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Bewertungen (872 von 873)

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  1. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Fast jeder größere Vorort hier hat seiner in den vergangenen Kriegen gefallenen Angehörigen durch die Errichtung eines Denk- oder Mahnmals gedacht. Das gilt nicht nur für meine Heimatstadt Dortmund, sondern für fast alle Nachbarstädte wie auch Bochum.

    Obwohl ich die Bedeutung dieser Orte besonders auch für die Nachkommen der Verstorbenen sehe und ich ihre mahnende Wirkung nicht unterschätzen will, beschränke ich mich bei Besprechungen hier wegen der Vielzahl nur auf einige, die mir besonders aufgefallen sind.

    Eins von ihnen steht am Marktplatz von Bochum-Langendreer, einem Ort, an dem vorher eine Siegeseiche (1866) und eine Kaiserlinde (1871) gepflanzt worden waren. 1886 wurde der Grundstein für das Mahnmal gelegt.

    Auf einem dreistufigen, rechteckigen Unterbau wurde ein hohes Postament errichtet, auf dessen beiden Seiten die Namen der in den Kriegen von 1866 (Preußen - Österreich) und 1870/71 Frankreich - Preußen) gefallenen Soldaten aus Langendreer aufgelistet sind. Auf der Rückseite liest man in einem rechteckigen Rahmen unter der Darstellung des Eisernen Kreuzes "Mit Gott für König & Vaterland". Die Inschrift auf der Vorderseite lautet "Langendreer seinen in den Kämpfen 1866 und 1870-71 gefallenen Kriegern." Darunter befindet sich ein Relief mit einem Herold, der in eine Trompete bläst und Soldaten, die sich auf den Kampf vorbereiten.

    Ursprünglich stand auf dem Podest noch die überlebensgroße Figur einer Germania, die sich auf ein Schwert stützt und in der rechten ausgestreckten Hand eine Krone trug. Diese Skulptur war aber durch die Umweltbedingungen und willkürliche Beschädigungen so angegriffen, dass man sie oder vielmehr das, was erhalten ist, im Foyer des Stadtarchivs Bochum aufgestellt hat.

    2007 wurden die Köpfe des Reliefs gewaltsam zerstört, und so zeigt sich, dass es gut war, die Germania in Sicherheit zu bringen. Die Figur wurde übrigens vom Bochumer Künstler Wilhelm Gardy geschaffen. Über ihn findet man zwar fast nichts im Internet, doch ein ehemaliger Mitarbeiter des Stadtarchivs, Dr. Enno Neumann, hat in seinen Schriften einiges über ihn erforscht und veröffentlicht.

    Wenn ich auch verstehen kann, dass viele Leute mit der Heldenverehrung der Vergangenheit nichts anfangen können, finde ich doch, dass Mahnmale als Zeitzeugnisse und Warnungen unantastbar sein sollten. Kritische und erklärende Informationen wären allerdings zum besseren Verständnis bei einigen von ihnen sicher angebracht.

    geschrieben für:

    Denkmalbehörde / Kultur in Bochum

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    1.

    Ausgeblendete 17 Kommentare anzeigen
    Calendula Leider nimmt der Vandalismus inzwischen überall bedenkliche Ausmaße an.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.
    grubmard Also auch ein Kriegerdenkmal, ein preußisches ....

    Vandalimus finde ich unverzeihlich ... egal gegen was er sich richtet!
    FalkdS Ich habe bisher kein Stunde Krieg erleben müssen und hoffe, das ändert sich die Jahre nicht, nicht für mich, nicht für meine Familie, nicht für alle...
    Vielleicht tragen auch diese Denkmale eine kleinen Anteil, weil sie an das Leid, die Tragödien und Zerstörung erinnern. Ich weiß, es ist bestimmt blauäugig aber im Innersten hoffe ich es eben doch...
    Glückwunsch zum Denkmal(daran)Daumen
    FalkdS Klaro, wenn es denn wenigstens andeutungsweise zielführende Wirkung vermuten lassen würde...
    :D
    walkingwomen Glückwunsch zum Daumen. Ich habe das Denkmal öfter gesehen, nie groß beachtet, dafür Dir jetzt mein Dank für Deinen Bericht.
    eknarf49 Wie schön, dass das Denkmal Euer Interesse gefunden hat. Ich bedanke mich herzlich für alle Reaktionen.

