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  1. Bewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Wortmann Johs. Pflanzen-Gartenbedarf u. Baumschulen

    Am Osdorfer Born 52, 22549 Hamburg
    Tel: (040) 80 45 00
    1.
    Die Baum- und Pflanzenschule Wortmann liegt gut erreichbar direkt am Hamburger Ring 3. Allerdings ist die Zufahrt etwas versteckt. Ein Blick auf das Satellitenbild kann helfen, da sieht man auch gut die in Wagenradform angelegte Schau- und Verkaufsfläche für Gartengehölze.

    Die Anlage ist schön, das Unternehmen lädt dazu ein, sie einfach einmal für einen Spaziergang zu nutzen. Neben dem Außengelände gibt es gewächshausartige Hallen - und übrigens auch eine Kundentoilette.

    Angeboten wird eine große Auswahl an Zierpflanzen und Gehölzen, Pflanzgefäßen, Floristik und profihaften Hand-Gartengeräten. Damit richtet sich die Firma Wortmann sowohl an private Endkunden wie auch an Gartenbauunternehmen.

    Im Hamburger Westen und besonders im angrenzenden Kreis Pinneberg gibt es eine große Anzahl von Baum- und Pflanzenschulen, dieser Betrieb gehört zu den Schönsten. Wer allerdings etwas besonders Exotisches sucht, ist anderswo besser aufgehoben.

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    Blattlaus Ich denke manches Mal an die drei Hamburger. Habe einige nette Treffen dort gehabt. Was sich dann aber am Schluß abspielte war schlimm, vor allem wie eknarf angegangen wurde, und wir alle plötzlich die bösen waren.
    Da hat man dann auch keine Sehnsucht mehr danach.


  2. Bewertung: 4 von 5 Sternen

    5. von 5 Bewertungen


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    CLOUDS Bar

    Reeperbahn 1, 20359 Hamburg
    Tel: (040) 30 99 32 80
    2.
    Reeperbahn Nr.1 - was für eine Adresse. Da stehen die „Tanzenden Türme“, zwei ineinander verschlungene Hochhäuser. Ganz oben rd. 100 m über Elbniveau befindet sich das Clouds, und die Gäste dort genießen einen traumhaften Rundumblick auf Hamburg und den Hafen - auf Augenhöhe mit der Spitze der Elbphilharmonie.

    Dorthin zu kommen ist allerdings nicht ganz leicht. Die Fahrstühle werden mit Außentastaturen bedient, und das überfordert den Neuling besonders dann, wenn, wie in unserem Fall, unten der Empfangstresen temporär verlassen ist. Zum Glück half uns ein netter Herr, der irgendwo auf mittlerer Höhe sein Büro hatte.

    Oben angekommen wurden wir freundlich zu dem reservierten und eingedeckten 6-Personen-Tisch geführt und reklamierten zuerst, dass 2 der bereitstehenden schönen Wassergläser am Rand beschädigt waren, wer will sich schon schneiden. Bei dem dicken schwarzen Fleck auf meinem Ledersessel zeigte die Daumennagelprobe, dass er zu trocken war, um abzufärben, und leicht zu entfernen gewesen wäre….

    Die für unseren Tisch zuständige Kellnerin wirkte zwar nur semiprofessionell, war aber ganz in Ordnung. Ihre Kollegin allerdings, die beim Austragen der Speisen half, machte auf mich einen etwas zickigen Eindruck. Dass sie übermäßig parfümiert war habe ich angesichts dessen, was hier auf der Reeperbahn sozialtypisch ist, durchgehen lassen.

    Meine Begleiter und ich aßen unterschiedliche Variationen des mittäglichen Businessmenüs, das für knapp 30 € angeboten wurde. Ich hatte als Vorspeise einen Gemüsesalat und als Hauptgericht eine halbe Ente gewählt. Beides war ausgesprochen schmackhaft und ansprechend auf dem Teller dekoriert. Zur Ente gab es diverse Beilagen. Das alles war schon richtig gut, genauso wie der dazu genossene Roséwein mit dem neckischen Namen „Doktorspiele“.

