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    Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    EDEKA Markt

    Zum Grellberg 1 A, 23689 Pansdorf Gemeinde Ratekau
    Tel: (04504) 18 44
    1.
    Ein sehr guter Edeka

    Zwischen Pansdorf und Luschendorf nahe der Ostseeküste hat sich dieser Edeka Markt angesiedelt. Es gibt ihn schon seit vielen Jahren, aber vor Kurzem wurde der Markt von einem neuen Inhaber übernommen und der Verkaufsraum wurde neu gebaut, während im alten Markt der Getränkemarkt angesiedelt ist.

    Man betritt den Markt durch Automatiktüren. Dahinter ist links ein Bäcker, der auch einige Sitzplätze hat, sowie eine saubere Kundentoilette. Geradeaus ist die Lottoannahme und rechts geht es in den eigentlichen Markt.

    Hinter dem Eingang bekommt man den Frischekick :-D

    Spaß beiseite, es geht in die Obst und Gemüseabteilung. Ich unterzog der Abteilung einen äußerst kritischen Blick, konnte aber keine mangelhafte Ware entdecken. Die Tomaten waren rotbackig, der Lauch in der richtigen Farbe. Die Ware logiert auf Regalen, die an einen Marktplatz eines Wochenmarktes erinnern. In der Mitte der Abteilung gibt es jeweils eine Theke für Salat und Antipasti. An der einen Wand kann man sich Orangensaft selbst pressen, ein Service, den ich bislang nicht in Anspruch genommen habe, es aber mal tun werde. In einem Quergang zwischen Obst und Gemüseabteilung und der nächsten Abteilung befinden sich Getränke.

    Weiter geht's, und zwar in die Kühlung. Milch gibt's hier kaltgestellt, natürlich auch den passenden Belag fürs Brot. Wurst, Käse, Marmelade und so weiter. Natürlich gibt es dort auch Lebensmittel zum Kochen, eben alles, was gekühlt werden muss.

    Und da zum Belag das Brot nicht fehlen darf, befindet sich besagtes Brot direkt nebenan. Und da kommen wir zum ersten Kritikpunkt: Im Markt wird nicht frisch gebacken. Das soll man wohl vom Bäcker vorne an kaufen, trotzdem ist es unschön, dass nicht mal Brötchen verkauft werden. Eben nur beim Bäcker.

    Die Karawane zieht weiter... und zwar in die nächste Abteilung. Dort befinden sich die Kühltheken. Moderne Schränke gibt's hier nicht, man muss den Arm noch tief in die Truhen stecken, um an die Produkte zu gelangen. Was positiv ist: Die Auswahl ist riesengroß. Wer TK-Kost mag, kommt hier volles Pfund auf seine Kosten. Wer eher frisches Essen bevorzugt, geht an die Bedientheken, denn die sind direkt nebenan.

    Es gibt eine Theke für Käse, in der auch eine SB-Theke integriert ist. Ich brauchte viel Fleisch, also gut zwei Kilo Spießbraten. Dies teilte ich dem freundlichen Herrn an der Fleischtheke mit. Dieser sagte: ,,Sehr gut zwei Kilo?" und ich bejahte. Er wuchtete daraufhin einen Fleischkoloss in die Luft, als wäre das nix und packte ihn auf die Wage. Diese zeigte 2,9 Kilogramm und das war für mich eine ideale Menge. Klar, esse ich das nicht alles alleine, aber es ist ja neben mir auch für die Familie gedacht. Und da braucht man halt 'n büschen mehr, ne?

    Zusätzlich ist neben der Theke noch die Abteilung für Heißgetränke sowie ein Tchibo-Regal untergebracht. Bei letzterem schaue ich gerne nach allem, was die so haben, denn oft gibt es hier interessante Artikel, wie Bücher, CDs oder auch Kleidung. Smartphone-Tarife gibt's auch, aber nicht hier. Na ja...

    Hinter dieser Abteilung geht es mit kleinen Gängen weiter, die an einen Discounter erinnern. Dort gibt es Kleinkram wie Toilettenpapier, Waschmittel, die Drogerie, Eis, aber auch Konserven und eine große Auswahl an Naschkram. Jede Naschkatze bekommt da das Schnurren!

    Aber da hört der Verkaufsraum ja noch nicht auf. Es gibt hier noch die Abteilung mit den Spirituosen, eine Abteilung, die ich nicht betrete, aber gesehen habe, dass die Wand dort ein altes Gemäuer ziert. Vor den Kassen ist dann die Zeitschriftenabteilung, wo erstmal eine Autobild in den Wagen wanderte. Aber auch Illustrierte und Bücher gibt es dort. Und die dort verkauften Einzelflaschen mit Getränken bieten eine super Kombination zu der Quengelzone mit Snacks an der Kasse.

    5 Kassen gibt es, von denen bei meinem Besuch nur eine besetzt war. Da die Schlange aber fast bis zur Spirituosenabteilung ging, wurde eine weitere Kasse geöffnet, wodurch die Schlange kürzer wurde. Die Kassiererin zog die Waren schnell und konzentriert über den Scanner.

    Der Markt ist neu, das merkt man überall. Die augenschonende Beleuchtung im Zusammenspiel mit dem dunklen Fußboden und den dunkelbraunen Wänden schaffen eine fast gemütliche Atmosphäre und die großen Hinweisschilder helfen bei der Orientierung. Auch bei den kleinen Gängen gibt es solche. Lustig finde ich, dass bei der Abteilung mit dem Klopapier ,,Von der Rolle" steht. Interessant!

    So, dann gibt's ja noch den Getränkemarkt, der im alten Edeka-Markt auf dem selben Parkplatz zu finden ist. Man betritt den Markt und rechts geht's schon los zu der Tiernahrung.

    Nein, da irre ich mich nicht, denn im neu gebauten Laden ist dies nicht zu finden. Dies hat den Vorteil, dass es wirklich eine sehr üppige Auswahl an Katzenfutter gibt, was mich ja prinzipiell am Meisten interessiert. Und da meine Miezen nicht hungern möchten, schaue ich nach, was man denn mitnehmen könnte. Ob von der Eigenmarke Gut und Günstig oder das Markenprodukt, alles da! Hier verhungert keine Katze.

    Sonst gibt es über den Getränkemarkt nicht viel zu erzählen, eben nur, dass er riesig ist und die bereits erwähnten Hinweisschilder Überblick über das Sortiment bieten. Außerdem wird im Getränkemarkt noch loses Eis verkauft.

    Fazit: Ein guter Edeka! Die Waren stehen ordentlich in den Regalen und beide Läden wirken sauber. 4 Sterne gebe ich trotzdem nur, weil keine Brötchen verkauft werden und die Tiernahrung untypisch im Getränkemarkt zu finden ist.

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    Bewertung: 4 von 5 Sternen

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    Labyrinth der Männer

    Margarethenhof, 23714 Malente
    2.
    Interessant

    Zwischen Malente und Neversfelde in der wunderschönen holsteinischen Schweiz befindet sich, relativ unscheinbar, das Labyrinth der Männer. Warum das Labyrinth diesen Namen trägt, werde ich etwas später erzählen. Soviel nur vorab: Es hat mit Männern zu tun.

    Wir kommen aus Malente, fahren in Richtung Neversfelde und parken am Parkplatz vom Aussichtsturm auf dem Holzberg, denn auf der gegenüberliegenden Seite des Parkplatzes führt ein Weg in den Wald, der mit Labyrinth und Margarethenhof gekennzeichnet ist.

    Auf dem nicht asphaltierten Weg gehen wir etwas bergab. Manche Leser fragen sich bestimmt: ,,Berge in Schleswig-Holstein? Da isses doch platt wie 'ne Flunder!" Das muss ich dementieren, denn in der holsteinischen Schweiz ist die Landschaft hügelig, aber natürlich nicht so wie im Harz oder in den Alpen. Aber jetzt schweife ich ab.

    Wo waren wir? Ach ja - der Weg. Auf ungefähr halber Strecke hat man eine Bank aufgestellt, wo man sich ausruhen kann, sofern man dies möchte. Ich ging aber weiter, den Schildern mit der Aufschrift LABYRINTH folgend.

    Eine allerletzte Weggabelung: rechts der Margarethenhof mit Parkmöglichkeiten, geradeaus der Weg zum Labyrinth und links der Weg in den Wald hinein. Geradeaus ging es, direkt an ein sehr windschiefes Tor, dass ich öffnete und so auf das Gelände gelangte.

    Zu meiner Linken sah ich nicht wenige aneinandergereihte Steine, ergo das Labyrinth. Viele stellen sich unter einem Labyrinth vor, dass man nicht über die Wände sehen kann und es diverse Wege gibt, auf denen man sich verlaufen kann. Neben dem Eingang, auf einer Hinweistafel, steht jedoch, dass ein Labyrinth kein Irrgarten ist. Man soll entspannt durch das Steinlabyrinth schreiten. An jeder Wende um 90 Grad, die es im Labyrinth geht, soll man sich Gedanken über Wendungen im eigenen Leben machen. Und da gibt es bestimmt in jedem Leben einige.

    Labyrinthe werden in anderen Kulturen nicht als Spaß und Zeitvertreib betrachtet, sondern als kulturelles Objekt, an dem Zeremonien und Rituale vollführt werden. Ob solches auch am Labyrinth der Männer vollzogen wird, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

    Da war es wieder, das Wort ,,Männer". Aber warum heißt es so? Nicht etwa, weil Frauen der Zutritt nicht gestattet ist, sondern, weil das Labyrinth an Himmelfahrt 2005 von einigen Männern angelegt worden ist. Näheres dazu kann man auf der Infotafel nachlesen.

