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  1. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Das La Paz wurde an einem verregneten Sonntagnachmittag im April von den Organisatoren des Hamburger Golocal-Stammtisches getestet und ist dabei zunächst einmal leider durchgefallen...

    Das (um es vorweg zunehmen) lag aber einzig und allein am ungelernten, untalentierten, unmotivierten, unaufmerksamen und teilweise sogar unfreundlichen Service. Der Versuch es in der ersten Tageshälfte mit Aushilfskräften statt mit Fachkräften im Service zu versuchen, ist eindeutig gescheitert. Man hätte einen Lehrfilm darüber drehen können, wie man es in der Gastronomie nicht macht.

    Als ich in der Location ankam, die wir für eigentlich einen besonderen Stammtisch ausgewählt hatten, saß ein allseits bekannter User aus Pinneberg schon gute 10 Minuten am reservierten Tisch ohne dass ihm Beachtung geschenkt wurde. Da ich schon mal da war... habe ich ihm etwas Gesellschaft geleistet, bevor es mir gelang durch hektisches winken und lautes rufen die Aufmerksam einer männlichen Servicekraft zu erregen Dieser hielt Wort und schicke kurz darauf einen Kollegen vorbei, der schon mal unsere Getränkewünsche aufnahm.

    Die beiden Duckstein wurden immerhin zügig, großzügig eingeschenkt und gut gekühlt an unseren Tisch gebracht. Einer geschätzten Userin aus Poppenbüttel, die sich inzwischen zu uns gesellt hatte, wurde dabei zunächst keine Beachtung geschenkt. Es hätte zwar sein können, dass sie uns nur beim Bier trinken zugucken wollte, aber man kann ja wenigstens mal fragen...

    Ein weiteres mal wurde wild gestikuliert und diesmal kam eine andere Bedienung an den Tisch. Es stellte sich heraus, dass die Dame gerne erstmal einen "Eimer Kaffee" haben wollte. Der gebrachte "Schluck Kaffee" schmeckte aber immerhin so gut, dass davon zusammen mit zwei neuen Bieren gleich noch ein Schluck bestellt und gebracht wurde. Auf das abräumen des Tisches wurde dabei erstmal verzichtet. Die später auf dem Tisch errichteten kleinen Türme wurden offenbar auch nicht als bedrohlich empfunden.

    In der Zwischenzeit habe ich übrigens ein Pärchen bemerkt, das nicht mehr auf die Bedienung warten mochte, aufgestanden und gegangen ist und bei einem anderen Pärchen ist die Dame nach einer Weile aufgestanden und hat Getränke von der Bar geholt. So gesehen: Wir hatten wenigstens einen Service... irgendwie.

    Dann wollten wir etwas essen, doch die Bestellung konnte nicht sofort sondern erst in 5 Minuten aufgenommen werden, weil man in der Küche noch nicht soweit wäre.. Welchen strategischen Vorteil diese tatsächlich nur 5 Minuten der Küche gebracht haben sollen, konnten wir nicht erraten. Aber egal, denn die servierten Tapas waren ganz ausgezeichnet.

    Probiert haben wir Frittierte Sardinen (6,30€), Rosmarinkartoffeln [4,80€), Champignons mit Gemüsefüllung (5,80€), Spanischen Ziegenkäse (5,20€), gemischte Oliven (3,90€).

    Alle Tapas waren reichlich bemessen - wie man auf den Fotos sehen kann - und schmeckten unglaublich gut. Nossek hielt sich an Chili Con Carne, das wohl ebenfalls sehr gut schmeckte, jedoch schon etwas abgekühlt serviert wurde.

    Zusammenfassend möchte ich feststellen, dass es mir im La Paz sehr gut gefallen hat. Ja, wirklich. Die Lage ist optimal (1 Minute zur U-Osterstraße), das Ambiente wirkt sehr warm und einladend, die eingespielte Musik passt zur Location, für Sportübertragungen gibt es große strategisch gut platzierte Fernseher, das Lokal bietet verschiedene gute Biere und Cocktails (nicht probiert) an, das Essen ist ganz ausgezeichnet, es gibt Plätze zum draußen sitzen, die Toiletten sind picobello sauber... Das alles ist mir satte 5 Sterne wert.

    Der unterirdische Service am Sonntagnachmittag zieht diese Location jedoch auf drei Sterne runter. Das war wirklich grottig und ich habe weiter oben noch nicht einmal alles aufgeführt und u.a. den teils pampigen Tonfall unterschlagen.

    Am Abend hat das Personal gewechselt und es waren gelernte Fachkräfte vor Ort. Das war schon ein ganz anderer Schnack. Der Teilnehmer aus Pinneberg war trotzdem bedient und hat das Lokal schon vor uns verlassen. Wir haben dem netten Servicemitarbeiter der uns bedient hat gesagt was uns nicht gefallen hat und er hat zugesagt dies weiterzuleiten. Es gab zur Versöhnung noch einen kleinen Schnaps aufs Haus und von mir eine 2.Chance für das La Paz.

    geschrieben für:

    Spanische Restaurants in Hamburg

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    1.

    Ein golocal Nutzer Jetzt hast Du mir viel Arbeit und eine Bewertung erspart :-)
    So richtig fehlt mir allerdings der Glaube an bessere Zeiten. Denn der nette Mitarbeiter, der uns zuletzt bedient hat, hat ebenfalls meine letzte Getränkebestellung vergessen, meine Rechnung habe ich derst nach der dritten Aufforderung erhalten.
    Ausgeblendete 21 Kommentare anzeigen
    Ex-Golocal OadM Es lief wirklich nicht gut für den Service an diesem Tag. Da mir die Location aber sonst sehr gut gefallen hat und sie nur 10 Minuten von meiner Wohnung entfernt liegt, werde ich dort sicher nochmal mit meiner Frau einkehren.
    Darling 234NCM Der pampige Ton: "Habt ihr schon bestellt?"

    "Nein, das möchten wir aber gern."

    "Und? Was jetzt?" :-DDD

    Im Nachhinein finde ich es oberlustig, das glaubt einem kein Mensch. ;-))

    Eine richtig schöne, runde Bewertung ist Dir da gelungen, Oscar. Aber das ist ja immer so. :-)
    Ex-Golocal OadM Vielen Dank!
    Als wir den ersten Servicemitarbeiter darauf aufmerksam machten, dass Nossek gerne schon vor einiger Zeit etwas bestellt hätte aber nicht beachtet wurde, kam auch keine Entschuldigung vielleicht verbunden mit dem Hinweis dass man wohl zu sehr mit dem abräumen des Buffets beschäftigt war, sondern ein plumpes "Das stimmt nicht..." Tja, dann sind wir wohl gemeine Lügner.
    Gummibärchenpapa Ich finde jeder kann mal einen schlechten Tag haben, es kann auch mal im Team knistern und man schafft es vielleicht mal nicht das vor dem Gast zu verheimlichen - auch wenn das nie passieren darf, aber leeres Geschirr mitzunehmen wenn man etwas an den Tisch bringt, den Gast zu siezen, nicht zu duzen und zumindest wenn man das zweite Mal am Tisch ist, sollte man seinen Fehler von zuvor wieder gutmachen, denn einen ganzen Tag lang darf man einfach keine solch groben Fehler machen. In keinem Beruf!

    Ich für meinen Teil wäre schon bei der Frage (sofern nicht von 16-Jährigem an 16-jährige gestellt) "Habt ihr schon bestellt?" aufgestanden und gegangen. Wenn das Servicepersonal nicht weiß wie der Stand am Tisch ist, sollte es sich informieren bevor es dort hingeht. Ich wäre aufgestanden, hätte mein Getränk bezahlt (ausnahmsweise ohne Trinkgeld) und mir einen serviceorientierten Betrieb gesucht. Denn nur so merken es solche Betriebe, wenn ihnen Umsatz entgeht.

    Das mit der zweiten Chance setzt für mich ein Grundmaß an Umgangston und Serviceorientiertheit voraus. Ich bin sehr gespannt wie es dir beim nächsten Mal ergeht.
    LUT "Ich für meinen Teil wäre schon bei der Frage (sofern nicht von 16-Jährigem an 16-jährige gestellt) "Habt ihr schon bestellt?" aufgestanden und gegangen".

    @ Gummibärchenpapa: Ich finde den Ton auch daneben, muss aber sagen, wenn ich so mimosig wäre, würde ich angesichts der Personalknappheit, die hier an der Küste jetzt im Frühfrühling schon herrscht, wohl nur am Weglaufen sein.

    Geschultes Personal, möglichst jung, möglichst fit, möglichst willig und bescheiden, mit gutem Benehmen wird hier händeringend gesucht.
    Gummibärchenpapa Naja, zumindest in dem von euch transportierten Ton mit Sicherheit, oder es hätte einen verbalen Verweis gegeben. Bei uns in HD rennen die Studentinnen ja auch in die Kneipen um zu bedienen. Und mögen sie noch so hübsch sein, ich will nicht daß sie mein Glas oben am Rand anfassen. Die Leute müssen auch lernen, wenn sie's nicht von zuhause oder dem Chef mitbekommen haben, müssen sie eben den harten Weg gehen und es sich vom Gast sagen lassen.
    Ich finde es gut daß ihr am Schluß euren Unmut wenigstens geäußert habt, aber ich denke zielführender ist es schon früh dazwischezugrätschen. Denn du ärgerst dich sonst den ganzen Abend, läßt es zwar am Ende kurz ab, das war's dann aber. "Ich geb's weiter" ist dann die häufige Antwort. Steht aber das Trinkgeld noch aus, kann es noch ein Abend werden an dem beide Seiten ihre Freude haben. ;-)
    Einfach mal ausprobieren, mit Ärger im Bauch schmeckt auch das beste Essen nur halb so gut.
    Darling 234NCM Das "La Paz" ist eine Mischung zwischen Tapas-Restaurant, Cocktail-Bar, Kneipe, Treffpunkt in der Nachbarschaft und eben Sports-Bar, da sehe ich vieles lockerer. In solchen Läden wird man häufig gedutzt. Damit hatte ich kein Problem, aber der Ton! ;-))
    Gummibärchenpapa Wenn man mich da als Nachbar kennt und ich mit dem Duzen angefangen habe, kann das ja auch gerne so erwidert werden, dennoch gibt es eben ein paar Grundregeln im Umgang miteinander. Und im Umgang Bedienung/Gast gilt das schon zweimal. In der Bahnhofskneipe, entsprechend gekleidet mit einem Senffleck auf der Hose würde ich mich auch nicht wundern wenn man mich duzen würde...aber sonst.
    Untitled Wenn es da frisch gezapftes Duckstein gibt, muss der Laden gut sein ;-)) Ich liebe Duckstein!!! Herzlichen Glückwunsch zum GD!
    Gummibärchenpapa Glückwunsch zum Daumen!!!! Alleine schon die Ankündigung sich den Service nochmal anzutun hätte ihn verdient.

    Trag ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Gast droht mit Umsatz".
    Ex-Golocal OadM Vielen herzlichen Dank. :-))
    @Gummibärchenpapa Keine schlechte Idee, aber ich werde es lieber nochmal ganz unauffällig versuchen.
    @Untitled Das mit dem Duckstein war keine Zauberei. In Hamburg sitzen wir ja schließlich an der Quelle. ;-)
    ThorgeFährlich Warum rutschen mi8r denn in letzter Zeit so viele Beiträge durch und dazu dann auch immer noch die besonders guten??

    Nun denn, dann eben verspätete Gratulation zum verdienten Daumen! :)

    Die oben erwähnte Sache mit nosseks "Bestell-Versuch" und der pampigen Antwort "Das stimmt nicht!" als ihr darauf hingewiesen habt, finde ich mal SEHR frech! Ich glaube, da hätte ich direkt einen Text zurück gegeben und mir geht ja nun echt viel am A... vorbei... Da hattest du garantiert (verständlicherweise) wieder Hals ;p
    Ex-Golocal OadM Vielen Dank.
    Das La Paz hatte inzwischen seine zweite Chance. Leider hatte ich nur noch keine Zeit den Beitrag zu überarbeiten. Zusammenfassend kann man aber sagen, war der vierte Stern kurz da... und nach dem Schichtwechsel beim Service gleich wieder weg. Aufgegeben habe ich den Laden deshalb aber noch nicht, dafür wiegen hier das Ambiente sowie die angebotenen Speisen und Getränke zu schwer.


  2. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. von 5 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Es war die Idee für einen der monatlich stattfindenden Hamburger Golocal-Stammtische, die mich veranlasste mit meiner Frau mal ins "Roatan" am Fischmarkt einzukehren und dort die Karibische Küche auszuprobieren.

