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Bewertungen (40 von 102)

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  1. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    4. von 5 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Eine berufliche Einladung brachte mich hierher - ein Arbeitsessen nach einem langen Tag des Austauschs und der Diskussionen. Als ich hörte, dass wir hier essen würden, erfüllte mich sofort unbändige Vorfreude, denn ich war mindestens 20 Jahre nicht mehr im und am Bethanien, das in meiner Jugend zu meinen bevorzugten Kulturlocations zählte. Inzwischen hat sich hier einiges verändert. Das Gebäude wurde innen und außen offenbar aufwendig restauriert und renoviert. Alles wirkt proper und ziemlich schick. Das Restaurant, das ein bisschen versteckt untergebracht ist, war dennoch schnell gefunden.

    Die Größe und Höhe des Raums, wahrscheinlich der Speisesaal des ehemaligen Krankenhauses, ist imponierend und verleiht dem Restaurant den Charme einer französischen Brasserie. Tische und Stühle sind großzügig aufgestellt. So hockt man nicht aufeinander, allerdings ist es dadurch auch nicht sehr kreuzbergerisch kuschlig. Das Mobiliar ist schlicht, ebenso der geometrisch angehauchte Raumschmuck. Offenbar wird eine gewisse zurückhaltende Eleganz angestrebt.

    Als wir gegen 18:00 Uhr eintrafen, waren nur wenige Tische besetzt. Wir wurden am reservierten Tisch sofort begrüßt und schnell mit Speisekarten ausgestattet. Die Karte ist erfreulich klein und ebenso vielfältig. Vegetarische und vegane Speisen haben hier ebenso ihren Platz wie Biofleisch, z. B. vom Havelländer Apfelschwein. Die bestellten Getränke kamen sofort. Der aufmerksame, freundliche Kellner brachte frisches Brot mit einer wohlschmeckenden Aufstrichvariante, die mir noch nie begegnet war: Rote-Bete-Butter mit Limettensaft?

    Nach angemessener Zeit kamen die Speisen, große Portionen, hübsch angerichtet ... aber lauwarm. Freundlich ausgedrückt. Doch weil wir so hungrig waren und weil das ein Arbeitsessen war und ... und ... und ... wir beließen es dabei. Das Essen war tatsächlich so lecker und gut abgeschmeckt, dass ich mich lieber mit dem Essen als mit dem Meckern beschäftigen wollte. Meine Lammhüfte war von seltener Qualität, sehr zart, auf den Punkt gegart. Die Pfifferlinge und die grünen Bohnen dazu kamen eher unauffällig auf den Teller. Das Majoran-Kartoffelpüree war ein Gedicht und das Sößchen ein Traum. Der Rotwein zum Essen, ein 2016er Malbec, eine Empfehlung des Kellners, entpuppte sich als perfekte Begleitung: harmonische Beerennoten mit sanften Holztönen.

    Kaum hatten wir mit dem Essen begonnen, füllte sich das Restaurant, und von nun an waren kaum noch normale Gespräche möglich. Der Lautstärkepegel stieg von Minute zu Minute, so dass man sich mit Mühe bald nur noch mit dem direkten Nachbarn unterhalten konnte. Die Höhe des Raumes und die karge Möblierung unterstützten den Halleffekt. Mir wurde das bald zu anstrengend, so dass ich mich mit einigen anderen gleich nach dem Essen verabschiedete.

    Fazit: noch mal privat hierhergehen, vielleicht an einem Sonntagabend bei schönem Wetter, wenn der Biergarten voll und der Saal leer ist.

    geschrieben für:

    Catering / Restaurants und Gaststätten in Berlin

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    1.

    Ausgeblendete 31 Kommentare anzeigen
    Schlorrndorf Vielen Dank! Ich hoffe, dass ich jetzt mehr Zeit hab, um über die weitestgehend tollen Orte zu schreiben, die ich in den letzten Monaten (Jahren?) entdeckt habe.
    Nike Den Biergarten würde ich dann auch der Geräuschkulisse wegen bevorzugen und die Lammhuft vor dem Apfelschwein ... ;-)

    Daumenglückwunsch! Ich denke, da geht noch mehr ... ;-)
    FalkdS Nachdem ich die Daumenglückwünsche nicht geschafft habe muss ich mich mit der Gratulation zur Wochenkrone begnügen...
    :-)