    Jetzt geht es aber ins Labyrinth. Ich betrete es durch den vorgesehenen Eingang und der Weg führt mittenrein ins Steinlabyrinth. Neben mir gibt es auf beiden Seiten noch Wege, denn wie erwähnt, geht der Weg nicht schneckenförmig auf den Mittelpunkt zu, sondern mit einigen Wendungen. Ich gehe weiter und gelange irgendwann auf den ganz äußeren Weg. An jeder Wende denke ich kurz an eine Wendung in meinem Leben, sei sie nun traurig, wunderschön oder keins von beiden.

    Plötzlich werde ich jäh aus meinen Gedanken gerissen, als ein herunterhängender Ast an meinen Kopf klatscht. Aber das konnte mir nur ein kleines Lächeln abringen, denn die spirituelle Energie des Labyrinthes löst bei mir innere Ruhe und Tiefenentspannung aus, ich entfliehe für kurze Zeit den Problemen des Alltags und kann mich ganz auf meine Gefühle konzentrieren.

    Weiter geht's, über gefühlt 1000 Wenden, bis ich im kleinen Mittelpunkt des Labyrinthes stehe. Hier denke ich über mein aktuelles Leben nach und blicke in die Zukunft. Manche Pläne sind konkret, andere eher weniger.

    Ich sehe mich um und bemerke, dass sich das Zentrum direkt neben dem Eingang befindet, natürlich ist dazwischen eine Steinwand. Und ich schaue auf die Wege. Sollte ich die Mauern übertreten? Bezogen auf das Leben würde das eher bedeuten, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen. Aber man muss sich oft fügen und so füge ich mich und gehe den vorgesehenen Weg zurück. Und an jeder Wende, die da so kommt, denke ich an Wendungen in... das hab ich ja schon geschrieben. Unter dem Ast bückte ich mich diesmal und es gelang mir, eine Kollision mit dem Baum zu vermeiden. Einmal reicht ja auch.

    Ich gehe hinaus aus dem Labyrinth, weil der Ausgang erreicht ist. Und wie ich da entspannt gehe, meinen Blick nochmals über die Steine schweifen lasse, sehe ich ein kleines Kind, welches inmitten des Labyrinthes hingefallen ist, und das an einer Stelle, an der ich schon wegen Unwegsamkeiten umgeknickt bin.

    Ich gehe, noch ganz von meditativer Energie umwoben, weiter über das Gelände und lese erneut die Infotafel. Aber über deren Inhalt habe ich bereits alles erzählt.

    Dann lasse ich meinen Blick über die restliche Anlage schweifen und sehe einen Hügel, der natürlich von mir gleich erklommen wird. Und dann liegt es mir zu Füßen, das mystische und magische Labyrinth der Männer.

    Und hier bewahrheitet sich das Sprichwort ,,Wahre Größe kommt von innen", denn von meiner jetzigen Position wirkt das Labyrinth alles andere als groß. Aber das tat es ja auch beim Betreten des Geländes schon. Steht man jedoch im Inneren des Steinlabyrinthes, wirkt es plötzlich alles andere als klein.

    Ich drehe mich auf dem Hügel um und betrachte die hügelige Landschaft. Hinter meinem kleinen Hügel erscheinen größere Hügel. Links schmiegt sich die Straße in die Landschaft. Obwohl ein paar Autos fahren, hört man auf dem Gelände keinen Lärm der Motoren. Ich atmete ein paar Mal kräftig durch, genoss die Ruhe und wünschte mir eine Picknickdecke mit einem gefüllten Picknickkorb, aber dann weiß ich jetzt schon, was ich beim nächsten Besuch dort machen werde.

    Aber auch der schönste Ausflug endet mal und so ging ich ein letztes Mal am Labyrinth vorbei und verließ das Gelände.

    Die Anlage an sich ist relativ gepflegt. Aber zwischen den Steinen veranstaltet das Gras Wildwuchs, während es an anderer Stelle noch verdorrt ist. Das Gelände ist nicht rollstuhlfreundlich und auch der Weg dorthin ist es nicht. Allerdings ist der Eintritt frei.

    Fazit: Ich bin beeindruckt und begeistert. Aber die Anlage könnte etwas Pflege gebrauchen, weshalb ich einen Stern abziehe. Aber das Herz gibt's trotzdem.

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    Auabacha Herzlichen Glückwunsch zum grünen Daumen und Grüße aus Karlsbad. Sehr schöner Bericht. Nach dem Lesen denkt man, man wäre dabeigewesen. Ich würde zum Durchschreiten des Labyrinths allerdings etwas länger brauchen als Du, weil ich länger brauchen würde, um mich an sehr lange zurückliegende Wendungen in meinem Leben zu erinnern ;-)
    Kulturbeauftragte Glückwunsch zum Daumen.

    Falls es dich (in nicht absehbarer Zeit) nach NRW "verschlagen" sollte - nach Münsterland, um genau zu sein, kann ich das Labyrinth im Schlosspark Anholt in Isselburg bestens empfehlen! Es ist klein, doch es hat es in sich! Falls es sich in den letzten Jahren nichts geändert hatte, kostet der Eintritt fürs Gelände (ebenfalls sehenswert - aber ohne die Räume im Schloss) 4 €. Mehr unter: https://www.golocal.de/isselburg/museen/museum-wasserburg-anholt-4dPd1/
    ich kann mir vorstellen, dass es auch an der Stelle einen großen Spaß machen würde, auch wenn es mit einer (meistens sehr langen) Anreise verbunden ist!
    Peeti0610 He hat sich da ein grüner Daumen ins Labyrinth verirrt, ;-D Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen aus Wiesbaden.

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    Bewertung: 5 von 5 Sternen

    3. von 3 Bewertungen


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    Restaurant Athen

    Südstrand 40 A, 23775 Großenbrode
    Tel: (04367) 99 66 28
    3.
    Ich mag griechische Restaurants.

    Ich war unterwegs an der Promenade in Großenbrode. Großenbrode liegt zwischen Fehmarn und Heiligenhafen an der Ostseeküste.

    Von außen wirkt das Restaurant nicht sehr griechisch, befindet es sich doch in einem Gebäude mit einem Flachdach, das von außen wenig griechischen Charme versprüht. Aber wenig heißt bei mir nicht nix, sondern eben nur etwas. So wurde in den Türgriff die Konturen der Flagge Griechenlands geritzt und passend bemalt.

    Draußen an der Promenade war kein Platz mehr zu bekommen. Klar, wenn gerade ein Fest dort stattfindet, sitzen die Menschen draußen, um das Treiben zu beobachten.

    Wir traten ein. Vor und befindet der Tresen, links ein Spiegel und rechts geht es dann in den Gastraum, der in zwei kleine und einen großen Raum unterteilt ist. Wir nahmen vorne im großen Raum Platz, denn alle anderen Tische waren schlichtweg besetzt. Als wir uns hinsetzten, war noch ein Tisch frei, der aber auch alsbald besetzt war.

    Kaum, dass wir uns hingesetzt hatten, kam ein Herr und brachte uns die Speisekarten. Wir blätterten durch und kamen zu der Karte mit der Überschrift ,,Mittagstisch". Gyros mit Pommes, Reis und Zaziki kostet dort 7,nochwas€, während der normale Preis bei 10,60€ liegt.

    Die Entscheidung war gefallen, Gyros mit Pommes sollte es sein. Aber würden wir an diesem Sonntag, an dem wir dort waren, auch das Angebot aus dem Mittagstisch bekommen?

    Da die 3 Herren, die für den Service zuständig sind, viel zu tun hatten, mussten wir etwas länger warten, bis ein Herr an unseren Tisch kam und unsere Bestellung aufnahm. Wir fragten ihn, ob wir den Mittagstisch auch jetzt, also am Sonntag, bekommen könnten, was er bejahte. Also bestellte ich mir Gyros mit Pommes, Reis und Zaziki. Der freundliche Herr schrieb es auf und ging in Richtung Küche.

    In der Wartezeit sah ich mich im Restaurant um. Neben mir, an der Wand, waren Steine, die ein verwittertes Aussehen besaßen, wie in Griechenland üblich. Darüber hat man griechische Ornamente angebracht. An der darüber befindlichen Wand hat man noch etwas angebracht, wo ich von meinem Platz allerdings nicht hingucken konnte, ohne mir den Nacken zu brechen.

    An den Wänden hat man Bilder angebracht, die Griechenland zeigen. Blaue Meere, weiße Häuser und geplattete Wege. Diese Bilder laden zum Träumen ein...

    Ich warf einen Blick nach oben und sah, dass man den Durchbruch zum nächsten Raum auch wie ein griechisches Tor verziert hat. Über dem Tresen, wo ein Herr für die Getränke zuständig ist, hat man Weinblätter angebracht. Die blau-gelben Gardinen harmonierten perfekt zu den blau-gelben Tischdecken. Alles schien perfekt, wäre da nicht die Decke über dem großen Raum...

    Die Decke war nämlich eine dunkelbraune Holzlattendecke. Das findet nicht jeder sexy, ich gehöre dazu, weil es einfach nicht zum Gastraum passt. Auch die Lampen standen in einer seltsamen Kombination zum Rest des Raumes, sie waren nämlich kupferfarben. Und dunkle Farben passen zu dem hell eingerichteten Gastraum mal so gar nicht.

    Ich hab jetzt genug über fragliche Designs im Gastraum erzählt, jetzt kommen wir zum Salat, der als Vorspeise zum Gyros kam.