    Da ich nach wie vor nicht gerne telefoniere, nutzte ich mal wieder das Angebot der Online-Reservierung auf der Homepage des Restaurants, was in diesem Fall auch ganz hervorragend geklappt hat. Ich erhielt nicht nur umgehend eine schriftliche Bestätigung meiner Reservierung, sondern später auch noch eine Erinnerung. Es wäre sogar möglich gewesen, die Reservierung nachträglich zu bearbeiten, zu stornieren oder sie an mögliche Gäste weiterzuleiten.

    Wie sich herausstellte, wäre eine Reservierung aber gar nicht erforderlich gewesen. Am frühen Abend gegen 18:00 Uhr befanden sich nur noch zwei weitere Gäste in dem farbenfrohen Lokal und wir konnten uns unseren Tisch frei aussuchen.

    Die freundliche Bedienung, die uns auch empfangen hat, brachte uns umgehend die Speise- und Getränkekarten. Vor der Bestellung mussten aber erst noch Fotos für dieses Portal gemacht werden und es gab wirklich viel zu fotografieren in dem relativ kleinen Restaurant. Korallen, Fische und anderes Meeresgetier an die Wände gemalt und von der Decke hängend lassen die Gäste ganz schnell vergessen sich am Hamburger Fischmarkt zu befinden und eintauchen in die bunte Unterwasserwelt der Karibik.

    Dann gaben wir bei der hübschen Bedienung unsere Getränkebestellung auf. So verlockend es auch war einen der zahlreichen angebotenen Cocktails zu schlürfen, entschieden wir uns dann doch lieber für Bier.

    Damit wären wir auch schon beim ersten Punkt, der unsere bis dahin gute Stimmung ein wenig trübte. Wenn man schon satte 4,50.- für ein Glas Holsten (0,5l) aufruft, das sicherlich nicht zu den Perlen Deutscher Braukunst gehört, sollte es zumindest nicht geizig ausgeschenkt werden. Ganz besonders dann nicht, wenn es in Pint-Gläsern serviert wird.

    Geizig ausgeschenktes Bier empfinde ich als ausgesprochen ungastlich und ist eine Sache die mich ärgert und von weiteren Besuchen einer Location abhält. Der Eichstrich auf einem Glas sollte nicht erst erreicht werden, wenn sich irgendwann die Schaumkrone gesenkt hat. Er sollte schon beim servieren locker fluffig erreicht sein. Ja, es darf auch gerne ein wenig mehr sein.

    So richtig die Stimmung verhagelt hat mir dann aber ein Blick auf die Speisekarte und die von der Homepage teilweise erheblich abweichenden Preise. Wir machen uns immer sehr viele Gedanken darüber, wohin wir zum Hamburger Golocal-Stammtisch einladen. Neben vielen anderen Aspekten zählt dazu natürlich auch die Preisgestaltung der angebotenen Gerichte. Nicht jeder kann oder will sich den Besuch in einem Restaurant leisten, in dem die preiswertesten Hauptgerichte bei 15.- Euro erst anfangen.

    Da ich aber fest entschlossen war einen schönen Abend mit meiner Frau zu verbringen, blieben wir trotzdem und wurden dafür immerhin mit überaus interessanten Essen belohnt.

    Als kleine Vorspeise bestellte ich mir knusprig gebackene Kartoffeln mit Koriander Sour Cream Dip. Das hört sich zwar total unspektakulär an, aber diese hier waren wirklich knusprig, toll gewürzt und wurden mit einen pfiffigen Dip serviert. Meine Frau hatte während dessen einen sensationellen Salat mit gegrilltem Hähnchenbrustfilet und verschieden exotischen Sausen. Danach gönnte sie sich noch einen Avocado-Mango-Salat, während ich mir ein Papageien-Fischfilet genehmigte. Serviert wurde es mit trockenem (wenn auch sehr leckeren) Reis und etwas einfachen Blattsalat. Hier stimmte aus meiner Sicht das Preis-Leistungsverhältnis nicht einmal ansatzweise, zumal es sich auch um einen sehr preiswerten Exoten handelt.

    Da auch das zweite bestellte Bier geizig ausgeschenkt wurde, haben wir es nach dem Essen vorgezogen zu bezahlen und noch woanders einzukehren. Die Rechnung kam in einer kleinen Schatztruhe daher, was ich ganz neckisch fand. Ein letzter Schnaps aufs Haus hätte mich sicher auch gefreut, blieb aber ebenso aus wie zu Beginn des Abends der "Gruß aus der Küche". Aber was soll´s? Hier ist das eben so, woanders ist es anders...

    Zusammenfassend kann man sagen, ist dieses Restaurant schon sehenswert und das Essen qualitativ gut. Aber ich werde sicher nicht nochmal hier einkehren, auch und gerade nicht mit dem Hamburger Golocal-Stammtisch.

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten / Kubanische Restaurants in Hamburg

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    2.

    konniebritz Es ist immer schade, wenn der Gast den Eindruck hat, da möchte jemand schnell reich werden.

    Kamen denn im Laufe des Abends weitere Gäste oder blieb es leer?
    Ausgeblendete 16 Kommentare anzeigen
    Ex-Golocal OadM Die zwei Gäste die vor uns schon da waren gingen, zwei neue Gäste kamen. In den ca. 80 Minuten die wir dort verbracht haben, blieb es also leer. Lediglich der Inhaber saß noch an einem der anderen Tische und ließ sich zwischenzeitig von der Bedienung den Nacken massieren...
    Ästhet Eine schöne, aussagekräftige Bewertung aus dem Leben, da weiß man, worauf man sich einlässt.

    Die Knausrigkeit und der Preisunterschied zwischen Homepage und dem dort anwesend sein, hätten mich auch gestört.

    Wo bleibt der grüne Daumen?
    Ex-Golocal OadM Vielen lieben Dank! :-) Die abweichenden Preise auf nicht gepflegten Gastro-Seiten ist man ja fast schon gewohnt. Es sind dann eben die Kleinigkeiten, die noch dazu kommen.
    Shannon69 Glückwunsch zum grünen Daumen! Ein sehr schöner Bericht. Das Restaurant reizt mich auch schon seit einiger Zeit, aber knapp eingeschenkte Getränke und veraltete Webseiten finde ich auch ärgerlich.
    Untitled Sehr schöne ausführliche Bewertung! Schade, dass der Abend nicht ganz so rund war. Herzlichen Glückwunsch zum GD!
    Darling 234NCM Ja, was schreibt man da jetzt?

    "Rundum nachvollziehbar beschrieben!" :-))

    Danke fürs Testen, das hätten wir bei der letzten Location auch lieber tun sollen. ;-)
    Ex-Golocal OadM Danke schön! :-))

    @Darling Es kann sicher nie schaden, sich vor Ort schon mal ein Bild von einer Location zu machen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob es das Debakel im Ristorante Luna verhindert hätte. Wäre ich eine Woche vorher mit meiner Frau dort eingekehrt und hätte Pasta gegessen, wäre ich vielleicht begeistert gewesen.

    Wenn es an jenem Abend nur die Pizza gewesen wäre, hätte man der Location ja bei einer anderen Gelegenheit nochmal eine 2.Chance geben können. Aber die Bedienung war so unglaublich unverschämt, dass sich dieses Thema erledigt hat.
    Sedina Klingt interessant, wenn auch nicht perfekt - wenn die Bedienung mir auch den Nacken massieren würde.... ;-)))
    Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    LUT Sehr gute Bewertung, die keine Fagen offen lässt. Gratulation zum Daumen, Oscar!


  3. Userbewertung: 2 von 5 Sternen

    3. von 5 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    "Soll ich sie für Sie kleinschneiden?"

    Leider fallen einem die besten Antworten immer erst ein, wenn man eine Nacht drüber geschlafen hat. Ich habe diese Frage, die sich auf meine Pizza bezog, einfach nur verneint. Im Nachhinein hätte ich aber doch ganz gerne gesehen, wie sich unsere Bedienung beim Versuch eine steinharte Pizza zu zerlegen vor ihren Gästen blamiert. Aber der Reihe nach...

    Ich war schon gute 20 Minuten früher als vereinbart am Restaurant, das wir für unseren Hamburger Golocal-Stammtisch ausgewählt hatten. Als ich die Tür zum Lokal öffnete wurde ich angesehen, als könnte ich der Kerl sein der im Viertel das Schutzgeld eintreiben soll. Diese Wirkung habe ich manchmal, das kenne ich schon. Doch nachdem ich die Bedienung dann freundlich begrüßt und nach dem für uns reservierten Tisch gefragt habe, entspannte sich diese merklich.

    Bedauerlicherweise waren für 19:00 Uhr jedoch zwei Tische für vier Personen reserviert. Da ich nicht sagen konnte auf welchen Namen die Reservierung erfolgt ist, setzte ich mich erstmal an einem mir angebotenen neutralen Tisch und bestellte ein Bier. Das konnte sich die Bedienung jedoch nicht merken und fragte ein paar Minuten später nochmal nach, ob ich einen Wein oder ein Bier bestellt hatte. Ein schnödes Bier scheint in diesem Restaurant, das sich auf seiner Homepage für seinen Wein und Grappa rühmt, wohl selten nachgefragt zu werden. Es muss ziemlich verstörend gewesen sein, als zwei der anderen Gäste später auch nur Bier bestellten.

    Nachdem sich kurze Zeit später herausstellte, dass ich offensichtlich nicht zu der Gruppe gehörte für die der gute Tisch am Fenster reserviert war, zog ich mit meinem Bier an den anderen Tisch. Während Nossek, der inzwischen auch eingetrudelt war, und ich dort also wenigstens schon mal ein erstes kleines Bier genießen konnten, mussten Darling und Schwerie noch etwas länger warten, bevor sie ebenfalls etwas zu trinken bestellen konnten. In der Nachbetrachtung frage mich, ob man wohl ein Augenverdrehen gesehen hätte, wenn man bei der Bestellung eines weiteren Bieres genauer hingesehen hätte.

    Aus der durchaus sehr ansprechenden Karte wählte ich als Vorspeise den Ziegenkäse und als Hauptgericht eine Thunfisch-Zwiebel Pizza. Letzteres sollte sich als schwerer schwerer Fehler erweisen. Aber soweit bin ich jetzt noch nicht.

    Als sogenannter "Gruß aus der Küche" wurde uns Vieren eine überschaubare Menge an grünen und schwarzen Oliven sowie ein Brotkörbchen und ein verschwindend geringer Klacks Knoblauchcreme angedreht. Das Brot war zwar frisch, für den Dip hätte ich jedoch nicht sterben wollen. Immerhin waren aber auch die Oliven gut.

    Der gebackene Ziegenkäse war ganz okay, was bedeutet dass man ihn essen konnte. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass diese Vorspeise das einzige Gericht bleiben würde, das ich in diesem Restaurant essen würde. Vermutlich hätte ich ihn sonst noch viel mehr genossen.

    Damit kommen wir jetzt zu meiner Pizza.

    Ich habe in den Kommentaren unter Darlings Bewertung gelesen, dass man sie vielleicht hätte mitnehmen und als mahnendes Beispiel dafür wie Pizza nicht geht, an die Wand hängen sollen. Das wäre wohl auch problemlos möglich gewesen, wenn man mit einer "Hilti" ein Loch da rein gebohrt hätte. Es handelte sich wohl um die mit weiten Abstand härteste und schlechteste Pizza die jemals ihren Weg auf den Teller eines Italieners gefunden hat.

    Den ersten Versuch sie zu schneiden, mache ich noch mit meinem eigenen Messer. Doch es gelang mir nicht einmal dem Pizzaboden einen Kratzer zuzufügen. Dann versuchte ich es mit einem Messer das Nossek mir freundlicherweise reichte. Damit gelang es mir ein paar Stücke herauszubrechen. Das dritte Messer, das mir die Bedienung von einem eingedeckten Nebentisch reichte, war bedauerlicherweise ein Rückschritt hin zum ersten Messer. Nun wurde aus der Küche ein Tomatenmesser geholt (siehe Foto), was mich kurz hoffen ließ, denn ein paar Stücke konnte ich damit aus der Pizza heraus säbeln, bevor ich kurze Zeit später endgültig kapituliert habe.

    Nur um sicher zu sein, dass ich mich nicht einfach zu blöd anstelle, habe ich Darling (die sich ganz prächtig amüsierte) versuchen lassen die Pizza in die Knie zu zwingen. Es wäre ja immerhin denkbar gewesen, dass sie als Frau über die bessere Schneidetechnik verfügt. Das war aber nicht so.

    Die Bedienung kam wieder an den Tisch und ich drückte ihr mit inzwischen pochender Halsschlagader den Teller in die Hand. Da fragt sie mich doch tatsächlich: "Soll ich sie für Sie kleinschneiden?" Ich blieb aber freundlich und lehnte dieses Angebot ebenso ab, wie das mir dafür ein anderes Gericht zu bringen. Ich wollte diesen Laden nur noch verlassen, wofür die anderen dankenswerterweise viel Verständnis hatten.

