriellen Revolution gewesen ist. Das stimmt größtenteils auch aber gleichzeitig, wie in Duisburg ist es eine „Anknüpfung“ an die einstige Bedeutung im Mittelalter, beziehungsweise an die frühe Neuzeit! Wie ich bei der „Archäologische Zone Alter Markt“, das sich hinter dem hiesigen Rathaus befindet, erwähnte, die Blütezeit dieser einstigen Hansestadt lag im 17. Jahrhundert. Um sich eine Vorstellung davon zu machen, wie eine solche Siedlung ausgesehen hatte, gibt es an der vielbefahrenen Schwannenstraße ein Modell, das um ein Jahrhundert nach vorne versetzt, die damalige Situation versinnbildlichen soll. Sie liegt direkt unter der Nachbildung des wichtigsten Gebäudes, das in dem Areal zu finden war: der Markthalle. Wenn ich ehrlich sein soll, an diesem Objekt habe ich mir (zum Glück nur sprichwörtlich) die „Zähne ausgebissen“ :-/! Was ich damit ausdrücken möchte, ist dass ich keinerlei Hinweise über den „Anlass“, Künstler und vor allem wann das geschehen sein soll?! Habe sogar (vor Corona) mich auf den Weg zur Zentralbibliothek Duisburg gemacht, um diese Informationen zu erhalten. Meine Erfahrungen dort waren nicht die besten (wie ich ebenfalls berichtete) und so konnte ich nur feststellen, dass ich mir wünschte so ein tolles (Online)Nachschlagewerk zu Hand zu haben, wie es im hessischen Frankfurt der Fall ist… In dieser Stadt indes gab es nicht mal in den vielen Büchern, die ich durchgesehen habe, einen Verweis darüber :-(. Da ich aber keine weißen Flecken mag, möchte ich (so weit wie möglich) jene nehmen, die in dem vorher erwähntem Kontext jener Ausgrabung zu verorten sind. Anhand der Fotos, die ich dort gemacht habe, möchte ich mich dem „Objekt“ nähern.

    Das was heute unter der Bezeichnung „Logistik“ allgemein bekannt ist, ist keine „Erfindung“ der letzten Jahrzehnte, sondern ist ebenfalls eine Fortführung einer Entwicklung, die in der frühen Neuzeit diese vorweg genommen hatte. Mag sein, dass sich die Mittel dabei geändert haben und die Wege deutlich schneller bewerkstelligt werden können, doch es ist und bleibt eine „Bezugsquelle“ für den Handel. Noch heute haben einige Straßenbezeichnungen einen bestimmten Anknüpfungspunkt zu dem, was es in der Vergangenheit für eine Rolle gespielt hatte. In Ruhrpott war es der sog. „Hellweg“. Dieser führte unter anderem zu den Städten wie Mülheim an der Ruhr oder Dortmund weiter. Bis weit ins 18. Jahrhundert hinein war es einer der wichtigsten Wege, auf dem die verschiedenen Waren transportiert aber auch an solchen Märkten, die es in jenen Orten gegeben hatte, angeboten wurden. Diese sind aber keinesfalls mit den häutigen Kaufhäusern vergleichbar! Wie ich es auf der hier abfotografierten Tafel gelesen habe, ist es eher mit einem (noch heute im Orient „üblichem“) Basar entsprechend.

