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  1. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Das gemütliche Casa di Amici ist in schön in das Erdgeschoss eines kleinen alten Behördengebäudes integriert. Das Ambiente mit vielen dunklen Hölzern lässt die früheren Amtsstuben erahnen.

    Den Zugang schaffte unsere Gastgeberin, die hochbetagte Tante H., gut mit ihrem Rollator. Mit ihrem Rollstuhl wäre sie wohl aber an den engen Türen zu den sauberen WCs gescheitert.

    Für uns waren Plätze in einem Raum reserviert, der durch eine Art Balustrade vom Hauptraum optisch abgegrenzt wird und Platz für Gruppen bis zu 24 Personen bietet. Wir fühlten uns dort sehr gut aufgehoben.

    Das sehr freundliche und aufmerksame Personal tischte ein Drei-Gänge-Menu auf, das von der Ministrone bis zur Panna Cotta wirklich gut schmeckte. Die im Webauftritt des Lokals einsehbare Speisekarte umfasst neben Pizza und Pasta auch eine Reihe an Fleisch- und Meersfrüchtegerichten. Dazu gibt es angenehme offene Weine.

    Das alles hat uns sehr gut gefallen, kein Wunder, dass Tante H. da seit vielen Jahren Stammgästin ist. Ich würde es als „Nachbarschaftslokal“ bezeichnen, in das man immer wieder gerne einkehrt.

    Die Coronabestimmungen wurden befolgt.

    geschrieben für:

    Italienische Restaurants / Restaurants und Gaststätten in Wedel

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    1.

    Ausgeblendete 13 Kommentare anzeigen
    Sedina Na klar, liebe Calendula, ich weiß nicht, ob mir das "die Amici" aus der Feder gelaufen ist, oder ob es die Autokorrektur war...;-)))
    Danke für den Hinweis!
    Sedina Du hast eine zu gute Meinung von mir! ;-)))
    Leider steht es, wie mir jetzt auffällt, schon in meiner Word-Vorlage falsch, und da schreibe ich ohne Autokorrektur....
    Calendula Herzlichen Glückwunsch zum grünen Daumen.
    Das "e" hebe ich auf, falls ich mal eines benötige. ,-)
    ubier …da reihe ich mich in den Chor der amici ein und gratuliere - zur findigen Tante H. und zum verdienten Daumen!


  2. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    4. von 4 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Da hat ein Pfälzer Bio-Winzer Gefallen und Kunden an der Ostseeküste gefunden. Nach seiner mehrjährigen Präsenz mit einem Weinstand bei der „Travemünder Woche“, einer Regatta- und Volksfestveranstaltung, eröffnete er vor sieben Jahren als Ableger seines Weinguts dieses Weinlokal, das sich über zwei schmale Etagen erstreckt. Die Lage ist nahe der Trave und der Priwallautofähre.

    Die Ausstattung ist schlicht und hell gehalten aber gemütlich. Im Untergeschoss sitzt man erhöht an Bartischen, Oben findet man Tische, die man auch für Gruppen zusammenschieben kann, und insbesondere einen runden Tisch in einem über die Straße kragendem Erker – den sollte man, wie wir jetzt, ergattern.

    Hinauf geht es über eine nicht zu steile Treppe, Oben sind auch die WCs. Das Lokal ist also eher nichts für Rollstuhlfahrer.

    Der nicht mehr ganz junge Herr, der uns bediente, war trotz des Auf und Ab ausgesprochen freundlich und flott.

    Angeboten werden außer den Weinen kleine Speisen wie Wurstsalat und Flammkuchen.

    Egal ob Wein, Käse oder Wurstsalat, mir und meinen Gästen hat alles sehr gut geschmeckt. Wir hatten einen gemütlichen Abend und ich empfehle diese Weinstube und damit auch die online erhältlichen Weine gerne weiter.

    geschrieben für:

    Restaurants und Gaststätten in Lübeck Travemünde

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    2.

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    Felixel aber wieso sind da über die Straße ragende Kraken! Ist das Sonderausstattung?
    Oh Vorsicht, auch Küstenbewohner können genießen!
    Daumen Glückwunsch
    Sedina Lieben Dank allseits!
    Unten ist es auch gemütlich, liebe Calendula,
    und Angehörige der Ordnung Octopoda habe ich auf der Speisekarte nicht entdeckt, liebe Felixel ;-)))
    Volldampf gut auch von mir einen Daumenglückwunsch! Da hatte sich zum Kragenanbau bestimmt ein Lesefehler eingeschlichen. Aber Kraken mag ich auch nicht!


  3. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Lage, Lage, Lage…..

    ….damit machen Hausmakler gute Geschäfte und damit kann sich auch das funkelnagelneue „a-ja“ brüsten. Direkt an der Promenade liegt es, ganz vorne an der belebten Nordseite der Travemündung, noch vor dem markanten Maritim-Hochhaus. Aus allen Fenstern hat man Seeblick, entweder in Richtung der vielbefahrenen und interessanten Flussmündung, oder zu Promenade und Strand. Letzteres hatten wir - toll!