    Immerhin (und dafür gibt es den zweiten Stern) brauchte ich weder die Pizza noch meine drei Biere bezahlen. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich dieses Restaurant mit Sicherheit niemals wieder betreten werde. Das ist zum Glück auch nicht nötig, denn in diesem Viertel der Stadt reiht sich ein Italiener an den nächsten.

    Es wären übrigens wohl auch dann nicht mehr als drei Sterne geworden wenn man die Pizza sofort ausgetauscht hätte, statt so einen Zirkus zu veranstalten. Dafür war die Bedienung an diesem Abend insgesamt zu unterkühlt und zu unaufmerksam. Wenn man schon pikiert ist, weil seine Gäste nur ordinäres Bier und keinen edlen Wein bestellen, lässt man es sich zumindest nicht so deutlich anmerken.

    Sollte es uns mit dem Golocal-Stammtisch mal wieder in die Neustadt verschlagen, werden wir vielleicht mal das von PeterJ empfohlenen Lokal auf der anderen Straßenseite ausprobieren.

    geschrieben für:

    Italienische Restaurants / Pizza in Hamburg

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    3.

    Ausgeblendete 43 Kommentare anzeigen
    Sedina Wie gut, wenn Pechvögel ihren Humor nicht ganz verlieren.
    Vergiss es - eine tolle Bewertung ist daraus trotzdem geworden. Glückwunsch!
    Ein golocal Nutzer Ich war satt, zufrieden und konnte mir nach Bäuerchen das ganze Drama sozusagen als unbeteiligter Außenstehender interessiert anschauen ;-)

    Wir haben trotzdem einen wunderbaren Abend mit einigen weiteren Stationen verbracht :-))
    Darling 234NCM Es tut mir leid, dass ich gelacht habe ... ;-DD Aber es war so ... äh ... wie soll ich sagen ... interessant, Dich zu beobachten. ;-)) Ich wäre vermutlich explodiert, ob so einer Frechheit seitens des Hauses.

    Als Gastronomin hätte ich mir die offensichtliche Peinlichkeit, einen Säbel als Schneidewerkzeug für "mein" Essen zu reichen, erspart, hätte mich entschuldigt, die Pizza zurück genommen und Dir eine neue gebracht. Die Chance war ja da. Damit hätte Signora alles edel rausgerissen, bei einem minimalen Aufwand und Wareneinsatz.

    Für mich war der Umgang und das Abwehren der Kritik viel schlimmer als die daneben gegangene Pizza.

    Schöner Beitrag, Oscar. Ich weiß genau, dass Du hier tatsächlich Sachlichkeit hast walten lassen. Mein Kompliment. :-)
    Ex-Golocal OadM @Sedina Vielen Dank. :-))

    @Darling Das wäre ja ein ganz anderer Schnack gewesen. Was mich aber so richtig verärgert hat war, dass sie am Tisch stand und gesehen hat wie ich die Pizza traktiert habe und trotzdem noch so getan hat, als wäre ich zu blöd eine Pizza zu zerlegen. An diesem Punkt war für mich das Thema durch...
    Schwerie Beim Lesen hatte man den Eindruck, dabei gewesen zu sein... ;o)
    Nee im Ernst, du hast Recht, sowas geht gar nicht! Gut geschrieben und GWzGD! ;o) !
    Nike Oscar, deine Bewertung ist bewundernswert sachlich dafür wie es gelaufen ist. Ausreisser können ja mal passieren. Das ist verzeihlich. Die Frage ist aber wie damit umgegangen wird. Zwei Sterne erachte ich da aus deiner Sicht für wohlwollend.
    Herzlichen Glückwunsch zum Daumen!
    Kulturbeauftragte Bei der Bewertung und wenn ich so ein Fraß, denn anders kann man es nicht bezeichnen, vorgesetzt bekäme, wäre es auch der erste und zugleich letzte mal gewesen, dass sie mich dort gesehen hätten. Trotz allem Glückwunsch zum verdienten Daumen!

    Übrigens existiert noch die leckere Pizzeria Luigi's noch, die am Hafen (Landungsbrücken), das was mir in Erinnerung nach so vielen Jahren übrig geblieben ist, dass es alles stimmig gewesen ist und erst der Ausblick auf das Wasser... Das Lokal liegt aber nicht ganz in der Ecke, die ihr gewesen seid... Doch es würde mich interessieren.
    Kulturbeauftragte Nach fast 15 Jahren ist es nur noch ein Gedanke im Hinterkopf, falls wir nach HH kommen sollten, merke ich mir die Lokation vor, damit ich sie erstmals testen und dann auch bewerten kann!
    ThorgeFährlich Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich freuen oder es bedauern soll, dass ich im "Luna" noch nicht dabei war - auf der einen Seite hätte ich das "Spektakel/Trauerspiel" schon gern beobachtet, auf der anderen Seite...

    Ich musste bei der Beschreibung des Kampfes mit der Pizza doch ein wenig lachen, tut mir leid :) Zum Glück war am (im wahrsten Sinne des Wortes) Ende des Abends ja dann wieder alles gut bzw gut gesättigt :)

    Die "Pizza" hättest du evtl mit heim nehmen sollen, vielleicht hätte man mit der noch was anfangen können? Als kratzfestes Schneidebrett verwenden? Beine dran schrauben und denn als unkaputtbaren Beistelltisch nebens Sofa? Oder als Spende an die hamburger Polizei, man hätte sie in eine Weste einarbeiten können, vermutlich war die Pizza sogar kugelsicher ;))

    Toll ge-/beschrieben, mein Glückwunsch zum Daumen!
    Ex-Golocal OadM Danke schön. Auch wenn dieses Restaurant ein totaler Flop war, hatten wir mal wieder einen tollen Abend und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Golocal-Stammtisch.
    Siri hi pizzafans,

    seid ihr sicher, im "Luna", und nicht in der pizzeria "La Locanda" an der ecke gewesen zu sein?
    2 italiener hier der gleichen adresse 'Wexstr. 29' eingetragen ...

    wievohl BEIDE lokale anderswo mit durchschnittlich 4 sternchen bedacht wurden - bei knapp 50 (fünfZIG) resp. über 80 (achtZIG) bewertungen!
    Ex-Golocal OadM Hi Siri, vielen lieben Dank.

    In der Neustadt wimmelt es nur so von Italienern. Natürlich wäre es denkbar, dass wir im Ristorante Luna einen Tisch reserviert haben und dann im La Locanda essen waren.
    Aber das glaube ich eigentlich eher nicht.

    Und selbst ZIGtausend anderswo vergebene vier Sterne können unsere schlechten Erfahrungen nicht aufwiegen. Dieses Lokal ist definitiv nicht zu empfehlen.
    Ein golocal Nutzer Vielleicht waren wir im La Locanda und die haben extra für uns das Luna-Schild aufgehängt und die Konkurrenz-Speisekarte bereitgehalten :-D
    Darling 234NCM c/p:

    Siri, auch wenn zwei von vieren Pizza als Hauptgang bestellt haben, sind wir sicher nicht als "Pizzafans" zu bezeichnen.

    Des weiteren darfst Du mir gern glauben, dass ich weiß, wo ich reserviere.

    Die Hausnummer des LUNAs ist die Einunddreißig, aber ich denke, Du weißt, wie lange Datenänderungen hier manchmal brauchen.

    ;-DDD
    Siri @Nossek und mitamtischgewesenseiende:
    ich glaube euch doch unbesehen!
    und bei vier professionellen 'location'-kundschafterInnen hätte wenigstens eine(r) bemerken sollen, wenn man in der 'falschen' kneipe sitzt :-)

    was mich allerdings stark irritiert(e) - 2 "italiener" unter einer adresse ...
    das geht nicht mal in italien gut!
    ;-) ;-) ;-) ;-)
    Siri und, OdM:
    so was habe ich doch auch schhon mehrfach erlebt - die aktuelle eindrücke (meine und/oder der mitamtischgewesenseiendenInnen) differieren arg (positiv oder negativ) von den mir bekannten berichten auf dem gleichen portal oder aaO. ...

    das kann die unterschiedlichsten gründe haben.

    Schwerie Wenn mein Essen besser ausgefallen wäre, wäre meine Kritik sicher besser ausgefallen... ist aber nicht! Im Prinzip steht ja noch eine Bewertung aus und nossek sein Essen war ja ganz nach seinem Geschmack. Ergo wird sein Besuch wohl etwas positiver daherkommen?!
    ubier ...Du hättest einfach zu Beginn das Schutzgeld verlangen sollen, dann wäre Deiner Pizza die nötige Aufmerksamkeit gewiss gewesen.

    Aber das hat ja schon Züge eines Seniorenessens, wenn man gefragt wird, ob man es kleingeschnitten haben will. Ein übler Vorgeschmack auf kommende Zeiten...
    Blattlaus Ich finde das war einfach unverschämt von der Bedienung das zu sagen. Das heißt doch sie hält einen zu dumm ,sein Essen alleine klein zu schneiden.
    Da müsste einem dann gleich eine passende Gegenantwort einfallen.

    Ein golocal Nutzer Blattlaus, warum ist das unverschämt? Ich kenne viele Pizzerien, die nachfragen, ob man die Pizza grob geschnitten haben möchte wenn man sie mit nach Hause nimmt oder auch sogar vor Ort isst, es geht ja nicht um mundgerechte Stücke, sondern um diese Achtelstücke. Ich finde es eigentlich höflich, dass man fragt.
    Blattlaus Das ist richtig, kenne ich auch so, aber ich glaube in diesem Fall war das nicht so gemeint.
    Die Dame hat gesehen, daß sich Oadm vergeblich bemüht zu schneiden, auch mit verschiedenen Messern kein Glück hatte, und dann einfach nur genervt war.
    Ein golocal Nutzer Die Pizzen waren bereits geachtelt / vorgeteilt. Ihre Frage war wirklich gemeint: Soll ich Ihnen Häppchen schnippeln? :-))
    konniebritz Schade drum, wenn man mit einer großen Gruppe so etwas erlebt. Hättest Du sie mal die Pizza schneiden lassen , zur Gaudi aller Anwesenden...
    Glückwunsch zum verdienten Daumen!
    alligateuse Uuih, habe es alles eben erst lesen können. Das ist ja eine dolle Geschichte. Du verstehst mich schon richtig. Ich wäre gern dabei gewesen, aber andererseits auch nicht. Das ist ja Frustration pur. Naja, es liest sich so, als wäre es der Griff ins berühmte Klo gewesen. Wenigstens begrünt :-)
    Sir Thomas geht doch nochmal dahin, bestellt Pizza - und dann zückt jede(r) ein akkubetriebenes, möglichst lautes Metall- Schneidegerät. (NNIIIIIIÄÄÄÄÄRRRK) Die Performance wird natürlich gebührend abgefilmt, inkl. Augenrollen und Halsschlagadern des Personals. Eeeeh. Gratulazione e bravissimo, 'Don' Oscar, molto interessante ;-))
    FalkdS Schwerie, nach Studium des Textes hätte wohl diese beschriebene Pizza als einzige überlebt.
    Danke, lehrreich und doch amüsant!


  4. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Seinen letzten Termin beim Tierarzt hatte unser Manchester ausgerechnet zu Beginn einer länger andauernden Frostperiode, in einem bis dahin ausgesprochen milden Winter. 

    Unter anderen Umständen hätten wir unseren Liebling wieder mit nach Hause genommen und zeitnah auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt, so wie wir es vor vielen Jahren auch mit seiner Vorgängerin gemacht haben. In diesem Fall ging das jedoch nicht und wir mussten uns etwas anderes einfallen lassen, um ihm einen würdevollen Abschied zu bereiten. Es war dann die Idee meiner Frau, ihn zunächst kremieren zu lassen um ihn zu einen späteren Zeitpunkt zu begraben. 

    Mit "Tierbestattung Im Rosengarten" fand sich recht schnell ein Unternehmen, das nicht nur mit einer Filiale in unserer Nachbarschaft vertreten war, sondern auch über ein eigenes Kleintierkrematorium verfügte. 

    Das war also relativ einfach. Sehr viel schwerer war es dagegen, unseren Manchester in fremde Hände zu geben. Denn zu seinen Lebzeiten haben wir ihn schon niemanden anvertraut und uns war überhaupt nicht wohl bei dem Gedanken, es jetzt tun zu müssen. Doch was blieb uns anderes übrig? Ich rief also dort an, um mich nach den Öffnungszeiten zu erkundigen. Diese werden wie sich herausstellte ziemlich flexibel gehandhabt, so dass eine telefonische Voranmeldung unbedingt anzuraten ist.

