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  1. Bewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Lanz'sche Kapelle

    Lohausener Dorfstr., 40474 Düsseldorf
    1.
    Viele der heute öffentlichen Grünanlagen in Düsseldorf gehen auf private Gründungen zurück, weil sie ein Teil der einstigen Grundstücke gewesen sind, die im Auftrag von dessen Inhabern "verschönert" wurden. Zu diesen gehört der im Stadtteil Lohausen befindliche und nach dem industriellen Lanz benannte Park dort. Es ist die Kulisse, in der diese Kapelle zu finden ist.

    In der Vergangenheit habe ich inzwischen diesen Park mehrmals besucht. Trotz das der Weg für mich immer eine bewußte Entscheidung gewesen ist. Es liegt daran, dass es mit einer langen Anfahrt [ab HBF 20 Min / 15 ab Altstadt / +X zu mir ;-) und einem strammen Fußweg (ca. 1,5 km)] verbunden ist! Falls man es sich tatsächlich anschauen wollte, empfehle ich eine Anfahrt mit den Öffis bis zu U HS "Lohausen", die von der 79 (Richtung Duisburg) angesteuert wird. Es liegt in Hör-/Sichtweite des hiesigen Flughafens, der an anderen "Ende" Düsseldorfs liegt. Trotz dieser Tatsache gestaltet es sich eher schlecht mit den Parkplätzen aus. Das am Rande erwähnt.

    Trotz das ich mehrmals versucht habe, allgemeine Öffnungszeiten in Erfahrung bringen zu wollen, ist mir das bisher nicht gelungen. Nicht mal am Eingang war eine Auffindbar :-(. In dem Fall gehe ich davon aus, dass wie bei den anderen Grünanlagen auch, diese je nach Jahreszeit ein wenig variieren können. Am schönsten ist es dennoch, wenn das Wetter mild und nicht so grau und trist daherkommt, wie es jetzt es sich zeigt.

    Zum ersten mal als ich das Areal betreten habe, war ich schon überrascht, dass es mitten in der Woche eine Gruppe durch den selbigen geführt und ein Mensch sogar die sonst verschlossene Kapelle zeigen konnte. Wie es sich herausgestellt hatte, war es der Vorsitzende des Förderverein Lantz'sche Kapelle e.V. Siegfried Küsel persönlich! Trotz, dass ich mich "eingeschmuggelt" hatte, hat er keinerlei Einwende dagegen gehabt.

    Es ist schön anzusehen, wenn man erst durch eine waldähnliche Anlage spaziert und plötzlich an deren Ende vor einer (jedenfalls nach außen hin) unscheinbaren Kapelle steht. Leider, was in der Gegend öfter vorkommt, hat ein Bach in deren Nähe (auf deren Bezeichnung ich jetzt nicht komme) die Fundamente stark angegriffen, sowie aber auch das Grundwasser, was zu einer gesamten Verschlechterung der Bausubstanz geführt hatte. Es hieß sogar, dass mehrere Jahre von Nöten gewesen sind, um die Feuchtigkeit so weit zu senken, damit überhaupt eine "Bestandaufnahme" erst möglich sein konnte. Doch so viel sei verraten: dort wurden nur die besten Materialien verwendet, die man im 19. Jahrhundert für sein Geld haben konnte!

    Es ist ein Vermächtnis an die verstorbene Gattin - Mathilde Lantz (1834 - 1878) im Auftrag von Heinrich Victor Lantz (1820-1901) errichtet worden ist. Unter der besagten Kapelle befindet sich bis heute das Mausoleum der oben genannten Familie, auch wenn das Grundstück, auf dem sie steht, seit 1972 der Stadt Düsseldorf gehört.

    Die Kapelle als solche ist nicht barrierefrei erreichbar. In den vergangenen Jahren seit der Gründung des Fördervereins wurden etliche „Baustellen“ bereits behoben, doch es ist reichlich zu tun, bis es erneut ein Juwel sein wird. Das was am meisten im Inneren auffällt, sind die wunderschönen Mosaiken (die einst extra in Italien hergestellt worden sind) an beiden Seiten des Altars. Zu sehen sind die heiligen Namenspatrone der Familie Lanz.

    Wenn man sich vor Ort umschaut, sowohl außen, als auch Innen, hat man den Eindruck vor / in einer romanischen Kapelle sich zu befinden. Das wird auch durch die an den byzantinischen Stil angelehnten Bauelemente dort vorzufinden sind. Das wird an der Wandverkleidung aus Marmor und Stuck erkennbar. Diese bilden zusammen abwechselnd ein horizontales Band rund um das ganze Innere des unteren Teils der Wände. Ebenfalls erwähnenswert finde ich die (zur Entstehungszeit ziemlich hochpreisige) in Muster gelegten Fußbodenfliesen, die ein kleines aber wichtiges „Ziel“ bei der Wiederherstellung der Kapelle gewesen sind. Steinchen zum nächsten, bis es erneut „vorzeigbar“ dargestellt hatte. Nicht minder mühsam gestaltete es sich auch an den anderen Stellen.

    Ein großes „Projekt“ war eine Untersuchung der Wände, denn ein Rätsel sollte dabei gelöst werden: auf einer alten schwarz-weiß Fotografie, die vermutlich Anfang des vergangenen Jahrhunderts gemacht worden war, erkennt man ein über dem Eingangsportal ein Fresko, auf dem Christus als Weltenherrscher mit verschiedenen Heiligen und Engeln zu sehen ist. Es wird Gericht gehalten mit Erzengel Michael in deren Mitte. Eine sehr kostspielige Analyse wurde erstellt und dennoch brachte es nicht den gewünschten Erfolg mit sich. Nachdem verschiedene Optionen ausgeschlossen wurden, wird vermutet, dass es sich bei der Darstellung höchstwahrscheinlich um eine (sehr realistische) Tapete eines Luxusherstellers handeln könnte. Dieser Hintergrund hat nicht nur mich sehr verblüfft!

    In der frühen Nutzungszeit war die (Namenlose?) Kapelle wurde, so wie ich erfahren habe, in den ersten 20 Jahren nicht nur von der Industriellenfamilie genutzt. Bis in Lohausen eine eigene Kirche für die (damals katholisch genutztes Gotteshaus) wachsende Gemeinde errichtet worden ist, wurde die Liturgie zwischen 1879-99 von den Mitgleitern hier gefeiert. Heute ist es allen christlichen Gemeinschaften (nach vorheriger Voranmeldung) möglich es zu tun. Die besondere Akustik macht einen solchen Besuch dort unvergessen. Ein kleiner Nachteil ist aber, dass dort höchstens 30 Erwachsene einen Sitzplatz hier vorfinden können!