    Der Salatteller war voll. An den Seiten lagen eine Olive und eine scharfe Peperoni. Zusätzlich gab es geriebene Mohrrüben und Krautsalat, dazu Blattsalat und einen Dressing, in dem ich ersaufen möchte...

    Göttlich. Und das schon bei der Vorspeise! Was ich wohl zum Gyros sagen werde...

    Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass in griechischen Gaststätten wenig Zeit zwischen dem Salat und dem Hauptgang vergeht. Ich wurde nicht enttäuscht und in nullkommanix stand mein Gyros vor mir. Auf dem rechteckigen Teller befindet sich wie folgt (von links): Pommes, Gyros, eine kleine Kugel Reis und ein ordentlicher Batscher Zaziki, unter dem noch etwas Blattsalat lag.

    Die Pommes waren zu flau. Aber gut, dass Salz und Pfeffer auf dem Tisch stand. Pfeffer brauchte ich nicht, denn gepfefferte Pommes schmecken doch nicht. Aber nach der salzigen Behandlung schmeckten die Pommes einwandfrei. Auch von der Konsistenz wussten sie zu überzeugen.

    Wer sich noch an meine Aufzählung von gerade eben erinnert, der weiß, dass jetzt das Gyros an der Reihe ist. Das Fleisch war knusprig, aber nicht zu sehr. Gut gewürzt war es ebenfalls. In der Speisekarte stand geschrieben, dass das Gyros im Restaurant Athen mit einem speziellen, besonderen Gewürz gewürzt wird. Und das Ergebnis war wie folgt: Perfektes Gyros. Kein komischer Geschmack dabei, alles konstant lecker.

    Ich springe an dieser Stelle zum Zaziki. Dies schmeckte ebenfalls wunderbar und rundete Pommes und Gyros wunderbar ab.

    Nein, ich habe den Reis nicht vergessen, da geht es jetzt weiter. Viel Reis war da nicht auf dem Teller, nur etwas. Man kann sich das vorstellen wie eine kleine Kugel Eis bei einer Eisdiele. Aber auch hier konnte die Küche geschmackstechnisch auf ganzer Linie überzeugen. Angenehm gesättigt legte ich das Besteck zur Seite.

    Dann sollte es zur Toilette gehen, denn die große Portion, die kleiner wirkte, forderte ihren Platz im Magen, den ich so nicht bieten kann. Also auf zur Toilette. Diese war sehr sauber.

    Am Ende bezahlten wir die Rechnung, die sich auf ca. 30€ belief, und gingen gesättigt Richtung Auto.

    Da das Speiselokal an der Promenade von Großenbrode liegt, kann man nicht vor der Tür parken, aber in etwa 200 bis 300 Metern gibt es viele Parkplätze.

    Fazit: Ich bin fast restlos begeistert, nur im Ambiente besteht etwas Handlungsbedarf, Stichwort Decke und Beleuchtung. Aber das Essen war super und auch der Rest vom Ambiente wusste zu überzeugen, da gibt es von meiner Seite aus volle 5 Sterne.

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    Kulturbeauftragte Da kriege ich Lust und Hunger auf einen solchen schmackhaften Gyros-Genuss, wie du ihn beschrieben hast! Glückwunsch zu wohl verdientem Daumen!

    Das könnte mir gefallen, wenn es nicht so weit weg entfernt sein würde...
    Auabacha Herzlichen Glückwunsch zum grünen Daumen für diesen klasse Bericht! Mir geht es wie Kaiser Robert. Es gab eine Phase in meinem Leben, in der ich sehr gerne "zum Griechen" ging. Heute ist es mir allgemein zu fleischlastig, und ich schaffe die Portionen einfach nicht mehr; bin im Seniorentelleralter angelangt :-)

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    Bewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Eis Venezia

    Markt 7 - 8, 23701 Eutin
    4.
    Eis sollte es sein...

    Unterwegs auf dem Eutiner Marktplatz überkam mich der Appetit auf ein Eis. Was liegt da näher, als ein Stopp bei einer Eisdiele?

    Venezia ist, neben einer großen Eisdielenkette, die einzige Eisdiele am Marktplatz und bisher habe ich gerne dort Eis gegessen, es schmeckte immer gut und auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmte. Für eine Kugel bezahlt man 1€, eine große Kugel kostet 50ct mehr.

    Sitzen kann man nur draußen, ein Innenbereich und damit ein WC fehlen leider komplett. Aber wer mal aufs Töpfchen muss, kann dies im nahe gelegenen Kaufhaus gegen Gebühr tun.

    Jetzt schweife ich ab. Also, ich kam da an und wollte zwei Kugeln haben. Schokolade unten und After Eight oben.

    In der Auslage lächelten mich schon zahlreiche Sorten an. Aber meine Wahl war gefallen und genau diese Sorten mussten es sein!

    Zwei normale Kugeln bestellte ich und im Nachhinein betrachtet war das der größte Fehler der Menschheitsgeschichte.

    Na ja, die Kugeln waren ziemlich klein. Auf meinen skeptischen Blick reagierte der Eisverkäufer nicht, ob es ihm egal war oder nicht kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Aber für 1€ deutlich zu klein. Basta, keine zwei Meinungen.

    Auf dem Marktplatz setzte ich mich auf eine Bank, im Rücken die markante Gedenksäule. Das After-Eight Eis war nicht schlecht, aber der typische Pfefferminzgeschmack hat mir etwas gefehlt. Na ja.

    Dafür war das Schokoladeneis besser. Auch nicht der ultimative Kracher, aber geschmacksintensiver, für mich aber war der Geschmack trotzdem etwas zu wässrig.

    Die Waffel konnte mich überzeugen, knusprig und lecker!

    Fazit: Der Eisverkäufer war freundlich, aber das Eis war eher durchschnittlich. Ich gebe hier solide 3 Sterne.

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    Puppenmama Schöner Bericht.
    Ich hatte heute auch einen Eisbecher, der bei der Hitze sehr schnell schmolz und daher nicht so mein Ding war.
    Auabacha @ubier: gute Idee. Und wenn ich die im Übermaß gekauften Eiswaffeln irgendwann mal satt habe, klebe ich sie mir als UV- und Hitzeschild auf die polierte Platte.
    @Philipp: beinahe hätte ich es vergessen. After Eight hat vor 20 Uhr kein Pfefferminzaroma :-D

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    Bewertung: 3 von 5 Sternen

    2. von 3 Bewertungen


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    Griechisches Spezialitäten-Restaurant Akropolis

    Elbingeröder Str. 6, 38700 Braunlage
    Tel: (05520) 22 13
    5.
    Braunlage, meine zweite Heimat.

    Ein Restaurant, dass ich noch nicht kannte. Dann muss das doch mal getestet werden! Und so geschah es an einem sonnigen Freitagmittag.

    Ich war mit fast meiner gesamten Familie dort. Wir betraten den Innenraum und sahen upsi, keiner da. Der Innenraum an sich war mit einigen griechischen Skulpturen versehen, dazu gab es Verzierungen im angemessenen Rahmen.

    Wir nahmen an einem Tisch Platz, an dem wir fünf Platz fanden. Wir warteten, nichts tat sich. Der Hunger nahm immer mehr von unseren Gefühlen ein, bei mir aber auch ein gewisses Bedürfnis.

    Toiletten: klein, aber sauber.

    Als ich zurückkam und mich an den Tisch setzen wollte, kam ein Herr, ich tippe mal auf Besitzer, und sagte in einem ziemlich unfreundlichen Ton: ,,Bei dem Wetter machen wir nur draußen!"

    Was nun? Gehen wir oder bleiben wir? Wir blieben und gingen nach draußen. Gleich ins Auge stach der verdammt lange Tresen. Der Besitzer möchte wohl einen Preis für den längsten Tresen gewinnen, nunja. Den Preis könnte er gewinnen...

    Sonst war der Außenbereich auch sehr geschmackvoll dekoriert. Der Zaun zum benachbarten Fluss, die Lampen und auch der Fußboden versprühten griechischen Charme. Wenn man den Blick schweifen ließ und seinen Gefühlen freien Lauf lässt, fühlt man sich fast wie im Olymp...

    Auftritt des Besitzers: Er schmiss uns die Karten regelrecht auf die Hände und brummte nur: ,,Karte!" Der Höflichkeit halber ließ ich das unkommentiert, die Blicke meiner Familie sprachen aber eine eindeutige Sprache: Akropolis Adieu.

    Die Karte wirkte abgewetzt, alt, wenn auch ansprechend dekoriert. Eine Entscheidung war schnell gefunden: Gyros mit Pommes und Zaziki für 11,90€. Da man bei griechischen Restaurants immer sehr große Portionen bekommt, fand ich den Preis angemessen. Meine Familie entschied sich auch für Gyros, aber auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel, und so lauteten zwei Bestellungen Leber mit Bratkartoffeln und Wiener Schnitzel mit Pommes. WIENER SCHNITZEL IN EINEM GRIECHISCHEN RESTAURANT? Etwas entsetzt haben wir alle geguckt, aber der Besitzer nahm, diesmal wortkarg, unsere Bestellung auf.

    Während wir warteten, sah ich mich weiter um. Da war der vermutliche Besitzer, der hinter dem langen Tresen stand und Cocktails mixte. Zusätzlich musste er zum Haus laufen um die Speisen zu holen und sie auch noch zum Tisch bringen.

    Wir saßen dort und warteten. Aufgrund der Größe der Tische saßen wir 5 auf 2 Tische verteilt. Mit mal kam die Sonne raus und 2 Personen, die an einem Tisch saßen, wechselten kurzerhand den Tisch, von der einen Seite neben uns zur anderen Seite neben uns.