    Ein Tipp für die Dame am Telefon. Es mag zwar fachlich korrekt sein von Euthanasie zu sprechen, dennoch halte ich die Verwendung dieses negativ besetzten Begriffes für vollkommen unangebracht. Wenn man sich schweren Herzens dazu durchgerungen hat seinen Liebling einschläfern zu lassen, fühlt man sich ohnehin schon schlecht genug. Manchmal ist es besser, sich ein wenig unprofessioneller auszudrücken. Das kommt dann auch nicht ganz so kalt rüber.

    Eine halbe Stunde nach meinem Anruf betraten wir die kleine Filiale in der Tarpenbekstraße, wo wir von der Dame am Telefon freundlich begrüßt und dann von einer jungen Mitarbeiterin in ein Nebenzimmer geführt wurden. Da uns weder Kaffee noch Tee oder Wasser angeboten wurden, kamen wir gleich zur Sache. 

    Wir hatten uns im Internet und auf der sehr informativen und gut gestalteten Homepage der Unternehmensgruppe schon sehr umfassend über die technischen Abläufe und Preise informiert und konnten der Mitarbeiterin daher genau sagen was wir wollten und was wir nicht wollten. Alle unsere Wünsche wurden gewissenhaft aufgenommen. Damit es später zu keinen Verwechslungen kommen kann, wurde (auch zu unserer Beruhigung) ein Begleitkärtchen vorbereitet das nach dem letzten Tierarztbesuch stets bei Manchester verblieb.

    Am nächsten Tag war es dann soweit und wir fuhren ein letztes Mal in die Tierarztpraxis, wo Manchester ganz friedlich in meinen Armen einschlief... 

    Die Mitarbeiterin des Bestattungsunternehmens war zum vereinbarten Zeitpunkt vor Ort und ich legte unseren kleinen Liebling in das für den Transport vorgesehene Körbchen. Was mir hierbei überhaupt nicht gefallen hat war, dass es keine Möglichkeit gab ihn abzudecken und ich ihn offen durch die Praxis zum Auto tragen musste. Meine Frau hat diesen Punkt in einem späteren Telefonat mit der Mitarbeiterin angesprochen und erhielt zur Antwort, dass diese dachte das würde schöner aussehen...  Was schöner daran aussieht ,wenn man seinen toten Kater offen durch die Gegend trägt, blieb ihr Geheimnis.

    Ein weiterer Punkt der mir missfiel war, dass die gleiche Mitarbeiterin fest zugesagt hatte uns darüber zu informieren, wenn Manchester abgeholt und ins Kleintierkrematorium gebracht wird. Der vereinbarte Anruf blieb aus und die Mitarbeiterin gab die Schuld einer Kollegin, die es versäumt hätte uns zu informieren. 

    In der Folgezeit verlief dann jedoch alles wie vorgesehen und wir erhielten eine knappe Woche später die von uns ausgewählte Urne mit seiner Asche. Dabei patzte die junge und vermutlich noch ziemlich unerfahrene Mitarbeiterin erneut. Als meine Frau sich wunderte, dass Manchesters Gewicht (danach richten sich die Kosten für die Kremierung) mit 4,4 Kilo angegeben wurde (das wog er auch beim vorletzten Tierarztbesuch bevor er nichts mehr gefressen hatte), sagte diese doch glatt dass es daran liegen könne, dass sich der Bauch eines toten Körpers ja noch aufbläht... Mein Unterkiefer schlug danach deutlich vernehmbar auf dem Boden auf. Da uns jedoch nicht danach war, wegen 20 oder 30 Euro zu feilschen bezahlten wir die auf der Rechnung ausgewiesenen 300 .- Euro und gingen schließlich mit Manchester nach Hause.

    Auch wenn hier aus unserer Sicht einiges etwas unglücklich gelaufen ist, finden wir den Gedanken seinen Liebling kremieren lassen zu können um ihn entweder im wunderschönen Rosengarten (dem dieses Bestattungsinstitut seinen Namen verdankt) beisetzen bzw. seine Asche dort verstreuen zu lassen oder in einer Schmuckurne mit nach Hause nehmen zu können um einiges angenehmer, als den dass er beim Tierarzt bleibt wo er der Tierkörperbeseitigung zugeführt wird.

    geschrieben für:

    unbekannte Branche

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    4.

    Ästhet Ein sehr trauriges Thema respektvoll beschrieben.

    Fühle mir Dir OadM. Kann Dich da verstehen und finde gut, wie Du es gemacht hast.
    Ausgeblendete 26 Kommentare anzeigen
    LUT Sorry, liefere zwei ue`s nach und gebe fuer heute auf. Die Technik nervt mich zu sehr :-(
    Sedina Eine traurige Sache - wir wissen wie es ist, von so einem richtigen Kumpel Abschied nehmen zu müssen und wie man sich hinterher fühlt, weil man sich in bester Absicht für das Einschläfern entschieden hat. Auch uns hat damals das geschichtlich belastete Wort "Euthanasie" auf der Tierarztrechnung sehr befremdet.
    Ästhet Ja bei mir stichts auch ins Herz. Es tut einfach weh.
    Schön, dass man die gemeinsamen Musestunden hatte und wenn der Schmerz noch so arg ist.

    Würde man den Schmerz jetzt nicht fühlen,
    hätte man die schöne Zeit nicht gehabt.

    Niemand geht von uns, er geht nur voraus. Und bist Du auch den Augen fern, so bleibst Du doch dem Herzen immer nah.
    Ex-Golocal OadM Vielen Dank.

    Diese Bewertung habe ich nicht gerne geschrieben, aber ich hielt sie für wichtig. Denn nicht jeder Tierhalter verfügt über einen eigenen Garten oder traut sich seinen Liebling auf einem Friedhof beizusetzen, was ja beispielsweise bei einem größeren Hund auch nicht ganz einfach ist.

    Es ging mir auch gar nicht speziell um dieses Unternehmen, sondern einzig darum aufzuzeigen dass es auch noch einen anderen Weg gibt, als ein geliebtes Haustier nach hoffentlich vielen schönen gemeinsamen Jahren einfach beim Tierarzt zu lassen.
    Nike Vielen dank für diesen sehr einfühlsamen Bericht Oskar. Ich bin sehr gerührt.
    Er gibt mir zuversicht, meinen treuen Hund eines Tages, wenn er über den Regenbogen gegangen sein wird, würdevoll zu bestatten und sein Andenken zu bewahren. Ich werde es genauso machen.
    Der grüne Daumen ist verdient!
    konniebritz Einfühlsam beschrieben. Der letzte Gang zum Tierarzt war bestimmt nicht einfach. Ein Tier nach langen Jahren zu verlieren, ist ein Einschnitt im Leben. Unser Kater ging mit fast 20 Jahren dahin, ein stolzes Alter - das macht den Abschied nicht leichter.

    Nur könnte das Auftreten der Mitarbeiter des Unternehmens etwas weniger geschäftsmäßig sein.

    Glückwunsch zum Daumen für diese Bewertung zu einem nicht angenehmen Thema.
    krupitza Erst mal gratuliere ich dir zum grünen Daumen. Der Anlass deiner Bewertung stimmt mich aber doch traurig. Bei mir kommen da auch Erinnerungen an unser "Tigerle" hoch. konniebritz kann ich hier leider nicht ganz zustimmen. Auch wenn unser "Kätzchen" schon alt war, vermissen wir es immer noch sehr. Abschied leichter? - Ich glaube das eher nicht. Es wird wohl immer schwer sein, wenn man sich von einem geliebten Wesen für immer trennen muss. Bei uns ist es nun schon ein paar Jahre her. Bisher konnten wir uns nicht dafür entscheiden ein anderes Tierchen bei uns aufzunehmen.
    Schalotte Oh ... ich kenne diesen Schmerz den wir uns immer wieder antun wenn wir uns für einen tierischen Freund entscheiden, der uns nicht unbedingt "überlebt" .... und manchmal ist es genau das, wovor wir uns am meisten fürchten ....
    Schalotte Du hast deine Erfahrungen sehr herzlich und emotional geschrieben. .. und du hast den grnen Daumen zurecht erhalten .... ich Gratuliere traurig dazu ...
    Ex-Golocal OadM Danke...

    @krupitza
    Ich kann das sehr gut nachvollziehen.

    Wir haben uns allerdings darauf verständigt, so zeitnah wie möglich nochmal einer anderen Katze aus dem Hamburger Tierheim die Chance auf ein schönes Leben zu geben.
    Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass wir unseren Kater weniger geliebt haben oder ihn schnell vergessen werden.

    Unseren Manchester haben wir vor vielen Jahren auch aus dem Tierheim geholt und sind uns daher sicher, dass er es verstehen würde.
    Schalotte ... da wäre ich mir aber ganz sicher ... das ist ne tolle Idee Oscar, einen neuem Stubentiger eine Chance auf ein schönes Leben zu geben ....Daumen hoch! ...
    krupitza ich gebe Schalotte recht und halte eure Idee auch für sehr gut. Wir haben auch schon oft darüber geredet. Irgend etwas bremst aber immer.
    Ich finde es auch gut, dass Andere vielleicht etwas besser mit solchen Ereignissen umgehen können als wir. Viele Tierchen in den Heimen hätten sonst kaum die Möglichkeit da wieder rauszukommen.
    Na-ja ; Vielleicht klappts bei uns auch irgendwann mal.
    Ein golocal Nutzer @Oscar adM. Es wäre wirklich schön, wenn ihr schon bald einem neuen Stubentiger die Möglichkeit gebt, aus seiner alten
    Behausung auszuziehen.
    Ein golocal Nutzer krupitza - Gehe doch mal nur sooo im Tierheim vorbei, wirklich
    nur sooo. Und vielleicht verliert ihr ja ganz schnell euer Herz.
    Ich würde es euch soooo wünschen.
    Schalotte Wir sind innerhalb von vielen Jahren in vielen Tierheimen gewesen..... Wir brauchten nicht zu oft gucken., denn wir nahmen zwei mal einen Vierbeiner mit. ;) :)
    Nike Verwunderlich, wir waren auch nur mal sooooo im örtlichen Tierheim ... es war Liebe auf den ersten Blick und die dauert nun schon fast 7 Jahre an .... unser Schnuffelwuffel .... ;-)
    bb-dd Das tut mir so leid für Euch, Oscar. Ich weiß, wie furchtbar sich das anfühlt.
    Es gibt ja viele Leute, die ein Tierbestattungsinstitut für maßlos übertrieben halten. Das sind dann meistens die, die noch nie ein Tier hatten.
    Ich find es gut, daß es so etwas gibt. Und Du hast es sehr gut beschrieben. Ein trauriger Daumen, aber hochverdient.
    Ein golocal Nutzer Nike, Liebe auf den ersten Blick ist immer toll. Und die Chance
    darauf besteht "nur" darin hin zu gehen. Weiter viel Freude mit
    euerem Schnuffelwuffel ...;-))
    Shannon69 Hallo, Oscar, hab Deinen Bericht gerade erst gelesen. Ich weiß auch, wie es sich anfühlt, einen geliebten Kater gehen zu lassen :´-(
    Schade, daß die Mitarbeiterin der Tierbestattung nicht einfühlsamer war. Das Wort "Euthanasie" ist in der Tiermedizin übrigens üblich, trotzdem hätte sie das natürlich anders formulieren können.
    Ex-Golocal OadM Ja, es mag fachlich korrekt sein von Euthanasie zu sprechen. Aber es hat mich trotzdem sehr betroffen gemacht, weil dieser Begriff eben auch für die "Vernichtung unwerten Lebens" durch die Nazis steht.
    Biscuitty Es ist ein trauriges und belastendes Thema - aber jedes geliebte Haustier hat Glück, wenn es vor uns geht... Die Entscheidung ist furchtbar schwer, aber es gehört zur Verantwortung dazu.
    Bisher haben wir unsere toten Lieblinge im Garten bestatten können (ordentlich tief und ohne Kunststoffe), aber jetzt haben wir Haus und Garten aufgegeben. Daher hat der Beitrag mich sehr interessiert. Wir spielen auch mit der Variante, einen Diamanten aus der Asche machen zu lassen. Danke.


  5. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    2. von 7 Bewertungen


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    Das "Westminster" war ein absoluter Volltreffer!!!

    Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht unbedingt gerechnet. Nicht dass ich an der Auswahl der Location gezweifelt hätte, aber an einem Mittwoch gleich zehn Golocals für einen Stammtisch zusammen zu bekommen, hat mich dann doch freudig überrascht.

