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Bewertungen (1315 von 1316)

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  1. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    48. von 48 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Es gibt im „www“ sicher hunderte Bewertungsportale: regionale, überregionale, Globalplayer, große, kleine, branchenspezifische …
    Eines haben sie alle gemeinsam: es wird das perfekte Portal, über das es nichts zu meckern gibt, nicht geben.

    Yelp ist eines der überregionalen Portale, dass Bewertungen von Locations in mehreren Staaten Europas, Asien, Australien-Ozeaniens, Nord-, Mittel- und Südamerikas in den dort gesprochenen Sprachen zulässt. Leider ist die Auswahl der Länder begrenzt.

    Die Anmeldung bei Yelp ist recht problemlos. Will man als Bewerter allerdings zur jährlichen Ernennung als „Elite“ (eine Art elitärer Club für User, die besonders gut und besonders viel schreiben) zugelassen werden, fordert Yelp ein Foto des Users – aber gut, kann man auch irgend eins nehmen – man muss ja keinen Ausweis bei der Anmeldung vorlegen. Als Username wird der Klarname genutzt, wobei Yelp den Nachnamen auf den ersten Buchstaben verkürzt. Dazu gibt es noch die Möglichkeit, dem Usernamen einen Zusatznamen/Nicknamen anzufügen.

    Will man einem anderen User folgen, kann man diesem eine Freundschaftsanfrage stellen, oder man wird selbst gefragt, ob man mit einem anderen User befreundet sein will. Über die Annahme der Anfrage entscheidet der Angefragte selbst. Man kann User aber auch wieder entfreunden.
    Die Zahl der Freunde ist auf 5.000 begrenzt.

    Zur Bewertung kann man versuchen, die entsprechende Location in der Datenbank zu suchen, was nicht immer ganz einfach ist. Manche angelegte Locations sind bei der Suche nicht zu finden, da sie einfach nicht angezeigt werden. Andere tauchen doppelt und dreifach auf. Das ist der Vielsprachigkeit geschuldet. Bei einer Location mit Namenszusatz wie Burg oder Schloss z.B. kann es passieren, dass die Location mehrfach in den jeweiligen Bewertungssprachen angelegt wurde.

    Legt man eine Location neu an, muss man beachten, dass Yelp nur eine bestimmte Zeichenzahl beim Namen zulässt.
    Nach der Veröffentlichung werden die Locationdaten nicht immer korrekt dargestellt. Das dann ändern zu lassen, habe ich schon aufgegeben, da die Erfolgsrate auf korrekte Datenänderung gering ist.
    Ebenfalls sehr nachteilig empfinde ich, dass geschlossene Locations nicht gelöscht werden sondern als Datenmüll ewig und drei Tage erhalten bleiben. Wen interessiert ein vor Jahren geschlossenes Autohaus mit seinen Bewertungen. Mich jedenfalls nicht die Bohne.

    Die Bewertungen selbst können bis zu 5.000 Zeichen lang sein. Liegt man darüber, wird die Bewertung nicht angenommen.
    Ob die Bewertung überhaupt öffentlich zu sehen ist, entscheidet Yelp. Auf Nachfrage von mir schrieb mir das Yelp-Team, dass bei Yelp ein Algorithmus darüber entscheidet, was öffentlich für alle sichtbar ist und was nicht. Eine Maschine entscheidet also darüber, was die Menschen lesen können und was nicht – ganz großer Mist in meinen Augen.
    Weg ist die Bewertung bei Ablehnung durch die Maschine allerdings nicht. Sie ist aber dann nur auf der persönlichen Seite des Bewerter zu sehen.
    Zu Locations kann man beliebig viele Bilder hochladen.

    Das Feedback zu Bewertungen finde ich persönlich gemessen an Größe und Reichweite von Yelp eher mickrig und dürftig. Aber gut, einen Otto-Normalverbrauche in Las Vegas wird eine Bäckerei-Bewertung in Sachsen oder Polen vermutlich genauso wenig interessieren wie mich eine Tankstellenbewertung in Alaska interessiert.
    Mitlesende User können den Bewertungen ein „Hilfreich“ und/oder „Cool“ und/oder „Lustig“ mittels entsprechender Buttons geben. Wer da wie geliked hat, sieht man aber nicht.

    Es gibt bei Yelp auch ein Forum und einen Blog, zu dem ich aber nichts sagen sagen, da mir da die Erfahrung fehlt – ich nutze beides nicht.
    Auch frei von technischen Fehlern ist das Portal nicht. Erst vor kurzem konnte ich tagelang keine Bilder hochladen. Eine Mitteilung ans Team wurde zwar umgehend als Eingang vom Automaten bestätigt. Bis eine Antwort kam, war der Fehler allerdings längst wieder behoben.

    Die Kommentarfunktion unter Bewertungen nennt sich bei Yelp „Kompliment“, dass man annehmen kann – oder auch nicht. Wie auch bei anderen Bewertungsportalen muss man sich allerdings darüber bewusst sein, dass diese Komplimente von Jedem mitgelesen werden können. Dazu muss man nicht mal angemeldeter Yelp-User sein.
    Daher sollte man sich bei den Komplimenten auf Äußerungen zur Bewertung beschränken.
    Für Persönliches sollte man die Funktion „Nachrichten“ nutzen.

    Fazit: Yelp ist eines von vielen Bewertungsportalen mit all den Stärken und Schwächen dieser Portale.
    Besonders negativ finde ich, dass eine Maschine darüber entscheidet, was gezeigt wird und was nicht, sowie die unzureichende Korrektur von Datenänderungen und die Mehrfachanlagen von Locations.

    Ich werde Yelp weiter begrenzt für die möglichen Auslandsbewertungen nutzen. Für Deutschland werde ich auf unabsehbare Zeit keine Bewertungen mehr schreiben, da durch die Kooperation von Yelp und Golocal Bewertungen bei Yelp auch bei Golocal angezeigt werden. Zwei fast identische Bewertungen von mir unter einer Location brauche ich nicht und die Welt auch nicht.

    geschrieben für:

    Internet in Hamburg

    Neu hinzugefügte Fotos
    1.