    Zum Schluss wurde dann die Aussicht aus dem stillen Kabäuschen genossen, durch das vielleicht doch öfter mal ein Kontrollblick gehen sollte.

    Insgesamt ein tolles Lokal für diejenigen, die das Finanzamt an den Kosten beteiligen können. Ein paar Ungepflegtheiten muss man dabei aber trotz des vorgegebenen Dresscodes „casual elegant“ in Kauf nehmen.

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    mrs.liona Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag.
    Eine zu stark parfümierte Bedienung könnte für mich zum Desaster werden (Duftstoff-Allergie).
    Ausgeblendete 15 Kommentare anzeigen
    Sedina Dankeschön liebe mrs.liona,
    danke auch Euch, lieber Philipp und lieber Jörg,
    und besonderer Dank für den Grünen Daumen!

    Das Problem hier war, dass die Parfümierung der Kellnerin in eine zu starke Konkurrenz zum appetitanregenden Duft der von ihr gebrachten Speisen trat.
    Sedina Ja so ist es liebe Tkae, die Reeperbahn bietet neben tiefsten Niederungen auch höchste Höhen und Sedinagelherausforderungen.
    Lieben Dank für die weiteren Kommentare und Glückwünsche!
    LUT Mit den 4 Sternen hast du ein großes Maß an Wohlwollen gezeigt.
    Glückwunsch zum Daumen, lieber Sedina!
    Sedina Ach nein liebe LUT, im Großen und Ganzen ist es schon ein tolles Erlebnis, dort zu speisen, und ich gehöre zu denjenigen, die sich gerne mal wundern aber eigentlich nie ärgern....
    Dir und Puppenmama herzlichen Dank für die Glückwünsche!


  3. Bewertung: 4 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    Edeka Jensen Andreas

    Heider Str. 2 a, 25761 Büsum
    Tel: (04834) 93 62 00
    3.
    Am Ortseingang von Büsum hat sich ein Ensemble von Einzelhandelsgeschäften entwickelt, das auch der Versorgung der umliegenden Ortschaften dient. Dazu gehört dieser moderne EDEKA-Markt, in dessen einladendem Entrée man neben einer Bäckereifiliale und einem Geldautomaten auch eine Kundentoilette findet.

    Der Markt hat ein breites Angebot, das allerdings der Dithmarscher Mentalität entsprechend mit Ausnahme der Alkoholika auf exotischeres verzichtet. Dafür gibt es aber eine gut sortierte Theke mit Fleisch- und Wurstwaren und Käse und davor sauber in Reih und Glied eine Batterie von Tiefkühltruhen. Personal ist reichlich vorhanden und beantwortet meistens freundlich die Fragen der Kunden.

    Es ist ein schöner einigermaßen barrierefreier Lebensmittelmarkt, in dem ich gerne einkaufe. Parkplätze gibt es ausreichend - für Autos. Die Abstellplätze für Fahrräder sind im Sommer knapp. Die Ladenöffnungszeiten schwanken saisonal.

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    Blattlaus Da würde ich auch mal gerne wieder einkaufen. Mittwoch und Samstags, nicht wahr lieber Sedina? Heringsbrötchen, Halligsalami und Blumenkörbchen habe ich da stets mitgenommen.
    Sedina Ich vermute ja, liebe Blattlaus, dass Du in Jensens anderem Laden in der Nordseestraße eingekauft hast...
    Blattlaus Du meinst jetzt den beim Brunnen in der Ortsmitte? Da war ich auch oft.
    Aber eigentlich hatte ich den Wochenmarkt gemeint, nachdem du von C.`s Einkauf dort geschrieben hattest.
    Sedina Nee, ich meinte den früheren EDEKA-Bill, zwischen Ch. und dem Markt.
    Der Wochenmarkt ist Freitags.
    Blattlaus Den kenne ich auch, wohnten ein paar Jahre im Regenpfeiferweg, der ist dort in der Nähe. Als die Jungs klein waren hieß er noch Bona Thedens, da habe ich noch eine Stofftasche davon.
    Ach jetzt habe ich wieder richtig Lust auf Büsum bekommen.
    Sedina Nee, jetzt bin ich hier im Hamburger Westen. Aber nach Büsum ist es für mich ein Katzensprung von nur 1¼ Stunden.