    Mir ist das übrigens auch erst spät aufgefallen. Am Markt in Langendreer muss man sich immer sehr auf den Verkehr konzentrieren, um nicht unter die Räder zu kommen, da fällt so ein Denkmal zwischen Bäumen kaum auf. Aber ein Freund hatte die stark beschädigte Germania im Stadtarchiv gesehen, und da ging die Suche los. ;-)
    Sedina Der Vandalismus ist schlimm. Er folgt den Fanatisierungen des Zeitgeistes und führt zu Zerstörungen in allen Richtungen. Dabei ist jeder aus der Historie folgende Denk- und Lernanstoß wichtig, auch wenn er als belehrende "Mahnung" vielleicht zu Abstoßungsreaktionen führt.

    Glückwunsch zum Beitrag und zum Grünen Daumen!


  2. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Auf dem Marktplatz von Wiedenbrück kann man eine so gar nicht zeitgemäße Sehenswürdigkeit der Stadt betrachten. Es handelt sich um eine Brunnenanlage aus Sandstein, geschmückt mit einer lebensgroßen Figur aus Bronze.

    Die Anlage selbst besteht aus einem hohen, im Grundriss quadratischen Sockel, mit zwei an gegenüberliegenden Seiten angebrachten Kreisförmigen Brunnenbecken, in die durch zwei am Sockel angebrachte bronzene Wasserspeier das Wasser fließt (oder auch nicht).

    Das Besondere aber ist die lebensgroße auf dem Sockel stehende bronzene Figur eines Mannes. Er trägt Kleidung, die für die Landbevölkerung des 19. Jahrhunderts typisch war, und hat den Kopf leicht gesenkt, den Blick auf seine zum Gebet gefalteten Hände gerichtet. Mit eben diesen Händen stützt er sich leicht auf eine Spaten und hält eine Mütze und eine Tabakspfeife.

    Im oberen Teil des Sockels Ist der Titel 'Betender Landmann' eingekerbt, darunter muss sich eine Bronzetafel befunden haben, was man an den noch vorhandenen Bohr- oder Dübellöchern erkennen kann. Unterhalb der Brunnenbecken ist in einer runden Form das Wappen der Stadt in den Sockel eingemeißelt.

    Nun noch kurz zu den Informationen, die die 'Wiedenbrücker Schule' liefert. Auftraggeber für die 1903 aufgestellte Figur war der damalige Landrat Ernst Osterrath. Angeblich sollte die enge Verbindung von Stadt- und Landbevölkerung geschaffen werden, gleichzeitig wollte man aber auch ein repräsentatives Werk für den Stadtkern schaffen.

    Der verantwortliche Künstler war der 1865 in Wiedenbrück geborene Bernhard Heising, der 1903 in Berlin verstarb, also im Schaffensjahr der Skulptur.

    Im 1. Weltkrieg wurde die Skulptur abmontiert und in Sicherheit gebracht, nach Ende des Krieges aber wieder aufgestellt, nachdem eine Kopie angefertigt worden war. Der 2. Weltkrieg bedeutete das Ende für die Originalskulptur. Ein nach der Kopie angefertigter Nachguss wurde dann 1952 am früheren Standort aufgestellt und bietet heute ein beliebtes Fotomotiv.

    geschrieben für:

    Denkmalbehörde / Kultur in Rheda-Wiedenbrück

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    2.

    Ausgeblendete 9 Kommentare anzeigen
    Sedina ...aber da passt doch der Anpruch, Stadt- und Landbevölkerung im Leid zu vereinen....;-)))
    Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    Papa Uhu + Theo erlärender Weise eigentlich @grubmard sein Ding - weil... das Fort wäre doch erhebenswert... Friedrichshain damit zu beschützen, halte ich... nun ja... für aussichtslos... selbst Besetzungen werden... unfreundlich... unterlaufen...


  3. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Parallel zum Mühlenwall führt ein schmaler Uferweg am Ablauf des Emschersees in Wiedenbrück entlang, und nah am Konrad-Adenauer-Platz ist hier das beschriebene Kunstobjekt zu sehen. Es handelt sich um einen etwa 3m hohen Stahlkreis, dessen Fläche aber nicht geschlossen, sondern durchbrochen ist und der aufrecht über einem Stahlsockel steht.

    Man sieht 5 aus jeweils 3 Strahlen bestehende Strahlenbündel, die vom äußeren Kreis ausgehen und sich im Zentrum kreuzen. In den freien Feldern dazwischen befinden sich 5 unterschiedliche, eher organische Formen.

    Erst der Blick auf die kleine Platte am Fuß des Objekts zeigte mir, dass es sich um die 1988 von Hans Klasmeier geschaffene Skulptur "Die fünf Sinne" handelte. Es handelt sich also um eine symbolische Darstellung von 'Fühlen, Schmecken, Sehen, Hören und Riechen', idealerweise zusammengefasst in der vollkommenen Kreisform.