  2. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 14 Bewertungen


    Unser Doppelzimmer im zweiten Stock war sehr komfortabel. Für meinen Geschmack gab es etwas viel Gedöns in Form von Dekokram, wie kleinen Kissen und nicht immer praktischen Deckchen, Bändern etc. Die Matratze war super, das Bad zwar klein, aber okay. Es gab einen großen Kleiderschrank und sogar eine Sitzecke, komplett aus einer Art Seegras geflochten, mit einer etwas zerbrechlich wirkenden Sitzbank und zwei kleinen Sesseln sowie einem runden Tisch, auf dem man nur schwer etwas abstellen konnte, weil auch die Oberfläche des Tischs geflochten war und es keine Tischplatte gab. Der ganze Raum war in hellen, freundlichen Farben eingerichtet und wirkte auch durch die Einrichtung ein bisschen mediterraner, als man es in Brandenburg erwarten würde. Unsere Begleitung hatte ein Zimmer im ersten Stock, das nicht ganz so schön war, aber auch gut eingerichtet und sehr sauber. Leider war es eiskalt, aber mit Hilfe eines Heizlüfters, den der Hotelchef brachte, konnte schnell Abhilfe geschaffen werden.

    Zum Frühstück ging es über den alten, sehr schönen Hof in die originelle Remise, wo unter anderem auch einmal ein Kino betrieben wurde. Das Angebot war guter Drei-Sterne-Durchschnitt. Sehr positiv fielen die frischen, knusprigen Brötchen auf. Ich hätte mir zusätzlich ein paar regionale Spezialitäten fürs Frühstücksbüfett gewünscht - das Restaurant im Haus, das von den Söhnen der Hotelbetreiber geführt wird, macht vor, wie es geht.

    Das Hotel liegt sehr zentral in der Innenstadt, direkt am Rathaus. Der Service war gut, das W-Lan schnell. Wir haben uns insgesamt sehr wohl hier gefühlt und werden sicherlich wiederkommen

    geschrieben für:

    Hotels in Jüterbog

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    2.



  3. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Bars und Pubs sind in Berlin-Friedenau eher selten. Ebenso lobenswert wie erstaunlich ist es also, wenn ausgerechnet hier jemand eine Bar eröffnet, und noch dazu eine, die mehr Kieztreffpunkt ist als Schickimicki-Location. So geschah es vor ca. 3 Jahren in der Rembrandtstraße, beinahe direkt neben dem S-Bahnhof Friedenau. Seitdem hat sich das "Meins" in der hiesigen Szene etabliert. Hier kann man abhängen, ein gutes Bier trinken oder einen gepflegten Cocktail, im Sommer gibt es zusätzlich einen originellen Vorgarten, der zum kommunikativen Austausch einlädt. Das ganze Jahr über wird Live-Musik geboten, meistens am Wochenende. Im Lokal steht ein Billardtisch, der sich großer Beliebtheit erfreut, und an den kleinen Tischen sitzt man ebenso gut wie am Tresen, wo man nach alter Väter und Mütter Sitte mit der Nachbarschaft das Weltgeschehen oder zumindest das Neueste aus dem Kiez diskutieren kann. Wenn man will. Denn - typisch für Berliner Kneipen - man kann, aber man muss nicht. Das Publikum ist immer angenehm, nachts ist es eher jung, das Raucherlokal zieht dann vor allem die Kids aus der Umgebung an. Am früheren Abend kommen die Älteren zum Billardspielen oder zum Thekenplausch.
    Hier fühlen sich alle wohl, und ich auch, man kann Musik hören und rauchen, am Bierchen nippen oder am durchaus trinkbaren Wein und abchillen.

    geschrieben für:

    Bars und Lounges / Billard in Berlin

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    3.



  4. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Als ich das erste Mal seit meiner Kindheit mal wieder hier war, eher zufällig als absichtlich an einem Sommertag vor etwa 5 Jahren, dachte ich, ich wäre durch ein Löchlein im Raum-Zeit-Kontinuum ins Berlin der 80er Jahre zurückgeschleudert worden. Da saßen die Stammgäste auf der Terrasse an ihren Stammtischen vorm Bier, quatschten von Tisch zu Tisch miteinander - die ollen Männer, die ollen Weiber, alle jut druff - sie beäugten mich neugierig, aber keineswegs skeptisch, und als die Bedienung zu mir kam, herrschte atemlose Stimmung. Was würde die Neue wohl bestellen?