    An dem diesmal ausgewählten, im Souterrain gelegenen Lokal sind wir sicher schon tausendmal vorbeigelaufen, bzw vorbei gefahren. Es befindet sich nämlich in unmittelbarer Nähe des U-Bahnhofes Baumwall, der Bestandteil der historischen Ringstrecke ist, die auf einem Viadukt den Hafen entlang führt.

    Das Westminster gehört zu der Art von Bar/Bistro/Restaurants die man betritt und sich sofort wohlfühlt und wo einem anders als in der Speicherstadt und der Hafencity noch klassisch norddeutsche Küche zu bodenständigen Preisen angeboten wird oder man zum Feierabend noch auf ein gepflegtes Bier (König Pilsener und Ratsherrn Zwickel!) einkehren kann.

    Die für zehn Teilnehmer des Hamburger Stammtisches gewählte Sitzgruppe direkt an der Tür fand ich angesichts der frostigen Temperaturen etwas unglücklich gewählt. Da hätte ich es schon sehr begrüßt, wenn man im kleinen hinter der Bar befindlichen Bereich ein paar Tische zusammengestellt hätte. Da jedoch nur wenige andere Gäste den Weg ins Westminster fanden und die Tür nicht ständig auf und zu ging, war die reservierte Sitzgruppe für mich okay.

    Auf der Tageskarte, die man auch auf der ansprechend gestalteten Homepage einsehen kann, wird am Mittwoch u.a. Labskaus angeboten. Darauf hatte ich mich schon sehr gefreut. Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, ist Labskaus mein Zugeständnis an die fleischverarbeitende Industrie. Die vegetarische Variante ohne Corned Beef ist nämlich nichts anderes als rot gefärbtes Kartoffelpüree, also nicht einmal ansatzweise eine Alternative.

    Es sollte sich jedoch herausstellen, dass Labskaus am Abend nicht mehr verfügbar ist. Das hat den einfachen Grund, dass es frisch zubereitet wird und am Abend die Nachfrage in der Regel nicht mehr so hoch ist. Es würde also für die Tonne gemacht werden. Mit dieser Erklärung des Inhabers konnte ich sehr gut leben.

    Das von mir stattdessen gewählte "vegetarische" Bauernfrühstück war sehr reichhaltig und immerhin das zweitbeste das ich jemals in einer Gastwirtschaft gegessen habe. Bezahlt habe ich für die Variante ohne Katenschinken 6,90.- € (mit Schinken wären es 8,90.- € gewesen).
    Was die Portionsgrößen anbelangt... darüber kann man streiten. Einige Teilnehmer des Stammtisches hätten gerne etwas mehr gehabt, andere haben ihre Portion nicht geschafft. Ich war jedenfalls sehr zufrieden.

    Sehr zufrieden war ich auch mit dem unaufdringlichen und jederzeit sehr aufmerksamen Service. So geht Gastronomie!

    Dann möchte ich noch ein Wort zu den Toiletten verlieren, die (wie ich persönlich finde) sehr viel über das Restaurant aussagen und somit eine Art Visitenkarte sind. Diese sind hier sehr modern ausgestattet und picobello sauber. Ein Detail sei hier besonders erwähnt, nämlich die fantastisch duftende flüssige Seife. Wenn ich mit meiner Frau das nächste Mal dort einkehre - und ein nächstes Mal wird es ganz sicher geben, da man uns noch das Labskaus schuldig ist - werde ich mich genauer nach der Seife erkundigen. Die will ich nämlich auch für Zuhause haben.

    Aus meiner Sicht hat das Westminster für das nette Ambiente, das gute Preis- Leistungsverhältnis und den tollen Service vier bis fünf Sterne verdient. Da ich mich an diesem Abend nicht zuletzt auch in Gesellschaft der anderen Golocals sehr wohl gefühlt habe, vergebe ich für diese Location nicht weniger als fünf Sterne.

    Nachtrag:

    Eine Woche nach dem Hamburger Golocal-Stammtisch waren meine Frau und ich nochmals im Westminster. Dabei wollten wir noch ein paar Fragen klären und vor allem das Labskaus ausprobieren. Unser positiver Gesamteindruck hat sich dabei bestätigt.

    - Das Labskaus wird klassisch mit Corned Beef zubereitet. Es hat eine etwas gröbere Konsistent und ganz ausgezeichnet geschmeckt (Empfehlung).

    - Der deutlich höhere Preis beim "Strammen Westminster" ist den schwankenden Einkaufspreisen bei den Krabben geschuldet. Auf der Homepage sollen die Preise nachgebessert werden.

    - Die Speise- und Getränkekarte ist beidseitig bedruckt. Die Speisekarte ist relativ gut lesbar, die Rückseite mit den Getränken ist dagegen etwas klein geraten. Sie soll aber zeitnah durch eine gesponserte Speisekarte ersetzt werden.

    - Bei der tollen Seife handelt es sich um eine Metro-Produkt. Dieses wird nun sogar extra für mich besorgt und kann in der kommenden Woche im Westminster abgeholt werden.

    geschrieben für:

    Bistros in Hamburg

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    5.

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    ubier ...und ich lästere gerade bei Nike über UG-Restaurants ab...

    Da bin ich mal auf die Bewertungen Deiner Mitesser gespannt!
    Sedina Ja da haben wir etwas wirklich Schönes erlebt - Glückwunsch zu Deiner differenzierten Bewertung und zum Grünen Daumen !
    Sir Thomas Jou ! Dascha man gediegen, unsern Guide. Glückwunsch zur illustren harmonischen Runde und zur Prämierung.
    Sedina Das Labskaus würde ich da auch gerne 'mal probieren. Schade dass ich nicht gefragt habe, ob die das klassisch mit Pökelfleisch oder modern mit Corned Beef zubereiten.
    FalkdS Aber bei http://www.essen-und-trinken.de/labskaus steht:
    (Ich zitiere... ;) )

    Rezeptklassiker: Labskaus
    Muss Laubskaus Fisch enthalten? Darin scheiden sich die Geister. Einigkeit herrscht in Bezug auf die Zutaten Kartoffeln und Rote Bete. Sie sind in allen Varianten des traditionellen Seemannsgerichtes enthalten, ob aus Norddeutschland, Norwegen oder Liverpool.
    Ex-Golocal OadM Da bin ich mir auch nicht sicher. Ich habe mal von einer Variante gehört, bei der Fischtatar (Hering) eingestampft wird. Das habe ich so aber noch nie gegessen und ich weiß auch nicht ob das dann wirklich noch Labskaus ist, oder ein eigenständiges Gericht.
    Ein golocal Nutzer Ich habe noch nie irgendwo Labskaus mit Fisch d ri n gegessen.
    Vielleicht essen die skandinavischen Nordmänner sowas :-))
    Darling 234NCM Robert a, das Westminster verfügt über eine Homepage. gehe darauf, dann auf Kontakt und dort kannst Du Deine Frage stellen. ;-)) Ist doch ein guter Plan, oder?
    Ex-Golocal OadM Das hätte ich wohl selbst dann nicht gefragt, wenn ich dran gedacht hätte. Aber Du bist ja in 14 Tagen ohnehin wieder in unserer schönen Stadt..., dann kannst Du ja mal dort vorbeischauen und nach den Krabben fragen. :-)
    Sedina Oh Siri, da gibt es hier doch Leute, die das als Kriegserklärung verstehen könnten ;-)))
    Ex-Golocal OadM @Siri
    Vielen Dank, aber hast Du die Fisch-Variante denn auch schon mal irgendwo gegessen? Ich habe zwar schon mal davon gehört, kann mich aber nicht erinnern Labskaus so schon mal angeboten bekommen zu haben. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es mit Fisch statt Fleisch noch Labskaus wäre. Wenn ich ein Wurstbrot mit einer Scheibe Käse belege, ist es ja auch kein Wurstbrot mehr...
    Siri ich kenne die rollmopsvariante aus meiner kindheit - und habe das nicht sehr gemocht.
    RB war damals auch nicht so mein fall ...
    Siri kuckßu auch:
    - http://de.wikipedia.org/wiki/Labskaus#Varianten
    - [url=http://commons.wikimedia.org/wiki/File:LabskausBC.jpg]Labskaus mit Matjesfilet, Spiegelei und Bratkartoffeln[/url]
    - http://www.webkoch.de/rezept/labskaus-original-23954
    - etc. pp.

    wenn ober die wursch aufm brot noch deko a la käse kömmt, darf man das immer noch als wurstbrot bezeichnen.

    welche rezeptur und/oder zutatenliste 'original' ist, wird man NIE eindeutig bestimmen können.
    die handvoll rezepte, bei denen das möglich wäre, sind entweder unter verschluß (bsp. Sachertorte) oder abhanden gekommen (bsp. Salat Olivier).

    darüberhinaus gibt es regionale oder gar weltweite abwandlungen gewisser ur-ideen - zb. fleisch in teig einwickeln und braten/dünsten/kochen - solche gerichte gips in jeder nationalküche ...

    ...
    ich kenne es jedenfalls MIT fisch.

    wennste mal in weinem CreaTiefRestorang vorbeikömmst, kann ich ja mal beide varianten 'interpretieren' !
    (wie der moderne gastronom meint sprechen zu müssen :-( )
    Ex-Golocal OadM Beim Beispiel mit dem Wurstbrot meinte ich natürlich, wenn man die Wurst durch Käse ersetzt... Labskaus wird man ja auch kaum mit Fisch und Fleisch zubereiten.

    Die Links sind leider nicht zielführend. Den Wiki-Link hatte Robert a schon gepostet und die Zutaten und Rezepte sind allgemein bekannt.

    Du hattest geschrieben dass zum Labskaus Fisch gehört (ob drin oder dabei). Meine ursprüngliche Frage war eigentlich, ob Du die Variante mit Fisch (drin) kennst weil Du es schon so gegessen hast, oder weil Du davon gehört bzw. es so gelesen hast.
    Siri ich hatte keineswegs vor, hier streit anzufangen - deswegen auch meine bemerkung zum inteigeingewickeltemfleisch.

    dein beispiel hatte icch schon verstanden, auch wenn es so deutlich zunächst nicht beschrieben war.

    es gibt einige gerichte, die sowohl fleisch als auch fisch enthalten.

    LABSKAUS kann weder über die anwesenheit, noch über die abwesenheit von fisch definiert werden.

    btw ...
    ... ist die "zielführed"-eigenschaft beliebiger links der einschätzung der jeweiligen leser/nutzer zu überlassen.

    die "allgemeine bekanntheit" SÄMTLICHER rezepte zum labskaus würde ich eher bezweifeln wollen - selbst in deutschen landen wird ein hoher prozentsatz der leute das gericht gar nicht kennen.
    ich hatte nur beispiele angeführt - damit interessierte dort weiterstöbern können ...


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    wo ist jetzt das eigentliche problem?

    für mich gehört zum labskaus fisch, weil ich es so kenne (und gegessen habe, wenn auch nicht gerne) - fisch reingehäxelt, oder beigelegt.

    wer es anders kennt oder mag - gerne doch.
    die geschmäcker sind unterschiedlich!


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    fragt mal einen ungarn, ob in ein "Gulasch" schwein oder rind gehört ... ;-)

    - "Was in anderen Ländern „Gulasch“, „Gulyas“ oder „Goulash“ heißt, nennt man in Ungarn Pörkölt oder Paprikás"

    - "Szegediner Gulasch" hat weder was mit der stadt Szeged zu tu, noch ist es ein typisch ungarisches gericht

    - ...
    Blattlaus In einem Lokal in Büsum hat sich meine Schwiegermutter mal Labskaus bestellt. Wir kannten das Gericht bis dato noch nicht.
    Ist schon lange her, aber ich weiß noch genau daß es eine rosagefärbte Pampe war, (rosa wahrscheinlich von untergemischten roter Beete), und daß es ihr nicht geschmeckt hat. Obwohl sie gerne Fisch aß, mochte sie den Fischgeschmack in dieser sauer schmeckenden Pampe nicht.
    Waren wohl saure Heringe darunter gemischt.
    Hatte deshalb noch nie Verlangen dieses Gericht zu essen.


  6. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

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    Das Jahr 2014 hat noch gar nicht richtig begonnen, da stand nach unserem Besuch im Opernloft auch schon das nächste kulturelle Highlight auf dem Programm. Das Kabarett-Duo Alma Hoppe lud zu "Männer in den besten Wechseljahren" und meine Frau und ich sind dieser Einladung natürlich gerne gefolgt.

    Das Lustspielhaus befindet sich verkehrsgünstig gelegen im idyllischen Stadtteil Eppendorf und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln am besten über die nahegelegenen U-Bahnstationen Kellinghusenstraße (U3), Hudtwalckerstraße (U1) oder mit dem Bus der Linien 20, 25 und 118 bis Eppendorfer Marktplatz.zu erreichen.