    Ding machte es und das signalisierte dem Kellner, dass das Essen jetzt fertig ist. Aber was war das? Nur 3 Personen, darunter auch ich, bekamen unser Essen schon, aber die anderen beiden, die den Tisch gewechselt hatten, wurden nur unfreundlich angesprochen: ,,Was soll das denn? Sie können doch nicht einfach den Tisch wechseln! Jetzt muss ich die Kasse neu machen!" Er mag ja Recht gehabt haben, aber der Ton, wie er es sagte, ging gar nicht.

    Mein Essen war schon da, und so begannen wir drei, die das Essen schon bekommen hatten, zu essen. Mein Gyros war auf den Punkt gegrillt und gewürzt. Der Koch hat sich beim Würzen große Mühe gegeben, denn ich schmeckte nie einen komischen Geschmack heraus, wie ich es bisher einmal erlebte, aber nicht in diesem Restaurant.

    Auch die Pommes wussten durch ihre goldgelbe Farbe und natürlich dem Knuspergeräusch zu überzeugen. Der Geschmack war auch hier ganz ausgezeichnet. Salat gab's dazu, der war knapp über Durchschnitt. Ach ja, Zaziki gab's dazu. War das hausgemacht? Es schmeckte so. Es schmeckte wunderbar und rundete den Rest auf dem Teller wunderbar ab. Auf das Gyros hatte man Zwiebelringe gelegt, an denen konnte ich jedoch nicht viel spezielles feststellen. Vielleicht ihre Größe, aber sonst nichts.

    Es dauerte ungefähr 10 Minuten, bis dann auch die Speisen für die Tischwechsler kamen. K war von der Größe erschlagen und sagte erstmal: ,,Dass Sie immer so große Portionen geben müssen!" Der vermutliche Besitzer antwortete: ,,Ach, das macht doch nichts, der nächste Winter kommt bestimmt!" Wir mussten lachen.

    Nun saßen wir drei am einen Tisch und hatten bereits aufgegessen, als die anderen beiden am anderen Tisch erst begonnen zu essen. Schmecken, das tat es ihnen! Aber nach der Hälfte hörte K auf zu essen und auch A war nach dreiviertel des Tellers pappsatt.

    Als wir dann alle fertig waren, kam der Kellner um das Geschirr abzuräumen. Er fragte K: ,,Wer hat gewonnen?" Die Antwort kam prompt: ,,Das sehen Sie ja."

    Dann verschwand der Kellner, nachdem wir ihm sagten, er solle gleich zum Bezahlen erscheinen. Wir bezahlten dann, gingen noch einmal auf die Toilette und gingen wieder weg.

    Fazit: Essen 5 Sterne
    Service & Freundlichkeit 2 Sterne

    macht bei mir drei Sterne.

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    Ausgeblendete 21 Kommentare anzeigen
    Kulturbeauftragte Die längste Theke kann es nicht gewesen sein, denn die gibt es bekannter massen bei uns in Düsseldorf ;-)! Der Grieche scheint seinen "schlechten Tag" gehabt zu haben, das kenne ich bisher jedenfalls anders! Danke für die Warnung!
    Tikae Eine lebendige Bewertung, gefällt mir sehr gut !
    Spätestens bei KARTE hätte ich allerdings einen Teil meines Temperaments entfaltet.....
    Männlein Zunächst meinen herzlichsten Glückwunsch zum gelungenen Bericht und den GD. Und wenn das Essen noch so gut war, für die Muffeligkeit des Chefs hätte es bei mir einen Punkt Abzug gegeben.
    ubier Na, den Koloss von Rhodos... ääh, Braunlage kriegen wir auch noch geknackt! Immerhin hat er Ansätze von Humor erkennen lassen.
    Kulturbeauftragte Glückwunsch zum Akropolis-adieu- Daumen!

    Das mit der Theke, da handelt es sich um ein geflügeltes Begriff, das auf ein bekanntes Karnevalslied zurückgeht: schau dir das an: https://www.youtube.com/watch?v=NELJsvBPmgk

    vielleicht verschlägt es dich (in nicht absehbarer Zeit) an den Rhein, dann kannst du es selbst in Erfahrung bringen ;-)



  6. Bewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


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    Lotti Fresh

    Dänischburger Landstr. 81, 23569 Lübeck
    Tel: (0451) 397 72 20
    6.
    Wenn man im LUV Shopping in Lübeck Dänischburg unterwegs ist, Kaffee trinken möchte und das nicht bei einer Filiale einer Kette tun möchte, kommt bei Lotti Fresh voll auf seine Kosten.

    Man bekommt dort nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch Fleisch im Brötchen und frische Shakes. Die Shakes habe ich noch nicht probiert, vielleicht tue ich das ja demnächst mal.

    Heute war ich in familiärer Begleitung im LUV unterwegs und wir wollten bei Lotti Fresh Kaffee trinken. Man geht zum Eingang von Edeka, aber vorher sind rechts die Sitzplätze, eine Kühlung wo man Getränke (ich meine auch kleine Snacks) bekommt und natürlich der Tresen.

    In einem Wärmekasten befindet sich das Fleisch für die Fleischbrötchen. Man kann also sehen, was man bekommt und gleich reißaus nehmen, sollte das Fleisch verdorben sein. Aber das habe ich bei meinen Besuchen noch nicht erlebt.


    Zusätzlich gibt es auch Kuchen, Donuts und Muffins. Die Auswahl ist hier nicht unbedingt sehr umfangreich, variiert nach eigener Aussage jedoch täglich.

    Jetzt geht es aber um meinen heutigen Besuch. Auf Kaffee hatte ich keine Lust, also nahm ich eine Cola Zero und einen Schoko-Cookie. Der Cookie schlägt mit 1,19€ zu Buche, den Preis der Cola habe ich leider vergessen, aber Pfand wird auf jeden Fall berechnet.

    Eine etwas emotionslose junge Dame bediente uns, für meine familiäre Begleitung war ein Kaffee genau das Richtige, aber ich wollte einfach nicht. Und was ich nicht will, will ich nicht.

    Selbstbedienung, das heißt hier mit Einkaufstüten, der Cola und dem Cookie bepackt einen Platz suchen. Voll ist es hier nie, obwohl es nicht extrem viele Sitzplätze gibt.

    Wir nehmen auf einer Bank platz. Die Sitzfläche ist gepolstert, während die Lehne aus Holz besteht, an die man ein hartes Kissen geschraubt hat. Wie es um die Bequemlichkeit der Stühle steht, kann ich nicht sagen, denn besagte Stühle benutze ich höchst selten bis nie.

    An der Wand hängen Piktogramme von Lebensmitteln, na gut. Und von der Decke hängen komische Eisenstangen, an denen wiederum Holzlatten hängen. Ob die schon mal jemandem ein Horn geklopft haben?

    Zusätzlich zu den normalen Sitzplätzen gibt es höhere Tische, an die Barhocker gestellt worden sind. Da ich aber lieber festen Boden unter den Füßen habe und man sich auf den Barhockern auch nicht anlehnen kann, meide ich diese wie die Pest.

    So, dann sitzt man da und isst. Der Cookie wird, glaube ich, nicht vor Ort selbstgemacht, er schmeckt jedoch ganz vorzüglich. Leicht knusprig, die Schokolade cremig, aber ohne Schmierkram. Wenn meine Begleitung dann mal Kuchen ist, wird mitgeteilt, dass der Kuchen ganz formidabel schmeckt.

    Wie bereits erwähnt, wurde auf die Cola Pfand berechnet. Allerdings gibt man die Cola nicht einfach am Tresen ab, sondern man geht zu den Leergutautomaten, holt sich einen Pfandbon und gibt diesen am Tresen ab. So erhält man sein Pfand zurück. Klar, es ist umständlicher, aber es geht. Schlimmer geht immer!!!!

    Man kann auch lange nachdem man aufgegessen hat, sitzen bleiben, ohne dass einem langweilig wird.

    Warum?

    Weil man den Leuten zusehen kann, wie sie ihre Einkäufe im LUV erledigen. Ab und an bekommt man da auch mal eine kleine Streiterei mit. Aber solange die sich nicht kloppen ist alles im Lot.

    Die Sauberkeit ist akzeptabel, vor allem im Sitzbereich besteht Luft nach oben.

    Fazit: Eine gute Alternative zu den üblichen Verdächtigen. Man bekommt Süßes und Herzhaftes, kann einigermaßen gut sitzen und die angebotenen Lebensmittel schmecken auch gut. Für das umständliche Erhalten des Pfandgeldes und der teils unschönen Sauberkeit ziehe ich einen Stern ab. Trotzdem werde ich wiederkommen :-)

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    kisto Ich vermute dass die Holzlatten zur Schalldämmung von der Decke hängen.

    Schön ausführliche Bewertung, Philipp.

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    Bewertung: 5 von 5 Sternen

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    Eis-Cafe bei Renzo

    Strandallee 138, 23683 Scharbeutz
    Tel: (04503) 737 95
    7.
    Himmlisch

    An einem sonnigen Tag in Scharbeutz an der wunderschönen Ostsee hatten Kumpel H und ich Lust auf ein Eis. Da fiel mir das Eiscafé ,,bei Renzo" ein, welches in kurzer Distanz zur Seebrücke liegt, wo wir uns aufhielten.

    Etwas versteckt fanden wir das Eiscafé und sahen die ganzen Stühle, die draußen stehen. Aber ich wollte hereingehen, weil ich nicht gerne draußen sitze.