    Die Lage ist exklusiv, den Anspruch auf Exklusivität hat das Hotel selbst aber nicht. Ich würde es nicht als „einfach“ beschreiben, wie ich es irgendwo im Netz gefunden habe, sondern als „einfach freundlich“.

    Die Buchung auf der Homepage des Hotels war unproblematisch,
    der Empfang und der Check-out an der Rezeption, waren richtig lieb,
    das Personal in Restaurant und Bar/Café war flink, aufmerksam und freundlich.

    Sehr erfreulich war, dass sich die Mitarbeiter ebenso wie auch die Gäste absolut an die Corona-Regeln hielten. Es wurden die Hände desinfiziert und Abstand gehalten. Das Bedienungspersonal trug Masken und Handschuhe und hatte immer Wischlappen griffbereit.

    Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass ein sehr guter Recruiter tätig war, sowohl für die Mitarbeiter, wie auch, und noch wichtiger, für die Führungsebene.

    Am großen Fenster unseres sauberen Zimmers stand das Doppelbett,
    daran schloss sich eine Sitzgruppe mit Couch, Polsterstuhl und Tischchen an.
    Dann folgte ein mit einer Glasscheibe und einem Vorhang abgerenzter als Kommode nutzbarer Tresen mit dem Waschbecken.
    Dahinter lagen nebeneinander zwei Kabinen mit der bodengleichen Dusche und mit dem WC. Diese Kabinen konnten alternativ mit einer nicht ganz blickdichten hin- und her gleitenden Glasschiebetür verschlossen werden und hatten eine wirksame Entlüftung.
    Seitlich davon befand sich der Eingangsflur mit einer Garderobe, die mit ihren Regalböden auch als Kleiderschrank fungierte.

    Ich selbst fremdele etwas mit einer solchen Einbeziehung des Bades in den Wohnraum. Ich weiß um die im Alter vergehende Ästhetik des Menschen und ziehe deswegen den optischen, akustischen und olfaktorischen Schutz eines geschlossenen Badezimmers vor. Allerdings muss ich zugestehen, dass die hier gefundene Lösung funktional durchaus Vorteile hat, bei der Nutzung durch mehrere Personen und bei der Reinigung, deswegen war’s für mich in Ordnung.

    Das sehr gepflegte Frühstücksbuffett hat mir sehr gefallen. Es verzichtet auf die gerne gesehenen aber wenig genommenen exotischen Schmankerl, hat alles, was der normale Gast wirklich braucht und bietet Frische, wie das vor den Augen des Gastes zubereitete Rührei „heute kocht Hassan für Sie“. Die Butter nimmt man sich mit einer Kugeln formenden Zange aus Fässchen, vom Lachs schneidet man sich so viel herunter, wie man mag. Einzig die Brötchen hätten etwas knackiger sein können.

    Ja wir haben uns im aja wohl gefühlt und mit wohl einer schwierigen Ausnahme schien das für alle Gäste, ob Kinder, ob Großeltern oder ob Mittelbau, zu gelten.

    Und was kostete der Spaß? Jetzt in der zweiten Oktoberhälfte 2021 war für zwei Personen im Doppelzimmer mit Frühstück 168,00 € pro Nacht zu bezahlen. Eingeschlossen war der (nicht von uns genutzte) Zugang zum Wellness-, Pool- und Saunabereich*). WLAN war kostenlos. Hinzu kamen 15,00 € pro Nacht für den Stellplatz in der Tiefgarage und die Kurtaxe. Ich fand das angemessen, denn Lage, Lage, Lage….

    Inzwischen kam die Rechnung, wie vereinbart, als email-Anhang. In der mail heißt es ganz persönlich und familiär:
    Wir hoffen, Sie sind gut wieder zu Hause angekommen und wünschen Ihnen einen guten Start in den Alltag.
    Herzliche Grüße von der Ostsee,
    Christine B…..
    Rezeption a-ja Travemünde
    Auch darüber habe ich mich sehr gefreut und danke der netten Crew des Hotels sehr herzlich.
    _______________

    *) Das „Seebad Travemünde im Aja“ gibt es hier auf GoLocal als gesonderte Location

    geschrieben für:

    Hotels in Lübeck

    Neu hinzugefügte Fotos
    3.

    Tikae Das hast du sehr schön beschrieben.
    Aber KEIN separates Bad finde ich jetzt nicht so toll , das ist bei mir Pflicht.
    Ausgeblendete 25 Kommentare anzeigen
    Sedina Danke für das Lob, liebe Tikae.
    Ich sehe das grundsätzlich auch so, habe es aber in einem Hotel einer französischen Kette noch weitaus indiskreter und damit indiskutabel erlebt.
    Felixel Eine schöne Hotel Führung! Also hat alles gefallen. Kleine Abstriche gibt es wohl öfter, die Hauptsache hat aber wohl doch gestimmt!
    walkingwomen Prima beschrieben. Das Hotel steht schon auf unserer Liste. Wir fahren gern in meine alte Heimat nach Lübeck und gern mit Überenachtung in Travemünde.
    Konzentrat Also ich möchte das Bad auch separat.
    Danke für den sehr einladenden Bericht und Glückwunsch zum maritimen Daumen.
    Sedina Danke Euch allen und Danke der Grüne-Daumen-Vergabestelle!