    Ausgeblendete 13 Kommentare anzeigen
    Felixel^ .@ubier- ich nicht fühle mich da sehr wohl. Auf Gnade und Ungnade bin ich keinen dort ausgeliefert.
    vinzenztheis Da bin ich dabei, habe ja vor Jahren selbst schon meinen Senf zu Yelp und insbesondere zu seinem Umgang mit Usern und Locations sowie zur Übernahme von Qype abgegeben. Für mich ist diese Portal inzwischen völlig uninteressant geworden. Es gibt genügend andere Informationsquellen, die sich seriöser verhalten.
    Auch hier bei golocal bin ich mit einigem nicht zufrieden (insbesondere die Fakebewertungen sind sehr störend ), aber wenn man genau hinsieht lässt sich das erkennen. Auch die Streitereien im Forum oder manchmal auch bei den Kommentaren zu Bewertungen sind nervig. Aber zumindest wird nicht aus finanziellen Gründen getrickst.
    Felixel^ ist aber so, jeder entscheidet halt doch für sich allein. Und unstimmige Bewertungen sind ein recht zweischneidiges Schwert. Überprüfst Du jede auf ihren Wahrheitsgehalt? Wer dazu Lust hat, sage ich nur - tüchtig ,tüchtig.
    opavati® Viele waren ja sehr aktiv bei Qype, das der Herr Uhrenbacher dan an Yelp verkauft hat. Qype war eine freche deutsche Kopie von Yelp und sollte Geld bringen …
    eknarf49 Danke für den überzeugenden Bericht. Mir reichen schon oft die bei Golocal auftauchenden Bewertungen, die von Yelp stammen.
    grubmard Und das sind nur die vom Yelp-Maschinen-Algorithmus freigegebenen. Golocal und seine Bewertungen gehören z.B. nicht dazu. Die hat das Yelp-System gesperrt (zwar öffentlich zugänglich, aber nur auf den persönlichen Seiten der Bewerter zu sehen)
    Felixel^ Warum sagen nicht auch User die bei yelp schon viele Jahre vertreten sind, yelp kennen, gute Einstellungen haben ihre Meinung. Davon gibt es hier auch mehr wie genug. Mancher "Kram" der hier Jahre steht, warum wird der nicht gelöscht.
    Das sollte auch etwas realer gesehen werden. Glorienschein, kann ich da nur sagen
    Und die vielen so "sinnvollen" Bewertungen, immer das gleiche, die Hauptsache es werden 10. Lesen muss man die nicht, alles ein Abwasch!
    vinzenztheis @opavati®,
    da kann ich Dir nicht ganz folgen, Qype war keine freche deutsche Kopie von Yelp sondern um Klassen besser. Es hat mich schon traurig gemacht, dass Herr Uhrenbacher dieses vorzüglich aufgestellte Portal für reichlich Kohle an Yelp verkauft hat.

    Zu einzelnen mir bekannten, in meinen Augen sehr unsauberen und unseriösen Verfahren bei Yelp gegenüber bewerteten Locations will ich mich hier nicht äußern. Sowas hat es bei Qype nicht gegeben.

    Im Übrigen hate man zuletzt vor der Übernahme durch Yelp die Möglichkeit Locations weltweit zu bewerten und Fotos einfach im Text zu platzieren
    Felixel^ Diese Vergleiche "hinken", es war einmal. Berichtet kann doch eigentlich nur werden, was jetzt ist. Wie viele hatten gar nicht die Zeit und Gelegenheit, sich auf Portalen zu tummeln. Mich interessiert , wie die Abläufe und das Miteinander jetzt ist und nicht vor Jahren. Und auch da kann ich nur von einem Jahr berichten. Und da hat es mir ohne Querelen dort gut gefallen. Auch mit Bild, denn das ist gleichgültig für mich. Jeder sieht halt nicht wie die eigene Großmutter aus. Manche Bewertungen , wie sie bei Golo auftauchen werden da gar nicht angenommen. ( Prima - Super -sehr schön -. ^) UND DER UMGANG MITEINANDER - der macht es.
    vinzenztheis @Felixel^,
    ich will mich hier nicht streiten, aber meines Wissens haben sich die Methoden von Yelp gegenüber den Locations nicht geändert. Vieles ist sehr zweifelhaft.
    Felixel^ ...die Erfahrung habe ICH nicht machen müssen. Der Umgangston ist für meine Begriffe angenehm. Kontakt zu anderen Usern habe ich ebenfalls. Und in einer angenehmen Form. Nicht wie hier auf Golo, wie ich es seit 2017 kennengelernt habe. Darum kann es eigentlich kein Streiten geben. Und dann der Hinweis, dann hau doch ab, kann auch nicht richtig sein. Jeder muss seine Entscheidungen treffen. Die haben oft auch einen Hintergrund. Und den muss ich nicht klarlegen.
    Jedenfalls die Anfeindungen wie hier, habe ich bei yelp bisher nicht erleben müssen.
    vinzenztheis Meine, bzw die negativen Erfahrungen einiger meiner Freunde haben nichts mit dem Forum zu tun, sondern beruhen darauf wie Yelp mit Geschäftsinhabern umgeht die nicht so funktionieren wie es Yelp es sich wünscht. Auf Einzelheiten möchte ich hier aus rechtlichen Gründen nicht eingehen.
    Felixel^ Damit habe ich mich noch nie befasst. Wir haben unsere eigenen Probleme. Die Portale sollten eine Entspannung sein. Bewertungen hier wurden noch nie abgelehnt. Jeden interessiert nicht alles. Das ist so. Und Geschäftsbedingungen können wir nicht ändern. So, wie es hier abläuft, ich finde es in Ordnung. Wie es andere sehen, ist mir eigentlich gleichgültig.


  2. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Seit der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts hat Müllrose (Land Brandenburg / ca. 50 km südöstlich von Berlin und 10 km südwestlich von Frankfurt/Oder) das Stadtrecht.
    Es gibt in der Stadt einige Denkmäler. Eines ist das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs auf der Seepromenade des Großen Müllroser See’s.
    Von der Stadt mit damals ca. 2.500 Einwohnern forderte der 1. Weltkrieg einen entsprechend hohen Blutzoll. Ich habe zwar die Namen am Denkmal nicht gezählt, aber es sind Dutzende.

    Errichtet wurde das aus Ziegelsteinen und mit behauenen Feldsteinen verkleidete, so um die 4 m hohe Denkmal im Heimatschutzstil 1924 auf der Seepromenade an der Nordspitze des Großen Müllroser See’s. Es steht auf einem dreistufigen Sockel.
    An der westlichen, östlichen und südlichen Seitenfläche sind große steinerne Tafeln eingelassen, die nach Kriegsjahren sortiert, die Namen der Gefallenen mit Dienstgrad und Todesdatum tragen.
    Die südliche Tafel für die Jahre 1916 und 1917 hat zusätzlich als Schmuckelement einen Lorbeerkranz mit Dolch sowie 2 Eichenlaubzweige.
    Zusätzlich sind auf der östlichen Seitenfläche neben den Toten von 1918 noch 2 im Jahr 1919 vermutlich an ihren Verwundungen Gestorbene sowie 8 Vermisste aus den Jahren 1914-1918 aufgeführt.