    Also betraten wir zwei das zugegebenermaßen schnuckelige Innere und nahmen erst einmal Platz. An der Wand über mir hing ein großer Fernseher, der allerdings gerade ausgeschaltet war. Das Lokal war in blau-grau-Silber-Weiß gehalten, etwas andere Farbe brachte die weiße Decke mit aufgemalten Blättern. An der silbrigen Wand hingen zur Dekoration Alkoholgetränke, genauer gesagt, die Flaschen davon. Zusätzlich hingen dort noch Bilder aus Venedig und eine Art Maske, die ich nicht weiter zuordnen konnte. Der Tresen war weiß gehalten und wurde durch ein LED-Band rot angeleuchtet. Auf dem Weg zu den Toiletten waren Bilder aufgehängt, auf denen Kinder zu sehen sind, wahrscheinlich die Kinder der Besitzer.

    Ich nahm mir die kunterbunt gestaltete Karte in die Hand und sah mich nach einem Eisbecher für mich um. Kumpel H wollte bloß eine Kugel Erdbeere zum ,,hier essen", ich wollte jedoch einen schönen Eisbecher essen. Und da blieb mein Blick am After-Eight Becher für 6,50€ hängen.

    Ich schlug die Eiskarte zu und H auch. Jetzt kam eine Dame zu uns, sehr freundlich, allerdings der deutschen Sprache nicht hundertprozentig mächtig. Meine Bestellung verstand sie 1a, H musste ihr etwas mehr erklären, was er haben wollte. Aber auch das verstand sie und verschwand hinter dem weißen Tresen.

    Ich saß auf meiner blau-grauen Bank und schaute hinter den Tresen, wo die Dame begann, die Eisbecher zuzubereiten. Dann brachte die Dame kleine Platzdecken wo draufstand ,,Einziges original italienisches Eiscafé in Scharbeutz." Es wird ja groß aufgetrumpft, dachte ich und dann kam auch schon das Eis.

    Oder einer der größten, am Besten gestalteten Eisbechern, den ich je gesehen habe. Obenauf viel Sahne mit Streuseln und einer Minzsauce dazu steckten in der Sahne eine Waffel, ein Stück Minzschokolade und eine Pfefferminzstange, darunter drei Kugeln Eis, nämlich Schokolade, Pfefferminze und Vanille.

    Die Waffel war der einzige Kritikpunkt, sie war mir etwas zu zäh und hart. Das ist allerdings Kritik auf einem sehr hohen Niveau. Die Minzschokolade und die Pfefferminzstange kann man auch so im Geschäft kaufen, trotzdem schmeckten sie exzellent.

    Die Sahne war von der Minzsauce ummantelt und nahm der Sahne ganz den typischen Geschmack. Es schmeckte nach einer Mischung aus Sahne und Minze und fühlte sich im Mund sehr sanft an. Es setze sich eine dünne Schicht am Gaumen an, manche mögen das, andere wiederum nicht. Mir gefiel es aber.

    Das Eis brach alle Rekorde. Geschmacklich so intensiv, ohne dabei künstlich zu schmecken. Die großen Kugeln waren wunderbar cremig und ich genoss es, mit dem Löffel kleine Bahnen zu ziehen. Auch H war von seiner Erdbeerkugel angetan.

    Als sich das Eis langsam dem Ende näherte, beobachtete ich, wie die Bedienung vor die Tür an eine Art Schrank ging und Bananen herausholte. Erst da bemerkte ich, dass in diesem Glasschrank Kuchen und Torten drin standen. Kaffee bekommt man auch, perfekt! Da zeigt sich das Wort Eiscafé von seiner ganzen Seite. Aber auf Kaffee und Kuchen hatten wir zwei nach Absprache keine Lust mehr, denn wir wollten eh zurück an die Promenade und an den Sandstrand.

    Also zahlte H seine 1,50€ für die Kugel Eis (diesen Preis musste er bezahlen, weil er das Eis drinnen verzehrte, im außer-Haus Verkauf kostet eine Kugel 1€) und ich meine 6,50€ für den After-Eight Becher, der seinem Preis nicht nur gerecht wurde.

    Fazit: Eines der besten Eiscafés, das ich je besucht habe. Das Ambiente stimmt, das Eis schmeckt sehr, sehr gut und das Preis-Leistungsverhältnis geht voll in Ordnung. Ich denke, 5 Sterne plus Herz sind hier angemessen.

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    mrs.liona Unser Gast war wenig zufrieden, und mr.lion war sogar richtig genervt: sein Schokoeis war fad, Malaga schmeckte nach Minze - geht gar nicht. Ich fand es unterdurchschnittlich und dafür viel zu teuer.

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    Gedenkstätte KZ Neuengamme

    Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg
    Tel: (040) 428 13 15 00
    8.
    Schulausflug ins KZ Neuengamme.

    Parken kann man nur an der Straße, das bemerkte ich sofort, und dass sie Straße auch ziemlich eng ist, sah ich auch gleich. Ob man woanders besser parken kann, weiß ich nicht, denn der Bus fuhr uns direkt vor den Eingang und holte uns dort auch wieder ab.

    Wir betraten sogleich einen großen Platz, an dem mehrere Häuser stehen. Zwischen zwei großen Häusern waren kleine Steinwände platziert. Diese Steinwände stellen den Grundriss der ehemaligen Baracken dar, wo die Inhaftierten unter grausamen Umständen schliefen. Aber nochmal zum Platz hinter dem Eingang zurück. Das ist der sogenannte Appellplatz, wo die Häftlinge morgens und abends durchgezählt wurden. Währenddessen durften sie sich nicht bewegen und wenn mal ein Inhaftierter nicht erschien, so wurde das gesamte Areal durchkämmt. Währenddessen mussten die anderen Personen still auf dem Appellplatz stehen bleiben. Man sieht, Kollektivstrafen waren an der Tagesordnung, wozu ich später noch mehr berichten werde. Wenn einer vom Appellplatz weglaufen wollte, wurde er sofort erschossen.

    Auf besagtem Appellplatz lernten wir unsere Guidin kennen, die gleich nett und sympathisch wirkte und sogleich Fragen zum gesamten Konzentrationslager beantworten konnte.

    Da wir eine angemeldete Schulklasse waren, hatte unsere Guidin ein paar Aktivitäten vorbereitet. Jetzt gingen wir in eine Nische mit einigen Sitzgelegenheiten, wo wir Fragen stellen sollten. So erfuhr ich, dass obwohl Neuengamme kein Vernichtungslager wie Auschwitz war, ungefähr 35-45 tausend Menschen ihr Leben verloren. Und das nicht nur durch Mord durch die SS, sondern auch durch die belastende Arbeit und gegebenenfalls durch Folter.

    Dann breitete unsere Guidin ein paar Bilder auf dem Fußboden aus. Auf diesen Bildern waren Soldaten zu sehen, Inhaftierte Menschen, Hinrichtungen,.... Nun sollte jeder sich ein Bild aussuchen, von dem er sich angesprochen fühlt. Etwas ziellos schaute ich mir die Bilder an, bis ich eins sah, was mich sofort nachdenklich stimmte. Drauf zusehen waren mehrere Leichen, die von (meiner Vermutung nach) SS-Offizieren in den Ofen des Krematoriums gebracht wurden. Diese Äußerung tat ich kund und die Guidin erklärte: ,,Alle Arbeiten hier im KZ mussten von den Häftlingen selbst gemacht werden. Dazu zählt das Bauen der Häuser, das Verfrachten von Leichen ins Krematorium und auch die Küche wurde von Häftlingen betrieben. Unter den Häftlingen gibt es nämlich eine Art Hierarchie, also besser und schlechter gestellte Inhaftierte. Die besser gestellten hatten einfachere Aufgaben zu erledigen und sie wurden nicht so schnell bestraft wie die anderen, denn alle Häftlinge waren der Willkür der SS-Offiziere schutzlos ausgeliefert. Darüber hinaus können auch die höheren Gefangenen die Inhaftierten mit niedrigem Status bestrafen." Das musste ich erst einmal verdauen. Häftlinge, die für die SS arbeiten, Leichen verbrennen und und und...

    Als nächstes sollten wir uns mit Biographien beschäftigen. Dazu gingen wir in den ersten Stock des Ausstellungsgebäudes in einen Raum. Wir durften uns Biographien aussuchen und die wichtigsten Infos rausschreiben. Ich entschied mich für Miloš P. aus Slowenien, dessen Vater zuerst wegen öffentlicher Nazikritik inhaftiert wurde. Dann sollten Hakenkreuz-Flaggen anlässlich Hitlers Geburtstag aufgehängt werden. Miloš' Mutter weigerte sich jedoch welche aufzuhängen, wenn nicht ihr Mann nach Hause käme. Dann wurde die Mutter deportiert, weil sie ,,gegen das Dritte Reich" und damit politisch Andersdenkende sind. Miloš hingegen wurde wegen Mitgliedschaft in einer Befreiergruppe deportiert. In Neuengamme fand dann die Familienzusammenführung statt.

    Da alle das erst einmal schlucken mussten, bekamen wir eine Viertelstunde Pause, in der ich erstmal die Toiletten inspizierte und für sauber befand.

    Nach der Pause bekamen wir freie Zeit, in der wir uns die komplette Ausstellung ansehen sollten. Ich begann im Erdgeschoss und arbeitete mich langsam hoch. Jeden einzelnen Raum kann ich hier nicht beschreiben, dann säße ich morgen noch dabei.