  4. Bewertung: 3 von 5 Sternen

    2. von 2 Bewertungen


    schauen & kaufen GmbH Verbrauchermarkt

    Am Bauhof 1 A, 25761 Büsum
    Tel: (04834) 96 54 54
    4.
    Ja, ja, der Recyclinghof liegt gegenüber, aber wer in diesem Sonderpostenmarkt gezielt auf die Suche geht, kann sich den direkten Weg auf die andere Straßenseite ersparen….

    Gerade in den Bereichen Haushalts- und Spielwaren kann man in der rustikalen und von außen wenig einladend aussehenden Halle interessante Schnäppchen machen. Ich schlendere da gerne mal unverbindlich hindurch, kaufe die eine oder andere Kleinigkeit und wechsele ein paar Worte mit der freundlichen Frau an der Kasse.

    In die ebenerdige Lokation kommt man auch mit dem Rollstuhl, Parkplätze gibt es vor der Tür und am verbogenen Fahrradständer hofft man, dass der Rost nicht allzu ansteckend ist.

    Weiteres zum Angebot findet man in der untenstehenden schönen Bewertung von Ch.Sch.

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  5. Bewertung: 3 von 5 Sternen

    3. von 3 Bewertungen


    bestätigt durch Community

    Kaufhaus Martin Stolz GmbH

    Hafentörn 4, 25761 Büsum
    Tel: (04834) 96 04 90
    5.
    Dieses „Kaufhaus“ liegt für mich so zwischen den 1-Euro-Ramschläden und „richtigen“ Kaufhäusern. Man findet dort ein breiteres Angebot an Textilien und allem Möglichen für Haushalt, Hobby und Strand. Ich habe dort schon Schnäppchen gemacht - oft aber auch nichts meinen Wünschen entsprechendes gefunden.

    Hinter einer großen überschirmten Außenfläche gibt es eine Ladenfläche, die zwar ebenerdig liegt, aber so zugestellt ist, dass Rollstuhlfahrer Schwierigkeiten haben. Allerdings habe ich erlebt, dass sich das Personal liebevoll um eine Rollifahrerin kümmerte, die vor der Ladentür wartete. Ansonsten wirkt das Personal oft überlastet.

    Das „Kaufhaus“ liegt an der Büsumer Peripherie in einem Ensemble mit anderen Läden. Wer ohnehin in der Gegend ist, der sollte ruhig mal hineinschauen. Parkplätze sind reichlich vorhanden, ansonsten gibt es Anschluss mit der „Büsumer Kleinbahn“ (Zugmaschine mit zwei Anhängern), die Kosten dafür sind für innerörtliche Fahrten in der Kurtaxe enthalten.

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    Sedina Dankeschön für die Glückwünsche,
    und danke der großzügigen Grüne-Daumen-Vergabestelle ;-)))


  6. Bewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Musikhaus Samrei

    Sülldorfer Landstraße 210, 22589 Hamburg
    Tel: (040) 87 67 51
    6.
    Unser Klavier ist abgegeben, und der alte Samrei, der es über Jahrzehnte zu Weihnachten gestimmt hat, weilt auch nicht mehr unter uns.

    Geblieben ist sein schönes Ladengeschäft mit Musikinstrumenten von der Kinderguitarre bis zum ausgewachsenen Flügel und mit freundlicher Beratung und Bedienung.