    Durch verschiedene Veranstaltungen, an denen ich seit dem ersten Besuch dort teilgenommen habe, weiß ich, wie aufwändig es sein kann, sich einem solchen Denkmal zu widmen. Wenn man es genau nimmt, es mutete ein wenig wie eine "Werbeveranstaltung" in eigener Sache ;-)! Das war jedenfalls der Eindruck, als ich mit meinem Partner an eine solche (im Rahmen vom "Tag des offenen Denkmals") teil genommen haben. Mich hat es nicht weiter gestört, weil es so gesehen eine der Möglichkeiten ist, die allgemein den gemeinnützigen Vereinen zu Verfügung steht, um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen!

    Nebenbei haben wir erfahren, dass die Kapelle Monte im Voraus an den Sommerwochenenden (aber nicht nur) ausgebucht ist, weil dort gerne Hochzeiten oder Taufen abgehalten werden. Über die "fälligen" Preise aber schwieg aber Herr Siegfried Küsel und eher ein Lächeln huschte dabei über seine Lippen. Für mich waren es jeweils kurzweilige Angelegenheit, im Vergleich zu dem was ich Anfangs geschrieben habe. Ohne solche Vereine wären viele Aufgaben im kulturellem Bereich, für die eigentlich die Stadt Düsseldorf verantwortlich wäre, gar nicht erst realisierbar. Das Förderverein Lantz'sche Kapelle e.V. setzt sich nun mehr seit 2010 für diesen Zweck ein, das für mich eine interessante Entdeckung gewesen ist, weil nur wenig davon bei den Bewohnern bekannt ist! Mein Favorit ist es auf jeden Fall, der kein weißer Fleck bleiben darf!

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  2. Bewertung: 5 von 5 Sternen

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    Hendrik Busmann Skulptur

    Busmannstraße, 47623 Kevelaer
    2.
    Alle Weltreligionen kennen das Pilgern, selbst als man in jeder Erscheinung etwas Höheres gesehen hatte, gab es Kultorte, die für bestimmte Rituale angesteuert wurden. Ein Mensch, egal ob religiös motiviert oder nicht, sucht bisweilen Wege jenseits des Alltagstrotts, der zu sich selber führt. Das kann man in den letzten Jahren verstärkt beobachten, an den zahlreichen Publikationen, die (nicht nur) sich mit dem berühmtesten unter ihnen - dem Jakobsweg befassen. Es muss nicht immer, wie bei einem
    bestimmten Düsseldorfer “Pilger”, der von sich selbst sagte “Ich bin dann mal weg” (ohne Schleichwerbung zu betreiben), der ferne Weg bis ins spanische Santiago de Compostela sein! Manchmal liegen solche Orte gar nicht so weit vom eigenem Wohnort entfernt. Bei uns ist es Kevelaer, das von vielen Menschen (aus Nah und Ferne) angesteuert wird, wie ich es bereits geschrieben habe.

    Das kleine Kevelaer ist seit 1642 ein Wallfahrtsort, den es ohne diesen Mann - Hendrik Busmann gar nicht gegeben hätte! Mitten im 30-jährigem Krieg erhielt der einfache Kaufmann einen rund um Weihnachten einen „Auftrag“ eine Kapelle zu errichten. Eine geheimnisvolle Stimme (die von Anfang an Maria zugeschrieben wurde) soll das von ihm gefordert haben. Für einen Hausierer, wie man es an seinem Tragegestell erkennen kann, keine einfache Aufgabe. Die Wege, die er zurücklegte zwischen seiner Familie in Geldern und Kevelaer war (wie man sich vorstellen kann) alles andere als sicher. Die beiden Orte sind zwar nur wenige Kilometer von einander entfernt, doch es ist kein Vergleicht zu dem, was man heutzutage gewohnt ist!

    Der 34 Jahre alte Mann und seine 10 Jahre ältere Frau Mechel Schrouse verdienen beide mit dem Verkauf von Waren ihren Lebensunterhalt. Die letztgenannte (vielleicht weil es sicherer ist?) in einem kleinen Lädchen. Die marodierenden Söldner beider Seiten beanspruchten das Gebiet für sich. In einer so angespannten Situation sind diese Männer die „beste“ Kundschaft, die die beiden hatten.

    In der frühen Neuzeit, als die Erscheinung erstmals stattgefunden hatte, war Weihnachten auf einen Feiertag beschränkt. Ein genaues Datum läßt sich nicht mehr genau nachweisen. Jedenfalls passierte bis Pfingsten 1642 gar nichts. Wenn man die kommenden Ereignisse betrachtet, wäre eigentlich Geldern und nicht Kevelaer das Wallfahrtsort. Doch es kam anders.

    Bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein waren Stunden nach dem Sonnenuntergang von der Dunkelheit bestimmt. Höchstens zu den Mahlzeiten wurde kleine (meist qualmende) Lichter aufgestellt, doch danach war es nicht nur im übertragenden Sinne duster gewesen. Das Privileg langer Abende im Kerzenschein war dem Adel und reichen vorbehalten, die es sich auch leisten konnten. Dieser Hinweis ist schon wichtig, denn eine einfache Krämersfrau würde nie auf die Idee kommen zu nachtschlafender Zeit ihr Haus mit sehr hellem Licht erstrahlen zu lassen. Laut den Nachbarn von Frau Mechel Schrouse war es aber der an jenem Feiertag dies geschehen!

    Es soll eine erneute Erscheinung gewesen sein und diesmal in Form eines warmen Lichts. Wie es so oft kommt, der Ehemann der dem ganzen nicht beigewohnt hatte, glaubte ihr nicht! Vom Gegenteil musste er von seinen Nachbarn „überzeugt“ werden. Erneut eine Stimme bat um ein heiliges Häuschen, wo Maria verehrt werden sollte. Eine bestimmte Darstellung sollte dort angebetet werden. Es ist ein Bild von einem Altar aus Luxemburg, das ihr schon mal zum Kauf angeboten worden ist. Der Preis schien ihr aber zu hoch, sodass sie (vorerst) darauf verzichtete.

    Einige Tage später, als Hendrik Busmann nach Hause kam und dies dennoch erfuhr, bat er sie es dennoch von den Soldaten zu kaufen. Leider war dies nicht mehr möglich gewesen. Ein höherer Militär hatte es bereits im Besitz und zudem wurde er gefangenen genommen und das konnte damals recht lange gedauert haben.

