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  1. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    7. von 52 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Ein Hoch auf meinen ehemaligen Vermieter, denn er hat in der komplett offenen Wohnung Teppichboden verlegt. Ausnahmslos… Nur im Badezimmer liegen Fliesen. Nun sind offene Grundrisse toll und ich muss nicht auf 3x2m Schlauchküche kochen, sondern habe alles im Blick. Alles? Ja, wirklich alles… Auch den Teppichboden direkt vor der Küchenzeile.

    Das wiederum ist ein wenig ärgerlich, denn Murphy’s Law in Kombination mit Tomatensauce führt gerne mal zu einer Havarie. Um eben jener vorzubeugen, habe ich waschbare Teppiche vor der Küchenzeile liegen, die ich bei Bedarf stumpf in Waschmaschine oder Dusche wieder sauber bekomme. Tja, bis vor einer Weile hatte ein großes schwedisches Möbelhaus sehr praktische, farbechte und waschbare Teppichs passender Größe – jetzt nicht mehr.

    Der in einem großen Reutlinger Möbelhaus erworbene Ersatz ist zwar wunderschön, färbt aber leider tierisch ab und ist deshalb an gegebener Stelle nicht mehr verwendbar. Nun müssen neue Teppiche her. Auf der Suche nach eben solchen hat es mich zu Hofmeister nach Sindelfingen verschlagen.

    Dank Navi war das Möbelhaus schnell gefunden. Der kleine Parkplatz vor der Tür war brechend voll und halbseitig durch allerlei Weihnachtstralala gesperrt. Futterbuden und eine Eislaufbahn sollen offenbar Kunden fangen… und tatsächlich war die Eislaufbahn trotz strömendem Regen gut besucht. Das allegenwärtige Aprés-Ski-Gedudel war trotz geschlossenen Fenstern maximal nervig…. Also ab ins angehängte kostenlose Parkhaus. Das ist, nun ja, ein wenig unübersichtlich und ein Hort von Anti-Verkehrsregeln (links vor rechts).

    Nach erfolgreich akquiriertem Parkplatz im hustensaftrosafarbenen Parkplatzsektor und kurzer Fahrt mit dem Aufzug betrat ich also den Hort mobiliartechnischer Wunder… Und den Ort kolossaler Überfüllung, denn ich war offenbar nicht die einzige, die auf die Idee kam, den 2. Januar für Einkäufe zu nutzen. Hausintern kann man zwischen den riesigen drei Stockwerken wahlweise mit einem hoffnungslos überfüllten Aufzug pendeln, oder man nutzt dafür eine gigantische Spirale, auf der man bequem und steigungsarm nach oben bzw. unten laufen kann (oder können sollte, wenn nicht zu viele Damen in High Heels oder Seniorentruppen in voller Breitseite und zu viert nebeneinander die „Spirale“ blockieren).

    Teppiche befinden sich im ersten Stock, ich schleiche über die Spirale nach oben und wende mich mit Grausen von einem schwarzen und mit schwarzen Glitzerpailetten bestickten Panther ab. Daneben hängen goldene Büffelschädel. Hilfe!

    Die Teppichabteilung ist groß und zu meinem Leidwesen absolut perser- und hochflorlastig. Beides ist für die Küche null geeignet, weil weder waschbar, noch besonders hübsch. Hier drin dudelt die obligatorische Fahrstuhlmusik und kocht das Hirn weich. Ich suche ein Verkäufer. Dringend! Denn ich will einfach nur zügig einen passenden Teppich und dann schleunigst hier raus. Einer der Herren hat dann tatsächlich auch kurz Zeit, rät im Vorbeigehen zu einem Sisalteppich und verschwindet wieder. Sisal ist aber weder besonders gut maschinenwaschbar, noch für meine Wohnung geeignet. Meine zwei Katermitbewohner würden sich vermutlich sehr über die heftig teure und sehr, sehr große Kratzmatte freuen und das Ding binnen kürzester Zeit zugrunde richten. Abgelehnt. Die vorgeschlagene Alternative war ein Küchenläufer aus Synthetikfaser, auf dem in großen Lettern das Wort „Cuisine“ prangte. Besten Dank, meine Küche finde und erkenne ich gerne noch selbst, sie muss nicht beschriftet werden.

    Nach diesem totalen Reinfall verlasse ich den gastlichen Ort – vorbei am Glitzerpanther, dem Goldbüffel, gefühlten tausend Schnäppchenjägern und quengelnden Kindern. Ab in die hustensaftrosabarbene Parkzone und nichts wie raus hier.

    Die Auswahl an Küchen, die ich auf meinem sehr sehr seeeeeehr langsamen Gang spiral-abwärts gesehen habe, gefiel mir gut. Vielleicht kann Hofmeister mit solchen Dingen punkten, mit Teppichen allerdings nicht. Zugegebenermaßen geht mir die Maximalbespaßung mit Billigfutter, Eislaufbahn, Zirkus, Gratis-Prosecco und co auch ein wenig auf den Keks. Immerhin bin ich hier, um Möbel zu kaufen und nicht zum Essen und bedüdelt werden.

    Von mir gibt es bis dahin drei Sterne.

    geschrieben für:

    Möbel / Wohnaccessoires in Sindelfingen

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    1.

    Blattlaus Hofmeister macht immer so ein Weihnachtsgedöns in all seinen Filialen.
    Habe im Wohnzimmer auch hellen Teppichboden, und die immer mehr dazu kommenden Flecken nervten. Nachdem ich in einigen Möbelhäusern nach einem farblich passenden Teppich, der alles bedeckt, gesucht habe, fand ich bei Roller (ich hätte es nicht erwartet) genau das passende. Dazu ein sehr freundlicher Verkäufer. Die haben auch eine sehr große Auswahl.
    Ausgeblendete 83 Kommentare anzeigen
    Blattlaus Ich auch nicht, schon gar nicht fürs Wohnzimmer. Aber diese Mal habe ich echt Glück gehabt, und er sieht auch noch richtig nach was aus.
    ubier Wieder sehr eindrücklich. Wir kommen dann zur Einweihungsfeier, wenn es soweit ist - natürlich mit Rotwein und Tomatensoße...
    eknarf49 Eine wie immer sehr unterhaltsame Bewertung, liebe Jul. Schade, dass Tomatensoße auf dem Teppich mit der Zeit ihre schöne Farbe verliert, sonst hätte man doch alles beim alten lassen können. ;-D
    Schroeder Deine Kater wären bestimmt bereit alles sauber aufzulecken...
    Aber Roller ist doch ganz groß und dick in deiner Homezone!
    Samstägliche Einkaufserweiterung... Supermarkt plus Möbelhaus, das wäre doch ein schöner Tag....
    Sir Thomas schalten Sie auch nächste Woche wieder ein, wenn es heißt 'Koller beim Roller', 'Sieger bei Rieger' oder - wer weiß: 'Ein Traum im Braun'. Denn: Hauptsach WIR haben unseren Spaß, Jul. Und das Ehrengrün ist eh immer drin. Bleiben Sie dran :-)
    Kulturbeauftragte Zuerst Glückwunsch zu Daumen!

    ABER: auch wenn es bei Roller ab und zu etwas zugehen kann, wurde meine Auslegeware, die ich nur dort erstanden habe, für DESIGNERWARE gehalten! Das nicht nur einmal!!!!