    Bemerkenswert ist aber das Modell der gesamten Anlage, die im Erdgeschoss steht. Neben den Unterkünften der Inhaftierten sah man die Unterkünfte der SS-Offiziere sowie deren Garagen. Zusätzlich sah man die KZ-Gärtnerei, den Haftbahnhof, das Krematorium und das Gebäude, wo die Firma Walther mit Inhaftierten via Zwangsarbeit ihre Waffen hergestellt haben.

    Im Obergeschoss sind neben den Biographien mehrere Räume, einer zeigt, wie diese Holzbaracken von außen ausgesehen hat. Zusätzlich wurden persönliche Gegenstände von Häftlingen gezeigt, diese wurden nämlich abgenommen und auch die Haare wurden jedem Häftling abgeschnitten. Natürlich können die Männer und Frauen dort nicht nackt laufen, es gibt nämlich eine blau-weiß gestreifte Uniform, die aus einer Mütze, einem Hemd und einer Hose besteht. Die Damen haben dies als Kleid. Darauf befanden sich farbige Dreiecke, die jedem zeigen, ob der Gefangene ein Jude, Homosexueller, Krimineller oder politischer Gefangener ist. Dort im Raum werden auch die Außenlager von Neuengamme aufgezeigt. Viele davon befinden sich selbst in Hamburg, andere nördlich, andere südlich davon. Eins ist bei mir in der Region, nämlich das Außenlager Lütjenburg-Hohwacht.

    Im nächsten Raum steht, dass das KZ Neuengamme durch das Deutsche Rote Kreuz befreit wurde. Durch diesen Raum bin ich allerdings nur im Laufschritt gegangen, weil ich zurück zum Treffpunkt musste.

    Nun ging es zu einer Schlenderei über das Gelände. Zuerst ging es an die Grundmauern vom ehemaligen ,,Strafblock", wo Häftlinge eingesperrt wurden, wenn ein SS-Mann das so wollte. Die Zellen sind dort sehr klein, sie messen 3 Meter Länge und 1,50 Meter Breite. Der Häftling kann wirklich was gemacht haben, aber auch durch die Willkür eines SS-Mannes dort gelandet sein. Zum Beispiel: Wenn ein Häftling einen SS-Offizier sah, musste er sich verbeugen, die Mütze auf die Knie schlagen und durfte ihn nicht ansehen. Wenn der SS-Mann behauptete, der Häftling habe sich nicht schnell genug verbeugt oder ihn angesehen, konnte der Inhaftierte in den Strafblock kommen, selbst wenn der Häftling alles korrekt ausgeführt hat.

    Gaskammern gab es in Neuengamme keine, allerdings wurde der bereits erwähnte Strafblock zu einer ,,Ab-und-an-Gaskammer" umfunktioniert, das heißt, es wurden Vorrichtungen eingebaut, mit denen man das tödliche Zyklon B in die Räume des Strafblocks leiten und so die Menschen vergasten. Dies geschah allerdings nur an zwei Tagen während des Betriebs als KZ.

    In einem Haus in Sichtweite des Strafblocks hatte die Firma Walther eine Niederlassung, wo Inhaftierte und Mitarbeiter gleichermaßen arbeiteten. SS-Männer arbeiteten hier nicht oder führten nur Kontrollgänge durch.

    Wir gingen weiter zum Krematorium. Oder genauer gesagt zu dem, was vom Krematorium noch übrig ist. Das ist nämlich nur eine Platte, auf der ein Gedenkstein liegt. Auf besagtem Gedenkstein hat man, gemäß jüdischer Tradition, Steine statt Blumen niedergelegt. Im Krematorium wurden die Leichen der Häftlinge nebeneinander hingelegt und verbrannt. Das mussten allerdings auch die Häftlinge übernehmen.

    Vorher, als Neuengamme noch Außenlager vom KZ Sachsenhausen war und viel weniger Häftlinge hatte, gab es das Krematorium noch nicht. Da wurde ein Hamburger Bestatter gerufen, der die Leichen mitnahm und sie bestattete. Dies wurde mit der Zeit zu aufwändig und man baute das Krematorium, wo die Leichen ausnahmslos verbrannt wurden. Angehörige konnten die dabei entstandene Asche gegen Gebühr mitnehmen, allerdings war nie klar, wessen Asche man mitnahm. Denn das wurde nie überprüft.

    Von da aus gingen wir zu den Garagen der SS-Männern. Autos aus vergangenen Tagen kann man dort nicht ansehen, wohl aber die Geschichten des KZs, vor allem über die Zeit direkt danach. Das KZ wurde danach nämlich als normales Gefängnis benutzt und es wurden mehrere Gebäude, wie die Holzbaracken (Unterkünfte der Inhaftierten), abgerissen. Auch wurde über die Pensionierung der SS-Offiziere gesprochen. Sie konnten, aufgrund ihres öffentlichen Verdiensten die Pension eines Beamten erlangen. Den Überlebenden geht es genau so, die müssen es jedoch einklagen, was von Überlebenden und Angehörigen gleichermaßen als Demütigung wahrgenommen wurde.

    Und weiter ging es, ans Hafenbecken. Dort wurde, für den Export der im Arbeitslager gefertigten Gegenstände, aus einem kleinen Fluss ein befahrbarer Hafen gebaut, natürlich von Häftlingen. Dies geschah unter so schrecklichen Bedingungen, dass man vom ,,Todeskommando" sprach. Inhaftierte, die dort arbeiteten, überlebten in der Regel nicht mehr als zwei Wochen.

    Vom Hafenbecken aus ist es nur ein Steinwurf zur ehemaligen Ziegelei. Einer der drei Flügel ist öffentlich zugänglich gemacht worden. Dort befindet sich nichts besonderes drin, für uns hatte man jedoch Stühle hingestellt, wo wir über die Arbeitskommandos sprachen. Auch hier wieder, untergeordneter oder übergeordneter Häftling, hier wurden auch Unterschiede gemacht. Die höheren Gefangenen und intelligenten bekamen Arbeit in der Ziegelei, wo sie mithilfe von Maschinen Ziegel aus Lehm brannten. Den Lehm beschafften die Gefangenen niedrigen Grades, sie gruben vor der Ziegelei nach Lehm und brachten es in die mehrfach erwähnte Ziegelei. Als unbeliebteste Arbeit galt der Bau des Hafenbeckens, denn da starben reihenweise Menschen. Ist ein Häftling ums Leben gekommen, wurde er einfach durch einen anderen oder neuen Häftling ersetzt.

    Ein paar hundert Meter gingen wir durch den Wald zum Haus des Gedenkens mit Mahnmal und Skulptur. An die Skulptur bin ich aus Zeitgründen nicht gegangen, wohl aber ins Haus des Gedenkens. Im Erdgeschoss, rechts hinter dem Eingang, liegen unter schwarzen Tüchern Bücher der SS-Offiziere, wo Häftling und Nummer draufstehen. Die Nummer bekam ein jeder Häftling auf den Arm tätowiert.

    Über ein paar Stufen gelangt man auf die Galerie, wo etliche Namen von Gestorbenen auf Listen an der Wand stehen. Da sieht man, wie viel Menschen ermordet oder durch schlechte Lebensumstände gestorben sind. Ich habe mir nicht mal alle Listen angesehen, denn beim Anblick der Namen wurde mir schwindelig.

    Ich ging dort noch einmal auf die saubere Toilette und danach zum Bus zurück nach Hause.

    Das KZ Neuengamme ist für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist frei, es kostet nur eine Führung und Snacks in der Cafeteria. Eine komplette Mahlzeit kann man dort jedoch nicht einnehmen. Das Ausstellungsgebäude und der Rest der Anlage ist bis auf das Haus des Gedenkens durch Rampen und Aufzüge barrierefrei gemacht.

    Fazit: Die Sternevergabe fällt mir hier schwer. Sollte ich die Taten von damals bewerten, bekäme es laut golocal Richtlinien nur einen Stern. Da aber mit viel Liebe zum Detail ein Ort der Erinnerung hergerichtet hat, der auf sympathische Weise von der damaligen Zeit im KZ berichtet, vergebe ich hier doch die Höchstnote.

    So etwas darf sich nie wiederholen!

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    Kulturbeauftragte Glückwunsch zum Daumen. Kann deine (zwiespältigen) Erfahrungen bestens nachvollziehen, weil ich selbst als Teenager ebenfalls mit meiner damaligen Klasse einen KZ (Auschwitz) besuchen musste, weil es zum Unterrichtsstoff gehörte. Wenn ich selbst daran denke (auch wenn es höchstwahrscheinlich noch krasser sich darstellt, als ein"Durchgangslager, wie Neuengamme es war) bekomme ich noch Jahrzehnte später richtig Gänsehaut...

    Die von dir erwähnte Skulptur ist eben die, die ebenfalls an der Ruine von St. Nikolai in der Stadt zu finden ist. Mehr unter: https://www.golocal.de/hamburg/freizeitanlagen/pruefung-edith-breckwoldt-am-mahnmal-st-nikolai-YUY9V/
    eknarf49 Da ich die Gedenkstätte noch nicht kenne, habe ich den Bericht sehr interessiert gelesen. Auch mich hätte das sicher sehr beeindruckt. Danke für Deinen ausführlichen Text.
    Sedina Schön, dass Ihr das mit der Schule gemacht und den Blick für das Grauen geschärft habt, das sich wirklich nicht wiederholen darf.
    Glückwunsch zum Bericht und zum Grünen Daumen!
    Philipp Vielen Dank für eure Glückwünsche.

    @Sedina: So etwas darf sich wirklich nie wiederholen. Da waren wir uns alle einig.

