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Bewertungen (274 von 1800)

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    Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    3. von 32 Bewertungen


    Checkin

    Leider kann man zurzeit nur die Außenanlagen anschauen, aber die machen schon etwas Lust auf mehr. Das ist dieses kleine Schloss auf einer Halbinsel am Zehdenicker Hafen und mit wirklichen historischen Hintergrund. Das Grundstück war bei unserem vorletztem Besuch sehr gepflegt.

    Das servierte Essen war toll. Der dazu gebotene Service im Restaurant im Schlossgewölbe lies auch keine Wünsche offen, war nett, flink und aufmerksam ohne aufdringlich zu wirken. Wir waren sehr zufrieden. Ein Blick auf die letzte veröffentlichte Speisekarte lässt euch bestimmt das Wasser im Mund zusammenlaufen.

    Heute hatte sich das Areal wohl besonders hübsch gemacht, wohl möglich als kleiner Ausgleich für den nicht möglichen Besuch des Hotels und des Schlossgewölberestaurants. Es zeigte sich uns, seinen "Tagesgästen" und Besuchern von edelstem Weiß überzogen, jedenfalls außen.

    Leider sind ja das Restaurant im Schlossgeölbe und das Hotel coronabedingt geschlossen aber wir hoffen, dass beide die Durststrecke in Symbiose überstehen.

    geschrieben für:

    Hotels / Restaurants und Gaststätten in Zehdenick

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    1.

    Sedina Ich finde Zehdenick hübsch-hässlich. Wir haben an der Schlossmarina gelegen, waren auch im Park, haben aber im Da'V. gegessen.


  2. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Foto vor Ort

    Die Vielitzer Dorfkirche ist eine evangelische Kirche. Sie erhebt sich auf dem geologisch wohl höchsten Punkt der kleinen Ortes, der von der Gemeinde Vielitzsee verwaltet wird. Schützend umgeben wird die kleine massigen Kirche von vielen Kastanien und Linden. Das mussten wir an den Stämmen erkennen, Blätter waren ja keine an den Bäumen...

    Die Kirche selbst gehört zum Evangelisches Pfarramt Herzberg/Mark und dem Pfarrsprengel Herzberg-Lindow.

    Wir stehen vor einer uralten spätgotischen Feldsteinkirche, vermutlich aus dem 15. Jahrhundert. Leider verhinderte der Lockdown einen Besuch des Inneren der Kirche, die Eingangstür ist ge- und verschlossen, leider. Deshalb gibt es eben nur ein paar Fotos von dem äußeren, massiv und stabil, fast scheint sie unumstößlich zu sein. Die Orgel in ihr wurde laut meinen Rechercheergebnissen in Wikipedia von Ernst Julius Marx (1728 bis 1799), einem bedeutenden deutschen Orgelbauer im dem Jahre 1789 gebaut und 2011, also relativ „frisch“, restauriert.

    Im Zuge ihrer Forschungen wurde zwei Dorfchronisten klar, dass das Bauwerk wohl doch deutlich älter sein muss. Ihnen fiel auf, dass das Feldsteinmauerwerk auf das 13. Jahrhundert hinweisende ungeordnete Strukturen aufweist. Das wurde auch durch im Umfeld gefundene Archäologische Funde belegt.

    geschrieben für:

    evangelische Kirche in Vielitzsee

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    2.


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    Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Ende des 16. Jahrhunderts, genaugenormen 1592 wurde hier die erste Kirche gebaut. Aber der 30jährige Krieg hat schon kurze Zeit später im Ort und der Umgebung seine tiefen Spuren hinterlassen.
    Das allerdings sollte noch nicht das Ende von Zerstörung und Tod gewesen sein, den ein reichliches Vierteljahrhundert später kamen die Schweden und sie hinterließen ein völlig zerstörtes Dorf.
    Auch der rote Hanh krähte öfter auf den Dächern des Dorfes.
    Dann war es 1725 soweit, dass die Kirche baufällig und irreparabel war.