    Die nördliche Tafel zur Straße hin trägt unter einem deutschen Stahlhelm die Widmung:
    „Die Stadt Müllrose in Dankbarkeit ihren im Weltkrieg 1914 – 1918 gefallenen Söhnen“.
    Ob vor allem diese Tafel ein Original oder eine Replik aus der Nachwendezeiten ist, war bisher nicht zu ergründen. Es könnte sein, dass vor allem die Widmungstafel ein Opfer der kommunistischen Bilderstürmerei nach 1945 geworden war. Aber auch das ist bloß eine Vermutlung.

    Über der Tafel ist ein Stein mit der Jahreszahl „1924“ für das Errichtungsjahr des Denkmals eingelassen.
    Alle Tafeln sind aus hellem Stein, die Schrift ist mit dunkelroter Farbe unterlegt.
    Abgeschlossen wird das Denkmal durch ein großes Eisernes Kreuz, das an den Seiten je ein Eichenblatt trägt.

    Nach 1990 wurde das Denkmal restauriert/saniert. Das Umfeld mit der gepflegten und gärtnerisch schön gestalteten Promenade am Seeufer ist ein schönes Fleckchen Erde in Müllrose – und ein würdiger Gedenkort für die vielen sinnlos Gefallenen.

    geschrieben für:

    Freizeitanlagen / Denkmalbehörde in Müllrose

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    2.

    Puppenmama Danke für den interessanten Bericht und die schönen Fotos.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.


  3. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Der Brunnen steht im 1843 angelegten Invalidenpark, einem Stadtpark im Stadtbezirk Berlin-Mitte. Benannt ist der Park nach dem benachbarten „Invalidenhaus“ für kriegsversehrte Angehörige der preußischen Armee. Das 1748 von Friedrich II. v. Preußen (1712-1786 / König seit 1740) gegründete Haus bestand bis 1938.

    Ursprünglich war der Park nach Norden hin größer und reichte bis zum Invalidenfriedhof. Im Park befanden sich die 1854 aufgestellte Invalidensäule für die in den Revolutionskämpfen 1848/49 und in der Schleswig-Holsteinischen Erhebung (auch 1. Deutsch-Dänischer Krieg von 1859-1851 genannt) gefallenen Soldaten sowie die 1891-1895 erbaute Gnadenkirche.
    Die Kirche war der Ehefrau von Wilhelm I. (1791-1888 / seit 1861 König v. Preußen und seit 1871 Deutscher Kaiser), Prinzessin Augusta v. Sachsen-Weimar-Eisenach (1811-1890) gewidmet und trug auch die Bezeichnung „Invalidenkirche“ und „ Kaiserin-Augusta-Gedächntniskirche“.

    Im 2. Weltkrieg wurden Park und Gnadenkirche beschädigt. Die Verantwortlichen in der DDR hatten an der Wiederherstellung von soviel preußisch-militärischem und royalem Gedenken keinerlei Interesse, zumal der Park in unmittelbarer Nähe zur Grenze nach West-Berlin lag. Das Denkmal wurde beseitigt und die Ruine der Gnadenkirche 1963 gesprengt.
    Die nördlichen 2/3 des Parks wurden später überbaut.

    Erst nach der Wiedervereinigung und dem Einzug von Bundesbehörden in die angrenzenden Gebäude änderte sich das Bild. Von 1992 bis 1998 wurde der verbliebene Teil des Parks, der von Invalidenstraße, Schwarzer Weg und Scharnhorststraße sowie der Neubebauung im Norden begrenzt wird, von dem französische Landschaftsarchitekten Christophe Girot (*1957) neu gestaltet.

    Im Norden gibt es eine größere Baumgruppe sowie Kinderspielplätze. Den größten Teil des heutigen Parks nimmt die am 3.10.1997 eingeweihte begehbare Brunnenanlage „Versinkende Mauer“ ein.
    Sie steht dort wo sich bis 1963 die Gnadenkirche befand.

    Girot schlug mit dem Brunnen zwei Fliegen mit einer Klappe: Er erinnert an die gesprengte Kirche und an den Fall der Mauer 1989, die hier keine 300m entfernt verlief und die den Ost-Berliner Stadtbezirk Mitte vom West-Berliner Stadtteil Moabit im damaligen Stadtbezirk Tiergarten trennte. 1989 befand sich nach der Maueröffnung in der Invalidenstraße gegenüber vom Park eine provisorische Grenzübergangstelle der DDR nach West-Berlin. Die DDR versuchte sich damit noch einen Hauch von Souveränität zu geben. Später wurden die Grenzanlagen abgebaut und nichts außer dem Brunnen erinnert hier heute mehr an die Grenze. Der Ost-Berliner Stadtbezirk Mitte wurde 2001 mit den West-Berliner Stadtbezirken Wedding und Tiergarten zum Stadtbezirk Berlin-Mitte vereinigt.

    Die Brunnenanlage besteht aus einem großen, sehr flachen Bassin auf dem Standort der Gnadenkirche.
    Das 50x62m große Bassin ist kleinsteingepflastert, der begehbare Rand ist aus Granitplatten.
    In der Mitte des Bassin erhebt sich eine an den Seiten dreieckige mit Granitplatten verkleidete 7m hohe und nicht mal 2 m breite Betonmauer.
    Sie soll als „versinkende Mauer“ den Fall der Berliner Mauer im November 1989 symbolisieren, könnte aber genauso gut ein Denkmal für den Untergang der „Titanic“ oder einen sonstigen Schiffsuntergang sein.

    Die südliche mit Schiefer verkleidete Schmalfront ist als Wasserfall gestaltet, der mal mehr, mal weniger intensiv sprudelt.
    Von Norden her ist die Mauer über eine moderat ansteigende Rampe aus Metallgitterrosten begehbar. Unter den Gitterrosten kann man das aufsteigende Wasser teils sehen, auf jeden Fall aber hören. Die breiten steinernen „Handläufe“ rechts und links des Aufstiegs sind als Wassertreppen gestaltet.
    In dem grabenartigen Zugang zur Mauer sind ein paar Ziegelsteine vom Fundament der Gnadenkirche integriert und zu sehen.
    Vom Denkmal hat man einen guten Überblick über den heutigen Park. Wegen der hoch-frequentierten Invalidenstraße ist der Invalidenpark, vor allem im vorderen südlichen Teil, nicht gerade ein Hort der Ruhe.
    Und leider haben Schmierfinken auch wieder ihre hässliche Spuren an der Brunnenanlage hinterlassen.