    Heute ist es nicht mehr ersichtlich aber trotz der Zugehörigkeit zur Hanse war es gleichzeitig dem Herzogs von Jülich-Kleve-Berg – Wilhelm dem Reichen unterstellt. Trotz, dass er mehrmals unter den beiden christlichen Bekenntnisse gewechselt hatte, galt er dennoch als sehr liberal. Erst durch ihn ist es möglich geworden, dass ein gewisser Austausch in mehreren Sparten erfolgen konnte. Nach dem Beitritt Duisburgs 1534 zum evangelischem Glaubensbekenntnis wurde ermöglicht, dass jene, die deswegen in den spanischen Niederlanden sich hier niederlaßen konnten. Der berühmteste unter ihnen ist Gerhard Mercator (eigentlich De Cremer). Seine bahnbrechenden Entdeckungen, wissenschaftliche Erkenntnisse, sowie deren Vermittlung machen ihn zu einem anerkannten Fachmann seiner Zeit! Nicht um sonst wird er bis heute als ein „Universalgelehrter“ bezeichnet! Das erwähne ich aus zwei Gründen: seine Wohnung / Werkstatt hat sich in dem Bereich befunden, das an die archäologische Zone angrenzt. Wie ich gelesen habe, soll diese (demnächst nach Corona) als ein Museum, die seinen Namen trägt, neueröffnet werden! Das war eigentlich bereits letztes Jahr vorgesehen aber aufgrund des erneuten Lockdowns wurde es verschoben. Diese Ankündigung hat mich mehr als neugierig gemacht! Sobald sich an der Situation etwas ändern sollte und ich tatsächlich es (in unabsehbarer Zeit) besuchen sollte, werde ich es dementsprechend auch an der passenden Stelle bewerten :-)!

    Das war aber nicht die eigentliche Info, die ich im Zusammenhang mit diesem Modell vorstellen wollte: dieser „Pionier“ hat die „Weltsicht“ mit seinen Karten verändert! Er hat sie zwar nicht „erfunden“ aber eine Grundlage geliefert, bis bis heute seine Gültigkeit besitzt! Damit ist die „Ad usum navigantium“ – die Segmente zerlegte Weltkarte (der es selbst die Bezeichnung „Atlas“ gegeben hatte. Im Gegensatz zur allgemeinen Begriffserklärung hat diese nichts mit dem gleichnamigem Titanen zu tun (wie ich selbst gedacht habe), sondern mit einem solchen König aus Mauretanien, den Mercator sehr geschätzt hatte! Mit diesen Angaben schweife ich ein wenig vom eigentlichen Thema aber dennoch spielt es eine Rolle!

    Im Gegensatz zu Marcator, der seit 1552, bis zu seinem Tod 94 fast durchgehend in Duisburg wirkte und lebte, war sein Schüler Johannes Corputius 1562-66 dort in Ausbildung (auch wenn man es damals nicht so bezeichnet hatte) gewesen. Danach kehrte er in seine Heimatstadt Breda (Niederlande) zurück. Der älteste Stadtplan, der nach ihm benannt wurde, kann man im Grunde genommen, als sein „Gesellenstück“ bezeichnen! Dieses stammte ebenfalls aus dem Jahr 1566! Heute, wo man auf Satellitenbilder und ähnliches zurückgreifen kann, ist es eine Kleinigkeit sich das was man an einer bestimmten Stelle vorfinden kann, mit wenigen Klicks entweder auf sein mobiles Endgerät zu laden oder wenn man es haptisch haben möchte, auszudrucken! Für die Erschaffung eines solchen Darstellung waren sehr unterschiedliche Fähigkeiten, Kenntnisse und Voraussetzungen notwendig, bis so ein „Meisterwerk“ – eine schematische Darlegung einer Stadt mit seinen Besonderheiten fertiggestellt werden konnte!