    Welche Zeichen welchem Sinn zuzuordnen sind, konnte ich aber nicht zufriedenstellend herausfinden, da half auch die kurze Information, die die 'Wiedenbrücker Schule' liefert, nicht weiter.

    Allerdings habe ich da herausbekommen, dass das Objekt eine Auftragsarbeit für die Landesgartenschau (1988) in Rheda-Wiedenbrück war. Durch seine gedämpfte Farbigkeit (mattes Grau) passt es sich der Umgebung trotz seiner Größe hervorragend an.

    Hans Klasmeier, über den ich kaum etwas in Erfahrung bringen konnte lebte von 1926 bis 1995 und stammte aus Lintel. Er war Schlossermeister und Metallkünstler und, wenn ich richtig unterrichtet bin, Geschäftsführer der Klasmeier Beteiligungsgesellschaft (Metallbau) in Rheda-Wiedenbrück. Neben 'Die fünf Sinne' schuf er noch mehrere Großplastiken für die nähere Umgebung.

    geschrieben für:

    Kultur / Freizeitanlagen in Rheda-Wiedenbrück

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    3.

    Sedina Und man hat es - besonders im Stadium der Verliebtheit - nicht immer leicht, die Eindrücke aller fünf Sinne auseinanderzuhalten ;-)))


  4. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    » Luise Hensel«

    Luise Hensel (*30.3.1798 in Linum, +18.12.1876 in Paderborn) war eine deutsche Dichterin des 19. Jahrhunderts, vielen bekannt durch den Text zum "Nachtgebet" (s.u.). Mehr als 20 Jahre lebte sie in Wiedenbrück, das erste Mal von 1823 bis 1826, und dann wieder von 1852 bis 1872.
    Alle Porträts, die von ihr existieren, zeigen eine attraktive, elegante Frau. so kann man auch gut nachvollziehen, dass viele Männer, unter ihnen die Dichter Clemens Brentano und Wilhelm Müller, in sie verliebt waren. W. Müller verarbeitete seine Gefühle in den Texten zu Franz Schuberts "Winterreise" und "Die schöne Müllerin".

    Warum sie allen Avancen widerstand, zum Katholizismus konvertierte und das Gelübde der Jungfräulichkeit ablegte, wird man aber nie mit 100%iger Sicherheit erfahren.

    »Die Gedenktafel«

    Im Auftrag des 'Heimatvereins Wiedenbrück-Reckenberg' schuf der Wiedenbrücker Bildhauer Hubert Hartmann (16.6.1915 - 26.7.2006) die Gedenktafel, die 1976 an der Südseite der Aegidius Kirche angebracht wurde.

    Der Platz wurde ausgesucht, weil das früher gegenüberliegende Wohnhaus der Dichterin im Zusammenhang mit Stadtplanungs-Arbeiten abgerissen worden war. So hängt die Tafel nun an einem Platz, den Luise Hensel von ihrem Fenster aus hätte sehen können.

    Bei dem Werk handelt es sich um ein Flachrelief aus Bronze, das im oberen Teil ein alten Zeichnungen und Fotografien nachempfundenes Halbporträt der Dichterin zeigt und im unteren Teil folgende Inschrift: "Luise Hensel / 1798 - 1876 / Dichterin des Abendliedes / Müde bin ich geh' zur Ruh / lebte in Wiedenbrück / von 1823 bis 1826 / und von 1852 bis 1872

    Wenn man in Wiedenbrück ist, sollte man sich bei einem Rundgang durch die historische Altstadt auf jeden Fall auch Kirche und Gedenktafel ansehen.

    »Text des Nachtgebets«

    Müde bin ich, geh zur Ruh,
    Schließe beide Äuglein zu;
    Vater lass die Augen dein
    Über meinem Bette sein.

    Weiter bei: http://www.gedichte-fuer-alle-faelle.de/allegedichte/gedicht_3323.html

    »Weiterführende Links«

    https://de.wikipedia.org/wiki/Luise_Hensel

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hubert_Hartmann

    geschrieben für:

    Denkmalbehörde / katholische Kirche in Rheda-Wiedenbrück

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    4.