    Damals nahm ich einen Spezi und aß ein Würstchen oder eine Boulette. Es war jedenfalls nichts mit einem so großen Ausschlag nach oben oder unten auf der Schlorrndorf-Gastro-Skala, dass es eine Erinnerung wert gewesen wäre. Die Gartentische waren sauber, der Gesamteindruck einfach und freundlich. Kein Wunder, denn dies ist eine der letzten übrig gebliebenen urtümlichen Berliner Gartenlokale. Inzwischen wurde umfangreich renoviert. Jetzt ist alles hübsch geworden, manchmal wird auf der Terrasse gegrillt, aber man ist dem Konzept, wenn es denn je eines gab, einer einfachen Berliner Jartenkneipe treu geblieben. Das wissen die Stammgäste zu schätzen. Berlinerisch isset also imma noch.

    Richtig was los ist hier bei Veranstaltungen im Olympiastadion oder in der Waldbühne, denn die Kneipe liegt direkt am S-Bahnhof Pichelsberg, also in der Einflugschneise zu den Großveranstaltungen. Ich finde es allerdings deutlich gemütlicher, hier nachmittags einzukehren. Auf der Terrasse sitzt es sich schön, so zwischen Wald und Stadt. Die Vögel zwitschern, ich trinke meine rote Weiße - und um mich rum: Berlin.

    geschrieben für:

    Kneipen in Berlin

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    4.

    Ausgeblendete 26 Kommentare anzeigen
    Schlorrndorf Gerne - besonders wenn was in der Waldbühne ist, kann man hier ganz toll Päuschen machen. Und vielleicht Schlorrndorf und ihre Eltern treffen ...
    ubier @Schroeder: Immer noch besser als grüne Weiße, oder?
    @Schlorndorf: Idyllisch beschrieben, danke dafür. Hoffentlich bleibt dieses Biotop für die letzten Baliner noch lange erhalten...
    Schlorrndorf @Schroeder, @ubier: grüne Weiße trinke ich ebenfalls sehr gerne. Und das als waschechte Berlinerin in dritter Generation! Unfassbar, oder?
    ubier Auch meine Tochter nennt so was nur verächtlich "Pussy-Bier", aber wem´s schmeckt... (Und unter uns, Schroeder: ohne Zuckerkulör schmeckt Berliner Bier ja eh nicht! Deswegen ist das Tannenzäpfle da ja so trendy.)
    Schlorrndorf Opavati, das ist eine Lieblingskneipe meiner Eltern, da wollen wir doch mal hoffen, dass sie seit dem Sommer nicht geschlossen haben!
    grubmard Grüne Weiße (mit Waldmeistersirup) und Rote Weiße (mit Himbeersirup) sind doch Klassiker. Dann gibts auch noch die Weiße mit Schuß (mit Kirschlikör), gabs ganz früher in DDR-Hauptstadt-Ausflugsgaststätten wie Rübezahl und Müggelseeperle.

    Wers exotisch will, dem sei das Landgasthaus Remonte in Münchehofe empfohlen. Im Sommer gibt es dort Berliner Weiße in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen.
    Schlorrndorf Die Original-Berliner Weiße "mit Strippe" wird/wurde wie die Leipziger Gose mit Kümmellikör getrunken. Gibts heute nirgends. Vielleicht in Münchehofe?
    opavati® Das mit den 5 Jahren hat mich irritiert, dann muss ich da wohl auch mal hin.

    Weiße mit Strippe haben wir bei der qype-Stadt-Nacht in der kleinen Markthalle getrunken. Eichi hatte es bestellt ....
    grubmard Nein. Habe ich ehrlich gesagt auch noch nie gehört. Muß was ganz altberlinisches sein.

    aus www.ziltendorf.com: Berliner Weiße mit Strippe

    ZUTATENLISTE:

    40 ml Kümmelschnaps
    1/2 Ltr. Eiskaltes Weißbier (Berliner Weiße)

    ZUBEREITUNG:

    Den Kümmelschnaps in einen Berliner – Weiße - Kelch schütten und mit Weißbier auffüllen.
    opavati® Leider gibt es ja keine trinkbare Berliner Weiße mehr. Die aus dem Brauhaus am Templiner See muss ja Potsdamer Weiße heißen und die hat auch kalt aus dem Kühlschrank ihre vollen Prozente. Genau 3,0% und nicht nur die Hälfte.
    Sir Thomas Willkomm im 2014, liebe Schlorrndorferin. Schön jeschriem. Bier mit Additive jibtet bei mir aba nich. Dit Zeuch muss von alleene schmeckn. Prost Neujahr (!)