    Man kann über die Firma unterschiedlicher Meinung sein, doch die Qualität ist (meistens) besser als der Ruf, der dem Möbelheini anhaftet :-D. Über ein Beitrag würde ich mich freuen :-))))
    kisto Am 2. Januar sind meist alle Läden voll - viele Leute haben noch Urlaub und tauschen Geschenke um oder versenken das Weihnachtsgeld in den Läden auf der Jagd nach Schnäppchen…

    Sehr unterhaltsam geschriebener Bericht!!! Herzlichen Glückwunsch zur Trophäe!
    JulPal Wenn ich nochmal einen Küchenläufer sehe, auf dem Küche steht, krieg ich trotzdem einen Krampf. Ich hab doch auch kein Besteck, auf dem "Messer" und "Gabel" steht. Das kommt direkt hinter Küchenzeug mit "Latte Macchiato" Aufschrift.
    JulPal Aber hallo ;-) Und ich hatte immer so eine tolle Tasse mit einem Hahn... Aus dem Hahn und Henne Service
    Schroeder So semmer reich worde... an der Schwaben Wesen soll die Welt genesen.... Jetzt gehe ich besser ins Bett! ;-))
    mrs.liona Was für ein wundervoller Bericht, liebe JulPal ! :) Ich habe mich königlich amüsiert, danke Dir herzlich für's Mitnehmen und gratuliere zum absolut verdienten Daumen.
    tedox (früher Teppichdomäne) fällt mir noch als Tipp ein, falls es so einen in Deiner Nähe gibt...
    ubier Tüdelüt-tüdüü! Das Roomba-le rotiert schon eifrig um die erste Flasche Quota 29 Primitivo...

    Wenn Schroeder wieder wach ist, gründen wir die erste Tübinger Küchenteppich-WG. Das mit der Weltgenesung können wir dem Schwaben nicht allein überlassen, ist ja schon in Schottland gründlich mißlungen.
    Sir Thomas Ardbeg ist eine Spitzen-Idee. Die Variante 'Corryvreckan', single malt (was sonst) von der Insel Islay, 57,1%, gehört momentan zu meinen Top 3. Einen schönen Abend noch :-))
    JulPal Notfalls hab ich auch noch ein bisschen Lagavulin, Glenmorangie, Glenfarclas, Oban, Bruichladdich Rocks, Bruichladdich Waves, Bruichladdich Peats...
    Sir Thomas seeehr stolz auf dich, Jul :-)) Da würde ich dann sogar meine beiden 22 jährigen Kostbarkeiten (die Rede ist immer noch von Whiskies) beysteuern
    JulPal Ich habe keinen Vetter auf der Insel, aber ich habe den Bowmore vergessen ;-)

    Einige sind Mitbringsel von Inselreisenden... Der Oban zum Beispiel
    Sedina Ich will auch 'nen Whisky.
    Mach so etwas nicht wieder am 2. Brückenjanuar und lass Dich vom verdienten Grünen Daumen trösten - Glückwunsch!
    Sedina Bin heute morgen ohne Kater aufgewacht.
    Ich weiß doch, warum ich nur Single Malt zu mir nehme, und nicht diese schrecklichen Mischprodukte.

    Noch mal herzlichsten Dank für Deine nette Einladung, liebe Julie :-)))
    ubier Jul, Du wirst es nicht glauben - habe am WE auch alle Werbeprospekte nach Küchenläufern für Dich durchgesehen, sogar das Roller-Klopapier...


  2. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. von 7 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Ich hasse Schuhe kaufen… Und ich hasse es noch mehr, wenn bei einem paar mühselig und nach jahrelanger Suche akquiriertem Paar Stiefeletten die Profiltiefe der Sohle von „passabel“ zu „Fakir bei Schotter“ wechselt. Hätten die Stiefeletten einen TÜV Termin, wären sie wohl gnadenlos wegen mangelnder Profiltiefe durchgefallen. Nochmal das Theater beim Stiefelkauf? Muss das wirklich sein?!

    Ich bin zwar Schwäbin, aber von manchen Artgenossinnen kann ich dann doch noch Dinge in puncto Sparsamkeit lernen. Wozu die dünnsohligen Edeltreter entsorgen, wenn es doch Schuhmacher gibt, die dem Elend einfach eine neue Sohle verpassen können? Eine Freundin bringt ihr Schuhwerk zur Neubesohlung immer zu „dem Schuhmenschen ins Nonnenhaus“. Dran vorbeigelaufen bin ich schon oft, drin war ich noch nie.

    Im Erdgeschoss der Tübinger Miniaturwunderlandversion eines Einkaufszentrums befindet sich äh… äh… Wie heißt der Laden!? Dran steht nur „Reparaturen, Schuhe, Gravuren, Schlüssel“… Tante Google wusste Rat – der Laden heißt Schumi. Damit wäre dieses Mysterium auch geklärt. Aaaalso. Da capo al fine… Im Erdgeschoss der Tübinger Miniaturwunderlandversion eines Einkaufszentrums befindet sich Schumi. Ebenerdig, barrierefrei und gut erreichbar. Dann mal rein.

    Der freundliche Herr hinterm Tresen konstatiert den Schuhen ein tadellos erhaltenes Leder und eine jämmerlich dünnegelaufene Sohle. Ich frage, ob eine Reparatur sinnvoll und möglich ist. Die Antwort ist ein Lächeln. „Kriegen wir hin“ bekomme ich zu hören. Ich willige, ein, bekomme einen knatschroten Miniabholzettel mit einem Nümmerchen – erinnert ein wenig an alte Lose von der Tombola oder an Rummelfahrkarten in der Prä-Chip-Zeit. Das Wort „Niete“ kann ich nirgendwo erkennen, also packe ich das Zettelchen ein und erfahre, dass ich zwei Tage später alles wieder abholen kann.

    Gesagt getan, zwei Tage später stehe ich erneut in /bei Schumi auf der Matte, wedle mit meinem roten Rummelrubbellos-Schnipselchen und bekomme ein paar lederner Reiterstiefel ausgehändigt… Äääääh. Momeeeeent!!! Das sind nicht meine!!! Schuld war ein Fehlgriff, meine Treter standen direkt nebendran. Uff… Nochmal Glück gehabt. Für die Schuhgröße der Reiterstiefel hätte ich mir wohl die Zehen abhacken müssen.

    Ich bekomme die neue Sohle gezeigt und bin begeistert. Ausreichend Profiltiefe, tadellos verarbeitet und sogar die Zierelemente an der Seite des Absatzes wurden nachgeschliffen und wieder aufbereitet. Einfach super!

    Statt knappen 200 Euro für neue Stiefel gleichen Kalibers habe ich 27 Euro für eine neue Sohle bezahlt. Und scho wieder ebbes g’spart würde der Schwabe sagen! Ich bin froh und sehr zufrieden mit der schnellen und sauberen Arbeit des Maitre de Schumi und komme gerne wieder, wenn beim nächsten paar Schuhe die Profiltiefe kritische Werte unterschreitet.

    Von mir gibt es glatte fünf Sterne!

    geschrieben für:

    Schlüsseldienste / Schuhmacher in Tübingen

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    2.

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    opavati® Das ist auch nachhaltig .....

    Da fällt mir ein, was ist aus unserem golocal-Schuster und Ex-Guide geworden? Manne melde Dich doch bitte mal.
    eknarf49 (voller Neid) Für den Preis gibt es bei uns leider keine neuen Sohlen! Danke für den schönen Bericht, liebe Jul.
    Schroeder In solchen Reiterstiefeln mit entsprechender enger Hose wärest du mir auch... also toll, dass du neue Sohlen hast!! ,-)))
    vinzenztheis Besohlen lohnt auch in unserem Wegwerfzeitalter immer noch.
    Habe ein paar wunderbar eingelaufene und oberledermäßig immer noch erstklassige Treter, die ich bereits dreimal habe richten lassen.