    Selbstverständlich habe ich mein Lob schon vor Ort gegeben. Das scheint man aber nicht gewohnt zu sein. Mir war im Frühstücksraum eine junge Dame aufgefallen, die kräftig beim Aufräumen mithalf, aber auch anderen Direktiven zu geben schien. Beim Herausgehen kam sie mir entgegen und ich fragte sie, ob sie die hier Verantwortliche sei. Sie bejahte zurückhaltend und schien an Gesichtsfarbe zu verlieren. Als ich ihr dann sagte, es sei toll, wie das hier laufe, strahlte sie.....
    konniebritz Toll beschrieben!
    Ein separates Bad ist mir auch lieber.
    Insgesamt hört sich der Aufenthalt sehr positiv an.
    Glückwunsch zum verdienten Daumen!
    opavati® Sehr schöne Bewertung, lieber Sedina. Die Gattin ist ja Fan des gleichnamigen Hotels in Warnemünde, das vor Corona mehrfach mit Enkelin zum schwimmen besucht wurde.
    Sedina Das passt, weil die Zentrale der a-ja-Hotels in Rostock liegt.
    Vielleicht sollte man sich mal in Warnemünde treffen?!
    Sedina Danke liebe La Segreta und lieber ubier.
    Ich bin schon in einem Alter, in dem man nur noch mit Euphemismen beschrieben werden sollte ;-)))
    Felixel ---- oh auch in einem gehobeneren Alter muss nicht unbedingt ein Jungbrunnen sein. Jedes Alter hat seine "Schönheit"
    vinzenztheis Es ist zwar über 20 Jahre her dass ich zuletzt in einem Hotel zu Gast war. Seit ich nicht mehr gezwungen bin solche zu besuchen nehme ich nun immer mein eigenes Bett mit auf Reisen. Aber das ist immerhin schön beschrieben und man kann etwas damit anfangen.
    GzgD.
    vinzenztheis Und ja Sedina, es ist für as Zusammenleben der Menschen durchaus von Bedeutung ernst gemeintes Lob zu vergeben. Dies geschieht leider in der heutigen Zeit oft zu wenig.
    Das sieht man auch hier auf golocal, wo die meisten einmal Schreiber nur Negatives von sich geben.
    Felixel danke, für diesen Kommentar! @ Vinz....
    Auf Rädern durch die Gegend rollern, mit dem eigenen Bett, war etwas Wunderschönes und unwiederbringliches. Wir schwärmen noch immer davon, wenn wir es auch nicht mehr können.
    Sedina Dankeschön, wir kennen beide Arten zu reisen und zu nächtigen und auch noch weitere, wie Autoreisezug, Zelt oder Ferienhaus. Alles zu seiner Zeit.


  4. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


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    Stürmanns ist der Outlet-Store des vor einigen Monaten gegründeten Online-Shops "Nordseemerch". Inhaber ist ein umtriebiger (im positiven Sinne) Hotelier, der mal interessante Metal-Bands für Büsumer Feste organisiert und mal eine Competition für Tätowierer ausrichtet - letzteres sieht man ihm an....

    Der schuhkartongroße Laden war schon Startpunkt anderer erfolgreicher Unternehmungen. Dafür, dass es jetzt wieder so wird, sorgt das freundliche Personal.

    Angeboten werden Kleidung und Accessoires, die denjenigen ansprechen werden, der Wacken und Meer mag. Dazu gibt es feine Spirituosen, die auch mal probiert werden dürfen.

    Und es gibt zur Zeit den "Flutwein" - Wein aus dem Ahrtal, bei dem ein Teil des Erlöses den Opfern der Flutkatastrophe zugute kommen wird. Für weitere Spenden gibt es Sammelboxen. Schon jetzt ist klar, dass da über 20.000 € zusammenkommen werden, reichlich getrieben von einer persönlichen Spende des Chefs, den die örtliche Presse "Kaptein Dirk" getauft hat.

    Ich finde es ganz toll und nachahmenswert, was da auf die Beine gestellt wird, und empfehle Büsumbesuchern, die den Mut haben, sich auffälliger zu zeigen, den kleinen Shop zu besuchen, oder mal auf der Homepage zu stöbern.

    -

    geschrieben für:

    Boutiquen / Getränke in Büsum

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    4.

    Ausgeblendete 8 Kommentare anzeigen
    Tikae Mit auffälliger habe ich kein Problem, aber ich bleibe trotzdem lieber größter Fan der Berliner:-x
    Eine schöne Bewertung
    Sedina Da wacht man morgens auf und ist bedaumt -
    Herzlichen Dank der Vergabestelle und ein liebes Dankeschön an die Gratulanten!
    LUT Wacken und Meer... Da habe ich gleich eine zweifelsfreie Vorstellung :-) Deftig, kräftig sozusagen...
    Glückwunsch zum Daumen!