    Ausgeblendete 13 Kommentare anzeigen
    FalkdS Zumindest für eine gewisse Zeit sollten sich heute die jungen Mädels an dem einen oder anderen Grundsatz von Luise Hensel ein Beispiel nehmen... ;-)
    ubier Nee, FalkdS, romantische Dichtkunst ist mega out. Erfolg hat man nur mit Texten wie “ich f*** Deine Mutter in Gladbach”.
    eknarf49 Herzlichen Dank für Euer Interesse und Eure Reaktionen.
    Mir gefiel die Bronzetafel an der Kirche. Davor saßen auf einer Bank die Figuren 'Peter mit Heidi und Klara' von Christel Lechner, insgesamt eine ganz seltsame Zusammenstellung. :-)
    Sedina Meine Güte, da lerne ich im hohen Alter, woher das kommt, was ich schon als Vorschulkind auswendig konnte....
    Danke und Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    eknarf49 Es freut mich sehr, dass die Tafel oder vielmehr die attraktive Dichterin Euer Gefallen gefunden hat. :-)


  5. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    3. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Nach zehn Jahren war es mal wieder soweit - Personalausweis und Reisepass liefen ab und mussten erneuert werden. Schreckensberichte über endlos lange Wartezeiten und unfreundliches Personal erwiesen sich zum Glück als völlig falsch.

    Der erste Schritt war die Terminabsprache für die Antragstellung. Da war selbst für mich online nicht das geringste Problem. Gleich für den nächsten und übernächsten Tag hatte ich die Auswahl zwischen mehreren Terminen und entschied mich für einen am übernächsten Tag. Der Grund war, dass ich mich am Folgetag um die digitalen Fotos und die Fingerabdrücke bemühen wollte. In der Antwort-E-Mail wurde alles Notwendige erklärt und ich erhielt eine Servicenummer.

    Als nächstes fuhr ich zur Ausweis- und Passstelle im Neuen Stadthaus am Hohen Wall. Dort half mir ein sehr zuvorkommender Angestellter einer Service-Firma beim Erstellen der Fotos und Fingerabdrücke. Als ich die Fotos sah, wäre ich sofort bereit gewesen, eine Petition zum vollkommenen Vermummungs-Gebot zu unterschreiben, fand mich aber dann schnell mit der grausamen Realität ab.

    Am nächsten Tag musste ich nach Vorlage meiner Servicenummer nur etwa 3 Minuten warten, um dann am Schalter alle Formalitäten zu erledigen. Der Preis für alles (mehr als 94€) ließ mich schon zusammenzucken. (Desinfektion der Hände und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes waren selbstverständlich bei jedem Besuch Pflicht.)

    14 Tage später kam das Schreiben, mein Personalausweis läge zur Abholung bereit, nach dem Reiseausweis musste ich online nachfragen, doch auch der war nach weiteren 4 Tagen fertig.

    Wieder musste ich mir einen Termin holen und erhielt eine E-Mail mit neuer Service-Nummer und allen notwendigen Daten, auch zur Online-Stellung des Personalausweises, die ich aber nicht in Anspruch nahm.

    Bei der Abholung der Dokumente musste ich noch nicht einmal in den Wartebereich, sondern wurde sofort zum Schalter geführt, an dem ich die Ausweise gegen Unterschrift erhielt.

    Insgesamt muss ich sagen, dass die Vorgänge auf der Website der Bürgerdienste für jeden verständlich dargestellt sind. Im Stadthaus scheint es, den geöffneten Schaltern nach zu schließen, genügend Personal zu geben, und alle Leute, ob nun Service-Personal oder städtische Angestellte, mit denen ich zu tun hatte, waren freundlich und hilfsbereit.

    So kann ich mich den beiden Vorbewertern zu großen Teilen anschließen.

    geschrieben für:

    Bürgerbüro in Dortmund

    Neu hinzugefügte Fotos
    5.

    eknarf49 Warteschlangen entstehen übrigens hauptsächlich, weil es Leute gibt, die nicht vernetzt sind und so keine Online-Termine machen können, und weil andere sich nicht daran halten, dass man erst kurz vor seinem Termin dort auftauchen sollte.
    Ausgeblendete 34 Kommentare anzeigen
    grubmard Schön , wenn das mit dem online in Dortmund funktioniert. Die Hauptstadt kriegt das nämlich seit Monaten nicht auf die Reihe!
    eknarf49 Die guten Erfahrungen habe ich nicht allein gemacht, das wurde mir von Bekannten bestätigt. Vielleicht hat man in Berlin zuwenig Personal?
    Sedina Bei Euch heißt das "Dienst", bei uns "Amt".
    Das könnte einen Unterschied machen, bei der lieben C. hat es aber auch sehr gut in diesem Jahr geklappt.