    Leider ist unser guter alter Schumachermeister in O-R verstorben.
    eknarf49 Jul, wie Du siehst - alle Kommentare sind echt und ehrlich, auch wenn sie schnell verändert werden. ;-D
    Tikae Die Sparsamkeit der Schwaben bringt auf jeden Fall gar wunderbare Locationblüten :-)))
    Dem zehnten Paar Stiefel hätte ich trotzdem nicht widerstehen können .
    JulPal Blöd bei meinen komischen Füßen ;-) ich bin schon froh, wenn ich mal ein Paar finde, dessen Spann flach genug ist.
    Sir Thomas Ich wollte angesichts deines 'spannenden' Fußformats schon vorschlagen, besser immer gleich zwei bis drei Paare auf einmal zu akquirieren. 'Dass man dir aber auch alles erklären muss, Jul!' Aber so ist es natürlich wesentlich ökonomischer. Verständlich natürlich, dass du bisher immer an dieser so klösterlich benannten Lokalität vorbeigelaufen bisch ;-) Glückwunsch zum neugewonnenen Profil, T.
    Tikae Bei allem Respekt.... das ist in höchstem Maße geschmacklos :-(((
    Das ist ein MENSCH, der einen Unfall mit sehr schlimmen Folgen hatte .
    Nike Weiß jetzt zwar nicht worum es geht, aber is mir momentan total latte ...

    Jul, das hast du richtig gemacht. Seine Lieblingsgaloschen, vor allem wenn sie teuer waren, darf man ruhig hegen und Pflegen und das gehört dazu.
    Meine Tochter hat auch ein paar knallblaue Dockers, die nie und nimmer entsorgt werden dürfen. Da verstehe ich dich nur all zu gut.
    Herzlichen Glückwunsch zum Däumchen!
    Puppenmama Klasse Bericht.
    Und bei guten Schuhen und Stiefel lohnt sich immer eine Reparatur.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten Sohlen-Daumen.
    JulPal Danke Euch :-) In meinem seltsamen Format gibt es leider kaum Schuhe. Wenn ich ein Paar gefunden habe, bin ich glücklich... Das ist selten genug. Normale Schuhe sind mir deutlich zu breit und am Spann immer deutlich zu hoch. Ich kann alle normal geschnittenen Stiefel einfach vom Fuß schütteln... Mit geschlossenem Reißverschluss.
    Gloria73 Ha! Noch einer aus der Liga der außergewöhnlichen Frauenbeglücker, äh, Schuhflicker :D
    Ich danke dir für den unterhaltsamen Bericht und gratuliere ganz neidlos zur wohlverdienten Trophäe :)
    Schroeder Als Schuhflicker mag er ja ein Genie sein, aber die Herstellung der Kopie eines Briefkastenschlüssels scheint ungleich schwerer zu sein... Der Ersatzschlüssel kann nicht was er soll, nämlich das Schloss öffnen.... grml...
    Calendula Reibe ihm das samt Schlüssel unter die Nase, Schroeder ;-)
    Werben darf eben (fast) jeder für (fast) alles...
    Schroeder Junge Frau, ich bin erst kurz wieder aus der Joghurt-Diät mit bunten Antibiotikum-Kügelchen auf Normalkost umgestellt worden...siehe Hühnerbrühe im Kochthread!
    eknarf49 Die Hauptsache ist doch, dass der Schlüssel "First Class" aussieht, über die übrigen Kleinigkeiten würde ich großzügig hinwegsehen! ;-)
    Schroeder Jetzt hat er zweimal dran rumgeschnitzt und das Ding funktioniert immer noch nicht.... Ich bin kurz davor ein Gegengutachten zu verfassen!! ;-))


  3. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Ich war französisch essen! Passenderweise liegt mitten im Französischen Viertel das Bistrot-Restaurant Pastis, das Ziel des Abends. Ich frage mich aber immer noch, wer sein Lokal nach einem Anisschnaps mit 40 Umdrehungen benennt…. Aber solange beim Essen dasselbe wie beim Schnaps gilt, dann „wohl bekomms“!

    Bei einstelligen Temperaturen klapperten die Zähne schon genug und meine Bewunderung galt den beiden Herren, die wacker auf der Terrasse ihren Kaffee getrunken haben. Immerhin verbrennt man sich so zumindest nicht die Klappe, denn nach maximal zwei Minuten sorgt der große, große Kühlschrank genannt „Herbstabend in Tübingen“ für Eiskaffee. Brr. An sonnigeren Tagen lässt sich sicherlich nett draußen sitzen, wenn man die in nur wenigen Metern Entfernung vorbeifahrenden Busse am ÖPNV-Dreh- und Angelpunkt des Französischen Viertels ausblenden kann. Dröööööhn. Die Bushaltestelle ist übrigens direkt vor der Tür, so dass man quasi vom Kaffee direkt in den Bus hechten kann.

    Wir sitzen also lieber drin. Der Tisch war reserviert und mit Sets und Besteck bereits eingedeckt. Das Ambiente ist puristisch gehalten. Blanke Holztische, ein paar höhere Bar-Tische, dazu ein eigenartiger Mix aus drei verschiedenen Stuhlsorten am Tisch. Die Wände zieren Bilderrähmchen und Schiefertafeln, auf denen allerlei Essbarkeiten angeboten werden.

    Die Karte kommt schnell und ist einigermaßen übersichtlich. Fünf Vorspeisen, fünf Hauptspeisen, acht Flammkuchen und eine wirklich spannende Rubrik namens „Nachtisch und Kinder“ mit einem heiteren Rundflug von Chicken-Nuggets mit Pommes bis Mousse au Chocolat, buhlen um den Gaumen. Dazu gibt es noch eine kompakte Abend-Snack-Karte mit Brot und Dip-Variationen, zwei Varianten von Bruschetta, einer Käseplatte und einer Currywurst mit Pommes für stattliche sieben Euro.

    Ich teile mir eine Käseplatte mit meinem Nebensitzer. Ein bisschen Vorspeise muss schließlich sein! Alsbald schon findet sich ein Brotkörbchen mit Baguettescheibchen (ui, jetzt wird es –chen-lastig) und eine Porzellanplatte mit Käsestücken am Tisch ein. Vermutlich ist es einer kleineren Transporthavarie zu verdanken, dass ein Stück Hartkäse ein Bad im Feigensenf genommen hat. Macht ja nix. Soll sowieso zusammen gegessen werden. Was war also alles auf dem Plättchen? Nebst dem Havarie-Hartkäse, waren noch ein weiterer Hartkäse, zwei Weichkäse, sowie ein Ziegenkäsetalerchen dabei. Alles arrangiert mit fünf Träubchen und zwei Physalis-Knödelchen. Eine der Weichenkäsesorten war wirklich lecker, die andere ein wenig… gewöhnungsbedürftig. Der Hartkäse und der Ziegenkäse waren aber sehr gut.