    In der besagten Zeit war ein Kartograph ein sehr angesehener Beruf: wenn man, wie die Nachfahren Marcators aber auch Johannes Corputius auch eine - heute würde man sagen „behördliche Laufbahn“, die mit einem bestimmten Ort / Herrscherhaus zugeordnet war, war das nicht selten mit „Privilegien“ verbunden. Bis es aber so weit gewesen ist, mussten von dem „Lernwilligen“ bestimmte Eigenschaften erfühlt werden, die bis heute nichts an ihrer Gültigkeit verloren haben: räumliches Denken, gute Noten in Mathe, sowohl das was die Rechenarten, als auch was die räumlich-abstrakte Umsetzung in einer solchen Zeichnung, die ggf. als eine Vorlage gedient haben könnte! Darüber hinaus, was sich zu Jetztzeit unterscheidet, war eine ruhige Hand und zeichnerische Fähigkeiten, sowie ein Sinn für die Feinmechanik! Damit meine ich, dass die Werkzeuge, die diese jungen Männer benötigt haben, mussten selbst hergestellt werden! Dazu gehörten Instrumente, wie etwa Vermessungsgeräte oder Winkelmesser mit Visiereinrichtungen. Schaut man sich aber das Ergebnis, wie im Fall von Corputius an, staunt man schon, welche Präzision dahinter steckt, kann man nur noch verblüfft sein! Um das was ich nun über das Modell schreibe, nachvollziehen zu können, empfehle ich ein Vergleich zu dem Werk, über das ich in den letzten Zeilen „geschwärmt“ habe! Dieses kann man auf dieser Seite einsehen: https://www.stadtmuseum-duisburg.de/schatzkammer/johannes-corputius/

    Vor Ort auf dem Rand der Bronzeplatte wurde eingraviert, dass sie auf die vorher erwähnte Vorlage zurückgeht. Dennoch bei genauer Betrachtung, auch wenn es sich um einen sehr kleinen Teilbereich dessen handelt, kommt es mir vor, als ob einige Details / Gebäude etc. ausgelassen worden wären. Noch deutlicher ist das bei der im Hintergrund befindlichen Salvatorkirche zu merken! Mich hat es schon als ich die hier eingestellten Fotos gemacht habe, dass die ausführende Person sich eher an den jetzigen Gegebenheiten bei dieser orientiert hatte! Das ist auch aus meiner Sicht ein Manko, das mit der Vorlage nichts zu tun hat! Was ich damit meine, dass 1944 eine Turmspitze vorhanden war, die aber aus Kostengründen so belassen wurde, wie sie sich darstellt! Was mich ebenfalls zum grübeln gebracht hatte, warum an mehreren Stellen einige Buchstaben mit einer silbernen Farbe bemalt worden sind?! Das gleiche aber auch bei den Ausrufungszeichen die am Marktplatz und an einem Gebäude mit zwei Giebeln gemalt wurden?! Ob diese und die am Anfang angeführten Fragen sich je beantworten lassen, da möchte ich keine Vermutungen anstellen! Vielleicht, wenn das neue Museum eröffnet sein wird! Trotz meiner Vorbehalten gehört das Modell zu meinen Favoriten und daher finde ich 4 Sterne angemessen!

    geschrieben für:

    Freizeitanlagen in Duisburg

    Neu hinzugefügte Fotos
    7.

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  8. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    In der Wetzlarer Altstadt gibt es einige interessante Gebäude, die als Denkmal gekennzeichnet sind. Um ein vorweg zu nehmen: nein, ich werde nicht jedes einzelne davon hier vorstellen! Den Grund habe ich auch bei der Touristeninformation, die in diesem Gebäude untergebracht ist, mitgeteilt: das Wetter hat sich von seiner launischen Seite gezeigt und an jenem Tag, als ich es eigentlich machen wollte, war dieses noch fieser als zuvor, sodass wir vorzeitig abgereist sind. Vielleicht werde ich mein Vorhaben bei einer weiteren Gelegenheit nachholen können :-)! Heute möchte ich mit dem sog. „alten Kaufhaus“ anfangen. Leider die Informationslage hält sich aber in „Grenzen“, sodass es dieses mal ein „kurzes Vergnügen“ sein wird ;-).