    Fazit Brunnen: Wirklich schön ist was anderes, aber von hoher Symbolik – und ich habe schon schlimmere moderne Brunnenanlagen gesehen ...

    geschrieben für:

    Freizeitanlagen in Berlin

    Neu hinzugefügte Fotos
    3.

    grubmard Wozu müssen eigentlich wieder Millionen für die umstrittene Einheitswippe am Humboldt-Forum ausgegeben werden?
    Mit der Brunnenanlage gibt es doch schon ein Denkmal an Mauerfall und Wiedervereinigung!
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  4. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Zwar wurde der Ort Friedersdorf (Land Brandenburg / 50 km östlich von Berlin, 3 km südöstlich von Seelow) erst 1323 erstmals urkundlich erwähnt, aber vermutlich wurde er bereits im 13. Jahrhundert gegründet.

    Aus dem 13. Jahrhundert stammen jedenfalls die ältesten Teile der Dorfkirche, die in Sichtweite des Schlosses Friedersdorf stand. Das Schloss, dass die Schlacht um die Seelower Höhen (16. - 19.4.1945) erstaunlicher Weise fast unbeschädigt überstanden hatte, wurde 1956 in der DDR auf Weisung der SED als „Hort der Reaktion und Symbol vergangener gutsherrschaftlicher Zeiten“ gesprengt.
    So ist die Kirche heute das den Ort beherrschende Bauwerk.

    Vermutlich wurde die Kirche um 1250 als einschiffige Feldstein-Saalkirche erbaut.
    Das Kirchenpatronat lag bei den örtlichen Lehnsherren und Rittergutsbesitzern:
    v. Pfuel, v. Schapelow, v. Görzke und seit 1682 von der Marwitz, in deren Besitz des Gut Friedersdorf bis zur Enteignung und Bodenreform 1945 blieb.

    Im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) wurden Dorf und Kirche durch marodierende Söldnerhaufen zerstört.
    1653 erwarb der kurbrandenburgische Oberst Joachim Ernst v. Görzke (1611 – 1682 / seit 1675 kurbrandenburgische Generalleutnant und ab 1677 Gouverneur der benachbarten Festungsstadt Küstrin - heute Kostrzyn nad Odra / Polen) Gut und Kirche und ließ beides wiederaufbauen.

    Als v. Görzke’s Tochter Maria Elisabeth (1655 – 1684) im Jahr 1682 Johann Georg v.d. Marwitz (1642 – 1704 / Hofmarschall im Fürstentum Anhalt-Zerbst) heiratete, brachte sie als Mitgift Gut und Kirche Friedersdorf mit in die Ehe ein.
    1702 ließ Johann Georg die Kirche erweitern und barock umgestalten. Damals erhielt der Kirchturm auch den offenen Turmhelm.
    Johann Georg verstarb 1704 vor Abschluss der Arbeiten. Diese wurden von seiner 2. Frau Henriette Sibylle Elisabeth v. Osterhausen (1663 – 1739) beendet, die auch großen Einfluss auf die barocke Innengestaltung der Kirche nahm.
    Theodor Fontane (1819 – 1898) bezeichnete die Friedersdorfer Kirche mit ihrer barocken Pracht als „ohne gleichen unter den märkischen Kirchen“.

    1854 und 1935 musste die Kirche saniert und restauriert werden. Während der Schlacht um die Seelower Höhen wurde die Kirche durch einen Granattreffer schwer beschädigt. Der Turmhelm wurde zerstört
    Ein Reparatur war in der DDR aus politischen, personellen, finanziellen und materiellen Gründen nicht machbar. So musste der Chorraum 1947 vom übrigen Gebäude durch eine Mauer abgetrennt werden. 1956 wurde die ganze Kirche wegen Baufälligkeit gesperrt.
    Erst 1984 konnte das Dach neu gedeckt und weiterer Verfall somit gestoppt werden.

    Nach 1990 und mit der Rückkehr der Familie v.d. Marwitz nach Friedersdorf fand eine jahrelange Grundinstandsetzung und Generalrestaurierung der Kirche statt.

    Einen Kirchhof rund um die Kirche gibt es nicht (oder vielleicht nicht mehr). Im Norden grenzen der Familienfriedhof v.. Marwitz, ein sowjetischer Ehrenfriedhof und das deutsche Kriegerdenkmal für die Toten des 1. Weltkriegs an die Kirche.
    Die anderen 3 Seiten grenzen an das einstige Schlossgelände bzw. den einstigen Schlosspark. Die Grundstücke sind Privatbesitz und können nicht betreten werden.

    Was von der barocken Ausstattung der Kirche die Jahrhunderte überdauert hat, kann ich nicht sagen, denn die Kirche Friedersdorf ist keine offene Kirche. Bei meinem Besuch war sie verschlossen.

    geschrieben für:

    evangelische Kirche in Friedersdorf Gemeinde Vierlinden

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    4.

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  5. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


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    Corona aktuell: Die Besuchssaison 2021 beginnt pandemiebedingt frühestens im Mai 2021. Für den Besuch ist dann eine vorherige telefonische Abmeldung notwendig.
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    "Wir Heimatlosen, wir sind der Rasse und Abkunft nach zu vielfach und gemischt, als 'moderne Menschen', und folglich wenig versucht, an jener verlogenen Rassen-Selbstbewunderung und Unzucht teilzunehmen, welche sich heute in Deutschland als Zeichen deutscher Gesinnung zur Schau trägt [...] Wir sind mit einem Wort - und es soll unser Ehrenwort sein! -gute Europäer." - (Friedrich Nietzsche aus „Die fröhliche Wissenschaft“)
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    Auf die Nietzsche-Gedenkstätte im Dorf Röcken (Sachsen-Anhalt / ca. 15 km südwestlich von Leipzig) bin ich bei einer Tour in der Gegend eher zufällig gestoßen.
    Sie liegt mitten im Ort neben der Dorfkirche und umfasst eigentlich mehrere Stationen:
    die eigentliche Gedenkstätte, den alten Kirchhof mit Dorfkirche (Nietzsches Taufkirche), seinem Grab und Bacchanal sowie Nietzsches Geburtshaus.