    Geblieben und erhalten sind aus dieser Zeit noch der Kanzelaltar von 1734, der Taufstein, die Orgel und einige Tafeln zum Andenken an in den Kriegen gefallene Sommerfelder. Das an der Empore direkt unter der Orgelfür alle Besucher sichtbare Flügelaltarbild stammt sogar noch aus der Zeit um 1500.

    1913 wurde am Pfingstwochenende dann die letzte Predigt in der alten Dorfkirche gehalten, der letzte Gottesdienst vor dem im Anschluss durchgeführten Abriss sowie dem sofortigen Wiederaufbau des Gotteshauses mit großen Fenstern.
    die Protestantische Kirche erhielt im Laufe der Zeit eine schöne Deckenmalerei und für den Altarraum Fenster mit Bleiverglasung.
    Die Bronzeglocke der Kirche wurde 1942 eingeschmolzen und erst in den 50er Jahren durch eine Stahlglocke ersetzt. Diese kurzfristige Lösung hat heute noch Bestand.

    Zur Orgel gibt es noch zu sagen, dass sie 1897 von Albert Hollenbach aus Neuruppin geschaffen wurde. Der war ziemlich fleißig, fertigte er doch in 25 Jahren über 100 Orgeln. Seine mechanische Schleifladenorgel wurde 2008 wurde restauriert. Es wurde Trocknungsschäden beseitigt und die Prospektpfeifen (sichtbaren Pfeifen) wieder aus einer Zinnlegierung hergestellt.

    Coronabedingt konnte ich nicht in diese Kirche, sodass es eben leider nur Außenaufnahmen gibt.
    Aber die Internetseite der Kremmener Kirche bietet ein paar Innenaufnahmen an, wie zum Beispiel den Klappaltar.

    geschrieben für:

    evangelische Kirche in Kremmen

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    Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Foto vor Ort

    Zentral im Dorf steht die Kirche, so gehört sich das, sagt...
    Direkt davor auf einem Plateau vor dem Haupteingang zu ihr steht das Sommerfelder Denkmal für die im ersten Weltkrieg gefallenen Dorfbewohner.

    Die trapezförmige aus grob beschlagenen Granitsteinquadern bestehende Gedenkstele für die Gefallenen von Kriegen steht an der Westseite des Sommerfelder Kirchenbaus. Sie steht auf einem zweistufigem Sockel. Zwei weitere Stufen liegen oben und sind die Basis für die abschließende krönende Granitkugel.

    An der Westseite der Stele befindet sich eine ordentlich mit Grünspan behaftete Messingtafel. Sie trägt die erhabene Innschrift:

    „Dem im Kampf für das Vaterland
    gefallenen tapferen Helden zum Gedenken
    Die dankbare Gemeinde Sommerfelder
    (30 Namen)



    In der potestantischen Kirche Sommerfelds befinden sich Tafeln, die mit verschiedene Inschriften an in anderen Kriegen Gefallenen Sommerfelder erinnern.


    Die Tafel für die Toten des 1. Weltkrieges in der Kirche trägt diese Inschrift:
    Aus unserer Gemeinde starben den Heldentod fürs Vaterland
    (Namen)
    Gew. vom Kriegerverein.
    Wie ihr zu sterben mußtet für das Vaterland, so wollen wir dafür zu leben wissen: Sei getreu bis in den Tod. Ehre ihrem Andenken.


    Zu Opfern des Zweiten Weltkrieges habe ich an dieser Stelle keine Angaben gefunden.

    geschrieben für:

    Museen in Kremmen

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    Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Foto vor Ort

    Auf dem freien Platz vor dem Haupteingang der Großmutzer Dorfkirche steht neben dem Depot der freiwilligen Feuerwehr und einer Handpumpe für die Wasserversorgung auch ein Denkmal für die im ersten Weltkrieg gefallenen Großmutzer.

    Eine quadratische Fläche wird von Eisenstangen umfriedet, die an 8 steinernen Kegeln mit aufgesetzten Metallspitzen befestigt sind. Sie erinnern an aufrecht stehende etwas überdimensionierte Geschosse.

    Auf einem quadratische Sockel aus grauem Granit erhebt sich die Säule mit 4 schwarzen Marmorplatten in Augenhöhe, die weiße Inschriften tragen. An der Spitze sitzt ein seine Schwingen ausbreitender Adler.