  5. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    2. von 6 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Tempelhof ist bekanntlich nicht der angesagteste Bezirk Berlins, aber es gibt durchaus ein paar Highlights. Eines ist die UFA-Fabrik, wo ich sehr gern zu Gast bin, ein anderes ist die großzügige Auswahl kompetenter Ärzte am Tempelhofer Damm, wo ich nicht ganz so gern zu Gast bin.

    In jedem Fall gilt aber: Vorher oder nachher gehts zu den beiden Brüdern (Ta dio aderfia - heißt "die zwei Brüder") auf den T-Damm, und zwar schon seit mindestens ...zig Jahren. Das Restaurant ist groß, und hier sieht es genau so aus, wie sich Klein-Fritzchen ein griechisches Restaurant vorstellt, nur vielleicht einen Hauch eleganter. Es geht schon am wuchtigen Tresen los, dessen Überdachung von Karyatiden gestützt wird. Zur Erläuterung: Karyatiden (oder Koren) sind diese Mädels, die - meist gehüllt in faltenreiche Gewänder, aber ohne ebensolche Gesichter - gern mal Säulen ersetzen und dabei eine ziemlich gute Figur machen. Und wer hats erfunden? Die Griechen!

    Solcherart eingestimmt begibt man sich in den Gastraum, der vor ein paar Jahren aufs Edelste renoviert wurde, was ihm gutgetan hat. Der Berliner sagt: Hier isset janz jediejen. Die Dekoration ist immer noch offensiv, aber es dominieren Weiß und sanfte Farben. Hier ein Säulchen, da ein Skülptürchen, dazu jede Menge Bilder, eine Gottheit hier, eine Gottheit da und sogar ein paar verhältnismäßig moderne Stadt- und Meeresansichten. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Ethno-Pop, auch nicht, wenn er gediegen daherkommt, aber hier macht mir's nix. Es ist irgendwie tempelhoferisch. Ich fühl mich wohl hier, so wie die vielen anderen Gäste, denn dieses Restaurant ist gut besucht.

    Das liegt sicherlich auch an der Herzlichkeit der Betreiber - und an ihrer Großzügigkeit, denn bisher habe ich immer gleich zur Begrüßung einen Ouzo bekommen, Und das war nicht der letzte. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich sonst niemals Ouzo trinke? Okay, hier tue ich es. Denn für den Blick in die Speisekarte muss man Mut und Kraft tanken. Sie ist sehr umfangreich, was eigentlich für ein Restaurant nicht unbedingt die beste Werbung ist. Aber auch das ist irgendwie tempelhoferisch, es passt zum Laden, und tatsächlich war ich bisher immer glücklich und zufrieden hier.

    Die Vorspeisenplatten sind üppig und schmecken gut. Was da für eine Person auf den Tisch kommt, ist vollkommen ausreichend, um zwei hungrige Menschen zu sättigen. Das Tzatziki ist eher mild, das Taramas schmeckt, wie es sich gehört, nach Fisch und wenig nach Kartoffelpüree, und die kleinen, gefüllten Teigtäschchen sind angenehm gewürzt. Sehr gut sind auch die Suppen, die Hühnersuppe mag ich besonders. Und sie ist, wie kaum anders zu erwarten, ebenfalls großzügig portioniert und mit Reis und Hühnerfleisch als kleine Abendmahlzeit schon ausreichend. Wenn man Vorspeise plus Hauptgang essen möchte, sollte man sich auf was gefasst machen, denn der Tempelhofer scheint gerne sehr viel zu essen, wenn er schon mal ausgeht: Die Hauptgerichte sind sehr mächtig und schmecken gut. Ich mag Moussakas und Pastizio, doch hier esse ich auch oft Kaninchen und Lamm. Alles immer bestens - das Fleisch ist zart und gut gewürzt, die Beilagen, die man sich meist dazu aussuchen kann, sind frisch zubereitet. Ich liebe die halbierten Backkartoffeln aus dem Ofen, und auch der Salat schmeckt. Ein Dessert habe ich noch nie geschafft, denn bisher war ich immer zu gierig. Die Hauptgerichte kosten zwischen 9 und 15 Euro, das ist natürlich unerreicht günstig.

    Hier trinke ich niemals Wein zum Essen, höchstens mal ein kleines Bier. Angesichts der Tatsache, dass ich meistens zwei bis drei Ouzos aufs Haus - Yamas! - bekomme, wäre zusätzlicher Alkohol hier kontraproduktiv.