    Die Gedenkstätte ist ein kleiner Pavillon im Garten des ehemaligen Pfarrhauses – dem Geburtshaus von Nietzsche.
    In 3 Räumen werden einige Exponate und viel Text / Informationen zum leben, wirken und sterben Nietzsches präsentiert – darunter seine Totenmaske und einige wenige persönliche Gegenstände.
    Das Geburts-/Pfarrhaus selbst kann nicht besichtigt werden.

    Friedrich Nietzsche war ein bedeutender deutscher Philologe und Philosoph in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
    Geboren wurde er am 15.10.1844 als Sohn des Pfarrers in Röcken. Nach dem frühen Tod des Vaters zog die Familie 1849 nach Naumburg. Nietzsche machte sein Abitur und studierte anschließend an verschiedenen Universitäten ua. Philosophie und Theologie.
    Bereits 1869 wurde er Professor an der Universität Basel (Schweiz). Auf eigenen Wunsch wurde er im gleichen Jahr aus der preußischen Staatsbürgerschaft entlassen und lebte fortan als Staatenloser unter anderem in der Schweiz, Italien und Frankreich.

    Er muss ein schwieriger und widersprüchlicher Zeitgenosse gewesen sein, der sich zunehmend mit einstigen Freunden und Bekannten überwarf.
    Dazu kamen noch verschiedene Erkrankungen, die ihn stark einschränkten und quälten.
    Anfang 1889 erlitt Nietzsche einen psychischen Zusammenbruch und landete in einer Baseler Irrenanstalt.

    Vollständig geistig umnachtet brachte ihn seine Mutter im selben Jahr in die Universitätsklinik Jena. Anschließend lebte er bis zum Tod der Mutter 1897 in deren Haus in Naumburg, danach bei seiner Schwester in Weimar, wo Nietzsche, mittlerweile erblindet und nach mehreren Schlaganfällen teilweise gelähmt, am 15.8.1900 an einer Lungenentzündung und einem erneuten Schlaganfall starb.
    Friedrich Nietzsche wurde in Röcken im Familiengrab an der Dorfkirche beigesetzt.

    Wer die Biografie Nietzsches ausführlicher nachlesen will, kann dies z.B. auf der entsprechend umfangreichen Wikipedia-Seite tun.

    Von November bis März ist die Gedenkstätte geschlossen.

    geschrieben für:

    Museen in Lützen NL Röcken

    Neu hinzugefügte Fotos
    5.

    Konzentrat Sehr interessant.
    Ich war bisher der Annahme, man könnte Nietzsches Grab auf dem Friedhof in Weimar besuchen.
    Golocal bildet !
    Ausgeblendete 4 Kommentare anzeigen
    Schroeder Ein spannender Denker. Sein Ruf ist wohl schlechter als sein Schaffen.
    In Sils Maria hat er auch ein Museum - Tessin, Schweiz


  6. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Das wuchtige alte Haus mit seiner roten Fassade an der hier stark kanalisierten Spree im Berliner Nikolai-Viertel, gegenüber vom Berliner Marstall, wirkt zwischen den recht stillosen Plattenbauten aus DDR-Zeiten etwas deplatziert.
    Dabei handelt es um eines der ganz wenigen Gebäude hier, die den Bombenkrieg des 2. Weltkriegs und die Kämpfe in der Stadt 1945 sowie die DDR-Zeit überstanden haben.

    Ursprünglich gab es am Spreeufer mehrere fünfgeschossige Geschäftshäuser, sogenannte Warenhäuser, von denen nur das „Kurfürstenhaus“ erhalten blieb.
    Erbaut wurde es 1895/1896 nach Plänen des Architekten Carl Gause (1851-1907) im Auftrag des Berliner Kaufmanns Gustav Ebell im Stil der Neorenaissance.
    Die rote Sandsteinfassade ist mit zahlreichen aufwendigen Verzierungen im Stil von Neorenaissance, Neobarock und Neoklassizismus gestaltet (so nennt es eine Website – für mich ist sie nur aufwendig verziert).

    Sogar der Bauherr Gustav Ebell hat sich mit einem Portraitmedaillon verewigen lassen.
    1927 wurde die Hofseite erweitert bzw. umgebaut. Ein weiterer Umbau erfolgte 1954.
    1939 kam das Kurfürstenhaus in den Besitz der Vereinigten Textilfabriken AG. Seit 1940 wurde es vom Berliner Finanzamt genutzt. Nach 1945 und in der DDR-Zeit hatten das Berliner Stadtkontor und die Direktion des staatlichen Einzelhandelsunternehmens HO der DDR ihren Sitz in dem repräsentativen Gebäudekomplex.
    Nach 1990 hat das Haus wieder einen privaten Besitzer. Es steht unter Denkmalschutz und auf der Berliner Baudenkmalliste.

    Bleibt noch die Erklärung für den Namen „Kurfürstenhaus“. Hier in der Keimzelle des historischen Berlin gab es seit dem Mittelalter Wohn- und Gewerbebebauung. Ursprünglich gehörte das Grundstück zur Poststraße im Nikolaiviertel. Hier hatte bis 1585 die brandenburgisch-kurfürstliche Münze ihren Sitz.

    Später lebte Kurfürst Johann Sigismund v. Brandenburg (Haus Hohenzollern / 1672-1619 bzw. 1620 / Kurfürst seit 1608) in dem Haus, weil er aus Angst vor der im Berliner Schloss spukenden „Weißen Frau“ nicht mehr im Schloss übernachtete. Er starb in dem Haus am 23.12.1619 (julianischer Kalender) / 2.1.1620 (gregorianischer Kalender) an den Spätfolgen eines 1616 erlittenen Schlaganfalls.

    Später hatte das Grundstück mehrere andere Besitzer und verschiedene Nutzungen, bevor Gustav Ebell hier Ende des 19. Jahrhunderts sein repräsentatives Geschäftshaus errichten ließ.

    Wegen dem Kurfürsten Johann Sigismund, der hier wohnte und starb, nannte Ebell seinen Firmensitz „Kurfürstenhaus“. Und zur Erinnerung an den Kurfürsten steht auf Höhe des 2. Obergeschosses eine lebensgroße, stark idealisierte Bronzeskulptur des Kurfürsten im Ornat mit Schwert, Fahnenlanze und Kurfürstenhut.

    Fazit: Interessanter protziger Gründerzeitbau mit detailreicher Fassade. Schön anzuschauen.

    geschrieben für:

    Kultur in Berlin

    Neu hinzugefügte Fotos
    6.