    Als Hauptgericht hatte ich „Crevettes grillees aux tagliatelles“ - Gebratene Riesengarnelen auf Limonentagliatelle zum Preis von 17,50 Euro. Serviert wurde die Portion in einem tiefen Pastateller… Aber beginnen wir von vorne. Das, was da auf dem Teller lag, sah wirklich lecker aus. Nudeln in cremiger Sauce, dazwischen Garnelen und darüber eine beeindruckende Menge Parmesanspäne. Die Nudeln waren gut gekocht, schön al dente… aber halt leider keine Tagliatelle, sondern Spaghetti. Unter Tagliatelle verstehe ich einfach Bandnudeln und keine Spaghetti. Eine Portion mit Löffel und Gabel aufdrillern… und probieren. Ein kurzer Moment von limonig-cremig-lecker und danach Reizüberflutung mit scharf. Scharf! Schaaaaarf! Wer kein scharfes Essen mag, sollte hiervon definitiv die Dinger lassen. Ein bisschen schade ist, dass das schaaaaarf mit keinem Wort in der Karte erwähnt wird. Überraschung am Tisch. In meinen Nudeln mit scharf zähle ich insgesamt sechs Garnelen, die gut gebraten waren. Leider waren das Garnelen mit Schwanz und in Kombination mit der cremigen Sauce und mäßigem Werkzeug war das eher eine Fummelei, bis man die Tierchen entschwanzt hatte. Ein Tellerchen für die Schwänze gab es auch nicht – also Garnelenschwanzmikado auf dem Tellerrand.

    Ich war nach der Portion satt und hatte keine Nachspeise mehr. Mein Nebensitzer bestellte allerdings Mousse au Chocolat als Nachtisch (nein, keine Chicken Nuggets aus dem Ensemble Nachtisch und Kinder). Das wurde nett angerichtet in einem kleinen Weckgläschen serviert – dekoriert mit dem üblichen Physalisknödelchen. Ich durfte probieren... Der Geschmack war, nun ja, speziell. Ein bisschen so, als hätte man Kakaopulver pur gelöffelt. Eine Beschwerde bei der Kellnerin brachte eine Entschuldigung aus der Küche und einen Kaffee aufs Haus für die Betroffenen ein.

    Das übermäßig scharfe Essen, Garnelenschwanzmikado, Kakaomousse und die zwar leckere, aber gänzlich erklärfreie Käseplatte (und nein, die platte hieß nicht „grosse surprise“), bringen zwei Punkte Abzug. Ob ich hier nochmal essen würde? In der nächsten Zeit wohl eher nicht, denn auch über das Boeuf Bourguignon des Nebensitzers erklang keine ultimative Laudatio. Drei Sterne.

    Das Lokal ist barrierefrei. Parken kann man in der direkten Umgebung gegen Parkgebühren, oder man kann quasi aus dem Stadtbus direkt auf die Terrasse fallen.

    geschrieben für:

    Erlebnisgastronomie / Restaurants und Gaststätten in Tübingen

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    3.

    Ausgeblendete 81 Kommentare anzeigen
    opavati® Glückwunsch zum Grünen Daumen, mit dem kannst Du dann diverses gewinnen, oder war das nur in Berlin und in der Hauptstadt der golocal-Bewegung?
    Kulturbeauftragte Hier wird es als "Erlebnisgastronomie" angezeigt, das hat sich offensichtlich bewahrheitet ;-) (mit Massakereinlage, wie einladend...)
    Schroeder Wer ist der Boeuf Bourguignon - Fan...grübel... aber die Speisenwahl macht ihn schon mal sympathisch... ;-)
    Darauf einen Pastis mit Eis zum Fröstelabendmahl....
    JulPal Jetzt hab ich im Nachhinein noch mindestens fünf mal kontrolliert, ob ich das Boeuf auch richtig geschrieben habe :D
    Gloria73 Französisch... ist immer gut!
    Schön beschrieben... JAAA!
    Einladend? Hmm...

    ... ach, und Glückwunsch zum Grünling :)
    Ein golocal Nutzer Ihr mit eurem hin und her. Hier gheht es um eine Bewertung einer location. Klasse ge- und beschrieben. Glückwunsch zum verdienten GD.
    Puppenmama Nach diesen vielen schönen Kommentaren gratuliere auch ich Dir zu diesem tollen Bericht und natürlich ganz herzlich zum Boeuf-Daumen.
    Gut, dass ich eben zu Mittag gegessen habe, sonst bekäme ich jetzt Hunger.
    eknarf49 @Jul - Danke für die tolle Erzählung.

    @Schroeder - Ja, Ja und nochmals Ja. Das müsstest Du aber wissen. :-)
    Calendula Herzlichen Glückwunsch zum grünen Daumen.
    Ob Aalfred im 4. Anlauf meinen Kommentar endlich "durch lässt"...
    Schroeder Ich will ja nicht pingelig sein, aber Crevetten sind keine Krabben... Bad(obacht)ener kennen eigentlich wg. französischem Kücheneinfluß den Unterschied....
    opavati® Jule, Du wärst dann perfekt für meinen jährlichen Weihnachts-Gänsebraten. Beim Zerlegen tu ich mich schwer. ;-)
    Sir Thomas Das Foto ist unscharf. Ich weiß also nicht, was du hast, Jul ;-) Und Pastis magst du auch nicht um diese Jahreszeit? Heldenhafter Einsatz trotz Unpässlichkeit. Verehrung, T.
    The_Local_Stranger Da ist man mal einen Tag nicht auf Golo und dann schreibt die Julie wieder einmal einen wundersamen Bericht der zurecht mit einem Däumchen belohnt wird.

    Auch wenn du verplant sein magst, deine Berichte sprechen für sich ;)
    Sedina Wenn's denn Garnelchen gewesen wären, dann hätte Julchen noch Platz für ein Dessert Surprischen gehabt - so bleibt als krönenden Abschluss nur der verdiente Grüne Daumen, Glückwunsch :-)))
    JulPal Die Göggelbude heißt übrigens seit ein paar Tagen Hendl Burg...

    Göggeles-Seddele? Ohralappa amol firba?
    anjelybe Hallo JulPal: die Namensgebung erfolgte von dem früheren Pächter und Gründer des Lokals. Wahrscheinlich dachte er dabei an den sehr unterhaltsamen Roman von Peter Mayle "Hotel Pastis", der in der Provence spielt. Peter Mayle, ein Engländer, der in die Provence ausgewandert ist, schrieb einige sehr unterhaltsame Bücher über sein Leben in der Provence.


  4. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    9. von 11 Bewertungen


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    OutletCity Metzingen – für alle Einheimischen ist das eine Drohung, für alle Touristen der ultimative Hit. Auf kleinem Raum gibt es hier alles, was das Shoppingherz begehrt (oder auch nicht). Etliche Markenhersteller von Kleidung, Accessoires, Schokolade, Küchengedöns und Köfferlein sind hier vertreten und in fußläufiger Entfernung von einander strategisch platziert.

    OutletCity Metzingen – auch für mich ist das eine Drohung. Besuch von Freunden aus dem Norden? Alle wollen in die Outlets. Die Königsdisziplin sind Samstagsbesuche, denn da shoppt in Metzingen offenbar die halbe Republik – mit Kind und Kegel. Die Königsdisziplin mit Sternchen und goldener Anstecknadel sind Samstagsbesuche in den Schulferien – da ist dann die komplette Republik anwesend.

    OutletCity Metzingen – und ich muss hin. Ich brauche eine Bluse und eine Jeans und Shopping im heimischen Tübingen ist entsetzlich, wenn man nicht gerade Unterwäsche oder ökologisch-korrekte Walla-Walla-Leinenklamotten kaufen will. Ich hasse Shopping und Metzingen besteht folgerichtig aus gebündeltem Hass, allerdings auf kleinem Raum und ohne unnötig Kilometer machen zu müssen. Also fahre ich hin und hoffe auf einen schnellen Erfolg und daraus resultierende schnelle Flucht von diesem Hort der Grausamkeiten.