    Herr Schlorrndorf ist ebenfalls ein großer Fan dieses Restaurants. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass er vor allem deshalb mit mir in die UFA-Fabrik geht, weil das mal wieder eine Gelegenheit ist, bei den beiden Brüdern auf dem T-Damm zu essen. Und das kann ich gut verstehen.

    geschrieben für:

    Griechische Restaurants in Berlin

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    5.

    Nike Liebe Schlorrndorf, das wieder einmal eine Bewertung, die schon am frühen Morgen richtig Appetit macht. Und dazulernen kann man auch noch etwas - ich meine die Karyatiden.
    Herzlichen Glückwunsch auch zur "Bejrünerung"!
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    Schlorrndorf Kleines Geheimnis, das hier preisgegeben werden soll: Im Zustande jugendlicher Verirrung und Verwirrung hat Schlorrndorf mal eine Weile Klassische Archäologie studiert. Ist immer noch ein Hobby!
    vinzenztheis Da darf ich dann auf gar keinen Fall hin. Der verführerischen Beschreibung Schlorndorfs nach zu urteilen, kann man sich da rund und satt futtern. Glückwunsch zum GD.
    Ein golocal Nutzer Ich finde klassische Archäologie weder eine Verirrung noch -verwirrung....
    Besten Dank für diesen Tipp und die Erkenntnis Bier ist kein Alkohol...
    Gruß Schroeder
    Schlorrndorf @Schroeder: Ich danke für die Anerkennung! Tatsächlich habe ich aber nicht geschrieben, dass Bier kein Alkohol wäre. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens ;-)
    Papa Uhu + Theo Da wird sich Schlorrndorf freuen liebste kisto, ab und an wirft sie ja mal 'n Blick, natürlich auch von mir den herzlichsten Glückwunsch - nach 5 Jahren....


  6. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


    Ein richtig gutes Kiezgeschäft, so wie ich es mag: Hier finde ich Glühlampen, Batterien und Elektrozubehör und natürlich Leuchten, Lampen etc. Als Neu-Friedenauer standen wir hier schon während des Umzugs vor dem Ladentisch. Ein Glühbirnchen hier, eine Halogenlampe da, Batterien ... da kommt was zusammen!

    Die richtige Bewährungsprobe bestand das Geschäft allerdings, als ich eine Möglichkeit suchte, eine Kammer zu beleuchten, ohne dafür eine zusätzliche Leitung zu verlegen. Ich wollte eine kleine, pflegeleichte Klemmlampe, die man an einem Deckenbrett befestigen kann und die nicht auf dem Helligkeitsniveau einer Nachttischlampe operiert, sondern ordentlich hell macht. Kein Baumarkt war vor mir sicher - ein bekanntes schwedisches Möbelhaus, die Metro, diverse Einrichtungsläden zwischen ganz billig und ganz teuer... nirgends wurde ich fündig. Irgendwann sprach Herr Schlorrndorf die goldenen Worte: Warum gehen wir nicht einfach mal um die Ecke?

    Tatsächlich: Ich schilderte das Problem, und der Chef hatte sofort die Lösung - eine stabile, ganz einfache Klemmlampe ohne Schirm, in die man eine 60-Watt-Reflektorlampe einsetzen konnte. Die Klemmleuchte war mit ca. 25 Euro etwas teurer als geplant, aber sie tut genau das, was sie soll: Sie beleuchtet die Kammer. Prima!

    geschrieben für:

    Lichtanlagen in Berlin

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    6.



  7. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Anlässlich einer Langen Nacht der Museen - übrigens eine äußerst empfehlenswerte Veranstaltung! - haben wir diesen prima Ort entdeckt, der in der vormals stark angesagten Schöneberger Crellestraße liegt.

    Mittlerweile ist dieser Kiez immer schicker geworden, wie so vieles in Berlin, aber der Charme hat sich glücklicherweise gehalten. So kann man hier schön bummeln, richtig gut essen, und zwar zu Preisen, von denen man in Mitte und Prenzelberg nur noch träumen kann. Und mittendrin liegt dieses winzige Museum, eine Ansammlung merkwürdiger Gegenstände. Gründer, Direktor und einziger fester Mitarbeiter ist Roland Albrecht, ein sympathischer Künstler mit vielseitigen Talenten, der etwas hat, was viele andere nicht haben, nämlich Humor.