    Ausgeblendete 6 Kommentare anzeigen
    opavati® Die Ecke sah, noch Anfang der 70er, speziell aus. Da standen auch noch die alten Häuser auf der Fischerinsel ...
    opavati® Na ja, so schlecht ist es auch wieder nicht. Zumindest hatten die einen Plan. Der scheiß um die Frauenkirche ist viel schlimmer ...
    Frankfurts neue Römerbebauung?!
    Schroeder Ich finde solche Wunden-heiler-Architektur immer eine Kapitulation.
    Frankfurt machte das aber auf sehr hohem Niveau....


  7. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    2. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Corona aktuell: Zutritt nur mit Impfeinladung, Termin und FFP2-Maske
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    Eigentlich ist das Velodrom Berlin eine Eventlocation für Sport und Kultur. Wegen Corona und den damit verbundenen Einschränkungen ist es als Veranstaltungsort seit mittlerweile über 400 Tagen geschlossen.

    Auf der Suche nach entsprechenden Räumlichkeiten für die Covid-Impfzentren mietete der Berliner Senat das Velodrom als eines von momentan 6 Impfzentren an.
    Betreut wird es von der Johanniter-Unfall-Hilfe unter Federführung des DRK.
    Nach der Umstellung des Impfcenters am 24.3.2021 von Astrazeneca wird im Velodrom nun BionTech verimpft.

    Zutritt zu den Berliner Impfzentren hat man nur mit einer offiziellen Einladung von der Berliner Gesundheitsverwaltung bzw. der Kassenärztlichen Vereinigung sowie einem Online reservierten Termin über www.doctolib.de bzw. einem über die Telefonhotline vereinbarten Termin.
    Die Termine sind derzeit (14. KW 2021) allerdings auf Wochen ausgebucht.

    Erreichbar ist das Impfzentrum Velodrom gut:
    Der S-Bahnhof Landsberger Allee ist in unmittelbarer Nähe, genauso Bus- und Straßenbahnlinien.
    Für motorisierte Impfkandidaten ist es zwar auch gut zu erreichen, aber vor Ort stellt sich dann wieder das leidige Parkplatzproblem. Alle Zufahrten zum Velodrom sind gesperrt – außer für Taxen und Fahrzeuge mit Sondererlaubnis. Bleibt nur die Parkplatzsuche im angrenzeden Wohngebiet.

    Der Zugang erfolgt von der Kreuzung Conrad-Blenkle-Straße / Paul-Heyse-Straße (die ab der Kreuzung zum Velodrom gesperrt ist). Verlaufen kann man sich dank zahlreicher Helfer und Security auf dem Weg zum Eingang nicht.
    Dort muss man die Impfeinladung vorzeigen um zu beweisen, dass man überhaupt zutrittsberechtigt ist. Mit dem Fahrstuhl geht es in das Untergeschoss mit dem eigentlichen Zugang zum Impfcenter. Zahlreiche Helfer und Markierungen weisen den Weg.

    Es folgt eine nochmalige Kontrolle der Einladung, Fieber messen und Händedesinfektion. Dann wird man weitergeleitet zur Zone mit zahlreichen Empfangsplätzen, wo die Einladungen, Personalien (Personalausweis und Impfausweis nicht vergessen) und die nötigen Unterlagen (Anamnesebogen, Aufklärungsbogen, Impfeinwilligung) eingesammelt und kontrolliert werden.

    Anschließend geht weiter in den Vorbereich der Impfplätze, immer geleitet von den zahlreichen Impfhelfern, von denen scheinbar wirklich Jede/r eine spezielle Aufgabe zu haben scheint.

    Nach kurzer Wartezeit wurde ich an einen weiteren Impfhelfer weitergereicht, im meinem Fall ein Stabsunteroffizier der Bundeswehr, der mich zur Impfkabine brachte.
    Die, bei mir, Impfärztin fragte dann nochmal Krankheiten und Allergien ab und klärte über mögliche Risiken und Nebenwirkungen auf.
    Es ist sinnvoll, wenn noch einen Zettel mit den Medikamenten, die man nehmen muss, dabei hat – vor allem wenn Blutverdünner/Blutgerinnungshemmer darunter sind.
    Als finaler Höhepunkt erfolgt dann der Pieks - mit einer beängstigend langen Kanüle.

    Nach einer Wartezeit von ca. 15 Minuten nach der Impfung in einem weiteren Wartebereich, in dem die Johanniter Wasser, Gummibärchen und einen Werbeflyer reichten, ist man dann bis zur 2. Impfung entlassen.
    Die Unterlagen bekommt man alle wieder zurück und muss sie zum 2. Termin erneut vorzeigen.

    Meine Hochachtung all den Ehren- und Hauptamtlichen, die höflich und zuvorkommend und vermutlich schlecht bezahlt, den Laden 7 Tage die Woche am Laufen halten: Impfärzte und Impfärztinnen, Johanniter, Security, Bundeswehr und all die anderen Helfer/innen, die teilweise aus dem großen Menschenpool der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter kommen, denn beide Stellen haben im Vorfeld Beschäftigungsangebote für die Impfzentren verschickt.

    geschrieben für:

    Impfstellen in Berlin

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    7.

    Ausgeblendete 20 Kommentare anzeigen
    grubmard Erst Anfang Juni, wenn sich der Impfschutz vollständig aufgebaut hat - wenn überhaupt bei den zahlreichen Mutanten ...
    Noch fühle ich mich nicht sicherer.
    Felixel^ Glückwunsch zum Daumen und zur 1. Impfung! Ihr Glücklichen! Ja in der Provinz klappt das nicht einmal bei der Gruppe II.
    Konzentrat Alles perfekt, Impfe + grüner Daumen. Glückwunsch dazu.
    Wir sind nächste Woche dran , zumindest was Impfung No. 1 angeht .-)
    Felixel^ ..... nicht mal das, hier kann man alles "versuchen" einen Termin zu erhalten, nichts klappt. Halt Gott erhalts, die Pfalz!
    FalkdS Daumenglückwunsch
    Frau FalkdS ist dort auch in „Behandlung“, jobbedingt und seit Karfreitag zu 50% fertig....
    Felixel^ in lebenswichtigen Arbeitsgebieten wäre das schon lange überfällig. Dazu auch unseren Glückwunsch!
    mallli Meine Frau, gelernte Arzthelferin ,hat sich vor einer Woche online als Impfhelferin beworben und hat noch nicht mal eine Antwort bekommen.
    Felixel^ Die Rentenempfänger, die ja zum größten Teil ihr Leben lang gearbeitet haben, sind die wichtigsten. Davon merke ich leider gar nichts. --- Mallli sieh es so, dann geht ihr einer Gefahr aus dem Weg. Ist aber traurig, wenn für angebotene Hilfeleistung nicht einmal eine Rückmeldung kommt. Kann Berlin mit Helfern so aus dem Vollen schöpfen? Traurig!
    opavati® Man munkelt, dass nächsten Mittwoch die Zwangsbewirtschaftung und Prioritätenliste aufgegeben wird und sich dann jeder ab 18 impfen lassen kann ...
    Sedina Wenn ich hier den Impfstoff selbst wählen könnte, hätte ich die Impfung schon.
    Auf jeden Fall Glückwunsch lieber grubmard, auch zum Grünen Daumen!