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    Männlein Aber beim klass. Klavier oder Flügel ist das mit dem update so eine Sache. Da braucht man doch dann den Klavierstimmer.
    Sedina Konnte, liebe Tikae, konnte.
    Meine 12-jährige Klavierschülerleidenszeit endete kurz vor meinem Abitur, und das liegt einige Zeit zurück.
    Tikae Ich finde es absolut mega , wenn jemand dieses Instrument spielen kann .
    Es regt auf , es beruhigt, die Musik fliesst leise wie Wasser über Steine oder brüllt wütend wie ein Orkan ......
    Ich liebe es :-))))
    Sedina Beneidenswert, mir hat der Sinn für Harmonielehre gefehlt und auch etwas Feinmotorik....
    Tikae Das kann ich mir gar nicht vorstellen bei dir :-)
    Aber ich denke, man muss es auch wollen .
    Wenn man zwangsverdonnert wird , entfaltet sich die Magie nicht.
    kisto Ich wollte immer Klavierspielen können, aber meine Eltern hatten weder Platz noch Geld dafür. Also spielte ich Akkordeon....war nicht wirklich ein befriedigender Ersatz....
    Tikae Du hättest das Klavier behalten sollen und die Krachmacher entsorgen .
    Klavier ist und bleibt für mich die Königsklasse .....:-)
    Sedina Wer nicht, lieber Philipp.
    Zu Deiner Beruhigung, liebe Tikae,
    damit meine Nachkommenschaft durch meine Entscheidung keine Defizite erleidet, habe ich ein sehr gut klingendes E-Piano mit voller Tastatur (Keyboards haben weniger Tasten) und Anschlagsdynamik angeschafft.


  7. Bewertung: 4 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    Sülldorfer Apotheke Inh.Anja Stolley-Possehn

    Sülldorfer Landstraße 206, 22589 Hamburg
    Tel: (040) 87 52 11
    7.
    In den fast 40 Jahren, die ich diese Apotheke kenne, hat sich trotz Besitzerwechsels nichts geändert. Warum auch, sie hat eine Monopolstellung im Hamburger Vorort Sülldorf, man bekommt dort alles und man wird freundlich bedient, beraten und vor Risiken und Nebenwirkungen gewarnt.

    Leider ist die Apotheke nur über Stufen erreichbar, dabei helfen zwar beiderseitige kräftige Geländer, aber eine Rufglocke unten am Gehweg könnte vielleicht eine Erleichterung sein…

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    Sedina Das passt leider ebensowenig wie eine Hebebühne, die Stufen beginnen direkt am öffentlichen Gehweg.


  8. Bewertung: 5 von 5 Sternen

    1. Bewertung


    bestätigt durch Community

    Finowkanal

    16225 Eberswalde
    8.
    Schwer- und Massengüter konnten in motorlosen Zeiten nur mit dem Schiff effizient befördert werden. Schon im Altertum wurden deswegen künstliche Wasserstraßen angelegt. Als der erste Finowkanal ab 1605 entstand, konnte man hierzulande schon auf in Jahrhunderten gemachte Erfahrungen zurückgreifen. Trotzdem scheiterte das Projekt zur Verbindung von Havel und Oder zunächst. Hintergrund waren die Wirren um den Dreißigjährigen Krieg, kaum gebaut verfiel der Kanal schon wieder.

    Es war Friedrich der Große, der die Industrialisierung der Gegend vorantreiben und dazu den alten Kanal in der Zeit von 1743-1753 reaktivieren und erweitern ließ. Etwa 43 km lang war das Bauwerk, das im Westen bei Liebenwerda begann und im Osten in die Alte Oder abfloss, dazwischen wurden 38 Höhenmeter mittels einer Vielzahl von Schleusen überwunden. Diese Schleusen wurden bald zum Problem, da sie auf die Größe von „Zillen“ ausgelegt waren, die, als „Kleines Finowmaß“ definiert, max. etwa 26,5 m lang und 3,1 m breit sein durften.

    Der durch die aufkommende industrielle Revolution geförderte Warenstrom vermehrte den Schiffsverkehr und machte größere Schiffe erforderlich. Dem wurde im 19. Jh. durch den Bau größerer Schleusen mit zwei parallelen Kammern Rechnung getragen. Die Schiffe konnten jetzt bis zu 41 m lang und 5,1 m breit sein, das hieß „Groß-Finowmaß“.

