Bewertung von grubmard zu Ehrenhain und deutsches Kriegerdenkmal Freyenstein

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Bewertung zu Ehrenhain und deutsches Kriegerdenkmal Freyenstein

grubmard
Das deutsche Kriegerdenkmal von Freyenstein (100 km nordwestlich von Berlin / 15 km nordwestlich von Wittstock/Dosse) steht außerhalb der einstigen Stadtmauern, wenige Meter vom Wittstocker Tor entfernt.

Das ursprünglich zum Gedenken an die Gefallenen des 1. Weltkriegs errichtete Denkmal hat sich inzwischen zu einer Art Ehrenhain ausgewachsen, der aus 3 Denkmalteilen besteht.

1. Auf einem kleinen Hügel steht das Denkmal für Gefallenen des 1. Weltkriegs. Auf dem viereckigen Stein, der von einer Art kleinen Halle mit Dach und einer Kugel abgeschlossen wird, steht vorn die Widmung „Seinen im Weltkriege gefallenen Söhnen – Das dankbare Feyenstein“.
Darüber sind ein Lorbeer- und ein Eichenzweig sowie ein Eisernes Kreuz zusehen. An den Seiten stehen die Namen der Toten.

2. Nach 1990 hat man vor das 1. Weltkrieg-Denkmal 3 Gedenksteine für die Opfer des 2. Weltkrieges aus Freyenstein und den angrenzenden Orten Neu-Cölln und Buddenhagen aufgestellt. Die Namen sind nach den Kriegsjahren 1939 bis 1945 sortiert. Über 100 Namen sind auf den Steinen vermerkt. Einige Familiennamen tauchen mehrfach auf, ein Zeichen, dass Familien nicht nur einen Gefallenen zu beklagen hatten …
Auf dem rechten Stein sind außerdem noch 9 Namen unter der Inschrift „Durch Gewalt umgekommen 1945-1950“ eingetragen. Vermutlich handelt sich um Menschen, die in sowjetischen Internierungslagern ums Leben kamen.

3. Ganz links im Ehrenhain steht außerdem noch ein Stein, der an die deutsche Wiedervereinigung erinnert „3. Oktober 1990 – Tag der deutschen Einheit“
Warum man diesen Stein neben dem Kriegerdenkmal aufgestellt hat, erschließt sich mir nicht wirklich. Vermutlich war da noch Platz ….

Fazit: Gedenkort.

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