    Das Vermummungsthema ist ja dank Corona obsolet, ansonsten möchte ich mir auch nicht in die biometrischen Augen gucken müssen ;-)))

    Glückwunsch zu den neuen Ausweispapieren und zum Grünen Daumen!
    Konzentrat Das mit der Terminvergabe im Voraus, wo es dann keine Wartezeiten gibt, ist eine tolle Sache.
    Glückwunsch zum Daumen.
    konniebritz Ein Traum, so schnell Termine beim Bürgeramt zu bekommen. In Berlin sind es 4 - 5 Wochen Vorlauf.
    Glückwunsch zum verdienten Daumen!
    teilnehmeranwesend 4-5 Wochen ist ja lange aber wenigstens einen Termin. Beim Bürgeramt Friedrichshain Kreuzberg gab es gar keinen einzigen in Termin . Weder online noch über die 115. Das einzige was was es gibt sind Notfalltermine wenn der Ausweis verloren oder gestohlen worden ist .
    konniebritz @teilnehmeranwesend: dann suche Dir einen Termin bei einem anderen Bürgeramt. Online oder über die 115.
    NC Hammer Tom Mein Glück, daß ich den Gang im letzten Oktober vor Corona erledigt habe. Als ich vorher noch mit Frau K Fotos hab machen lassen ;-)

    Daumenglückwunsch
    NC Hammer Tom Frau K ist eine von mir hoch verehrte Dame außerhalb des Internets. Was Tiki hier meine Halbverlobte ist ist Frau K es im echten Leben.


  6. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Bei unserem Besuch von Schloss Nordkirchen und seinen weitläufigen Parkanlagen fiel uns in der östlichen Lindenallee, etwa auf Höhe des Venusgartens diese kleine Gedenkstätte auf.

    Es handelt sich um eine kleine von Rhododendren und Formgehölzen umgebene Lichtung, die seitlich aufgestellte Steinbank machte einen herbstlichen Eindruck. Das lag daran, dass die extreme Sommerhitze viele Blätter an den alten Parbäumen vorzeitig vertrocknen ließ und diese nun wie Herbstlaub auf Bank und Boden lagen.

    Am Scheitelpunkt des halbrunden Platzes ist das eigentliche Denkmal zu sehen: Ein altes Kreuz auf einem an einen Grabstein erinnernden Steinsockel. Am Kreuz sieht man einen etwa lebensgroßen Corpus, dem man leicht ansieht, dass er aus neuerer Zeit stammt. Es handelt sich um eine Darstellung des Gekreuzigten, der mit 4 Nägeln ans Kreuz geschlagen wurde.

    Auf der nach Osten liegenden Seite des Sockels fndet man die nur schwer zu lesende Inschrift: "Nikolaus Graf Esterhazy - Maria Gräfin Esterhazy Plettenberg - 1860 - Xber ."

    Eine im Vordergrund der Lichtung stehende Metalltafel gibt (in Großbuchstaben) die nötige Information: "Hier stand bis 1524 die erste Dorfkirche Nordkirchens. Sie wurde von dem damaligen Schlossherrn, Gerhard von Morrien, abgerissen und an ihrem jetzigen Standort wieder aufgebaut. Ursprünglich eine Kapelle und ab 1609 ein Kreuz erinnern an die alte Kirche. Das Kreuz wurde 1860 durch die Familie Esterhazy erneuert. Im Jahre 1975 erhielt es einen neuen Corpus, ein Werk der Künstlerin Tisa von der Schulenburg."

    Tisa von der Schulenburg wurde am 7.12.1903 in Bobitz geboren und starb am 8.2.2001 in Dorsten. Bildhauerei studierte sie in Berlin. Denjenigen, die sich für ihr bewegtes Leben interessieren (Widerstand gegen die Nationalsozialisten, Spionageverdacht, Wohlfahrtspflegerin, Ehe und Scheidung, Konvertierung zum Katholizismus, Klosterleben, Bundesverdienstkreuz) empfehle ich diesen Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Tisa_von_der_Schulenburg

    geschrieben für:

    Denkmalbehörde / Kultur in Nordkirchen

    Neu hinzugefügte Fotos
    6.

    eknarf49 Eines ihrer Zitate hat mir Tisa von der Schulenburg näher gebracht: "Wenn es eine Gegend gab, die mich anzog, dann war es das Ruhrgebiet." ;-)
    Ausgeblendete 10 Kommentare anzeigen
    eknarf49 Herzlichen Dank an alle. An den Namen der Künstlerin konnte ich mich nur vage erinnern, aber beim Lesen des Wikipedia-Artikels hat es dann richtig 'Klick' gemacht und viele Erinnerungen kamen wieder hoch. :-)
    Sedina Das klingt nach einem Ort, an dem man zur Ruhe kommen und sich über seinen Grünen Daumen freuen kann - Glückwunsch!