    Es ist schon ein wenig „verrückt“, dass trotz das die beiden die Bildchen noch nicht besessen hatten, der Mann bereits dem damaligen Pfarrer Schink aus Kevelaer ein Versprechen abgewinnen konnte, dass er ein Heiligenhäuschen in Auftrag geben soll. Durch seine Kontakte konnte das Vorhaben auch schnell realisiert werden.

    Einige Tage später, nachdem der Leutnant entlassen worden ist und diese Neuigkeit die beiden erreichte, machte sich Mechel auf den Weg (vermutlich) nach Geldern, wo dieser zu finden war. Sie brauchte einige Überredungskünste, um an das besagte Bildchen zu kommen. Eigentlich wollte der Mann es gar nicht her geben, doch nachdem er den Hintergrund erfahren hatte, verkaufte er eins der Bilder, die die Frau begehrte.

    An der Stelle könnte ein „Happy End“ folgen, doch es kam anders. Nachdem die Nonnen von dem Geldener Karmel, die es bei einem Maler entdecken, sind regelrecht „entzückt“, sodass sie es zur Andacht „ausleihen“ wollen. Wenn es dabei geblieben wäre! Nachdem dies aber verweigert wird, wendet sich dieser an den eigentlichen Besitzer, dass die Schwerstern es nicht „rausrücken“ wollen. Die Karmeliterinnen weigern sich aber, weil schon zu diesem frühen Zeitpunkt eine besondere Anziehungskraft auf die „wundergläubigen“ Menschen davon ausging. Zudem war es eine gute Einnahmequelle, die damit verbunden war. Es bedürfte etliche „Anläufe“, bis… es so weit war!

    Laut einer Überlieferung soll mit solcher Inbrunst, ja als ob die Worte selbst göttlichen Ursprungs gewesen sein, als ob dies direkt vom Himmel gekommen wäre. Erst dann haben sich die Schwerstern „erweichen“ lassen. Nachdem sich die Geschichte danach auch bei den Kapuzinern (die es eigentlich nur für kurze Zeit verwahren sollten) wiederholte, waren auch sie wenig „erfreut“, als Busmann es an sein Bestimmungsort bringen wollte.

    Hinterher wurde (unter ungeklärten Umständen) die Reliquie „entführt“, wie es später in einem Protokoll von dem Kevelaer Pfarrer Schink angedeutet wurde. Das besagte Bildchen wird bis heute weiterhin verehrt, auch wenn der hier beschriebene Hintergrund kaum bekannt sein dürfte! Zu dem heutigen Kapellchen und weiteren Details darüber werde ich demnächst (ebenfalls recht ausführlich) berichten.

    Kevelaer wäre ohne den von Busmann initiierten Bau und dem Kauf der Reliquie gar nicht erst möglich gewesen. Recht bald danach und fast bis heute anhaltend ist es zu einem wichtigen Wallfahrtsort geworden. Was ich schade finde, dass auch wenn seine Frau Mechel Schrouse das erwähnte Bildchen vor ihrem geistigen Auge gesehen hatte, sie nur als eine „Randfigur“ angesehen wird :-(. Es ist wie so oft und in der frühen Neuzeit erst recht, dass eine Frau nicht die Anerkennung zuteil wird, wie es bei einem Mann der Fall ist!

    Nun zum Schluss möchte ich noch ein wenig über die Figur selbst zu sprechen kommen. Sie wurde zu Pfingsten 1989 durch den damaligen Bürgermeister Karl Dingermann enthüllt. Dem ging ein Ausschreiben voraus. Wie man es sich vorstellen kann, gibt es keine zeitgenössische Darstellung des Hausierers. Die ausführende Künstlerin Erika Rutert etwas „einfallen“ lassen. Durch die Recherche im hiesigen Museum (Beitrag kommt noch) hat sie in Erfahrung gebracht, wie ein solcher Hausierer, seine „Kippe“ und Kleidung ausgesehen haben. Hinterher gab es dennoch Kritik, denn es war nicht die eines armen Manns, der übers Land zog, sondern eher eines „Jünglings“, der sich nach der damaligen neuesten Mode angezogen hätte. Mir gefällt sie ausgesehen gut! Der schreitende Mann ist kein „Denkmal“ im herkömmlichem Sinne, denn es kommt ohne eine zusätzliche Erhöhung aus. Sie soll 1,90 Meter hoch sein und aus Bronze hergestellt worden sein.

    Es ist erneut sehr lang geworden, doch ohne den dazu gehörigen Kontext könnte man sie einfach für einen (weiteren) Pilger halten, der nichts weiter (wie einer der Geldgeber des „Werberings Kevelaer“ verlauten ließ) als eine „hübsche Zierde“ sei! So ist es ein Verweis auf die Geschichte und seinen Stellenwert innerhalb dieser. Es zeugt von einer Wertschätzung, die meistens nicht selbstverständlich ist! Da möchte ich volle Zustimmung und Herzchen an der Stelle vergeben. Alles anders wäre nicht angemessen! Eure Kulturbeauftragte

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  3. Bewertung: 3 von 5 Sternen

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    Katholischer Kirchengemeindeverband Bad Godesberg Apostel Jesu, Kloster St. Marien

    Burgstr. 45, 53177 Bonn Bad Godesberg
    Tel: (0228) 36 83 32 24
    3.
    In der heutigen Zeit ist es nicht mehr selbstverständlich, dass die Kirchen in den Stadtteilen außerhalb der regulären Gottesdiensten offen zu stehen. Meine Überraschung war dementsprechend groß, als das ehemalige Marienkloster in Bad Godesberg es am Sonntag Nachmittag es gewesen ist! Trotz der sperrigen Bezeichnung wird es vor Ort auf einer Tafel ersichtlich, dass es eine von mehreren ist, die zu einem sog. Pfarrverbund sich zusammengeschlossen haben. Theoretisch könnte ich das vermeintlich „überflüssige“ entfernen oder gar neu anlegen, doch diesen Zusatz habe ich auf der vorher erwähnten Tafel ebenfalls gefunden, sodass es an der Stelle seinen Sinn macht.

    Wie bei der zuletzt beschriebene St. Evergisluskirche habe ich sie am Tag des offenen Denkmals eher durch Zufall entdeckt und als ich feststellte, dass sie offen ist auch besucht. Eine weitere Gemeinsamkeit, die die beiden Gotteshäuser haben, ist die Bauzeit. Genau genommen ist St. Marien etwas „älter“. Hier erfolgte die Grundsteinlegung am 1. Oktober 1860. Der Bau war hinterher durch sehr hohe finanzielle Unterstützung der Gemeindemitglieder möglich gewesen. Hier war es aber bereits in den 1890-er notwändig geworden, dass eine Erweiterung notwendig gewesen ist.