    Auch dies hielt der rasanten Entwicklung des Schiffsverkehrs nicht Stand. Deswegen wurde ab 1906 der „Großschiffahrtsweg Berlin -Stettin“ ausgebaut, und in diesem Zuge zwischen der oberen Havelniederung und der Alten Oder ein neuer Kanal gegraben. Der Finowkanal umwindet und schneidet die neue Wasserstraße in der Form eines liegenden seitenverkehrten S.. Der etwa 10 km lange auch „Langer Trödel“ genannte Westteil wurde ab Liebenwerda zur Sackgasse, der Ostteil blieb erhalten.

    Und so sieht es 2018 aus:

    Der lange Trödel hat seit 2016 einen Zugang zum neuen „Großschifffahrtsweg“ und kann damit wieder durchgehend befahren werden.

    Die östlichen mehr als 30 km des alten Finowkanals stehen samt der Wasserbauwerke unter Denkmalsschutz. Der Kanal wird unterhalten, aber nur noch von der Ausflugs- und Sportschifffahrt genutzt. Die Schleusen werden überwiegend von den Mitgliedern eines Fördervereins mit Muskelkraft betätigt, die parallelen Kammern wurden zurückgebaut und dienen jetzt mit hydraulisch betätigten Sielen der Wasserstandsregulierung. Insgesamt ist es ein Idyll, das nicht nur auf dem Wasser befahren werden kann, sondern entlang der alten Treidelwege auch mit dem Fahrrad.

    Wer sich mit dem Boot auf die Fahrt durch den Kanal macht, der sollte die Öffnungszeiten der Schleusen und besonders der Hubbrücke Eberswalde beachten. Geschleust wird im Sommer von 9:00 bis 16:45 Uhr. In den Schleusen kann es, je nach Fingerspitzengefühl der Wärter, schon mal etwas kappeliger werden. Nachtliegeplätze findet man bei den Ortschaften. 1½ Tage sollte man für die Passage mindestens einkalkulieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 6 km/h begrenzt. Eine Beschreibung der Schleusen ist hier:
    https://www.kag-finowkanal.de/wassertourismus/schleusen/

    So geruhsam eine Fahrt auf dem Kanal heute auch ist, für die Schiffer vor 150 Jahren muss es eine ungeheure Plackerei gewesen sein. Lange gerade Kanäle waren recht einfach zu befahren, lief der Kahn erstmal, so konnte er mit relativ wenig Kraftaufwand in Fahrt gehalten werden. Hier war es anders. Der Finowkanal ist kurvig und hat durchschnittlich alle etwa 3 km eine Schleuse. Da mussten die Kähne aufgestoppt und dann hineingezogen werden. In der Schleusenkammer wurden sie seitlich versetzt, um Platz für einen zweiten Kahn zu schaffen. So ging es weiter und auch die Lade- und Löscharbeit war kräftezehrend. Dazu kam, dass die an Bord auf engstem Raum lebenden Schifferfamilien, vorsichtig gesagt, nicht überall auf soziale Akzeptanz stießen.

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    Ausgeblendete 21 Kommentare anzeigen
    Nike Herzlichen Glückwunsch zur Auszeichnung, Sedina!
    Wie schaffst du es bloß, ein mit Wasser gefülltes Rinsal so dermaßen interessant vorzustellen? ! :-)
    Sedina Danke lieber Konzentrat und liebe Nike.
    Wer auf des großen Fritz Geheiß nach Osten zur Oder entwässert, muss politisch hoch interessant sein. ;-)))
    Kulturbeauftragte Nike, wer wie Sedina in HH lebt, der kommt an den (verschiedenen) Gewässern nicht vorbei ;-). Bei dem Ahnherrn aber auch kein Wunder, wie der Kollege es schon mal geschrieben hatte...