    Über Jahrhunderte hinweg, war Wetzlar eine freie Reichsstadt und das kann man an einigen Stellen der Altstadt auch bestens nachvollziehen. Auch, wenn die Angeben auf den „Hinweisschildern“ sehr knapp bemessen sind, kann man sich anhand derer ein Bild machen, welche Bedeutung / Nutzung so ein Bau inne gehabt hatte. Nicht erst jetzt versuchen die meisten Orte nach Wegen, auf welchen Art und Weise die finanziellen Mitteln beschaffen werden können, zu ergründen. Im Mittelalter war es das sog. „Stapelrecht“ gewesen. Die Händler, egal ob aus der Nähe oder Ferne, sobald sie eine Ortsgrenze oder ein Territorium durchquert haben, wurde dort wo es möglich gewesen ist, eine „Bestandsaufnahme“ von den transportierten Waren gemacht. Das ist zum Teil, wie an dieser Stelle in den sog. „Kaufhäusern“ geschehen.

    Man kann diese aber nicht mit denen vergleichen, die man aus den Innenstädten her kennt! Es war vielmehr eine Art „Behörde“ wie z. B. ein Zollamt gepaart mit einer „Qualitätssicherung“, die dort stattfand. Gleichzeitig neben der Einnahmequelle war es zusätzlich ein „Umschlagplatz“ für die Händler vor Ort, die sich mit jenen Gütern (ggf. günstig) eindecken konnten. Jeder Ort regelte für sich selbst, wie lange sich so ein „Durchreisender“ jeweils aufhalten musste und welche Abgaben damit verbunden waren. Bei dem sog. „alten Kaufhaus“ in Wetzlar kann heute keine Rede mehr sein. Jedenfalls wird davon ausgegangen, dass dieses bereits vor dem Jahr 1350 errichtet worden ist.

    Wenn man sich das äußere dieses Gebäudes anschaut, erkennt man, sofern man sich mit den Bauepochen ein wenig auskennt, dass es deutlich jünger sein muss, als die gerade genannte Jahreszahl! In einer Zeit, als der bevorzugtes Baumaterial Holz gewesen ist, passierte es relativ häufig, dass aufgrund von Unaufmerksamkeit oder anderem Umständen, es zu Bränden gekommen ist. Das war auch an der Stelle der Fall gewesen. Dies geschah nachweislich 1779. Kann dennoch sein, dass das Gebäude zu diesem Zeitpunkt bereits eins aus Stein gewesen sein kann. Das ist dennoch meine Spekulation.

    Der Neubau erfolgte dann aber erst 1790. Hinterher wurde es bis 1911 als Rathaus genutzt. Es verwundert mich dennoch ein wenig, dass nicht jene Nutzung, als ein solcher Verweis in der Bezeichnung des Denkmals verwendet wird. Seit wann die am Anfang erwähnte Touristeninformation untergebracht ist, konnte ich nicht raus finden.

    Kenne einige (ehemalige) Rathäuser, die prunkvoller ausfallen aber auch dieses ist einen genauen Blick wert: es liegt gegenüber der unvollendeten Kirche auf dem Marktplatz. Ein Verweis auf die Geschichte Wetzlars ist der Reichsadler oberhalb des Eingangs. Mir fallen nur wenige vergleichbare historische Bauten in einem solchen Kontext ein, die über so viele Etagen verfügen wie dieses! Wie die meisten anderen Bauten in der Nähe ist die Fassade in Pastelltönen gestrichen. Bis auf das vorher erwähnte Emblem ist deren Erscheinung relativ schlicht gehalten. Aus der Ferne hat man so ein (unbestimmtes) Gefühl, als ob die Schauseite drei-geteilt wäre. Rechts und links vom Giebel gibt es jeweils eine Reihe Fenster. In der Mitte sind es hingegen 3. Je Höher das Geschoss angebracht ist, desto kleiner fallen sie aus. Im Vergleich zu den Häusern nebenan, wird deutlich, dass es bei ihnen es sich damit gleichwohl so verhält. Vielleicht habe ich mich ein wenig geirrt aber, als ich nach oben geschaut habe, hatte ich den Eindruck gehabt, als ob sich dort eine Vorrichtung befinden könnte, durch die schwere Lasten dahin gehievt werden könnten. Dagegen spricht dennoch, die veränderte Nutzung nach dem dieses als Neubau im späten 18. Jahrhundert entstanden ist.