    Bis dahin war der Weg zu der heute noch existierenden St. Michaelkapelle (die ich persönlich nicht kenne) mit einem enormen Aufwand und einem „strammen“ Marsch verbunden. Das liegt daran, dass sie oberhalb der Siedlung auf einem Hügel zu finden ist.

    Die Größe der Kirche ist schon imposant! Als erstes fallen einem die schönen Fliesen auf dem Fußboden, die fast durchgehend im Innern angebracht worden sind. Dorthin gelangt man durch eine kleine Stufe, die ggf. für Rollifahrer ein Problem sein dürfte. An eine Rampe / barrierefreien Zugang kann ich mich nicht mehr entsinnen. Hinter einen Vorraum betritt man einen Raum, der durch viele Säulen an beiden Seiten unterteilt wird. Wenn man sich ungefähr an der Höhe der Beichtstühle umdreht, kann man feststellen, dass oberhalb des Weihwasserbeckens (beide Teile sind „typisch katholisch“ ;-) ) auf einer Empore eine moderne Orgel zu finden ist. Mich aber hat eher weiter Richtung Altar gezogen, denn dort waren einige Kunstwerke erkennbar, die ich mir anschauen wollte.

    Bis dahin ist es das Kreuzgewölbe, wie eins von vielen, doch schreitet man weiter, eröffnet sich eine Art Baldachin, der einen weiten Raum überspannt. Es ruht auf 8 Säulen, die es wie ein Schirm aussehen läßt. Das hatte schon was, doch das macht diese Kirche alleine nicht zu einem meiner Favoriten dort… Schon eher die Bleiglasfenster im Chorraum, die Szenen aus dem Leben der Heiligen Elisabeth zeigen. Welche besondere Bewandtnis es damit auf sich hat, konnte ich nicht herausfinden.

    Für mich bot diese Kirche eine Pause auf dem (unbekannten) Weg innerhalb des heutigen Stadtteils Bonns – (Bad) Godesberg. Das was ich dort gesehen habe, war schon an sich nicht schlecht, doch nur deswegen alleine lohnt sich (mitunter lange) Anfahrt nicht. Im Vergleich zu den Kirchen, die ich zuletzt in der Stadt gesehen habe, wirkt es wie eine unter vielen. Es ist nicht abwertend gemeint, doch mehr als 3 Sterne sind aus meiner Sicht nicht drin, auch wenn nicht jeder meine Meinung teilen muss.

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  4. Bewertung: 2 von 5 Sternen

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    Müller's Bäckerladen GmbH

    Mercatorstraße 17, 47051 Duisburg
    Tel: (0203) 317 59 81
    4.
    Wer für sich mit dem Motto wirbt „Frische und Qualität aus Überzeugung“ wie „Müller's Bäckerladen“ im Duisburger Hauptbahnhof und dies nicht erfüllt wird, dann ist die Enttäuschung um so größer! Bei meinem letzten Besuch und einer längeren „Zwangspause“, weil mein Anschlusszug erst in geraumer Zeit kommen sollte, entschied ich mich bei den Gegebenheiten umzuschauen, was ich dort an Backwaren zum Frühstück (es war nicht mal 9 Uhr Morgens am Wochenende und ich bereits zu einer Veranstaltung unterwegs) finden könnte. Es gibt dort mehrere Möglichkeiten und nach einer Weile habe ich mich für diese entschieden.

    Müller's Bäckerladen ist ein Unternehmen mit mehreren Filialen in Duisburg und Umgebung, die ich bisher noch nicht getestet habe. Es ist die einzige überhaupt, die ich kenne. Sie befindet sich im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs. Ehrlich gesagt, fand ich die angebotene Auswahl nicht wirklich „berauschend“. Zum Glück wurde mir angeboten, dass ich auch ein Brötchen haben kann, das nach meinen Wünschen zusammengestellt werden kann. Das fand ich vielversprechend und entschied mich für eins mit Körnern und dazu Putenschinken, sowie „Dekoration“. Dazu eine süße Kleinigkeit, die ich sofort verzehrt habe. Die Beilagen (Tomate, Gurte, Salat) waren frisch, doch das Brötchen schmeckte mir so, als ob es nicht frisch gewesen wäre. Es war kein knuspriges Teil, wie ich es erwartet habe, sondern extrem trocken und hart! Leider konnte ich dies nicht mehr beanstanden, weil ich es erst unterwegs verspeist habe :-/

    Wie ich in Netz gelesen habe, handelt es sich um eine Traditionsbäckerei, die in 4. Generation geführt wird. Unter diesen Voraussetzungen hätte ich eine angemessene Qualität erwartet und nicht das, was ich hinterher gegessen habe :-/. Ob das eine Ausnahme gewesen ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht, wenn ich erneut (in nicht absehbarer Zeit) erneut nach Duisburg kommen sollte und erneut Lust verspüren sollte, mir ein belegtes Brötchen kaufen zu wollen, kann sein, dass es sich besser darstellen wird, als es jetzt ist!

    Hinzu kommt, dass die Bedienung zwar freundlich gewesen ist, doch sie schien mir recht wortkarg zu sein und irgendwie distanziert. Solch eine kühle (ja sogar freudlose) Art bei einem Traditionsbäcker ist mir schon lange nicht mehr unter gekommen :-/. Eigentlich schade, denn ich bin an der Stelle von wesentlich besseren Voraussetzungen ausgegangen. Für Zwischendurch könnte es gegebenenfalls noch als OK angesehen werden, doch mich hat es eher Ratlos dagelassen und wie geschrieben reichlich enttäuscht. Es tut mir schon Leid, doch mehr als 2 Sterne sind bei Müller's Bäckerladen nicht drin.

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  5. Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    Gräfrather Parkfriedhof

    Wuppertaler Straße 173, 42653 Solingen
    5.
    Wenn die Tage kürzer werden und das Jahr sich langsam dem Ende naht, kommen im Kalender verschiedene Feiertage an denen man zurückblickt und sich gleichzeitig an die Lieben erinnert, die vor unterschiedlicher Zeit von uns gegangen sind. Dann kommen auch solche Orte in den Sinn wie dieser Friedhof. Diesen habe ich vor geraumer Zeit besucht, als ich auf der andere Seite der Straße ein Museum bewußt angesteuert habe. Wer meine Beiträge regelmäßig liest, weißt, dass mich solche Orte sehr interessieren und wenn es sich wie hier ergibt, schaue ich mir das ganze auch an.