  5. Userbewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


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    Blankenese gehörte früher zur Kirchengemeinde Nienstedten, die Blankeneser hatten ihre Grabstätten dort auf dem wunderschönen Gottesanger oberhalb der Elbe. Dann errichteten die Blankeneser vor 125 Jahren ihre Marktkirche und zur neuerworbenen Selbständigkeit sollte auch ein eigener Friedhof gehören. Land dafür fand sich in Sülldorf. Gründung war vor rund 120 Jahren. Auf dem Weg dorthin musste allerdings zuerst das selbständige Dockenhuden passiert werden. Seit Blankenese 1919 mit Dockenhuden vereinigt wurde, reicht es an den Friedhof heran.

    Es ist ein schöner in die Landschaft der anlaufenden Endmoräne eingebetteter evangelischer Friedhof mit teils altem Baumbestand und teils lichten Erweiterungsbereichen. Angeboten werden alle zeitgemäßen Bestattungsformen vom klassischen Einzel- oder Familiengrab über Rasen- oder anonyme Stätten bis zu einem interessanten Steelen-Kolumbarium.

    Die Friedhofskapelle ist schlicht. Wird sie voraussichtlich zu klein, dann besteht eine Ausweichmöglichkeit in die nahe Kirche.

    Die Grabsteine spiegeln die „normale“ Trauer ebenso wieder, wie das besondere Leid, das durch die beiden Weltkriege über uns gekommen ist. „Selbstverständlich“ gibt es ein Kriegerdenkmal. Fast jede Familie hier hat mindestens ein Kind im Krieg oder auf unserem Fluss oder auf See verloren.

    Auf unserem Fluss….. Eine Grabplatte, ich stelle sie als Foto ein, erzählt eine solche Geschichte, die des 15jährigen Nikolas. Er und seine Freundin waren mit einer nur 4 m langen Hummel-Jolle zum Übernachten auf die andere Elbseite gefahren. Auf der Rücktour kamen sie überraschend in schweres Wetter. Größere Segelboote eilten zur Hilfe, eine Schleppleine wurde gelegt. Aber es half nichts. Das kleine Boot kenterte. Nikolas hatte die einzige an Bord befindliche Schwimmweste der jungen Dame überlassen. Sie wurde gerettet, er wurde erst später gefunden.

    Andere Grabmale täuschen in ihrer Konformität über die Bedeutung der Menschen hinweg, die dort liegen. Mir fällt dazu die Liegestätte des Graphikers und Bildhauers Fritz Husmann und seiner Frau, der Konzertpianistin Adelheid Zur, ein. Posthum bin ich den Werken Fritz Husmanns 2011 bei einer Vernissage in der Staatlichen Ballettschule Berlin begegnet. Adelheid Zur war in den 50er Jahren fast täglich im Radio zu hören.

    Viele weitere Menschen, die mir über die Jahre ans Herz gewachsen waren, kann ich an diesem schönen Ort besuchen. Meine Wege über die Gräber werden immer länger, und eines späteren Tages….

    geschrieben für:

    Friedhof in Hamburg

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    5.

    Sedina Dieser bereits veröffentlichte Beitrag fand sich unter Friedhof Rahlstedt wieder !?
    Ich habe ihn da gelöscht und hier neu eingestellt.
    Ausgeblendete 17 Kommentare anzeigen
    Sedina Da ist ein altgermanisches Wort vom Christentum vereinnamt worden.
    https://en.wiktionary.org/wiki/Reconstruction:Proto-Germanic/angraz
    Kulturbeauftragte Ein sehr nachdenklicher Beitrag. Alte Friedhöfe mag ich sehr gerne, kann mir vorstellen, dass dieser mir gefallen könnte.

    Glückwunsch zum dazugehörigem Daumen!
    eknarf49 Lieber Sedina, Deine Bewertung hat mir aus verschiedenen Gründen gut gefallen. Friedhöfe sind für mich Orte, die Ruhe ausstrahlen und mich auf natürliche Abläufe aufmerksam machen. Wie ich an den Gräbern lieber Verstorbener reagiere, hängt aber immer von der aktuellen Tagesstimmung ab. Danke für den Bericht.
    LUT Dann gratulier und like ich hier nochmals. Ein schöner, sensibler Beitrag, lieber Sedina!
    Sedina Dankeschön für das weitere Lob und die Glückwünsche!

    Keine Ahnung, wie die Bewertung verrutschen konnte. Es muss wohl ein Fehler von mir gewesen sein. Trotzdem habe ich vorsichtshalber Screenshots gemacht.


  6. Userbewertung: 3 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Checkin

    Schade, dass die Kirchengemeinde so wenig Engagement für ihr Gotteshaus hat, dass sie auf ihrer durchaus umfangreicheren Homepage nur ein Außenfoto zeigt, aber keine Beschreibung gibt.

    Sicher hat die in den 50er Jahren erbaute Sülldorfer St.Michaelskirche keinen besonderen kulturhistorischen Wert, sie ist aber ein schöner harmonischer Sakralbau. Ihren schlichten Stil möchte ich schon für die zu ihrer Bauzeit geltenden Verhältnisse als „retro“ bezeichnen. Ich kann dort gut innere Einkehr halten, dazu trägt der Blumenschmuck bei, für den eine Kantorswitwe regelmäßig sorgt.

    Ich komme aus der Gegend, kenne die Kirche seit meiner Kindheit und hatte vor etwa 40 Jahren begonnen, am Gemeindeleben teilzunehmen.