    Da einer von uns beiden vor der Vorstellung unbedingt noch ein paar Fotos machen wollte... waren wir bereits eine Stunde vor dem Vorstellungsbeginn vor Ort, wo uns ein gut gelaunter Mitarbeiter an der Abendkasse die für uns hinterlegten Karten überreichte. Wir erhielten ausgezeichnete Plätze an einem Tisch direkt an der Bühne. Die regulären Kartenpreise bewegen sich zwischen 13.- (ermäßigt) und 26.- €.

    Bevor wir den Saal betraten, gaben wir jedoch erstmal unsere Jacken bei der freundlichen Dame an der Garderobe ab und sahen uns noch ein wenig im sehr einladend wirkenden Foyer des Hauses um, das vor 20 Jahren von den beiden Kabarettisten die das Duo Alma Hoppe bilden übernommen und seinem ursprünglichem Zweck als Kleinkunstbühne zugeführt wurde.

    Das ganze Foyer, in dem sich neben der Garderobe auch eine Bar befindet, ist sehr modern aber liebevoll eingerichtet. In netter Gesellschaft könnte man hier sicherlich auch einfach nur so einen netten Abend verbringen. Kleinere Snacks sind in Form von Landjäger, Brezeln und Käse erhältlich. Die Getränkepreise sind in Ordnung. So zahlt man beispielsweise für einen gut eingeschenkten Pitcher (1,5l) Holsten vom Fass 12.- €. Snacks und Getränke können mit in den Saal genommen werden.

    Neben dem Foyer besteht für Gruppen zwischen 25 und 50 Personen die Möglichkeit ab 2 Stunden vor dem Beginn der Vorstellung sowie während der Pause ein Café anzumieten, das dann exklusiv genutzt werden kann.

    Der eigentliche Theatersaal verfügt über Plätze für bis zu 350 Besucher und kann auch für private Veranstaltungen angemietet werden. Wie das Foyer wurde auch der Saal sehr liebevoll und mit witzigen Details hergerichtet. Was einem gleich auffällt ist, dass es keine fest installierten Sitzreihen gibt. Stattdessen stehen aufgelockert im ganzen Saal verteilt große und kleine Tische und Stühle. Man fühlt sich sofort wohl.

    Lediglich das durchweg ältere Publikum in Alma Hoppes Lustspielhaus empfand ich mal wieder als sehr... speziell. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an meine Ohnsorg-Bewertung. Diesbezüglich können wir aber auch einfach nur wieder Pech gehabt haben. Daher führe ich das hier mal nicht weiter aus und es hat auch keinen Einfluss auf meine Bewertung.

    Das Kabarett gilt als rollstuhlgeeignet und barrierefrei. Dies kann ich für den Zugangsweg sowie für das Foyer und den Theatersaal bestätigen. Die Toiletten befinden sich allerdings im Untergeschoss und sind über eine flache Treppe zu erreichen. Ich vermute aber mal, dass es für Rollstuhlfahrer noch eine andere elegante Lösung gibt.

    Uns hat es in Alma Hoppes Lustspielhaus sehr gut gefallen und wir werden dort ganz bestimmt mal wieder eine Vorstellung besuchen. Vom ganzen Herzen fünf Sterne für diese kultige Location.

    geschrieben für:

    Theater in Hamburg

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    Untitled @Darling 234NCM: Danke! :-) Komisch, gibt es 2 Einträge fürs Ohnsorg-Theater? Ich habe einen gefunden, unter dem es nur eine Bewertung von jemand anderem gab.
    Ex-Golocal OadM Vielen Dank.
    @Untitled Das gibt es hier manchmal. Bei den grün umrandeten Locations handelt es sich um Golocal-Partner-Einträge. Das andere sind die Standardeinträge. Den Sinn habe ich selbst auch nie richtig verstanden.
    Ein golocal Nutzer Das ist sicher nicht geplant. Da hat eine Userin die Location noch einmal neu angelegt, mit einer anderen Schreibweise. Wahrscheinlich, weil sie das Ohnsorg, ebenso wie Untitled, wegen der bescheuerten Suchfunktion nicht gefunden hat.
    Aber in der Hinsicht läuft man ja bei Golocal gegen eine Betonwand :-)) Ebenso, wie bei der Branchenauswahl.
    Sedina Schöne Bewertung lieber Oscar, Glückwunsch zum verdienten GD - ich bin da trotz oder wegen meines Alters auch immer mal gerne.

    By the way: Ich finde es toll, dass Du den Lästigkeitsfaktor des älteren Theaterbesuchers wieder so deutlich adressierst. In der Tat haben wir hier ein gesellschaftspolitisches Problem, um das sich Angela und Cons. in den Koalitionsverhandlungen erneut gedrückt haben. Dabei werden doch die Stimmen immer lauter, die ein „Erziehungsgeld“ für die Senioren fordern, die zu Hause gelassen werden….. ;-)))
    Darling 234NCM Sedina!!! ;-D

    Schön, dass wir das am 29. diskutieren können ... :-D Zudem überlege ich mir jetzt mal, ob ich dann Papa mitnehme. ;-)
    Ex-Golocal OadM Zunächst einmal vielen Dank, auch an die Grüne Daumen Vergabestelle. :-))

    @Sedina Diesmal habe ich mich in diesem Punkt wirklich sehr zurückgehalten. Die erste Fassung dieser Bewertung sah noch etwas anders aus. Ich habe sie extra nochmal überarbeitet. Wenn Du magst können wir uns aber gerne am 29. darüber unterhalten. ;-)
    Sedina Da sprechen wir dann über Röcheln, Schniefen, laute Gespräche über Kunstgelenke und pfeiffende Hörgeräte :-)))
    Nike @ Sedina, jetzt muss ich wieder über den älteren Herren schmunzeln, der nervös an seinem Hörgerät herumfuchtelte während der Vorstellung " Der Name der Rose" bei den Hersfelder Festspielen, als der Mönch in zig verschiedenen sprachen herumbrabbelte ... " No lo somo stupido ..." ;- D
    Ästhet Oscar. Um es mal kurz mit einem Deiner grünen Kollegen auszudrücken: Applaus Applaus Applaus!!!


  7. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. von 3 Bewertungen


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    Es waren einmal mehr Freikarten, die mich kurz nach dem Jahreswechsel in Begleitung meiner Frau ins OPERNLOFT führten. Ich ahnte zwar schon immer dass Oper etwas für mich sein könnte, wäre aber wohl trotzdem niemals auf die Idee gekommen mal eine Aufführung zu besuchen. 

    An jenem Abend stand ein "Sängerkrieg" auf dem Programm. Beim Sängerkrieg kämpfen vier ausgebildete Opernsänger um einen "Goldenen Pokal". Dabei haben die Kontrahenten in mehreren Runden jeweils 90 Sekunden Zeit das Publikum mit kleinen Kostproben aus bekannten Arien von ihren Qualitäten zu überzeugen. Gewonnen hat dabei immer der Sänger oder die Sängerin, die den stärksten Applaus erhält. Nach jedem Vortrag fragt eine gut aufgelegte Moderatorin das Publikum aus welcher Oper oder von welchem Komponisten das gehörte Stück ist. Wer die Antwort weiß erhält zur Belohnung einen Schnaps. Wir haben leider keinen abbekommen... 

    Das ist jetzt aber nur die Kurzfassung, denn es geht ja hier nicht darum diese Veranstaltung zu bewerten, sondern den Veranstaltungsort.

    Das OPERNLOFT befindet sich in der Hamburger Innenstadt und ist hervorragend mit dem eigenen Auto (ein Parkhaus in der Nähe kann zum ermäßigten Preis von 4.- € mitgenutzt werden) oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Es wurde erst vor wenigen Jahren mit dem Ziel eröffnet Kinder, Jugendliche und junggebliebene Erwachsene an das Genre Oper heranzuführen.

    Im Eingangsbereich des im Hochparterre gelegenen Foyers befindet sich eine Garderobe, an der man seine Mäntel, Jacken oder Hüte gegen ein geringes Entgelt abgeben kann. Wenige Schritte weiter steht man dann auch schon mitten im großzügig geschnittenen Foyer, das mit seinen vielfältigen Sitzmöglichkeiten (u.a. Sitzkissen auf denen man sich lümmeln kann) und seiner stimmungsvollen Beleuchtung sehr gemütlich wirkt.

    Im Foyer befindet sich ein kleines Bistro in dem auch die Abendkasse integriert ist. Hier sind vor, während und nach der Vorstellung kleinere Snacks wie Flammkuchen oder Brezeln und natürlich Getränke (Sekt, Wein, Bier, Cocktails, Softdrinks) erhältlich, die man auch mit in den Saal nehmen darf. Die Preise finde ich allerdings ambitioniert. Wer mit seiner Begleitung jeweils nur drei kleine Bier (Flasche 0,33l) trinkt, ist gleich mal um satte 24.- € ärmer. Immerhin wird hier aber auch das in Flaschen abgefüllte Bier der Gröninger Brauerei angeboten, was mein lokalpatriotisches Herz vor Freude ein wenig hüpfen ließ. 

    Der eigentliche Theatersaal bietet Platz für ca. 190 Besucher und ist im Wesentlichen in zwei Bereiche aufgeteilt. Vor der Bühne stehen aufgelockert kleine Bistrotische mit jeweils vier Stühlen drum herum. Dahinter befinden sich Stuhlreihen auf einer sanft ansteigenden Tribüne. Auf den Bildern die ich mir zuvor angesehen habe, sahen die Stühle schrecklich unbequem aus. Wenn ich mal ins Theater gehe (oder in ganz seltenen Fällen ins Kino) möchte ich mich in weich gepolsterte Sessel mit Armlehnen fläzen. Ich habe mich also gefragt wie ich auf DIESEN Stühlen sitzen soll. Doch diesbezüglich kann ich Entwarnung geben. Die Stühle sind viel bequemer als sie aussehen und man sitzt ganz hervorragend auf ihnen. Zudem hat man auf allen Plätzen ausreichend Beinfreiheit sowie eine gute Sicht auf die Bühne.

    Mit diesem jungen Theater ist den Kulturschaffenden der Stadt mal ein richtig großer Wurf gelungen. Das Konzept um neues Publikum für die Oper zu gewinnen und Berührungsängste abzubauen ist schlicht und einfach genial. Das fängt beim frischen und modernen Interieur an und setzt sich bei den auf 90 Minuten komprimierten Operninszenierungen, den Aufführungen für Kinder oder Veranstaltungen wie dem "Sängerkrieg", bei dem die Sänger auch mal die Bühne verlassen und ins Publikum gehen, fort. Es wäre begrüßenswert, wenn die Verantwortlichen der Stadt solche Projekte stärker fördern würden, statt alle vorhandenen Mittel im Deutschen Schauspielhaus oder der Elbphilharmonie zu versenken.

    Meine Frau und ich waren wirklich schwer beeindruckt und hätten uns am liebsten gleich am Folgeabend eine Aufführung von Tosca angeschaut Leider war uns das diesmal aus Zeitgründen nicht möglich. Doch schon bei allernächster Gelegenheit werden wir das OPERNLOFT wieder aufsuchen. 

    Die Lage ist optimal, das Ambiente sehr ansprechend, das Personal sehr freundlich und hilfsbereit, das Konzept und die Umsetzung mehr als gelungen, das gemischte Publikum ist gut drauf, die Kartenpreise bewegen sich zwischen 23.- € und 34.- € (Ermäßigungen für Schüler und Studenten) bzw. 14.- € bei Familienvorstellungen in einen angemessenen Rahmen. Soweit ist also alles in Ordnung.

    Einen Stern ziehe ich jedoch ab, weil ich die Getränkepreise für überzogen halte und was viel entscheidender ist, weil die veraltete beengte Toiletteneinrichtung einer dringenden Renovierung bedarf. Mit dem Nebenmann beim pinkeln in eines von zwei Becken auf Tuchfühlung gehen zu müssen während andere Besucher hinter einem in dem kleinen Raum warten, ist nun wirklich nicht mehr ganz zeitgemäß. Die Toiletten wurden beim Umbau der Räumlichkeiten offenbar vergessen. Sie waren vielleicht ausreichend als vereinzelt mal ein Mitarbeiter der einstigen Druckerei seine Notdurft verrichten musste, aber sie sind es ganz sicher nicht für ein größeres Publikum, das meist zur gleichen Zeit (in der Pause) diesen Ort aufsucht.

    geschrieben für:

    Theater in Hamburg

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    7.

    Darling 234NCM Die Bewertung ist so rund, dass ich hoffe, sie rollt weit durch unser kleines "GoLocal-Land". :-))

    Hübsche Idee mit dem Schnaps-Gewinn. Wenn da mal ein Zuschauer dabei ist, der alles als Erster beantworten kann ... ;-))

    Ganz klasse geschrieben!