    Nach dem recht langen Aufenthalt in dem vorher erwähntem Gebäude stand mir der Sinn nach einem Spaziergang im Freien. Der Parkfriedhof trägt seine Bezeichnung zu recht, denn es ist eine sehr weitläufige Grünanlage. Laut den Angaben des Grünflächenamtes sollen es 24 ha sein. Es sieht sehr gepflegt aus und gibt einige Besonderheiten, die mir dort aufgefallen sind. Eine unter ihnen war, dass man die Grablege eine „Promis“ aus dem 19. Jahrhundert dort finden kann. Mehr dazu etwas später.

    Was mir gefallen hatte war, dass alle Erdgräber einheitlich von grünen Hecken umgeben sind. Ob das weiterhin bestand hat (aufgrund der „Plage“, die die Buchsbäume befällt) kann ich nicht sagen. Das kann sich zwischenzeitlich geändert haben. Das wirkte jedenfalls sehr stimmig auf mich.

    Recht bald, nachdem man den Parkfriedhof betritt, gibt es einen Übersichtsplan. Für mich war es weniger interessant, denn ich suchte nach einer Möglichkeit mich ein wenig zu stärken, sodass ich Ausschau nach einer Bank gemacht habe. Diese habe ich recht schnell auch gefunden. Sie stand unter mehreren Bäumen mit einem tollen Ausblick auf die Landschaft. Das ist ein weiterer Pluspunkt für die Anlage. Leider habe ich irgendwie vergessen dies auch mit meiner Knipse fest zu halten. Die paar, die man hier sehen kann, ist aber aus meiner Sicht ausreichend.

    Mich interessierten vor allem die alten Zeugnisse der Zeit und nicht das „Einheits-Einerlei“, das man sonst auf anderen kommunalen Friedhöfen zu sehen bekommt. Es machte mich schon traurig, als ich bei meinem Rundgang auf Kriegsgräber gestoßen bin. Unter den Gefallenen waren auch sehr junge „Männer“, die nach heutigem Verständnis nicht mal als solche bezeichnet worden wären. Zum Teil wusste man nicht mal die genauen Lebensdaten oder vereinzelt nicht mal den dazu gehörigen (Nach)Namen. „Mit 17 hat man noch Träume“ heißt es in einem Schlager, doch für einige unter ihnen war es bereits vorbei, ehe es so „richtig“ begonnen hatte…

    Eine weitere Überraschung war, als ich in der weitläufigen Anlage (vermeintlich) auf sehr hohe Grabmäler gestoßen war. Es passte nicht zu dem Bild, das sich allgemein dort zeigte. Zuerst habe ich es durch die Bäume blitzen sehen, bevor ich sie mir genauer angeschaut habe. Das war eine weitere Entdeckung, die ich euch nicht vorenthalten möchte: es handelte sich um ein sog. „Kolombarium“. Vor allem in dem Übergangsbereich zu den neueren Gräbern, die durch eine Reihe von Bäumen räumlich getrennt ist. Wenn man den eben genannten Begriff nicht kennt, es handelt sich um Urnengräber, von denen es auf dem Gelände mehrere gibt. Die Preise konnte man einem Faltblatt entnehmen, der in einem kleinen Kasten zu finden war. Da möchte ich an der Stelle mich, wie versprochen, dem Teil widmen, an dem man nicht vorbei gehen kann. Mir ging es jedenfalls so!

    Gräfrath sollte „Schicksalsort“ von Dr. Friedrich Hermann De Leuw (gesprochen Löw; *1. August 1792 Dinslaken - 12. Januar1861) werden. Der Mediziner wurde während der Napoleonischen Kriege 1813 verwundet und ins Lazarett in diesem Ort gebracht. Wie der Zufall es so wollte, konnte er ein Jahr später die Praxis seines Kollegen dort, der ihn behandelt hatte, übernehmen. Durch seine fundierten Kenntnisse in der Augenheilkunde ist sein „Ruf“ bis zum König Ernst August von Hannover (*5. Juni 1771 in Buckingham House, London - 18. November 1851 Hannover) vorgedrungen ist. Er bot ihm eine Stellung als Leibarzt an, die mit einer sehr hohen Vergütung verbunden war. Der Doc blieb standhaft und blieb dem Ort „treu“, auch wenn nur eine Tafel an ihn dort erinnert. Sein Sohn Luis wurde ebenfalls Augenarzt und sein ältester - Friedrich August erfolgreicher akademischer Maler. Das am Rande erwähnt. Solche (unverhofften) Funde machen den Reiz eines solchen Friedhofs aus, vor allem wenn man sich vorher nicht damit beschäftigt hatte!

    Was mir noch in den Sinn gekommen ist, dass die Anlage nicht durchgehend barrierefrei erreichbar ist. Wie man auf einem meiner Fotos sieht, gibt es in einigen Bereichen Stufen, die sich gegebenenfalls als ein Hindernis herausstellen können. Es gibt auch sanitäre Einrichtungen, über die ich keine weiteren Angaben machen kann. Wenn man den Weg nach Gräfrath schaffen sollte, dann lohnt es sich auch den Parkfriedhof zu besuchen. Ausschließlich deswegen lohnt sich ein (ggf. lange) Anfahrt aus meiner Sicht nicht. Mir hat es jedenfalls gut gefallen, sodass mir 4 Sterne angemessen erscheinen.

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    Kulturbeauftragte Weitere Infos über die Satzung des Gräfrather Parkfriedhof können unter: https://www.solingen.de/tbs/dienstleistungen/90-523-friedhoefe-friedhof-wuppertaler-strasse/ entnommen werden!
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  6. Bewertung: 3 von 5 Sternen

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    Schum EuroShop

    Schillerpl. 15, 01309 Dresden
    Tel: (0931) 90 00 44 61
    6.
    Trotz, dass solche Läden mir aus verschiedenen Städten bestens bekannt sind, kann ich es nicht lassen, mich stets aufs neue darauf "einzulassen" :-)! Das Sortiment ist bekannt: eine Mischung aus Rätselheften, Haushaltswaren, Spiele, Tiernahrung, Büchern, Klamotten, Schreibwaren, Süßigkeiten etc. Erneut bin ich bei meinem Besuch in Dresden fündig geworden. Es sollte ein Geschenk werden, sodass ich bei den Spielsachen, sehr interessanten (3D)Postkarten, Magneten und den Blurays fündig geworden bin (nach einer ausdauernden Suche ;-) ). In einer Stadt, die ich erneut besuche ist es eine interessante Alternative zu den üblichen Souveniershops. Es ist eine vor ing. 2 Filialen in Dresden und liegt nur wenige Schritte vom „blauen Wunder“ entfernt. Wenn man das weißt, dann ist es nicht weiter ein Problem. Erreichbar ist es von den div. Bushaltestellen am „Schillerplatz“. Aus meiner Sicht lohnt ein (mitunter langer) Fahrweg nicht.