    Bin zwar kein ausgesprochener Schiffahrtsfan, doch was ich hier gelesen habe, gefällt auch mir ebenfalls! Glückwunsch zum (Wasser)Kanal-Daumen!
    Sedina Danke liebe Kulturbeauftragte, danke auch der hier aktiven "Grüne-Daumen-Vergabestelle"! Und ein besonderer Dank gilt den zwei an meiner gewässerkundlichen Entwicklung beteiligten Ahnherren und meinem Onkel Volker, der über ein Kindheitserlebnis aus dem Jahre 1932 folgendes schrieb:

    "Eines Tages standen wir an der Pier des Kanals im Möllner See, als gerade ein altertümlicher Binnenlastkahn dabei war, in Richtung Norden abzulegen. Gegen einen kleinen Obolus durften wir mitfahren. Es war ein großer motorloser Kahn, der die ganze Schifferfamilie beherbergte. Die kleine Tochter lag mit Masern unten in der Kajüte, Die Schiffersfrau hing an Deck gerade Wäsche auf., der Vater steuerte am Ruder und die zwei kräftigen Söhne wanderten ununterbrochem vom Bug zum Heck - die langen Staken eingelegt in je eine der Achselhöhlen.....So glitten wir denn gemächlich....."

    Ich fürchte, ganz so romantisch war es dann doch nicht immer.
    Nike Schade, dass Fontane zwar Rhin und Dosse ein Kapitel in seinen Wanderungen gewidmet hat, jedoch nicht dem Finowkanal. Ich hätte - Sedina folgend - gerne ein Zitat angefügt.
    Nike Stimmt, die Weidendammbrücke, auch Teufelsbrücke genannt. Es handelt sich um eine schmiedeeiserne Brücke, die mittlerweile jedoch wg Sanierungsbedürftigkeit gesperrt ist.
    Sedina ....und die zum Zeitpunkt jener Verlobung noch als "Weidendammer Brücke" in Berlin die Friedrichstraße über die Spree führte, dort zu klein geworden war und durch einen gleichnamigen Neubau ersetzt wurde.
    Kulturbeauftragte Euren Ausführungen zufolge, seid ihr Eingeweihte unter sich - für mich sind das alles "böhmische Dörfer", die mir im Nachbarland bekannter sein dürften ;-). Trotzdem ist es interessant dem ganzen zu "lauschen"!
    Sedina Dank auch an Euch, lieber mallli, liebe mrs.liona und lieber Exlenker. Ich freue mich über Eure Glückwünsche und grüße herzlich nach Berlin. Lübeck und Wuppertal!
    Puppenmama Danke für Deinen klasse und informativen Bericht und die schönen Fotos.
    Herzlichen Glückwunsch zum verdienten grünen Daumen.
    kisto Man lernt nie aus :) Ein sehr informativer Bericht, lieber Sedina! Ich gratuliere zum sehr verdienten Daumen! :)
    Sedina Danke - viele Grüße zurück nach Berlin, dem Ausgangs- und Endpunkt unserer Reise (nicht Deine Ecke sondern Spandau)
    eknarf49 Warum ich diesen interessanten Bericht erst jetzt zu lesen bekomme, weiß ich nicht. Auf jeden Fall vielen Dank dafür.
    Sedina Gerne lieber eknarf, und danke - es ist ein entlegeneres Thema und ich war mir keineswegs sicher, damit auf Interesse zu stoßen.


  9. Bewertung: 5 von 5 Sternen

    12. von 12 Bewertungen


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    Schiffshebewerk Niederfinow

    Hebewerkstr. 52, 16248 Niederfinow
    Tel: (033362) 215
    9.
    Für mich ist ein Jugendtraum in Erfüllung gegangen. Immer schon hatte ich mir gewünscht, dieses gigantische Bauwerk einmal zu sehen und auch die 36 Meter mit hinunter zu fahren. Jetzt hat es geklappt, gerade noch rechtzeitig, denn der Ersatzbau ist nicht termingerecht fertig geworden.