    Damals gab es da Pastor B., der auf einem gegenüberliegenden längst bebauten Acker jahrmarktähnliche Kirchenfeste ausrichtete, so richtig mit Fahrgeschäften. Außerdem reaktivierte er die Erntedankumzüge, die damals prächtig und von großem Idealismus der Landwirte geprägt waren. In seine Amtszeit fiel der Bau eines Gemeindehauses mit Kitaräumen. Diese Tatkraft faszinierte die Damenwelt, was wiederum in konservativen Kreisen Anstoß erregte. Der Mann musste gehen.

    Nachfolger wurde Pastor F., auch ein rühriger Mann – jedenfalls mit dem Löffel. Er bekochte seine Gemeinde und bekam dafür den Beinamen „Suppenpastor“. Er war volksnah und auch durch ihn war ich richtig an die Gemeinde gebunden. Leider schaute er nicht nur tief in den Kochtopf, das führte zum Showdown. Es wurde eine Gemeindeversammlung einberufen, an deren Ende war klar, dass auch dieser Mann gehen musste, und die Kirchenobere, die die Versammlung leitete, machte eine Geste zu ihrem in der hinteren Reihe sitzenden Mann, die ich als Victory-Zeichen interpretierte.

    Das langte mir. Einem Kirchenaustritt stand nur noch das Veto meiner Frau entgegen. Ich habe nur noch selten einen Fuß in die Kirche gesetzt.

    Was ich danach an Pastoren (m/w) bei den in meinem Alter immer häufiger werdenden Ereignissen erlebte, wirkte nett, konnte aber nicht mit professionellen Trauerrednern in Wettbewerb treten. Mehr ist vielleicht auch nicht nötig, denn nach meinem Eindruck schreitet die Kirche ihrer Saekularisierung entgegen. Zurzeit ist sie unter der Woche ein von einer benachbarten Hausärztin betriebenes Corona-Impfzentrum, was ich richtig gut finde. Das noch recht junge Gemeindehaus soll aber schon wieder abgerissen werden. Wohnungen und größere Kita-Räume werden entstehen, also etwas, was der EKD Geld und „Neukunden“ bringt.

    Ja das „Impfzentrum“ hat mich wieder in meine Kirche geführt, die unverändert so ist, wie sie es damals war. Danke dafür! Und es hat meine Erinnerung an ein GoLocal-Usertreffen in Wettin geweckt, wo wir in einem Café, einer der Weltlichkeit zurückgegebenen Kirche, gemütlich zusammengesessen haben. Wäre das noch was für mich….?


    Und hier ist ein Blick auf Sülldorf. In der „Bildergalerie“ findet man ein Foto der Kirche.
    https://www.hamburg.de/sehenswertes-suelldorf/#detailLayer
    Die Kirchengemeinde Sülldorf ist vor einigen Jahren mit der des Nachbarvororts Iserbrook zusammengelegt worden. Die Pastoren wechseln sich mit der Seelsorge in beiden Kirchen ab. Persönlicher ist es damit nicht gerade geworden.
    6.

    Sedina Ich darf im GoLocaldatensatz die Webadresse der Kirchengemeinde nicht nachpflegen. Hier ist sie:
    https://kgmsi.de/
    Ausgeblendete 19 Kommentare anzeigen
    Calendula Mit dem Bodenpersonal des Herrgotts bin ich auch nicht (immer) einverstanden.
    Danke für Deine schöne Beschreibung und Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.
    Sedina Danke liebe Calendula!
    Es sind die freien Geister des "Bodenpersonals", die die Sache des Herrgotts voranbringen, und es ist Sein mittleres Management, dessen von Ängsten getriebene Intoleranz so vieles wieder zerstört.
    eknarf49 Lieber Sedina, unabhängig vom religiösen Unter- oder auch Überbau finde ich Deine Bewertung so richtig gut, weil sie sachlich, aber auch sehr persönlich ist. Danke sehr. :-)
    Sedina Danke lieber eknarf! "Sehr persönlich" lasse ich gerne gelten, aber die Sache mit der Sachlichkeit könnten andere anders sehen ;-)))
    Sedina Danke liebe Pelikaan und lieber Konzentrat!
    So ein richtiges Wort zum Sonntag klingt doch etwas anders .....
    LUT Das hast du sehr schön zur Tastatur gebracht, Sedina. Meine Gratulation zur verdienten Begrünung!
    opavati® Sehr schöne »Bewertung«, mit allem drum und dran ... Das Ensemble sieht für mich wie ein Feuerwehrhaus aus. :-)
    Sedina Dorfkirche eben, mit der nötigen Alarmierungsbimmelmöglichkeit ;-)))
    Danke nach Schwaddau und an den Pfuhl!
    FalkdS Mein Glückwunsch zum Daumen.
    Diese Zweifel sind mir Dank der Erziehung meiner Eltern und dem sozialen Umfeld erspart geblieben, es fehlte "schlechthin" die Basis, der Glaube an irgendeinen Gott.

    Und ich kann die Gläubigen-Begründungen für Unglücke, Kriege, Krankheiten und was auch immer passierte mir "Das sind von Gott den Menschen auferlegte Prüfungen." nicht mehr hören.