    Von der Verkaufsfläche ist es hier eher einer der kleinsten, die ich kenne. Leider, weil etliche Regalmeter mit Tausenden von Waren entsprechen Platz brauchen, stehen diese recht eng neben einander. Trotz des späten Nachmittags war hier wenig los gewesen, was an sich eine positive Seite des ganzen gewesen ist. Schade fand ich dennoch, dass für die junge Bedienung erstmals andere (höchstwahrscheinlich private) Angelegenheiten „wichtiger“ gewesen sind, als die eigentliche Arbeit (nicht zum ersten mal ist mir dies allgemein aufgefallen :-/ ). Erst nachdem ich gezielt aufgefordert habe, dass ‚jemand‘ zur Kasse kommen soll, ist dies geschehen. Ob das eine „Ausnahme“ gewesen ist, kann ich nicht sagen, doch so etwas fällt schon stark auf und ist kein „gutes Aushängeschild“ für diese Filiale.

    Wenn ich nun ein Resumée ziehen soll, finde ich es weitgehend mit den anderen Geschäften der Art vergleichbar. So blicke positiv gestimmt, weil ich tatsächlich fündig geworden war. Das (wie ich mehrmals feststellen konnte) als nicht selbstverständlich angesehen werden soll. Nach einigen Überlegungen möchte ich auch hier ausbaubare 3 Sterne vergeben, weil wie geschrieben, es besser laufen könnte.

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  7. Bewertung: 4 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    Max und Moritz Apotheke, Inh. Wolf Nonn e.K.

    Westfalenstraße 22, 40472 Düsseldorf
    Tel: (0211) 520 66 80
    7.
    Neulich als ich in Düsseldorf Rath unterwegs war, fiel mir ein, dass ich schon längst einige Sachen kaufen wollte, die ich dringend benötige. Da die Max und Moritz Apotheke auf meinem Weg lag, habe ich mich für diese entschieden, auch wenn es nicht die einzige auf der Westfalenstraße ist. Sie liegt nur wenige wenige hundert Meter von der Bahnhaltestelle "Rath S" entfernt. Für INsider: erreichbar mit der U 71 und StB 701. Parkplätze sind auch in ausreichender Anzahl vorhanden vor den diversen Geschäften auf der 'in den Diken' (sie heißt wirklich so...).

    Der Zugang ist barrierefrei. Die Wartezeit fand ich angemessen, doch mir ist es ehrlich lieber, wenn man sich an eine Stelle hintereinander stellt, wie es bei einigen anderen Apotheken der Fall ist. Bei Max und Moritz fand ich es ein wenig chaotisch, denn man weiß ja nie, wie lange die anderen Kunden für ihre Beratung brauchen. Irgendie hatte ich an dem Tag 'Pech', weil ein Mensch, der nach mir kam, längst bedient worden ist, bevor ich selber mein Anliegen schildern konnte :-/.

    Ebenfalls kenne ich es mit der Diskretion an den jeweiligen Bedientheken. Sie stehen sehr nach bei einander und sind ein wenig zu einander versetzt. Fand es schon problematisch, als eine ältere Dame ihre Weh-Wehchen in allen Einzelheiten geschildert hatte und da das verschriebene Medikament durch ein anderes ersetzt werden sollte. Dass die Apothekerin extra bei ihrem Arzt angerufen hatte, finde ich vorbildlich, doch mir wäre es lieber das ganze nicht mitbekommen zu müssen :-/!

    Für mich war hinterher eine sehr junge Frau zuständig. Sie wirkte sehr zögerlich auf mich. Als ich nach meinen Arzneimitteln gefragt habe, schien sie irgendwie irritiert zu sein. Das hat sich dann aber schnell geklärt, denn ein Präparat wurde von dem Hersteller umbenannt und das war der Grund dafür gewesen. Wenn ich ehrlich sein soll, meiner Meinung nach, hat ihr einfach die Routine gefehlt, die bei ihren Kollegen (mit entsprechender Erfahrung) stärker ausgeprägt ist. Das ist für mich kein Grund für eine Abwertung.

    Schön finde ich auch, dass diese Apotheke passend zur Jahreszeit dekoriert wird. Das sowohl drinnen, als auch in den Schaufenstern. Das habe ich schon früher mitbekommen, als ich an ihr vorbei gelaufen war. Es war das erste, doch vielleicht nicht das letzte mal, dass ich sie aufgesucht habe. Da spreche ich meine Empfehlung aus, auch wenn ich es nicht 'perfekt' finde!

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  8. Bewertung: 4 von 5 Sternen

    11. von 11 Bewertungen


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    BackWerk im Kölner Hbf Expressverkauf

    Breslauer Platz 1, 50667 Köln
    Tel: (0221) 126 00 44
    8.
    Je später der Abend… desto kreativer kann es sich gestalten von A nach B zu kommen, als auch zwischendurch etwas in der „Geisterstunde“ zu sich zu nehmen. Mein Magen hat sich schon lange „beleidigt“ gezeigt und ich völlig ratlos wo dies möglich sein könnte. Nach einer langen Veranstaltung, die ich an jenem Herbsttag besucht habe, war ich (zwangsweise) in Laufe des selben irgendwann am HBF in Köln „gestrandet“, sodass ich reichlich Zeit hatte, bis mein Zug kommen sollte. So schaute ich mich um, ob sich dort etwas passendes finden ließe, wo ich selbst wenn die „üblichen Verdächtigen“ längst geschlossen sind, eine Kleinigkeit für mich „aufzutreiben“ sei. Bei fast einer Stunde, die zu überbrücken war, sollte dies kein Problem darstellen.

    Zum einen gab es noch einzelne Imbisse in der Mitte des Bahnhofs, die noch offen waren, doch dort entsprach nichts wenigstens dem, was mir vorschwebte, sodass ich weiter Richtung Breslauer Platz / Busbahnhof gegangen war. Dort fand ich auch diese Filiale von BackWerk. Es ist schon sowohl ein Vor- als auch zu gewissen Zeiten ein Nachteil, dass es 24/7 geöffnet hat. Man kann über Systemgastronomie und / oder Franchiseunternehmen unterschiedlicher Ansicht sein, doch hier wirkte es sehr stimmig auf mich!