    Der alte in den 40er Jahren des 18. Jahrhunderts gebaute Finowkanal mit seinen 17 Schleusen war einfach zu eng und zu langsam für den Frachtschiffverkehr geworden. Eine neue Wasserstraße sollte Havel und Oder verbinden. 1906 gab es den ersten Spatenstich für die neue Havel-Oder-Wasserstraße, die als „Großschiffahrtsweg“ für Kähne bis 65m Länge entstehen sollte (zur Einordnung: neue Binnengüterschiffe sind 85-110 m lang, Koppelverbände bis rd. 180 m). Für den Abstieg zur Oder wurde eine 4-stufige Schleusentreppe vorgesehen, die noch besteht. Daneben wurde von Anfang an der Platz für ein Schiffshebewerk reserviert, um den Abstieg zu beschleunigen. Europa war seit Jahrzehnten in einem euphorischen Wettbewerb um die exotischsten Hebewerkkonstruktionen.

    Erste Planungen für das Schiffshebewerk gab es schon vor
    dem 1. Weltkrieg, konkret wurde es ab 1923, zugleich wurde ein ausgeklügeltes Fahr- und Sicherheitssystem entwickelt, das bis heute bestens funktioniert. Die Errichtung erfolgte in Eisenfachwerkbauweise auf einer Bodenplatte.

    Eröffnung war 1934. Mit einer Zuverlässigkeit, die man sich von heutigen Bauwerken auch wünschen würde, hebt und senkt sich der 85 m lange und gefüllt 4290 t schwere mit Gegengewichten ausbalancierte Trog. Die Fahrt dauert rd. 4 Minuten. Es gab bisher nur knapp 60 technisch bedingte Ausfalltage.

    Längere Schlepp- oder Schubverbände müssen geteilt werden, um in den Trog zu passen. Die Kähne oder Leichter können dann mit einer Seiltreidelanlage in den Trog hinein- und später wieder hinausgezogen werden. Für längere Treidelstrecken gab es früher Elektroloks, die inzwischen aber außer Betrieb sind.

    Weitere Zahlen zur Technik hat die Userin Wally.s in ihrem lesenswerten Beitrag genannt.

    Das Bauwerk ist wirklich erlebenswert, ich kann eine Besichtigung nur empfehlen. Dabei kann man talseitig bis zur oberen Haltung des Troges heraufgehen und hat dann eine fantastische Aussicht in Hebewerk und Trog und über den Niederoderbruch. Wasserwanderer sollten die Gelegenheit nutzen, um auch den historischen alten Finowkanal zu befahren.

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    Sedina Dankeschön Philipp, Papa Uhu und Theo, es war nicht nur eine Hebewerksfahrt, sondern eine Schiffsreise von Berlin nach Stettin und zurück.
    Sedina Danke auch Euch, lieber Robert, lieber Reisender und lieber ubier.
    Es war, wie schon öfter auf dem Schiff, die Entdeckung der Langsamkeit, zumal es zurück durch den Ostteil des historischen Finowkanals ging. Eine handbediente Schleuse nach der anderen....
    Nike Vor ein paar Jahren habe ich dieses großartige Erlebnis auch sehr genossen. Wir durften sogar erst runter und dann wieder hoch fahren. Anschließend haben wir noch einen Spaziergang um das imposante Bauwer herum unternommen.