    Ausgeblendete 41 Kommentare anzeigen
    Novae ... mir erging es ähnlich ... ich konnte mir damals auch nicht vorstellen gefallen daran zu finden doch nach meinem ersten Besuch im Opernhaus war es um mich geschehen :-)
    ubier @Darling 234NCM: Bewertung ist jetzt hier in Freiburg angekommen, also schon ganz unten!!

    Wieder mal ein Beispiel, wie perfekte Bewertungen auf golocal aussehen könnten, Chapeau, Oscar!
    Kulturbeauftragte Mein erster Opernbesuch war mit vielen Fettnäpfchen gepflastert, da man uns ohne Erläuterung hin geschleift hatte... Das was du da schreibst, ist wirklich sehr interessant, mal schauen was die Zeit bringen wird! Glückwunsch an dieser Stelle!
    alligateuse Wirklich sehr schön beschrieben.Ehrlich gesagt, das kannte ich auch noch nicht, eben weil ich nicht wirklich ein Opernfan bin. Aber frau lernt auch gern dazu ;-)
    Sedina Davon wusste ich noch nichts und bin froh, von Dir diesen Tipp bekommen zu haben, lieber Oscar.
    Glückwunsch zum verdienten Grünen Daumen.
    Kati T Lieber Oscar aus der Mülltonne,

    heute möchten wir Dir ganz herzlich zu dieser wunderbaren Bewertung gratulieren und Dir feierlich die Trophäe „ Bewertung der Woche“ überreichen.

    Theater oder Oper ist ja immer eine Sache für sich und wird oftmals gerade von der jüngeren Generation belächelt.

    Das was Du da beschreibst, klingt allerdings ziemlich spannend. Das ist ja quasi eine Art DSDS (Deutschland sucht den Superstar) nur mit einer anderen Musikrichtung. Sehr interessant, wenn das Publikum mit einbezogen wird und es sogar eine Belohnung gibt, wenn man die Antwort weiß. So macht man gleich etwas für die Allgemeinbildung und hat auch noch Spaß dabei. ;)

    Deine Bewertung macht auf jeden Fall Lust auf einen Theaterbesuch in Hamburg.

    Auch dass 190 Plätze zur Verfügung stehen, klingt super. Die von Dir eingestellten Fotos motivieren jeden Interessierten diese Location aufzusuchen .

    Das man dort in der Nähe die Möglichkeit hat, sein Auto in ein Parkhaus zu stellen, ist sicher für die Autofahrer hier nicht ganz uninteressant. Denn oftmals weiß man nicht, wo man parken soll. Und wenn man dann noch zu einem ermäßigten Preis von 4.- € sein Gefährt dort parken kann, umso besser.

    Vielen Dank für diesen tollen Ausgehtipp! Wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche dort von Dir, vielleicht gibt es ja dann eine Fortsetzung dieser Bewertung!

    Nochmal herzlichen Glückwunsch und einen tollen Start in die neue Woche wünscht Dir das ganze golocal – Team!

    LG Kati T

    ubier Yes! Sehr gute Wahl, uneingeschränkte Zustimmung. Oscar, stell die Tonne auf die Bühne und sing mit!!
    Sedina Ein ganz herzlicher Glückwunsch auch von mir - da unten gibt es übrigens nicht nur Landjäger sondern auch ordentliche Schnäpse.......darauf einen :-)))
    Kulturbeauftragte Es freut mich, dass dieser tolle Beitrag von dir auserkoren wurde als BdW gekürt zu werden. Herzlichen Glückwunsch Richtung der Hansestadt!
    Ex-Golocal OadM Wow! Das ist ja mal eine tolle Überraschung. Ich dachte der Zug für solche Auszeichnungen wäre bei mir schon lange abgefahren. Ich freue mich ganz wahnsinnig. Vielen herzlichen Dank! :-))))
    Kulturbeauftragte Wie hört sich das denn: "der Zug für solche Auszeichnungen wäre bei mir schon lange abgefahren", du hast oft genug bewiesen, dass es an den richtige vergeben wurde! Du brauchst dich nicht hinter solchen Floskeln verstecken!
    LUT Herzlichen Glückwunsch, Oscar! Freut mich, dass du diese Auszeichnung erhalten hast, wohlverdient!
    ThorgeFährlich Das ist aber auch mehr als verdient! Bei der Bewertung hab ja selbst ich Lust bekommen, mir irgendwann dort mal eine solche Veranstaltung anzuschauen und das soll was heißen! Prima Oscar, Gratulation zum Wochentitel! :)
    Ex-Golocal OadM Vielen lieben Dank für die vielen lieben Komplimente und Glückwünsche, über die ich mich wahnsinnig freue. :-))

    @Schroeder... ;-D
    Sir Thomas ... aaand, the Wochenoscar goes tooo... Oscar !!
    Oper und Klassik ohne elitäre Hemmschwelle, eine tolle Idee zur unterhaltsamen musikalischen Horizont-Erweiterung. Ein wundervoller Beitrag, lieber OadM. herzlichen Glückwunsch ;-))
    Schwerie Klassik ist eh der Rock'N'Roll der Altvorderen! So verwundert es nicht, das ich, auf Klassik stehe und alles was dazu gehört! Eine Oper hab ich, in meiner Lehre, auch schon guggn können. Was mich seitdem vor Richard Strauss geschützt hat...
    mein Favorit sind Barocke-Bläser-Konzerte wie von Haydn, Händel oder Telemann! ;o)
    Deine Empfehlung im Hinterstübchen, werde ich mir diese Location mal genauer ansehen und bin schon gespannt!
    GW zur Bewertung der Woche!
    Siri gratuliere zum BdW!!

    "hilfreich"!
    "gut geschrieben!"
    & danke für den tip!

    macht lust auf ein musikerlebnis ... ;-)
    Ästhet super beschrieben, da werden sich sicher viele im Norden darüber freuen, alles was man wissen muss ist mit dabei. Klasse.

    Also Stadtplan und Deine Beschreibung, dann kommt man zurecht.
    Glückwunsch!


  8. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    18. von 24 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Viele Jahrzehnte haben die Weltstars des Showbiz einen großen Bogen um die Stadt gemacht, was durchaus nachvollziehbar ist. Denn alles was Hamburg bis 2002 für Sport- und Musikveranstaltungen anzubieten hatte, war eine bessere Turnhalle in Hamburg-Winterhude.

    Es mag ja durchaus Events geben, für die die Alsterdorfer Sporthalle mit ihren gut 4000 Sitzplätzen den richtigen Rahmen bietet, z.B. Schach-Turniere, Bodenturn-Weltmeisterschaften, Parteitage der Grauen Panther, Auftritte des Blasorchesters der Polizei oder indischer Folklore-Tanzgruppen... Aber wirkliche Weltstars ließ der Charme der Halle aus den 60er Jahren eher kalt.

    Dem Engagement eines finnischen Investors ist es zu verdanken, dass die Stadt heute mit der O2 World (vormals ColorLine Arena) über eine moderne Mehrzweckhalle mit einen Fassungsvermögen von rund 16.000 Zuschauern verfügt. Neben zahlreichen Top Acts die hier stattfinden, werden in der O2 World auch die Heimspiele der Hamburg Freezers (Eishockey) und des HSV Handball ausgetragen.

    Wie beim benachbarten Volksparkstadion werden auch bei Veranstaltungen in der O2 World Shuttle-Busse des HVV eingesetzt, die die Zuschauer vom S-Bahnhof Stellingen zur Halle und zurück bringen. Dabei gelten die Eintrittskarten wie bei nahezu allen Großveranstaltungen in der Stadt auch hier als Fahrkarte. Das klappt nach meinen Erfahrungen mal mehr (Eishockey), mal weniger (Fußball) und mal gar nicht gut (Handball). Bei sonstigen Events klappt es in der Regel mittelprächtig gut. Autofahrern stehen rund um die Spielstätten im Volkspark zwar begrenzt kostenpflichtige Parkplätze (5.-€) zur Verfügung. Insbesondere bei Spielen des HSV und zeitgleichen Veranstaltungen in der O2 World ist von einer Anreise mit dem eigenen PKW jedoch dringend abzuraten.

    Hat man die Halle irgendwie erreicht, gelangt man über eine Treppe (eine Rampe ist ebenfalls vorhanden) zu den Einlasskontrollen, die von freundlichen und hilfsbereiten Security-Mitarbeitern der Firma Pütz durchgeführt werden. Obwohl diese Kontrollen schon recht zügig vonstattengehen, können Kunden des Mobilfunkanbieters O2 bei großem Andrang einen besonderen VIP-Eingang nutzen, um schneller in die Halle zu gelangen.

    Wenn man schließlich die O2 World betritt, befindet man sich zunächst im sogenannten Umlauf der Halle. Hier können sich Besucher der Sport- oder Konzertveranstaltungen noch mit Fan-Artikeln eindecken, das reichhaltige Fastfood-Angebot nutzen oder sich gemütlich in eines der zahlreichen Restaurants setzen. In verschiedenen Barbereichen des Umlaufs kann man sich wahlweise mit frisch gezapften Holsten, Astra, Duckstein oder Carlsberg versorgen (natürlich auch mit Softdrinks). Anders als im HSV-Stadion nebenan schmeckt das Bier hier auch. Die 4.- Euro für 0,5l sind angemessen, zumal die Getränke überall sehr großzügig ausgeschenkt werden. Da auch alles mal wieder raus muss... finden sich im Umlauf auch ausreichend viele saubere Toiletten (mit Kabinen).

    Der Innenraum der O2 World, mit dem großen Videowürfel in der Mitte der Halle, ist schon rein optisch beeindruckend. Das Platzangebot erstreckt sich über einen Ober- und einen Unterrang mit bequem angelegten Sitzplätzen für die "normalen Besucher" sowie über 60 unterschiedlich große Logen, die von Unternehmen und zahlungskräftigeren Besuchern für jede Veranstaltung gesondert angemietet werden können. Auch etwa 80 Plätze für Rollstuhlfahrer mit Begleitperson stehen zur Verfügung. Bei Heimspielen der Hamburg Freezers herrscht in der Halle eine fantastische Atmosphäre. Die Eisfläche wird bei Spielen des HSV Handball oder für andere Events nicht extra abgetaut, sondern nur abgedeckt. Ich habe auch schon Konzerte in der O2 World besucht und finde die Akustik überzeugend.

    Es gibt aus meiner Sicht nur eine einzige Sache zu beanstanden. Ich bin der Meinung, dass in einer Mehrzweckhalle in der mit Eishockey und Handball gleich zwei Sportarten beheimatet sind, auch das Sportangebot des Bezahlsenders SKY angeboten werden sollte. Zwar hängen überall im Umlauf ausreichend Fernseher, doch dort laufen nur Veranstaltungshinweise oder das aktuell in der Halle stattfindende Spiel. Dort auch Spiele der anderen DEL-Teams oder Fußball zu zeigen, wäre sicherlich ein toller Service. Ansonsten gibt es von mir aber fünf volle Sterne.

    geschrieben für:

    Veranstaltungsservice in Hamburg

    Neu hinzugefügte Fotos
    8.

    Ausgeblendete 16 Kommentare anzeigen
    Ästhet Herrlich beschrieben, insbesondere der Vergleich zu der Alsterdorfer Sporthalle gefällt mir ;D Wohlverdient der grüne Daumen. Chapeau! mal wieder Oscarreif.
    Ex-Golocal OadM Vielen Dank. :-))
    Den 50.Beitrag möchte ich dazu nutzen, mich auch noch einmal bei allen zu bedanken, die meine bisherigen Beiträge gelesen, geliked und kommentiert haben. Ohne euch wäre es vor zwei Jahren ganz sicher bei der einen Bewertung geblieben, der ich meinen Namen zu verdanken habe und mit der ich nur mal ein wenig Dampf ablassen wollte. Danke schön!
    Novae Sehr schöne Bewertung! Herzlichen Glückwunsch zum 50´ten Beitrag und zur Auszeichnung :-)
    Sedina Das ist eine tolle Beschreibung des Objektes und der Abläufe. Ganz herzlicher Glückwunsch zu den 50 und zum Grünen Daumen. Und bei dieser Gelegenheit auch ganz herzlicher Dank für Dein Engagement im Rahmen von GoLocal.
    ThorgeFährlich Auch von mir herzliche Gratulation zur 50. tollen Bewertung! Der ich im Übrigen zu 100% zustimmen, die O2 World ist große Klasse!

    Das wir dort allerdings letztes Mal das nebenan laufende HSV-Spiel nirgendwo schauen konnten, verstehe ich bis heute nicht so ganz.