    Wie bei allem Backwerkfilialen auch, ist Selbstbedienung angesagt. Das Sortiment entspricht dem, was ich auch von den anderen (bereits beschriebenen) Filialen her kenne. Es gibt vor allem belegte Brötchen, Süßes und was mein vordringlicher Wunsch gewesen ist, heiße Getränke vom Automaten.

    Mir stand der Sinn nach einem heißen Kakao, belegten Brötchen und einer sonstigen Kleinigkeit für die ich mich erst vor Ort entscheiden wollte. Was mich wirklich überrascht hatte, dass es auch kleine belegte Brote gab, wie jenes das ich erst ein Tag darauf (besser gesagt wenige Stunden ;-) ) zu Hause zum Frühstück verzehrt habe. Es war ein vegetarisches „Butterbrot“, das ich bis dato noch nie in einer der anderen Filialen entdeckt habe!

    Erwähnenswert finde ich, dass man sowohl drinnen, als auch draußen sich dort setzen kann. Da das Wetter noch mild gewesen ist und ich noch einiges an Zeit gehabt hatte, bis mein Anschluss kommen sollte, habe ich mich für die letzte Variante entschieden. Hier möchte ich das erzählen, was ich nicht so toll gefunden habe: an den meisten Hauptbahnhöfen gibt es ein stetes kommen und gehen. Dazwischen gibt es Leute, die nur ein-, aus- oder umsteigen, bzw. jemandem abholen möchten. Sagen wir wie es ist: es ist ein Anziehungspunkt für die Randgestalten der Gesellschaft. Grundsätzlich beachtet man sie nicht weiter und ich habe weder Vorurteile, noch sonst etwas dagegen. Wenn sie aber, wie in jener Nacht völlig „durchdrehen“, dann bleibt es negativ in Erinnerung haften. Dennoch ist es für mich kein Grund zur Abwertung.

    Hinterher als mir zu „bunt“ wurde, merkte ich selbst, dass es bereits die Zeit gekommen war, um sich Richtung des richtigen Bahnsteigs zu bewegen. Doch das ist erneut eine andere Geschichte ;-).

    Das was ich aber dort gekauft habe, hat wirklich lecker geschmeckt! Die Zutaten bei den Brötchen und dem Brot waren ausgesprochen frisch und knackig. Nicht nur die Paprika, sondern auch die Gurke und der Salat ließen keine Wünsche offen. Das ganze gilt auch für den Schoki, den ich zu mir genommen habe.

    Es gibt aber Punkte, die dennoch zur Abwertung geführt haben: die Tische und der Boden waren ziemlich dreckig gewesen. Ob das an der späten Uhrzeit gelegen hatte, kann ich nicht sagen. Vor allem die Verkrustungen ließen vermuten, dass es nicht erst seit kurzem der Fall ist. Die Thekenbedienung war zwar freundlich, doch sie schien mir (vielleicht ebenfalls aufgrund der fortgeschrittenen Stunde) ein wenig überfordert / übermüdet zu sein. Die sehr leise Stimme habe ich kaum verstanden. Zum Glück konnte ikch den fälligen Betrag vom Display der Kasse ablesen ;-).

    Bei solchen Läden kann man sich schon gut stärken, doch nicht alles, was man dort erwerben kann, ist so appetitlich, wie es ausschaut. Das habe ich selbst an einigen anderen Stellen feststellen können. Wenn man aber seine Favoriten gefunden hatte, dann können bisweilen etliche Scheinchen an der Kasse fällig sein, wie es bei mir der Fall gewesen ist ;-). Preislich ist es schon günstig, denn Süßes und Getränke bekommt man schon für ein € und die anderen Sachen (je nach Belag) sind nie teurer als 4 €. In der Summe kann es sogar den Wert eines Hauptgerichtes in einem Lokal entsprechen. Schon jetzt ist diese Filiale eine der wenigen, die trotz der Vorkommnisse positiv in Erinnerung geblieben ist. Es ist zudem schon jetzt einer meiner Favoriten, der mir sehr solide 4 Sterne wert ist! Über alles andere kann man (nicht) streiten ;-). Es ist erneut so lang geworden, doch wenigstens kann man sich seine eigene Meinung darüber bilden und mir war es wert!

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    joergb. Glückwunsch zum grünen Daumen.

    Ich habe noch nie ein Backwerk gesehen, das bei mir drei Sterne oder mehr wert wäre. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich immer den örtlichen Bäcker vorziehe.
    Ausgeblendete 4 Kommentare anzeigen
    Kulturbeauftragte Jörg, eine Wertung ist immer sehr individuell und innerhalb einer Branche (selbst wie du feststellst) beim Handwerksbäcker kann es mitunter sehr große Unterschiede geben... An der Stelle fand ich es jedenfalls mit der Sternenvergabe angemessen. Da hat jeder seine Vorlieben / Vergleichspunkte, die herangezogen werden!


  9. Bewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    ALDI Nord

    Antonstraße 2 A, 01097 Dresden
    Tel: (0800) 723 48 70
    Kostenhinweis ...
    9.
    Einkaufen in einer fremden Stadt kann zu einer Art „Schnitzeljagd“ werden. Einige Geschäfte glaubt man so lange zu kennen, bis man eine neue Filiale betritt und doch feststellt, dass es häufig mit Unterschieden rechnen muss. Das ist erst dann der Fall, wenn es wie in diesem Fall ein anderer Teilbereich eines bekannten Discounters - hier Aldi Nord zu tun hat. Da ich Lust auf Süßes verspürt habe, das ich in der Vergangenheit mehrmals andernorts zugegriffen habe, ging ich frohen Mutes hinein.


    Während unseres Aufenthalts fiel mir die markante Aufschrift des Supermarkts bereits am ersten Tag auf. Es liegt direkt wenige Schritte von den div. Haltestellen rund um den "Albertplatz" entfernt. So wie ich gesehen habe, besteht die Möglichkeit seinen fahrbaren Untersatz in der Garage des Einkaufscenters abzustellen, doch dazu kann ich keine weitere Angaben machen. Die wenigen Parkplätze in der Nähe waren (wie so häufig) am frühen Abend (ca. 18:30) bereits vergeben.

    Bei der kurzen Verweildauer in dem Einkaufscenter kann ich nicht mal sagen, ob es dort einen Aufzug gibt, um zu diesem Teil im 1. OG zu gelangen. Zur Orientierung, falls man dorthin kommen möchte, können auch die Schilder zum "DDR-Museum", das sich dem Markt gegenüber befindet, der Orientierung dienen.