    Ein gewisser Sinn fürs Alberne hilft entschieden, wenn man hier ist. Dann kann man mit großem Genuss die etwa fünfundzwanzig Quadratmeter Ausstellungsfläche betrachten, auf denen die meist handlichen Exponate präsentiert werden. - Bitte beachten: Ich habe die Flächenangaben extra ausgeschrieben, damit das Ganze etwas größer wirkt.

    Zu den berühmtesten Ausstellungsstücken gehört der Einschlag eines Gedankenblitzes. Auch das Fell eines mittlerweile ausgestorbenen japanischen Bonsai-Hirsches kann man hier finden. Eines meiner Lieblingsobjekte ist "Der rote Faden, der durchs Leben führt" - eine Entdeckung des Marquis von Maillet, der 1796 verarmt starb. Denn nachdem er diesen Faden bei sich entdeckt, extrahiert und beinahe zerstört hatte, hatte er leider seinen Faden verloren. Ein tragisches Schicksal!

    Glücklicherweise gibt es auch durchaus optimistisch stimmende Geschichten zu den Exponaten, die man ebenfalls auf der Webseite der kleinen Sammlung lesen kann. Ich empfehle allerdings, sich einen persönlichen Eindruck von diesem Museum zu verschaffen, das - wenn man die Größe und die Besucherzahl in Beziehung zueinander setzt - das am besten besuchte Museum Berlins ist. Es hat mittwochs bis freitags von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Und natürlich zur Langen Nacht der Museen!

    Es geht die Mär im Kiez, dass eine nahezu unübersehbare Menge weiterer Fundstücke im Depot lagert. Empfehlenswert ist außerdem der Besuch des Museumsshops und des Museumscafés, das sich aus Platzgründen auf der anderen Straßenseite befindet und per declarationem zum Museumscafé wurde, weil - so der Direktor Roland Albrecht - ja jedes Museum heute ein Café und einen Shop braucht.

    Kleiner Tipp für Berlingäste: Vorher oder nachher kann man prima durch den Akazienkiez bummeln.

    geschrieben für:

    Museen in Berlin

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    7.

    Nike Danke Schlorrndorf, besser hätte man dieses Museum kaum beschreiben können! Ich hatte schon längst einmal vor es zu besuchen und hoffe,anlässlich der kommenden Langen Nacht der Museen in zwei Wochen Gelegenheit dazu zu haben. Es kommt sicherlich meiner Neigung zu Albernheit entgegen ... ;-)

    Ich rufe nach dem Grünen Daumen!!!
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    Schlorrndorf Vielen Dank - und @Nike: Wenn Du zur Langen Nacht gehst, meld Dich einfach per Nachricht. Vielleicht können wir uns treffen?


  8. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 12 Bewertungen


    Ich denke, man kann Stammgast in einem Haus sein, auch wenn man nur alle paar Jahre mal vorbeikommt. Denn so gehts mir mit dem Hotel am Seetor.

    Dieses hübsche kleine Hotel habe ich mal entdeckt, als ich vor mindestens 10 Jahren mit einer Freundin im Umland unterwegs war. Das Städtchen Angermünde fand ich toll, und das Hotel wirkte so freundlich und gemütlich, dass ich die nächste Gelegenheit beim Schopfe packte, um hier mit dem aufmerksamsten Ehemann aller Zeiten ein feines Wochenende zu verbringen. Wir wohnten preiswert und angenehm in einem hübschen Zimmer und hatten zum Abendessen hier eine wunderbare Fischplatte, die uns beiden in außergewöhnlich guter Erinnerung blieb. Abgesehen davon umkurvten wir den Mündesee und strolchten durch Angermünde - eine zauberhafte, kleine Stadt, deren mittelalterlicher Stadtkern erhalten geblieben ist. Angermünde ist nämlich die friedlichste Stadt der Welt, denn immer wenn ein Krieg vorbeikam, saß der jeweilige Bürgermeister auf der Stadtmauer und schwenkte eine weiße Fahne. Daran kann man erkennen, dass die Angermünder zu den klügeren Menschen gehören. Immerhin ist der bekannteste Angermünder der Schriftsteller Ehm Welk, dem wir beispielsweise das schöne und lustige Buch DIE HEIDEN VON KUMMEROW verdanken.