    Die Anfahrt ist ja nicht weit und dieses Mal ist sogar noch ein Platz im Parkhaus frei und ich muss nicht in der geschotterten Walachei der Metzinger Ortsrandausweichparkplätze parken. Gezwungenermaßen parke ich ganz oben – Kotzkarussell im Parkhaus, Ähnlichkeiten zu Jump and Run Computerspielen sind sicherlich nur rein zufällig. Bei Frogger muss ein Frosch eine gut befahrene Autobahn überqueren, in OutletCity durchquert eine maximal entnervte Jule das Parkhaus, in dem etliche shoppingberauschte Kunden gerne mal in einem Anfall suizidaler Opferlämmerschaft vors Auto laufen.

    Nach dem Verlassen des Parkplatz-Frogger-Levels findet man sich auf der ‚Plaza‘ vor Hugo Boss wieder. Vor mir läuft ein kompakter Stapel Hugo-Boss-Tüten mit Füßen. Die Füße gehören einem asiatischen Touristen, der da mindestens das Dreifache seines Körpergewichts an Boss-Anzügen aus dem Boss-Laden schleift. Links zieht sich eine kleine Passage. Nike, Diesel, Levi’s, Swatch und Esprit buhlen hier um die Gunst der Tütenträger. Zumindest der asiatische Herr scheint aber seine maximale Nutzlast erreicht zu haben und dreht Richtung Parkhaus ab.

    Hinter einem laufenden Haufen Escada- und Joop-Tüten geht es um die Kurve – weitere Klamottenläden von Calvin Klein bis dezent unbekannt lauern hier und irgendwie wirkt der Lindt-Shop dazwischen fast ein bisschen ironisch. Joop-Escada wankt inzwischen in einen Laden mit wummernden Bässen und asiatischen Klamotten mit Firmenlogoprints epischer Größe auf jeder Klamotte. Bin ich eine Litfaßsäule? Weiter…

    Nach Überquerung einer erstaunlich freien Straße erreicht man die neuesten Bauten des Outlet-Wahnsinns. Quiksilver und Oakley sind verschollen, dafür gibt es jetzt Prada, Max Mara, Falke, etliche unbekannte und sehr sehr sehr hochpreisige Läden und Polo Ralph Lauren. Mein erstes Ziel. Glück habe ich dort dieses Mal keins. Keine Wildseidenbluse zum Schnäppchenpreis, dafür aber klickibunte Oberteile in einer Mischung aus Gardinen- und Tapetenoptik. Nein Danke.

    Zurück zu Diesel, Jeans shoppen. Esprit besuchen, Levi’s abklappern. In vielen der Läden scheint sich rationales Denken bei vielen Leuten auf der Türschwelle zu verabschieden. Das Großhirn bleibt winkend vor dem Eingang stehen und das Reptilienstammhirn versucht sich im Shopping. Hier wird gerempelt, geschoben, gedrängelt… und genervt. Anprobieren, zahlen, raus hier.

    Vorbei an Fossil. Bally, Joop und Escada, Bergen laufender Tüten, ab zu Windsor. Hemden, Blusen, noch mehr Blusen und dazwischen noch ein paar Hemden. Taillierte Bluse anprobieren, passt, kaufen, Flucht. Laufende Tüten und heulende Kinder in Kinderwagen umkurven.

    Das neue Desigual-Outlet weckt mein Interesse und ich werde fündig. Hier ist es erstaunlich ruhig und zwei Oberteile finden mit mir den Weg zur Kasse.

    Lacoste, Schiesser, Tchibo (!), Milka, Küchengedöns. Da will ich hin und nach neuen Clicklock-Boxen und einem Nudeltrocknomaten Ausschau halten. So ein Gestell-Dings, auf dem man frisch gemachte Nudeln aufhängen kann, ohne dass das frisch hergestellte Machwerk in einem Teller zu einem handlichen Teigklumpen verleimt. Es gibt weder noch. Das Küchen-Outlet hat ein wenig nachgelassen…

    Ein Blick auf die voller werdende OutletCity, ein Blick in meine Tüten, ein Entschluss. Es reicht. Raus hier, komplett. Ab zum Parkhaus mit einem kurzen Abstecher in eine der zahlreichen öffentlichen Toiletten. Das ist besser als Naturtheater. Hier kann man verzweifelten Shopperinnen dabei zuschauen, wie sich versuchen, ihre Ausbeute in die engen Toilettenkabinen zu pressen. Ich pfeife im Geiste die Tetris-Melodie. Alles ist sauber, die Handtrockendinger sind Hightech-Teile von Dyson. Das grau-gelbe Ungetüm föhnt mir einen Ring vom Finger. An Leistung mangelt es offenbar schon mal nicht.

    Das Parkhaus ist ziemlich günstig. Kein Wunder, denn hier rollen Euro, Rubel, Yuan und Yen auch so schon ganz gewaltig. Eine Quersubventionierung mit Parkgebühren ist scheinbar nicht nötig. Ich umkurve wieder laufende Tüten und Suizidalshopper, bis ich aus dem Parkhaus entkommen bin.

    Die OutletCity schafft mich. Das hier ist Shopping-Overflow, dazu Tüten auf Beinen und Reduktion aufs Reptilienstammhirn samt Dollar/Euro/Rubel/Yuan/Yen-Zeichen in den Augen. In den letzten Jahren haben sich viele der Läden geändert, nicht unbedingt zum Vorteil, wenn es nach meiner Meinung geht. Dazu kommt noch, dass die Outlets vom Städtle Metzingen nicht mehr viel übriggelassen haben. Mein Beileid geht auch an die Anwohner, die dieses Chaos jeden Tag vor der eigenen Tür haben. Gnädige drei Sterne…. Aber nur, wenn schnell wieder hier weg darf.

    geschrieben für:

    Kaufhäuser / Fabrikverkauf in Metzingen in Württemberg

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    4.

    Blattlaus Einmal und nie wieder, habe ich mir hier geschworen.