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    Elbphilharmonie Hamburg

    Am Kaiserkai 1, 20457 Hamburg
    Tel: (040) 380 88 00
    9.
    Hach ja, die Elbphilharmonie...

    Mein Besuch dort ist schon ein paar Tage her und ich hatte genug Zeit, die Eindrücke sacken zu lassen.

    Es war an einem Samstag, draußen war es warm und wir hatten herrliches Wetter. Nachdem wir zu Fuß durch die Speicherstadt gegangen sind, sahen wir schon die Elbphilharmonie und wollten ihr sogleich einen Besuch abstatten.

    Das Ticket, welches zum großen Erstaunen kostenfrei ist, war schnell gekauft und wir bestiegen die Rolltreppe. Voll war sie! Nach oben ließ die Steigung immer mehr nach und bald waren die Stufen kleiner als bei jeder normalen Rolltreppe.

    Hinter der Rolltreppe gelangt man an ein Fenster, das einen grandiosen Ausblick auf den Hamburger Hafen bietet. Von diesem Raum aus ging es über eine weitere Rolltreppe und danach über ein paar Stufen zur Plaza, der Aussichtsplattform.

    Ja, hinter der zweiten Rolltreppe gibt es noch ein paar Stufen zu bewältigen. Für Rollstuhlfahrer gibt es aber auch einen Aufzug, der von ganz unten (Eingang) zur Plaza fährt.

    Jetzt wollte ich erstmal auf die Außenplaza, also der Weg außen um das Gebäude. Hamburg ist eine bunte Stadt, das weiß ich jetzt. Ich sah die Elbe mit ihrem nicht ganz so appetitlichen Wasser und den Hafen. Bei meinem Weg hörte ich ab und an ein komisches Pfeifen, welches auch schon den Unmut anderer erregte. Mehrere Ausflugsschiffe fuhren dort, inklusive einem Raddampfer. Okay, das Rad dient nur der Show, denn fahren tut das älter aussehende Schiff mit einem normalen Motor.

    Mehr ins Staunen hat mich die schmale Seite mit Blick auf die Stadt gebracht. So etwas habe ich noch nie gesehen! Postpostmoderne Häuser, die futuristischer als in manchem Sci-Fi Film sind. Unten, auf der Straße, fuhren ,neben normalen Autos, Miniautos für nur eine Person, in der man eine Stadtrundfahrt machen kann. Natürlich nur für Führerscheinbesitzer. Ja, Hamburg ist eine bunte Stadt.

    Mit dem Gang auf die lange Seite mit Blick auf Hamburg verschwand die Aussicht etwas, denn schon das benachbarte Haus ist etwas höher als die Aussichtsplattform, und so kann man nur die Skyline bewundern. Natürlich auch nicht schlecht, aber das Haus hat mich schon etwas gestört. Das ist schon der halbe Stern Abzug.

    Zu der Skyline gehört auch der Blick auf den Kirchturm vom Michel und der St. Nikolaikirche, der Blick zum Fernsehturm. Der Fernsehturm beherbergte übrigens mal ein Restaurant, das aber aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde.

    Weiter ging es auf der Plattform. Den breitesten Punkt gab es dann auf der schmalen Seite mit Blick auf den Hafen. Auf der Elbe fuhren weiterhin die Schiffe, inklusive einem großen Kreuzfahrtpott. Das zog natürlich die Besucher wie wild auf die Seite und schnell wurde es voll, sodass wir beschlossen, erst einmal im Café ,,Störtebeker" Einzug zu halten. Das Café befindet sich auf der Plaza und setzt auf Selbstbedienung.

    Drei Tresen gibt es in dem schmalen Raum. Zwei an den schmalen Seiten, wo man Kaffee besetellt und einen langen Tresen für süße und herzhafte Snacks. Meine Wahl fiel auf einem Cookie für zwei Euro und eine Vio-Bio-Limo (Preis vergessen). Der Tresen mit den Snacks und ein Tresen für Kaffee waren unbesetzt und so stellten wir uns an den anderen Tresen, wo vor uns zwei ältere Herrschaften noch eifrig mit der Bedienung auf Englisch über den Kuchen diskutierte. Ein anderer Tresen wurde nicht besetzt und so trat hinter uns schon ein Gemurre auf, dass doch endlich ein anderer Tresen geöffnet wurde. Dies geschah auch nach einer gefühlten Ewigkeit, also teilte sich die Menschenmenge auf beide Tresen auf.

    Nachdem wir den preislich etwas gehoben Preis bezahlten, gingen wir zu den Tischen und ich muss sagen, so unbequem habe ich noch nie gesessen. Extrem hohe, wackelige Stühle und Tische sagen schon alles. Vorbildlich: Tassen, Besteck und Teller sind recycelbar und daher wiederverwendbar. Das habe ich so noch nie gesehen, ist aber absolut vorbildlich. Der Cookie und die Limo schmeckten auch gut. Trotzdem: Für das Café fällt der nächste halbe Stern weg. Macht also noch vier.

    Bevor ich zurück nach draußen ging, sah ich mich auf der Innenplaza weiter um. Vom Design her habe ich diesbezüglich nichts auszusetzen, es ist schlicht und ergreifend :-D

    Spaß beiseite, die Plaza wurde wirklich getreu dem Motto ,,Weniger ist mehr" gestaltet. Den Besucher erwartet ein warmes Weiß an der Decke und eine große geschwungene Glasfront, die einen Blick auf die Außenplaza bietet, wo man nicht nass werden kann. Der Fußboden dort ist als Kontrast rot geplattet und mit Markierungen für blinde Menschen versehen. Von der Plaza gehen auch die Treppen zum großen und kleinen Saal ab, diese sind aber gesperrt, wenn kein Konzert stattfindet.

    Ich fand einen Shop, in den ich auch ging. Dort gibt es Merchandising zu teilweise gepfefferten Preisen. So nenne ich eine DVD mit dem Eröffnungskonzert für 30€ oder ein Schneidebrett in Form der Elbphilharmonie zum Preis von ca. 270€! Es gibt auch noch Notizblöcke, Aufkleber für's Auto, Schneekugeln mit der Elphi drin und und und... Ich war erschlagen von dem Angebot, dass sich auf mehreren runden Tischen in der Mitte des Raumes präsentiert. Mitgenommen haben wir dann nur einen Magneten und einen Autoaufkleber.

    Jetzt plagte mich aber ein anderes Bedürfnis... Toilette! An der Treppe zu den stillen Örtchen hielt mich ein freundlicher Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes zurück und sagte, dass die Herrentoilette gesperrt sei. Ich solle doch auf die nur mit dem Aufzug erreichbare Toilette oder auf die Toilette beim großen Fenster ausweichen. Letztere steuerte ich dann an und musste 50 Cent bezahlen, was man für diese saubere Toilette natürlich gerne tut.

    Danach fuhr ich zurück mit der Rolltreppe auf die Plaza und ging nach draußen. Auch hier bemerkten wir wieder dieses seltsame Fiepen. Außerdem sahen wir, dass man direkt am Fuße der Elbphilharmonie einen kleinen Park angelegt hat, wo man sich hinsetzen kann.

    An dem Blick konnten wir uns trotz Behinderung an einer Seite nicht satt sehen, also hielten wir immer und immer wieder an um zu gucken und uns den warmen, angenehmen Wind um die Nase wehen zu lassen. Und wieder einmal war ich von der Größe und der Vielfalt Hamburgs angetan. Sowas gibt es in meinem 1200-Seelendorf nicht. Sowieso hat Hamburg einiges zu bieten, wie die Mönckebergstraße, den historischen Hauptbahnhof, die St. Nikolaikirche und die Elbphilharmonie (natürlich keine allumfassende Aufzählung).

    Langsam gingen wir weiter und hatten noch keine wirkliche Lust, das Feld zu räumen. Nach einer weiteren Runde auf der Außenplaza ging es aber schließlich erst mit der kurzen und dann mit der langen Rolltreppe abwärts. Im Schacht mit der großen Rolltreppe wehte es ziemlich, weshalb ich mir die Jacke anzog, die dabei durch den Wind ordentlich durchgeweht wurde. Unten mussten wir dann noch durch ein Drehkreuz und konnten dann gehen.

    Parken kann man übrigens DIREKT in der Elbphilharmonie, dafür gibt man einfach ,,Hamburg - Am Kaiserkai 1" ins Navi ein. Allerdings kostet im dortigen Parkhaus eine Stunde 4,50€, dafür ist aber der Eintritt frei. Man kann natürlich auch woanders parken. Das Ticket bekommt man an einer normalen Kasse ausgehändigt, muss dafür aber, wie erwähnt, nichts dafür bezahlen.

    Fazit: Auch Tage nach dem Besuch bin ich begeistert! Die schönen Ausblicke, die vorbildlichen Utensilien im Café, der freie Eintritt und und und. Aber wegen dem nicht ganz perfekten Service und den leicht eingeschränkten Blick ziehe ich einen Stern ab, lege das Herz aber drauf.