    Daumenglückwunsch, lieber Sedina!
    Sedina Danke liebe Nike, wo Wasser ist, da gehören auch Nixen hin - ich hatte Deinen Bericht selbstverständlich gelesen und Deine vielen Fotos gesehen.
    Sedina Herzlichen Dank auch Euch, lieber saerdnA, liebe Puppenmama und lieber Exlenker, ich freue mich, dass Euch dieser Bericht gefällt.
    Du, lieber Exlenker, wirst diesen schönen Ort sicherlich öfter mit Reisegruppen angefahren haben.
    Schroeder Für die süddeutsche Landratte war das vor einigen Jahren auch ein schönes Erlebnis: Vom Hafen Tegel bis Niederfinow ... diese Jahr werde ich auch wieder durchschippern. Schöne Bilder!
    Männlein Sehr schön beschrieben. Ich war 1990 kurz nach dem Mauerfall in Niederfinow. Ich kann mich erinnern, dass der Höhernunterschied von 36 mtr. beeindruckend war. Glückwunsch zum GD.
    Sedina Danke auch Euch, Schroeder und Männlein.
    Jawoll, 36 m mit 4200 t Gewicht - das ist schon beträchtlich! Hier bei uns am Elbeseitenkanal in Scharnebeck sind es bis zu 38 m mit 5800 t. In diesem modernen erst 1975 eröffneten Hebewerk wirkt das aber viel unspektakulärer, trotz häufigerer Betriebsstörungen.....
    Sedina Herzlichen Dank und Gruß auch nach Berlin.
    Über die Attraktivität von Chorin und des dortigen Zisterzienserklosters gab es an Bord unterschiedliche Auffassungen. Die von den heißen Tagen ermüdete Reisegruppe hat deswegen auf einen Ausflug dorthin verzichtet.
    Sedina Wenn der Weg das Ziel ist, dann erhöht das einerseits den Genuss, verengt das aber andererseits auch den Blick ;-)))
    grubmard Wer Kloster Chorin nicht kennt, hat die Welt verpennt ....

    Das Schiffshebewerk ist für einen über 80jährigen Senior noch gut in Schuss und verrichtet zuverlässig Jahr für Jahr seinen Dienst. Nix von wegen Rente ....
    Exlenker Am Kloster Chorin war ich mit Reisegruppen mehrfach gewesen und natürlich auch am Schiffshebewerk, was mich ebenfalls beeindruckt hatte.
    Sedina Oh das ist eine harte Ohrfeige für mich, lieber grubmard ;-))))
    Ich habe gerade Deinen schönen informativen Bericht über das Kloster gelesen und mich über Dein Foto eines heutigen Bewohners gefreut...
    Von hier aus Glückwunsch zu Deinem dortigen Grünen Daumen!


  10. Bewertung: 3 von 5 Sternen

    3. von 3 Bewertungen


    Brechts Restaurant

    Schiffbauerdamm 6, 10117 Berlin
    10.
    In dieses Steak-Haus sind wir schnell hineingesprungen, weil gerade ein schöner Tisch hinter den zur Straße geöffneten Flügeltüren frei wurde. Voll war's - nicht nur im Lokal selbst, sondern auch in der gegenüber direkt an der Spree liegenden Außengastronomie. Die Lage am Wasser, nahe dem Bahnhof Friedrichstraße, ist toll, das Interieur nach meinem Geschmack gewöhnungsbedürftig.

    Die von uns georderten Rib-Eye-Steaks (25 €/250g) empfanden wir als qualitativ durchschnittlich, sie wurden mit einem kleinen Salat serviert. Weitere Beilagen mussten extra bestellt werden. Wir nahmen "Pommes Lyonnaises" (4,50 €) , die genehmigungsfähig waren. Dazu gab es gut geschenktes Bier. Die Preise hatten wir so in dieser hauptstädtischen Touri-Ecke erwartet, die Speisekarte ist im Internet einsehbar.

    Was beim Essen störte, waren unangenehme faulige Gerüche, die immer mal wieder bei uns ankamen, wir wissen nicht, ob aus dem Keller oder an diesem heißen Tag aus der Kanalisation. Und worüber wir uns beschwerten, waren deutliche Unaufmerksamkeiten des Services.

    Dem Touristen ist von diesem Lokal nicht abzuraten - der Berliner wird gepflegtere und günstigere Alternativen kennen.

    Neu hinzugefügte Fotos

    Sedina Danke, Ich sehe gerade Deinen Like lieber mallli. Hätten wir gewusst, wann wir in Berlin ankommen würden, so hätten wir uns gemeldet. Aber nach einer Komplikation in der Schleuse Spandau waren wir erst spät an unserem Liegeplatz am Schiffbauerdamm, und dann ging es nur noch darum, schnell etwas zwischen die Kiemen zu bekommen. Herzliche Grüße!