    Das einzigste was ich in Metzingen gekauft habe waren Brezeln bei einem Bäcker in der Fußgängerzone
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    Schroeder Julchen (!), was ist los?!
    Haben deine beiden Tiger sich im Kleiderschrank gezofft??
    Wer sich das antut, wird mit nicht unter 30 grauen Haaren bestraft...
    Schroeder Aha... Ich habe ja in meiner männlichen Sozialisation verinnerlicht, Frauen haben keine aktuell schönen Klamotten mehr, aber nie nicht mehr passende.... :-)
    Tikae Desigual ??
    Find ich nun abartig . Kakelbuntes Zeug ohne rrrrr und mmmh .
    Aber das ist natürlich jedem seine Sache.
    Sir Thomas 'Das Grauen!' Schlussworte aus.. du weißt schon. Hoffentlich hast du dich inzwischen etwas von diesem Teilerfolg - da ohne (!!) Nudeltrocknomat - erholt. Und by the way: Jul ist jetzt unberingt - mitgekriegt, Jungs?? Danke für diesen aufopferungsvoll erarbeiteten Lesegenuss, T.
    JulPal @tikae das eine Teil ist schwarz mit einem kleinen Aufdruck an der Seite und auch das andere Teil ist nicht schreiend bunt. Kommt immer ein bisschen drauf an, was man da kauft :-P
    JulPal @Schroeder das bringt es so mit sich, wenn man zwei Wochen nicht essen kann und danach wochenlang dabei zuschauen darf, wie der Vater so siecht :-(
    Tikae Ich habe es mit dem Laden dreimal versucht, aber da zündet nix bei mir .
    Dafür bin ich bis über beide Ohren verliebt in die neue Tasche .
    Einfach nur mega :-))
    Puppenmama Danke für diesen tollen Maratonbericht.
    Auch ich brauchte was Neues, weil einiges nicht mehr passte, obwohl sie noch schön waren.
    Herzlichen Glückwunsch zum Outlet-Daumen.
    JulPal Ich hab immer drei mal keine Motivation, morgens oder abends noch meine Tasche umzupacken... Ich kaufe bei Desigual nur Teile, bei denen die Grundfarbe Schwarz deutlich überwiegt. Ganz bunt sieht bei mir einfach sch*** aus.
    JulPal Lieber eknarf, Du hast mich gesehen. Jetzt mal ehrlich... Bunt sieht bei mir eher sch*** ohne oe aus. ;-)
    Tikae Jul, du müsstest sie sehen und befühlen....umpacken nicht nötig.
    Haaaaach !!!
    Übrigens in aqua-blue .
    eknarf49 Liebe Jul, das kann ich nicht beurteilen, es gibt soviele tolle Farben, aber schwarzer Grundton ist etwas, was auch mir grundsätzlich immer gefällt. Die Theorien zur Farbe 'schwarz' gerade in Bezug auf Kleidung sind übrigens wahnsinnig interessant. Bei mir gab es eine zeit, zu der ich nur schwarz getragen habe, und das hatte weder mit Trauer noch mit 'Dark Scene' etwas zu tun.
    JulPal Bei mir beißt sich die Augenfarbe und die momentan wieder fehlende Bräune mit bunten Farben... Schwarz, rauchblau, marineblau, dunkelgrün, bordeauxrot.
    eknarf49 Es gibt neben den von mir genannten Elementen noch einige - In sich ruhen / sich in Sicherheit fühlen / sich verstecken /

    Ein recht einseitig gefärbter Beitrag:
    http://www.ifnm.de/produktionen/Farben/michaela-leiblich/HTML/schwarz_wir.html

    Viel mehr findet man, wenn man bei Google Psychologie der Farbe eingibt oder aber die Farblehren von Itten oder Albers als Ausgangspunkt nimmt.

    eknarf49 Vielen Dank, liebe Freundinnen und Freunde, ich suche gleich mal alle schwarzen Klamotten heraus. ;-)))))
    JulPal Ich lade das komische Selfie mal bis morgen hier zur Location hoch, dann lösche ich es wieder.
    Eberhard W. Wer soviele Anstrengungen über sich ergehen
    lassen muß und dies auch noch so ausführlich beschreibt,
    da gibt es nur eins, das Däumchen muß her !!!
    Herzlichen Glückwunsch!
    eknarf49 Liebe blattlaus, da kann ich Dich beruhigen - viele fühlen so und sehen sich mit kritischerem Blick als andere. Hoffentlich wird es hier morgen nicht zu sonnig, da würde ich ganz in schwarz sicher auffallen, ;-)
    JulPal Es gab eine Zeit, in der habe ich nur Schwarz getragen... Wird ja schon besser ;-) Beim Treffen hatte ich auch dunkelblau an. Zumindest als Oberteil.
    Sir Thomas http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article127132099/Eine-kleine-Typologie-der-Farben.html sagt dazu:

    'Blau strahlt eine große Ruhe und Tiefe aus. Es ist die Farbe der Weite und unbegrenzten Dimensionen – denn alles, was weit entfernt ist, wirkt bläulich, weil die Luftschichten dazwischen die anderen Farben herausfiltern. Blau wird daher auch mit Kühle, Distanz und Zurückgezogenheit assoziiert.'

    hmm... da es sich hier um meine Lieblingsfarbe handelt, bin ich nachher erstmal wech ;-)
    JulPal Ich mach auch gleich mal was zu futtern und gucke vielleicht noch den Herren bei Eurosport beim Rugby zu. Entspannlich fernsehen.
    The_Local_Stranger Da wird man schon auf den Bericht hingewiesen und darf dann zufrieden feststellen, dass es hier natürlich n Daumen gibt was anderes haben wir ja nicht erwartet :D

    Glückwunsch zum Daumen, die Bluse verblasst ja regelrecht bei deinem Anblick :D
    Exlenker Herzlichen Glückwunsch zum gD. für diesen mal wieder hervorragenden Beitrag. Und nimm bitte nicht noch mehr ab, liebe Jul.
    JulPal Ha, mei Idee wars edda. Aber ed dass mer no aussem Picasso flieget, weil mr ed gnuag o hend
    opavati® Guten Morgen, das hat man davon wenn man nicht immer online ist .... ;-( Ich werde versuchen den Strang nachträglich zu erkunden.
    bb-dd Wie ging noch mal die Tetris-Melodie;-)))? Knallerbericht!
    Ich hab mir ein einziges Mal das "Outlet Center Roermond" angetan und kann nur so viel sagen: Wenn derartige Orte irgendwann die einzige Möglichkeit sind, Textilien zu erwerben, kaufe ich eine Nähmaschine und tackere mir den Kram selber zusammen. Zur Not klöppel ich die Stoffe eigenhändig!
    Sir Thomas ... meine Klamotten müssten in dem Falle einfach länger halten. Und ich darf einfach nicht allzusehr zunehmen
    Tikae Was zum Porsche hat Er nur immer mit seiner Figur ???
    Ich wette, das starten einer aktuellen Umfrage ergäbe da nichts nachteiliges .
    Sir Thomas Als craft beer und Spezialitätenspezialist ist diese Elefantenhochzeit für misch persönlisch uninteressant ;-)
    Tikae Entzückender, mach Er Schluss mit dem Diätmist.
    Wir beten förmlich den Boden an, auf dem Er wandelt.
    Und wenn der ab und zu mal ein bissel bebt - was solls ???
    Tikae Er sieht mich auf Knien und höchst erleichtert...:-))))
    Frau packt nicht gern zu ,wenn es irgendwo klappert .
    La Segreta Sehr gut geschrieben und vor allen Dingen auch ein hilfreicher Bericht, der verdient ausgezeichnet wurde.
    Herzlichen Glückwunsch zur grünen Trophäe.
    Gloria73 Ein Sahnebericht von der besonderen Art über eine Horror-Location des höchsten Härtegrades. Mein Respekt vor solch einer Unerschrockenheit ;)

    Gratulation zur -noch- grünen Trophäe... ich finde zu schwarz und dunkelblau passt Gold ganz perfekt :D


  5. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    3. von 3 Bewertungen


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    Für mich ist das ja „da unten“. „Da unten“ ist Tübingen transneckarbrueckia, eine Ecke, in die ich sonst doch eher selten komme. „Da unten“ ist auch der/das Istanbul, bei dem ich trotz langjähriger Tübingerschaft noch nie essen war. Punk halb eins bin ich „da unten“ und werde schon erwartet.

    Nach Umbau, Ausbau und Verkehrsverlaufsänderung erstrahlt das Neckarbrückenzinsereck in neuem und latent durchwirrendem Glanz. So ganz fertig ist alles noch nicht und hier und da spannen sich noch Metalllaufstege über Schotterecken und Baugruben. Das Überqueren der Straße gerät dank gangwaybreiter Rentnerin im Indiana-Jones-Todeskugelverfahren zu einem Geduldspiel, irgendwann ist die Ampel erreicht und ich kann endlich der Dame ausweichen und eine Runde Hallo sagen.