  8. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    2. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Das 2013 in Frankreich gegründete und in Levallois-Perret ansässige Startup ist eine Serviceplattform im Medizinbereich. Seit 2016 ist die Doctolib GmbH als Tochterunternehmen der Doctolib SAS auch in Deutschland vertreten.
    „Ziel ist es, mit nur wenigen Klicks einen verfügbaren Arzt in der Nähe zu finden und online einen Termin vereinbaren zu können. Doctolib kann sowohl über den Browser als auch via kostenloser App genutzt werden.“ - sagt die Website.
    Sie sagt auch, dass Doctolib in Frankreich und Deutschland bereits von Millionen Patienten und tausenden Allgemein- und Facharztpraxen genutzt wird ...
    In Deutschland ist das Angebot bisher auf wenige Städte, unter anderem Berlin, beschränkt.

    Von mir wäre das Portal vermutlich unbemerkt geblieben, wenn es nicht das Land Berlin alternativ zu seiner schlecht erreichbaren Telefonhotline für die Terminreservierung seiner Covidimpfcenter engagiert hätte.
    Auf der berlin.de-Seite landet man nach Auswahl des gewünschten Impfcenters bei der Online-Terminreservierung automatisch bei Doctolib. Auf einem sich öffnenden Fenster kann man zunächst einen Termin vorreservieren, muss sich aber dann, soweit man noch nicht Nutzer bei Doctolib ist, zunächst auf dem Portal registrieren, bzw. als registrierter Nutzer einloggen.

    Die Registrierung ist eigentlich problemlos. Zwingend erforderlich ist ein Telefonanschluss (Festnetz oder Mobil), da zur Aktivierung ein 3-stelliger Zahlencode übermittelt wird. Bei Mobilfunk erfolgt dies per SMS, im Festnetz durch einen automatischen Anruf. Angezeigt wird als Anrufer eine französische Festnetznummer – also bitte den Anruf annehmen!
    Gibt es allerdings mehrere Personen im Haushalt, die Doctolib als Patienten nutzen wollen, wirds etwas schwierig, denn Doctolib akzeptiert die Telefonnummer nur einmal – das heißt, wollen sich 2 oder mehr Personen eines Haushalts anmelden, braucht man 2 oder mehr Telefonnummern.

    Für den persönlichen Account sollte man sich vor der Anmeldung ein möglichst langes Passwort basteln und man braucht natürlich eine Mailadresse. Ob für weitere Personen auch jeweils eine eigene Mailadresse benötigt wird, habe ich nicht ausprobiert.

    Nach erfolgreicher Registrierung erfolgt die Bestätigung des Termins (bei Covidimpfungen auch gleich für die 2. Impfung) auf der Doctolib-Seite sowie per Mail. Per Mail wird dann auch 2x (im Impffall) an den Termin per Mail erinnert.

    Die Terminreservierung für einen Arzttermin läuft ähnlich. Man gibt den Ort oder die Postleitzahl, den gewünschten Arzt bzw. die gewünschte Facharztrichtung ein. Es erfolgt die Auflistung der entsprechenden, bei Docotolib gelisteten Praxen mit einer Übersicht über freie Termine.
    Zur Terminreservierung muss man sich dann einloggen oder als Neukunde eben erst mal registrieren.

    Terminbuchungen und Registrierungen sind 24/7 möglich.
    Für die Sache mit einer Telefonnummer pro Person gibts einen Stern Abzug.

    geschrieben für:

    sonstige Dienstleistungen in Berlin

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    8.

    opavati® Alle Dokumente sind dort hinterlegt und abrufbar. In diesem Fall die vielen Seiten, die zur Civid-19-Impfung gehören. Das ist die Dokumentation, die parallel zur eigentlichen Impfung erfolgte. Perfekt ....
    Ausgeblendete 18 Kommentare anzeigen
    grubmard Ich in der Regel auch, Schroeder. Wenn die telefonische Erreichbarkeit schlecht ist, wünscht man sich allerdings eine zeitsparende Alternative.
    Im Fall der Covid-Impfung hatte ich aber weder Zeit noch Lust noch Nerven stundenlang zu versuchen, die Hotline zuerreichen.
    opavati® Ich musste über die Covid-Impf-Hotline buchen und die Dame hat dann für mich über Doctolib den Termin gemacht. Ohne Doctolib läuft nichts ...
    opavati® Eine Beamten-und-Intellektuellen-Kleinstadt hat halt ihre ganz eigenen Regelkreise und kann nicht Leitbild für jegliches sein .... :-)
    opavati® .... ich sehe das manchmal im SWR-Fernsehen. SWR-Aktuell ist ja noch Fernsehen aus der guten alten Zeit, selbst die Moderatorinnen sind aus der Zeit gefallen. :-)
    Schroeder Das dürfen sie hier. Aber jetzt bekommen wir ja eine Klimaschutzregiergung mit der CDU, die die Welt noch nicht gesehen hat.... :-)
    grubmard Dann ist nichts mehr mit Strom aus der Steckdose - muss einer aus der Familie immer das Turbinenfahrrad treten, damit der Kühlschrank nicht abtaut!
    Schroeder Wir nehmen da Berliner... 14 Tage strampeln für nen Schnelltest und drei Monate für die erste Impfung mit Sputnik....
    grubmard Bei der landestypischen Verpflegung mit Kutteln kommen dann aber niemals 240 Volt aus der Steckdose - mit viel Glück vielleicht 240 Millivolt - wenn überhaupt!


  9. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Vermutlich gibt es mit dem Bau einer ersten Feldsteinkapelle im Jahr 1319 in Mellenthin (Mecklenburg-Vorpommern / 20 km südöstlich von Zinnowitz / 25 km nordöstlich von Anklam) auf der östlichsten deutschen Ostseeinsel Usedom einen Kirchhof/Friedhof.
    Diese Kapelle war auch für ca. 300 Jahre die Grablege der Ritter v. Neuenkirchen, denen bis zu ihrem Erlöschen 1641 Ort und Gut Mellenthin gehörten.
    Um 1420 wurde die Kapelle zur Kirche umgebaut.