  7. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. von 2 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Auch in Corona-Zeiten probiert man mal ganz gern etwas Neues aus. So war es auch bei mir nach einem Einkauf im Supermarkt. Die in der gleichen Häuserzeile liegende Pizzeria bei Alfredo hatte ich zwar schon häufiger gesehen, aber bisher hatte sie mich nicht interessiert. Es handelt sich nämlich um ein sehr kleines Ladenlokal mit wenigen Stehtischen, von Außenbereich keine Rede, da gibt es nur einen riesigen Parkplatz für die Kunden der verschiedenen Geschäfte.

    Dieses Mal war aber etwas anders, ich hatte Hunger, und der verführerische Duft nach Pizza stieg mir in die Nase, also nichts wie hinein. Ich wurde freundlich begrüßt, obwohl alle Angestellten mit der Bearbeitung von Bestellungen beschäftigt waren. Pizzen wurden in zwei Größen angeboten, ich entschied mich gegen klein und für normal - Thunfisch ohne Zwiebeln (6€). 20 Minuten Wartezeit waren angesagt.

    So hatte ich Zeit, mich etwas umzusehen. Fast im Minutentakt kamen Kunden, um ihre Bestellungen abzuholen, der Umgangston war durchweg freundlich, viele schienen Stammkunden zu sein. Neben Pizza werden auch Pastavariationen, Salate, Vorspeisen und Fisch- und Fleischgerichte angeboten. Besonders hervorzuheben sind gewaltige Familien Pizzen, und es gibt einen Partyservice.

    Kurz vor Ablaufen der Wartezeit war meine Pizza fertig, un ich konnte mich auf den Heimweg machen. Für meinen Geschmack war der Teig ein wenig zu dick, und dem Belag hätte etwas mehr Würze gut getan. Vielleicht werde ich aber demnächst mal eine Pastavariation ausprobieren und dann ein Update geben.

    Der erste Eindruck liegt bei 3 Sternen.

    geschrieben für:

    Pizza / Essensbringdienste in Dortmund

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    7.

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  8. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    2. von 4 Bewertungen


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    »Ein wenig Historisches«

    Zur Geschichte von Schloss Cappenberg in Selm bei Lünen wäre viel zu schreiben. Von mir hier aber nur ein paar Fakten: Am Standort des heutigen Schlosses stand im 11. Jahrhundert die Burg der Grafen von Cappenberg. Gottfried II, der letzte der Grafen, übergab um 1121 einen Großteil seines Grundbesitzes an Norbert von Xanten und trat selbst einem Kloster bei.

    Später gründete er in Cappenberg das erste Prämonstratenser Chorherrenstift, dem schon bald ein Nonnenkloster zur Seite gestellt wurde. Gottfried wurde später als Heiliger verehrt. Das Stift wurde erst 1803 in eine preußische Staatsdomäne umgewandelt und 1816 vom Freiherrn vom Stein als Alterswohnsitz erworben.

    Durch Erbrecht gelangte das Gut 1926 schließlich in den Besitz der Grafen von Kanitz, denen es noch heute gehört. Die Familie verfügt über ein großes Weingut in Lorch und hat einen Großteil der Cappenberger Liegenschaften an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und die Stadt Unna vermietet. So werden die alten Gebäude als Museum, für Ausstellungen gerade auch zeitgenössischer Künstler und als Veranstaltungsorte genutzt.

    Genauere und bedeutend umfangreichere Informationen sind hier zu finden:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Cappenberg

    »Unser Besuch«

    Wir wussten aus dem Internet, dass weder Schloss noch Stiftskirche wegen der umfangreichen Sanierungsarbeiten zu besichtigen waren, aber wir wollten doch sehen, wie weit sich Realität und Erinnerung an frühere Zeiten unterschieden. Mir kam das Gelände und vor allen Dingen das Hauptgebäude kleiner vor als ich es in Erinnerung hatte. Doch das wurde durch vieles wettgemacht.

    Schon auf der Freiherr vom Stein Straße fährt man zwischen 2 von mächtigen Steinlöwen gekrönten Pfeilern durch. Auf den schattigen Parkplätzen war reichlich Platz und das Eingangstor zum Park ließ uns auf den wertvollen, alten Baumbestand blicken. Die alten Wirtschaftsgebäude sind sehr gepflegt und sehen durch ihre Bauweise und die verwendeten Materialien äußerst malerisch aus.