    Inschriften:
    Den Gliedern unserer Gemeinde
    die im Weltkrieg 1914-1918
    für Freiheit und Vaterland
    den Heldentod starben.
    Die Gemeinde
    Gross-Mutz
    (Ehrenkranz.)

    Es starben fürs Vaterland
    in den Jahren 1914 - 15
    (7 Namen)

    Vergiss mein Volk die teuren Toten nicht!
    (Ehrenkranz)
    Sie gaben ihr alles, ihr Leben und Blut,
    sie gaben es hin mit heiligem Blut, für uns.

    Es starben fürs Vaterland
    in den Jahren 1915 – 18
    (8 Namen)



    In der Kirche sind Tafel für die 8 in den napolionischen Freiheits- oder Befreiungskriegen von 1813 - 15 Gefallenen und die 15 im ersten Weltkrieg von 1914 – 18 Gefallenen. Auch hier konnte ich wie vielerorts keine Namen für die im 2. Weltkrieg Gefallenen bzw. Verschollenen finden.



    Auch diese Tafeln sollten uns daran erinnern, dass Krieg doch nur Opfer kennt und nicht wirklich Sieger! Das Denkmal an diesem zentralen Platz wird gepflegt und erfüllt mindestens damit seine nicht nur von mir favorisierte Funktion als Ort zum
    ERINNERN,
    GEDENKEN
    und vor allem
    MAHNEN.

    Auf das immer weniger Mütter um ihre im Krieg gefallenen Söhne, Väter und Söhne um ihre Väter und Söhne, überhaupt Angehörige um ihre Angehörigen als Kriegsopfer trauern müssen.

    geschrieben für:

    Museen in Großmutz Gemeinde Löwenberger Land

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    Userbewertung: 3 von 5 Sternen

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    bestätigt durch Community

    Foto vor Ort

    Eine Runde durch Oberhavel führte mich zum Tongrubenweg nach Zehlendorf. Da wollte ich doch mal schauen, ob es da etwas Interessantes gibt.
    Ja ich habe was gefunden, die historisch bedeutungsvollen etwa 3 Hektar große Zehlendorfer Tongrube oder auch den Zehlendorfer Tonstich. Sie / er liegt etwa 1,5 km weg von der Alten Dorfstraße, zu erreichen über den mich auf die „Suchidee“ bringenden Zehlendorfer Tongrubenweg.

    Dort fand ich eine Stele, die darauf hinwies, dass hier zu unrühmlichen deutschen Zeiten eine Außenstelle des KZ-Sachsenhausens war. Dieser Ort des Martyriums und Todes wird von der Außenwelt aus meiner Sicht eher gar nicht mehr wahr genommen.
    Während ich so die Stele fotografierte wurde ich von einer sehr netten Frau angesprochen, sie erkundigte sich, ob ich etwas suche.
    Natürlich suchte ich nichts, hatte ja gerade etwas Interessantes und wahrscheinlich eher Vergessenes gefunden. Daraufhin begann sie, mir von der Geschichte der Tongrube, der Häftlinge, des Grundstückes und des Gebäudes zu berichten. Als sie mir etwas von einem Bahnsteig sagte, bat ich diesen fotografieren zu dürfen und ich dürfte auf ihr Grundstück. Während sie weiter erzählte fotografierte ich Teile des ehemaligen Bahnsteiges der Bahnlinie. Weiter sind nur noch die Reste des Bahndammes offensichtlich aus dem Abraum der Grube aufgeschüttet in Richtung Westen (ehemaliges zum KZ Sachsenhausen gehörendes Klinkerwerk) zu sehen. Da das Bahnhofsgebäude bzw. SS-Wachgebäude heute Wohnhaus ist, habe ich es nicht fotografiert.
    Die Ahnen der jetzigen Bewohner haben es nach direkt nach dem Krieg bezogen. Damals war die Tongrube noch knapp 25 Meter tief. Heute werden es noch 15 Meter sein.