    Wenn man sich einige Details wegdenken würde (vor allem jene, die rot unterlegt sind) könnte es mit den Blumenkästen als ein Wohnhaus durchgehen. In wie weit das zutreffend sein könnte, ist mir ebenfalls unbekannt. Bei einem Rundgang kann man das alte Kaufhaus nicht verfehlen, sodass ich es ans Herz legen möchte. Hier finde ich 4 Sterne angemessen.

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    Denkmalbehörde in Wetzlar

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    Bonn ist aus meiner Sicht eine Stadt, bei der nicht auf den ersten Blick nicht sofort ersichtlich ist, was sie einem zu bieten hat! Das musste ich in der Vergangenheit mehrmals feststellen! Wie bei vielen andere auch, wird das Stadtbild heute eher von solchen Gebäuden bestimmt, die nach dem 2. WK aus dem „Boden gestampft“ wurden, weil kaum einer unter ihnen „heil“ geblieben ist. Im Vergleich zu anderen Städten aber sind jene 17 % eine vergleichsweise „glimpflich“ davongekommen. Eins solches Beispiel ist für mich ist das, in dem die Touristeninformation – Bonn Tourist untergebracht ist. Es ist ein Backsteinbau bei dem viele Zitate vergangener Bauepochen aufgegriffen wurde, die auf den heutigen Betrachter wie ein Griff in die „Zauberkiste“ mit seinen Anspielungen, die man dort bewundern kann! Für deren Optik allein, würde ich volle Punktzahl vergeben aber, es kommt auch auf die „inneren Werte“ an! Mit seinen unterschiedlich farbigen Ziegeln, den kleinen Kapitälchen über dem Eingang und der witzigen angedeuteten „Galerie“, die statt eines Dachfirsts zu sehen ist, ist es aus meiner Sicht etwas besonders. Wie so häufig aber kommt es aber auch auf das Zwischenmenschliche an… Erneut so eine Adresse, wo nicht nur das auf der „Strecke“ geblieben ist!

    Bei historischen Gebäuden, trotz allem Charmes, besteht häufig das Problem deren Erreichbarkeit. Habe einen Hinweis gefunden, dass es einen Behindertengerechten Eingang geben soll, doch trotz das ich diesen gesucht habe, fündig wurde ich dennoch nicht :-/. Da ich an jenem Tag auf meine Gehhilfe verzichtet habe, gestaltete es sich für mich eher schwer, überhaupt rein zu kommen! Das ist auch mein Hauptkritikpunkt. Wenn ich mich recht entsinne, gibt es nicht mal einen Handlauf, auf den man sich anlehnen kann, falls es wie mir die Stufen als sehr steil vorgenommen, „erklimmen“ möchte. Habe aus diesem Grund auch eine weile überlegt, ob es mir wert ist. Da ich einige Informationen benötigt habe, konnte ich es nicht anders, als es auf mich zu nehmen. Wenn das sich wenigstens gelohnt hätte :-/!

    Wie so häufig ist auch diese Adresse, aufgrund der geltenden Corona Vorschriften, bis auf weiteres geschlossen! Letztes Jahr, als ich Bonn Info besucht habe, war dies mit einer Maske möglich. Es war nicht das erste mal. Dennoch, wenn ich mich recht entsinne, war diese bis vor dem Umbau des Bahnhofsvorplatzes dort zu finden. Seit wann es unter der jetzigen Adresse gibt, konnte ich nicht ermitteln. Grundsätzlich gibt es unterschiedliche (saisonbedingte) Öffnungszeiten. Diese habe ich an die vom Sommer angepasst. Vielleicht war mein Anliegen, zu „speziell“, sodass (zu dem Zeitpunkt) eine entsprechende „Vorlage“ gar nicht in Frage kommen ist, sie von der Touristeninformation drucken zu lassen. Diese habe ich aber inzwischen auf der hier verlinkten HP gefunden. Kann mir vorstellen, dass je nach dem, wie stark „gefragt“ bestimmte Materialien sind, desto schneller können sie dementsprechend vergriffen sein. Warum musste es (erneut) jene betreffen, die ich gerne selbst hätte :-/! Mir wurde angeboten, dass ich das Ansichtsexemplar mir dort anschauen könnte. Das habe ich aber nicht getan, weil dort bestimmte Adressen aufgezeichnet waren, die ich gerne an jenem Tag angesteuert hätte. Tja, es ist ein wenig anders gekommen. Dazu aber an der passenden Stelle mehr.