    Natürlich waren das 'Café Alte Kegelbahn' und die Weinstube mit Angeboten vom Weingut Kanitz geschlossen, aber der zum Aussichtsturm umfunktionierte Wasserturm von 1899 war geöffnet und konnte nach Zahlung am Geldautomaten bestiegen werden. 25m ist er hoch und hat 5 Etagen und 25 Fenster. Von der Plattform hat man einen herrlichen Blick über das umliegende Gelände.

    Wie schon erwähnt sind bis mindestens nächstes Jahr das Hauptgebäude und die Stiftskirche geschlossen, aber allein der Park mit seinem alten Baumbestand macht einen Besuch lohnenswert Und das ohne Eintritt zahlen zu müssen. ;-)

    geschrieben für:

    Freizeitanlagen / Denkmalbehörde in Selm

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    8.

    Ausgeblendete 7 Kommentare anzeigen
    eknarf49 Da freue ich mich sehr. Vielen Dank. Hoffentlich sind die Sanierungsarbeiten bald abgeschlossen, damit wieder interessante Ausstellungen stattfinden können.
    eknarf49 Dann muss ich auf dem Weg zum Schloss Nordkirchen, das wir danach besuchten, 'schnellgeschrumpft' sein. ;-D
    Sedina Der "letzte der Grafen",
    und das schon im 12. Jh.
    Klingt traurig für ihn....
    Dir aber Glückwunsch zum Grünen Daumen!


  9. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Dass die Stiftskirche bis mindestens 2021 wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist, wurde uns spätestens dann klar, als wir sie vollständig eingerüstet, teilweise mit Planen bedeckt, hinter dem herrlichen, alten Baumbestand im Park von Schloss Cappenberg sehen konnten.

    Die angegebenen Öffnungszeiten sind also nur die momentanen Bürozeiten der katholischen Kirchengemeinde in Selm. Eine endgültige Bewertung wird es von mir also erst nach Abschluss der Sanierungsarbeiten geben.

    Die heute von der Selmer Gemeinde genutzte Kirche war anfangs Stiftskirche des schön längst nicht mehr existierenden Prämonstratenser Chorherrenstifts Cappenberg. Als Baubeginn der Kirche wird das Jahr 1122 angegeben, und die Selmer sind stolz darauf, weit und breit das zweitälteste, in wesentlichen Teilen erhaltene, romanische Kirchengebäude Westfalens vorweisen zu können.

    Zu Architektur, baulichen Veränderungen und Innenraumgestaltung hier ein Link zu einem meiner Ansicht nach guten Wikipedia-Artikel:
    https://de.wikipedia.org/wiki/St._Johannes_Evangelist_(Cappenberg)

    Der wohl bekannteste Teil des Kirchenschatzes soll aber nicht unerwähnt bleiben: Gut geschützt wird hier das einzigartige Kopfreliquiar, der sogenannte Barbarossakopf, aufbewahrt. Das Werk besteht aus Bronze (vergoldet) und entstand wohl 1155. Kaiser Friedrich Barbarossa schenkte es seinem Patenonkel Otto, der es wiederum an das Cappenberger Stift weitergab.

    1977 war es anlässlich des Stauferjahrs in Baden-Württemberg das Motiv einer Sonder-Briefmarke der Deutschen Bundespost. Die Michel-Nummer 933 wurde von Hanns Lohrer entworfen, der nur den Kopf selbst ohne den reichverzierten Unterbau auf die Marke brachte.

    Ein Besuch lohnt sich übrigens trotz der Bauarbeiten, denn im Park gibt es noch einiges zu entdecken.
    9.

    Ausgeblendete 5 Kommentare anzeigen
    eknarf49 Vielen Dank, ich freu mich sehr. Die Umgebung ist so schön, dass ich die Enttäuschung über die geschlossene Kirche schnell vergessen habe.

    Entschuldigt, 2 Fehler im letzten Satz musste ich verbessern, das ging ja gar nicht. ;-)


  10. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    11. von 11 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Unser letzter Besuch im Cafe del Sol fand an dem letzten Wochenende ohne Datenerfassung, Maskenpflicht oder Sicherheitsabstand statt. Nach einem ziemlich langen Einkaufsvormittag wollten wir nur noch etwas essen und trinken ohne Lust auf langwierige Lokalsuche oder Experimente.

    Das Lokal erinnert von außen sehr an amerikanische Vorbilder, ein flacher Bau mit gemütlicher Veranda mit Sitz- und sogar Schaukelmöglichkeit, mitten zwischen reichlich bemessenen Parkmöglichkeiten.