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    joergb. Schöne Bewertung Philipp, aber verrate uns doch einmal wie Du ein ticket kaufen kannst, wenn der Eintritt frei ist ;-)

    Schreibst Du im vierten Abschnitt ;-)
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    K.Witt Das ist ein sehr schöner und ausführlicher Bericht. Macht mich noch neugieriger , als ich so schon bin. Dieses tolle Haus will ich mir unbedingt ansehen.
    Ich gratuliere zur Daumen-Auszeichnung.
    Sedina Ein schöner Bericht, lieber Philipp, zur Plaza unter der Elbphilharmonie.
    Die Tickets dafür kosten bei Vorbuchung 2 €. Für Einzelpersonen sind restliche Kontingente kostenlos unten am Informationsschalter erhältlich. Ohne Ticket geht es nicht, weil darüber die Besuchermenge in den aus Sicherheitsgründen erforderlichen Grenzen gehalten wird.
    Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    Puppenmama Danke für Deinen hervorragenden Bericht und die schönen Fotos.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.
    Männlein Toller Bericht. Glückwunsch zum verdienten GD. Allein wegen der Elbphilharmonie werde ich mit Sicherheit Hamburg besuchen.
    Nike Diese interessante Bewertung wäre mir fast durch die Lappen gegangen. Herzlichen Glückwunsch zur verdienten Begrünung

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    Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V., Museum und Aussichtsturm

    Willy-Brandt-Str. 60, 20457 Hamburg
    Tel: (040) 37 11 25
    10.
    Ein schöner Ort mit einem ernsten Hintergrund

    Im Internet habe ich vom Mahnmal St. Nikolai in Hamburg erfahren. Vom Turm und dem dazugehörigen Museum. Und die beiden Attraktionen wollten wir uns ansehen. Wo genau die Kirchenruine steht, kann ich nicht sagen, denn in einer so großen Stadt wie Hamburg lässt mein Orientierungssinn oft nach. Es gibt allerdings mehrere Parkhäuser. Der dichteste Parkplatz befindet sich an der Straße ,,Hopfenmarkt", allerdings ist er, wie alle anderen Parkhäuser auch, kostenpflichtig.

    Den Parkplatz haben wir übersehen und fuhren in ein etwas entferntes, teures Parkhaus und gingen in Richtung Kirchenruine. Über mehrere schöne Brücken ging der Weg, denn wir befanden uns mitten in der Speicherstadt.

    Auf dem Vorplatz, das eigentlich das zerstörte Kirchenschiff ist, war ein ziemlicher Andrang von Leuten. Nichtsdestotrotz sah ich mir die Wände, die noch standen, an. Mit dem Bau wurde 1195 begonnen und zuletzt 1874 umgebaut, damals im neugotischen Stil.

    Nachdem wir uns die Wände angesehen haben, wollten wir ins Museum gehen. Dieses befindet sich in der Krypta unterhalb des ehemaligen Kirchenschiffs. Für Gehbehinderte Personen gibt es einen Behindertenlift, alle anderen sollten Treppe steigen.

    Nachdem wir die Tickets zeigen mussten, begaben wir uns in die Räumlichkeiten. Gleich zu Beginn befanden sich Bilder der Kirche vor dem Krieg. Man konnte sehen, wie prachtvoll die Kirche einst war. Kein Wunder, war sie doch einst das höchste Gebäude Deutschlands und bis heute ist der Turm der höchste Kirchturm Hamburgs. Direkt daneben befinden sich alte Fenster, die früher in der Kirche ihren Platz hatten.

    Weiter ging es damit, was die NS-Funktionäre im Bezug auf Hamburg machten.

    Etwas später kamen Luftaufnahmen von Hamburg aus dem Krieg. Alles war zerstört, es stand nur noch die Fassade, aber auch die war stark beschädigt. Von Innenwänden oder Inneneinrichtung war nichts, aber auch gar nichts mehr zu sehen. Alles lag in Schutt und Asche und ich bekam ein mulmiges Gefühl. ,,Was mache ich, wenn sich das wiederholt?"

    Weiter ging es und ich fand Bilder von Orten, die zerstört wurden. Ganz oben waren Bilder von vor dem Krieg, darunter Bilder während der Zerstörung, wieder darunter Bilder nach der Zerstörung und ganz unten waren Bilder von nach dem Wiederaufbau.

    Ein Raum hat sich mir besonders ins Gedächtnis gebrannt, nämlich der, wo es um persönliche Erlebnisse aus dem Krieg geht. Zu sehen, wie Bomben vor einem niederschlagen, zu sehen, dass man nichts mehr hat, von Bombenanschlägen indirekt verletzt zu werden, das ist schon der Horror, selbst für jemanden, der das nicht miterlebt hat.

    Im letzten Raum war dann noch ein großer Nachbau der ehemaligen Kirche, bevor sie zerstört wurde. Darüber, an der Wand, war eine Aussage einer Persönlichkeit, die aussagte, dass Hamburg auch nach dem Wiederaufbau nicht mehr das Hamburg sein wird, dass es einst gewesen ist.

    Damit waren wir durch das Museum in der Krypta gegangen und wir gingen über die Treppe zurück nach oben. Noch einmal bewunderte ich den Kirchturm, bevor ich näher schritt. Ich war neugierig geworden, wie Hamburg denn jetzt aussieht. Oben im Turm ist nämlich in 76 Metern eine Aussichtsplattform, die man bequem über einen Panoramalift erreichen kann.

    Vor dem Aufzug warteten wir und hörten ein Glockenspiel der erhaltenen Glocken der Kirche. Dann kam auch die Kabine und öffnete uns freundlicherweise die Tür. Ich gab dem Lift noch den Fahrbefehl nach oben und er fuhr los. 45 Sekunden dauert die Fahrt nach oben und man hat schon einen schönen Blick auf Hamburg. Dann endlich waren wir oben und ich sage nur wow.

    Durch die Luken hat man den Blick auf eine moderne Weltmetropole, welche die alten Gebäude nicht vermissen lässt. Ein Dorfmensch wie ich kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, denn so groß, mit so vielen Häusern ist kein Dorf.

    Oben auf der Plattform waren mehrere Bilder aufgestellt, die einen Blick vom Kirchturm aufs zerstörte Hamburg zeigten und auch hier stand, wenn überhaupt, nur noch die Fassade.

    An der einen Seite hat man einen wunderbaren Blick von oben auf die Elbphilharmonie. Ich ließ den Blick schweifen und genoss den wunderschönen Blick auf Hamburg, den Hafen und die Elbphilharmonie, aber auch auf das Rathaus, das Zentrum und den Kirchturm des Michels (andere bekannte Kirche in Hamburg). Man konnte auch die historischen Gebäude der Speicherstadt sehen, in der früher wirklich Waren wie Teppiche ,,gespeichert" wurden. Zwischen den Häusern ist genug Wasser, damit Schiffe fahren können und die Waren einsammeln konnten, um sie dann woanders verkaufen zu können. Heute fahren dort keine Warentransporter mehr längst, dafür aber Barkassen, mit denen man eine Rundfahrt machen kann. Als ich das zum ersten Mal gemacht habe, kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn so etwas habe ich noch nie gesehen und woanders gibt es sowas auch nicht, jedenfalls weiß ich nichts davon.

    So, zurück auf den Turm. Ich atmete die frische, klare Luft ein und dachte mir ,,Herrlich". Die Autos, die vorbeifuhren waren klein, die Menschen unten waren klein, nur wir hier oben waren für uns normal.

    Eine Treppe von der Aussichtsplattform nach oben gibt es noch, die ist aber für den normalen Publikumsverkehr nicht zugänglich.

    Jetzt wollten wir wieder nach unten, also warteten wir auf den Aufzug, der die Höhe, auf der er sich gerade befindet, außerhalb und innerhalb der Kabine anzeigt. Auch die Abwärtsfahrt dauerte 45 Sekunden. Zu Beginn der Fahrt nach unten hat man kurz das Gefühl, dass man frei fällt. Das passiert natürlich nicht in echt und nach einer Sekunde kann man die Fahrt unbeschwert genießen.

    Die Anlage hat einen bleibenden Eindruck auf mich gemacht. Das Museum war lehrreich und hat gezeigt, was in Hamburg passiert ist und der Turm hat einfach einen wunderbaren Blick auf die Stadt und den Hafen gegeben. Nach dem Besuch der Elbphilharmonie fuhr ich erneut auf den Turm, weil ich den Blick noch einmal genießen wollte, bevor wir wieder in die Heimat fuhren.

    Der Eintritt kostet für Personen bis 17 Jahren 3€ und für die anderen 5€. Dafür kann man ins Museum gehen und auf den Turm fahren.

    Fazit: Auch einen Tag nach dem Besuch bin ich noch begeistert und werde wiederkommen. Der relativ günstige Eintrittspreis, das informative Museum und der tolle Ausblick vom Turm, wow. Ich vergebe volle 5 Sterne und das Herz und freue mich schon jetzt auf den nächsten Besuch.

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    Tikae Philipp, ich bin beeindruckt .
    Das ist wieder einmal eine sehr informative und lebendige Bewertung .
    Sedina Glückwunsch zur verdienten besonderen Auszeichnung auch von mir.
    Du schreibst "Wo genau die Kirchenruine steht, kann ich nicht sagen". Da kann ich als Hamburger selbstverständlich helfen. An der früheren "Ost-West-Straße", die heute in diesem Bereich "Willi-Brandt-Straße" heißt und eine der Hamburger Hauptachsen ist. 300m westlich der Ruine ist der U-Bahnhof Rödingsmarkt.
    Kulturbeauftragte Jung, du machst es mir alles andere als leicht, wenn ich demnächst meine Sicht darauf schreiben möchte... Bei unserem Besuch war es weniger schön gewesen, denn ein sperriger Gerüst versperrte die Sicht :-(. Gut ge- und beschrieben! Doppelten Glückwunsch reichlich verspätet auch von mir!
    Philipp Dankeschön Kulturbeauftragte! Vielleicht besuchst du die Ruine ja nochmal, dann ist das Gerüst vielleicht weg.

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