    Bald darauf kamen wir mal im Winter vorbei, zu einem kleinen Sonntagsausflug im Schnee und natürlich mit Mittagessen im Hotel am Seetor. Und es war wieder ein reines Vergnügen. Das Restaurant präsentierte sich hell, freundlich und gut beheizt. Die junge Servicekraft war aufmerksam und lustig, und die Speisekarte bot viel regionale Küche zu gästefreundlich kalkulierten Preisen. Als Hauptgang hatte ich einen sehr guten, saftigen Wels mit Meerrettichsoße auf einem außerordentlich gelungenen Gemüsebett. Köstlich! Der Göttergatte gönnte sich Lachsforellenfilet mit Honig-Senf-Soße.

    Und wir ließen nicht locker, denn als nächstes stand ein Familienwochenende auf dem Programm. Hinterher waren wir alle hoch zufrieden, auch mit dem Hotel: Die Zimmer sind in hellen Farben hübsch eingerichtet, die Betten sind gut, die Bäder recht großzügig. Alles passt zusammen und atmet einen angenehm frischen ländlichen Charme, nix ist überkandidelt. Dies ist eben ein richtig nettes, kleines Hotel ohne großen Schnickschnack. Für 65,00 Euro pro Doppelzimmer (!) gab es ein Frühstücksbüffet mit sehr gutem Kaffee und den üblichen Zutaten. Dazu wieder der überaus aufmerksame und fröhliche Service - alles prima. Die Lage des Hotels ist bestechend: nur ein paar Meter bis zum schön restaurierten und witzig dekorierten Marktplatz oder auf der anderen Seite zur Uferpromenade des Mündesees.

    Ach ja: Die Fischplatte war wieder ausgezeichnet!

    geschrieben für:

    Hotels in Angermünde

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    8.



  9. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    13. von 19 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Zwei Ex-Kreuzberger und Neu-Friedenauer beim ersten gemeinsamen Schloßstraßenbummel, da darf die Currywurst nicht fehlen! Curry 36 hatte ja über 25 Jahre gewisse Maßstäbe gesetzt - mal sehen, was die Konkurrenz so treibt!

    Der erste Eindruck: lotterleer am Freitagnachmittag. Nur zwei Kunden vor uns. Ha! Sowas hätte es bei C36 nie gegeben. Dort stehen sich inzwischen von Mittwochabend durchgängig bis Sonntagmittag die Touristenhorden die Beine in den Bauch. Gar lustig war es, ihnen beim Currywurstessen zuzukucken, und wenn sie sich gegenseitig fotografierten oder die Mami anriefen: "Jo mei, i bin jetzt do bei Cörrie sechsunddreißig, maanst, sull i glei amol noch an Ketschap für dahoam mitbringen?" Oder so ähnlich.

    Hier in Steglitz steht man vor einem blitzblank geputzten Container, in dem zwei Frauen (ausdrücklich Frauen, keine Damen!) werkeln. Die unsrige war offenbar leicht missgestimmt. Sie grummelte vor sich hin, verhörte sich dann auch prompt bei der Bestellung und warf mir einen muffligen Blick zu, als hätte ich mir gerade eben erst ausgedacht, die Boulette doch lieber mit Senf zu bestellen. Aber sie packte das ketchupverunreinigte Boulettchen anstandslos dorthin, wo schon eine andere Fehlbestellung stand (aha!) und war dann sehr zuvorkommend, was die mögliche Scharfausstattung der selbstverständlich ungedärmten Currywurst betraf.

    Und diese Currywurst, meine Damen und Herren Feinschmecker, Nichtkostverächter und Vielfraße, war ein Gedicht! Wunderbar im Geschmack und in der Konsistenz, außen leicht knusprig in frischem (!) Öl genau richtig gebraten. Der Ketchup - ein Traum: tomatenfruchtig, leicht süßlich mit dezenter Schärfe. Die ordnungsgemäße Versorgung mit scharfen Gewürzen und Chilikörnern gelang ebenfalls beim ersten Versuch. Mit 1,65 pro Wurst war sie etwas teurer als C36, aber jeden Cent wert. Der Jubel der beiden Ex-Kreuzberger und Neu-Friedenauer kannte keine Grenzen. So sind wir nun auch fastfoodmäßig endlich im Süden angekommen.

    Warum aber dann nur 4 Sterne? Ganz einfach: Die Boulette war grauenhaft. Einfach nicht essen. Bitte! Also Boulette weglassen und stattdessen die Currywurst essen - die mit Darm probier ich beim nächsten Mal. Natürlich nur zu Recherchezwecken und damit ich auf golocal was zu schreiben hab ;-)

    geschrieben für:

    Imbiss in Berlin

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    9.