    Keine Ahnung, warum ich so ein „Glück“ habe, wenn ich gezielt nach Hinweisen, die für mich wichtig wären, nachfrage, dass die (meist jungen Frauen) entweder damit nichts anfangen können oder sogar überfordert / verwirrt (wie man es nimmt) sich zeigen. Hinterher war ich selbst auf mich sauer, warum es so zäh sich gestalten muss, wenn ich solche Hilfe benötige! Es hieß zwar, dass in X Tagen eine Neulieferung kommen sollte (seitdem war ich gar nicht mehr in Bonn gewesen). So konnte ich nur noch entgegnen „Vielleicht ein anderes mal“ und habe die Info verlassen. Das sind auch die Gründe, warum ich mich bisher mit einer Bewertung schwer getan habe! Jeder macht seine Erfahrungen und diese ist gerade ein Beispiel, wie es eigentlich nicht gehen sollte :-/. Mehr als ein OK ist aus meiner Sicht nicht drin! Ob ich dabei einen „schlechten Tag“ erwischt habe, kann ich nicht sagen aber bei mir bleibt ein gemischtes Gefühl dabei, der aus meiner Sicht einen solchen Abzug rechtfertigen. Diese Einschätzung muss nicht jeder mit mir teilen...

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    Fremdenverkehr in Bonn

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  10. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

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    In den letzten Jahren habe ich sehr viele Museen besucht und sie danach auch hier vorgestellt. Unter ihnen habe ich mehr „Nieten“ als Volltreffer erlebt. Öfter habe ich mich sogar geärgert, dass der äußere Eindruck bei weitem nicht an die „inneren Werte“ reichte, wie ich es mir erhofft hatte. Es kann ein „Spagat“ entstehen, wenn die Erwartungshaltung sich nicht erfüllt und ich als Besucherin nach einem Besuch mich frage, war eine (zum Teil) sehr lange Anfahrt es wert zur Ort X oder Y zu kommen, "gerechtfertigt"?! Heute möchte ich aber einen meiner Favoriten vorstellen, der was selten vorkommt, sogar auf meinen Freund einen sehr großen Eindruck gemacht hatte: das Bonner Stadtmuseum. Wie das in Münster ist auch bei diesen von außen nicht ersichtlich, wie umfangreich die Fläche mit ihren Ausstellungsstücken überhaupt ist!

    Auch, wenn es bei Bonn nicht ersichtlich ist, auch diese Niederrheinische Stadt geht auf die Römer zurück! Damals handelte es sich um eine „Zivilstadt“ mit der Bezeichnung „Vicus bonnensis“. Das ist gleichzeitig ein Stadtteil, das mir persönlich gar nicht bekannt ist. Mich hat ein Fund sehr irritiert: das Sol-Mosaik. Bei genauer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um eine Kopie handelt, die ich in einem anderen Museum in der gleichen Stadt gesehen habe. Der nächste Bereich ist den christlichem Leben seit dem Mittelalter gewidmet. Danach erfolgt ein sehr großer Sprung: die über zwei Stockwerke verteilte Sammlung richtet ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung ab dem 18. und deren Fortgang im 19. Jahrhundert. Noch heute gibt es einige markante Gebäude, die auf diese Zeiten hinweist. Im Gegensatz zu den vergleichbaren Stadtmuseen und Orten in der Region ist es eine, die bis zu dieser Zeit eher ländlich geprägt war. Es gibt vereinzelte Verweise auf die frühere Geschichte (z. B. das Münster) und dennoch ohne die katholischen Fürstbischöfe wäre sicherlich einiges anders verlaufen. Das einstige Residenzschloss ist so ein Beispiel für die „Umorientierung“ nach dem Ende solcher kleinster Territorialstaaten – seit dem 19. Jahrhundert wird sie (bis heute) als eine Universität genutzt.