    Ein systemgastronomisch-praktischer Tresen befindet sich rechts des Eingangs und der Kenner schnappt sich an dieser Stelle wohl eins der bereitstehenden Tabletts…. Der Laie vergisst das und bestellt einfach so. Die Karte ist hinterm Tresen montiert, die Auswahl an Gerichten für einen Imbiss ziemlich groß. Im Hintergrund drehen zwei noch gut bestückte Dönerspieße ihre Pirouetten, vorne warten Botanik-Beilagen und Mähkäs-Würfel auf ihre Hinzufügung zu Döner und co.

    Nebst allem, was zur Dönerbestückung notwendig ist, gibt es hier auch noch eine Auswahl von Tagesgerichten, die allesamt appetitlich aussehen und mit Reis, Salat, Fladenbrot und offenbar Gratis-Tee ;) serviert werden. Ich hatte aber schon ewig keinen Döner mehr und bestelle meine Döner-Frankenstein-Variante „Döner ohne ohne“ – nur mit Fleisch und Tomaten. Ich muss zwar aufgrund dezenter Sprachverwirrung einmal wiederholen, aber der Wunsch wird erfüllt. Nicht mal ein leises Zucken wandert durchs Unterlid des Dönerrasierermanns, der meine Bestellung ausführt.

    An der Kasse bestelle ich noch Wasser dazu – Self Service – Selbstbedienung bitte vorne am Kühlschrank neben der Eingangstür.

    In vorderen Bereich ist das Istanbul ziemlich weiß – helle Tische, weiße Kacheln. Drei Stufen höher ist das Istanbul ziemlich dunkel – dunkler Boden, dunkle Tische. Dazu leise Orientalfolklore aus dem Lautsprecher. Wir setzen uns nach hinten und nach und nach trudeln noch der Salat und das Fladenbrot von Herrn S. ein…. Und eben ein Tee unbekannter Herkunft. Gruß aus der Küche? Mitleid? Nerventee? Man weiß es nicht ;)

    Mein Döner ist gut gewürzt, auch, wenn hier natürlich das übliche Hackfleisch gewürzt nach Döner Art verwendet wird. Auch das Brötchen dazu ist knackig und kein Gummilappen, der die großen Kaumuskeln bis zum Maximum überstrapaziert. Die Tomaten waren frisch und kein halbgefrorenes Tomatenparfait, wie schon anderenorts erlebt. Einzig und allein der mittlere Öl-See am Boden der Dönertasche gibt ein wenig Abzug in der B-Note. Nächstes Mal montiere ich einen Ablauf.

    Von mir gibt es gute vier Sterne an den Döner „da unten“. Die Terrasse ist leider wenig einladend… Hier sitzt man selbst wie auf dem Dönerteller, während der komplette und massiv verwirrte (siehe Verkehrsverlaufsänderung) Verkehr zusammen mit trölftausend Schülern an einem vorbeidübelt. Das muss ich nicht haben.

    Von „da unten“ fährt praktischerweise auch ein Bus wieder nach „da oben“, wo mein Büro liegt, so dass ich sage und schreibe in nicht einmal zehn Minuten zurück am Arbeitsplatz war. Respekt. Vielleicht probieren wir den zweiten Döner „da unten“ auch noch aus.

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    Restaurants und Gaststätten / Imbiss in Tübingen

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    5.

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    JulPal Tresen schreibt man ohne h ;) Ich stand in meinem Leben schon hinter etlichen von den blöden Dingern ;)
    JulPal Mit 16 habe ich mir geschworen, kein Geld mehr von meinen Eltern zu nehmen... Ich habs durchgehalten. Keinen Cent, nur zwei Geschenke zum Studium habe ich bekommen... Einen feinen Kugelschreiber und ein Paar Bergstiefel... :D Für alles weitere bin ich arbeiten gegangen... Ziemlich viel, oft über Anschlag und Maximum, aber es hat funktioniert.
    JulPal Der Kugelschreiber war auch ein weises Geschenk... Das Ding ist für meine gruselige Schreibhaltung perfekt und hat mich durch alle Prüfungen und meinen kompletten Job begleitet :D
    JulPal Solte es dazu kommen, dass ich einen Vertrag unterschreiben kann/darf/soll, werde ich das mit diesem Kugelschreiber tun.
    Schroeder Zwei Daumen für Istanbul.
    Wir sollten das als Nebeneinnahme ausbauen, Jul.
    Vielleicht bekommen wir dann unser Essen in Tübingen für umme.... :-))
    Tikae Dönerbude “da unten “ ????
    Da hat dieses südliche Dörfchen ja glatt internationalen Flair ! ;;-))
    Hättest du den glückbringenden Kugelschreiber an der Frau gehabt, könntest du durch einen präzisen, operativen Stich einen Sossenablauf basteln können und das Teil hätte sich einmal mehr bewährt ...
    Schöne Bewertung !
    Kulturbeauftragte Auch, wenn du uns auf den Punk bringen möchtest, siehst du nicht danach aus ;-)

    Glückwunsch zum präsentierbaren Dönerteller-Daumen!
    Schroeder MyGuide, zum Thema "Dörfchen" wählen Sie bitte die andere Bewertung dieser Location... :-P
    Exlenker Gratulation zum gD. liebe Jul. Und ja, unbedingt mit dem besagten Kugelschreiber alles wichtige unterschreiben. Man drückt weiterhin die Daumen.
    JulPal Tante war nett? Grano salis war sehr interessiert und kannte erstaunlich gut einen Kaumuskel... Briefing? :-P
    Sir Thomas Cool Jul hatte schon wieder leichte Probleme mit der lokalen Seniorenschaft ;-) Ansonsten anscheinend fast alles bestens. Gespannt auf weitere Kulinaria im gemischten Doppel, T.
    JulPal Der Helikopter war übrigens begeistert :-D Jetzt weiß ich fast alles über vorhandene Seepferdchen-Abzeichen und schwimmen :-P
    JulPal Dafür war die Oma (?) herrlich unaufgeregt... Und der Papa vom Geburtstagkind hat Pommes selbst gemacht. Ich weiß jetzt alles :-D
    JulPal Kennt er :-D Ein Lob an Grano Salis übrigens... Kannst Du gerne ausrichten ;-) Der Herr wusste richtig viel. Kaumuskeln auch ;-)
    Eberhard W. Die Bewertung ist ja schon recht nett, aber
    interessant wird die Sache erst richtig mit den vielen Kommentaren
    Gratuliere nachträglich aber nicht weniger herzlich zum wohl-
    vedienten Däumchen.
    Ein golocal Nutzer So, nun komm ich auch noch. Ich sag aber nur was zum Bericht: der ist einfach gut. Glückwunsch zum verdienten GD.
    ubier Echt super: Einen Döner-Bericht vor, einen nach dem Döner gelesen. Fühle mich jetzt in richtig guter Gesellschaft...


  6. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    3. von 51 Bewertungen


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    Restaurantgruppenfuttern im Meteora! Und ich war schon so lange nicht mehr griechisch essen… Also nix wie hin! Der Tisch war reserviert, das Grüppchen schnell zusammengefunden. Das Finden der Karten hinterm Tresen dauerte offensichtlich ein klein wenig länger, aber war dann doch irgendwann von Erfolg gekrönt. Zeitgleich mit uns trudelten noch zwei Rentnergruppen ein, die sich säuberlich neben und hinter uns platzierten. Das sollte dem Abend noch einige äh… spannende Aspekte bescheren.