    Vor Jahren seien 3 ehemalige Häftlinge an den Ort ihres Grauens zurück gekehrt. Sie haben beim Anblick der Anlage wegen der aufkommenden Erinnerungen geweint. Ich kann das verstehen, das war äußerst bewegender Moment für alle Anwesenden, die Erinnerungen, das Leid, die Gefühle und die Schmerzen kam wieder direkt in ihr Bewustsein. Ich mag und kann mir das alles gar nicht vorstellen.

    Anfänglich wurden die Häftlinge mit Lkw bis 1,5 km vor die Grube gefahren, ab da mussten das von allen Häftlingen gefürchtete Strafkommando „Kommando Tongrube“ laufen. 1939 mussten sie dann eine Kleinbahnbauen, deren Loren auch für die Anfahrt zur "Separathölle Tongrube" genutzt wurden. Ein Dampfbagger stand für die Abraumbeseitigung zur Verfügung. Für die Tonförderung gab es zwei Eimerbagger. Nach Kriegsende wurde die komplette Gerätschaft als Reparationszahlung abtransportiert.

    Der berüchtigtste Aufseher war der SS-Kommandoführer der Tongrube Zehlendorf Busse, genannt „der Bademeister“, weil er Häftlinge zwischen den rollenden Loren Strafsport machen ließ oder sie mit gezielten Fußtritten zum Stürzen brachte, sie wurden überrollt, ertranken oder unterkühlten sich derart, dass sie daran starben oder Selbstmord begingen. Hier bekam „Hinter den Zug werfen“ seine inhaltliche Bedeutung her, denn die Loren rollten zurück..........

    In dem unveröffentlichten Manuskript von Joachim Müller: „Befragungen in der Region Tongrube vom April 1990“ steht, dass zum Kommando Tongrube auch Gefangene aus den von der Wehrmacht besetzen Ländern, u.a. Franzosen und Polen gehörten. Vom letzten »Kommando Tongrube« sollen nur 7 Häftlinge überlebt haben.

    In der Veröffentlichung von Joachim Müller steht weiter zur Tongrube Zehlendorf: „In der Voruntersuchung zum zweiten Prozeß »Otto Kaiser« teilte der Zeuge W., der zeitweise Lokomotivführer der Tonbahn war, mit, daß im »Todeskommando Tongrube [ ] täglich insbesondere jüdische Häftlinge sowie Homosexuelle und Bibelforscher zu schwerster Arbeit angetrieben wurden.«10 Der ehemalige Sachsenhausen-Häftling Heinz Heger nennt diese Tongrube »das Auschwitz für die Homosexuellen. “
    Quelle für obrigen Angabe und Zitate:
    - die Stele vor dem umfriedeten Grundstück
    - der Bericht der Bewohnerin und
    - die Internetseite des GedenkstättenForum
    https://www.gedenkstaettenforum.de/nc/aktuelles/einzelansicht/news/das_klinkerwerk_oranienburg-1/



    ABSATZ

    Heute ist die Tongrube fast ein Paradies. Ich durfte auf die ehemalige Insel am Tongrubenweg und die Grube fotografieren. In ein paar Metern Abstand ist ein seltsames Holzgestell im Wasser. Darauf angesprochen sagte sie uns, das ist ein Land-, Rast-und Sturzflugstartplatz für den blauen Diamanten, den Eisvogel. Wenn der dort wohnt, ist die Natur garantiert noch in Ordnung.

    Ich bedankte mich mich für Informationen und die Möglichkeit, das anschauen und fotografieren zu dürfen und machte mich weiter auf den Weg.
    Bei etwas schönerem Wetter werde ich noch versuchen, eine Runde um den Stich zu drehen, natürlich und auch auf Anraten der netten Frau entsprechen in wasserfestem Schuhwerk.

    Übrigens, der Tonstich wird vom DAV bewirtschaftet und Angler fangen u. a. Aale, Hechte, Flussbarsche, Karpfen, Brassen, Rotfedern, Güster, Rotaugen, Schleie, Ukelei und Welse.


    Schlusswort:
    Ich hoffe, mit der Erinnerung an diesen Platz einen Beitrag dafür zu leisten, dass dieser geschichtsträchtige Ort nicht komplett in Vergessenheit gerät und weiter in der Versenkung verschwindet.