    Bonn ist bis heute eine Stadt, in der die Musik eine große Rolle spielt: das wurde in den letzten Jahren sehr deutlich, als „Unsummen“ für ein Fest ausgegeben wurden, dass aufgrund von den Corona Einschränkungen verschoben wurde. Man kann sich denken um wen es geht: Ludwig van Beethoven. Ob es überhaupt „nachgeholt“ wird, so wie ich es aus den Lokalnachrichten mitbekommen habe, ist es inzwischen fraglich… Das aber nur am Rande erwähnt. Es gibt aber andere, die mit dem musischem Metier mehr oder weniger eng verknüpft sind: unter ihnen ist das Ehepaar Clara und Robert Schumann am bekanntesten. Ein weiterer ist der Musikverleger und Freund van Bs Nicolaus Simrock (1751-1832), sowie weitere. An sie wird in einem der kleinen Räume, aus denen das besagte Museum besteht, gezeigt. Hier gibt es verschiedene Musikinstrumente, Partituren und Bilder dieser und weiterer Personen, die in dem Kontext zu verorten sind.

    Geschichte kann viele Facetten haben: mag es längst vergangen sein, es bleiben dennoch Zeugnisse, die auf eine bestimmte Gegebenheiten hindeuten. So eine ist, dass im Industriezeitalter einige Fabriken gegründet wurden, die sich auf ausgesuchte Produkte spezialisiert haben. Unter ihnen ist die nicht mehr existierende Majolikafabrik Rheinbach ein Beispiel für die Herstellung des einstigen, eher auf den bürgerlichen Haushalt vorgesehenen Waren, das man exemplarisch nachvollziehen kann. Die Jugendstilobjekte in ihrer Farbigkeit sind aus meiner Sicht, auch wenn sich die Geschmäcker inzwischen geändert haben mögen, sehr bemerkenswert! Mit den Darstellungen von Flora und Fauna stehen sie irgendwie stellvertretend für eine Entwicklung, die über sehr lange Zeit den Standort Bonn geprägt hatte.

    Werbeträger gibt es viele, in vergangen Jahrhunderten galten sie eher als ein Zeichen der eigenen wirtschaftlichen Stellung aber auch zugleich als ein Verweis auf die individuelle Bildung. Aus meiner Sicht gehören die Sammeltassen mit den passenden Tellern irgendwie dazu. Porzellan galt über Jahrhunderte als ein Luxusprodukt, den man sich als einfacher Arbeiter gar nicht hätte leisten können! Sie gehören zu den „Sammelwürdigen“ Objekten über die die meisten Museen verfügen und sie auch in der Form zeigen. Zu sehen sind bekannte Motive, wie das vorher erwähnte Residenzschloss, das nahe Siebengebirge oder zum Teil heute nicht mehr existierende Gebäude, die damals das Stadtbild geprägt hatte. Kaum kann ein größerer Kontrast bestehen, als zu den aus heutiger Zeit, die aus Kunststoff bestehen: für mich als eine bekennende Naschkatze ist der kleine Gummibär eher ein bekanntes Anknüpfungspunkt, als der vorher erwähnte Nippes, den man aus dem persönlichen Kontext kaum in Verbindung bringt… Bekanntlich jedem das seine: beide haben ihr Daseinsberechtigung in einem solchen Museum, weil sie für unterschiedliche Epochen stehen.