    Die Kirche und der von einer z.T. verputzten Backsteinmauer umgebene Kirchhof liegen auf einer kleiner Erhebung im Ort. Mit seiner 700 Jahre alten Stieleiche und den historischen Grabmalen gehört der Kirchhof zu den regionalen Sehenswürdigkeiten auf Usedom.
    Seit mehreren Jahren wird der Kirchhof/Friedhof nicht mehr für Beisetzungen genutzt.

    Geblieben sind etliche alte Grabstellen aus dem 19. und vom Anfang des 20. Jahrhunderts mit den damals üblichen gusseisernen Grabkreuzen. Allerdings hat den meisten der Zahn zugesetzt, so dass durch Rost und Erosion die Inschriften nicht oder nur schwer entzifferbar sind.
    Der Kirchhof mit den alten Grabkreuzen macht insgesamt einen verwunschenen, wildromantischen Eindruck eines Lost Places.
    Leider wurde dem Kirchhof/Friedhof durch Vandalismus und Metalldiebe in den letzten Jahren einiger Schaden zugefügt.

    geschrieben für:

    Friedhof in Mellenthin

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    9.



  10. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Corona aktuell 03.2021:
    Wegen der räumlichen Enge sind die Museumsräume des Alten Schlosses unter Coronabedingungen derzeit nicht zugänglich.
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    Von November bis März geschlossen
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    Die kleine Stadt Freyenstein (100 km nordwestlich von Berlin / 15 km nordwestlich von Wittstock/Dosse) hat eine bewegte Geschichte. Es ist eine Doppelstadt bestehend aus der Altstadt, die 1287 aufgegeben und Stadtwüstung wurde sowie der Neustadt, das heutige Freyenstein, dass damals neben der Altstadt neu erbaut wurde. Zur Altstadt gehörte eine erste Burg, die auch nur noch als Bodendenkmal erhalten ist.
    Und Freyenstein hat gleich 2 Schlösser: das „Alte Schloss“ und das „Neue Schloss“, beide im Schlosspark neben dem „Wittstocker Tor“ gelegen.

    Eigentlich ist das „Alte Schloss“ (auch „Burg“ genannt) eine Ruine. Lediglich ein Teil des Westflügels, der Treppenturm und die Grundmauern sind erhalten.
    Vermutlich wurde Ende des 13. Jahrhunderts mit dem Bau der Neustadt auch wieder eine Wasserburg errichtet, die 1332 erstmals erwähnt wurde. Ob es sich bei dieser Burg um die Ursprünge des Alten oder des Neuen Schlosses handelt, ist allerdings nicht belegt.

    Fest steht, dass der Bau vom „Alte Schloss“ 1551 durch den damaligen Besitzer der Herrschaft Freyenstein, Konrad v. Rohr (vermutlich um 1500 – 1572 oder 1573 / kurbrandenburgischer Geheimrat und Landeshauptmann der Prignitz) begonnen wurde.
    Die Pläne für das dreiflügelige Renaissanceschloss stammen vom Baumeister Dominicus Pahr (oder auch Parr oder Paar geschrieben / vermutlich vor 1530 – 1602 an der Pest).
    Da Konrad v. Rohr finanziell ein wenig klamm war, ruhten die Bauarbeiten ab 1566. Es wird vermutet, dass das Schloss aus Geldmangel nie fertig gebaut wurde.

    1620 wurde die Herrschaft Freyenstein einschließlich Schloss von den Herren v. Rohr an die Herren v. Winterfeldt verkauft. Wegen des Dreißigjährigen Kriegs (1618 – 1648) hatten auch die v. Winterfeldt’s besseres zu tun als das Schloss zu vollenden. Sie verpachteten das Schloss mehrfach an verschiedene Besitzer, ua. an die mecklenburgische Grundbesitzerfamilie Hahn (seit 1802 Reichsgrafen v. Hahn).
    Allerdings konnten oder wollten auch die verschiedenen Pächter das Schloss nicht vollenden.

    1631 wurde das Alte Schloss von Soldaten zerstört und nur notdürftig wieder instandgesetzt. Dettlof Burchard v. Winterfeldt verkaufte schließlich 1657 das heruntergekommene Gebäude an die Familie Hahn. Da sich das Schloss für Wohnzwecke nicht mehr nutzen ließ, richtete man ein Brauhaus und eine Brandweindestille ein. Für den Erhalt der Bausubstanz wurde nichts mehr getan und so fiel das Alte Schloss 1695 schließlich in sich zusammen.
    Für über 270 Jahre blieb das Gebäude als Gartenruine im Park des Neuen Schlosses sich selbst und dem weiteren Verfall überlassen.

    Erst 1968 ergriffen die Freyensteiner Bürger und die Stadtverwaltung die Initiative zur Rettung der Ruine. Bis 1974 wurde der Treppenturm und ein Teil des Westflügels wiederaufgebaut sowie die erhaltenen Grundmauern und Tore gesichert.

    Eine Besonderheit des Schlosses sind die Terrakotten an den Fassaden. Sie stammen im Original von dem Lübecker Bildhauer Statius v. Düren (um 1520 – vor 1570). Leider sind im Laufe der Jahrhunderte 75% des Bestands verloren gegangen. Die Neuanfertigungen im Rahmen der Restaurierung wurden nach alten Zeichnungen und Abgüssen in der Werkstatt der Keramikerin Hedwig Bollhagen (1907 – 2001) hergestellt.
    Wegen dieser Terrakotten zählt das „Alte Schloss Freyenstein“ zu den bedeutendsten Renaissanceschlössern der Prignitz.

    In den erhaltenen bzw. wiederhergestellten Räumen ist ua. eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Alten Schlosses. Eintrittskarten und Audio-Guide gibt es in der Touristinformation im benachbarten „Neuen Schloss“. Der Schlosshof mit den Grundmauern ist frei zugänglich. Außerdem dient das „Alte Schloss“ als romantische Filmkulisse und dem Standesamt von Freyenstein für Trauungen.
    Der Zugang und die Museumsräume selbst sind allerdings baubedingt nicht barrierefrei.

    geschrieben für:

    Museen / Freizeitanlagen in Freyenstein Stadt Wittstock an der Dosse

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    10.

    grubmard Nein, er ist endlich ... aber immer noch recht umfangreich!
    Ich habe in guten Zeiten für schlechte Zeiten eben fleißig gesammelt!