    "(...)Die 4.- Euro für 0,5l sind angemessen, zumal die Getränke überall sehr großzügig ausgeschenkt werden.(...)" Stimmt, und bei "Beschwerde" wird sogar nochmal "nachgefüllt" - wie das eine Mal bei den Freezers ;p


  9. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    2. von 34 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Es war mal wieder an der Zeit mit meiner Frau ein neues Restaurant auszuprobieren. Dabei viel unsere Wahl diesmal auf das Tapas y Más im Schanzenviertel, ein spanisches Restaurant das wir zufällig mal bei einem Spaziergang entdeckt hatten.

    Die Speisekarte auf der ansprechend gestalteten Homepage des Lokals las sich gut und so reservierte ich über das bereitgestellte Kontaktformular gleich einen Tisch für den folgenden Abend. Hier hätte ich mich sehr über eine schriftliche Bestätigung der Reservierung gefreut. Eine Versandbestätigung reicht nicht aus und es macht auch nicht wirklich Sinn dort anzurufen um zu erfragen ob die Online-Reservierung geklappt hat.

    Da sich der Weg ins quirlige Schanzenviertel mit seinem vielfältigen Gastronomieangebot auf jeden Fall lohnt und wir bestimmt nicht verhungert oder verdurstet wären wenn es mit der Online-Reservierung nicht geklappt hätte, machten wir uns also ohne Bestätigung auf den Weg.

    Das im Souterrain eines Eckhauses gelegene Tapas y Más befindet sich nur wenige Minuten vom U- und S-Bahnhof Sternschanze entfernt, was ganz praktisch ist wenn man anschließend noch etwas trinken gehen möchte. Es sollte sich nach unserer Ankunft herausstellen, dass die Reservierung geklappt hat.

    Die Begrüßung war sehr freundlich und wir wurden umgehend zu unserem Tisch geleitet, der sich aber leider in einem kleinen Nebenzimmer befand. Auf eine aufwendige Raumgestaltung oder liebevolle Tischdekoration wurde offenbar bewusst verzichtet. Das fand ich sehr schade, denn manchmal ist weniger… einfach nur weniger. Die Tischanordnung in diesem Raum ist aus meiner Sicht gut für kleinere Gruppen geeignet aber auf keinen Fall um einen halbwegs romantischen Abend zu zweit zu verbringen.

    Wir nahmen trotzdem Platz und erhielten schon kurz darauf die Speise- sowie eine separate Weinkarte von der hübschen jungen Dame (eine Spanierin mit süßem Akzent) die uns bediente. Da wir fest entschlossen waren die Tapas auszuprobieren, bestellten wir uns zunächst ein San Miguel das uns zusammen mit einem Schälchen entkernter Oliven sowie Weißbrot und köstlichem Aioli gebracht wurde.

    Als es schließlich ans bestellen ging hatte uns zunächst der angebotene "Tapas Baum" gereizt, der aus verschiedenen warmen und kalten Tapas bestand. Aber überraschen lassen wollten wir uns dann lieber doch nicht, zumal wir einige Sachen (wie Fleisch) gar nicht essen. Bei der großen Auswahl an Tapas (und anderen Gerichten) war es nicht leicht den Überblick zu behalten. Unsere aufmerksame und geduldige Bedienung kannte die Karte jedoch sehr gut und letztlich haben wir ihr einfach gesagt, was wir gerne hätten. Das hat den Bestellvorgang um einiges erleichtert. Im einzelnen hatten wir:

    - Boquerones fritos
    - Chipirones fritos
    - Patatas arrugadas con mojo
    - Tortilla de patatas "Española" 1/4
    - Champiñones al ajillo
    - Pan y ali-oli

    Zwischenzeitig versorgte uns unsere Bedienung zuverlässig mit neuem San Miguel. Ich schätze bei Flaschenbier kann man nicht viel falsch machen wenn man es nur kühl und dunkel lagert. Unser Verdauungsschnäpschen hätten wir auch gerne gut gekühlt getrunken, doch der wurde leider warm in einem gekühlten Glas serviert.

    Mit der Rechnung erhielten wir dann noch nochmal zwei sehr leckere "Chupitos de la Casa".

    Die Bewertung ist nicht einfach. Ich würde gerne 3,5 Sterne vergeben, was aber nicht geht. Nun bin ich ein wenig hin- und her gerissen. Das Essen und der Service waren ausgezeichnet. Das Ambiente hat mir dagegen überhaupt nicht gefallen und dann war da ja noch die Sache mit der ausgebliebenen Reservierungsbestätigung... Ich werde daher drei gute Sterne vergeben. Den vierten gibt es vielleicht wenn wir dort nochmal einkehren und dann auch einen schöneren Platz im vorderen Bereich des Lokals erhalten.

    geschrieben für:

    Spanische Restaurants in Hamburg

    Neu hinzugefügte Fotos
    9.

    Ausgeblendete 9 Kommentare anzeigen
    LUT "Oscar, Du musst nicht immer nachts schreiben, das kriegt man immer nicht mit :-)" Stimmt, nossek, mir ist der Beitrag auch durch die Lappen gegangen :-)
    Ein golocal Nutzer Für alle Hamburger oder HH.Besucher:

    Am 29.10.14, 18 Uhr, machen wir hier ein spontanes Mini-Golocal-Treffen. Teilnehmer bisher: Fünf

    Lust? Kommen!
    alligateuse Schöne Bewertung! Nachdem ich nun gestern selbst hier war, kann ich vieles davon nachvollziehen und bestätigen. Auf jeden Fall schön, dass das hier begrünt wurde ;-)


  10. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    4. von 39 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Die Welt ist schlecht und ich traue niemanden.

    So war ich dann zunächst auch erstmal misstrauisch, als "Tintenkunst Tätowierungen" auf meinem Hamburger Golocal-Radar auftauchte und relativ zeitnah drei 5 Sterne-Bewertungen folgten. Da sich dieses Studio auf dem Weg befindet, wenn ich mit der U-Bahn einmal quer durch die ganze Stadt zu meinem Friseur fahre, nahm ich mir vor an der U-Bahn Haltestelle Hammer Kirche einfach mal auszusteigen und mir den Laden (nur 5 Minuten entfernt) genauer anzugucken.

    Ich muss gestehen, dass ich an dieser Stelle in Hamburg-Hamm nie mit einem Tattoo-Studio gerechnet hätte. Aber warum denn eigentlich nicht...? Wer sich tätowieren lässt, wird dies ja kaum machen weil er zufällig gerade an dem Laden vorbei läuft, sondern weil er es sich sehr gut überlegt und sich vorher hinreichend über das Studio und die Arbeiten der Tätowierer informiert hat. Daher ist es also relativ egal, wo sich das Studio befindet.

    Schon von draußen machte der Laden einen sehr aufgeräumten Eindruck auf mich. Früher befand sich an dieser Stelle in der Carl-Petersen-Straße ein biederer Schlecker-Markt. Nach einer umfassenden Renovierung ist davon jedoch nichts mehr zu erahnen. Die Schaufenster sind für ein Tattoo-Studio ansprechend dekoriert, die Location wirkt hell und einladend.

    Dann bin ich also rein in den Laden... wo gerade Musik lief die ich mochte, nämlich geil und laut. Musik mit der ich die vielleicht beste Zeit meines Lebens verbinde - wenn auch damals noch mit leicht anderen Texten. :-)) Es lief gerade ein Stück der Hamburger Band "Eight Balls". Wer da mal reinhören möchte, kann dies gerne hier tun: http://youtu.be/HVM5pYCqVOk

    Thomas, einer der Tätowierer des Studios, war gerade alleine da und hatte noch ein Kundin. Als ich ihm sagte worum es ging, bat er mich es mir noch ein paar Minuten im Wartebereich gemütlich zu machen. Dort hatte ich dann die Gelegenheit mich mit den Arbeiten der Tätowierer vertraut zu machen. Da waren durchaus schöne Werke dabei.

    Als er dann Zeit für mich hatte und sich mir vorstellte, war er mir gleich sympathisch (was ich wichtig finde bei jemanden, der mir als Leder will). Wir kamen gut und schnell ins Gespräch. Da gerade kein weiterer Kunde da war, unterhielten wir uns sehr ausführlich über die Musik, den Laden, über Qype, Yelp und Golocal, über Bewertungen, seine Arbeiten und meine Tattoo-Vorlieben, er ließ sich meine Tattoos zeigen, wir sprachen über Preise und Abgaben und er hatte am Ende sogar noch einen heißen Konzert-Tipp für mich. Es ist also durchaus möglich, dass wir uns am 28.12 in der Markthalle Hamburg nochmal über den Weg laufen - zumal ich die Tickets über ein anderes Portal zum halben Preis bekomme. :-))

    Nebenbei durfte ich mich im Studio übrigens auch ein wenig umsehen und Fotos machen. Der gesamte Laden ist hell und freundlich eingerichtet und vor allem so picobello sauber, wie es sich für ein gutes Tattoo-Studio gehört. Bei Bedarf lassen sich die einzelnen Arbeitsbereiche etwas abschirmen und so vor neugierigen Blicken und kalten Luftzug schützen.

    Auf dem Empfangstresen von "Tintenkunst" liegen neben den Karten der Tätowierer und weiteren Informations- und Werbematerial auch die bekannten Kärtchen von Golocal aus, womit sich auch die zeitnahen Bewertungen zufriedener Kunden für "Tintenkunst" erklären lassen. Vielleicht ist die Welt ja doch nicht sooo schlecht. Ich sollte es mir unbedingt mal abgewöhnen so misstrauisch zu sein.

    Da ich mich dort bisher selbst (noch) nicht tätowieren lassen habe, kann ich den fünften Stern leider nicht vergeben. Aber ich denke mal mit ordentlichen vier Sternen von Oscar aus der Mülltonne werden die Inhaber dieser Location auch gut leben können. ;-)

    geschrieben für:

    Tattoos in Hamburg

    Neu hinzugefügte Fotos
    10.

    Ausgeblendete 43 Kommentare anzeigen
    Sedina Meine Frau hat's mir verboten. Die sagt immer, "wenn Du noch runzeliger wirst, sieht das schrecklich aus".

    Gratulation zu diesem schönen Beitrag, lieber Oscar, wenn er mich auch wegen meiner unerfüllten Wünsche etwas wehmütig stimmt ;-)))
    Ein golocal Nutzer Jedem nach seinem Gusto, lieber Oadm.
    Persönlich sind Tätowierungen für mich
    eine Art Körperverletzung. Aber Deine Bewertung
    ist einfach erste Sahne. Dafür meine Gratulation.
    Und zu dem Grünen Daumen meine herzlichsten
    Glückwünsche.
    opavati® Schroeder ist der GRÖSSTE! ».... Kindertattoos auf die Tonne kleben ;-) « ist ganz, ganz großartig. Warum fällt mir so was tolles nie ein.

    Bitte einen Grüner Daumen für Schroeders Kommentar.
    Nike Glückwunsch zum Daumen!

    Aber Moment mal, dieser Daumen war an die Bedingung geknüpft, dass der Ausgezeichnete sich einen Grünen Daumen stechen lässt ... Körperstelle beliebig ... ;-)
    opavati® Bei Tätowierungen habe ich sofort wieder die bunten Nägel und das Dickbein im Leo-Look vor dem geistigen Auge und das hat sich dauerhaft eingebrannt .....
    opavati® Wer sich exibitionistisch zur Schau stellt ist doch auf Reaktion aus ....

    Viele werden diese Bilder ewig begleiten, das ist sicher, leider.
    Novae ... besagter hat offenbar eine neue Wirkungsstätte und ist für dieses Portal nicht mehr relevant ...
    mallli schnurri wenn dich solche bilder ewig
    begleiten hast du in deinem leben aber noch nichts schlimmes gesehen
    Jenny-Muc Bin absolut kein Fan von Tattoos, dafür umso mehr von dieser Bewertung - klasse!
    Außerdem habe ich dank Novae noch was dazu gelernt ;-)
    Nike Hüstel .. räusper ... danke Novae ... ich habe nach einer jugendfreien Erklärung gerungen.
    Ex-Golocal OadM Es freut mich sehr, dass euch die Bewertung wieder gefällt. Vielen Dank auch an die "Grüne Daumen Vergabestelle" für die Auszeichnung.
    Ästhet Glückwunsch, OadM, du Held. Ich finde es gehört wirkliches Selbstbewusstsein dazu, ein Tatoo Studio zu bewerten, ohne sich involvieren zu lassen (bisher). Die Bewertung gefällt mir, ich habe sie mit Freude gelesen. Glückwunsch zum grünen Daumen.
    Sir Thomas Weit, weeeiiit außerhalb meiner Lebenserfahrung, aber grade deshalb lehrreich. Außerdem schön und entspannt beschrieben. Respekt, Oscar.