    UND, mir ging das alles doch recht nahe,
    es bedrückt mich,
    beim Hören, Recherchieren und Schreiben...

    geschrieben für:

    Museen / Freizeitanlagen in Zehlendorf Kreis Oberhavel Stadt Oranienburg

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    6.

    Ausgeblendete 9 Kommentare anzeigen
    FalkdS Danke lieber Schroeder, mir geht es genauso, aber ich musste es so schreiben, weil schon zu viel vergessen und verdängt wurde, selbst leugnen...

    Nicht ohne Grund habe ich auch einen Absatz im Text gemacht.

    Ich danke dem Team für den schnellen Daumen!
    FalkdS Ich danke euch allen und ihr könnt mir glauben, mir ging es zweimal so, einmal vor Ort und dann beim Recherchieren und Schreiben.
    Sedina Zu der Entdeckung dieser Location mag ich nicht gratulieren, aber danke für den aufrührenden und zurecht begrünten Beitrag!

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    Userbewertung: 3 von 5 Sternen

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    Checkin

    Foto vor Ort

    Die Zehlendorfer Dorfstraße (in dem Oranienburger Zehlendorf!) spaltet sich in zwei Straßen. Eine ist die schmale Rosengasse ein befestigter Weg und die andere Hälfte ist die normale Dorfstraße „Alte Dorfstraße“.

    Auf dieser umschlossene Fläche oder „Insel“, die von zwei Wegen gedrittelt wird, befinden sich von Westen beginnend
    die Kirche mit Friedhof,
    der Dorfplatz,
    die freiwillige Feuerwehr,
    ein paar Wohnhäuser,
    eine große Freifläche mit einem Steinhaufen,
    einer Eiche vor der ein Findling mit der Inschrift „Kaiser-Eiche 22.3.1897“ steht und
    direkt davor das hier für die Bewertung tonangebende Gefallenendenkmal.

    Auf einem umfriedeten Quadrat steht ein aus Granitsteinen gemauerter Pyramidenstumpf. Auf ihm erhebt sich eine ebenfalls aus Granit gemauerte Säule mit quadratischem Grundriss. Sie wird von einem steinernen "Eisernen Kreuz" gekrönt.


    In den Granit graviert wurde die Inschrift

    „Es starben für das Vaterland

    40 Namen (auf die West-, Süd- und Ostseite verteilt)

    Die Toten mahnen –
    Erhaltet den Frieden!“


    An der Nordseite der Säule ist keine Namenstafel. Die Liste und die Daten lassen vermuten, dass es 1917 aus dem Dorf keine Kriegsopfer gab.


    Zu Opfern des Zweiten Weltkrieges gibt das Denkmal keine Auskunft.
    Das muss es aus meiner Sicht nicht tun, weil es als Mahnmal auch so seine Funktion erfüllen wird.
    Denn diese Tafeln erinnern uns trotzdem daran, dass Krieg doch nur Opfer kennt und nicht wirklich Sieger! Das Denkmal an diesem zentralen Platz wird gepflegt und erfüllt mindestens damit seine nicht nur von mir favorisierte Funktion als Ort zum
    ERINNERN,
    GEDENKEN
    und vor allem
    MAHNEN.

    Auf das immer weniger Mütter um ihre im Krieg gefallenen Söhne, Väter und Söhne um ihre Väter und Söhne, überhaupt Angehörige um ihre Angehörigen als Kriegsopfer trauern müssen.

    PS: Es könnte mal eine Reinigung vertragen...

    geschrieben für:

    Museen in Zehlendorf Kreis Oberhavel Stadt Oranienburg

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    Die Mosaik-Grundschule gehört trägerschaftlich zu der JuS, der Jugend und Sozialwerk gGmbH. Diese GmbH ist der Träger von 75 pädagogischen Einrichtungen wie Grundschulen, Gymnasien, Betreutem Wohnen für Erwachsene hier im Land Brandenburg sowie in Sachsen, Berlin und Meck-Pom. Sie haben über 1.350 MitarbeiterInnen und betreuen mit denen über 10.000 Kinder.