    Warum prüft er eine 29 jährige Mutter, Nichtraucherin, Nichttrinkerin, aktive Sportlerin mit Krebs, der ihr das Leben nahm. Diese o.g. Begründungen sind so ein geistiger Stuhlgang, DIESE FRAU UND MUTTER HATTE NIE EINE CHANCE!!! DANKE GOTT!!!!
    NEIN, das ist die Begründung, dass es ihn nicht geben kann!!! Das kann nicht gottgewollt sein, das ist Natur....
    Sedina Ja das führt zu Bitterkeit, darf aber nicht vergessen lassen, dass es neben den im Namen Gottes angezettelten und geführten Kriegen und der fanatischen Verfolgung von "Querdenkern" auch die menschliche Zuwendung und den Trost durch die Geistlichkeit gibt, und dass das eine Grundlage in den Wertvorstellungen hat, die mit der Religion auf uns übergekommen sind.
    Danke für den Glückwunsch und Deine Meinung, lieber Falk!
    FalkdS Selbstverständlich Sedina, das sehe ich auch so. Ich finde es schon gut, dass es Glauben für Menschen gibt, ABER eben NUR soweit diese daraus Trost, Kraft und Lebenswillen schöpfen wollen und können, sie diesen für ihr Leben brauchen. Wenn es hilft, nicht abgebbare Verantwortung für das eigenen Leben und die eigene Gesundheit doch abgeben zu können, wenn auch nur für die Glaubenden selbst, hat der Glaube aus meiner Sicht seine Berechtigung...


  7. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

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    In den Räumen dieses Notariats, damals noch das Anwaltsnotariat Junge und Willhöft, war ich schon als Kleinkind. Man ging von hinten hinein und kam im Souterrain in das Geschäftszimmer, in dem u.a. die liebe „Liebi“ arbeitete, die Frau des bekannten Hamburger Bildhauers Gerhard Brandes. Es ging dort in der Nachkriegszeit sehr beengt zu. Im Haus ausdehnen konnte man sich erst, als das Klaersche Konservatorium (heute Hamburger Konservatorium, eine renommierte Stätte der Musikpädagogik) ausgezogen war.

    Das nächste Schlaglicht meiner Erinnerung richtet sich auf den alten Notar Dr. Kurt Junge, der etwa 1970 als langjährigster Kunde der Blankeneser Vereinsbankfiliale geehrt wurde. Verbunden war das mit der Einweihung des neuen an das Notariat angrenzenden Filialgebäudes, in dem das Notariat auch Archivräume anmietete. Ich mit meinen langen Haaren war wohl ein Exot in dieser konservativen Veranstaltung, und dann fiel mir auch noch ein fett belegtes Schnittchen auf den neuen Teppichboden…

    Das Erlebnis, das ich wenige Jahre später mit dem Sohn und Nachfolger Dr. Helmut Junge hatte, war so nett und zugleich tragisch-komisch, dass ich davon erst nach dem dritten Bier berichte.

    Dann kam die Entfremdung. Das Notariat nahm einen neuen Sozius herein, der zigarrerauchend durch Blankenese lief und mit seinem gesamten Habitus nicht in die altmodischen Vorstellungen passte, die ich mit einem hanseatischen Notar verbinde.

    Jetzt residieren da schon länger Frau Dr. Dresel, die ich bisher nicht kennengelernt habe, und Herr Dr. Schneider, mit dem ich einige Kontakte hatte und der mich damit verblüfft, dass er all die Jahre nicht ältergeworden zu sein scheint. Für meine Frau und mich hat er eine Vollmacht und einen Kaufvertrag erarbeitet, für Schwiegermutter einiges mehr. Von Seiten der Büroorganisation klappte dabei alles prima.

    Ich kann Herrn Dr. Schneider als präzisen, zielorientierten und klar formulierenden Notar sehr empfehlen.

    geschrieben für:

    Notare in Hamburg

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    7.

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    Sedina Nee, noch nicht, und außerdem müssen die gemeinsam getrunken werden, in so einer Atmosphäre, wie man sie aus der Feuerzangenbowle kennt.
    Der Grüne-Daumen-Vergabestelle ganz lieben Dank!
    Kulturbeauftragte Sedina, sag mal, kennst du ALLE NOTARE Hamburgs persönlich ;-), dann hast du noch einiges vor sie vorzustellen :-D. Kam mir gerade in den Sinn, denn... es heißt immer "aller guter Dinge sind drei"!

    Spaß bei Seite: Glückwunsch zum (hanseatischem) Notar-Daumen!
    Felixel Oh Du bist ja firm und sehr vertraut mit diesem Berufsstand, Glückwunsch zur Bewertung! Lange Haare hast Du die noch Herr Sedina? Ich meine so ein Pferdeschwänzchen?
    Sedina Danke Ihr Lieben,
    mit Notaren ist jetzt erstmal Schluss,
    obwohl....ein paar kenne ich noch ;-)))
    Aus den langen Haaren sind schüttere kurze geworden,
    liebe Felixel, und der Kinnbart ist ab.
    eknarf49 Noch ein schöner Bericht, den ich gern gelesen habe. Übrigens habe ich bisher mit Notaren auch nur gute Erfahrungen gemacht.