    Unten nahm ich selbst die Rolltreppe und da ich nur eine Kleinigkeit holen wollte, habe ich auf den Einkaufswagen verzichtet. Selbst zu einer späten Uhrzeit, kurz bevor die Läden hier schließen sollten, war es ein reges kommen und gehen erkennbar. Was mir weniger gefallen hatte, dass der Fussboden fast durchgehend sehr dreckig und klebrig gewesen ist. Allgemein hat es einen sehr chaotischen Eindruck auf mich gemacht.

    Nachdem ich die leckeren Pralinen entdeckt und mitgenommen habe, wollte ich mich noch ein wenig weiter umschauen, denn man kann ja nie wissen, ob es sich dort etwas interessantes finden läßt. Das hat sich in dieser Zweigstelle aber nicht bewahrheitet. Recht bald ging es dann für mich zur Kasse. Dort schien mir, dass alles wie in der sprichwörtlichem Zeitlupentempo kassiert worden wäre. Das ist natürlich eine sehr subjektive Wahrnehmung. Das ganze ist aus meiner Sicht, so wie es sich darstellt, wirklich ausbaufähig. Da erscheinen mir diesbezüglich 3 Sterne angemessen.

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    Harpye Ich war noch nie in einem Aldi Nord, vom Hörensagen soll es aber "chaotischer" als Süd sein.


  10. Bewertung: 3 von 5 Sternen

    5. von 5 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Edeka Center Jäckel

    Provianthofstr. 3, 01099 Dresden
    Tel: (0351) 802 39 01
    10.
    Edeka Center Jäckel liegt ein wenig „versteckt“ in einer Art Gewerbegelände. Wenn ich ehrlich sein soll, ist es keine Adresse, die auf Laufkundschaft zu sehr hoffen soll! Die genannte Straße, sowie die gleichnamige Haltestelle der Linien 7 und 8 liegt ca. 20 Min. von der Alt- bzw. 15 von der Neustadt entfernt! Der Supermarkt verfügt über ausreichend viele Parkplätze, die davor vorhanden sind. Für gewöhnlich hätte ich höchstwahrscheinlich einen anderen gewählt um die Kleinigkeiten einzukaufen, die wir benötigen. Aufgrund der Nähe zu unserem Hotel haben wir es dennoch genutzt, doch so durchweg positiv sehe ich es nicht, wie die Mehrheit der bisherigen Meinungen zu sein scheint!

    Was als erstes einem auffällt, wenn man sich das ganze in Ruhe anschaut, wie riesig das ganze ist! Es müssen schon mehrere hunderte Quadratmeter gewesen sein, denn im Schnitt brauchten wir alleine vom Eingang bis zu dem Kassen ca. 20 Min, ohne nach den Sachen Ausschau zu halten, die wir jeweils benötigt / gesucht haben! Klar geht das bei sich zu Hause wesentlich schneller! Mich erinnerte das ganze eher an einen der früheren kleinen Kaufhäuser, die in den letzten Jahrzehnten weitgehend von den meisten Städten verschwunden sind! Für ein Einzelhandelsgeschäft mit Lebensmitteln finde ich es schon beachtlich! Das kenne ich (wie schon vor etlichen Jahren beschrieben) in der Form, doch vom ‚Ambiente‘ ein wenig edler in der eigenen Stadt.

    Wenn ich ehrlich sein soll, ist ein Edekamarkt kaum mit einem anderen so richtig vergleichbar, weil sich jeweils ein eigenständiges Unternehmen darunter befindet, der zu einem Verband angehört. Wie überall sonst auch, gibt es auch hier Eigenmarken, die wir (preis)bewußt und gezielt ausgesucht und mitgenommen haben. Bei einigen Produkten hat es mich schon gewundert, dass statt einheitlich der jeweilige Vergleichspreis, je nach Packungsgröße zwischen Gramm / KG unterteilt gewesen ist. Das kann aus meiner Sicht besser gelöst werden.

    Bereits am ersten Tag (und weil ein Feiertag drauf folgte) wollten wir uns mit Getränken eindecken, doch das gestaltete sich schon ein wenig zäh! Die Abteilung als solche ist schon „ordentlich“ bestückt, doch warum sucht man wegen Kleinigkeiten etlichen Regalmeter ab, weil diese fast vollständig „geplündert“ worden sind :-/. Nachschub? gab es irgendwann schon, doch nicht dann, als wir es benötigt haben! Das war nicht nur an der Stelle der Fall gewesen. Wir wurden nach langem Suchen dennoch fündig.

    Positiv ist, dass die Breite der Gänge reichlich „Spielraum“ zulassen, was sich bisweilen anders darstellen könnte. Während unseres Rundgangs fiel uns eine weitere Besonderheit auf: an eine Stelle im Markt, in Sichtweite der Kühl- und Frischtheken gab es mehrere Regale mit unterschiedlichen Regionalen Produkten, die von weiten auch als solche gekennzeichnet gewesen sind. Haben einige auch getestet mit unterschiedlich guten Ergebnissen. Fand es schade, dass ich eine Sorte Würstchen allergisch reagiert habe, auf die ich mich besonders gefreut habe :-(- Leider kann man das nie im Voraus wissen… Da hat mein Partner aber dafür mehr abbekommen ;-).

    Ein großes Manko ist, dass wenn man eine Auskunft benötigt oder etwas bestimmtes innerhalb der kaum überschaubaren Fläche sucht, findet man garantiert keinen, der es wissen könnte! Hier wird anscheinend an Personal „gespart“ und das hinterließ einen zwiespältigen Eindruck auf uns. Nachdem wir aber (endlich) jemanden erwischt haben, der es wissen konnte, war jene richtig wortkarg und das wenige, was sie von sich gegeben hatte, haben wir nicht mal verstanden :-/. An der Kasse kam der letzte Einblick, wie es eigentlich nicht sein sollte: in den Geschäften, die ich sonst besuche, braucht man von jedem Artikel, der im Korb zu finden ist, ein Exemplar das weiter eingetippt / verbongt wird. Mag sein, dass es mal anders gehandhabt wird, doch warum muss der entsprechende Verweis, dass JEDER von den „gesammelten Werken“ auf diese Art verfahren wird?! Das in einer solchen patzigen Ton geschehen muss. Wenn ich daran denke, dann bekomme ich wirklich Gänsehaut, denn so sollte es definitiv nicht sein! Da wir aber meistens fündig wurden, möchte ich dennoch zuversichtlich sein, weil es ein „Ausrutscher“ gewesen sein kann! Mehr als neutrale 3 Sterne sind aber nicht drin!

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