    Die Grundschule wurde 2003 gegründet und lehrt nach den Grundsätzen der Philosophie und Pädagogik der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori.
    Der Hauptgrundsatz ist „Hilf mir, es selbst zu tun!“
    Man kann dazu stehen wie man will, es ist ein zugelassener Ansatz in Deutschland. Anderenfalls wäre sie keine Ersatzschule für die Primarstufe mit einer Genehmigung als Ganztagsschule. Da sind ja auch einige Voraussetzungen zu erfüllen.
    Ich kann mir da kein Urteil erlauben, da ich mich zu wenig mit dem „System Montessori“ beschäftigt oder gar auseinandergesetzt habe.

    Die Schule sitzt in einem architektonisch interessanten Bauwerk, einem unter denkmalschutz stehenden Eiermanbau im Zentrum der Stadt Oranienburg. Gebaut wurde es ursprünglich von 1939 bis 1941 als Fabrikanlage „Märkischer Metallbau“ in Oranienburg.
    Wer nun war der Namensgeber?
    Egon Eiermann war ein Architekt. Die Dachkonstruktion des Gebäudes fand ich auch in Apolda, da sitzt die Geschäftsstelle der Internationale Bauausstellung Thüringen GmbH.
    Der Möbeldesigner und Hochschullehrer Egon Eiermann, „komplett“ Egon Fritz Wilhelm Eiermann war ordentlicher Professor an der Architekturfakultät der Technischen Hochschule Karlsruhe.

    Die Internetseite der Grundschule ist sehr interessant und wird nicht nur coronabedingt ständig aktuell gehalten.

    Ich habe zwar keine eigenen Kinder oder Enkel hier, kenne aber einige Eltern, die mir berichteten, dass sie mit dem Konzept der Schule und seiner Umsetzung wie auch dem Engagement des Lehrkörpers sehr zufrieden sind.

    Mir ist im "schülerdurchsetzten" Stadtbild Oranienburgs positiv aufgefallen, dass es hier eine „einheitliche“ Schuloberbekleidung gibt, die eine konfektionsbedingte Anfeindung der Schülerinnen und Schüler untereinander wegen Marken- und Nichtmarkenklamotten gar nicht erst aufkommen lassen kann. Im Angebot Bekleidung für Kinder und Erwachsene sowie für den Lehrkörper. Als Beispiel führe ich mal das T-Shirt für 11,50 Euro, das Polo-Shirt für 19,00 Euro, den Hoodie für 20,50 Euro und Sweatshirt für 18,50 Euro oder Sweatjacke für 34,50 Euro bis hin zum Winterparker für 38,50 Euro an. Farblich findet man sich dann bei grün über orange bis gelb....
    Die Erwachsenenpreise liegen unwesentlich (maximal 4 Euro) drüber.
    Die Personaloberbekleidung hab ich mir nicht angeschaut....

    Ich finde, eine solche Einrichtung darf ohne schlechtes Gewissen empfohlen werden.
    Deshalb gebe ich einmal neutrale 3 Sterne. Vielleicht finden sich ja hier User, die dazu mehr sagen können.

    geschrieben für:

    Grundschule / Allgemeinbildende Schulen in Oranienburg

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    Foto vor Ort

    Ursprünglich stand dieses von Professor Hermann Hosaeus (Eisenach 1875 - Berlin 1958) geschaffene Denk- und Mahnmal für die im Krieg Gefallenen von 1929 bis 1950 auf dem Platz vor dem Schloss in Oranienburg. Es säumte die Friedenseiche. Diese gibt es nicht mehr. Jetzt steht es im Rosengarten 600 Meter weg vom Erststandort. Die 1996 neu gepflanzte Eiche habe ich nicht entdeckt, jedenfalls nicht innerhalb der 4 Teile.

    Über den Standort oder „Aufenthalt“ des Denkmals von 1950 bis 1996 konnte ich nichts in Erfahrung bringen.


    Zum Denkmal
    Die in alle vier Himmelsrichtungen ausgerichteten aufrecht stehenden 5-eckigen Platten mit einem „Spitzdach“ tragen folgende Inschriften:

    1. Tafel
    („Dachdreieck“)
    Die Eiche erinnert an
    die Befreiungskriege
    Das Mal ehrt unsere
    Gefallenen des Weltkrieges
    1914 – 1918

    1. Tafel
    Argonnerwald um Mitternacht
    ein Landwehrmann
    steht auf der Wacht
    am Himmel hoch ein Sternlein stand
    bringt Grüße ihm vom fernen
    Heimatland.