    Was ich mir immer sehr gerne anschaue, sind die historischen Möbel, wie man sie einst bei einer gehobenen Schicht in einem Wohnzimmer vorgefunden hatte. Hier gibt es solche Ensembles aus der späten Kaiserzeit um 1900. Daneben aber auch Handwerksbetriebe wie einen Frisör, Modeatelier mit sehr alten Roben. Was nicht fehlen darf, ist ein „Tante-Emma-Lädchen“, wo man als Kundin noch bedient worden ist. In einer Sonderausstellung werden weitere Besonderheiten vorgestellt, die stets in einem bestimmten Zusammenhang zur Geschichte und / oder der Stadt Bonn stehen.

    Zuletzt wird aber auch die sog. „Bonnerrepublik“ als sie noch Hauptstadt gewesen ist, beleuchtet. Ein besonderes Zeitzeugnis ist mit Sicherheit die Fernsehkamera, die den Besuch von John F. Kennedy im Juni 63 begleitet hatte. Insgesamt, wenn man sich das alles und einiges mehr anschauen wollte, empfehlt es sich aus meiner Sicht mindestens 1,5-2 h einzuplanen, um das alles auf sich wirken zu lassen. Wie ich bei der, im gleichen Gebäude untergebrachten Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus erwähnt habe, ist der Zugang zu allen Bereichen barrierefrei. Bis zum letzten Jahr, als ich es besucht habe, wurde für das ganze lediglich 2 € berechnet! Für das was hier geboten wird, ist das keine weitere Rede wert!

    Man kann über Stadtmuseen unterschiedlicher Meinung sein aber das ist aus meiner Sicht ein lohnendes Ziel außerhalb der jetzigen Corona Einschränkungen. Aus diesem Grund bleibt es aber auch bis auf weiteres geschlossen. Was mich aber mehr beunruhigt hatte, dass Laut den Angaben, die ich im Netz und sogar auf der hier verlinkten HP entdeckt habe, dass deren Bestand sehr in Frage gestellt wird! Es ist nicht nur die Pandemie, die eine Schließung (wie überall sonst) nötig machte. Was mich ehrlich geschockt hatte, dass seit sehr vielen Jahren Pläne existieren sollen, die einen kompletten Abriss notwendig machen sollten! Wie viele andere auch frage ich mich nach dem (Un)Sinn von einem weiteren Shoppingcenter, der an der Stelle geplant wird :-P! Als Argument wird der dringend benötigte Wohnungsbau angeführt, der in dem sog. „Victoria Carée“ entstehen soll. Darüber hinaus stellt sich die Frage, wer den vakanten Posten eines Kurators übernehmen soll. Zu viele Fragen, die in der (noch nicht zur ende geführten) Debatte in einem politischen Rahmen erst erörtert und überhaupt festgelegt werden sollten. Hoffe, dass ein Konsens gefunden wird, der eine Fortführung dieses Museums sichert aber auch die (sehr aufgebrachte) Stimmung in dem Zusammenhang beruhigt! Falls es tatsächlich dauerhaft geschlossen sein sollte, werde ich dementsprechend eine solche Info an dieser Stelle geben!

    Erneut ist es sehr lang geworden! Vielleicht wird sich so mancher fragen, ob es einen Grund dafür gibt… Der war eigentlich gestern gewesen! Das ist mein GL-Geburtstags-Geschenk an euch! Mir war es wichtig einen „weißen Fleck“ vorzustellen, wie in den 7 Jahren zuvor. Hoffe, das es auch eine spannende Wahl gewesen ist. In diesem Sinne, eure Kulturbeauftragte!

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    Museen in Bonn

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    10.

    Konzentrat Da braucht man fast nicht mehr ins Museum zu gehen, so gut ist dieses hier in Bonn soeben beschrieben worden. Danke dafür.
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