    Die Karte verursacht Qual-der-Wahl-Qualen, denn das Angebot an Essbarem ist durchaus respektabel und die Liste einigermaßen lang. Die Anwesenden bestellen Pita mit Botanik-Inhalt und Pommes, Souvlakia und eine Ein-Personen-Platte, deren Namen irgendwo im meinem Hirn-Äther verschollen ist. Ich wähle mit meinem Nebensitzer eine Olympos-Platte für zwei Personen. Die Getränke-Bestellung wird zeitgleich mit dem Futter notiert.

    Am Golden-Ager-Tisch hinter uns wird es das erste Mal spannend. Ich höre nur noch DARMSPIEGELUNG und nachfolgend eine dezidierte Erläuterung derselbigen auf broit Schwäbisch.

    Die Getränke treffen mit ein wenig Verzögerung ein, der Service läuft auf Anschlag und offenbar kurz jenseits der Belastungsgrenze. Dafür gibt es bestes Entertainment vom Tisch hinter uns… GALLENBLASE knäkt es und es folgt eine haarsträubende Kurzfassung der Gallenblasenevolution. Atmen… tief atmen… Und auf die Zunge beißen, sonst muss ich zum Lachen unter den Tisch.

    Nach erneuter Wartezeit werden die Beilagensalate serviert. Ausgrabungen sind mein Job… Immer schön von oben nach unten vorarbeiten. On top eine Olive, drunter ein Berg Zwiebeln, dann viel grüner Salat, einige Maiskörnchen und Krautsalat. Alles ein wenig essigbefreit, dafür aber ziemlich öllastig.

    Hinter uns werden inzwischen allerlei Zipperlein diskutiert… Ganz nach der Devise „S ISCH AU ÄLLAWEIL EBBES“.

    Schon kurz nach dem Salat kommen die Hauptspeisen und plötzlich ist von unserem Tisch nix nix nix mehr übrig. Alles besteht nur noch aus Tellern und einer episch großen Olympos-Zweipersonen-Platte, die eigentlich einen Beistelltisch bräuchte. Wer soll das alles essen?! Aber der Reihe nach…

    I HAN VOM OIM DAG AUF DA ANDRA UFFGHERD Z RAUCHET! Schallt es von hinten. Es folgt eine haargenaue Erläuterung samt dem mahnenden Beispiel vom grausigen Siechtum eines Verwandten/Bekannten, der das offensichtlich nicht geschafft hat.

    Ich beginne den Plattenfuttermarathon mit der Vertestigung eines Hackfleischknubbels (Suzukaia). Außen ist das Ding schön kross, alles ist gut gewürzt, aber das Innenleben ist ein wenig trocken. Den zweiten Hackfleischknubbel bekomme ich auch überlassen und spätestens ab dem habe ich das Gefühl, dass das Hackfleisch beim Kauen ständig mehr wird. Hier hilft mein Bitter Lemon… und vielleicht auch der Beilagenreis im Djuvec-Stil. Der ist zwar geschmacklich in Ordnung, aber so richtig warm ist er nicht mehr… und der Reis ist ein bisschen al dente.

    Hinten ist man wieder bei DARMSPIEGELUNG… Das ist wie ein Unfall… Man kann nicht hinschauen, aber wegschauen bzw. hören kann man auch nicht.

    Das Rinderfilet, auch Teil der Platte, ist gut gewürzt, heiß und schmeckt sehr gut. Die dazu aufgeschaufelten Pommes teilen diese Attribute. Heiß, gut, keine Rachendrachen-Gaumenstecher mit der Feuchtigkeit der Atacama-Wüste. Ich wage mich derweil ans Gyros – und habe zu viel gewagt. Das Fleisch ist in Ordnung, der Fettgehalt überschreitet keine Maximalwerte, die Würzung hätte meiner Meinung nach ein bisschen stärker ausfallen können. Vor allem hätte aber eines höher und besser ausfallen können – die Temperatur. Der Gyros war eher laukalt und das hat mir ein bisschen den Appetit dran verhagelt.

    Ich ditsche inzwischen den durchaus leckeren Fleischspieß in durchaus leckeres Tsaksiki, aber der Magen ist voll bis Oberkante und so wandert die andere Fleischspießhälfte zum dankbaren Abnehmer quer über den Tisch.

    Nach Tischabräumung und Getränkeleerung dauert es eine Weile, bis der Service zum Kassieren erscheint. Ein dezentes Statement von fünf auf den Tisch gelegten Geldbeuteln schien dann doch gewirkt zu haben.

    Von hinten werden inzwischen neue Gesetze und Strafvollzugsmaßnahmen vorgeschlagen. Der Inhalt ist spektakulär und wenig jugendfrei. Kurz zusammengefast: Zigarette, Zigarette, Zigarre. ÄLLES ANDERE DUD BLOSS OI MOL WAI. Äh ja. Und im Hintergrund weint leise der Ethikrat… Im Kanon mit Amnesty International und sämtlichen Richtern.

    Wir verlassen das Lokal pappsatt und durch den Ouzo auf Kosten des Hauses auch ein wenig wartezeiltmilde gestimmt. Die Preise sind in Ordnung, pro Person kostet die Monsterplatte 15,80 und auch die Getränkepreise sind durchaus moderat.

    Mehr als drei Sterne sind wegen teils kalter Platte im Moment leider nicht drin. Aber wer weiß? Vielleicht sind nächstes Mal ein paar Unterhaltungsrenter weniger anwesend. Dann gibt’s auch ein Essen ohne Gallenblasen, Darmspiegelungen und ohne Onkel Otto’s Siechtum. Parkplätze stehen vor dem Haus und in der Nähe zur Verfügung, gestern war allerdings in dieser Hinsicht ziemlich Land unter. Ökologisch korrekte Tübinger können mit den Stadtbussen der Linien 1 und 7 anrücken und auch für Fahrräder findet sich sicherlich noch ein Eckchen. Barrierefrei ist das Meteora leider nicht.

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    EvaK Sehr witzig beschrieben. Mir wäre wahrscheinlich bei der ersten Darmsp.-Story das Gyros im Halse stecken geblieben... tapfer, dass Du das durchgestanden hast! Glückwunsch zum Daumen!!
    Nike Also ich wäre glatt aufgestanden und hätte die Herrschaften am Nachbartisch gefragt, ob sie schon die neue Darmspiegelungs - App für das Seniorenhandy mit extra großen Symbolen haben. :D
    Glückwunsch zur Auszeichnung!
    eknarf49 Liebe Jul, zum Gespräch am Nebentisch hätte ich einige interessante Aspekte hinzufügen könne., der Bericht über die Darmspiegelung wäre für mich besonders interessant gewesen, weil ich darüber noch nicht viel weiß. Statt zu essen hättet Ihr ruhig mal genauer zuhören können!

    Vielen Dank für den schönen Bericht, der wie immer nur so vor Leben strotzt.
    grubmard Wieder eine sehr unterhaltsame und informative Kolumne aus dem Hause JulPal. Dank Dir wissen wir nun auch, wie in Schwaben gelitten wird .. . !

    Glückwunsch zum neuerlichen begrünten Meisterstück !
    Sir Thomas Jul zu Primetime: beste Abendunterhaltung :-) Man gratuliert zum vielseitigen Erlebnis und zum Botanik-Inhalts-Grün ohne Medizinaldrama