    2. Tafel
    Es schneiet
    keine Rosen es regnet
    keinen Wein
    So kommst Du auch
    nicht wieder
    Herzallerliebster mein

    3. Tafel
    Ich hab mich ergeben
    mit Herz und mit Hand
    dir Land
    voll Lieb und Leben
    mein teures
    Vaterland

    4. Tafel
    Nun schlaf
    mein kleines Kindelein und tu
    die Äuglein zu
    denn Gott der will
    dein Vater sein drum schlaf
    in guter Ruh.


    Am Boden vor der ersten Tafel ist eine Steintafel eingelassen, die folgende „erhabene“ Inschrift trägt:
    "Oranienburger Ehrenmal von Prof. H. Hosaeus, Berlin
    Historischer Standort von 1929 – 1950 Schlossplatz
    Die Friedenseiche von 1818 umschliessend
    Hier als Denk- und Mahnmal 1996 wieder errichtet."



    Namen von Gefallenen oder zivilen Opfern sucht man auf den 4 Tafeln vergebens.

    Eine Reinigung würde ihm aus meiner Sicht gut zu Gesicht stehen.


    Diese Tafeln erinnern uns trotzdem daran, dass Krieg doch nur Opfer kennt und nicht wirklich Sieger! Das Denkmal an diesem zentralen Platz wird gepflegt und erfüllt mindestens damit seine nicht nur von mir favorisierte Funktion als Ort zum
    ERINNERN,
    GEDENKEN
    und vor allem
    MAHNEN.

    Auf das immer weniger Mütter um ihre im Krieg gefallenen Söhne, Väter und Söhne um ihre Väter und Söhne, überhaupt Angehörige um ihre Angehörigen als Kriegsopfer trauern müssen.

    geschrieben für:

    Museen in Oranienburg

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    Foto vor Ort

    So wie wir den Finower Wasserturm als Überbau des Denk- und auch gleichzeitig Mahnmals rein zufällig entdeckten erging es uns erst recht mit den drei Gedenktafeln aus Granit. Sie konnten wir leider nicht aus der Nähe betrachten.
    Vor der mittleren Gedenktafel lag ein Blumengebinde, das ich nur aus der Ferne durch das Gitter fotografieren konnte. Die Namen an den Tafeln sind nicht zu lesen, es ist einfach nur zu ahnen, dass da etwas steht.

    Mir ist auch nicht wirklich klar, warum ich am Totensonntag einen Mann in Bundeswehruniform an dem Denkmal gesehen habe (offensichtlich den Gebindeableger), Volkstrauertag war doch eine Woche früher. Aber gut, dass muss jeder selbst entscheiden.

    Ich habe im Internet keine Informationen zu den Tafeln gefunden, würde sie aber dem ersten Weltkrieg zuordnen. Hier ist also auch noch eine Kriegsopferdenkmal, sehr unscheinbar und versteckt, man könnte glatt vorbei gehen, da es von unten nicht wirklich sichtbar ist. Man kann nur links und rechts ein eisernes Eisernes Kreuz an der Gedenkmauerrückseite (Ziegelmauer) sehen. Die Rückseite der mittleren Tafel konnte ich nicht sehen.


    Diese Tafeln erinnern uns trotzdem daran, dass Krieg doch nur Opfer kennt und nicht wirklich Sieger! Das Denkmal an diesem historischen Platz wird gepflegt und erfüllt mindestens damit seine nicht nur von mir favorisierte Funktion als Ort zum
    ERINNERN,
    GEDENKEN
    und vor allem
    MAHNEN.

    Auf das immer weniger Mütter um ihre im Krieg gefallenen Söhne, Väter und Söhne um ihre Väter und Söhne, überhaupt Angehörige um ihre Angehörigen als Kriegsopfer trauern müssen.

    geschrieben für:

    Museen in Finow Stadt Eberswalde

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