  8. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Es sind die Kleinigkeiten, die Freude machen und sich ins Gedächtnis eingraben, so wie hier die Heftung der Urkunden, von der ich ein Foto einstelle. Na klar ersetzt das nicht die klassische Einbindung mit Kordel und Siegel. Aber mit der besonderen Heftschiene aus Metall lassen sich Urkunden problemlos in Ordner einlegen und dort hin und her verschieben, ohne dass irgendetwas ausreißt. Toll!

    „Der Käufer bestimmt den Notar“ – über diesen Hinweis sind wir in diesem Notariat gelandet, das zentral und repräsentativ in der Nähe des Hamburger Rathauses residiert und beste Anbindung an die von uns favorisierten öffentlichen Verkehrsmittel hat. Für uns sorgte Herr Notar Dr. Bräutigam mit seinem Notariatsassessor und seinem Sekretariat.

    Was mich begeisterte war der Umgangston. Schon nach dem ersten Telefonat hieß es nicht mehr „sehr geehrter Herr…“ , sondern „lieber Herr…..“. Ich mag das. Das ist diese hanseatische Herzlichkeit, bei der die nötige Distanz, die Wertschätzung und der Respekt nie auf der Strecke bleiben.

    Selbstverständlich scheint mir diese persönliche Zuwendung zum Mandanten nicht zu sein. Das Notariat gehört mit seinen mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den ganz großen. Ein Arbeitschwerpunkt liegt im Gesellschaftsrecht mit seinen generationenübergreifenden einträglichen Aufgaben. Wir dagegen hatten nur ein kleines Anliegen.

    Der Vertragsentwurf war straff und verständlich. Auf meine Frage, ob die und die Klausel, die ich bisher in allen Verträgen dieser Art vorgefunden hatte, nicht eingefügt werden müsse, sagte der Notar nur: brauchen wir nicht. Recht hatte er.

    Wenn etwas so hochprofessionell vorbereitet wird, dann läuft die Beurkundung schnell, harmonisch und ohne Nachwirkungen.

    So war es – danke!

    geschrieben für:

    Notare in Hamburg

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    8.

    Konzentrat Lieber Hamburger Sie " Sedina, haben Sie weitere Wünsche ?"
    als Münchner Du " Meyer, was machst Du da !".

    Nachwirkungsfreie Grüße und danke für diesen Notartermin.
    Ausgeblendete 23 Kommentare anzeigen
    opavati® Fein, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ich noch nie von Notaren enttäuscht wurde, der Umgangston gehört zum Geschäft. In Hamburg am Gänsemarkt, wo wir mal gekauft haben, wie in Berlin, wo ich dutzende Male in Notariaten saß. Chic am Ku'damm und in der Pariser Straße oder etwas einfacher in Pankow, hat alles den gleichen Preis.
    LUT "Darf man fragen was der Inhalt aussagen soll?"

    Wie kann sich einem bei einer so hervorragend geschriebenen Bewertung der Inhalt nicht erschließen?

    Ein Check der nichts checkt?
    eknarf49 Lieber Sedina, herzlichen Dank für diese Bewertung, die so geschrieben ist, dass das Lesen zu wirklichem Vergnügen wird. :-)
    Sedina Oh wie lieb - danke Euch beiden! ;-)))
    Und danke auch an die Grüne-Daumen-Vergabestelle!
    Puppenmama Lieber Herr Sedina, danke für für Deinen informativen und schönen Bericht.
    Ich habe ebenfalls einen hervorragenden Notar, den ich schon öfter in Anspruch genommen habe.
    Herzlichen Glückwunsch zum notariellen grünen Daumen.
    Sedina Danke liebe Puppenmama.
    Um Notar zu werden, muss man schon einige Hürden überwinden. Aber dann hat man eben die Chance auf ein gutes Einkommen und auf gute Bewertungen hier ;-)))
    02 Check Soory bezog sich auf den Kommentar von Konnzentrat und seinen " nachirkungsfreien" Bemerkungen. Die gG habe ich Gefällt mir gestellt.
    Sedina Danke lieber 02 Check.
    Der Kommentar von Konzentrat bezog sich offenbar auf den, für mich sehr positiven, Umgangston des Notariats. Dabei wurde das "Hamburger-Sie" auf's Korn genommen, eine Vermischung von Anrede mit "Sie" und mit dem Vornamen.
    02 Check Hallo Sedina, komme mit dem hamburger Slang nicht zurecht. Wurde mit Hummel Hummel reingelgt, wuste nicht was Alsterwasser ist und das Apfemus zum Kottlet, schauder.