    Das Innere wirkt offen und hell, der sehr große Raum ist nüchtern eingerichtet, durch Pfeiler, die ihn gliedern, und geschickt angebrachte Leuchten macht er einen ganz gemütlichen Eindruck. Wir fanden einen Platz an einer der großen Fensterfronten und entschieden uns für das, womit auch geworben wird - Schnitzel. Das ist meiner Begleitung sowieso immer das Liebste.

    Der junge Mann, der uns bediente, war nicht von der schnellsten Truppe, dafür aber höflich, freundlich und zuvorkommend. Mein Getränk war ein alkoholfreies Krombacher (3€), schließlich wollte ich nach dem Vormittag nicht sofort einschlafen, meine Begleiterin, die noch fahren musste, entschied sich für ein Sinalco Zitres (4,50€), was ich nicht mal dem Namen nach kannte. Zu essen bekamen wir je ein Schnitzel Champignon (a 13,90€), das Angebot des Tages.

    Das allgemein von Bekannten hochgelobte und empfohlene Schnitzel war von der Qualität her wirklich besser als das, was man häufig serviert bekommt, kam aber nicht ganz an meine Favoriten heran. Die Pommes Frites waren genau richtig, sowohl von Konsistenz als auch von der Würze her, der gemischte Salat frisch und das Dressing keine Konserve, sonder gut zubereitet.

    Wenn das Lokal nicht wie beispielsweise zu Stoßzeiten überlaufen ist, ist es trotz der Größe erfreulich ruhig dort, die Bedienungen sind fast durchgängig freundlich, die Speisen nicht originell, aber schmackhaft. Über die Preise lässt sich streiten. Insgesamt empfehle ich es aber Leuten, die auf Burger, Schnitzel und Co. abfahren.

    geschrieben für:

    Cafés / Restaurants und Gaststätten in Hamm in Westfalen

    Neu hinzugefügte Fotos
    10.

    Ausgeblendete 24 Kommentare anzeigen
    eknarf49 Herzlichen Dank für Eure freundlichen Reaktionen.

    Ich wünsche dem Lokal und seiner Belegschaft übrigens alles Gute in diesen recht schwieirigen Zeiten. Viele Gastronomiebetriebe haben ja aufgeben müssen.
    eknarf49 Wie sich doch die Regionen unterscheiden. Andere Versionen sind bei uns unbeliebt. Wir haben auch wenig Verständnis für so manche Unsitten aus dem Süden. ;-DDD
    Jolly Roger Hier im Norden isst man die Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art auch ohne sie in Sauce zu ertränken.

    Frevler sind die, die Schnitzel Champignons oder "Jägerschnitzel" isst.

    Bei Schnitzelmuss man sehen, wie sich die Panade abhebt.
    eknarf49 Da muss ich dann doch mal alle Reisenden warnen, die es aus anderen Landesteilen nach NRW verschlägt. Wer hier ein Jäger- oder Champignonschnitzel bestellt, erhält ein (mehr oder weniger) knusprig paniertes Schweineschnitzel mit einer Pilzrahmsoße. Das ist das beliebteste Gericht in den Durchschnitts-Restaurants. :-)
    Wiener Schnitzel oder Schnitzel Wiener Art gibt es selbstverständlich ohne Soße.
    grubmard Wenn Du im Beitrittsgebiet "Jägerschnitzel" bestellst, bekommste panierte Jagdwurstscheiben, dazu gerne Nudeln und Letscho
    Schroeder ...und wer in Tübingen ein "Zigeunerschnitzel" bestellte, wird auf dem Marktplatz an den Pranger gebunden.... ;-)
    FalkdS Um des Friedens Willen nehm ich den Kommentar raus....
    Manches kommt eben nicht immer wie gewollt an...
    Schroeder Jetzt habe ich das spannende wieder nicht mitbekommen... :-(
    @eknarf: Gestern sah ich an einem Imbiss den Hinweis: "Mohrenkopfweckle".
    Ich fürchtete schon um Leib und Leben des Mohrenverkäufers... :-)))
    Sedina "ohne Datenerfassung, Maskenpflicht oder Sicherheitsabstand" - das erinnert in der Tat am Trump-geprägte "amerikanische Vorbilder"!

    Keine Ahnung, was in dem gelöschten Kommentar stand. Bei einem Wiener Schnitzel mit soufflierter Panade und Gurkensalat bin ich aber gerne dabei.

    Glückwunsch zum Grünen Daumen!
    eknarf49 Die Verfasser der gelöschten Kommentare haben diese zurückgezogen, weil es zu Missverständnissen kam. Es gab also keine wirklichen Auseinandersetzungen.