    Nike Einfach klasse be - und geschrieben, Schlorrndorf. Der Beitrag ist ein Fall für den Grünen Daumen Award !
    Ausgeblendete 12 Kommentare anzeigen
    Schlorrndorf @Turdus: Du bist jedenfalls herzlich willkommen, ganz egal, ob hier im Dorfkiez (Kiezdorf?) oder in der tobenden Mitte. Ich mach gern ne kleine Führung!
    Nike Und schwupp ist er da ... der GD ... ich gratuliere auch. Er ist so was von verdient ... immer wenn ich eine Bewertung von Schlorrndorf lese habe ich das Gefühl "da musst du sofort hin!" :-))
    Sir Thomas Ham'S an Ketschap do herinnen? Sehr vergnüglich geschrieben, Vaehrteste. Das like des Currywurstpapstes ist in diesem Falle übrigens mindestens soviel wert wie der Daumen. Weitamachn ! :-))
    opavati® Schade, dass hier wieder mal eine Dublette produziert wurde. Den Platz gab es schon, mit 11 Bewertungen


  10. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Hier tobt das Leben (... soweit das in Friedenau möglich ist!)

    Wenn man in Friedenau ausgehen möchte, einen Abend angenehm beschließen will oder vorm Schlafengehen ein Nightcap braucht, dann ist man in der Offen Bar goldrichtig. Wir waren zu viert hier - nach einem guten Essen wollten wir einfach noch gemeinsam was trinken, und irgendwer kam auf die Idee: Man könnte ja mal wieder einen Cocktail schlürfen! Also, nix wie rein, und siehe da: Am Freitagabend gegen 22:30 Uhr konnten wir auch gerade noch vier Plätze finden.

    Die kleine Bar wirkt gemütlich, es gibt viele unterschiedliche Sitzmöglichkeiten, mit und ohne Barhocker, so dass sich viele Singles, Pärchen und kleinere Gruppen hier einfinden und offenbar ganz wohl fühlen. Auch wenn der Laden voll ist, kann man sich unterhalten, denn die Musik war zu dieser Stunde zwar laut, aber nicht kommunikationsfeindlich.

    Der Service kam sofort an unseren Tisch geeilt und entpuppte sich generell als fix und freundlich. Das Publikum war so gemischt, dass wir uns auch als Gäste jenseits der 40 willkommen fühlten. Die Cocktails waren riesig und preislich okay. Mein Planter's Punch hätte gut für vier durstige Bauarbeiter gereicht - naja, das ist jetzt vielleicht eine Spur übertrieben ... aber ich empfand es als sehr preisgünstig, dass dieser Eimer mit viel Stoff nur 8 Euro gekostet hat. Auch der Wein war für eine Bar erstaunlich günstig mit Preisen um die 4 Euro (0,2).

    Da dies eine Raucherbar ist, sollte man sich darauf gefasst machen, dass geraucht wird. Daher erübrigt sich auch die Diskussion darüber, ob und warum das schlecht und/oder ungesund ist. Wer das nicht abkann, bleibt am besten draußen. Als Ex-Raucherin macht es mir glücklicherweise nix aus, mit Rauchern zusammen zu sein oder mal ein paar Stunden im Qualm zu verbringen. Irgendwie fühlte ich mich hier wie in einer anderen Zeit ... als es ganz normal war, dass Menschen in Kneipen, Restaurants, in der U-Bahn und sogar oben in den Doppeldeckerbussen! geraucht haben und dies auch ohne schlechtes Gewissen, ohne Rumgewedel, unnatürliche Sitzhaltung, verschämtes Vordietürlatschen und Rechtfertigungen genießen konnten. Das waren noch Zeiten!

    Das einzige, was ich hier ein bisschen vermisst habe, ist ein gewisser Charme, der USP, also das Alleinstellungsmerkmal, irgendwas Besonderes, das diese Bar von anderen unterscheidet. Und das ist der einzige Grund, warum ich nicht die volle Sternenpracht vergeben kann. Aber vielleicht entdecke ich das ja beim nächsten Mal!

    geschrieben für:

    Bars und Lounges in Berlin

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    10.

    Ausgeblendete 7 Kommentare anzeigen
    Meinidol Da würde es mir bestimmt auch gefallen. Durch die Bewertung kann ich mit das gut vorstellen. Gratulation.
    Falls du mal in Chemnitz bist, geh in die Bar Maroon, wird dir sicher auch gefallen. :)

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