    Sorry, dafür das mir das nicht bekannt war. Konnte Konzentrats Bemerkungen nicht verstehen, deshalb. Bemerkungen in letzeburgisch oder im schwitzer Dütsch durften hier auch für "Kopfkratzen" sorgen., oder
    Konzentrat @02 Check, erster Kommentar von dir - ja, man darf fragen.
    @02 Check , dritter Kommentar, nun dürfte ja dieses gewisse "Nichtverstehen" nachwirkungsfrei beseitigt sein.
    @Sedina, genau dies wollte ich mit meinem Kommentar anmerken.
    Sehr positiver Umgangston beim Hamburger Notar.
    Sedina Eine gute Kommunikation räumt eben jedes Missverständnis aus. Mensch bin ich froh, dass ich nicht gleich energischer reagiert habe...;-)))


  9. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

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    bestätigt durch Community

    Notariate lassen sich nur mit äußerster Zurückhaltung bewerten. Das liegt daran, dass Notare einerseits ein öffentliches Amt ausüben, zugleich aber als Freiberufler Unabhängigkeit genießen. Im Spannungsverhältnis zwischen öffentlichem Amt und der Sorge für die Interessen der Rechtssuchenden mag es manchmal zu Missverständnissen kommen. Dagegen hilft eine gute Kommunikation, die ich hier gerade wieder erleben durfte.

    Ich kenne dieses Notariat, seit ich Anfang der 1970er Jahre die ersten Generalvollmachten bekam und damit dann auch einen Grundstückskaufvertrag schloss. Damals residierte dort der Notar Herr Bielenberg. Er tat mir immer etwas leid, wenn er durch Blankenese in sein Büro ging, und dabei sein versehrtes Bein nachzog. Seine Räume empfand ich als dunkel. Das schlauchartige Gebäude liegt aber auch arg einquetscht zwischen einem direkt angebautem Haus und einer früheren Filiale der längst von einem Wettbewerber aufgesogenen Westbank. Herr Bielenberg hatte den knorrigen Habitus eines Oldenburgers und mit ihm wurde alles gut.

    Fast 40 Jahre lang residierte dann dort Frau Probst. Ich empfand ihr Kommen als einen Einbruch in die Riege der alten Männer, die das Recht, gleichzeitig sowohl Anwälte als auch Notare zu sein, aus der Zeit mitgebracht hatten, in der Blankenese noch zu Schleswig-Holstein gehörte (bis 1937). Die Hilfe von Frau Probst brauchte ich nur in einer kleinen Sache, die ihr Notariatsassessor zuverlässig erledigte.

    Vor acht Jahre hat dann Frau Dr. Hellermann das Notariat übernommen. Frau Dr. von Türckheim ist in diesem Jahr als Sozia hinzugekommen. Die beiden Damen wirken trotz ihres durchaus unterschiedlichen Aussehens fast wie aus einem Guss, sie sind freundlich zugewandt und nehmen sich Zeit für Wünsche und Bedenken. Die Abläufe im Notariat klappen schnell und zuverlässig. Die Räumlichkeiten wirken jetzt heller.

    Die Notarinnen sind jung, so ein wenig war das dem jetzigen Vertragsentwurf anzumerken. Er war juristisch ausgefeilt, was gut und sicher ist, und er wurde ausführlich erläutert. Ältere Notare oder Notarinnen haben dagegen gelegentlich die Eigenheit, sich über Feinheiten hinwegzusetzen. Das dient einerseits der Verständlichkeit und zeigt andererseits das robuste Selbstbewusstsein, jedes aufkommende Problem wieder in den Griff zu bekommen. Wie dem auch sei, ich habe beide Wege in diesem Jahr erlebt und empfinde beide als gut.

    Sehr gut war auch wie Frau Dr. Hellermann mit einem „Querschuss“ von dritter Seite umging, der die jetzige Sache komplizierte.

    Meiner Frau und mir haben die Notarinnen Sicherheit gegeben. Wir danken dafür, planen schon die nächste Konsultation und empfehlen die Damen gerne weiter.

    Wissenswertes:
    - Das Notariat ist nicht behindertengerecht, aber selbstverständlich finden die Notarinnen Lösungen für Ratsuchende mit Handicap.
    - Mit Glück findet man einen Parkplatz auf der schmalen Fläche vorm Haus.
    - Es gibt ein ordenliches WC nahe dem Eingang.

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    Notare in Hamburg

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    Sedina Dankeschön liebe Tikae!
    Es geht uns beiden, lieber Schroeder, wohl nicht um die Herkunft, sondern um den Typus. "Unser" "Oldenburger" ist m.W. Bremer ;-)))


  10. Userbewertung: 5 von 5 Sternen

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    Am Ende des Lebens steht der Eine. Nein, nicht der „bei mir liegen sie richtig“, sondern danach noch: der Entrümpler. Schwierig zu sagen, an wen man da gerät. Gut wenn man eine glaubwürdige Empfehlung hat. Die hatten wir für diesen Kleinunternehmer vom anderen Ende der Stadt.

    Es ging nicht nur ums Ausräumen und zur Entsorgung fahren, sondern auch darum, weiterhin nutzbares Inventar als liebes Andenken heil zu dem einen oder anderen Nachkommen zu transportieren. Das hat bestens geklappt, obwohl Omas Wohnung am Blankeneser Elbhang nicht direkt mit dem Kleinlastwagen erreichbar war.

    Der Chef und seine Hilfsleute waren freundlich und arbeiteten konzentriert und ordentlich. Die Kosten hielten sich im erwartbaren Rahmen. Ich gebe die Empfehlung gerne weiter.

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    Kurierdienste / Entrümpelungen in Hamburg

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